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  • #76
Zitat von Marlene:
Ich hatte das "Wahrheiten" bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil gängige Vorstellungen sind, die man immer wieder zu hören kriegt. Das ist, ich wie ich darzustellen versucht habe, sowieso paradox und kann schon allein deswegen nicht stimmen.

Aber solange sich all diese Gerüchte halten, erklären sie einiges an Fehlverhalten.

Jetzt könnte dich übrigens einer der an solche "Wahrheiten" glaubt auch fragen, wieso du dich denn gerade in diese Person "unsterblich" verliebt hast, bestimmt weil er alle Regeln befolgt hat :p
.... ne ne, ich weiß schon dass man das so nicht sagen kann, ich will nur darstellen wie gut sich solche Ansichten selbst bestätigen können.

Faiererhalber muss ich zugeben, dass ich mich auch immer wieder Frage bei welchen Gerüchten was dran sein könnte. Ein chronisch abgelehnter Single stellt sich nunmal die Fragen nach Verbesserungsmöglichkeiten im eigenen Firtverhalten.
 
G

Gast

  • #77
Zitat von DerDogi:
Kein Wunder, daß im Zusammenhang mit Leiden so oft der Selbstschutz genannt wird. Und weswegen er so oft nicht nur als Wirkung, sondern als Ursache fungiert. Aus Selbstschutz wurden nicht nur Angriffskriege geführt, als bedrohlich erlebte Bevölkerungsgruppen eliminiert, sondern auch im Kleinen und Privaten anderen und sich selbst ins Fleisch geschnitten. Wenn das Böse gewitzt ist, erscheint es im Kleide des Selbstschutzes.
Ich wünsche allen, weniger Selbstschutz nötig zu haben.
 
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  • #79
Zitat von DerDogi:
Es ist Selbstschutz. Seinen ganzes Leben damit zu verbringen allt 5 Minuten aufs Handy zu schauen und auf die Nachricht "dieser einen, die einzige für mich" Frau zu warten, die ja doch nicht kommt (hab ich auch grad wieder) kann schon an die Substanz gehen.

Wenn dann die Absage kommt, von der eh klar war dass sie kommt, kriegt man von Freunden immer den Spruch "Ach es gibt ja noch andere Frauen auf der Welt". Wenn man sich nicht Wochenlang eingeredet hat, dass es nur die eine Frau gibt, glaubt man das denen vielleicht sogar.

Um mal ganz davon abgesehen:
Für Frauen ist es das das unmöglichste, wenn ein Mann sich für sie interessiert. Der ist ein Loser und uninteressant und ein Waschlappen und needy, ein "Hinterherrenner"... Natürlich soll sie die einzige für ihn sein ... Aber sie muss ihm gefälligst auch am Ar*** vorbei gehen .... und er soll an jedem Finger 10 Frauen haben weil man will ja nicht die B-Ware ... aber erobern soll er sie ja schon.... nur blos nicht nett oder zuvorkommend sein, weil man damit Schwäche zeigt ... ein paar dieser "Wahrheiten" bedient man mit der Einstellung, andere natürlich nicht, aber man weiß ja nicht, welche die Richtigen sind.
Auch wenn Marlene das nicht glauben will, weil sie selbst anders tickt (so wie jeder Tipp hier nicht auf alle Menschen passen kann, weil wir alle unterschiedlich sind), so steckt da schon viel Wahres drin, Dogi. Beim Kennenlernen darf man(n) nicht needy erscheinen, das ist einfach so. Wenn man durchblicken lässt, dass man schon lange vergeblich nach einer Partnerin sucht, erscheint das verdächtigt. Das ist so ähnlich wie mit ner schlechten Amazonbewertung ;-) Wenn man einfach nur sagt "ich bin jetzt seit 5 Jahren Single", dann triggert das sofort Fragen, warum man so lange allein ist, warum keine andere Frau Interesse hatte, ob man überhaupt beziehungsfähig ist, usw. Irgendwas muss ja mit einem "falsch" sein, sonst hätte man ja schließlich längst wieder ne Frau... Sagt man hingegen (ja, zur Not gelogen...), dass man seit 5 Jahren keine "richtige Beziehung" mehr hatte, klingt das ganz anders. Man hat schon Kontakt zu Frauen gehabt, es ist aber eben nie ernster geworden.
Nur mal als praktisches Beispiel.
Menschen orientieren sich schon daran, was andere Menschen tun. Wenn ein Mann eine Frau hat, dann macht er die ja offensichtlich glücklich, also macht der auch eine andere Frau glücklich - so scheint die Logik dahinter. Ich kann es definitiv bestätigen, dass ich als Mann während meiner Beziehungsphasen deutlich häufiger UND eindeutiger angeflirtet wurde, als in meinen Singlezeiten. Trotz oder gerade wegen eines Ringes am Finger.
 
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  • #80
Zitat von Git80:
Wenn man einfach nur sagt "ich bin jetzt seit 5 Jahren Single", dann triggert das sofort Fragen, warum man so lange allein ist, warum keine andere Frau Interesse hatte, ob man überhaupt beziehungsfähig ist, usw. Irgendwas muss ja mit einem "falsch" sein, sonst hätte man ja schließlich längst wieder ne Frau... Sagt man hingegen (ja, zur Not gelogen...), dass man seit 5 Jahren keine "richtige Beziehung" mehr hatte, klingt das ganz anders. Man hat schon Kontakt zu Frauen gehabt, es ist aber eben nie ernster geworden.
Nur mal als praktisches Beispiel.
Aufs Riskio hin, dass ich jetzt altmodisch klinge: Aber bei "5 Jahren keine richtige Beziehung" frage ich mich viel eher, was schief gelaufen ist, dass jemand so lange unter die Laken potentieller Partnerinnen hüpfte, ohne dass etwas rausgesprungen ist.
 
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  • #81
Ich bin noch nie unter ein Laken gehüpft. macht man das auf einem Bein oder ist das wie Sackhüpfen? hat ja irgendwie etwas kindliches an sich, diese Vorstellung von "hüpfen".
 
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  • #82
Zitat von Git80:
Menschen orientieren sich schon daran, was andere Menschen tun. Wenn ein Mann eine Frau hat, dann macht er die ja offensichtlich glücklich, also macht der auch eine andere Frau glücklich - so scheint die Logik dahinter.
Es zeigt zumindest, daß jemand liebenswert ist. Wert ist, geliebt und/oder begehrt zu werden.