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  • #1

Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Hallo ihr Lieben!

Lese nun schon geraume Zeit mit und habe mich gestern ganz vorsichtig in die Welt des PS-Forums geworfen (Profilberatung). Jetzt hätte ich da einmal eine Frage wie ihr das handhabt (egal ob Frau oder Mann, jede Meinung ist für mich interessant!):

Habe gestern mit einem Mann begonnen zu schreiben. Da ich online war, habe ich ihm immer sehr schnell und zeitnah geantwortet. In der zweiten Mail kam er dann schon mit seinen Problemen ans Tageslicht: nach langer Beziehung (8J.) seit ½ Jahr getrennt, familiäre Probleme, etc. (will da nicht zu ausführlich werden, aber es war mir schon eher unangenehm). Habe immer sehr nett und positiv trotz des "gejammers" geantwortet, um das gleich einmal vorweg zu nehmen.
In der Nacht konnte ich nun nicht besonders gut einschlafen, da ich mir die Frage gestellt habe: will ich mir das antun? Kurzum: NEIN, will ich nicht.

Habe ihn daher heute verabschiedet, mit netten aber klaren Worten, weshalb sich unsere Wege trennen. Bin ein netter, umgänglicher Mensch, der niemanden verletzen möchte, doch will ich mich nicht mehr mit den Problemen anderer herumschlagen müssen, vor allem nicht nach der 2ten oder 3ten Mail. Es ist sicherlich anders, wenn ich denjenigen besser kenne. Es gibt auch sicherlich Situationen mit denen ich generell lockerer umgehe, aber in diesem Fall ein No-Go.

Wie handhabt ihr dass? Ist soviel Ehrlichkeit nach so kurzer Zeit nicht ein wenig zu viel des Guten? Bin ich ein schlechter Mensch, wenn mir das zuviel ist, bzw. wenn ich mir das nicht (mehr) zumuten möchte?

Meine letzte Beziehung war übrigens sehr schwierig, war auch ein Mann mit viel Ballast und vielen weiteren Problemen. 2 Jahre hat es nach dem Schlussstrich gebraucht, mich davon zu erholen und um wieder annähernd die Frau zu werden die ich vorher war. Ein weiteres Jahr, bis ich endlich soweit war, mich aktiv auf die Partnersuche zu begeben, bzw bis ich bereit war, mich wieder auf einen Mann einzulassen.
Ich weiß, jeder hat „sein Packerl“ zu tragen, keine Frage, aber muss ich gleich und auf der Stelle ein integrierter Teil davon sein?

Freue mich auf euere Meinung, lg sa_binchen
 
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  • #2
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Hallo sa_binchen !

Ich bin ausgesprochen denkfaul heute und möchte Dir daher nur eine kurze wahre Begebenheit erzählen.

In meiner PS-Aktivzeit hatte ich Kontakt zu einer Dame, die mir schon in der 2.Mail viel von ihren Leidensgeschichten erzählt hat. Ich habe sie in ihrem Schicksal bedauert, wahrscheinlich etwas zu intensiv. Sie hat mich dann sehr schnell verabschiedet, weil sooo einen Jammerlappen braucht sie wieder nicht. Dabei wollte ich nur entgegenkommend darauf eingehen.

Glaube mir, dass mich jeder Kontakt besser gemacht hat und dann plötzlich ... Blitz ... :)

Aus heiterem Himmel ... kaum zu glauben ... "Das ist Leben pur"
 
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  • #3
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Hallo Sa-binchen,

dass du jemandem hier oder in der Kneipe nebenan begegnest, dem es (zumindest aktuell) eigentlich nur um seine eigenen Probleme geht, die er dann auch vor jedem oder jeder ausbreiten muss, ist wahrscheinlich normal.
Ich habe hier auch einen Kontakt gehabt, der mir am Telefon stundenlang! von seinem Stress mit der Mutter seines Kindes erzählt hat und eigentlich über alle seine Mitmenschen klagte. Er hatte auch interessante Seiten, aber seine Litanei ging mir schon auf den Keks. Ich war skeptisch, habe mich trotzdem mit ihm getroffen. Seine Ich-Bezogenheit und sein Klagen über Gott und die Welt waren auch im persönlichen Kontakt unübertrefflich!
Es macht einen Unterschied, ob jemand offen über Privates spricht, weil es ihm im Grunde nur um sich selbst geht, oder ob jemand offen über seine Probleme spricht, ohne dass sein ganzes Denken nur darum kreist. Bei Erstgenannten besteht als Partner die Gefahr, sich ausgenutzt zu fühlen und selbst auf der Strecke zu bleiben. Das hast du ja schon mal erlebt, wie du schreibst. Ich denke, du hast gut daran getan, dich auf dein Bauchgefühl zu verlassen und deinen Kontakt zu verabschieden.
LGRika
 
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  • #4
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Hallo sa_binchen!

So wie Du das geschildert hast, kann ich gut nachvollziehen, dass Dir das zuviel wird.
Zum einen ist es eine Frage des Respekts, den/die Andere nicht gleich zuzumüllen mit dem eigenen Kram -wenn mansich besser kennt, mag dasanders aussehen- zum anderen darf erwartet werden, dass sich jeder mit dem eigenen Rucksack auseinandersetzt, bevor er/sie andere damit belästigt.
Meine ganz persönliche Meinung.
 
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  • #5
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Uns Frauen kann man es oft nicht recht machen ist mir durch den Kopf, als ich diese Zeilen gelesen habe.
Wir wollen einen Starken Mann, aber bitte keinen Macho...einen Mann, der sich fürsorglich um die Kinder kümmert, aber bitte nicht nur am Weekend sodern auch noch genügend Kohle nach Hause bringt...dann soll er noch sensibel sein, aber bitte kein Waschlappen usw. - wir sind ein schwieriges Volk.

Doch eines, eines sollte uns doch bewusst sein - WIR alle, wir alle haben unsere Erfahrungen gemacht im Leben, wir alle haben einen Rucksack. Packt man ihn zu Früh aus, denkt das Gegenüber - "Oh mein Gott, der hat ja Probleme - der braucht nur jemand zum Ausheulen", packt man ihn zu spät aus, fühlt sich Frau wiederum nicht ernstgenommen oder veräppelt...

Bei allem nötigen Respekt, kann man es UNS (fällt mir oft bei den Frauen auf - und ich darf das sagen ich bin auch eine - schmunzel) überhaupt noch recht machen?

Gute Nacht Welt
 
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Cheeseburger

  • #6
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Hallo sa_binchen,
ich gehöre eigentlich auch nur zu den Lesern in irgendwelchen Foren.
Aber die Entscheidung war richtig sich zu verabschieden. Der arme Kerl sucht keine Beziehung für's Herz, sondern eine Psychologin zum ausjammern. Wenn einer sich bei einer fremden Frau ausplärrt, hat er ein tieferliegendes Problem.
Völlig richtig sich da rauszuhalten, jeder hat selber genug am Hals, da muß man sich nicht noch die Kriesen fremder antun. Ich bin einer von den Zuhörertypen, mir erzählt wirklich fast jeder seine Probleme, sogar Arbeitskollegen, Freunde sowieso oder auch meine Nachbarin. Kann ich auch nichts dafür, war schon immer so. Auch wenn ich davon nichts hören will, die quasseln mich voll. Ich bin sogar freundlich zu Leuten die ich einfach nicht mag, ist so meine Natur. Was wollte ich jetzt überhaupt sagen? Genau, gut daß Du so einen schrägen Vogel abgeschossen hast. Der muß auf die Couch!
Du schreibst, daß deine letzte Beziehung sehr schwierig war und dein Kerl viel Probleme hatte. Hört sich für mich nach einem sehr labilen und rabiaten Ex an, wenn dann noch ein Alkoholproblem dazu kommt möchte ich mir nicht vorstellen wie er Dich jahrelang behandelt hat. Dich von ihm zu trennen war bestimmt nicht einfach, ich würde fast schon sagen gefährlich. Wenn Du 3 Jahre brauchst um dich wieder an eine Beziehung ranzutrauen muß ja eine verdammt üble Zeit hinter dir liegen. Ich könnte keiner Frau etwas antun, hört sich schleimig an, aber ich laß mich eher von einer Frau totschlagen als das ich zurückhaue.
Ich wünsche Dir eine baldige glückliche Beziehung und laß dich nie unterbuttern ... Gruß ... Gerd
 
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  • #7
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Cheeseburger:
Ich könnte keiner Frau etwas antun, hört sich schleimig an, aber ich laß mich eher von einer Frau totschlagen als das ich zurückhaue.
Ja, ich merk schon, du bist eher der Typ für die Rat-Schläge.
Also wenn ich nicht wüßte, daß das Satire ist, zwischen Burger und Käse, müßt ich vermuten, du habest den Kontakt zur Realität verloren.


Zum Thema:
Ist doch einfach ne Frage der Ökonomie. Wenn du viele Kontakte hast, Sabinchen, dann geh zum nächsten über, wenn dir was nicht paßt. Wenn du weniger hast, lohnt es sich eher, dranzubleiben, wenn man an einem ist.
Dabei fände ich die Passensperspektive sinnvoller als die so allgemeiner Beurteilung, was jetzt jemand beim ersten, 3,7ten oder 12 Date darf. Insofern: was interessieren dich die sogenannten Meinungen anderer Foristen? Du weißt, wie du meinst, was du willst und was du nicht willst. Möchtest du von den Foristen eine Beurteilung, ob deine persönlichen Vorlieben und Abneigungen dem Mainstream entsprechen, weil du nur dann glauben kannst, richtig gehandelt zu haben? Oder möchtest du deine persönlichen Vorlieben kritisch prüfen? Wenn dies, in welcher Weise bist du dazu bereit?
 
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  • #8
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

@ Meiyo: Willst Du mich heiraten ? ;-))
Aber im Ernst, ich glaube nicht, daß das, was Du beschreibst, nur auf Frauen zutrifft. Zumindest in dieser Hinsicht spielt das Geschlecht keine Rolle.

@ Cheeseburger: Stimmt, hört sich wirklich schleimig an. Ich jedenfalls würde mich mit allem was möglich ist, dagegen wehren, von jemandem totgeschlagen zu werden, egal ob Mann oder Frau.

Zum Umgang mit Offenheit hat nun mal jeder seine eigene Schmerzgrenze. Der "sich Öffnende" sieht es vielleicht als vertrauensbildende Maßnahme, ohne zu merken, daß es in langweilige oder stressige Monologe ausartet und der Empfänger sieht eventuell nur die Mißbrauchsgefahr als Therapeut und sieht nicht den Vertrauensvorschuß, der gegeben wird.

Ich bin bisher sehr gut damit gefahren, erst einmal die eine oder andere vertrauliche Information zu geben um festzustellen, wie die Frau reagiert und entscheide dann, ob ich einen Gang zurückschalten muß oder nicht. Im Gegenzug stelle ich aber auch Fragen, z.B. wie sie mit dieser Information zurecht kommt oder ob sie ähnliches erlebt hat. Diese Form von Ping-Pong ermöglicht beiden Seiten eine halbwegs einfühlsame und schonende Herangehensweise an heiklere ( aber bei der Beziehungsanbahnung doch wichtige ) Themen.

Klagt mein Gegenüber permanent über ihre Probleme und ich habe den Eindruck, sie hört weder zu noch ist sie an mir interessiert, würde ich das ggfs. sogar thematisieren, weil sie es eventuell gar nicht merkt.

Zugegeben, das Ganze ist aufgrund der Unterschiedlichkeit der Menschen nicht einfach, aber das offen und ehrlich gesprochene Wort ist ( zumindest was meine Erfahrungen betrifft ) immer hilfreich.

JD
 
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  • #9
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

@JohnDunbar - können wir zu erst flirten bevor du die Katze im Sack kauft - oder ich den Kater?
Doch zurück zum Thema - leider sehe ich dieses Phänomen mehr als oft bei Frauen...
 
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  • #10
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Anfangs hat es mich hier auf parship auch etwas befremdet, wie schnell die Leute persönlich werden oder mir über ihre Probleme schreiben. Es ist aber natürlich schon anders, als wenn man jemanden draussen kennenlernt. Hier wissen wir, dass das Gegenüber auch auf Partnersuche ist und es ist doch schon einmal vorteilhaft, wenn man über die Nachrichten schon etwas über die Probleme und negativen Seiten seines Chat-Partners erfährt.

Persönlich reagiere ich allerdings gleich offen wie mein Gegenüber. Wenn sie mir über viele Probleme schreibt, frage ich durchaus, ob sie denn so bereit wäre für eine Partnerschaft und ob diese Probleme diese nicht von Anfang an zu sehr belasten würden. Diese Fragen stelle ich mir selbst auch und schreibe ihr dann zwar anständig aber offen und ehrlich, dass ich mich mit solchen Dingen nicht belasten will. Ich denke, das ist immer noch der fairste Weg damit umzugehen. Ob du jemanden treffen willst, der schon zu Beginn des Kontakts, über so viele Probleme klagt, musst du natürlich für dich selber entscheiden, in dich gehen und dich fragen, ob du dir das wirklich antun willst. Ich würde das dann aber ganz offen kommunizieren.
 
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  • #11
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Meiyo:
Doch eines, eines sollte uns doch bewusst sein - WIR alle, wir alle haben unsere Erfahrungen gemacht im Leben, wir alle haben einen Rucksack. Packt man ihn zu Früh aus, denkt das Gegenüber - "Oh mein Gott, der hat ja Probleme - der braucht nur jemand zum Ausheulen", packt man ihn zu spät aus, fühlt sich Frau wiederum nicht ernstgenommen oder veräppelt...
Richtig, wir haben alle unsere Erfahrungen gemacht, aber die muss ich nicht einem fast wildfremden Mann ungefragt auf die Nase binden. Schon wie man seine Dates gestaltet, zeigt m.E. wieviel Stil ein Mensch hat und ob er sich mit dem 1 x 1 des Datens vertraut gemacht hat.

Ich hatte letztens ein Date. Er verabredete sich, obwohl er hundemüde war und sagte dann kurzfristig ab, war eigentlich voraus zu schauen, wie er später sagte, dass er zu müde war. Also wie geht er mit meiner Zeit um? Wir traffen uns dann einen Tag später, wo ich durch Zufall frei hatte, er war nicht besonders höflich, bedankte sich nicht, dass ich mir doch Zeit nahm, erzählte mir sofort ungefragt, dass er zwei Teenie-Kinder hätte, für die er 800,00 Euro Unterhalt zahlen musste, das die Mutter der Kinder lesbisch geworden wäre, seine Ex eine überforderte Sonderschulpädagogin wäre, die wohl jetzt die Wechseljahre bekommen hätte, weil sie nicht mehr so agil wie früher wäre..... sorry, das geht gar nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass mir sowas passiert ist, egal ob den Mann in SB kennengelernt, oder wie diesen Mann im realen Leben. Beim ersten Kontakt wirkte er ganz anders.

Ich habe nur meinen Cappuccino ausgetrunken, bin zum Zahlen aufgestanden, er konnte gar nicht fassen, dass ich einfach so gehen wollte,. Er hat dann auch bezahlt und grosszügier Weise 0,10 Euro Trinkgeld gegeben. Wunderte mich gar nicht.

Es gibt doch noch einen Mittelweg zwischen zu früh sich zu öffnen und sich zu spät öffnen und mit der Wahrheit rausrücken.

Aber dieser Mittelweg hat für mich persönlich was mit Selbstreflexion, innerer Gelassenheit und damit zu tun, inwiefern man mit der letzten Beziehung schon abgeschlossen hat. Da viele Menschen von einer Blüter zur anderen Blüte schnell fliegen, übertragen sie ihren seelischen Müll vielleicht auch unbewusst und unwissen auf die nächste Blüte, aber wundern sich dann, warum es ständig Körbe gibt und sie Single bleiben.

Ich habe schon überlegt, ob ich mir kleiner Kärtchen zulegen und mich nebenbei als Gesprächsbegleiterin gegen Bares anbiete. Gib den Männern ein paar Stichpunkte und sie legen los und erzählen und erzählen. Damit könnte ich gutes Geld verdienen. Es scheint, als ob sich bei vielen Männer so viel in der Seele angestaut haben, dass sie loswerden müssen und vielleicht nur deshalb daten, um mal einiges loszuwerden. Während die Männer mir ihren Kummer erzählen, lächle ich, höre zu, aber denke innerlich darüber nach, was ich mit dem vielen Geld schönes anstellen könnte. Nach einer Stunde geht es dem Mann besser, mir auch und wir verabreden ein neues Gespräch an neutralem Ort.

Letztens sah ich im Fernsehen einen Bericht über eine Prostiuierte, die sich frei für diesen Beruf entschieden hat und selber sagte, dass immer mehr Männer nicht Sex wollen, sondern sich nur mit ihr gegen Bares unterhalten, ihren Kummer oder Fragen loswerden wollen.
 
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  • #12
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Mentalista:
zeigt m.E. wieviel Stil ein Mensch hat und ob er sich mit dem 1 x 1 des Datens vertraut gemacht hat.
Was empfiehlst du denn als 1x1 des Datens (ernsthafte Frage)?

Und so wie ich das hier lese, hilft es dir ja auch nicht wirklich? Du hast mal geschrieben, dass du eine kurze Beziehung mit dem Vater deines Kindes hattest und ansonsten immer nur fatale dates. Da scheint es mit dem Erfolgsrezept doch auch noch etwas im Argen zu liegen?
 
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  • #13
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

@mentalista

Ich kann durchaus verstehen, dass ein solches Verhalten einem auch auf den Wecker geht, denn DIES hat wirklich überhaupt nichts mit Stil zu tun das du hier geschildert hast. Das hat in meinen Augen nämlich nichts mit OFFENHEIT zu tun, sondern mit "Auskotzen über den EX" - JA, das geht gar nicht!

Ich erlebe es aber doch sehr sehr schwierig abzuschätzen WANN es richtig ist die "Karten" auf den Tisch zu legen. Ich rede da jedoch über Dinge, welche auch die Zukunft betreffen - Krankheiten zum Beispiel um nur ein winzigen Aspekt aufzuzeigen.

Ich durfte die Erfahrung machen, dass ich jeweils sehr gut spürte WANN der passende Zeitpunkt ist sich zu öffnen, auch rückzufragen - je länger ich gewartet habe um so schwieriger wurde es für beide Parteien - wir sind doch ERWACHSEN? Man kann ja rückfragen, nachfragen was angemessen ist, wie sich das Gegenüber nun fühlt oder nicht. Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Offenheit/Überforderung.

Es ist und bleibt mir einfach ein Anliegen, dass man es uns Menschen oft nicht recht machen kann, das macht die "Liebe" und das "miteinander Leben" nicht gerade einfach, geschweige denn die Partnersuche.

"Man braucht nicht immer alles zu sagen, das wäre Tölpelei. Aber was man sagt, soll so sein, wie man es denkt. Lieber will ich taktlos und unhöflich sein als schmeicheln und mich verstellen."

Michel de Montaigne
 
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  • #14
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von tina*:
Und so wie ich das hier lese, hilft es dir ja auch nicht wirklich? Du hast mal geschrieben, dass du eine kurze Beziehung mit dem Vater deines Kindes hattest und ansonsten immer nur fatale dates. Da scheint es mit dem Erfolgsrezept doch auch noch etwas im Argen zu liegen?
Wow, so gut bin ich dir in Erinnerung geblieben? (Ironie-Modus) Merkst du dir immer genau, was andere Leute schreiben und wartest darauf, dass sie wieder auftauchen, um gleich so eine persönlich angreifende Frage zu stellen? Das ist mir echt zuviel Offenheit über privates.
 
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  • #15
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Meiyo:
@mentalista

Ich kann durchaus verstehen, dass ein solches Verhalten einem auch auf den Wecker geht, denn DIES hat wirklich überhaupt nichts mit Stil zu tun das du hier geschildert hast. Das hat in meinen Augen nämlich nichts mit OFFENHEIT zu tun, sondern mit "Auskotzen über den EX" - JA, das geht gar nicht!

Ich erlebe es aber doch sehr sehr schwierig abzuschätzen WANN es richtig ist die "Karten" auf den Tisch zu legen. Ich rede da jedoch über Dinge, welche auch die Zukunft betreffen - Krankheiten zum Beispiel um nur ein winzigen Aspekt aufzuzeigen.

Ich durfte die Erfahrung machen, dass ich jeweils sehr gut spürte WANN der passende Zeitpunkt ist sich zu öffnen, auch rückzufragen - je länger ich gewartet habe um so schwieriger wurde es für beide Parteien - wir sind doch ERWACHSEN? Man kann ja rückfragen, nachfragen was angemessen ist, wie sich das Gegenüber nun fühlt oder nicht. Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Offenheit/Überforderung.
Dieses Verhalten erlebte ich 80% in meinen Dates, ja wir sind erwachsen, aber man muss nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern sollte einfach erstmal in Ruhe eintretten, sich hinsetzen, sich für das Date bedanken, entspannt erstmal Kontakt aufnehmen, den Anderen auf sich wirken lassen und dann wenn man entschieden hat, dass der Andere einen auch in Natura interessiert, dann finde ich es sehr schön, wenn man Step by Step sich erstmal locker unterhält. Dabei kann man gerne das Thema der negativen Atlasten, seid wann getrennt usw. erwähnen, sich gegenseitig erzählen, aber das sollte m.E. nur angeschnitten werden, weil ich keinem Menschen zu diesem Zeiptunkt stundenlang meine Geschichte von früher erzählen will, komischer Weise auch nie darüber befragt wurde und mir auch keine Monologe von Männern anhören will.

Für mich hat das auch was mit Höflichkeit und Respekt zu tun. Ich kann doch nicht ungefragt, einfach meinen seelischen Müll einem wildfremden Menschen überstülpen. Das ist fpr mich Distanzlos und ich weiss doch gar nicht, ob der Andere sich dafür interessiert, geschweige denn damit umgehen kann. Ich muss auch damit rechnen, dass ich den Anderen damit verprelle, wenn ich nur negatives erzähle.

Man will doch den Anderen für sich gewinnen, ihn/sie näher kennenlernen und da fange ich gleich mit negativem an?
 
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  • #16
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Guten morgen,

das Thema als solches ist ja immer gegenwärtig, nicht nur bei der Partnersuche, sondern auch unter Arbeitskollegen. Alle Informationen bewirken ja die Gestaltung einer inneren Haltung. Zunächst die Haltung sich selbst gegenüber, aber vor allem auch das Bild, daß jemand anderes nun zusammenbaut - man weiß dann irgendwann recht genau, wie jemand "tickt" und entsprechnd wandelt sich unsere innere Akzeptanz. Euphorie beim Wiedersehen, oder "um Himmels Willen "der" schon wieder".

Es scheint mir aber nicht kritikwürdig, daß JEDER Mensch irgendwo seinen Kummer aussprechen möchte, ich denke wir alle sind mehr oder weniger so beschaffen, daß wir nicht alles in uns aufnehmen können und auch nicht alles von uns abschmettern können.

Menschen die in "gesunden" Beziehungen sind ( Eltern, Geschwister, langjährige Freunde, Partner) bemerken das kaum, wie viel Erleichterung es verschafft, sich mitteilen zu können. Die soziale Präsenz eines anderen Wesens ist oft schon eine Wohltat - ich möchte sogar behaupten, daß sogar Menschen die sich ständig "zoffen" dennoch darin einen Weg haben ihre aufgestaute Energie zu lösen. Andere tendieren vielleicht dazu einen hund oder Katze oder ein aderes Haustier als sozialen Kontakt zu haben.

Warum ich das nun so aufgreife, macht sich für mich an dem Post von Mentalista fest. @ Mentalista. Ich habe mir das mehrmals durchgelesen, wie es mit dem Kummer und dem Zuhören aussieht und überlegt, wo für mich die Wahrheit ist. Ich kam zu der Überzeigung, daß doch eine zunehmende Bereitschaft in unserer Gesellschaft existiert in therapeutische Gespräche zu gehen.

Die Idee dafür zu bezahlen, einen Kummer mal loszuwerden, jemandem zu berichten, sich auszukotzen, oder auszuheulen, findet auch eine breite Akzeptanz, gerade, weil es soviele Alleinlebende gibt. Das unterstelle ich auch deswegen, weil ich gehört habe, wieviele Psychotherapeuten, Heilpraktiker und Lebensberater, Wartelisten haben - und die Terminkalender sind gut gefüllt.

Natürlich leisten diese Menshen auch eine echte Arbeit, man brauch sich nur zu überlegen, mit welchen menschlichen Gründen und Abgründen, diese Personen stündlich konfrontiert werden. Das nur komerziel zu betreiben und sich zu sagen, für Geld höre ich mir jedes Herzeleid an, ist gewiss eine mögliche Haltung. ICH könnte das nicht - und schon gar nicht auf Dauer als Beruf.

Um die innere Distanz nicht zu verlieren, haben Therapeuten womöglich eine recht harte Ausbildung absolviert - und selbst da gibt es keinen, der alles gehörte und erlebte nach Feierabend von sich einfach so abstreifen kann - wurde mir aus erster Hand gesagt.

@ Mentalista , ich meine das nicht als Gegenargument und will auch nicht beschönigen, daß Männer vielleicht eher dazu neigen ihr Herz auszuschütten, aber ganz sicher weiß ich, daß auch viele weibliche Klienten zu den Gesprächsterminen erscheinen. Die Herren haben zuweilen schon von Kindesbeinen den starken Mann darstellen sollen - gefühlvolle "weiche" Männer sind ja bei Frauen angeblich nicht so im Kurs und im Beruf schon mal gar nicht ( ist das immer noch so ? )

Ein Mann soll "so" und "so" und "so" sein - dafür steht er eben als selbstbewußter Turm, Fels in der Brandung, Schulter zum Anlehen und treuer Partner beim Zuhören und eventuel auch als Versorger für Haus, Hof und Familie auf der Wunschliste der weiblichen Profile. Das paßt dann auch zu Karriere und harter Schale... mit einer erkennbaren Ego- Struktur. Ein Mann der eben einfach ein Mann ist. / gibt es das wirklich ? - kann ich als Mann so ein Leben auf Dauer genießen ? wo bleibe ich als Mann mit meinen Bedürfnissen, Erlebnissen, dem Wunsh nach Liebe, ohne etwas dafür leisten zu müssen ? - wundert es, daß sich daraus auch Begehrlichkeiten nach einer echten Freundin ergeben ? - die einfach nur da ist und wo "er" ganz er selbst sein darf ..

Das wollte ich nur eben mal anmerken und ich möchte auch nicht einen Ansatz machen das Verhalten in Beziehungen zu rechtfertigen.

Ansonsten teile ich die Meinung, daß bei einem "neuen" Kontakt doch erstmal der Mensch mit dem ich da sitze die Aufmerksamkeit hat. Wie derjenige sein Leben macht, was ihm wichtig ist, wo man sich miteinander annähern könnte und ob das überhaupt Sinn und Ergebnis dieses Treffens sein kann. Das läßt sich auch schriftlich oder telefonisch schon ein wenig merken.

Ich kenne kein 1x1 des Dating und mache mir auch kein Konzept, was ich wann frage oder sage - das überlasse ich dem gegenwärtigen Augenblick - ich freue mich auf jedes Treffen und habe noch keine "schlechten" Erfahrungen gemacht. Doch Moment -- einmal habe ich jemanden getroffen, die Dame erzählte mir in einem fort, wie schlecht die Männer doch wären, wie oberflächlich und nur auf das 'eine' aus - und das wäre obendrein fürchterlich und unbefriedigend gewesen / und dann seien sie sofort wieder verschwunden / und es gäbe von keinem echte Liebe.. und so weiter.. ich habe mich gefühlt, als wäre ich (ein Mann) gar nicht da, sondern nur eine Projektionsfläche für "weiblichen" Frust.

Liebe Grüße von "Sesam"
 
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  • #17
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Sesam:
Es scheint mir aber nicht kritikwürdig, daß JEDER Mensch irgendwo seinen Kummer aussprechen möchte, ich denke wir alle sind mehr oder weniger so beschaffen, daß wir nicht alles in uns aufnehmen können und auch nicht alles von uns abschmettern können.

Natürlich leisten diese Menshen auch eine echte Arbeit, man brauch sich nur zu überlegen, mit welchen menschlichen Gründen und Abgründen, diese Personen stündlich konfrontiert werden. Das nur komerziel zu betreiben und sich zu sagen, für Geld höre ich mir jedes Herzeleid an, ist gewiss eine mögliche Haltung. ICH könnte das nicht - und schon gar nicht auf Dauer als Beruf.

Um die innere Distanz nicht zu verlieren, haben Therapeuten womöglich eine recht harte Ausbildung absolviert - und selbst da gibt es keinen, der alles gehörte und erlebte nach Feierabend von sich einfach so abstreifen kann - wurde mir aus erster Hand gesagt.

@ Mentalista , ich meine das nicht als Gegenargument und will auch nicht beschönigen, daß Männer vielleicht eher dazu neigen ihr Herz auszuschütten, aber ganz sicher weiß ich, daß auch viele weibliche Klienten zu den Gesprächsterminen erscheinen. Die Herren haben zuweilen schon von Kindesbeinen den starken Mann darstellen sollen - gefühlvolle "weiche" Männer sind ja bei Frauen angeblich nicht so im Kurs und im Beruf schon mal gar nicht ( ist das immer noch so ? )


Das wollte ich nur eben mal anmerken und ich möchte auch nicht einen Ansatz machen das Verhalten in Beziehungen zu rechtfertigen.

Ansonsten teile ich die Meinung, daß bei einem "neuen" Kontakt doch erstmal der Mensch mit dem ich da sitze die Aufmerksamkeit hat. Wie derjenige sein Leben macht, was ihm wichtig ist, wo man sich miteinander annähern könnte und ob das überhaupt Sinn und Ergebnis dieses Treffens sein kann. Das läßt sich auch schriftlich oder telefonisch schon ein wenig merken.

Ich kenne kein 1x1 des Dating und mache mir auch kein Konzept, was ich wann frage oder sage - das überlasse ich dem gegenwärtigen Augenblick - ich freue mich auf jedes Treffen und habe noch keine "schlechten" Erfahrungen gemacht. Doch Moment -- einmal habe ich jemanden getroffen, die Dame erzählte mir in einem fort, wie schlecht die Männer doch wären, wie oberflächlich und nur auf das 'eine' aus - und das wäre obendrein fürchterlich und unbefriedigend gewesen / und dann seien sie sofort wieder verschwunden / und es gäbe von keinem echte Liebe.. und so weiter.. ich habe mich gefühlt, als wäre ich (ein Mann) gar nicht da, sondern nur eine Projektionsfläche für "weiblichen" Frust.

Liebe Grüße von "Sesam"
Hallo Sesam,

ich bin voll deiner Meinung, danke für deine schönen und sachlichen Zeilen.

Dann scheinst du auf viele der vielen Frauen getroffen zu sein, die vielleicht das "1x1 des Datens" kennen und leben, du anscheinend auch, selbst wenn du schreibst, du hast kein 1x1 des Dates verstanden, so wie ich deine Zeilen verstehe.

Das Menschen ihren Kummer aussprechen wollen ist absolut verständlich, aber nicht beim Daten, dafür gibt es ja halt die Profis, die Freunde, die Kumpels, aber nicht das Date.

Wer das m.E. mit Ü50 immer noch nicht verstanden hat, da ist m. E. Hopfen und Malz verloren, es sei denn, es treffen Zwei aufeinander, die sich gegenseitig als Projektionsfläche "be-nutzen" und definieren das als Beziehung und sind sogar zufrieden damit. Jeder, wie er es braucht, mag.

Ich wünsche dir einen schönen Samstag.

Mentalista
 
G

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  • #18
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Mentalista:
Wow, so gut bin ich dir in Erinnerung geblieben? (Ironie-Modus) Merkst du dir immer genau, was andere Leute schreiben und wartest darauf, dass sie wieder auftauchen, um gleich so eine persönlich angreifende Frage zu stellen? Das ist mir echt zuviel Offenheit über privates.
Sinnverstehendes Lesen, you remember? War kein Angriff, nur scheinen mir deine Empfehlungen wenig erfolgversprechend (da du immer nur Negatives über deine dates und überhaupt über Männer schreibst - vielleicht überlese ich die positiven Berichte auch).

Ich hab’s aber jetzt verstanden, glaub ich: wer das 1x1 des Datens beherrscht, ist der perfekte Dater oder die perfekte Daterin. Das bedeutet natürlich, dass der Kodex so aufgebaut sein muss, dass es nie zu einer Beziehung kommt. Dann wär’s ja nix mehr mit daten und perfekt sein. Versteh ich. Wär halt nix für mich (ich bin so gerne unperfekt :) ).
 
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  • #20
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Mentalista:
Ich hatte letztens ein Date. Er verabredete sich, obwohl er hundemüde war und sagte dann kurzfristig ab, war eigentlich voraus zu schauen, wie er später sagte, dass er zu müde war. Also wie geht er mit meiner Zeit um?
Wer die Zeit hat um über eintausend Beiträge im Forum zu verfassen, scheint ein hohes Maß an Freizeit zu besitzen. Also sei nicht so streng mit diesem Mann, er wußte sicher auch, wie du die Zeit nutzen konntest. Ich würde zwar eher Kuchen backen oder Liegestütze machen als Forenbeiträge zu verfassen, aber jeder, wie er mag.
 
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  • #21
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Truppenursel:
Wer die Zeit hat um über eintausend Beiträge im Forum zu verfassen, scheint ein hohes Maß an Freizeit zu besitzen. Also sei nicht so streng mit diesem Mann, er wußte sicher auch, wie du die Zeit nutzen konntest. Ich würde zwar eher Kuchen backen oder Liegestütze machen als Forenbeiträge zu verfassen, aber jeder, wie er mag.
Unter Berücksichtigung des Zeitraums, in dem die Beiträge geschrieben wurden, schreibt sie nur einen Beitrag pro Tag im Schnitt mehr als du...
 
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  • #22
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Habe ich mich je darüber beklagt, daß mir Männer meine ach so kostbare Zeit stehlen? Außer dieser Gabriel. Den mag ich nun wirklich nicht! Da übe ich lieber das richtige Klatschen mit der Frau Doktor. Damit sie im Stadion nicht wieder aussieht, als singe sie "Backe backe Kuchen".
 
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  • #23
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Truppenursel:
Wer die Zeit hat um über eintausend Beiträge im Forum zu verfassen, scheint ein hohes Maß an Freizeit zu besitzen. Also sei nicht so streng mit diesem Mann, er wußte sicher auch, wie du die Zeit nutzen konntest. Ich würde zwar eher Kuchen backen oder Liegestütze machen als Forenbeiträge zu verfassen, aber jeder, wie er mag.
Findest du, dass dieser post in Bezug auf die Ausgangsthematik, worum es eigentlich nur gehen sollte, wertvoller ist?
Schade... hier wurde ein interessantes Thema abgewürgt.
 
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  • #24
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Truppenursel:
Wer die Zeit hat um über eintausend Beiträge im Forum zu verfassen, scheint ein hohes Maß an Freizeit zu besitzen. Also sei nicht so streng mit diesem Mann, er wußte sicher auch, wie du die Zeit nutzen konntest. Ich würde zwar eher Kuchen backen oder Liegestütze machen als Forenbeiträge zu verfassen, aber jeder, wie er mag.
Wirklich, habe ich soviel Freizeit ,-)? Aber mal ehrlich, was hat deine Antwort und die Antwort von Toni & Co. mit der Eingangsfrage zu tun?

Hast du soviel Freizeit und Langweile, den ganzen Tag im Forum mitzulesen und dann wie ein Adler für dich nicht passende Kommentare zur Eingangsfrage zu geben? Was bringt dir und dem Forum das?
 
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  • #25
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Mentalista:
Wirklich, habe ich soviel Freizeit ,-)? Aber mal ehrlich, was hat deine Antwort und die Antwort von Toni & Co. mit der Eingangsfrage zu tun?

Hast du soviel Freizeit und Langweile, den ganzen Tag im Forum mitzulesen und dann wie ein Adler für dich nicht passende Kommentare zur Eingangsfrage zu geben? Was bringt dir und dem Forum das?
Mentalista, hast wieder in den Aushilfs-Moderatoren-Modus geswitcht, gell. Viel Spass beim moderieren...
 
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  • #26
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von sa_binchen:
Habe gestern mit einem Mann begonnen zu schreiben. Da ich online war, habe ich ihm immer sehr schnell und zeitnah geantwortet. In der zweiten Mail kam er dann schon mit seinen Problemen ans Tageslicht: nach langer Beziehung (8J.) seit ½ Jahr getrennt, familiäre Probleme, etc. (will da nicht zu ausführlich werden, aber es war mir schon eher unangenehm). Habe immer sehr nett und positiv trotz des "gejammers" geantwortet, um das gleich einmal vorweg zu nehmen.
In der Nacht konnte ich nun nicht besonders gut einschlafen, da ich mir die Frage gestellt habe: will ich mir das antun? Kurzum: NEIN, will ich nicht.

Habe ihn daher heute verabschiedet, mit netten aber klaren Worten, weshalb sich unsere Wege trennen. Bin ein netter, umgänglicher Mensch, der niemanden verletzen möchte, doch will ich mich nicht mehr mit den Problemen anderer herumschlagen müssen, vor allem nicht nach der 2ten oder 3ten Mail. Es ist sicherlich anders, wenn ich denjenigen besser kenne. Es gibt auch sicherlich Situationen mit denen ich generell lockerer umgehe, aber in diesem Fall ein No-Go.
eine alternative wäre, wenn dir etwas zu viel wird, dies dem anderen rückzumelden. dann hat der andere die möglichkeit seinen kurs korrigieren und man selbst übt sich dabei in abgrenzung innerhalb einer beziehung zu einem anderem menschen. letzteres ist mir aufgrund deiner erwähnung deiner schwierigen ex-beziehung auf- und eingefallen.
 
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  • #27
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von nuit:
eine alternative wäre, wenn dir etwas zu viel wird, dies dem anderen rückzumelden. dann hat der andere die möglichkeit seinen kurs korrigieren und man selbst übt sich dabei in abgrenzung innerhalb einer beziehung zu einem anderem menschen. letzteres ist mir aufgrund deiner erwähnung deiner schwierigen ex-beziehung auf- und eingefallen.
Gute Gedanken, aber das wurde ja gemacht und ich frage mich wirklich immer wieder, warum Frau Männer beim Daten auf den richtigen Kurs bringen sollte und der Mann nicht von alleine weis, was der richtige Kurs ist, nämlich nicht beim Daten seinen seelischen Müll der Frau vor die Füsse zu werfen.

Warum räumt der Mann nicht erstmal seinen "Müll" weg, investiert da Zeit und Energie, weiss somit von alleine, dass er so "gesäubert" viel mehr Chancen bei den Frauen hat?
 
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  • #28
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Mentalista:
Gute Gedanken, aber das wurde ja gemacht und ich frage mich wirklich immer wieder, warum Frau Männer beim Daten auf den richtigen Kurs bringen sollte und der Mann nicht von alleine weis, was der richtige Kurs ist, nämlich nicht beim Daten seinen seelischen Müll der Frau vor die Füsse zu werfen.

Warum räumt der Mann nicht erstmal seinen "Müll" weg, investiert da Zeit und Energie, weiss somit von alleine, dass er so "gesäubert" viel mehr Chancen bei den Frauen hat?
Ok, das ist jetzt aber schon pauschalisierend. Zum einen denke ich, dass es sich hierbei nicht um eine typisches Männerproblem handelt. Auf jeden Fall habe ich jetzt schon oft die Erfahrung gemacht, dass auch Frauen mich bereits nach kurzem Kontakt mit ihren Problemen etwas überfordert haben. Zum anderen muss ich aber auch sagen, dass es "DEN richtigen Kurs" schlicht nicht gibt. Das kommt doch sehr auf sein Gegenüber an. Was dem einen zu viel ist, schätzt der andere vielleicht und empfindet es als sympathische Offenheit. Umso wichtiger, dass man offen und ehrlich kommuniziert, wenn einem etwas zu viel wird. Zu denken, dass man den anderen damit auf den einen richtigen Weg bringt, scheint mir doch etwas überheblich zu sein.
 
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  • #29
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von stögge:
Ok, das ist jetzt aber schon pauschalisierend. Zum einen denke ich, dass es sich hierbei nicht um eine typisches Männerproblem handelt. Auf jeden Fall habe ich jetzt schon oft die Erfahrung gemacht, dass auch Frauen mich bereits nach kurzem Kontakt mit ihren Problemen etwas überfordert haben. Zum anderen muss ich aber auch sagen, dass es "DEN richtigen Kurs" schlicht nicht gibt. Das kommt doch sehr auf sein Gegenüber an. Was dem einen zu viel ist, schätzt der andere vielleicht und empfindet es als sympathische Offenheit. Umso wichtiger, dass man offen und ehrlich kommuniziert, wenn einem etwas zu viel wird. Zu denken, dass man den anderen damit auf den einen richtigen Weg bringt, scheint mir doch etwas überheblich zu sein.
Für dich scheinen meine Erfahrungen paschalsierend wirken, damit kann ich leben, aber du kannst nicht behaupten, dass ich pauschalisiere, da ich nur von meinen Erfahrungen mit Männern, Frauen date ich ja nicht, berichten kann.

Für dich persönlich mag es den richtigen Kurs beim Daten nicht geben, aber kannst du damit leben, dass das andere Menschen das anderes sehen?

Mit 1x1 des Datens meine ich z.B. Höflichkeit, Respekt, Verbindlichkeit bei der Zeit, nicht monologisierend, nachfragend, Interesse zeigen, auf den Anderen zugehen und nicht von der/dem "bösen" Ex reden.

Ich denke, wer gleich anfängt, seinen seelischen Müll zu präsentieren, der geht auf den Anderen nicht zu, sondern treibt ihn/sie von sich weg und muss sich dann nicht wundern, wenn sich nichts weiter entwickelt.

Symphatische Offenheit, wenn Mann über die Kindesmutter und die letzte Frau in seinem Leben hässlich und abwertend redet?

Ich habe früher offen dieses Verhalten den Männern gegenüber kommuniziert, gebracht hat es nichts, sein Reden wurde als normal hingestellt und meine Rückfrage, wie ER reagieren würde, wenn er wüsste wenn seine Ex bei ihrem Date auch so über ihn reden würde, dann wurde Mann plötzlich wütend, wie es denn die Ex wagen würde.... (war kein Einzelfall), aber er selber macht es doch auch.. da sehe ich wenig Selbstreflexion des Mannes.

Heute mache ich mir die Mühe nicht mehr, es ist vergeudete Zeit und Energie, daher verabschiede ich mich schnell und freundlich von dem Mann, sage, dass ich zu wenig Gemeinsamkeiten sehe und gehe. Bisher hatte noch kein Mann nachgefragt, was ich den mit den Gemeinsamkeiten meinen würde.
 
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  • #30
AW: Zuviel Offenheit über Privates - wie damit umgehen?

Zitat von Mentalista:
ich frage mich wirklich immer wieder, warum Frau Männer beim Daten auf den richtigen Kurs bringen sollte
Aus Eigennutz natürlich :).
Vorausgesetzt, der Mann ist sonst interessant und man sieht den „Regelverstoß“ nicht als indiskutables Ausschlusskriterium an: Was hat man davon, NICHTS zu sagen? Es geht doch nicht darum, die anderen wegen Vergehen gegen Regeln, die im eigenen Kopf existieren, zu bestrafen, sondern sich selbst die größtmögliche Chance zu geben, einen passenden Partner zu finden.
Vielleicht sind die eigenen Vorstellungen bei Betrachtung mit etwas Abstand gar nicht mehr so absolut; vielleicht gab es einmalige, völlig harmlose Gründe, warum sich der andere in dieser bestimmten Situation so verhalten hat?

Wie bereits geschrieben: Natürlich muss man nicht jedes Verhalten des anderen hinterfragen oder relativieren. Wenn das Verhalten ausreichend abstoßend ist (aus der eigenen subjektiven Sicht), ist es nachvollziehbar, wenn man den Kontakt abbricht (das habe ich auch schon gemacht und nicht bereut.) Aber ein gelegentlicher, kritischer Blick auf die eigenen Kriterien, insbesondere, wenn fast alle Kandidaten als fehlerhaft ausgesondert werden müssen, kann vielleicht der Ausschlag für den eigenen Erfolg sein.