Martin_3

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  • #1

Zusammen ziehen oder nicht?

Seit über einem Jahr sind wir ein Liebespaar und führen bisher eine Fernbeziehung. Aus beruflichen Gründen ist es ausgeschlossen, dass sie zu mir zieht. Einen gemeinsamen Wohnort zu suchen, lehnt sie bisher ab. Also wäre die einzige Option, dass ich zu ihr ziehe, in eine weit entfernte Großstadt, in der ich außer ihr fast niemanden kenne. Auch weit entfernt von meinen Kindern und Freunden. Sie sagt, dass sie sich ein Zusammenleben wünscht, aber macht ganz klar, dass sie dann auch regelmäßig alleine weggehen möchte. Diese Vorstellung ist für mich ein Alptraum: ich gebe alles für sie auf, aber sie besteht von Anfang an auf ihren Freiräumen. Ich möchte sie nicht verlieren, aber ich fände die Beziehung dann völlig ungleichgewichtig und mich in einer Abhängigigkeitsposition. Hat diese Beziehung eine Chance?
 

Markus Ernst

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  • #2
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Lieber Martin_3,
für die meisten Menschen ist eine Fernbeziehung nur dann eine Option, wenn es früher oder später die Möglichkeit gibt, an einem Ort zu leben und zusammenzuziehen. Bei allen Vorzügen, die eine Beziehung auf Distanz auch haben kann ist der Wunsch, auch den Alltag mit dem Partner teilen zu können und mehr Zeit miteinander zu haben, absolut nachvollziehbar.

Positiv ist zunächst, dass sie beide ja offensichtlich den Wunsch haben, die Distanz zu verringern und eine „Nah-Beziehung“ zu führen. Wichtig ist allerdings bei ihrem Vorhaben, sich vorab im Klaren darüber zu sein, dass dieser Einschnitt eine echte Bewährungsprobe für eine Partnerschaft sein kann und meist auch ist. Zwei bislang eigenständig lebende Menschen, mit bestimmten Gewohnheiten und Tagesabläufen, Freunden und Freizeitaktivitäten müssen sich auf einmal aufeinander einstellen und auf einigen Gebieten Kompromisse finden. Dazu kommt der selbstgemachte Druck, „dass doch jetzt eigentlich alles gut sein müsste…“.
Damit der Schritt von der Fernbeziehung zur „normalen“ Partnerschaft gelingen kann, ist es wichtig, dass beide Partner Zugeständnisse machen. Warum ist es ausgeschlossen, dass sie zu Ihnen zieht? Warum lehnt sie einen gemeinsamen neuen Ort ab, der näher bei Ihren Kindern und Freunden liegt? Was steckt dahinter, dass Ihre Partnerin die Notwendigkeit der eigenen Freiräume betont? Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch Ihre eigene Persönlichkeit: sind Sie eher extrovertiert und kontaktfreudig, oder fällt es Ihnen schwer, neue Kontakte und Freundschaften zu schließen? Diese Fragen müssen offen besprochen und geklärt sein.
Wenn es Ihre Lebenssituation zulässt, wäre darüber hinaus auch ein Zusammenleben „auf Probe“ eine denkbare Möglichkeit, in dem sie möglichst lange Zeit bei ihr wohnen, ohne die eigenen Zelte schon abgebrochen zu haben.
Wenn sie beide die angesprochenen Punkte gemeinsam geklärt haben und auch auf Seiten Ihrer Partnerin die Bereitschaft besteht, Kompromisse für den gemeinsamen Wunsch einzugehen, kann diese Beziehung eine Chance haben.
Herzliche Grüße,
Markus Ernst
 

Rucksack

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  • #3
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Das ist ja ein harter Tobak.
Zusammenziehen und doch Freiräume fordern ohne den Partner.
Ich hatte mal einen Hund, der war genauso dankbar. Ist leider an Einsamkeit gestorben.
Wichtig ist wohl, was DU fühlst. Einsamkeit in der fremden Stadt, oder ein Gefühl der Nähe in deinem Umfeld? Auch ohne Ministerin für Außenhandelsangelegenheiten. Wer weiß, wo die wühlt.
Meine Meinung!!
 

Kimchi

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  • #4
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Rucksack:
Das ist ja ein harter Tobak.
Zusammenziehen und doch Freiräume fordern ohne den Partner.
!
warum denn nicht? von 0 auf 100 kann nicht jeder. Ich finde es sehr gesund für die eigene Psyche wenn man nicht die ganze Zeit zusammenklebt.
 

Lisita

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  • #5
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Nur so ein Gedanke: Wie wäre es denn, in "ihre" Stadt zu ziehen und dennoch erst mal eine eigene Wohnung zu nehmen? Also näher zu sein und doch nicht gleich zusammen zu ziehen.

Klingt vielleicht erst mal absurd ... mir fallen neben ein paar Nachteilen aber auch viele Vorteile ein. Also vielleicht einfach mal mit dem Gedanken spielen ... das allein 'kostet' ja noch nichts ...

Toitoitoi für die richtige Entscheidung!

Lisita
 

Martin_3

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  • #6
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Herzlichen Dank für eure Antworten und Tipps! Vor allem dir, lieber Rucksack, zu deiner amüsanten Sichtweise: genauso würde ich mich in diesem Fall aber auch fühlen: als treuer, braver Hund. Aber die Antworten zeigen mir auch, dass es eine weibliche und eine männlich Sichtweise gibt. Die weibliche betont ihre Freiräume, das sieht man(n) schon bei vielen Profilen. Aber wenn diese euch, liebe Frauen, so wichtig sind, dann hätte frau doch ohne eine Beziehung eine maximale, oder? Also, wozu überhaupt eine feste Beziehung? Den Mann als Einrichtungsgegenstand sicher zuhause wisse und den Spaß woanders suchen? Vielleicht so?
 
B

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  • #7
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Martin_3:
Aber die Antworten zeigen mir auch, dass es eine weibliche und eine männlich Sichtweise gibt. Die weibliche betont ihre Freiräume, das sieht man(n) schon bei vielen Profilen. Aber wenn diese euch, liebe Frauen, so wichtig sind, dann hätte frau doch ohne eine Beziehung eine maximale, oder? Also, wozu überhaupt eine feste Beziehung? Den Mann als Einrichtungsgegenstand sicher zuhause wisse und den Spaß woanders suchen? Vielleicht so?

Das hat nichts mit "männlich" oder "weiblich" zu tun. Es gibt auch viele Männer, die in einer Beziehung ihren 'Freiraum' behalten möchten.
Im übrigen auch einer der Gründe, die für mich die Aufnahme einer Fernbeziehung so unattraktiv machen. Wenn man das Pendeln aufgeben will, wird sich mindestens einer der Partner 'entwurzeln' müssen.
 
M

Minze

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  • #8
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Martin_3:
Seit über einem Jahr sind wir ein Liebespaar und führen bisher eine Fernbeziehung. Aus beruflichen Gründen ist es ausgeschlossen, dass sie zu mir zieht. Einen gemeinsamen Wohnort zu suchen, lehnt sie bisher ab. Also wäre die einzige Option, dass ich zu ihr ziehe, in eine weit entfernte Großstadt, in der ich außer ihr fast niemanden kenne. Auch weit entfernt von meinen Kindern und Freunden. Sie sagt, dass sie sich ein Zusammenleben wünscht, aber macht ganz klar, dass sie dann auch regelmäßig alleine weggehen möchte. Diese Vorstellung ist für mich ein Alptraum: ich gebe alles für sie auf, aber sie besteht von Anfang an auf ihren Freiräumen. Ich möchte sie nicht verlieren, aber ich fände die Beziehung dann völlig ungleichgewichtig und mich in einer Abhängigigkeitsposition. Hat diese Beziehung eine Chance?

Was müsste geschehen, dass eure Beziehung aus deiner Sicht eine Chance hätte?
Und wie sieht sie das?

Habt ihr bisher auf faire Kompromisse geachtet? Wie kompromissbereit seid ihr beide? Und welche Kompromisse könntet ihr euch ernsthaft vorstellen.

Dass du nicht alles aufgeben möchtest, wenn sie zu keinem Kompromiss bereit zu sein scheint, das verstehe ich sehr gut. Du wärest aber zu einem Kompromiss bereit, einem fairen noch dazu, sich irgendwo in der Mitte einen neuen Wohnort zu suchen. Warum steht sie dieser Option ablehnend gegenüber?

Im Grunde hast du die Situation, die es häufig beklagt wird, dass nämlich einer von beiden mehr vom anderen erwartet als er selbst zu tun oder zu geben bereit ist. Es ist menschlich absolut nachzuvollziehen, dass deine Partnerin von ihrer gewohnten Umgebung nicht weg möchte, aber dasselbe muss eben auch für dich gelten. Deine Kompromissbereitschaft hast du ihr voraus. Ich an deiner Stelle wollte in Erfahrung bringen, weshalb sie sich mit einem Kompromiss so schwertut. Wollte sie dann lieber mit dem jetzigen Zustand weiterleben?
 
B

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  • #9
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Minze:
Dass du nicht alles aufgeben möchtest, wenn sie zu keinem Kompromiss bereit zu sein scheint, das verstehe ich sehr gut. Du wärest aber zu einem Kompromiss bereit, einem fairen noch dazu, sich irgendwo in der Mitte einen neuen Wohnort zu suchen. Warum steht sie dieser Option ablehnend gegenüber?

Ist das denn wirklich ein guter Kompromiss - dass beide Partner ihren bisherigen Wohnort mit allen zugehörigen Bindungen verlassen? Sich u.U. beide einen neuen Job und einen neuen Bekanntenkreis suchen müssen?
 

Markus Ernst

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  • #10
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Der gemeinsame Neubeginn an einem fremden Ort in der Mitte der jetzigen Wohnorte ist auf der einen Seite sicherlich mit „Abschied“ und „Zurücklassen“ verbunden, kann für eine gemeinsame Beziehung aber auch enorm beflügelnd sein. Zusammen eine neue Stadt zu erkunden, sich einen Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen und die Zukunft zu planen, schweißt zusammen und erweitert den Horizont. Natürlich muss die Entscheidung für einen gemeinsamen neuen Wohnort gut durchdacht und beruflich realistisch sein. Sind diese Punkte aber geklärt, kann ein gemeinsamer Neustart an einem fremden Ort einen positiven Einfluss auf die beteiligten Personen und infolge auch auf die Partnerschaft haben.

Von Paaren, die diesen Schritt in der Form vollzogen haben wird zudem häufig berichtet, dass die Freund-/Bekanntschaften am früheren Wohnort sich in quantitativer Hinsicht verringert, in ihrer Intensität aber verstärkt haben.
 
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  • #11
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Martin_3:
Sie sagt, dass sie sich ein Zusammenleben wünscht, aber macht ganz klar, dass sie dann auch regelmäßig alleine weggehen möchte. Diese Vorstellung ist für mich ein Alptraum: ich gebe alles für sie auf, aber sie besteht von Anfang an auf ihren Freiräumen. Ich möchte sie nicht verlieren, aber ich fände die Beziehung dann völlig ungleichgewichtig und mich in einer Abhängigigkeitsposition. Hat diese Beziehung eine Chance?

Entzückend ! Sowas hatte ich auch mal. Eine liebe Freundin am Wochenende, zärtlich und einfühlsam. Bis ich den Fehler machte, mal unter der Woche spontan einzutreffen....
So eine Beziehung zu führen, an der man hängt, ist wirklich nicht einfach. Also entweder so weitermachen wie bisher, oder sausenlassen.
 
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  • #12
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Liebe Freunde,

ich bin immer wieder fasziniert über die Sichtweisen bzgl. Fernbeziehung und darüber geführten Diskussionen. Deshalb erlaube mir hier einfach mal quer zu denken, auch um Mut zu machen für Fernbeziehungen.

Aus meiner Sicht ist die Realität heute eine völlig andere, als noch vor 30 Jahren. In der Regel hatte er damals den Job, sie versorgte Haus und Kinder und zog mit ihm um, egal wohin er versetzt wurde. Und heute?

In der Regel beide beruflich engagiert, mit daraus sich ergebendem beruflichen und persönlichen Umfeld. Die Arbeitsaufgaben sind ca. für 3 bis 5 Jahre stabil, dann wird die Firma umorganisiert, gekauft, verkauft und oft ein anderer Arbeitsplatz quer durch Deutschland oder gar Europa angeboten oder Du suchst Dir eine neue Aufgabe in einem anderen Unternehmen.

Die Forderung nach Flexibilität hat im heutigen beruflichen Umfeld massiv zugenommen und jetzt gilt dies in der Regel für beide Partner. Meiner Ansicht nach sind auch hier andere als die bisher gültigen Lösungen gefragt.

Hier einfach mal eine Idee: Wir beide wohnen ca. 450 km von einander entfernt, sind beide beruflich engagiert und berufsbedingt in der Regel in Deutschland unterwegs. Zuhause ist für uns beide wo wir gemeinsam sind und dies kann an ihrem Wohnsitz, an meinem oder auch auf den Strecken dazwischen sein.

Mit der Zielsetzung, möglichst oft zusammen zu sein unter Berücksichtigung der beruflichen Randbedingungen schaffen wir es bereits nach kurzer Zeit die Hälfte der Woche gemeinsam zu verbringen und wir arbeiten daran aus diesen 3,5 Tagen 5 Tage zu machen. Ich schätze dass wir dies bis Ende dieses Jahres realisieren können. Da ich beruflich flexibler bin als sie passe ich mich einfach mehr an, weil sie mir wichtig ist.

Wir haben beide ein Auto, beide eine Bahncard und sind einfach mehr in Deutschland unterwegs als andere Paare; machmal reisen wir sogar gemeinsam. Das ist der Preis den wir bereit sind zu bezahlen für unsere Beziehung und unsere beruflichen Engagements.

LG Jorge

PS: ich habe keine Ahnung wie das in drei Jahren sein wird. Ein wenig bewußt gesponnen, nicht unbedingt wahrscheinlich und auch nicht definitiv ausgeschlossen. Vielleicht wird sie zur Muttergesellschaft nach Amerika versetzt oder ich lande in Berlin als Abgeordneter meiner Partei. Und auch dann bin mir sicher, dass wir beide Lösungen entwickeln werden, die ein Zusammenleben ermöglichen ohne faule Kompromisse zu schließen.
 
B

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  • #13
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Jorge:
Hier einfach mal eine Idee: Wir beide wohnen ca. 450 km von einander entfernt, sind beide beruflich engagiert und berufsbedingt in der Regel in Deutschland unterwegs. Zuhause ist für uns beide wo wir gemeinsam sind und dies kann an ihrem Wohnsitz, an meinem oder auch auf den Strecken dazwischen sein.

Mit der Zielsetzung, möglichst oft zusammen zu sein unter Berücksichtigung der beruflichen Randbedingungen schaffen wir es bereits nach kurzer Zeit die Hälfte der Woche gemeinsam zu verbringen und wir arbeiten daran aus diesen 3,5 Tagen 5 Tage zu machen. Ich schätze dass wir dies bis Ende dieses Jahres realisieren können. Da ich beruflich flexibler bin als sie passe ich mich einfach mehr an, weil sie mir wichtig ist.

Wir haben beide ein Auto, beide eine Bahncard und sind einfach mehr in Deutschland unterwegs als andere Paare; machmal reisen wir sogar gemeinsam.

Sorry, wenn das jetzt ein bisschen kleinkariert daherkommt, aber wenn ich das hier im Forum richtig verfolge, haben Sie und Ihre neue Partnerin sich am 26.7. zum erstenmal persönlich getroffen. Das sind jetzt nichtmal zwei Wochen. Dass Sie sich das so vorstellen und auch so realisieren wollen - okay; als "Erfahrungsbericht" kann ich es aber leider nicht ernstnehmen.
 
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  • #14
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Er nennt es ja auch nicht Erfahrungsbericht, sondern nur "Idee".

Natürlich freue ich mich für Jorge und seine Freundin und ihr junges Glück. Was wirklich interessant wäre, ist zu verfolgen, wielange diese "Ideen" anhalten, und wie das ganze in ein paar Monaten/Jahren ausschaut. Denn bisher sehe ich nur 2 Verliebte mit vielen, vielen Ideen, Vorstellungen und Plänen, die offenbar gut zusammenpassen. Klar ist für einen frisch Verliebten "zuhause dort, wo der jeweils andere ist". Das geht zu DEM Zeitpunkt wohl jedem so.
 

da capo

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  • #15
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Jorge:
Mit der Zielsetzung, möglichst oft zusammen zu sein unter Berücksichtigung der beruflichen Randbedingungen schaffen wir es bereits nach kurzer Zeit die Hälfte der Woche gemeinsam zu verbringen und wir arbeiten daran aus diesen 3,5 Tagen 5 Tage zu machen.

@ Benutzerin @ Jorge
Auch für mich klingt das etwas "überzogen", wenn ich lese, dass du, Jorge es mit deiner Partnerin "bereits nach kurzer Zeit" schaffst (seit dem 26.7.?), die Hälfte der Woche gemeinsam zu verbringen.......
Interessant wäre für mich zu lesen, wie es in 3 Monaten oder 6 Monaten ist.................
Spannend und interessant wird es ja oft, wenn plötzlich Unwägbarkeiten auftauchen, mit denen mann/frau nicht gerechnet hat und die vorher auch nicht besprochen und geprüft werden konnten. Da kann dann die gute Absicht, es miteinander zu schaffen, auch mal auf eine harte Probe gestellt werden. Aber da schreibe ich nix Neues :) und von dir, Jorge kommt ja noch (wenn auch von mir jetzt etwas aus dem Zusammenhang gerissen):

Zitat von Jorge:
PS: ......... Ein wenig bewußt gesponnen, nicht unbedingt wahrscheinlich und auch nicht definitiv ausgeschlossen.......... .

Da wünsche ich ganz schlicht und einfach: gutes Gelingen - nicht nur kurzfristig, solange noch alles ganz aufregend und voller Glücksmomente ist, sondern ganz besonders längerfristig, wenn unverhofft Hürden und scheinbar unüberwindbare Hindernisse auftauchen.
LG da capo
 
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  • #17
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Pusteblume:
Er nennt es ja auch nicht Erfahrungsbericht, sondern nur "Idee".

Danke Pusteblume,

war offen gestanden bereits schwer versucht kaum noch etwas zu schreiben. Langsam habe ich wirklich den Eindruck, dass die Veröffentlichung von anderen Denkweisen, Ideen und Gedanken, fast regelmäßig zur Gegenfrage führt "Kannst Du das beweisen, mit mindestens zwei Jahren Testlauf und wissenschaftlich nachgewiesenem Vertrauensintervall, ab besten noch zertifiziert von TÜV oder so ähnlich".

Beiträge wie Deine, machen Menschen wir mir dann den Mut, weiter zu schreiben. Erkenne ich darin doch Menschen, die wirklich und richtig lesen und nicht unverzüglich mit Argumenten á la "das haben wir ja noch nie so gemacht" oder "wo ist der wissenschaftlich zertifizierte Nachweis" zum Gegenschlag - gegen was auch immer, Kreativität? Ideen? - ausholen.

OT-on: Partnerfindung und -bindung ist aus meiner Sicht kein Prozess nach ISO 9000 ff, den ich mit Ablaufstrukturen, Messgrößen und einen ausgefeiltem Controlling beschreiben kann. Aber wer weiss. Es gibt seit vielen Jahren eine offizielle DIN-Vorschrift zum Thema Mitarbeitermotivation. Vielleicht bilden ja einige hier im Forum eine Arbeitsgruppe und schreiben dann die EN DIN ISO xyz zum Thema Partnerschaft. SCNR Off-Topic off

LG Jorge
 
B

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  • #18
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Jorge:
Beiträge wie Deine, machen Menschen wir mir dann den Mut, weiter zu schreiben. Erkenne ich darin doch Menschen, die wirklich und richtig lesen und nicht unverzüglich mit Argumenten á la "das haben wir ja noch nie so gemacht" oder "wo ist der wissenschaftlich zertifizierte Nachweis" zum Gegenschlag - gegen was auch immer, Kreativität? Ideen? - ausholen.

Vielleicht auch: gegen ein bisschen zu viel sich selbst als Maß aller Dinge zelebrierende Selbstdarstellung? (Sie haben sich selbst ja schon an anderer Stelle als "extrovertiert" charakterisiert.)

Meine Lesefehler hatte ich ja bereits zeitnah eingeräumt.
Wobei ich in meinem Post nichts von "das haben wir ja noch nie so gemacht" oder "wo ist der wissenschaftlich zertifizierte Nachweis" entdecken kann.
 
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  • #19
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

@ Benutzerin - OT

es ist schon faszinierend: seit vier Monaten im System, knappe 600 Beiträge, konsequent beim Sie bleibend und die Freischaltung meiner Beiträge dauert ca. einen Tag, die Anwort von Benutzerin folgt unverzüglich "auf dem Fusse". hmm

Neugierige Frage: parship-Moderation? Vitamin B, welches wir anderen hier nicht kennen? Dr.-Sommer-Team von parship?

Peace, Madame. "All you need ist love" (© the beatles)

OT-off

Jorge

PS: dies ist ein Test, mal sehen wie lange die Freischaltung meines Beitrages dauert und die mit hoher Wahrscheinlichkeit folgende Erwiderung von Benutzerin - Vorsicht parship *grins*
 

Parship

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  • #20
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

...knapp 20 Minuten ;-)
 
B

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  • #21
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Jorge:
@ Benutzerin - OT

es ist schon faszinierend: seit vier Monaten im System, knappe 600 Beiträge

@Jorge - auch OT
Wenn Sie Ihren Ein-Monats-Schnitt von 165 mit 4 multiplizieren, landen Sie bei 660.
Was die Anzahl der Zeichen angeht, haben Sie mich vermutlich schon längst 'überholt'.

Zitat von Jorge:
Ja. Und?

Zitat von Jorge:
und die Freischaltung meiner Beiträge dauert ca. einen Tag, die Anwort von Benutzerin folgt unverzüglich "auf dem Fusse". hmm
Ein Beitrag, in dem ich mich über genau diese undurchsichtige Freischaltungs-Politik beklage, wurde leider noch nicht freigeschaltet.

Zitat von Jorge:
Neugierige Frage: parship-Moderation? Vitamin B, welches wir anderen hier nicht kennen? Dr.-Sommer-Team von parship?
Ja, vermutlich haben die mich hier eingeschleust, damit ich mich dauernd über ihr undurchsichtiges Basis-/Premium-Modell und fehlende Raucher-Filter beschwere - weil sie das eigentlich selbst doof finden.
 
J

jolie_geloescht

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  • #23
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Aus eigener Erfahrung:
Ich habe einen Mann kennen und lieben gelernt. Wir haben gut zusammen gepast, bis auf die Entfernung. Er wohnt in Bayern und ich in NRW. Wir traffen uns regelmäßig, mal bei mir und mal bei ihm. Dann natürlich für längere Zeit, da es ansonsten quatsch gewesen wäre. Wir haben jeden Tag miteinander tel. und so weiter. Es ging fast ein Jahr gut und dann hatten wir das gleiche Problem wie der FS. Er konnte durch seinen Job (Dip. Ing.) nicht weg und ich durch meinen. Die Kinder haben ihn nicht gestört und wurde sehr viel später "mitreinbezogen". Er war sogar "besser" als der lebliche und ist immer noch für uns da.Das nur nebenbei. Aber, wir konnten das Problem nicht leider anders lösen und haben uns für eine "Vernunftstrenung" entschieden. Weil das ganze uns verletzt hat, hatten wir ersteinmal eine Kontkatsperre vereinbart. Eine FB ist nunmal eine Sache, die vielleicht am Anfang nicht schlimm ist, aber irgendwann wünscht man sich seinen Partner an der Seite. Ich kann mir vorstellen, dass die Freundin des FS nur damit sagen wollte, dass sie sich ab und an mit Freundinnen treffen möchte. Ich denke, sie wollte ihm klar machen, dass jeder seine Freiheit behält. Das ist auch wichtig, denn andersherum kann die Liebe auch an zuviel einanderkleben kaputt gehen. @FS, ich hoffe sie meinte nur das und nichts anderes. Hast du dich schon entschieden? Alles Gute.
 

GLÜCKLICH

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  • #24
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Jorge:
@ Benutzerin - OT
es ist schon faszinierend: seit vier Monaten im System, knappe 600 Beiträge, konsequent beim Sie bleibend und die Freischaltung meiner Beiträge dauert ca. einen Tag, die Anwort von Benutzerin folgt unverzüglich "auf dem Fusse". hmm
Neugierige Frage: parship-Moderation? Vitamin B, welches wir anderen hier nicht kennen? Dr.-Sommer-Team von parship?OT-off

ich bin auch frustriert, hier wird mittlerweile wieder getrollt zum Teufel komm raus. Wird die Qualität angepaßt = reduziert? Bedauerlich, das Niveau war doch, von einigen Ausreißern (oder schreibt sich das in der neudeutschen Weise "Ausreisser"?) abgesehen, ganz in Ordnung. Sauregurkenzeit?
 
B

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  • #25
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von GLÜCKLICH:
ich bin auch frustriert, hier wird mittlerweile wieder getrollt zum Teufel komm raus. Wird die Qualität angepaßt = reduziert? Bedauerlich, das Niveau war doch, von einigen Ausreißern (oder schreibt sich das in der neudeutschen Weise "Ausreisser"?) abgesehen, ganz in Ordnung. Sauregurkenzeit?

Da frag ich mich, wer damit jetzt eigentlich gemeint ist?

Und ob wir eine Niveau-Diskussion auf der Basis von Beiträgen wie
"Er heißt Tenno, nicht Tennie - außerdem kichert er nicht in der Öffentlichkeit!" - dessen Sinn sich mir auch nach mehrfachem Lesen nicht erschließt - beginnen sollen...?
 
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  • #26
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

@ liebe jolie

Dein Text hat mich berührt und ich wünsche Dir für die Zukunft mehr Glück. Es mag abgeschroschen klingen, es gibt einfach Konstellationen im Leben, wo aller guter Wille, gemeinsames Bemühen nicht zum Ergebnis führt. Auch ich habe dies mehrfach in meinem Leben erlebt. Und Ohnmacht zu erleben habe ich sehr hart gelernt. Ohne Macht zu sein, als typischer Macher, der die Dinge anpackt und löst fällt mir immer noch sehr schwer und doch ist es so. Und ich habe auch gelernt, dass sich später daraus immer Möglichkeiten für mein Leben ergeben haben, an die ich nicht zu träumen gewagt hätte. Die Geschenke des Lebens nehme ich heute dankbar an und teile Glück, Freude, Wachstum und genauso Trauer, Wut und Verzweiflung mit meinem Umfeld gemäß dem Sprichwort "Gemeinsame Freude ist doppelte Freude und gemeinsames Leid ist geteiltes Leid".

Mehr werde ich hier nicht veröffentlichen. Du kannst gerne Verbindung mit mir aufnehmen - über Wasserfee oder über Jan von parhip. Vielleicht magst Du ja auch zu unserer Party im Odenwald am 22. September 2012 kommen. Meine Freundin und ich diskutieren gerade in welcher Form und Umfang wir in diesem Forum aktiv bleiben. Einerseits finden wir immer wieder tolle Menschen, mit denen wir uns gerne vernetzen und andererseits haben wir ähnlich Eindrücke wie von Glücklich beschrieben, die uns zur Zurückhaltung "raten".

LG Jorge
 

Parship

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  • #27
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Zitat von Jorge:
Meine Freundin und ich diskutieren gerade in welcher Form und Umfang wir in diesem Forum aktiv bleiben. Einerseits finden wir immer wieder tolle Menschen, mit denen wir uns gerne vernetzen und andererseits haben wir ähnlich Eindrücke wie von Glücklich beschrieben, die uns zur Zurückhaltung "raten".

LG Jorge

Lieber Jorge,

wir hoffen sehr, dass Sie dem Forum noch lange erhalten bleiben - Ihre Freundin natürlich auch.

Das Team vom PARSHIP-Forum
 

iceage

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  • #28
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

@ Martin_3 das Fernbeziehung sich irgendwann entweder auflösen oder sich in eine Nahbeziehung wandeln, davon bin ich überzeugt. Wann die Zeit reif für mehr Nähe ist, wisst ihr Beide am Besten; nicht nur bei Fernbeziehungen ist das Zusammenziehen grundsätzlich eine "heikle Phase" - vor allem nach längerem Singledarsein.

Ich persönlich, nehme mir immer vor es langsam angehen zu lassen, aber wenn es passt, dann schaffe ich es nicht dem Wunsch nach mehr Nähe zu widerstehen und wir sehen uns sehr intensiv, was in der Regel, dann nach kurzer Zeit sehrwohl Probleme bei den unterschiedlichen täglichen Lebensgewohnheiten an den Tag bringt. Will sagen, langsam ist mehr, auch wenn es Selbstdisziplin erfordert) und wenn du die Möglichkeit hast das Zusammenleben langsam zu erweitern (2Tage/Woche, 3Tage/Woche, hin und wieder eine ganze Woche, ....) dann würdet ihr euch Gelegenheit geben, die Zeit reifen zu lassen.

Noch etwas, Druck ist ganz schlecht; nimm ihre Vorstellung vom Zusammenleben ernst (gilt natürlich auch vice verca) und überlegt, wie ihr damit umgehen könnt. Glaube, wird ein hartes Stück Beziehungsarbeit werden, die unterschiedliche Vorstellung von Nähe und die geographisch entfernte Entfernung aufzulösen ...
 

zauberer

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  • #29
AW: Zusammen ziehen oder nicht?

Manchmal kann es mehr als sinnvoll sein, NICHT zusammen zu ziehen.