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  • #61
AW: zum Thema Kind in uns.

@Satjamira

Ich frage mich die ganze Zeit, was ist so schlimm daran, seinen Partner zu brauchen? Menschen brauchen sich gegenseitig, zu allen Zeiten schon, und Partnerschaft ist zum Großteil eigene Bedürfnisbefriedigung, am besten von beiden Seiten. Mehr ist da nicht dran, aber auch nicht weniger. Und das ist eigentlich ganz schön viel.
 
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  • #62
AW: zum Thema Kind in uns.

@maxine

Sehe ich auch so.

Je besser es Menschen geht, desto mehr Muße gibt's für die Beschäftigung mit sich selbst, und all jene, die damit ihr Geld machen können, freuen sich und gehen anschließend shoppen.
 
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  • #64
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von delfin 1988:
@maxine

Sehe ich auch so.

Je besser es Menschen geht, desto mehr Muße gibt's für die Beschäftigung mit sich selbst, und all jene, die damit ihr Geld machen können, freuen sich und gehen anschließend shoppen.
....das mache ich auch gleich, shoppen:)

Eigentlich noch so ein Wort, wo sich mir die Haare aufstellen.

Schön , dass du hier wieder mehr schreibst Delfin!
 
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  • #65
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Satjamira:
Gibt es nicht auch in der anerkannten Psychologie und Psychiatrie tausendfache Interpretationsmöglichkeiten? Sind diese Experten nicht auch "nur" Menschen? Es gibt doch auch den Spruch: jeder Psychiater hat selbst einen Knacks.
Was mir an Herrn Betz so aufstößt ist die Tatsache, dass er sich Psychotherapeut nennt und Psychologen eine Therapeutenausbildung anbietet, die für die Inhalte, die vermittelt werden viel zu teuer ist. Dann gibt es noch Frühbucherrabatte und das gesamte Ding dauert nicht mal ein Jahr. Wie soll ich in nicht mal einem Jahr zu einem Therapeuten werden? Und dann soll ich noch bei einem TTler eine eigene Therapie machen und mir dazu noch einen Haufen Bücher kaufen. In meinen Augen alles Abzocke. Mal abgesehen die Kosten für so eine Einzelsitzung. Wir würden ja auch nicht zu einem Arzt gehen, der sagt: Wissen Sie, studiert habe ich nicht, aber ich habe da ein paar Kurse gemacht, ich kenn mich da aus.

Leider darf er sich so nennen, weil der Begriff Psychotherapeut in Deutschland nicht richtig geschützt ist. Einen kleinen Heilpraktikerschein für Psychotherapie zu bekommen ist nicht schwer.

Trotzdem ist es irreführend. Denn Menschen, die Hilfe bei einem Therapeuten suchen, haben oft das Problem, dass sie zum einen nicht genau wissen, was sie suchen sollen und zum anderen in Not sind und den nächsten freien Therapeuten nehmen, der Zeit hat. Und wenn dann noch auf einer HP steht: Hier finden Sie Ihren Weg zum Glück - klar, da ruft man an.

Mir ist das alles nicht transparent genug und vermittelt dem "Kunden" etwas, was es nicht ist.
Und deshalb kann ich so einen Text nicht wertfrei lesen.
 
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  • #66
AW: zum Thema Kind in uns.

Liebe Satjamira

Danke für diesen Beitrag.

Ich finde eine Diskussion auch immer gut und schön, gerade wenn es um Solche Themen geht.

Was mich hier drinnen einfach sehr schockiert ist der respektlose teils zerstörerische Umgang miteinander. In der virtuellen Welt scheint es die Regeln einer wertschätzenden Kommunikation nicht zu geben, und damit geht es mir gar nicht gut. Deshalb habe ich auch beschlossen mich aus dem Forum zu verabschieden bemerke aber, daß mich etwas nicht los läßt.

Ich möchte ( auch wenn es vielleicht nichts bringt ) darauf hinweisen, daß hinter den Buchstaben die hier geschrieben werden doch Menschen sitzen. Die individuell sind und auch eine individuelle Ansichten zum Leben haben.

Es ist meiner Ansicht nach nicht fair das so stark abzuwerten und in den persönlichen Angriff überzugehen.

Sachliche Interpretationen damit kann ich was Anfangen.

Ja der Bereich der Esoterik ist sehr wischi waschi und ein riesen Markt, wo viel Scharlataneri herrscht. Wo aber auch wirklich brauchbare Lösungsansätze zu finden sind.

Da wären wir wieder beim Punkt der Selbsverantwortung, wir haben einen Kopf ein Gehirn unser Gefühl unseren Körper. All das zeigt uns was uns hilfreich ist und was nicht.
Ich glaube nicht daran daß ein einzelner Mensch unser Leben zerstört, weil er uns erklärt das wir unser Leben selbst in der Hand haben. Und wenn ich das Gefühl habe er tut es, dann muß ich gehen.

In diesem THREAD werden so viele Dinge vermischt das mir ganz schwindelig wird.

a) Ein Zitat das zusammengefaßt besagt, daß man sein Leben selbst gestaltet.
Nichts was dir nicht jeder Psychotherapeut auch bestätigen wird. So gängige zeitgenösische Psychologie. Interessant fände ich alternative Lebenseinstellungen. Diejenigen unter Euch die das so vehemennt ablehnen, wie lebt ihr??? Welche Lebensphilosophie habt ihr. Wäre wirklich Interessant alternativen zu hören.

b) Esoterik, Bents Aussage hat für mich wenig mit Esoterik zu tun. Aber ich lasse mich gerne darüber informieren, was das mit Esoterik zu tun hat.

c) Das Psychotherapiegesetz. Offensichtlich hat her Bentz keine Adäquate Ausbildung und das regt einige auf. Das finde ich nachvollziehbar, weil ich den Ausbildungsmarkt in Deutschland und Österreich sehr bedenklich finde. Aber das ist eine politische Diskussion. So lange es keine klaren Richtlinien gibt werden Menschen damit Geld machen und das auch ausnutzen. Das ist schwierig hat aber wenig mit den vermittelten Inhalten von Herrn Betz zu tun. Auch da wären alternativvorschläge Interessant.

Ich komme aus einer streng medizinischen Richtung und bei manchen Dingen die ich so mitkriege stehen auch mir die Haare zu Berge. Nur vielen von meinen Patienten ist geholfen worden von Dingen die mehr als seltsam für mich waren. Soll man das jemanden ausreden oder einfach beobachten und staunen darüber, daß diese Welt einfach wunderbar ist, und das an jeder Ecke Wunder warten.

Ich wünsche Euch allen viel Glück und hoffe das ich wieder gut in meine reale Welt zurückfinde ohne wieder Forumsrückfällig zu werden.
 
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  • #67
AW: zum Thema Kind in uns.

Es wird immer welche geben die eine geschliffene kontroverse Diskussion nicht aushalten und diese dann als abwertend betiteln, bzw. Den Verfasser von Beiträgen, die scharf (eben geschliffen) Gegenargumente bringen.
Vielleicht einfach aus dem Grund so nach wohlwollenden Worten gieren, weil sie es selbst nicht können.
Weder den Schliff noch Empathie.

Aber das ist eine Diskussionsforum mit allen möglichen unterschiedlichen Menschen und wer Gegenargumente dann runter ziehen will, indem er einfach den Stil des Argumentierenden anprangert, von dem nehme ich mal an dass ihm die Argumente ausgegangen sind.

Ich finde diese Diskussion hier sehr spannend.
Zorba the Buddha - Osho Bagwan.
 

pwr

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  • #68
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Heike:
seit einigen Monaten hier eine Doktrin namens "Verletzen kann man sich immer nur selbst" stark aufgekommen ist.
...
Diese Doktrin, ... ist in einer bestimmten Ecke von Esoterik recht beliebt. Gern wird sie dort auch, aus Sicht ihrer Anhänger nur konsequent, auf die Opfer des dritten Reichs angewendet.
Zitat von Elli:
....das wäre ja der Zynismus der Extraklasse...sehe/höre ich hier aber nicht heraus
Zitat von Heike:
Ich lese es. Nicht direkt in diesem spezifischen Anwendungsbereich. Aber auf den kommt es ja nicht an, und um Zynismus gehts nicht.
Zitat von Heike:
...selbstverständlich ist es auch möglich, Anhänger von Gedanken sein, denen Rechtsextreme anhängen, ohne rechtsextrem zu sein. Die Nähe so mancher Art von Esoterik zu rechtsextremen Gedankengut muß aber deswegen nicht übersehen werden.
Inwiefern ist diese "Doktrin" wesentlicher, zentraler Bestandteil des Rechtsextremismus?
 
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  • #69
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Heike:
@Nuit:
Das mit der Esoterik ist sicherlich ein weites Feld, ja. Und wir müssen ja hier glücklicherweise keine Definitionsaufgaben leisten. Angesichts des Dreiecks "inneres Kind", Esoterik, Forum fallen mir aber Motive, die sich zum Verständnis dann doch beispielsweise vom christlichen Konzept der Vergebung einigermaßen abgrenzen lassen. Etwa eben dieses "Man kann sich nur selbst verletzen". Das gibts in unterschiedlich weichen und harten Versionen. "Ich kann mich nur selbst glücklich machen, nur ich bin für mein eigenes Glück verantwortlich" usw., wie ja in Zusammenhang mit der Vorstellung vom inneren Kind gerne geäußert wird und wie es auch im Forum alle naslang begegnet.
Hintergrund ist die Opferthematik. Adressaten für diese Sprüche sind in erster Linie Menschen, die sich sehr ausgeprägt als Opfer verstehen. Das sollen sie nicht weiter tun, was ja auch ganz plausibel erscheint. Dafür gibts allerdings verschiedene Wege. Einer wäre die Vergebung. Ein ganz anderer aber ist eben diese "Man kann sich nur selbst verletzen"-Doktrin. Wenn man sich nur selbst verletzen kann, dann muß man nicht vergeben. Und ganz konsequent ist dann von Vergeben auch keine Rede mehr. Allenfalls müßte man sich selbst vergeben. Aber eigentlich taucht in diesen Kontexten der Gedanke der Vergebung selten auf. (Während das bei Hellinger, wie auch ich gehört habe, ganz zentral zu sein scheint, ja. Wobei sich natürlich fragen ließe, wie sich diese Vergebungsgeste zur Vergebung verhält. Aber egal, diese Hellingersache ist ein anderer Strang.)

Also, der Doktrin zufolge kann man sich nur selbst glücklich machen, und deswegen auch nur selbst unglücklich, und nur sich selbst verletzen. Das ist nicht nur auf Opfer gemünzt, sondern eben auch auf einsame Menschen. Und paßt natürlich prima in den Zusammenhang einer Partnerbörse. Eben weil die Message ja ist: ja nicht abhängig machen, und am wichtigsten ist sowieso die Liebe zu euch selbst (jaja, das innere Kind), seelische Masturbation ist kein Ersatz, sondern das Primäre. Alle mitmenschlichen Bezüge sind dann sekundär, können einen nicht wirklich anrühren, sind ein bloßes surplus.
Unterschiedliche Foristen sind in dieser Selbstprogrammierung unterschiedlich weit gediehen. Mir fällt da ja meist eine starke Doppelung auf, daß sie sich einerseits stark als Opfer fühlen, andererseits aber ja gemäß ihrer Doktrin bestreiten müssen, sie könnten ein Opfer sein. Das ist eine etwas unbequeme Situation, die auch in ständigem Selbstwiderspruch zutage tritt. Schon grotesk, wie schnell einige Foristen, die ständig posaunen, man könne sich nur selbst verletzen, man sei für jede Emotion, die man hat, nur selbst verantwortlich, als Opfer fühlen und andere in einem fort anklagen, ohne jeden Hauch von Selbstreflexion, und das bei ständiger seelisch-geistiger Masturbation. (Sehr lustig in dem Zusammenhang auch die Identifikation von Esoterik und Selbsterfahrung in einem so ähnlich lautenden Nachbarthread.)
Auffällig etwa bei dem sogenannten Freespirit oder Mentalista.
Und wenn bei all dem Selbstbezug eine gute Beziehung zu anderen Menschen nicht bewältigt werden kann, dann bleibt nur, die zu verdinglichen. Denn für das Interpersonelle stehen nicht wirklich Kategorien bereit. Man tut dann eben einfach so, als gebe es keine anderen. Man redet sich selbst Desinteresse an anderen ein, weil man glaubt, sich dadurch aus der Abhängigkeit befreien zu können.

Das Problem mit dem Opfersein wird "gelöst" durch nachträgliches Uminterpretieren: man ist kein Opfer, weil man ja tatsächlich nie eines war. Man hat sich das nur eingebildet, eines zu sein. Tatsächlich war man für alles selbst verantwortlich.
Und dann kommen die delikaten Fälle: Die Vergewaltigte: hat es so gewollt! Die Juden: haben es so gewollt. Und wenn man für solche, in der Tendenz her eher ungeheuren Behauptungen keine konkreten Anhaltspunkte hat, dann kommen Lehren von Wiedergeburt, Karma usw. wie gerufen. Was jemand angetan wurde, ist dann einfach die logische Konsequenz aus seinen früheren Leben. Die sich durch verschiedene Leben hangelnde Seele will es so und bekommt das ihre.
ich kopier das mal hier herein: im überblick ist es hinreichend gut beschrieben. auch wenn es viel lesearbeit.. ist, aber manchmal muss man/ ich ausholen, um etwas zu verdeutlichen (ich steh einfach auf definitionen;) ). unter anderem, dass das mit dem inneren kind etwas komplexer betrachtet, doch eine hilfreiche sache sein kann, um seine gefühlswelt, zwischenmenschliche dynamiken und eigene verhaltenweisen besser zu verstehen. betonung auf dynamik, worunter ich verstehe, dass man sich selbst und andere in verschiedenen modi wiederfinden kann. wie der name schema aber schon sagt, handelt es sich dabei um ebensolche, das heißt, ich verstehe darunter maximal richtlinien, entlang derer man denken kann - als ein (unter vielen) mögliches ordnungsprinzip einer chaotischen realität.
Zitat von Wikipedia - Schemattherapie:
Jeffrey Young beschreibt 10 Schemamodi, die vier Kategorien zugeordnet sind:
1. Kind-Modi:
a) verletzbares Kind (auch: verlassenes, missbrauchtes, misshandeltes, Entbehrung erlebendes, zurückgewiesenes Kind)
b) verärgertes Kind (ist wegen Nichterfüllung seiner Bedürfnisse verärgert; handelt, ohne an die Folgen zu denken)
c) impulsives/undiszipliniertes Kind (handelt im Sinne seiner Wünsche, folgt rücksichtslos seinen natürlichen Neigungen, ebenfalls ohne an die Konsequenzen zu denken)
- glückliches Kind (zentrale emotionale Bedürfnisse sind im Moment erfüllt)
2. Dysfunktionale Bewältigung (entsprechend den drei Bewältigungsstilen):
a) bereitwillig Sich-Ergebender (unterwirft sich dem Schema, wird zum passiven, hilflosen Kind, das anderen nachgibt)
b) Überkompensierender (wehrt sich, indem er andere schlecht behandelt oder andere extreme Verhaltensweisen zeigt, um das Schema zu widerlegen)
c) distanzierter Beschützer (löst sich emotional vom Schema, praktiziert Substanzmittelmissbrauch, meidet andere oder praktiziert andere Formen der Flucht)
3. Dysfunktionale Eltern-Modi
a) strafender Elternteil (straft den Kind-Modus, weil dieser angeblich "böse" ist)
b) fordernder Elternteil (drängt das Kind ständig, übertrieben hohen Anforderungen zu genügen)
4. gesunder Erwachsener (soll in der Therapie gestärkt werden)
In der Therapie können für diese Benennungen auch individuelle Namen gefunden werden, die vom Patienten als besser passend empfunden werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schematherapie

was du beschreibst, würde ich entsprechend 1a > 2b,2c zuordnen. in der bewältigung der verletzung wird man zum täter oder leugnet die emotionale relevanz anderer bzw. das eigene gefühl verletzt zu sein. mit dem begriff "dysfunktional" hab ich persönlich so meine schwierigkeiten; das impliziert eine norm der "funktionalität", die ich so nicht sehe. aber das würde jetzt zu weit führen :).

verletzen: heike, weißt du noch in welchem thread ich die diesbezügliche diskussion zwischen tina, winzling (wink mal! :)) und dir finden kann?
"man kann sich nur selbst verletzen" ... eh? manchmal geht`s mir mit aussagen, wie diese eine ist, im ersten moment so, dass ich überlege, ob das nun entweder grenzgenial oder einfach plattest ist :).
sprechen wir da jetzt von einem gefühl (bin verletzt), einem objektivierbaren ereignis oder handlung (schimpfworttirade, messerstich bs hin zu den von dir beschriebenen extremen), einer subjektiven wahrnehmung (der andere will mich verletzen). durchdekliniert könnte das so maches gordisch erscheinende auflösen.
oder eigentlich von etwas anderem, was zuvor passiert ist? möglicherweise der frustration, die ich verspüre, wenn ich dem anderen meine bedürfnisse zeige (ps inhärent), an ihn appelliere, sie zu befriedigen und der sie nicht erfüllt? rutsche ich dann in einen kindmodus (ein schwärende altwunde, bin zutiefst verletzt) hinein und ringe mit der bewältigung? ich halte es dann für günstig sich um seine alten wunden zu kümmern - auch mit hilfe von anderen (nachbeelterung); nicht notwendigerweise aber mittels eines partners; eine partnerschaft ist mit diesen wünschen gelegentlich überfrachtet, dann kracht`s. für manche leider ordentlich.

vergebung: (die bezeichnung als geste finde ich treffend.) thematisiert für mich die schuldfrage mit.
wobei es sich hier für mich oft spießt, wenn objektivierbare ereignisse und handlungen mit subjektiver wahrnehmung und interpretation verwechselt werden. geht`s um ein objektivierbares ereignis oder eine handlung, kann sich jemand schuldig gemacht haben (bei dem von dir thematisierten mord hat sich definitiv jemand schuldig gemacht).
geht`s hingegen um ein persönliches gefühl (frustriert, verletzt) in kombination mit einer subjektiven wahrnehmung (will mich angreifen, w i l l mir meine bedürfnisse nicht erfüllen) für die man im "kindmodus" besonders empfindlich ist, muss aktuell niemand schuld tragen. auch ich selbst nicht, weil ich fühle, wie ich fühle ("ich kann mich nur selbst verletzen.."). ich darf so fühlen und dies zuzulassen ist gut, weil mein gefühl mir etwas anzeigt. es wäre allerdings auch gut, wenn ich soweit für mich sorgen kann, dass dies kein dauerzustand bleibt. wenn ich das nicht will, sollte ich zumindest was versuchen zu tun. das bewußtmachen meiner gefühle und das überprüfen, ob mich schemata/ muster dabei hindern, sehe ich dazu als guten schritt. (das wirkt oft nachhaltig tröstlicher als so manche schnellausspeisung ;).
 
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Zitat von lovecat:
c) Das Psychotherapiegesetz. Offensichtlich hat her Bentz keine Adäquate Ausbildung und das regt einige auf. Das finde ich nachvollziehbar, weil ich den Ausbildungsmarkt in Deutschland und Österreich sehr bedenklich finde. Aber das ist eine politische Diskussion. So lange es keine klaren Richtlinien gibt werden Menschen damit Geld machen und das auch ausnutzen. Das ist schwierig hat aber wenig mit den vermittelten Inhalten von Herrn Betz zu tun. Auch da wären alternativvorschläge Interessant.
Was Betz in dem Text, der im Ausgangspost steht beschreibt, ist z.B. aus Verhaltenstherapeutischer Sicht (in vereinfachter Form dargestellt) nichts anderes als die Annahme, dass Verhalten erlernt ist und nun das dysfunktionale Verhalten modifiziert werden soll im Sinne einer kognitiven Umstrukturierung mit der Funktion Gedanken beeinflussen Gefühle beeinflussen Verhalten.
Was fehlt ist die Annahme, dass das Verhalten, was heute als dysfunktional betrachtet wird einmal eine wichtige Funktion hatte, die ich nicht so ohne weiteres übergehen kann. Dieser Leidensdruck ist ja ein echter. Jeder Mensch hat eine Geschichte und Bedürfnisse, u.a. auch das Bedürfnis nach Anerkennung und Zuneigung. Diesem Menschen kann ich nicht einfach sagen: Du brauchst das nicht. Was mache ich also mit diesen ganzen Verknüpfungen, die für mich Sinn machen? Wie erklärt Betz das?
 
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  • #71
AW: zum Thema Kind in uns.

@nuit, lieben Dank für die Auffächerung und differenzierenden Hinweise.
Ich frage mich gerade, wie weit es in dem Rahmen hier möglich ist, dementsprechend fein an bestimmen Punkten zu diskutieren, oder ob der Gewinn für die Diskussion primär darin besteht, dass zumindest konkret ersichtlich wird, dass die Dinge eben etwas komplexer und differenzierter und feiner sind (ohne dass das einfach nur behauptet würde). Vermutlich kann ich die feineren Stränge an dieser Stelle nicht so aufnehmen. Und schreibe eher was über die Simplizität.

Es gibt ja im Zusammenhang hier so einfache Regeln, die erstmal noch nichts mit esoterischen Anderswelten zu tun haben. Etwa dass man Verantwortung für sich selbst hat und tragen soll. Oder daß wenn jemand auf etwas reagiert, das dann irgendwas mit ihm zu tun hat. Wird nicht verkehrt sein, aber in der Form ist damit auch noch wenig gesagt. Es gibt aber bereits Menschen, die sich dennoch sehr für Regeln in dieser Form begeistern und sie mit Eifer anwenden. Da sie noch sehr unspezifisch sind, das Leben, Menschen und auch Diskussionen hingegen meist konkreter und spezifischer sind, werden diese Gemeinplätze dann auch spezifisch angewandt, häufig leider, wie das halt so ist, ohne zureichende Anwendungskompetenz und, sorry, tendenziell dümmlich.
Hier im Forum erlebe ich solche mechanischen Anwendungen solcher simplifizierter Regeln etwa stark in vielen Posts von Lovecat oder Mentalista. Danach gilt beispielsweise: Wer er Klischee der Oberflächlichkeit auf den Arm nimmt, tut das, weil er selbst so oberflächlich ist und stark unter dem Vorwurf der Oberflächlichkeit leidet. Wenn jemand über die Doktrin, jeder könne sich nur selbst verletzten, schreibt, dann tut er das, weil er jegliche Selbstverantwortung ablehnt. Wer kritisiert, bellt, und wer bellt, muß ein getroffener Hund sein, und wer Diffamierte verteidigt, fühlt sich wohl angesprochen und muß also auch diffamiert werden.
So dümmlich und beschränkt diese “Logik” auch sein mag, sie ist noch nicht “esoterisch”.

Zur Veredelung ins Esoterische brauchts noch mehr. Da merkt jemand, dass die kurzschlüssige Anwendung der Regel eigentlich durch nichts Konkretes gerechtfertigt ist. Sie soll aber, da man sie nun mal eingekauft hat und von ihr abhängig geworden ist, auf jeden Fall weiter in Geltung bleiben, auch wenn der Blick auf die Wirklichkeit einem eigentlich zeigt, dass es so einfach doch nicht immer ist. Um die Einfachheit zu gewährleisten, wird die Geltung deswegen einfach stipuliert. Die Wirklichkeit ist so, wie man sie haben möchte. Zugleich solls aber nicht subjektiv beliebig sein, sondern objektiv. Gemäß dem Rezept, dass die Verbindung von “Wissenschafts”tuerei und schlechter Metaphorik (= Esoterik) Chartplatzierungen beschert, spricht man dann beispielsweise hochtrabend raunend vom Resonanzgesetz. Weil man die Bezeichnung toll findet, muß auch das Bezeichnete toll sein, also wahr. Ob stimmig, fragen ohnehin nur Spielverderber. Und was es, das sogenannte Gesetz, genau besagt, ist ebenso irrelevant. Hauptsache, man findet es toll und glaubt dran! Und läßt sich als Instrument für alle wertvollen oder gelegentlich auch niederträchtigen Zwecke verwenden.

Dass Täter und Opfer was miteinander zu tun haben, ist klar, nämlich, jeweils aus unterschiedlicher Perspektive, die Tat. Die muß bewältigt werden, nachdem sie geschehen ist. Die Bewältigung hat jeder selbst zu verantworten; das ist kein großer Imperativ, sondern einfach eine Feststellung. Die Tat selbst ist etwas anderes als die Bewältigung. Die Verantwortung für die Tat ist etwas anderes als die Verantwortung für die Bewältigung.
Man kann auch zurückschauen und sich fragen, wie es eigentlich zur Tat gekommen ist. Manchmal waren da zwei am “rechten” Ort und zur “rechten” Zeit. Es gibt auch Wahrscheinlichkeiten, zum Opfer zu werden, die nicht nur von äußeren Gesichtspunkten wie Ort und Zeit abhängen, sondern auch von Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmalen desjenigen, der dann zum Opfer wird. Manchmal gibt es auch ein “Matching”. Etwa hatte ich hier im Forum in so manchem Klagethread den Eindruck, das sei doch nicht ganz zufällig, dass da jemand in einem fort an “Betrüger”, “NPS”ler oder sonstige Schurken gerät. Manchmal, wenn ich mir so anschaue, was der betreffende Forist schreibt, wie er sich beklagt, wie er sich beschreibt, was da an Selbstwidersprüchen ist, hatte ich den Eindruck, dass da die Persönlichkeiten “matchen”. - So etwas zu vermuten und auszudrücken ist nicht unheikel. Und mir war wichtig, dass es eben nicht einfach die simple Anwendung einer allgemeinen Regel ist, sondern ich konkrete Anhaltspunkte für diese Vermutung habe.

Den Regelmechanikern ist das zu komplex. Man müßte ja in die konkrete Realität schauen, auf den individuellen Fall. Der Regelmechaniker schaut lieber nur auf die Regel. Da hat er alles, was er braucht, die kann er gerade noch bewältigen.
Und nun kommt aber der Esoteriker: der sieht den Mangel des Regelmechanikers und verwandelt ihn durch Raunen zum Pluspunkt. Dass er keine Anhaltspunkte hat, die Regel auf den konkreten Fall anzuwenden, liegt daran, dass das Wesentliche unsichtbar und unrechtfertigbar ist. Statt formaler Regel gibt es nun ein Gesetz in der höheren Wirklichkeit. Genauso wenig gerechtfertigt, aber in diesen Sphären ist ein Mangel an Rechtfertigbarkeit schließlich gerade ein Beweis für Geltung und Wichtigkeit.
Statt dass er sich die Arbeit macht, einen individuellen Fall konkret anzuschauen und zu einem differenzierten und abgewogenen Urteil zu kommen, fegt er grob über alles hinweg und verkündet die Geltung eines allgemeinen Gesetzes und berauscht sich selbst am “immer!” - Ausrufezeichen statt Feinheit, Grobheit statt Sensitivität. (Wie gesagt, alles menschlich. Und natürlich können auch solche Esoteriker liebe Menschen, hilfsbereite Überdiestraßebringer und dergleichen sein. Das ist gar nicht die Frage.)

Sorry, nuit, für den Exkurs. Ich glaub gern, dass man die Illustration vom inneren Kind auch sinnvoll verwenden kann. Und das muß auch nichts mit Esoterik zu tun haben. Ich hab mich hier auf dieses Motiv des “Man kann sich nur selbst glücklich machen, unglücklich machen, verletzen usw. bezogen” - und gehe dem, du merkst es, auch nach.
Wer die Schuld hat, hatte die Macht. Dass jemand anderes Macht über einen hat, darf nach der Doktrin nicht zugelassen werden. Deswegen wird es einfach für unmöglich erklärt. Je nach Fortschritt der Selbstprogrammierung wird die Schuldkategorie selbstwidersprüchlich umso stärker bemüht oder eben tatsächlich kaum mehr. Keine Vergebung, keine Schuld. Nur mehr Gesetz und Trip.

Ich weiß nicht mehr genau, wo wir schon überall Verletzbarkeitsdiskussionen hatte. Hab kurz gegoogelt. In einem Thread namens “Optik” war mal was. Oder doch eher “Warum fällt es so vielen schwer die Wahrheit zu sagen”? Ja, ich glaube, das ist der Thread, den du meinst. Übrigens findet sich dort in #60 auch ein Post von Satjamira zum “Niemand kann einen verletzen außer man selbst”. Sie schreibt da: “Selbstverständlich ist bei Übergriffen, Gewaltanwendungen nicht unbedingt sichtbar, warum ausgerechnet diese zwei das erleben. Bei Vergewaltigungen sieht man meistens nur das arme Opfer und den bösen Täter. Würde man sich in die Tiefe damit beschäftigen, käme ein anderes Verständnis dafür auf.”
Aber das nur am Rande. Natürlich ist es moderat ausgedrückt, unklar, raunend. (“Tiefe”!) Manchmal ist es auch gut, wenn jemand nicht konsequent denkt. Noch besser wäre es, wenn er Konsequenzen für seine Haltung zur Prämisse zöge, wenn er bestimmte Konsequenzen aus der Prämisse nicht ziehen mag. Aber vielleicht will er natürlich auch, und sie nur hier nicht so klar äußern. Wer weiß das schon?
 
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  • #72
AW: zum Thema Kind in uns.

Guten Morgen,

mir gefällt die kontroverse Diskussion in diesem Thread und ich bewundere die enorme Reflexion und Ausdrucksfähigkeit so mancher Foristen. Gerade das “Sezieren“ von Inhalten und das Hinterfragen macht für mich den größten Reiz dieses Forums aus, weil es anregt, anregt zum Nachdenken, zum bewussten Hinsehen und Mitnehmen verschiedenster Ansichten. Jeder geht damit auf seine eigene Art um und bewertet und genau das macht den Reiz aus.

Interessanterweise hat mir letzte Woche ein Mann einen Text von Oriah M.D. geschickt, mit Namen “Die Einladung“. Dies mit den Worten, er lebe nach jedem einzelnen Satz und finde sich darin wieder. Ich habe mal meine Tochter dazu befragt. Sie sagte, ihr sei das zu schwer, ohne Leichtigkeit und man müsse nicht alles, was man tut oder was einem widerfährt, ständig hinterfragen.

Wer seinen Sinn des Daseins in solchen Texten sieht und sich darin wiederfindet (es gibt viele), wird sicher auch einen Seelenverwandten finden. Würden alle Menschen auf derselben Welle schwimmen, wäre es doch langweilig. So sucht jeder das, was für einen selbst “erträglich“ ist im Miteinander. Ich konnte mich nicht in diesem Text finden.
 
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  • #73
AW: zum Thema Kind in uns.

nuit und Heike,

bin mir sicher, dass in Euren (wegen ihrer Hyperlänge nicht gelesenen) Texten manch interessantes steht. Aber ist weniger nicht manchmal mehr?

(...insbesondere die in diesem Forum - nicht nur nuit-seits - leider sehr weit verbreiteten VOLLzitate sind i.d.R. nicht besonders hilfreich...)
 
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  • #74
AW: zum Thema Kind in uns.

Liebe Bella Donna

Offensichtlich feselt mich das Thema so, daß ich tatsächlich nicht aussteigen kann.

Und mittlerweile finde auch ich die Diskusion wieder spannend und bereichernd.

Was für mich schwer aushaltbar war oder ist das Heike sich offensichtlich hier im Forum schon ein wenig unbeliebt gemacht hat und nun scheint es Heike Freunde und Heike Gegner zu geben. Die sich gegenseitig verbal attakieren. Das hat meiner Meinung nach wenig mit Diskussion zu tun und das ist tatsächlich zu viel für mich.

Warum bin ich wieder da, um mich unglaubwürdig zu machen vielleicht.

Hauptsächlich weil sich die Diskussionen verändert haben und sachlicher werden. Und ich kann langsam nachvollziehen was einem an den Bentschen Theorien so aufstößt, da diskutiere ich gerne mit, oder teile mich mit und lese auch Promeinungen weil es zum Nachdenken anregt.
 
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  • #75
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Liebe Delfin

Was idt do schlimm daran einen Partner zu brauchen???

Ich denke jeder der in einer Beziehung war, weiß das man seinen Partner braucht, niemand wäre hier drinnen wenn wir uns nicht nach jemand zweiten Sehnen slso brauchen wir Menschen.

Schwierig wird es wahrscheinlich dort wo wir Erwartungen an unser Gegenüber stellen und Enttäuscht sind, wenn die nicht erfüllt werden.

Ich habe da ein schönes Bild aus dem Partnering. Wenn du Rücken an Rücken an jemanden lehnst dann brauchst du den Partner um aufrecht stehen zu bleiben. Wenn man wach und bewußt bleibt und der Partner geht plötzlich weg ist das zwar unangenehm aber man hat viele Möglichkeiten diesen Verlust auszugleichen und etwas neues entstehen zu lassen. Wenn man nicht da ist und hofft der wird schon nicht gehen dann tut es weh.

Für mich ist dieses Bild auch im Alltag gut übertragbar.

Die Schwierigkeit in Partnerschaften besteht meiner Ansicht nach darin mit unterschiedlichen Bedürfnissen umzugehen.

Wenn beide gleichzeitig den Impuls verspüren weg zu gehen passiert nix alle sind glücklich, und man kann wieder zusammen kommen.

Wenn einer den anderen gerade braucht und lehnen will und der Andere geht. Dann kommt es zu Verletzungen und die Frage ist wie geht man damit um. Denn oftmals sind die Bedürfnisse unterschiedlich gelagert.
 
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  • #76
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Hallo,
ich möchte noch grundsätzliche Gedanken mit euch teilen zu dem was schon gesagt wurde.

Wenn das was ein Mensch sagt (oder lese) für mich stimmig ist und ich auch spüre, dass es aus seinem Herzen kommt und ich auch für mich merke, dass ich mein Leben dadurch positiv beeinflussen kann, ist es für mich und die Sache nicht wichtig ob dieser Mensch irgend ein sogenanntes "anerkanntes" Zertifikat hat oder nicht oder wie er damit sein Geld verdient.
Es ist für mich auch nicht wichtig, wer dies gesagt hat - das ändert die Sache mit der Botschaft ja nicht. Nebenbei wissen wir auch gar nicht, ob das gesagte von ihm selbst "entsprungen" ist oder ob auch er dies von irgendjemand anderem verinnerlicht hat und es einfach weitergibt. Somit habe ich die Botschaft selbst im Blickpunkt und nicht der Überbringer der Botschaft.
Viele Menschen scheinen den Glauben an sich selbst verloren zu haben und ertrinken in Selbstzweifeln, Zwängen und Ängsten. Sie meinen, durch Dinge im aussen dauerhaft glücklich werden zu können und legen sich immer wieder "Spielzeuge" zu bis zum nächsten Spielzeug. Was kann also daran "falsch" sein, wenn Menschen wie Robert Betz andere Menschen dazu einladen, sich wieder auf das wesentliche im Leben - nämlich primär sich selbst - zu konzentrieren? Was will ich in diesem (meinem) Leben wirklich? Dinge einfach mal zu hinterfragen? Und wenn diese "Selbstbesinnung" gegebenenfalls Dramen wie eine Trennung und oder Scheidung mit sich bringt muss dies ja nicht zwingend "schlecht" sein. Es hat dann vielleicht aufgezeigt, dass man sein Leben bisher irgend einer Sache "aufgeopfert" hat und dass dies jetzt einfach nicht mehr stimmig ist. Dies entscheidet jeder Mensch selbst für sich. Vielleicht wurde dann auch einfach bewusst, dass der wichtigste Mensch im Leben eines Menschen primär er selbst ist und auch nur er selbst die Verantwortung über sein Leben hat. Soll ein Mensch denn unglücklich weiterleben, nur weil er z.B. am Traualtar in der Vergangenheit "ja" gesagt hat? Wie viele Menschen leben unglücklich und sagen sich dauernd: "ich kann doch nicht, was werden die anderen Menschen dann über mich denken" etc. Warum sollte ein Mensch unglücklich weiterleben, indem er sich einredet und einbildet glücklich zu sein und sich dabei selbst kaputt macht?
Jeder Mensch geht seinen Weg in Liebe mit Freude und Humor (oder sollte) und wenn ihn dabei ein Partner ein Stück oder für immer begleitet ist es schön. Wenn nicht ist auch gut und es braucht einfach noch Zeit. Dies hat nichts mit Religion, Esoterik oder mit einem "Leben alleine nur für sich selbst" zu tun, sondern mit der Festigung des eigenen Bewusstseins in und für die Gemeinschaft.

Sind wir denn geboren für andere Menschen zu leben oder um einer Sache wegen? Sind wir geboren uns selbst zu verstellen nur um anderen zu gefallen? Sind wir geboren um andere Menschen anzuhimmeln und um dann genauso zu werden wie sie? Sind wir geboren es anderen Menschen recht zu machen um dafür vielleicht Zuwendung und Liebe zu bekommen? Sind wir geboren um zu überleben? Sind wir geboren um tagtäglich wie emotional behindert zur Arbeit zu fahren und abends hundemüde nach Hause wie eine aufgezogene Puppe? ...

Jeder Mensch hat im Leben seine - mehr oder weniger freiwilligen - Rollen, sei es als Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Partner, Arbeitgeber/-nehmer etc. und hat dazu Pflichten. Gleichzeitig hat jeder Mensch aber immer noch sein "eigenes" Leben egal welche Rollen er hat. Wenn dabei dieses eigene Leben jedoch nur diesen Rollen zu liebe "aufgeopfert" wird kommt es früher oder später zu einem Knall des Lebens, ist dann erstaunt darüber und weiss nicht mehr weiter. Wenn also ein Mensch mit seinem eigenen Leben nicht klar kommt (oder die Richtung seines Weges nicht finden kann) und sich vielleicht demzufolge neue Rollen sucht (oder Dinge) und meint, dass sich dann sein eigenes Leben von alleine regle und er somit glücklich würde - erschafft sich selbst Dramen die eigentlich nicht sein müssten. Dabei werden dann noch alle anderen dafür verantwortlich gemacht. Überall wo eine Türe "zugeschlagen" wird, öffnet sich gleichzeitig eine neue Türe. Klingt einfach ist aber so :)

Jeder Mensch trifft täglich Entscheidungen auch für sein eigenes Leben. Auch keine Entscheidung zu treffen ist ja eine Entscheidung. Somit ist auch die nachträgliche Beurteilung des sogenannten "Fehlermachens" in der Vergangenheit ein Irrglaube, denn zum Zeitpunkt dieser anscheinend "falschen Entscheidung" war es ja stimmig und wurde mit bestem Wissen und Gewissen getroffen. Es gibt keine Fehler, es gibt nur Erfahrungen. Alles was ein Mensch materiell erschafft hat er zuerst in seinem Kopf gedacht und mit seinem geistigen Auge gesehen. Somit ist die geistige Welt der materiellen Welt übergeordnet und es macht daher Sinn sich unter anderem auch mit den geistigen Lebensgesetzen auseinanderzusetzen.

In den östlichen Ländern wird schon als Kind bewusst gemacht, dass das "SEIN" vor dem "Haben" kommt - Erich Fromm lässt grüssen. Hier in der westlichen Welt wird uns der Irrglaube eingetrichtert, dass wir zuerst alles Mögliche haben müssten - und unsere Mitmenschen durch Wettbewerb auszuschalten hätten (überspitzt gesagt) - um dann selbst glücklich zu werden. Es geht in der Schule nicht primär darum, selbstdenkende Wesen zu werden - es geht vor allem darum als möglichst profitables Rädchen im und für das System getrimmt zu werden. Alles Materielle ist nötig und wichtig, alles geistige - die Einstelllung zum Leben - ist nebensächlich, Spinnerei und nicht belegbar. Wir haben das zu glauben was in den Lehrbüchern steht - Alles was nicht drinsteht gibt es einfach nicht oder ist "falsch". Wie aus einem Programmierbuch für ein Computerspiel. Das soll das wahre Leben sein? ...

Schlussendlich kann jeder Mensch für sich selbst entscheiden, ob etwas für ihn stimmig ist oder nicht. Gegebenenfalls kann er etwas Zeit dafür im Internet investieren, wenn es ihm etwas wert ist und sich sein eigenes Bild von einer Sache machen - mit pro und contra.

Es ist in meinen Augen ziemlich anmassend, eigene sogenannte "schlechte Erfahrungen" auf Menschen übertragen zu wollen, die damit noch gar keine Erfahrungen gemacht haben - und deswegen keine eigenen Erfahrung machen dürften. Eigene Erfahrungen nicht zu machen nur weil man von Dritten gehört habe oder "empfohlen" bekommen hat, dass es nicht "gut" sei, behindern das eigene Leben und die eigene Entwicklung. Allgemeine Wertungen wie z.B. Formulierungen: "Dies oder jenes sei nicht hilfreich oder schlecht" ist eine Unterstellung und vielleicht nicht einmal bewusst gemeint. Es müsste heissen: Dies oder jenes ist FÜR MICH nicht hilfreich, ob es dir etwas bringt kann ich nicht wissen und ist sowieso nicht meine Angelegenheit.
Es gibt drei Angelegenheiten: 1. Jene von Gott, 2. Jene der Anderen und 3. Die eigenen Angelegenheiten. Wir sind gut beraten, wenn wir uns ausschliesslich um die eigenen Angelegenheiten kümmern würden, denn alles Ungemach dieser Welt kommt auch daher, weil wir uns permanent in die Angelegenheiten anderer einmischen.

Im Grunde genommen sind wir doch alles Menschen an einem FKK-Strand die gemeinsam auf einem riesigen Stein um die Sonne fetzen und einfach in Frieden leben wollen. Jeder Mann hat ein Schwänzchen, jede Frau hat Brüste - egal welche Rolle sie auf der Erde inne haben...

Dies ist natürlich alles "nur" meine Sicht des Lebens und braucht nicht geglaubt, geschweige denn übernommen zu werden.

Zum Schluss ein Zitat über Marco Leonardo, lebedeinleben.de:

"In der normalen Schule lernen wir Lesen, Rechnen und Schreiben, erfahren wie lang der Nil ist, wie viele Einwohner New York hat und wie viel Braunkohle in Südostaustralien gefördert wird. Aber was wir dort nicht lernen, ist, wie man wirklich lebt. Wie man sich selbst treu bleibt, Träume und Visionen verwirklicht. Wie man den Körper gesund erhält, man zu seiner Berufung oder zum richtigen Partner findet – und wie man mit ihm glücklich wird. Wie man Probleme löst, Krisen bewältigt, Wünsche erfüllt und Ziele sicher erreicht. Und weil einem das niemand beibringt, landen viele am falschen Platz, im falschen Beruf, in der falschen Beziehung und/oder in Resignation. Doch nun entwickelte Marco Leonardo das viel versprechende Konzept der „Lebensschulen für Kinder”, die diesem Mangel abhelfen wollen. Denn ob wir unsere Leben „lebenslang absitzen” oder froher Herzen geniessen, bestimmen letztlich nur wir selbst. Wäre es nicht wunderbar, wenn alle Kinder schon frühzeitig lernen könnten, worauf es wirklich ankommt?"

Somit wünsche ich alles Liebe und nicht verrückt machen lassen :) Freespirit

PS: Mit Gott meine ich nicht "eine bestimmte Gottheit" sondern für mich eine universelle Kraft - eine Energie die uns durch Impulse auf eine überdimensionale Art und Weise lenkt.
 
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  • #77
AW: zum Thema Kind in uns.

@ Freespirit

Mit diesem Beitrag wirst du deinem Nick wirklich gerecht !! Chapeau !!!

In anderen deiner Beiträge scheint es mir halt so, als wenn du in Folge dieses in-Frage-stellens unserer gesellschaftlichen Übereinkünfte deine daraus gezogenen Schlüsse recht dogmatisch vertrittst. Andere mögen aber mit dem Hinterfragen zu ganz anderen Antworten kommen.

Carlo
 
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  • #78
AW: zum Thema Kind in uns.

Eigentlich ist es immer derselbe performative Selbstwiderspruch. “Ich verkünde euch: interessiert euch nur für euch selbst! Ich habe ein starkes Anliegen, dass ich euch unbedingt mitteilen muß, weil ich mich um eure Angelegenheiten kümmere: kümmert euch ja nur um eure eigene Angelegenheiten!”
Ja, dieser Selbstwiderspruch sollte den Lehrplan der Neuen Schule ausmachen. Die jedem sagt, wie er zu ticken hat und wie er glücklich wird.
Und wenn man an einen Bullshit nur anfügt “Aber das ist nur meine Meinung und die muß nicht geteilt werden!”, wird man immer dankbare Applaudeure finden. Hauptsache, man kriegt die Erlaubnis, desinteressiert für alles andere als sich selbst sein zu dürfen. Für diese Erlaubnis schreibt man schließlich im Forum, darf sich, wenn man sie bekommen hat, zurücklehnen und denken: so schön und wahr, mäh! :)
 
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  • #80
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von carlo:
q.e.d.

Heike,

was ist denn eigentlich dein Ziel beim vehementen Anschreiben gegen die ach so dümmliche Masse?

LG
C.
Pit meint: Aufklärung.
Wie ists bei dir, was ist dein Ziel beim vehementen Applaudieren für einen simplen Selbstwiderspruch?
 
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  • #81
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Heike:
Pit meint: Aufklärung.
Wie ists bei dir, was ist dein Ziel beim vehementen Applaudieren für einen simplen Selbstwiderspruch?
Komisch, hier wird ein Forist gefragt und er schreibt, was ein anderer Forist meint... und lenkt sofort manipulierend angreifend die Frage um.

"Do not feed the trolls!, "Füttere keine Trolle!", ist eine inzwischen gängige Aufforderung an Teilnehmer von Newsgroups und Foren, einem Provokateur nicht mehr zu antworten. Der Troll wird sich dann mangels wütender Reaktionen auf seine Postings aus Langeweile zurückziehen und andere Orte im Internet aufsuchen, um dort einen flamewar anzuzetteln.

Während die einfacheren Naturen unter den Trollen - und davon gibt es viele - nur plump provozieren, und sich dann damit zufrieden geben, beschimpft zu werden, ist es das Ziel eines gewiefteren Trolls, Streit und Uneinigkeit in einer Gruppe zu säen. Und sie schaffen dies auch oft dadurch, dass sie herausfinden, welches Thema in einer Gruppe zu einem Konflikt führen könnte, und genau dieses auf geschickte Art und Weise anzusprechen. Der Sprengsatz ist schon vorhanden, sie legen nur die Lunte und zünden sie dann an."
 
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  • #82
Zitat von Heike:
Ich erinnere mich dunkel, hier so was mal geschrieben zu haben. Wenn ich damit recht habe und Dir die Einschätzung gefällt, dann hab ich noch einen Tip.

Der Aufklärer muß den Leser bei der Hand nehmen. Er darf dem Leser keine Suppenwürfel vorsetzen, wenn er weiß, daß der kein Wasser mitbringen kann und kein Feuer hat. Mach Dir klar, daß man wahrscheinlich die Foristen an einer Hand abzählen kann, die in Deinen Beiträgen eine gewisse scharfsinnige Leichitgkeit erkennen (wollen?). Denk an den Pups-Faden nebenan – keine Antwort greift den eigenen Gestank auf, man fühlt sich angegriffen, das Gleichnis wird nicht einmal erkannt, der allgemeine Gedanke bliebt verborgen. Mit solchen Beiträgen kannst Du vier oder fünf Mitleser zu einem herzlichen Gelächter bringen – aber keine Aufklärung treiben.
 
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  • #83
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Pit Brett:
Ich erinnere mich dunkel, hier so was mal geschrieben zu haben. Wenn ich damit recht habe und Dir die Einschätzung gefällt, dann hab ich noch einen Tip.

Der Aufklärer muß den Leser bei der Hand nehmen. Er darf dem Leser keine Suppenwürfel vorsetzen, wenn er weiß, daß der kein Wasser mitbringen kann und kein Feuer hat. Mach Dir klar, daß man wahrscheinlich die Foristen an einer Hand abzählen kann, die in Deinen Beiträgen eine gewisse scharfsinnige Leichitgkeit erkennen (wollen?). Denk an den Pups-Faden nebenan – keine Antwort greift den eigenen Gestank auf, man fühlt sich angegriffen, das Gleichnis wird nicht einmal erkannt, der allgemeine Gedanke bliebt verborgen. Mit solchen Beiträgen kannst Du vier oder fünf Mitleser zu einem herzlichen Gelächter bringen – aber keine Aufklärung treiben.
Den Tip hast du auch schon mal so geschrieben, Pit!
Die "Aufklärung"s-Antwort gefällt mir. Das heißt nicht, daß sie zutreffen muß. Und schon gar nciht im Sinne einer Volkshochschulaufklärung. Da gibts mehrere Varianten.
Meine Schreibziele sind hier aber gar nicht Thema. Und vermutlich auch nicht Carlos Anliegen. Und sie hat ja dem sichsonennenden Freespirit Applaus geklatscht, der meinte, jeder solle sich nur mit seinen eigenen Anliegen beschäftigen. Ich bewahre sie also vor einem großen Fehler, und das finde ich recht nett von mir!
 
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  • #85
AW: zum Thema Kind in uns.

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Kant, ich hab's sicherheitshalber nachgeschlagen, um nicht falsch zu zitieren. Aber Horkheimer/Adorno gehen das Aufklärungsprojekt ja durchaus kritisch an, wobei ich persönlich lieber auf Habermas verweisen möchte - allerdings sind bei einem prozesshaften Verständnis der Diskurs und die Widersprüche auszuhalten. Und genau DAS ertragen wohl die wenigsten, wie man ja auch hier lesen kann.
 
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  • #86
AW: zum Thema Kind in uns.

Ich versteh' die Aufregung um Heikes Posts in diesem Thread nicht. Sie hat mit vielem Recht, meine Meinung in dieser Sache, und es kann nicht schaden, über die Inhalte nachzudenken, obwohl man anderer Meinung ist.
 
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  • #87
AW: zum Thema Kind in uns.

Liebe Lilly

Ich gebe dir Recht, daß man ein Verhalten oder Muster das man aus frühen Kindheitstagen erlernt hat nicht einfach streichen kann. Meiner Erfahrung nach ist die Wahrnehmung der Muster wichtig, wie funktioniere ich denn eigentlich und woher kommt das. Wir sind nun mal alle Konditioniert.
Dann hilft es mir, anzuerkennen dass ich funktioniere wie ich funktioniere und mich nicht selbst dafür fertig zu machen. Danach kann ich andere Lösungsmöglichkeiten ausprobieren und sehen wo mich die hinbringen. Das ist mein Zugang dazu. Wie Herr Betz das löst weiß ich nicht. Ich habe ihn auch erst während dieser Diskussion kennengelernt. Hab mir einen youtube Vortrag angehört, der Inhaltlich OK war persönlich spricht mich der Herr nicht an. Aber er hat Kaberetistische Anlagen und das schein sein Erfolgsrezept zu sein. Ob er Menschen tatsächlich helfen kann, ich weiß es nicht da müsste man wahrscheinlich Teilnehmer seiner Seminare befragen. Das wäre eine gute Studie damit hätten wir der Wissenschaft auch gedient:)

Grundsätzlich finde ich es schwierig, daß in Esoterischen Kreisen Gefühle stark bewertet werden.
Angst ist Böse die gilt es zu bekämpfen, Wut, Trauer Schmerz allles nicht gut das Ziel ist Liebe und Glück. Grundsätzlich eine schöne Vorstellung aber in der Realität schwer durchführbar.

Da stimme ich Heike zu, ich hoffe ich kriege es hin, sie schreibt sie möchte nicht auf die verschiedenen Geschmäker verzichten. Ich weiß nicht ob ich sie da richtig verstanden habe, wenn es um die Innere Gefühlswelt geht bin ich einer Meinung mit ihr.

Menschen die nicht mehr fühlen können leiden meist sehr darunter. All unsere Gefühle als was schönes und Wertvolles zu erachten und zu lernen damit umzugehen ist für mich essentiell.


Ich weiß nicht wie Herr Betz dazu steht.

Alles Liebe
 
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  • #88
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Heike:
Meine Schreibziele sind hier aber gar nicht Thema. Und vermutlich auch nicht Carlos Anliegen.
Was führt Dich zu dieser Vermutung?

Zitat von Heike:
Und sie hat ja dem sichsonennenden Freespirit Applaus geklatscht, der meinte, jeder solle sich nur mit seinen eigenen Anliegen beschäftigen.
Der User, der sich Freespirit nennt, hat noch viel mehr geschrieben. Man kann jetzt natürlich einen einzelnen Satz (oder auch mehrere Sätze) isolieren, ihn (bzw. diese) überspitzen und dann lächerlich machen. Geht alles. Zeugt aber nicht unbedingt von emotionaler Intelligenz.

Zitat von Heike:
Ich bewahre sie also vor einem großen Fehler,
Spott, äh, Größenwahn, äh, Nachtigall, ick' hör Dir trappsen ...

Zitat von Heike:
Das nehme ich Dir voll und ganz ab. Das jetzt ohne jegliche Ironie.
Du bist ja nicht auf den Kopf gefallen und Deine Ausführungen sind (auch in meinen Augen) teilweise sehr wertvoll.

Aber (auch) Du schießt manchmal über das Ziel hinaus. Und um zu "beweisen", dass Du dies nicht tust (über das Ziel hinausschießen), müsstest Du Dein(e) (Schreib-)Ziel(e) definieren.
 
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  • #89
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von equinox:
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Kant, ich hab's sicherheitshalber nachgeschlagen, um nicht falsch zu zitieren. Aber Horkheimer/Adorno gehen das Aufklärungsprojekt ja durchaus kritisch an, wobei ich persönlich lieber auf Habermas verweisen möchte - allerdings sind bei einem prozesshaften Verständnis der Diskurs und die Widersprüche auszuhalten. Und genau DAS ertragen wohl die wenigsten, wie man ja auch hier lesen kann.
Danke für den Kant. Ich stehe ein bisschen auf Kohlberg, muss hier aber sagen, dass der Wikipedia-Artikel ihm nicht so ganz gerecht wird.

Einem erwachsenen Menschen (tja, was ist ein erwachsener Mensch?) kann es jedenfalls nicht ums "Aushalten" oder "Ertragen" gehen.
 
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  • #90
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Raphaela:
Der User, der sich Freespirit nennt, hat noch viel mehr geschrieben. Man kann jetzt natürlich einen einzelnen Satz (oder auch mehrere Sätze) isolieren, ihn (bzw. diese) überspitzen und dann lächerlich machen. Geht alles. Zeugt aber nicht unbedingt von emotionaler Intelligenz.
Zu einigem anderen von ihm hab ich auch was geschrieben. Wenn es dich interessiert, kannst du es ja nachlesen. Und nein, es ging nicht um einen einzelnen Satz, sondern um ein zentrales Grundmotiv in seinen Posts.
Das mit der emotionalen INtelligenz ist nicht nur auf Spatzen geschossen, sondern eher ein Querschläger. Die berühmte emotionale Intelligenz hat es nun wirklich nicht verdient, auf Grundschulpädaogik reduziert zu werden.

Aber (auch) Du schießt manchmal über das Ziel hinaus. Und um zu "beweisen", dass Du dies nicht tust (über das Ziel hinausschießen), müsstest Du Dein(e) (Schreib-)Ziel(e) definieren.
Ist das ein Witz oder einfach nur ne weitere Verwechslung? Wenn du den Eindruck hast, ich schösse über irgendein Ziel hinaus, müßtest selbstverständlich du definieren, welche Ziele du mir unterstellen möchtest.