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  • #31
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von BellaDonna:
Und hier Satjamiras PS:
" P.S. In dieser Woche bin ich mit Live-Vorträgen am Mittwochen in Saarbrücken, am Donnerstag in Gießen und am Freitag in Schmalkalden (Thüringen) "

@Satjamira: meinst du damit Dich oder den zitierten Autor?
Bella Donna, Wenn du meine Replik am Anfang gelesen hast, würdest du wissen, dass ich weder den Autor persönlich kenne, noch seine Vorträge. Ich habe mit ihm nichts zu tun, sondern fand seine Gedanken eine Überlegung wert.

Ich gebe keine Vorträge.
Hoffe mit der Streichung dieses Zusatzens, das beim ET geklärt zu haben.

Was hier daraus gemacht wurde indem das Ganze in Richtung Sekte geschoben wird, zeigt mir wieder die Toleranz die hier herrscht für Andersdenkende.
 
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  • #32
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Satjamira:
Bella Donna, Wenn du meine Replik am Anfang gelesen hast, würdest du wissen, dass ich weder den Autor persönlich kenne, noch seine Vorträge. Ich habe mit ihm nichts zu tun, sondern fand seine Gedanken eine Überlegung wert.

Ich gebe keine Vorträge.
Hoffe mit der Streichung dieses Zusatzens, das beim ET geklärt zu haben.

Was hier daraus gemacht wurde indem das Ganze in Richtung Sekte geschoben wird, zeigt mir wieder die Toleranz die hier herrscht für Andersdenkende.

zunächst finde ich es gut, dass du die werbung für die betzvorträge aus deinem startpost gelöscht hast. prinzipiell finde ich auch das konzept des inneren kindes sowie viele deiner postings hier hilfreich.
gleichzeitig kann toleranz aus meiner sicht nicht heißen nichtwissen hinzunehmen. du selbst schreibst, du kennst den autor weder persönlich noch seine vorträge. nun gut, nun bist du einerseits informiert, dass das "innere kind" nicht von betz stammt und andererseits, welche thesen er sonst noch so vertritt. das könnte man auch meinungsbildung nennen, wobei du dir mit dem neuen kenntnisstand überlegen kannst (selbstverständlich für dich), ob du das gut heißt oder nicht.
ich befürchte aufgrund meiner kenntnis deiner esoterischen neigungen leider ersteres. akzeptiere ich auch - solange es für dich gilt. nicht akzeptieren werde ich persönlich esoterische angebote für menschen in krisen, da ich sie für schädlich halte. stichworte sind: direktive anleitungen, fehlender nachweis der wissenschaftlichkeit und wirksamkeit, mangelnde ausbildung und richtlinien für die anwendenden, fehlende kenntnisse genereller psychopathologie, die es esoterikern verunmöglicht, zwischen menschen in allgemeinen lebenskrisen und menschen, die schwerwiegendere probleme haben, zu unterscheiden. letzteres kann menschen nach diversen esoterischen selbsterfahrungswochenenden volée mit psychosen und suizidalen krisen in die psychiatrie führen. alles schon gesehen. gut gemeint ist nicht gleichbedeutend mit gut.
hier im forum tummeln sich selbstredend eine anzahl von leuten in krisen. daher mein vehementes auftreten gegen den versuch andere hier auch nur in diese richtung zu lenken.
 
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  • #33
AW: zum Thema Kind in uns.

die Sektenbeauftragten sind zumindest in Hamburg aufmerksam und beobachten diesen Herrn Betz. Er wird zwar nicht so hoch angesiedelt wie die Scientologen, aber immerhin waren doch Beobachter bei seinem letzten Auftritt in Hamburg dabei.

Mir persönlich ist das Schicksal einer Familie in Schleswig Holstein bekannt. Sowohl Mutter als auch Vater Zahnmediziner, Mutter hat sich auf den Trip von Herrn Betz begeben und Vater hat die Scheidung eingereicht. Die Frau war in der gemeinsamen Praxis nicht mehr tragbar, sie versuchte dort Patienten für diesen selbst ernannten Guru zu missionieren, anstatt sie zu behandeln.
 
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  • #34
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von nuit:
... kann menschen nach diversen esoterischen selbsterfahrungswochenenden volée mit psychosen und suizidalen krisen in die psychiatrie führen.
wohl wahr. aber die sehnsüchte nach simplifizierter und allumfassender welterklärung nehmen gerade angesichts wachsender komplexitäten und unüberschaubarkeiten zu. und da haben propheten welcher provenienz auch immer schlichtweg gute karten - egal ob es nun psycho-gurus à la betz sind oder klassische esotheriker oder auch hohepriester der technik-gläubigkeit. die zeichen der zeit stehen auf sinnsuche und wer die schlichtesten modelle anbietet, hat den größten zulauf. traurig, denn so lange liegt es noch nicht zurück, da es anlass gab, auf wachsendes emanzipatorisches selbstverständnis zu hoffen ...

Zitat von nuit:
... im forum tummeln sich selbstredend eine anzahl von leuten in krisen. daher mein vehementes auftreten gegen den versuch andere hier auch nur in diese richtung zu lenken.
ich bewundere deine bereitschaft zur ernsthaften auseinandersetzung. die hoffnung, argumentativ überzeugen zu können, ist mir mittlerweile nahezu abhanden gekommen ...
 
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  • #35
AW: zum Thema Kind in uns.

ich ergänze und mich würde die Frage interessieren, warum die TE auch in der Profilberatung so hyperaktiv ist. Dort wirkt sie eher besorgt unklar mütterlich, an nicht wenigen Stellen betont sie ihr Alter, was wohl deutlich über dem der Ratsuchenden liegt.
 
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  • #36
AW: zum Thema Kind in uns.

Meiner Erfahrung und Wahrnehmung nach sind Menschen dann besonders heilsam füreinander, wenn sie offene Ohren und Herzen haben.

Und ja – Wissen ist ganz prima – Denken ist noch viel besser.

So sicher, wie nicht jeder Nicht-Esoteriker ein armes Würstchen und bedauernswerter Idiot ist, so sicher ist nicht jeder Esoterik-Anhänger ein Sektengründer oder Guru-Verehrer.

Für meine Wahrnehmung schreiben in diesem Thread auf beiden Seiten Menschen in einer derartig bornierten, selbstgerechten, überheblichen und dogmatischen Selbstversiegelung, daß dies bei mir der Eindruck erweckt, es handle sich um Personen, denen das Fassen neuer Gedankeninhalte ganz unmöglich erscheint (was ich sehr erstaunlich finde, denn beide Seiten sind eifrig bemüht, anderen eben dies anzuempfehlen).

Wer sich mit Esoterik näher befasst, wird bald merken, daß viele geistige Leichtgewichte dort unterwegs sind – aber auch ganz andere.
Wer die Wissenschaft anbetet und nichts anderes anerkennt, dem werden viele Facetten der Wahrnehmung verschlossen bleiben und vieles im Leben entgehen.
Was ja gerne so sein darf – jeder kann sein Leben vermurksen, wie er will – aber aus der eigenen Überzeugung ein allgemeingültiges Prinzip abzuleiten, und alle abzuwerten, die sich daran nicht halten wollen – empfinde ich als beschränkt.

Für mein Auge hat alles seinen Platz. Manchmal ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Ein gebrochenes Bein oder ein entzündeter Appendix, eine Suchterkrankung oder Depression – würde ich (erstmal) zu einem Mediziner tragen.

Aber alle anderen Fragen und Nöte des Lebens will ich ja auch irgendwie lösen, und da das nicht so einfach ist, kann ich mir doch Unterstützung suchen. Ich kann zum Therapeuten gehen, in die Kirche, zum Islam übertreten, einen Meditationskurs belegen, bei einem geistigen Meister meiner Wahl in die Lehre gehen oder sonstwas.

Natürlich gibt es überall schwarze Schafe – und es gibt auch sicher viel gut und sehr gut gemeinten Schaden (wer Kinder hat, kann da ein Lied von singen).

Aber schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten, und mancher Arzt/Therapeut/Psychiater wird allein aufgrund seines Dünkels, seiner Überlegenheit und Unangreifbarkeit den Patienten mehr entmutigen und ihm damit mehr schaden, als es ein warmherziger, emphatischer Yogalehrer, Lebensberater (welcher Färbung auch immer) würde (und ja, es gibt sicherlich auch dünkelhafte Meditations-Lehrer und warmherzige Ärzte).

Jeder hat etwas, was einem Anderen weiterhelfen kann. Jeder.

Satjamira empfinde ich in diesem Forum als eine derjenigen, die es wagen, auf eine persönliche Ebene mit den Mitforisten/Ratsuchenden zu gehen, die Hilfe und Unterstützung anbietet – in einer Art und Weise, die ich als tolerant, offenherzig, gut durchdacht und, ja - auch mütterlich - empfinde.
Dafür hat sie meine volle Anerkennung.
 
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  • #37
AW: zum Thema Kind in uns.

Es hat immer alles seinen Platz, weil es alles gibt. Nicht alles, was es gibt, ist gleichermaßen toll. Und manches ist obendrein verboten. Beispielsweise ist öffentliches Äußern mancher Verschwörungstheorie verboten, sofern sie besonders sensible Seiten unserer Geschichte berührt, sonst aber erlaubt. Eine unsinnige Verschwörungstheorie als solche zu bezeichnen, ist selbstverständlich erlaubt. Und alles für gleichermaßen richtig zu halten, ist nicht tolerant, sondern intolerant, und abgesehen davon selbstwidersprüchlich.

Der sich gern "Freespirit" nennende Forist macht nichts verkehrt darin, seine Ansichten für wahr zu halten. Denn wenn man seine Ansichten nicht für wahr hält, sollte man überlegen, weswegen man sie überhaupt hat. Ob sie wahr sind, ist eine ganz andere Frage. Und keine Frage der Toleranz. Und wenn man seine Ansichten für wahr hält, dann ist es konsequent, inhaltlich widersprechende Ansichten für unwahr zu halten. Auch das ist keine Frage der Intoleranz.
Daß er im Thread über Eßgewohnheiten auf ziemlich anmaßende Weise anderen, namentlich Sophia, ohne konkreten Anlaß abstreitet, überhaupt zu einer Meinungsbildung imstande zu sein, statt nur immer unreflektiert irgendwelchen Autoriäten zu folgen, ist hingegen was anderes. Und auch ständig von "die Wahrheit" zu sprechen, ist was anderes als einfach diskursiv Auffassungen als wahr und falsch zu beurteilen.
Solche Unterscheidungen finde ich wichtig. Und aus Unterscheidungsmangel hervorgehende Verwirrungen oft denkfeindlich. Etwa den Spruch mit "die Wahrheit haben". Da ist sie eben wieder, die große Wahrheit. Und der sich so weise gebende Spruch ist äußerst unweise darin, nicht zu bemerken, daß man nicht erst ins Himmelreich kommen muß, um irgend ne Wahrheit zu haben. Etwa weiß ich ziemlich sicher, daß ich hier gerade in diese Forumsbox tippe. Irrtum grundsätzlich möglich, aber ich bin mir doch sehr sicher. Ich kanns auch einigermaßen begründen. Also hab ich diese Wahrheit. Und glaube, diese Wahrheit zu haben. Bin ich deswegen narrisch? Na, nicht in dem Punkt, würd ich sagen. Da ist eher der narrisch, der sich mit der Semantik von "wahr" nicht auskennt und meint, von Wahrheit zu sprechen sei gleichbedeutend mit einem Blick in den Himmel. Diesen Fehler machen offenbar nicht nur Fans bedeutungsschwangerer Esoterik, sondern auch einige ihrer Verächter, und gerne auch Fans des dritten Clubs im Bunde, wie auch immer der heißen möge.

Die Stilisierung und Reduktionen von Foristenäußerungen hier in diesem Thread zu "zwei Seiten" finde ich recht unglücklich. Es gibt hier nicht zwei Seiten. Du selbst, Elli, wirst dich vermutlich mit deinem Post ja auch nicht einer der beiden Seiten zugeordnet haben, sondern reklamierst irgendeine dritte "Position". Dasselbe gilt für mich, das wäre dann also schon die vierte. Und vermutlich wird das jeder Forist für sich tun. Also haben wir nicht zwei, sondern zwanzig oder wieviele auch immer Seiten hier im Thread. Und die Rede von den zwei Seiten, so versöhnlich sie einerseits daherkommen mag, erfüllt dann doch ganz, was du, vermutlich etwas abwertend, den jeweiligen Anhängern der beiden Seiten zuschreibst, nämlich in einer "bornierten, selbstgerechten, überheblichen Selbstversiegelung" zu bestehen.
Auch in inhaltlicher Hinsicht. Die Gegenüberstellung von Esoterik und Wissenschaft ist ohnehin problematisch, und wurde in diesem Thread hier auch gar nicht prominent vollzogen, auf jeden Fall nicht so, um hier zwei gegenüberstehende Parteien zu spezifizieren.

Ich persönlich interessiere mich ja hier im Forum nicht so sehr für Esoterik dort und Wissenschaft da hinten, sondern für das Auftreten der jeweiligen Fans hier. Und da stelle ich bei so manchem Esoterikfan hier beispielsweise fest, daß ihm ganz wichtig ist, sich irgendwie von einer Normalität, dem Mainstream, der geläufigen öffentlichen Meinung, der Meinungsbildung durch Autoritäten usw. abzuheben und sich als Selbstdenker zu verstehen.
Lustigerweise kommen aber gerade diese User ständig mit Autoriäten, Zitaten von Meistern, die sagen, man müsse den armen dummen Menschen doch endlich verklickern, wie sie zu denken haben. Die Komik besteht nicht nur darin, daß diese Autoritäten die denkbar schlechtesten sind, sondern eben, daß da ständig irgendjemand als Autorität bemüht wird. Und das gehört ja auch zum Konzept der Esoterik, daß es da Meister gibt, die was an Auserwählte verklickern.
Naja, solche Widersprüche gucke ich mir halt an und mir fallen Strukturen auf und manchmal teile ich meine Eindrücke mit. Bei "Wissenschaftlern", oder auch bei Esoterikern. Oder auch bei Mentalistas, die mit "Troll" vermutlich mich gemeint haben dürfte und nicht den sogenannten Freespirit. Hat vermutlich mit dem Esoterikthema nichts zu tun und auch nicht mit dem inneren Kind. Aber da es sehr viele Parallelen zwischen ihren Posts und den von Freespirit gibt, spielt die Haltung zur Esoterik dann keine so große Rolle. Das ist ja nur eine Erscheinungsform, und läßt selbstverständlich nur beschränkt Schlufolgerungen auf die Persönlichkeit des Fans zu und auch umgekehrt können Profile mit ähnlichen Problemmechanismen sich ganz unterschiedlichen Clubs anschließen.

Um eine Beurteilung von Satjamira gehts überhaupt nicht.

Und wenn es, koste was es wolle und gänzlich ungeachtet der Stimmigkeit darum geht, glücklich zu werden, empfehle ich weiterhin Hammerschläge auf den eigenen Kopf. Davor bitte bei der Wissenschaft informieren, welche Stelle zu bearbeiten ist. Aber dann ist das eine ziemlich sichere Sache. Sicherer als in den Esoterikfanclub einzutreten. Wer bei den Hammerschlägen Bedenken hat, daß das der richtige Weg zur Seligkeit ist oder daß sein Ziel doch nicht diese Art von Seligkeit und Glück ist, hat schon mal was begriffen, und könnte somit auch einen mündigeren Umgang mit der Institution namens Esoterik pflegen.

Ich persönlich fänds toll, wenn Weisheit nicht als Mittel mißbraucht würde. Aber selbstverständlich kann das der Weisheit egal sein. Die ignoriert den Mißbraucher einfach. Sein täglich Brot bekommt er trotzdem.
 
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  • #38
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Elli:
...Satjamira empfinde ich in diesem Forum als eine derjenigen, die es *) wagen, auf eine persönliche Ebene mit den Mitforisten/Ratsuchenden zu gehen, die Hilfe und Unterstützung anbietet – in einer Art und Weise, die ich als tolerant, offenherzig, gut durchdacht und, ja - auch mütterlich - empfinde.
Dafür hat sie meine volle Anerkennung.
Dem kann ich mich nur anschließen.

*) auf sehr einfühl-, behut- und achtsame, respektvolle, gelungene Weise
 
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  • #39
AW: zum Thema Kind in uns.

Liebe Satjamira

Auch ich finde deinen Beitrag sehr bereichernd und schön.

Aus dem gängigen Wertesystem auszusteigen dich selbst zu hinterfragen, sich Bewußt zu werden das wir alleine unser Leben erschaffen und die Macht haben es so zu gestalten wie eir das wählen, diese Erkentnis gibt viel Freiheit, mit denen wohl einige noch nicht so gut umgehen können.

Ich finde es schön das mehr und mehr Menschen Eigenverantwortung übernehmen und bemerken daß es wenig Sinn hat sein Gegenüber dafür verantwortlich zu machen, daß das Leben grad fordernd ist.

Alles Liebe
 
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  • #40
AW: zum Thema Kind in uns.

Seltsam, daß es jetzt wieder mal so schnell auf die persönliche Schiene geht und eher fernab vom Thema Menschen beurteilt werden.
Ich komm mal wieder auf das Thema Esoterik zurück und teile als Beispiel mal meine Beobachtung, daß seit einigen Monaten hier eine Doktrin namens "Verletzen kann man sich immer nur selbst" stark aufgekommen ist. Unter den Anhängern dieser Doktrin war, glaube ich mich zu erinnern, Satjamira eine der ersten. Stärker wurde sie später vom sogenannten Freespirit vertreten. Einige andere waren auch ganz begeistert von ihr.
Diese Doktrin, oder, im Forenjargon, Meinung, ist in einer bestimmten Ecke von Esoterik recht beliebt. Gern wird sie dort auch, aus Sicht ihrer Anhänger nur konsequent, auf die Opfer des dritten Reichs angewendet. Das deutlich zu tun, ist in einigen Ländern verboten. Die Gedanken sind selbstverständlich frei und es gibt ja Wege, sich verständlich zu machen, ohne es allzu klar auszusprechen. Wenn man ein bißchen aufmerksam liest, was hier so mancher Rechtsesoteriker schreibt, kann man schon ahnen, wie der Hase läuft.
Manche machen, wie ich vermute, sehr bewußt Andeutungen, anderes unterläuft das wohl eher, einige würden, wie ich vermute, bleich um die Nase, wenn sie verstehen würden, in welchen geistigen Wassern sie sich bewegen. Denn mit denen, deren Gedanken sie so teilen, wollen sie eigentlich gar nichts zu tun haben.
So ist die Lage. "Rechts" soll kein Totschlagattribut sein. Und selbstverständlich ist es auch möglich, Anhänger von Gedanken sein, denen Rechtsextreme anhängen, ohne rechtsextrem zu sein. Die Nähe so mancher Art von Esoterik zu rechtsextremen Gedankengut muß aber deswegen nicht übersehen werden. Wer das Phänomen Esoterik heute diskutieren will, sollte diesen alles andere als peripheren Punkt nicht außen vor lassen. Der hier im Forum in den vergangenen Monaten recht deutlich zu spüren ist.
Selbstverständlich sind auch rechtsextreme Meinungen zu respektieren und tolerieren oder was da immer so eingefordert wird. Und selbstverständlich können Anhänger von rechtsextremem Gedankengut alten Leuten über die Straße helfen, Taifunopfern Geld spenden, dufte Kumpels und gerne auch mütterliche Mütter sein. Ich bewerte auch nicht, ob ihre Frisur ihnen steht oder wie ihr Musikgeschmack ist, sondern schreibe was zu ihrem Gedankengut.
 
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  • #41
AW: zum Thema Kind in uns.

Liebe Heike

Was mich interessieren würde, kennst du dich den wirklich in den Gefielden aus die du so abstrakt beschreibst.

Meines Wissens gibt es keinen Psychotherapeuten der seinen Patienten in der selbstbemittleidung läßt.
Du scheinst eine enorme Abneigung gegen eigenverantwortung zu haben.

Ja andere Menschen können uns verletzen sehr sehr sehr sogar. Aber wir lassen das zu, und wenn wir bemerken das man das auch verändern kann, kann sich das leben auch verändern. Das hat wenig mit Esoterik als viel mehr mit Erfahrung zu tun. Es funktioniert immer wieder. Manchmal fällt man hin aber es wird weniger je klarer man sich des eigenen Anteils bewußt ist.

Mich würde wirklich interessieren was dich denn eigentlich so aufregt. Es sei denn du regst dich grundsätzlich gerne auf, und machst gern andere Menschen für deine Probleme verantwortlich. Das sei dir natürlich gegönnt und wenn dies Dein Lebensziel ist, dann lass dich nicht davon abbringen.
 
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  • #43
AW: zum Thema Kind in uns.

@Satjamira

Deine Beiträge lese ich in der Regel gerne und finde sie oft hilfreich. Wollte ich noch loswerden.
 
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  • #44
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Heike:
Diese Doktrin, oder, im Forenjargon, Meinung, ist in einer bestimmten Ecke von Esoterik recht beliebt. Gern wird sie dort auch, aus Sicht ihrer Anhänger nur konsequent, auf die Opfer des dritten Reichs angewendet.
....das wäre ja der Zynismus der Extraklasse...sehe/höre ich hier aber nicht heraus

Diese angesprochene "Doktrin" könnte auch der Versuch sein, sich vor weiteren Verletzungen zu schützen - indem man für alles, auch für das Fehlverhalten anderer, die Verantwortung übernimmt, könnte man sich dem Gefühl der All-Macht (nicht Ohnmacht!), der All-Kontrolle (nicht Hilflosigkeit!) hingeben...andere hätten dann keine Macht mehr.... wenn man nur den Bogen noch besser raushätte, sich nicht ständig selbst zu verletzen....

Das halte ich als persönliche Schutzmaßnahme für nachvollziehbar - als allgemeine Lebensregel für fragwürdig.

Die Esoteriker, die ich kenne, sind harmlose, um das Gute, die Liebe, das Vergeben bemühte, liebe Menschen - ganz gewiß keine verkappten Rechten.
 
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  • #45
AW: zum Thema Kind in uns.

Von welchen Menschen möchte ich umgeben sein?
Von denen, die in der Lage sind, sich aufzuregen oder von solchen, die gerade ihr inneres Kind schaukeln?
Niemand kann uns mehr verletzen, als die Menschen, die wir lieben.
Ich bin verletzbar und möchte es auch bleiben.
Nuits Ansicht teile ich vollkommen. Vielleicht hat sie den einen oder anderen nachdenklich stimmen können.
Es besteht natürlich kein Zwang dazu, aber es lohnt sich sehr, ihn 2x zu lesen.
 
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  • #46
AW: zum Thema Kind in uns.

die wahrheit hat keiner von uns mit dem löffel gefressen.
schwierig in der diskussion wird es dort, wo eine meinung (im erkenntnistheoretischen sinne auf argumenten beruhend) auf einen glauben trifft, der seinerseits keinen argumentativen rechtfertigungsbedarf sieht. und weiters wenn der angriff auf ein argument (diskurs) als angriff auf die person gedeutet wird. warum letzterer deutung von einzelnen hier der vorzug gegeben wird - man von einer sach- auf die persönliche ebene wechselt -, kann die/der jeweilige ja für sich ergründen. Ich habe zu verschiedenen foristen verschiedene ahnungen ;); gut nachvollziehbar und sympathisch erscheint mir unter der menge der möglichen motive, dass man einen/ seinen glauben als wesensimmanenter betrachtet als ein anderer seine meinung, die er aufgrund eines besseren (sachlichen) arguments verändert.
(im übrigen denke ich, dass man nicht als „gläubiger“ oder meinungsinhaber auf alle zeiten einzementiert ist, sondern dass man sich in beiden positionen, je nach thema, wiederfinden kann. ich glaube ;), einer diskussion sind argumente zuträglicher. moment, ich könnt`s begründen, also meine ich ja..;))
zu esoterik als hilfestellung in krisen: im eingangpost war nicht der gedankengang zum inneren kind mein stein des anstoßes, sondern der verweis auf den „profi betz“ samt dessen veranstaltungskündigungen. ich unterscheide zwischen hilfestellung in einem zwischenmenschlicher kontext (als den ich das forum und seine foristen, ausgenommen die antworten der experten in der betreffenden rubrik, sehe) und einem professionellen kontext. was erwarte ich von einem professionisten? fehler passieren jedem, keine frage, aber reicht es mir, dass der profi in bestem glauben und liebevoll handelt? eines meiner argumente war dass der profi einschätzen können muss, welche art von krise den menschen plagt, den er vor sich hat und ob er sich damit in seiner behandlung im rahmen seines könnens bewegt. anderes nennt man kurpfuscherei, ist gesetzlich verboten – hab also nicht ich mir ausgedacht, aber findet meine zustimmung. meine frage an die esoterischen profis lautet daher: was befähigt ihn/ sie zunächst mal diagnostisch eine unterscheidung treffen zu können zwischen allgemeinen lebenskrisen und psychischen störungen? erkennen sie denn zum beispiel eine ptbs, eine schizoaffektive störung, eine psychosenahe persönlichkeitsstörung…für deren krisen und behandlung sie wiederum nicht befähigt sind und die ihnen damit gesetzlich verboten ist. besonders problematisch finde ich wie im fall betz (hellinger wäre auch ein beispiel) die vermischung von schulmedizin/-psycholgie/-psychotherapie und esoterik. diese rollen lässt sich nicht vereinbaren, behaupte ich mal. für eine argumentative ausführung ist mir das jetzt allerdings uhrzeitlich zu spät.

@ equinox: danke, allerdings find ich`s sich nicht so toll, da es einen dementsprechenden zeit- und energieaufwand abverlangt. ich schreibe aber auch nicht in der absicht bestimmte personen"bekehren" zu wollen und können, sondern in der hoffnung, dass so mancher mitleser das eine oder andere argument aufnimmt und kritisch wie mündig diversen heilsversprechern gegenüber bleibt/ wird. die sehnsucht nach einfachen lösungen und rezepten, so wie du schreibst, verstehe ich dabei.
 
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  • #47
Innere Anteile im Gespräch ;)

Zitat von Elli 1:
aber aus der eigenen Überzeugung ein allgemeingültiges Prinzip abzuleiten,
Zitat von Elli 2 :
Meiner Erfahrung und Wahrnehmung nach sind Menschen dann besonders heilsam füreinander, wenn sie offene Ohren und Herzen haben.
Für mein Auge hat alles seinen Platz.
..kann ich mir doch Unterstützung suchen. Ich kann zum Therapeuten gehen, in die Kirche, zum Islam übertreten, einen Meditationskurs belegen, bei einem geistigen Meister meiner Wahl in die Lehre gehen oder sonstwas. Jeder hat etwas, was einem Anderen weiterhelfen kann. Jeder.
Zitat von Elli 1:
und alle abzuwerten, die sich daran nicht halten wollen– empfinde ich als
Zitat von Elli 2:
beschränkt....bornierten, selbstgerechten, überheblichen und dogmatischen


Zitat von Elli:
was ich sehr erstaunlich finde, denn beide Seiten sind eifrig bemüht, anderen eben dies anzuempfehlen..
ich hab da so eine ahnung woher und wohin der wind weht; btw. gibt`s was neues von der weiblichkeit ;).
 
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  • #48
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Elli:
....das wäre ja der Zynismus der Extraklasse...sehe/höre ich hier aber nicht heraus
Ich lese es. Nicht direkt in diesem spezifischen Anwendungsbereich. Aber auf den kommt es ja nicht an, und um Zynismus gehts nicht. Dieser Bereich hat den Vor- wie auch Nachteil des Markigen. Vorteil, weil da auch viele, die sonst nicht so viel mitkriegen, sensibilisiert sind. Nachteil, weil der Hinweis auf rechtsnahes Gedankengut als nicht seinerseits durch Argumente gestütztes Totschlag"argument" verwendet werden kann. Ich halte deswegen in der Regel weniger davon, mit der "Rechts"-Keule zu kommen, obwohl es angesichts vieler Posts hier von Esoterikern wie auch von Nichtesoterikern mannigfaltige Gelegenheit gäbe.
Wenn es ums Phänomen Esoterik und Foru geht, jedoch mittlerweile eigentlich unübersehbar. Und zugleich auch ein guter Punkt, um zu Bewußtsein zu bringen, was eigentlich Toleranz und Respekt bedeutet, wovon ja immer gerne geschrieben wird und was immer gerne eingefordert wird.

Die Esoteriker, die ich kenne, sind harmlose, um das Gute, die Liebe, das Vergeben bemühte, liebe Menschen - ganz gewiß keine verkappten Rechten.
Vergebung ist eine Kategorie, die in der Esoterik eigentlich kaum eine Rolle spielt. Oder welche Spielarten hast du da im Blick? Vergebung gehört eher in den christlichen Kontext.
Und das Gute und die Liebe liegt ja im Auge des Betrachters. Selbstverständlich dürfte es auch Rechtsextremen aus ihrer Sicht um das Gute und die Liebe gehen. Rechtsextreme sind ja keine zähnefletschenden Monster mit drei Augen, sondern in den meisten Belangen wie jederman: liebe Menschen, herzensgute Mütter, hilfsbereite Foristen usw.
 
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  • #49
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Zitat von Heike:
I
Vergebung ist eine Kategorie, die in der Esoterik eigentlich kaum eine Rolle spielt. Oder welche Spielarten hast du da im Blick? Vergebung gehört eher in den christlichen Kontext.
genauso, wie du überlappungsbereiche zwischen esoterischem und rechtsextremem gedankengut siehst (, was ich mir im blick auf die persönlichkeiten ihrer gemeinsamen anhänger mit dem wunsch nach einfachen lösungen, erlöser-/führersehnsüchten und der zugehörigkeit zu einem exklusiven/ auserwählten kreis erkläre), sehe ich diese bei esoterik und religion. basis der glaube an übersinnliches. ob etwas als esoterische richtung, sekte, religion gilt, ist pointiert formuliert eine frage der anzahl ihrer anhänger. das konzept der `vergebung" finde ich auch im überlappenden psychokontext im konzept des "loslassens" wieder. hellinger wiederum, der ursprünglich aus dem psychokontext kommend, hat dieses konzept wiederum simplifiziert und leitet(e) in seinen familienaufstellungen die teilnehmer direktiv und autoritär dazu an, anderen familienmitgliedern zu vergeben.
was ich ja auch spannend finde, wenn es um hilfe geht, ist "trost" - spielt mmn eine große rolle im religiös/ spirituellen/ esoterischen bereich und reicht in den psychokontext hinein, in dem "trost spenden" allerdings auch problematisiert wird: überhebung des spendenden, schnelle abstillung eines vordergründigen bedürfnisses zulasten der klärung eines ev. hintergrunds, anbieten einer "emotionalen lösung" anstelle dem anderen dazu zu verhelfen, seine lösung zu finden... (nicht missverstehen, ich finde trost was gutes, bloß nicht in jedem kontext in der gleichen dosierung). ergänzung: das interaktionelle verhalten, die rolle könnte man daher als elterlich bezeichnen, der dem inneren kind das gibt, nachdem es hungert. man also mit dem inneren kind interagiert und dabei darauf achten könnte/sollte, den erwachsenanteil, den emanzipatorischen (entwicklung, reifung, selbstbeelterung) part nicht zu übersehen. im übrigen ziemlich nahe am eingangsgedanken, wobei die psychtherapie mit übertragung (transference focused pt, schematherapie) ganz hilfreiche konzepte hat, um sich der falle des wiecerspruchs zwischen gesagter botsvhaft und rollenimplikationen immer wieder bewusst zu werden.
 
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  • #50
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  • #51
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Zitat von nuit:
... schwierig in der diskussion wird es dort, wo eine meinung (im erkenntnistheoretischen sinne auf argumenten beruhend) auf einen glauben trifft, der seinerseits keinen argumentativen rechtfertigungsbedarf sieht.
... und genau da empfiehlt es sich aus meiner sicht auszusteigen, denn an dieser stelle gerät der argumentierende im diskurs in eine "verzweifelte rechtfertigungsposition" - da es schlichtweg keinerlei chance geben kann (!), glaubenspositionen argumentativ anzugehen. wenn jemand christliche, islamische oder meinetwegen betz'sche botschaften als universelle wahrheiten sehen möchte (oder die sicherheit von kernkraftwerken als unanzweifelbar betrachtet), dann geht es in einer auseinandersetzung nicht mehr um das abwägen von pro und contra argumenten oder um empirische beweisführung. damit erübrigt sich aber tatsächlich jeder diskurs - "gläubige" haben die bereitschaft verloren (oder bewusst aufgegeben), ihre überzeugungen zu hinterfragen (was im übrigen ja durchaus gewisse strukturelle ähnlichkeit mit suchtverhalten zeigt).
 
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  • #52
AW: zum Thema Kind in uns.

@Nuit:
Das mit der Esoterik ist sicherlich ein weites Feld, ja. Und wir müssen ja hier glücklicherweise keine Definitionsaufgaben leisten. Angesichts des Dreiecks "inneres Kind", Esoterik, Forum fallen mir aber Motive, die sich zum Verständnis dann doch beispielsweise vom christlichen Konzept der Vergebung einigermaßen abgrenzen lassen. Etwa eben dieses "Man kann sich nur selbst verletzen". Das gibts in unterschiedlich weichen und harten Versionen. "Ich kann mich nur selbst glücklich machen, nur ich bin für mein eigenes Glück verantwortlich" usw., wie ja in Zusammenhang mit der Vorstellung vom inneren Kind gerne geäußert wird und wie es auch im Forum alle naslang begegnet.
Hintergrund ist die Opferthematik. Adressaten für diese Sprüche sind in erster Linie Menschen, die sich sehr ausgeprägt als Opfer verstehen. Das sollen sie nicht weiter tun, was ja auch ganz plausibel erscheint. Dafür gibts allerdings verschiedene Wege. Einer wäre die Vergebung. Ein ganz anderer aber ist eben diese "Man kann sich nur selbst verletzen"-Doktrin. Wenn man sich nur selbst verletzen kann, dann muß man nicht vergeben. Und ganz konsequent ist dann von Vergeben auch keine Rede mehr. Allenfalls müßte man sich selbst vergeben. Aber eigentlich taucht in diesen Kontexten der Gedanke der Vergebung selten auf. (Während das bei Hellinger, wie auch ich gehört habe, ganz zentral zu sein scheint, ja. Wobei sich natürlich fragen ließe, wie sich diese Vergebungsgeste zur Vergebung verhält. Aber egal, diese Hellingersache ist ein anderer Strang.)

Also, der Doktrin zufolge kann man sich nur selbst glücklich machen, und deswegen auch nur selbst unglücklich, und nur sich selbst verletzen. Das ist nicht nur auf Opfer gemünzt, sondern eben auch auf einsame Menschen. Und paßt natürlich prima in den Zusammenhang einer Partnerbörse. Eben weil die Message ja ist: ja nicht abhängig machen, und am wichtigsten ist sowieso die Liebe zu euch selbst (jaja, das innere Kind), seelische Masturbation ist kein Ersatz, sondern das Primäre. Alle mitmenschlichen Bezüge sind dann sekundär, können einen nicht wirklich anrühren, sind ein bloßes surplus.
Unterschiedliche Foristen sind in dieser Selbstprogrammierung unterschiedlich weit gediehen. Mir fällt da ja meist eine starke Doppelung auf, daß sie sich einerseits stark als Opfer fühlen, andererseits aber ja gemäß ihrer Doktrin bestreiten müssen, sie könnten ein Opfer sein. Das ist eine etwas unbequeme Situation, die auch in ständigem Selbstwiderspruch zutage tritt. Schon grotesk, wie schnell einige Foristen, die ständig posaunen, man könne sich nur selbst verletzen, man sei für jede Emotion, die man hat, nur selbst verantwortlich, als Opfer fühlen und andere in einem fort anklagen, ohne jeden Hauch von Selbstreflexion, und das bei ständiger seelisch-geistiger Masturbation. (Sehr lustig in dem Zusammenhang auch die Identifikation von Esoterik und Selbsterfahrung in einem so ähnlich lautenden Nachbarthread.)
Auffällig etwa bei dem sogenannten Freespirit oder Mentalista.
Und wenn bei all dem Selbstbezug eine gute Beziehung zu anderen Menschen nicht bewältigt werden kann, dann bleibt nur, die zu verdinglichen. Denn für das Interpersonelle stehen nicht wirklich Kategorien bereit. Man tut dann eben einfach so, als gebe es keine anderen. Man redet sich selbst Desinteresse an anderen ein, weil man glaubt, sich dadurch aus der Abhängigkeit befreien zu können.

Das Problem mit dem Opfersein wird "gelöst" durch nachträgliches Uminterpretieren: man ist kein Opfer, weil man ja tatsächlich nie eines war. Man hat sich das nur eingebildet, eines zu sein. Tatsächlich war man für alles selbst verantwortlich. Und dann kommen die delikaten Fälle: Die Vergewaltigte: hat es so gewollt! Die Juden: haben es so gewollt. Und wenn man für solche, in der Tendenz her eher ungeheuren Behauptungen keine konkreten Anhaltspunkte hat, dann kommen Lehren von Wiedergeburt, Karma usw. wie gerufen. Was jemand angetan wurde, ist dann einfach die logische Konsequenz aus seinen früheren Leben. Die sich durch verschiedene Leben hangelnde Seele will es so und bekommt das ihre.

Wie gesagt, der eine zieht solche Denkkonsequenzen ausdrücklicher, der andere ist da eher zurückhaltend und hört da einfach auf zu denken. Wie sich beispielsweise der sogenannte Freespirit und Satjamira dazu verhalten, läßt sich ja nachlesen.
 
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  • #53
Tatsächlich war man für alles selbst verantwortlich.

Lawyer: "Mr. Smith, you were held at gun point on the corner of First and Main?"
Mr. Smith: "Yes."
Lawyer: "Did you struggle with the robber?"
Mr. Smith: "No."
Lawyer: "Why not?"
Mr. Smith: "He was armed."
Lawyer: "Then you made a conscious decision to comply with his demands rather than resist?"
Mr. Smith: "Yes."
Lawyer: "Did you scream? Cry out?"
Mr. Smith: "No. I was afraid."
Lawyer: "I see. Have you ever been held up before?"
Mr. Smith: "No."
Lawyer: "Have you ever given money away?"
Mr. Smith: "Yes, of course."
Lawyer: "And you did so willingly?"
Mr. Smith: "What are you getting at?"
Lawyer: "Well, let's put it like this, Mr. Smith. You've given money away in the past. In fact, you have quite a reputation for your generosity. How can we be sure you weren't planning on having your money taken by force?"
Mr. Smith: "Listen, if I wanted..."
Lawyer: "Never mind. What time did this hold up take place?"
Mr. Smith: "About 11:00 p.m."
Lawyer: "You were out on the street at 11:00 p.m.? Doing what?"
Mr. Smith: "Just walking."
Lawyer: "Just walking? You know that it's dangerous being out on the street that late at night. Weren't you aware that you could have been held up?"
Mr. Smith: "I hadn't thought about it."
Lawyer: "What were you wearing?"
Mr. Smith: "Let's see...a suit. Yes, a suit."
Lawyer: "An expensive suit?"
Mr. Smith: "Well, yes, I'm a successful lawyer, you know."
Lawyer: "In other words, Mr. Smith, you were walking around the streets late at night in a suit that practically advertised the fact you might be a good target for some easy money, isn't that so? I mean, if we didn't know better, Mr. Smith, we might even think that you were asking for this to happen, don't you agree?"

(aus Harper's Magazine)
 
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  • #54
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von Satjamira:
Hier beschreibt Robert Betz, den für mich sinnvollen Weg in eine befriedigende Beziehung - auch mit einem Partner.
Es ist wohl kein Zufall, daß in dem Betzzitat nirgendwo von einem Partner die Rede ist. Es geht um die Selbstbeziehung. Man soll vor allem ja sein eigener Liebhaber sein.

Zitat von Betz:
Nimm die Erwartung zurück, dass dich deine Mitmenschen mögen, respektieren oder lieben
Erwartungen, Ansprüche, Wünsche usw. - solche Unterscheidungen sind unnötig kompliziert. Deswegen ganz einfach: Wer gar nichts von anderen möchte, kann auch nicht enttäuscht werden. Deswegen sichs einfach selbst besorgen.
- Ist zutiefst pessimistisch, auch wenn es sich als frohe Botschaft verkleidet. Und erreicht deswegen die Opfermassen. Ein Pessimismus, der sich als Optimismus tarnt - was will man mehr?

Zitat von Betz:
Aus diesem Grund geht der erwachsene Mensch durchs Leben, sucht Meinungspartner, Gleichgesinnte und Netzwerk-Freunde
Ja, so macht der Mensch das. Gerne auch in Esoterikkreisen und auf Foren.
Hört sich ja auch alles gut an. Aber Achtung, natürlich wird gleich klar werden, daß das irgendwie negativ ist. Denn es geht ja weiter mit:

, verbündet sich mit ihnen gegen andere, die anderen Geistes sind und glaubt sich durchsetzen, kämpfen und gewinnen zu müssen. Ist er der Meinung „A“ verurteilt und bekämpft der ‚normale’ Mensch den Mitmenschen, der Meinung „B“ ist und einen anderen Weg geht oder glaubt, sich für seinen Weg rechtfertigen zu müssen.
Also, der erwachsene Mensch ist ja der "normale" Mensch. "Normal" ist aber in dem Kontext negativ behaftet. Willst du normal sein oder glücklich? Na, wer wählt da nicht lieber das zweite!

Mach Frieden mit dir selbst und sei dir selbst die beste Freundin/ der beste Freund und Liebhaber.
Wer sich hat, braucht keine Feinde mehr. Äh, ich meine: Freunde!

Sei EINS mit dir selbst und gehe beharrlich den Weg, den dir dein Herz weist.
Meint: schließ dich ab, sei nicht im Austausch, die Außenwelt ist ein gefährliches Pflaster, verwirrend und niederträchtig, darin gehst du kleines Opferlein doch verloren, deswegen kapsel dich ab, so wie dein kleines Herzelein eine Kapsel ist. Verweigere beharrlich das Zuhören und Verstehen anderer, höre nur auf das Ticken in der Kapsel!
Sei und tue das, was sich für dich stimmig und rund anfühlt und deinem Herzen Freude macht. SEI DIR UND DEINEM HERZEN TREU UND TREUER.
UND AM TREUESTEN. Treuer dir selbst gegenüber, weil du der Welt nicht trauen kannst! Den Menschen und dem Leben nicht trauen kannst! Du kannst nur dir selbst vertrauen, also deiner Selbsttäuschung, also mir! Die Herzkapsel muß man allerdings erst mal haben. Gibts in der wahren/richtigen/nicht"normalen" Ausstattung für nen Hunni im Shopbereich der Homepage zu erwerben. Denn alles wird laut Betz ja gut, wenn dem Normalmenschen von ihm gesagt wird, "wie das Leben und wie er selbst ticken"! Niemandem zuhören, mit niemandem reden, außer mit der Stimme in der erworbenen Kapsel, also der von Herrn Betz.

Wertschätze und liebe deinen ganz eigenen, individuellen, authentischen Weg und erlaube jedem Anderen, seinen Weg zu gehen, auch wenn er das Gegenteil von deinem ist.
Authentisch ist, wer nicht nur tut, wie er gesagt bekommt, daß er tun soll, sondern wer so wird, wie er gesagt bekommt, daß er sein soll.

Die Metaphorik ist krude. Inwiefern ist ein Weg das Gegenteil von einem anderen? Oder oben, wieso sollen Weg und Meinung dasselbe sein? Wenn der Lebensweg des einen ist, Bäcker zu werden, und der des anderen, Metzger zu werden, wo ist da das Gegenteil? Es ist keines. Und wie sich ein Pappburger nicht durch einen Reichtum differenzierter Geschmäcker auszeichnet und Modern Talking Hits nicht durch eine Variation von Akkorden, so wird eben auch in diesem junk food für die Seele nicht unterschieden zwischen Meinungen, Vorlieben, Lebenswegen usw. Bäcker und Metzger stehen nicht in einem Gegenteilverhältnis, die Auffassungen, die Erde sei eine Scheibe, und die Erde sei eher kugelförmig, hingegen schon. Und wer behauptet, die Erde sei eher kugelförmig, ist nicht intolerant, wenn er behauptet, die Erde sei keine Scheibe. Ein Bäcker, der sagt, Metzger hätten kein Existenzrecht, hingegen schon.

Also, klingt fürs naive Ohr vermutlich erstmal tolerant, dieses "erlaube", das der Meister befiehlt. Aber das ist das übliche Mißverständnis. Eigentlich bedeutet es: sei uninteressiert! Du bist ein Opfer, und schwach, du kannst dich nicht mit anderen auseinandersetzen! Dein Weg soll sein, dich in dir selbst zu verkriechen! Erlaube, daß in China ein Sack Reis umfällt, denn das hat nichts mit dir zu tun. Und andere Menschen und ihr WEg und was die denken und tun, das ist für dich, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt, eben völlig bedeutungslos.

Also, in dem Sinne, oder lieber doch in einem anderen Sinne: ein gutes Wochenende voller Liebe!
 
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  • #55
AW: zum Thema Kind in uns.

Es ist eigentlich traurig, dass man hier die Dinge nicht teilen kann die einen berühren.

Für mich ist Satjamiras Thread nichts anderes. Ich denke sie hat etwas gelesen, war berührt und wollte es teilen.

Was passiert die Negativisten kommen greifen es an zerteilen es. Unter dem Vorwand das ist Meinungsfreiheit. Nein ist es nicht weil diese Diskussion kein bißchen Sachlich ist. Niemand hat hier auch nur ansattsweise erötert was bedenklich ist an der Aussage, daß man für sein Glück selbst verantwortlich ist. Gut Heike du schon zum Schluß. Du kommst mit Vergewaltigung. Gut dann will ich dir was sagen. Ich habe lange Zeit mit Vergewaltigungsopfer gearbeitet, und die, die ein Erfülltes Leben trotz diesem furchtbaren Ereignis führen konnten, das waren jene die erkannten daß sie die Verantwortung für ihr Leben haben. Daß es sinnlos ist jemand so viel Macht über sich zu geben, daß er einem die Zukunft zerstört.

Wer sollte den Verantwortlich sein für das Eigene Glück??? Der Partner, der Nachbar, die Kinder, das Geld, der neue Fernseher. WER das würde mich nun wirklich interessieren.

Was anderes sagt her Benz nicht. Du gestaltest dir dein Leben selbst. Ich hab keinen Guru gebraucht um das herauszufinden. Und es funktioniert für mich. Je mehr mir bewußt wird das ich mein Leben selbst gestalte, desto leichter fällt es mir nicht ständig meine alten Muster und Dramen aufzuwärmen. Sondern tatsächlich glücklich zu werden mit der Beziehung die plötzlich da ist und sich leicht anfühlt. Mit den Freunden die immer schon da waren und mein Leben schön gestaltet haben. Was das mit Esoterik und Sektentum zu tun hat erschließt sich mir nicht.

All den Halbwissenschaftern die hier unterwegs sind würde ich raten den stand ihrer wissenschaftlichkeit zu aktualisieren und sich mit Neurobiologie und Hirnforschung auseinanderzusetzen.

Da ist sehr genau erklärt welchen Einfluß unsere Gedanken auf unseren Körper haben begonnen bei den Hormonen bis hin zu der Tatsächlichen Gehirntätigkeit.

Ansonsten verabschiede ich mich nun aus diesem Forum. es gibt für mich hier drinnen definitiv zu viele Menschen die offensichtlich mit der realen Welt nicht klar kommen und ihr Ego damit pollieren in dem sie andere runtermachen und dass sollte nicht Sinn des Forums sein.
 
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  • #56
AW: zum Thema Kind in uns.

Zitat von lovecat:
Es ist eigentlich traurig, dass man hier die Dinge nicht teilen kann die einen berühren.

Für mich ist Satjamiras Thread nichts anderes. Ich denke sie hat etwas gelesen, war berührt und wollte es teilen.

Was passiert die Negativisten kommen greifen es an zerteilen es. Unter dem Vorwand das ist Meinungsfreiheit. Nein ist es nicht weil diese Diskussion kein bißchen Sachlich ist. Niemand hat hier auch nur ansattsweise erötert was bedenklich ist an der Aussage, daß man für sein Glück selbst verantwortlich ist. Gut Heike du schon zum Schluß. Du kommst mit Vergewaltigung. Gut dann will ich dir was sagen. Ich habe lange Zeit mit Vergewaltigungsopfer gearbeitet, und die, die ein Erfülltes Leben trotz diesem furchtbaren Ereignis führen konnten, das waren jene die erkannten daß sie die Verantwortung für ihr Leben haben. Daß es sinnlos ist jemand so viel Macht über sich zu geben, daß er einem die Zukunft zerstört.
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Hallo Lovecat!

Ich denke schon, dass man seine Gedanken hier im Forum teilen kann, die einen bewegen & berühren...
Ein Forum ist ja eigentlich ein Ort, zum "Austauschen" - somit wird es immer Menschen geben, die die gleiche Ansicht teilen, ergänzen oder aber auch andere Aspekte einbringen oder wiedersprechen. Davon lebt doch ein Forum!
Das bedeutet doch einfach Meinungsaustausch, Meinungsfreiheit!

Kann es sein, dass du manchmal einiges aus dem Kontext reißt ohne es richtig zu lesen?
Zum Beispiel Heikes Aussage bzgl. "Vergewaltigung" hast du meiner Meinung nach absolut missverstanden. Zitiere dann bitte die Stelle, die du meinst...
Es ist für mich bei deinen Beiträgen schwierig dir zu folgen.

Dann noch deine Aussage - du verabschiedest dich aus dem Forum...
Wie soll man dich denn ernst nehmen, wenn du heute wieder ein neues Thema eröffnest ("Trauzeugin und Hochzeitsspiele")...

Naja - falls du dich jetzt doch endgültig aus dem Forum verabschiedest, wünsche ich dir alles Gute!
 
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  • #57
AW: zum Thema Kind in uns.

@Lovecat

Dass man Verantwortung für sich selbst trägt, ist doch aber klar. Aber deshalb wird noch lange nicht bei jedem alles gut. Und diese Uniform versucht dieser Herr doch überzustülpen. Dabei kommt eigentlich doch raus, wer es macht, wie er es sagt, MUSS froh und glücklich werden. Und wer es nicht wird, ist selbst dran schuld. Entschuldige, das ist einfach Unsinn und wird - ich wiederhole mich - all jenen nicht gerecht, die auf dieser immer glücklich Welle nicht mitschwimmen. Mal abgesehen von denen, die das nicht wollen.
Mit der Hirnforschung liegst Du etwas daneben.
Im Übrigen geht die Diskussion nicht gegen Satjamira zum einen und zum anderen ist logischerweise in einem Forum auf ein Post hin nicht in jedem Fall mit allfälligem Kopfnicken zu rechnen.
 
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  • #58
AW: zum Thema Kind in uns.

Liebe Alle,

mich freut's dass eine so angeregte Diskussion entstanden ist und danke für die kritischen, schönen und wertvollen Postings.

Es bilden sich zwei Lager, diejenigen "dagegen" und diejenigen, die dem Posting das entnehmen was ihnen dienlich sein könnte. Das "leider" kann ich weglassen, denn ich kenne es mehrfach aus meinem Leben, das mein Umfeld nicht mit mir einverstanden gewesen ist und es half mir , MEINE Wahrheit zu finden, die jedoch nicht in Stein gemeisselt ist. Ich bin glücklich damit. Wenn jeder der hier vehement gegen mich oder gegen gewisse Aussagen ist, kann ja mal hinterfragen ob er/sie mit dem eigenen Denken/Glauben glücklich ist im Leben. Wenn ja, dann ist doch gut.

Es ist keineswegs selbstverständlich, dass jemand Selbstverantwortung für sich übernimmt, sondern viele hoffen, dass ein Partner etwas was fehlt ausgleicht.
Es ist leider auch so, dass viele Menschen sich selbst übergehen. Dem Frieden zuliebe nicht nach ihrem Herzen handeln sondern nur danach, dass andere zufrieden sind. "ich bin so wie du mich haben willst, also bitte hab mich dafür auch lieb"- Das hat auch nichts mit Eigenverantwortung zu tun.
Die Sehnsucht nach geliebt werden ist auch eine Sucht, der Glaube, dass eine Partnerschaft die Probleme lösen wird und sich krampfhaft eine wünschen ebenso.

Wenn also Betz sagt "folge beharrlich deinem Herzen", dann ist nichts verschlossen, weil das Herz oft anders als der Verstand oder unsere Ängste entscheidet. Ich verstehe darunter, dass mein Selbstverständnis mein Herz öffnet für mich UND andere. So kann ich in einer Partnerschaft entscheiden ob ich "kuschen", meine Wahrheit leben soll oder in wieweit ich auch dem anderen entgegenkommen kann.

Wer sich vehement dagegen sträubt auch esotherisches Gedankengut, ich spreche lieber von spirituellem Gedankengut, als hilfreich zu betrachten, hat es selbst nicht erlebt, sei es auch nur in bescheidenem Masse. Es hat mich immer wieder mit Freude erfüllt, in meinen Leben und in Beratungen gewisse Menschen dafür geöffnet zu haben, die dadurch eine neue oder zusätzliche Lebensqualität entdeckt haben.

Es gibt viele "Lehrer/Meister" die sich durch intensive Ereignisse und durch Eigenerfahrung der Spiritualität geöffnet haben und anderen danach gedient haben und es gibt solche, die gerne Macht ausüben und solche in ihren Bann ziehen, die sich lieber fügen. Auch da würde es bedeuten eigenverantwortlich zu entscheiden.

Gibt es nicht auch in der anerkannten Psychologie und Psychiatrie tausendfache Interpretationsmöglichkeiten? Sind diese Experten nicht auch "nur" Menschen? Es gibt doch auch den Spruch: jeder Psychiater hat selbst einen Knacks.

Ich glaube daran, dass wir einem Resonanzgesetz unterliegen und IMMER zum richtigen Therapeuten oder Lehrer kommen. Entweder bekommen wir die gesuchte Hilfe oder wir erleben etwas, das uns auf uns selbst zurückwirft. WAS wir letztendlich daraus machen, lernen ist immer unsere Wahl.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein wunderbares Wochenende
Satjamira
 
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  • #59
AW: zum Thema Kind in uns.

Das mit der Sehnsucht nach dem Geliebtwerden ist ein guter Punkt, daran kann mans verdeutlichen. Menschen wollen ja meist geliebt werden. Und sie wollen meist glücklich sein. Um das jeweilige Gefühl zu haben, machen sie manchmal Kompromisse. Satjamira führt das für das Geliebtwerdengefühl an. Vielleicht ist es da leichter verständlich. Nur gilt natürlich für das Glücksgefühl dasselbe. Und natürlich, jeder "darf" abwägen, welche Kompromisse er da macht.
Würde mir jemand das Angebot machen, mich durch Brainwashing oder gezielte Schläge aufs Hirn ein Stück glücklicher zu machen, um den Preis der Halbierung meiner kognitiven Kompenzen bis zur völligen Dummheit, würde ich auf das Angebot eingehen? Hängt natürlich vom genauen Verhältnis ab, aber ich denke oder hoffe zumindest: eher nicht.
Verspräche mir jemand, mir durch gezielte Fütterung von Pappburgern den Geschmackssinn so zu konditionieren, daß ich dann nur noch Pappburger essen wollte und damit glücklich wäre, würde ich darauf eingehen, oder möchte ich ganz im Gegenteil meinen Geschmackssinn verfeinern und erweitern? Auch hier hoffe ich, daß ich das Angebot dankend ablehnen würde, also, in Satjamiras Lagerdenken, zum Lager der Danke-nein!s gehöre. Uh, sind die negativ drauf, die entscheiden sich gegen das liebe Angebot des Korrumpierenlassens!

Das wäre meine Entscheidung jeder andere kann natürlich anders entscheiden. Ich verstehe das. Wie ich es auch verstehe, wenn jemand nolens volens sich auf einen Heiratsschwindler einläßt, der ihm mit ähnlich süßen Worten, wie hier das Glück versprochen wird, eben die Liebe und das Liebesglück verspricht. Solange man dran glaubt, ists gut. Und wem sollte man es verdenken, wenn er sich Illusionen hingibt, die ihm ein besseres Gefühl verschaffen als der Blick in die Wirklichkeit?
Und überhaupt, weil man ja eher lau ist und nicht dazu steht, die Illusion der Wirklichkeit vorzuziehen, kommt man dann mit den üblichen Sprüchen a la: ach, was ist denn schon Wirklichkeit? Die machen wir doch selbst und die ist doch im Auge des Betrachters! Ist also gar keine Täuschung, sondern Tat! Solange ich der sogenannten Täuschung nur glaube, ists ja keine Täuschung, sondern meine Wahrheit! Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt! So souverän bin ich! Täter, statt Opfer sein! Selbstbetrüger sein statt Betrogene zu sein! - Und weil dieses Manöver leider in der äußeren Wirklichkeit nicht zieht, ist die bloß äußerlich und oberflächlich und spielt sich alles wirklich Bedeutsame in der Innenwelt oder der Anderswelt oder so ab. Da kann einem schließlich niemand dreinreden. Die Kapsel hat man exklusiv gekauft!
Und ja, das Resonanzgesetz ist ja nicht auf Fan und Guru beschränkt, sondern gilt universell und kosmisch: jedes künftige Opfer kommt immer genau zu dem Täter, den es verdient, den es insgeheim will und ersehnt. Prost!

Ein etwas nüchterner Bick auf das Betz-Posting muß übrigens auf Dauer niemanden unglücklich machen. Wenn Entzug auch zunächst immer ein bißchen weh tut, auch der von der Glücksversprechenssucht. Könnte sich dennoch lohnen. Ich wünsche allen, die es wagen mögen, die dazu nötige Kraft! Allen anderen guten Appetit beim genüßlichen und glücklich machenden Einwerfen der blauen Pille. :)
 
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  • #60
AW: zum Thema Kind in uns.

Ich konnte das hier kaum mitlesen...inneres Kind ... Selbstverantwortung für das eigene Glück ..diese platten Ratgeber


Was mich an diesem ganzen Esoterik Bereich aber wirklich komplett anödet und abstößt ist die ständige Beschäftigung mit sich selbst, seinem inneren Kind, seinen Vorleben .... ich und ich und nochmals ich

Welche ungeheure Wichtigkeit und Bedeutung sich da doch zugemessen wird. Neulich sah ich einen Flyer für ein Seminar: Finde die tollste Frau der Welt - Dich!

Geht raus, liebt eure Kinder, eure Männer, Frauen, Freunde, verzeiht euren Eltern!

Und schaut euch mal um , was es draußen (also außerhalb des eigenen ich) alles so gibt.

Vielleicht hat das oft rein gar nichts mit euch zu tun!...aber so what, manchmal ist es ja auch besser so.