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  • #151
Ne, ne - nicht so!
Da gibt es nämlich einen ganz großen Unterschied.
Ein Bauchgefühl, auf das man hören sollte, entsteht durch Erfahrung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Männer nicht zu mir passen, wenn sie z.B. schon zu Beginn andere Nähe-Distanz-Einstellungen haben wie ich (wie immer sie auch sein mögen, das steht nicht zur Debatte)

Ein Vorurteil (und das ist eben kein Bauchgefühl) entsteht durch nicht vorhandene Erfahrung.
Als meine Großmutter im Krieg den ersten US-Soldaten mit dunkler Hautfarbe sah, hatte sie auch Angst. Es war etwas Fremdes, das sie nicht einschätzen konnte. Sie war aber offen genug, sich diesem Vorurteile zu stellen.
Mein Bauchgefühl gegenüber Migranten aller Art ist heute anders, weil ich genügend von ihnen kenne. Da funktioniert das Bauchgefühl wie bei einem blonden Schweden auch.
Ja, Ressentiments können auch etwas mit geringer Erfahrung zu tun haben. Aber schau mal, die meisten Ressentimentträger hatten natürlich schon Kontakt zu den betreffenden Personen, beispielsweise solchen mit dunkler Hautfarbe. Es geht um den Vermittlungsrahmen, die Deutungen, die eine spezifische Umgebung ihnen nahelegt.
Es geht nicht nur um geringe Erfahrung, sondern geringe Kenntnis. Um eine bestimmte Art von Fremdheit. Und fremd können einem auch Leute sein, denen man häufig begegnet.

Schau dir an, welche Leute im Forum meist mit dabei sind, wenn Ressentiments gegenüber Abwesenden geschürt werden, gegenüber ganzen Bevölkerungsgruppen. Wie den Getrenntlebenden. Oder den Frauen. Oder halt den Männern. Es sind Foristen, die sicherlich schon Kontakte mit Männern hatten. Aber da herrscht so eine eigentümliche Fremdheit. Da gibts überdurchschnittlich oft und gesteigert die Rede von der Frauenwelt und der Männerwelt und so ein Gegeneinander von DEN Frauen und DEN Männern. Da werden Ratgeber für 9,95 verschlungen und empfohlen, die erklären sollen, wie DER Mann funktioniert und darin die Lösung für alles ersehnt. Also trotz Kontakten scheint da einfach wenig Kenntnis zu sein und umso mehr Vorurteil.
Weswegen genau, das wäre individuell zu klären, so ne Psychogeschichte. Das ist nix für hier. Hier kann man aber schauen, wie Vorurteile und Ressentiments multipliziert werden. Man muß nur ein bißchen hinschauen.

Und ein Vehikel dafür (sicherlich nicht "bewußt" eingesetzt; das passiert ihnen so, das dürfte seltenst irgendwie souverän sein oder so) ist oftmals das Appellieren ans Bauchgefühl, dem immer zu trauen ist (wenn es nur vorurteilsbehaftet genug ist gegenüber die Leute, denen man Ressentiments hegt).
"Bauchgefühl" ist auch nicht ohne Grund eine Lieblingsvokabel der Populisten. Da wird eben an niedere Gefühle und Instinkte appelliert, natürlich immer mit der Versicherung, es nur gut zu meinen. Der Populist will natürlich seinen Kunden das Gefühl geben, daß sie nicht von ihm manipuliert werden, sondern daß das ganz aus ihnen selbst kommt, und deswegen nennt er es Bauchgefühl. Hört sich halt besser an als Vorurteil oder Ressentiment.

Die Gefahr ist aber, dass man eine einmalige Erfahrung generalisiert und unhinterfragt auf ähnliche Situationen überträgt.
Manchmal erinnert einen eine Person (häufig unbewusst) an eine andere und schwupps springt das Bauchgefühl an, dabei haben die zwei zb nur ähnliche Frisuren und Sprachmelodien.
Bauchgefühl sollte meiner Meinung kritisch hinterfragt werden ganz egal, ob es positiv oder negativ ist) - was löst diese Assoziationen /dieses Gefühl aus?
Jep.
 
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  • #153
Seh es als Lernerfahrung: bei einem Teil der Frauen kommt es offenbar nicht gut, wenn du noch vor dem ersten Telefonat /Date anbietest sie zu massieren. Egal, wie realistisch das tatsächlich ist, wird es als plump und übergriffig wahrgenommen.
Anstatt zu lamentieren könntest du dir jetzt einfach auch denken "interessant, hätte ich bisher nicht so gesehen, aber dann werde ich das vielleicht nicht machen"
Ich sehe weite Strecken des Forums unter diesem Aha - Aspekt ;)
;););)
 
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  • #155
Was spricht dagegen? Wenn es ein schlechtes Bauchgefühl ist, wird sie unterbewußt gute Gründe dafür haben. Wenn die positiv empfangenen Signale überwiegen, kann sie den Misston überhören. Ihr Bauchgefühl hat den Vorteil, dass es aus ihr selbst kommt, all die Nachrichten und Messages des Mannes wahrgenommen hat und diese bereits mit den vorhandenen Erfahrungen abgeglichen hat.
Grundsätzlich ist das ja auch ein gutes Prinzip. Beim Online-Dating ergibt sich allerdings die Problematik, dass sich das (erste) Bauchgefühl aufgrund von einigen wenigen, oftmals nicht gehaltvollen und nicht sonderlich detaillierten Nachrichten bilden soll.
Es gab hier auch schon Beiträge, bei denen die Protagonistin schrieb, dass sie sich aufgrund der ersten Eindrücke schon gar nicht mehr mit dem betreffenden Mann treffen wollte - und dann waren sie später ein Paar.
 
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  • #156
Dafür hat es gereicht, geehrte 'Mentalista'!:DDa ich hohe Maßstäbe an mir selbst anlege, muss ich bekennen, dass ich kein guter Tänzer bin.
Nach meinen Erfahrungen bewegt sich ein auf der Tanzfläche "hölzern" wirkender Mensch auch im Bett nicht viel geschmeidiger. Das gilt für beide Geschlechter.
Und eine Bekannte sagte mir mal, dass "wer auf der Tanzfläche kein Taktgefühl zeige, dem würde es auch im Leben fehlen". :eek:
 
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  • #157
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  • #159
Ich war in diesem Thread nicht von Beginn an dabei und habe eben etwas quergelesen.
Meiner Meinung nach ist es wie so oft:
Vom/von der TE wird ein Szenario dargestellt, logischer Weise aus ihrer Sicht.
Hier beklagt sich die TE über die Art und Weise, wie EIN konkreter Mann IHR antwortet und dass ihr das nicht sonderlich gefällt. Das ist ihre Sichtweise und ihr Standpunkt. Sie bittet um Meinungen und Einschätzungen der Foristen.

Und erhält völlig unterschiedliche Ansichten über die von ihr geschilderte Situation. Und letztlich entbrennt dann aus den diversen Meinungslägern eine relativ emotionale Diskussion mit Interpretationenen in jedwede Richtung - samt Verallgemeinerungen.

Letztlich scheint es aber doch so zu sein, dass hier EIN Mensch mit der Reaktion EINES anderen Menschen nicht zurecht kommt, Punkt.
Nun kann man anfangen, das Agieren des Mannes auf der einen, aber auch die negativen Empfindungen der TE zu be- oder verurteilen. Nur zieht diesbezüglich jeder seine eigenen persönlichen Grenzen - je nach Befindlichkeit.

Offensichtlich ist jedoch, dass sie sich ob der Reaktionen des Mannes nicht wohlfühlt. Und das scheint mir der entscheidende Punkt zu sein - und somit das für sie wahrscheinlich ausschlaggebende Kriterium.
 
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  • #160
Offensichtlich ist jedoch, dass sie sich ob der Reaktionen des Mannes nicht wohlfühlt. Und das scheint mir der entscheidende Punkt zu sein - und somit das für sie wahrscheinlich ausschlaggebende Kriterium.
Fraglich bleibt, weshalb Leute - trotz der augenscheinlichen Offensichtlichkeit - das Bedürfnis haben an die Hand genommen zu werden und/oder welche Motive denn eigentlich hinter der Erstellung solcher Stränge stecken.
 
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