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  • #1

Zarte Männer braucht das Land

Ich liebe Männer, die keine sind. Vielleicht, weil sie niemals versuchen, ihre Männlichkeit auszuspielen – denn sie ist ja nicht da. Es herrscht Einigkeit und Recht und Freiheit. Und er kocht, während ich arbeite, gendert mich nicht voll und fühlt sich auch nicht unsicher in seiner Rolle. Er würde sogar gern die Kinder für uns austragen – und das wird hoffentlich irgendein Pharmagroßkonzern auch noch lösen.

Solange aber die westlich, östlich oder sonst wie patriarchalisch sozialisierte Spezies noch da ist, kann das „Neue“ nur langsam nachwachsen. Die zarten Jungs, die feinfühligen Männer, haben es so schwer wie Gras, das durch Beton muss.


http://www.faz.net/aktuell/feuillet...64998.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
 
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  • #2
Interessant auf welche Beiträge du immer wieder stösst. ;)
Die Lektüre hat sich allein wegen dieses Nebensatzes gelohnt:
mit Altherrenhumor glänzen, der so übel ist, dass Mario Barth direkt mitschreiben könnte. :D
Insgesamt macht der Artikel aber einen etwas verwirrten Eindruck, besonders weil zu wenig herausgestrichen wird, was denn genau die zarten Männer ausmacht? Es wird hauptsächlich gesagt, was sie NICHT sind. Und nur einen Mann zu wählen, weil er wesentlich jünger ist, finde ich auch eine schräge Idee. Ich hoffe der hat auch noch andere Eigenschaften als nur jung und zart zu sein. Sonst könnte man auch Spargel kaufen. :rolleyes:
 
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  • #4
Er ist nicht einfach nur jünger. Er kocht auch und passt auf die Kinder auf während sie jagen geht. Er spielt sich nicht auf wenn sie da ist. Er ist weich und anschmiegsam. Er kann seinen Schatten nicht selbst annähen und ein IKEA Regal bringt er auch nicht zusammen. Das klassische Rollenbild halt, nur andersherum.
Peter Pan hatte ich anders in Erinnerung.
 
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  • #5
Also ich weiß ja nicht, aber obwohl ü50 sind mir so Männer, die sie da als abschreckendes Normbeispiel hinstellt weder in meiner Beziehungsgeschichte, noch im Freundeskreis untergekommen.
Fazit: Mann muss nicht deutlich jünger sein, um zart zu sein - ich würde ja eher sagen, um die verschiedensten Facetten seiner Persönlichkeit zu leben und dies frau ganz selbstverständlich auch zuzugestehen :):rolleyes:
 
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  • #6
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  • #7
Also ich weiß ja nicht, aber obwohl ü50 sind mir so Männer, die sie da als abschreckendes Normbeispiel hinstellt weder in meiner Beziehungsgeschichte, noch im Freundeskreis untergekommen.
Fazit: Mann muss nicht deutlich jünger sein, um zart zu sein - ich würde ja eher sagen, um die verschiedensten Facetten seiner Persönlichkeit zu leben und dies frau ganz selbstverständlich auch zuzugestehen :):rolleyes:

Den beschriebenen "Altherrenhumor" habe ich bereits öfter erlebt. Auf mich wirkt es meist wie eine Art Übersprungshandlung. Als ob jemand mit viel Mut oder Mühe seine Unsicherheit überwindet, dadurch aber den Bogen überspannt und somit weit übers Ziel hinausschießt.
 
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  • #8
Hm, auch wieder so ein "schwarz-weiß-Schema", das meiner Meinung nach zu sehr und zu stark vereinfacht. Wenn ein Mann nicht so ein weichgespülter (und im schlechtesten Fall "im Kopf gargekochter") Typus ist, dann sind seine Witze "Altherrenhumor" und er grabscht auch gerne Frauen aller Art an?

Ich hatte den Eindruck, dass einige Frauen sich einen etwas bestimmteren Typ Mann zurückwünschen, der eben nicht weinend am Rockzipfel der Frau (Mutti ist leider vor zwei Jahren gestorben) hängt und sich noch immer nicht mir der mittlerweile seit 11 Jahren geschiedenen 1.Ehe abgefunden hat.
Der immer von den Kollegen geärgert wird (damals schon in der Schule wiederholt in den Papierkorb gesteckt oder am Kartenhalter aufgehängt wurde) und deshalb seit 1 1/2 Jahren zu seiner Betroffenheits-Männergruppe geht, um sich ein wenig Trost spenden zu lassen, weil die Frau so oft Sex will und er ja aufgrund des Stresses gar nicht so oft kann.:eek:
 
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  • #9
Der "neue Mann" als Äquivalent zur Supi-Woman.
 
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  • #10
Und der Artikel ergötzt sich in der Aneinanderreihung von Klischees und fluffiger Irgendwas-mit-Medien-Sprache. Als Zartbesaiteter störe ich mich daran.
 
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  • #11
Ich hatte den Eindruck, dass einige Frauen sich einen etwas bestimmteren Typ Mann zurückwünschen
Das beißt sich m.E. nicht damit, sich von Ballast zu lösen, der die Füße unnötig bindet. Empathisch sein, den Haushalt schmeißen, Kinder erziehen und sich mit frau auf Augenhöhe bewegen lässt sich realisieren ohne dabei zum Jammerlappen am Rockzipfel zu mutieren. Genau das ist so ein Vorurteil, mit dem Männer aller Altersklassen sich Druck machen lassen, bloß nicht zu verweichlichen und sich mit "Weiberkram" rumzuschlagen, weil unmännlich.

Ich habe meinen Anteil von genau solchen "echten, harten" Kerlen kennengelernt. Interessanterweise waren die verdächtig unselbstständig, konnten ihre Wohnung nicht in Schuss halten, Wäsche waschen, sich eine heiße Mahlzeit zubereiten, die aus mehr als aus Spaghetti mit Ketchup bestand. Das war schon fast eine Auszeichnung, möglichst abgewrackt zu wohnen, weil das als Mann halt total egal ist, gibt Wichtigeres. Was sind das denn für Männer, die doch Ernährer und Beschützer sein wollen und dann wenn's drauf ankommt den Schutzbefohlenen noch nicht mal eine warme Mahlzeit bereiten können und ein Bett bereitstellen können, in dem man sich nicht gleich was wegholt? Mit dem Beschützen war es im Zweifel auch nicht weit her. Newsflash: Es laufen recht wenig Bären frei bei uns herum und das meiste von dem, vor dem wir uns ängstigen und was uns von innen heraus auffrisst, lässt sich nicht vermöbeln.

Wie jede gesellschaftliche Veränderung treibt auch diese ihre Stilblüten. Männer, die Kinder austragen wollen um biologisch gleichzuziehen, nun gut - das muss jeder selber wissen. Ebenso, ob die Welt ein besserer Ort dadurch wird, dass es erstaunlich viele Genderoptionen bei Facebook gibt (aktueller Stand: 71). Das kann aber nicht über den Kern des Ganzen hinwegtäuschen: Die traditionellen Rollenbilder weichen auf, werden erweitert und altes wird gestrichen bzw. für gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel befunden. Ich persönlich glaube nicht, dass es uns schaden wird, wenn wir weniger von den echten harten Kerlen haben. Mir gehen Prollos auf den Sack.
 
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  • #12
Das beißt sich m.E. nicht damit, sich von Ballast zu lösen, der die Füße unnötig bindet. Empathisch sein, den Haushalt schmeißen, Kinder erziehen und sich mit frau auf Augenhöhe bewegen lässt sich realisieren ohne dabei zum Jammerlappen am Rockzipfel zu mutieren. Genau das ist so ein Vorurteil, mit dem Männer aller Altersklassen sich Druck machen lassen, bloß nicht zu verweichlichen und sich mit "Weiberkram" rumzuschlagen, weil unmännlich.

Ich habe meinen Anteil von genau solchen "echten, harten" Kerlen kennengelernt. Interessanterweise waren die verdächtig unselbstständig, konnten ihre Wohnung nicht in Schuss halten, Wäsche waschen, sich eine heiße Mahlzeit zubereiten, die aus mehr als aus Spaghetti mit Ketchup bestand. Das war schon fast eine Auszeichnung, möglichst abgewrackt zu wohnen, weil das als Mann halt total egal ist, gibt Wichtigeres. Was sind das denn für Männer, die doch Ernährer und Beschützer sein wollen und dann wenn's drauf ankommt den Schutzbefohlenen noch nicht mal eine warme Mahlzeit bereiten können und ein Bett bereitstellen können, in dem man sich nicht gleich was wegholt? Mit dem Beschützen war es im Zweifel auch nicht weit her. Newsflash: Es laufen recht wenig Bären frei bei uns herum und das meiste von dem, vor dem wir uns ängstigen und was uns von innen heraus auffrisst, lässt sich nicht vermöbeln.

Wie jede gesellschaftliche Veränderung treibt auch diese ihre Stilblüten. Männer, die Kinder austragen wollen um biologisch gleichzuziehen, nun gut - das muss jeder selber wissen. Ebenso, ob die Welt ein besserer Ort dadurch wird, dass es erstaunlich viele Genderoptionen bei Facebook gibt (aktueller Stand: 71). Das kann aber nicht über den Kern des Ganzen hinwegtäuschen: Die traditionellen Rollenbilder weichen auf, werden erweitert und altes wird gestrichen bzw. für gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel befunden. Ich persönlich glaube nicht, dass es uns schaden wird, wenn wir weniger von den echten harten Kerlen haben. Mir gehen Prollos auf den Sack.
Und dann fragt noch jemand, warum so viele Frauen hyperventilieren und Herzchen in den Augen haben, wenn es um @tigersleep geht :D:D:D
 
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  • #15
Das beißt sich m.E. nicht damit, sich von Ballast zu lösen, der die Füße unnötig bindet. Empathisch sein, den Haushalt schmeißen, Kinder erziehen und sich mit frau auf Augenhöhe bewegen lässt sich realisieren ohne dabei zum Jammerlappen am Rockzipfel zu mutieren. Genau das ist so ein Vorurteil, mit dem Männer aller Altersklassen sich Druck machen lassen, bloß nicht zu verweichlichen und sich mit "Weiberkram" rumzuschlagen, weil unmännlich.
Davon hat sich mein Vater schon keinen Druck machen lassen.
Von wem auch...?

Ich habe meinen Anteil von genau solchen "echten, harten" Kerlen kennengelernt. Interessanterweise waren die verdächtig unselbstständig, konnten ihre Wohnung nicht in Schuss halten, Wäsche waschen, sich eine heiße Mahlzeit zubereiten, die aus mehr als aus Spaghetti mit Ketchup bestand. Das war schon fast eine Auszeichnung, möglichst abgewrackt zu wohnen, weil das als Mann halt total egal ist, gibt Wichtigeres. Was sind das denn für Männer, die doch Ernährer und Beschützer sein wollen und dann wenn's drauf ankommt den Schutzbefohlenen noch nicht mal eine warme Mahlzeit bereiten können und ein Bett bereitstellen können, in dem man sich nicht gleich was wegholt? Mit dem Beschützen war es im Zweifel auch nicht weit her. Newsflash: Es laufen recht wenig Bären frei bei uns herum und das meiste von dem, vor dem wir uns ängstigen und was uns von innen heraus auffrisst, lässt sich nicht vermöbeln.
So schwer ist es nun wirklich nicht, seinen Kram in Ordnung zu halten.
Einfach alles was rumliegt so oft wieder an seinen Platz tun bis es sich daran gewöhnt hat wo es hingehört. ;-)

Alles was man schmutzig gemacht hat gleich wieder putzen.

Müll und Pfandflaschen nicht erst lange sammeln.

Und was man nicht kann, das kann man lernen.
Man kann z.B. nen Kochkurs machen um ein paar grundlegende Fingerfertigkeiten zu erlernen. Oder man fragt jemanden der es kann und die Geduld hat es einem zu zeigen.

So ein einsamer Cowboy im wilden Westen oder ein fahrender Ritter musste sich sein Essen auch selber machen am selbst hergerichteten Lagerfeuer.