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  • #1

Xenophobie im Netz

Liebe Mitsuchende,
ich bin seit einigen Monaten auf Partnersuche. Obwohl ich einige Nachrichten und Kontaktanfragen zugeschickt bekomme, ziehen sich die Herren sofort kommentarlos zurück, sobald ich meinen Namen angebe. Ich habe einen türkischen Migrationshintergrund. Außer der Zweisprachigkeit und der Kenntnisse in der türkischen Küche, unterscheide ich mich kaum von einer Mitteleuropäerin. Ich bin äußerlich ansprechend, lebensfroh, optimistisch und sehr gut ausgebildet. Stehe voll im Leben und bin finanziell unabhängig. Trotzdem werde ich aufgrund meiner Herkunft gemieden. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.
 
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winzling_geloescht

  • #2
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von *****:
Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Die Beantwortung dieser Frage würde dir in deiner konkreten Situation vermutlich auch nicht weiterhelfen. Auf Parship spiegelt sich auch nur ein klitzekleiner Ausschnitt der "deutschen Gesellschaft" wider. Ich finde, es ist gut, das zu wissen.

Es gab hier schon mal einen Mann mit einem solchen Problem, einen Iraner glaub ich. Ihm wurde geraten, vielleicht zunächst einmal die Frage nach seinem Namen mit einem eher unverfänglichen "Spitznamen" zu beantworten. Ob das für dich eine Variante ist, weiß ich nicht.

Darf ich wissen, wie alt du bist? Ich frage, weil ich glaube, dass Parship für dich keine gute Wahl ist, wenn du die vierzig tangierst oder auch schon überschritten hast. Da wird's in Sachen Weltoffenheit, Neugier und Risikobereitschaft doch ziemlich eng.
 
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  • #3
AW: Xenophobie im Netz

Ich persönlich kann so etwas nicht nachvollziehen. Ich lebe selbst im Ausland und finde Menschen mit Migrationshintergrund stets interessant, denn je nach Ursprungsland gehört eine Menge dazu, sich in einem Mitteleuropäischen Land anzusiedeln. Dazu gehören Fleiss, Offenheit, Toleranz und Intelligenz. Alles Eigenschaften, die schon von vornherein für einen hier ansässigen Ausländer sprechen.
Woran machst Du denn fest, dass es an Deiner Türkischstämmigkeit liegt? Daran, dass sie sich zurückziehen, sobald Du Deinen Namen preisgibst?
 
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  • #4
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von *****:
Trotzdem werde ich aufgrund meiner Herkunft gemieden. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Dann versuche es doch mal, dir einen anderen Namen zu geben, vielleicht einen Spitznamen. Nur so als Test, ob es wirklich daran liegt. Ansonsten natürlich Quatsch, denn irgendwann musst du ja doch dazu stehen, willst du ja sicher auch.
Hieraus aber gleich den Schluss zu ziehen, es läge an der deutschen Gesellschaft, halte ich doch für sehr vermessen. Aus ein paar Reaktionen auf eine ganze Nation zu schließen, ist wohl etwas sehr weit hergeholt.
 
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  • #5
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von *****:
Trotzdem werde ich aufgrund meiner Herkunft gemieden. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Hmmm. Ich würde das nicht so rigoros oder verbittert (?) sehen. Vielleicht hilft es, wenn du dir Xenophobie nicht im Sinne von Fremdenfeindlichkeit übersetzt, sondern erstmal im Wortsinn als Angst vor Fremdem - und das dann nochmal abmilderst, als Befremden vor Fremdem. Das verdeutlicht vielleicht, dass es nicht um deine Herkunft per se geht, sondern eher um die "Exotik", vor der viele Leute zurückscheuen.

Ich glaube, als jemand mit Migrationshintergrund hast du es auf so einer Plattform wie Parship besonders schwer, wo allzu schnell anhand irgendwelcher Dinge vorsortiert wird. In deinem Fall kommt eine solche Eigenschaft noch hinzu, mit der sich vermutlich viele gar nicht erst weiter beschäftigen wollen. Daraus würde ich aber jetzt weniger eine Aussage über die deutsche Gesellschaft ableiten, sondern eher eine über die allgemeine Oberflächlichkeit in Partnerbörsen. ;-)
 
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  • #6
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von ******:
Liebe Mitsuchende,
ich bin seit einigen Monaten auf Partnersuche. Obwohl ich einige Nachrichten und Kontaktanfragen zugeschickt bekomme, ziehen sich die Herren sofort kommentarlos zurück, sobald ich meinen Namen angebe. Ich habe einen türkischen Migrationshintergrund. Außer der Zweisprachigkeit und der Kenntnisse in der türkischen Küche, unterscheide ich mich kaum von einer Mitteleuropäerin. Ich bin äußerlich ansprechend, lebensfroh, optimistisch und sehr gut ausgebildet. Stehe voll im Leben und bin finanziell unabhängig. Trotzdem werde ich aufgrund meiner Herkunft gemieden. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Das ist durchaus verständlich. Schließlich bist Du als türkische Frau von einer Familie mit Tradition umgeben. Wenn der potentielle Partner nicht weiß, ob diese muslimisch, christlich oder ungläubig ist, geht er ein großes Risiko ein, es ist ja leider bekannt, wie viele solcher Beziehungen mit muslimischen Partnern endeten... Die Auffassungen im strenggläubigen Islam sind grundverschieden von denen in Europa, das eine Aufklärung hatte und eine völlig andere Entwicklung durchlaufen ist. Daher denke ich nicht, dass die dt. Gesellschaft in einem anderen Jh. stecken geblieben ist, im Gegenteil, eher ist es die muslimische (nämlich annähernd im Vormittelalter).
Die Mischung der Kulturen ist und bleibt sehr problematisch.
Selbstverständlich lässt sich all das nicht verallgemeinern, wenn Du im Vorfeld klären könntest, dass Du (falls es so ist) europäisch denkst und lebst, dürfte das möglicherweise eine Erleichterung bei der Kontaktaufnahme sein.
Ich entschuldige mich für meine Offenheit, aber genauso sehe ich die Hintergründe.
 
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  • #7
AW: Xenophobie im Netz

Ich kann Dein Problem total nachvollziehen. Habe hier eine Freundin aus dem Kosovo, sie hat in Deutschland studiert und einen Deutschen geheiratet, wird aber von oben herab gesehen, sobald sie ihre Herkunft erzählt. Mir geht es zum Teil so, weil ich in den "neuen Bundesländern" lebe, wenn ich im "Westen" das erzähle und nicht dazu, dass ich auch im Westen geboren bin, werde ich oft als zweite Klasse behandelt. Mir kann niemand sagen, es würde keine breiten Vorurteile geben. Das, was tatsächlich passiert, spiegelt sich nur extrem im virtuellen Netz wieder. Und auch über Generationen hinweg. Z.B. studieren die Jugendlichen hier lieber im Osten, weil sie - mir oft erzählt - sich im Westen von den anderen Jugendlichen ausgegrenzt fühlen. Wenn ich falsch liege, lasse ich mich gerne belehren.
Trotzdem würde ich an Deiner Stelle klar dazu stehen, schließlich möchtest Du ja wohl jemanden, der nicht in Schubladen denkt und offen ist.
Liebe Grüße
 
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  • #8
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von ******:
Außer der Zweisprachigkeit und der Kenntnisse in der türkischen Küche, unterscheide ich mich kaum von einer Mitteleuropäerin. Ich bin äußerlich ansprechend, lebensfroh, optimistisch und sehr gut ausgebildet. Stehe voll im Leben und bin finanziell unabhängig. Trotzdem werde ich aufgrund meiner Herkunft gemieden. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Du schreibst "unterscheide ich mich KAUM von einer Mitteleuropäerin" - welche Unterschiede (außer der bereits genannten Zweisprachigkeit und den Kochkenntnissen) siehst Du denn selbst?

Wenn Du in einem Alter bist, in dem auch Familiengründung noch ein Thema ist, finde ich die Frage der Herkunft und kulturellen Identität nicht unwichtig.

Und - falls das irgendwie 'tröstlich' relativiert... - guck Dir an, nach welchen Kriterien hier aussortiert wird. Manchmal reicht schon die falsche Socke...
 
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  • #9
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von ******:
Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Das ist ja wohl kein deutsches Problem!

Ich kann es gut verstehen, wenn man nur einen Partner möchte, der den gleichen Hintergrung hat. So lassen sich nun mal etliche Probleme oder Mißverständnisse vermeiden. Ich war selbst mit einem Ausländer zusammen, der angeblich auch "westlich" eingestellt war. Leider war das nur oberflächlich so. Er lebte selbst nicht im 21. Jahrhundert!

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nur noch mit einem deutschen Mann zusammen sein möchte. Uns verbindet einfach viel mehr und das möchte ich nicht mehr missen wollen!

In anderen Partnerbörsen sind Angaben zur Nationalität oder zum Migrationshintergrund Pflicht und dient dann auch als Auswahlkriterium. Dadurch weiß dann jeder gleich worauf er sich einläßt. Über so eine Funktion sollte PS mal nachdenken.
 
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  • #10
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von Novacita:
Das ist durchaus verständlich. Schließlich bist Du als türkische Frau von einer Familie mit Tradition umgeben. Wenn der potentielle Partner nicht weiß, ob diese muslimisch, christlich oder ungläubig ist, geht er ein großes Risiko ein, es ist ja leider bekannt, wie viele solcher Beziehungen mit muslimischen Partnern endeten... Die Auffassungen im strenggläubigen Islam sind grundverschieden von denen in Europa, das eine Aufklärung hatte und eine völlig andere Entwicklung durchlaufen ist. Daher denke ich nicht, dass die dt. Gesellschaft in einem anderen Jh. stecken geblieben ist, im Gegenteil, eher ist es die muslimische (nämlich annähernd im Vormittelalter).
Die Mischung der Kulturen ist und bleibt sehr problematisch..

Das ist leider so und das trifft oft auf alle Beteiligten zu.

Zitat von Novacita:
Selbstverständlich lässt sich all das nicht verallgemeinern, wenn Du im Vorfeld klären könntest, dass Du (falls es so ist) europäisch denkst und lebst, dürfte das möglicherweise eine Erleichterung bei der Kontaktaufnahme sein.

Tut mir leid, aber ich wäre trotzdem skeptisch. Vor allem wenn es sich um einen Mann mit türkischen (oder arabischen) Wurzeln handeln würde.
In meinem Bekanntenkreis sind etliche Ausländer oder Deutsche mit Migrationshintergrund. Man kann immer wieder feststellen, dass die westliche Einstellung gewisser Menschen leider immer dann in den Hintergrund gedrängt wird, wenn geheiratet wird oder wenn die Familienplanung ansteht. Bei manchen Paaren spielt es weniger eine Rolle, aber dann sind die Partner oft aus dem westeuropäischen Ausland (wie England oder Schweden). Das sind nur meine Erfahrungen in meinem Umfeld und soll keine Verallgemeinerung sein, aber auch das hat mich geprägt.
 
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  • #11
AW: Xenophobie im Netz

ich glaube, ich ahne was du meinst. ich habe eine freundin mit kroatischen wurzeln. ihre eltern sind als sie 3 monate war ausgewandert und sie hat in diesem zweiten land die ganze sozialisation durchlaufen und die sprache vollkommen akzentfrei erlernt. sie ist nicht bei parship... aber sie erzählt manchmal gequält, was ihr aufgrund ihres namens alles so widerfährt...

was hieltest du davon, zunächst zb einen nicknamen zu verwenden?
 
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  • #12
AW: Xenophobie im Netz

Vorurteile existieren. Wer davon frei ist, werfe den ersten Stein.
Sie existieren von jeder Seite her; manchmal auf Grund negativer Erfahrungen/Verbitterung, manchmal aus Angst, manchmal aus Arroganz.

Die TE ist eine Frau, die einen deutschen Mann sucht, sich s.o. als mitteleuropäisch fühlend, beschreibt. Ich weiss es nicht, vielleicht ist sie ja in Deutschland geboren oder aufgewachsen.
Inwieweit die Problematik des muslimischen Fundamentalismus dabei eine Rolle spielt, sei dahingestellt.
Das kann nur die TE beantworten.
Worum könnte es noch gehen, falls das Problem tasächlich mit ihrem Migrationshintergrund zu tun hat?
 
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  • #13
AW: Xenophobie im Netz

Hallo Winzling,
ich bin 46 Jahre alt. Du magst recht haben; vielleicht ist das ein altersspezifisches Problem.
Die Reaktion der meisten Foristen ist natürlich richtig. Man kann nicht ausgehend von einigen Ausnahmen auf eine ganze Nation schließen.Wenn aber alle dieser "Ausnahmen" ausgerechnet auf dich treffen, ist es nicht einfach, locker darüber hinwegzulächeln.
Schöne Grüße
******
 
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  • #14
AW: Xenophobie im Netz

Gibt es eine Partnerschaftsbörse, wo die (männlichen) Mitglieder weltoffener , toleranter sind? Das würde mich auch interessieren.
 
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  • #15
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von ******:
... Trotzdem werde ich aufgrund meiner Herkunft gemieden. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Liebe ******
es geht aus deinen Zeilen nicht hervor, woraus du den Schluss ziehst, wegen deiner Herkunft gemieden zu werden. Solange es niemand direkt oder "durch die Blume" sagt, ist es nur Spekulation.
Besonders befremdlich finde ich jedoch, dass du -mit Migrationshintergrund- auf Basis deiner Erfahrungen in einer Partnervermittlung, die nur einen winzigen Teil einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (wegen Onlinebörse, nur Männer) darstellt, eine derartige Pauschalisierung machst!

Ich lebe seit 8 Jahren im Ausland. Man sieht es mir nicht an. Weder optisch, noch am Namen. Und bei der ersten Begrüssung auch noch nicht, sondern erst, wenn ein Gespräch zustandekommt oder ich es vorher sage.
Und wenn es nunmal jemanden gibt, der sich eine Partnerschaft mit mir als Deutschen nicht vorstellen kann, dann ist das halt so. Warum ist unerheblich. Es ist seine Entscheidung und Einstellung.
In soetwas Fremdenfeindlichkeit oder Fremdenangst hinein zu interpretieren halte ich für falsch und unangemessen.

Das einzig Verwerfliche, was du den Herren, die sich kommentarlos zurückgezogen haben, vorwerfen kannst ist Respektlosigkeit. Aber darüber wird in anderen Threads lebhaft diskutiert (Verabschiedung etc.).
 
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  • #16
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von maxine195:
Gibt es eine Partnerschaftsbörse, wo die (männlichen) Mitglieder weltoffener , toleranter sind? Das würde mich auch interessieren.

Die beschriebene Thematik hat doch nichts mit Weltoffenheit und Tolleranz zu tun! Und schon garnicht, wenn von ein paar "Kontaktabbrechern" bei bestimmten Profilmerkmalen auf die ganze Börse geschlossen wird.

Niemand kann und darf mir vorschreiben, welche ethnischen oder religiösen Wurzeln eine mögliche Partnerin haben soll! DAS ist meine persönliche Entscheidung, die ich nicht begründen muss.
Gruss Toni
 
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  • #17
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von faraway:
Vorurteile existieren. Wer davon frei ist, werfe den ersten Stein.
Sie existieren von jeder Seite her; manchmal auf Grund negativer Erfahrungen/Verbitterung, manchmal aus Angst, manchmal aus Arroganz.

ich habe eine freundin mit kroatischen wurzeln. ihre eltern sind als sie 3 monate ausgewandert und sie hat in diesem neuen land die ganze sozialisation durchlaufen und die sprache vollkommen akzentfrei erlernt. sie ist nicht bei parship... aber sie erzählt manchmal gequält, was ihr aufgrund ihres namens alles so widerfährt...
 
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  • #18
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von ******:
Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

ich halte diese frage für ausgesprochen "unglücklich" formuliert (und fürchte, sie wird dich nicht weiterbringen...)

was hast du für eine frage an uns?
 
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  • #19
AW: Xenophobie im Netz

Jedesmal wenn Du eine Absage erhälst, halte inne und überlege Dir, ob sich das durch einen Profileintrag hätte klären oder vermeiden lassen. Dein Ziel kann hier nur sein die negativen Erfahrungen zu minimieren.

Gebe möglichst bald auch Türkisch als Sprache an. Neben Deutsch :cool:. Damit ersparst Du Dir enttäuschende Erfahrungen, denn viele werden Dich einfach so löschen ohne Kontaktaufnahme. Gib Deinen Namen erst bekannt, wenn Dein Gegenüber in etwa verstanden hat wer Du bist. Dadurch wirst Du Dich weniger persönlich angegriffen fühlen.

Ach und: Dein Problem gibt es auch zwischen westeuropäischen Kulturen. Anfangs ist für mich auch die Welt zusammen gebrochen, wenn schon wieder jämmerliche Vorurteile die Runde gemacht haben. Lästig, aber unvermeidbar.
 
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  • #20
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von ******:
Liebe Mitsuchende,
ich bin seit einigen Monaten auf Partnersuche. Obwohl ich einige Nachrichten und Kontaktanfragen zugeschickt bekomme, ziehen sich die Herren sofort kommentarlos zurück, sobald ich meinen Namen angebe. Ich habe einen türkischen Migrationshintergrund. Außer der Zweisprachigkeit und der Kenntnisse in der türkischen Küche, unterscheide ich mich kaum von einer Mitteleuropäerin. Ich bin äußerlich ansprechend, lebensfroh, optimistisch und sehr gut ausgebildet. Stehe voll im Leben und bin finanziell unabhängig. Trotzdem werde ich aufgrund meiner Herkunft gemieden. Ich frage mich, in welchem Jahrhundert die deutsche Gesellschaft steckengeblieben ist.

Hoffe, du meldest dich nochmal. Das ist wirklich so in Deutschland, dass Menschen mit sog Migrationshintergrund, auch wenn sie in Deutschland geboren und aufgewachsen, sozialisiert wurden, allein aufgrund ihres Namens in eine Schublade gesteckt werden. Bis heute gern verbunden mit der Frage: Wann gehen Sie denn zurück.?

Das ist einfach Unwissen und Ignoranz. Wenn du weiter in PS bleiben möchtest, würde ich versuchen damit spielerisch umzugehen und selbstbewußte Formulierungen zu wählen. Das schreckt Voreingenommene ab und übrig bleiben die Neugierigen, die so einen Hintergrund eher als Bereicherung empfinden.
 
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  • #22
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  • #24
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von maxine195:
Wenn du weiter in PS bleiben möchtest, würde ich versuchen damit spielerisch umzugehen und selbstbewußte Formulierungen zu wählen. Das schreckt Voreingenommene ab und übrig bleiben die Neugierigen, die so einen Hintergrund eher als Bereicherung empfinden.

dem vorschlag schliesse ich mich an...

das ist auch meine "lösung"!

und ich erinnere mich wieder und wieder daran, dass ich auch nur EINEN suche...
 
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  • #25
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von Kreative:
Ist das eigentlich in anderen Ländern so viel anders?
In Frankreich gibt es behördlichen Druck bei Verleihung der Staatsbürgerschaft einen französischen Namen anzunehmen. Und zwar einen ganz anderen.

Der Begriff Migrationshintergrund ist schon typisch deutsch: Was auch immer man tut, man kann sich nicht von ihm befreien. Und das selbst in der 3. Generation.
 
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  • #26
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von nutzer:
Der Begriff Migrationshintergrund ist schon typisch deutsch: Was auch immer man tut, man kann sich nicht von ihm befreien. Und das selbst in der 3. Generation.

Ich finde die Vokabel auch ziemlich deutsch. Allerdings eher im Sinne von "political correctness".
Und in meiner Wahrnehmung ist er in dieser Hartnäckigkeit nur mit einigen Nationalitäten verbunden.
 
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  • #27
AW: Xenophobie im Netz

Liebe VBCBZ5F1,

die Deutschen sind in ihrer Kultur steckengeblieben und die war zu allen Zeiten gleich: ängstlich alternierend mit Größenwahn, verzagt, voller Selbstmitleid, pathologisches Sicherheitsbedürfnis, Gründlichkeit bis zur Erstarrung, opportunistisch, obrigkeitshörig, Mitläufertum. Deshalb sterben sie jetzt aus und die türkische Gesellschaft nicht. Die hat nämlich ein paar Vorteile in ihrer Kultur: Familiensinn, Zusammenhalt, Auswanderungsbereitschaft, den Mut zu Kindern, Warmherzigkeit, Loyalität - nicht zuletzt besseres Essen und weitaus attraktivere Frauen. ;)

Als Türkin die Deutschen fragen, warum man abgelehnt wird, ist in etwa so als ob Einstein auf der Hauptschule fragt, warum ihn niemand versteht. :)

Liebe Grüße!

w, 41, Deutsche

PS: Ehrenmorde etc. gehen natürlich nicht. Aber ist ja nicht so, als ob in Deutschland nicht auch Menschenrechte gebrochen würden.
 
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  • #29
AW: Xenophobie im Netz

Zitat von Dorfschönheit:
Liebe ******,die Deutschen sind in ihrer Kultur steckengeblieben und die war zu allen Zeiten gleich: ängstlich alternierend mit Größenwahn, verzagt, voller Selbstmitleid, pathologisches Sicherheitsbedürfnis, Gründlichkeit bis zur Erstarrung, opportunistisch, obrigkeitshörig, Mitläufertum.

Ja, ja, die Deutschen! Ich kann es echt nicht mehr hören!
 
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  • #30
AW: Xenophobie im Netz

@******:
Wenn Dein Forennick gleich Deinem PS-Chiffre ist und Deine Mails ähnlich dem Schreibstil hier verfasst sind, gibt es viele Gründe für einen Abschied. Beruf (ja, ja, ...), Familiensituation, Schreibfehler, Rap/Hip-Hop/Ethno, Sprachen nicht angegeben, Voreingenommenheit, pc, ...: das kann 'Mann' mögen - muss man aber nicht.
Verbesserunsvorschlag: Profil verbessern, Sprachen angeben, und ein paar Felder mehr ausfüllen, die positiv etwas über Deinen Stil und Deine Erwartungshaltung verraten, nicht nur der Negativsatz am Ende. Und mit Unterstellungen aufhören!
 
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