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Philippa

Gast
  • #61
Zitat von ratte:
Wichtig ist, dass du selbst ein Prinzip hast und dafür kämpfst. Du musst dir selbst klar machen, was richtig ist und was falsch ist und dann geh stur deine Linie.

Das klingt ein wenig zu simpel und gleichzeitig nicht nach einem erfüllten Leben, sondern eher nach Scheuklappen und Rücksichtslosigkeit.
 
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ratte

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  • #62
Zitat von Philippa:
Das klingt ein wenig zu simpel und gleichzeitig nicht nach einem erfüllten Leben, sondern eher nach Scheuklappen und Rücksichtslosigkeit.


Du musst dich gerade sehr übergangen und missachtet fühlen, wenn du das so interpretierst...hast du ein Problem damit, anderen Leuten ihre Freiheit zu lassen?
 
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Hafensänger

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  • #63
Zitat von ratte:
Wichtig ist, dass du selbst ein Prinzip hast und dafür kämpfst. Du musst dir selbst klar machen, was richtig ist und was falsch ist und dann geh stur deine Linie. Am Ende wirst du glücklich sen, es getan zu haben...der Weg wird steinig, aber du wirst immer genau wissen, was du wert bist. Dazu brauchst du niemanden, der dir Honig ums Maul schmiert, weil er dein Geld will oder deine Dienste im Bett...
Prinzipien, Kampf, richtig und falsch, stur eine Linie und hinterher ein "Am Ende wirst du glücklich sein"? Diese Stichworte lieferte ich für eine Anleitung zum Unglücklichsein.
 
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ratte

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  • #64
Zitat von Hafensänger:
Prinzipien, Kampf, richtig und falsch, stur eine Linie und hinterher ein "Am Ende wirst du glücklich sein"? Diese Stichworte lieferte ich für eine Anleitung zum Unglücklichsein.


Wenn du dich gern unterbuttern lassen willst, dich als minderwertig, schwach und unfähig empfinden möchtest, wie der Fragesteller IMHO, solltest du meinen Vorschlag natürlich nicht annehmen.. ;) Jedem eben genau das, was er als richtig empfindet..der eine kämpft drum, sich selbst niederzumachen, der andere verfolgt ein ihm heeres, von seiner eigenen Person unabhängiges Ziel...


Das Leben ist Kampf...die Geburt ist Kampf, das Überleben und auch der Tod....wer nicht kämpft, muss das für sich selbst verantworten.


Natürlich ist nicht alles des Kampfes wert. Man engagiert sich nur für das, was einem wichtig ist.


Nun, in erster Linie sollte einem das man selbst sein. Das war der Kern meiner Aussage.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Philippa

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  • #65
Zitat von ratte:
Du musst dich gerade sehr übergangen und missachtet fühlen, wenn du das so interpretierst...hast du ein Problem damit, anderen Leuten ihre Freiheit zu lassen?

Jetzt muss ich aber sehr lachen. Du hast nur ein einziges Prinzip, aber von einem Thread zum anderen widersprichst du dir fundamental.
 
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Hafensänger

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  • #66
Zitat von ratte:
Wenn du dich gern unterbuttern lassen willst, dich als minderwertig, schwach und unfähig empfinden möchtest, wie der Fragesteller IMHO, solltest du meinen Vorschlag natürlich nicht annehmen.. ;) Jedem eben genau das, was er als richtig empfindet..der eine kämpft drum, sich selbst niederzumachen, der andere verfolgt ein ihm heeres, von seiner eigenen Person unabhängiges Ziel...
Das liest sich schon so als gäbe es nur Kampf oder untergebuttert werden. Ich muss nicht kämpfen, muss auch nicht über "minderwertig, schwach und unfähig" nachdenken und versichere dir, es gibt noch mind. eine andere Möglichkeit. Eine Begegnung und etwas sich daraus ergebendes wichtiges basiert häufig auf persönlichem Kontakt. Das ist Verständnis, nicht Kampf.


Ich weiß schon dass du mit Kampf ein sich Durchsetzen meinst, aber wenn das "das universelle Prinzip" wäre, wird's unschön. Wie wäre die Alternative Kooperation? Die meisten haben Erfahrung mit Kooperation, das funktioniert.
 
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ratte

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  • #67
Zitat von Hafensänger:
Das liest sich schon so als gäbe es nur Kampf oder untergebuttert werden. Ich muss nicht kämpfen, muss auch nicht über "minderwertig, schwach und unfähig" nachdenken und versichere dir, es gibt noch mind. eine andere Möglichkeit. Eine Begegnung und etwas sich daraus ergebendes wichtiges basiert häufig auf persönlichem Kontakt. Das ist Verständnis, nicht Kampf.


Ich weiß schon dass du mit Kampf ein sich Durchsetzen meinst, aber wenn das "das universelle Prinzip" wäre, wird's unschön. Wie wäre die Alternative Kooperation? Die meisten haben Erfahrung mit Kooperation, das funktioniert.

Antworte doch bitte dem Fragesteller und schlage ihm "Kooperation" vor, die für ihn bedeuten wird, sich erniedrigen zu lassen und elend zu fühlen..


Deine Anmerkungen sind glaube ich aus dem Kontext genommen:

Zitat von IMHO:
Man MUSS nicht bedeutend sein. Nur glaube ich, dass es für einige Leute schwierig ist, sich selbst als wichtig zu erachten, wenn man diese Menschen (z.B. im Job) spüren lässt, WIE leicht ersetzbar sie seien.


Wenn dann kein Partner da ist, der ihnen das Gefühl geben könnte, dass sie/er sehr wohl sehr wichtig ist - oder eine Bestätigung im sozialen Umfeld, dass man Wert auf die Gesellschaft desjenigen legt, dann kann sich die-/derjenige schon "verloren" vorkommen und das Gefühl haben, in der "Bedeutungslosigkeit" zu versinken, oder?


Sich in einer derartigen Situation immer wieder vor den Spiegel zu stellen und zu sich selbst zu sagen:


"Ja, du bist wichtig" - stelle ich mir schwierig vor.

Ich kann ja verstehen, dass manche Menschen ihr Leben in "Kooperation" verbringen wollen / können, bzw, es bei manchen Berufsbildern keine Durchsetzungsnotwendigkeit gibt.


Du hast geschrieben, das "dein" Leben sei so leicht. Ich nehme daher an, von den Vorschlägen, die du als Jugendlicher auf deine Annonce bekommen hast, bist du letzterem gefolgt und schlägst dich jetzt so damit durch. Natürlich sollte da keine "Kampfsituaton" entstehen, sonst wärst du deinen Dienstleistungsjob los.


"Durchsetzung" ist zudem nicht "Kampf". Durchsetzung kann ein Ziel sein, es gibt aber auch andere Ziele, die du mit Einsatz erreichen willst. Es ist auch längst nicht immer gesagt, dass Einsatz (was ich eher mit meinem Begriff "Kampf" übersetzen würde) auch zu dem Ziel führt, das man in dem Moment erreichen wollte. Viele Menschen dümpeln in ihrem Leben eben nur so herum, lassen sich treiben. Das kann man natürlich auch machen, aber man muss mit den Konsequenzen hinterher auch klarkommen können. Zu einen guten Selbstbild kann solch ein Verhalten nur fiktiv führen. Irgendwann wird man wieder klar sehen können und muss sich dann damit arrangieren, ein Leben lang ein loses Blatt im Fluss gewesen zu sein..


"Kampf", wie ich ihn verstehe, hat nichts mit echter Aggression/Feindsehligkeit zu tun..Gandhi war ein enormer Kämpfer, auch Nelson Mandela oder die Gruppe der "Weißen Rose". Das sind bewundernswerte Extrembeispiele.


Aber dazu muss man auch den entsprechenden Mut haben und von sich und seiner Idee überzeugt sein. Jedenfalls ist es eine hervorragende Methode, ein reales Selbstbewusstsein aufrecht zu erhalten und trotzdem bzw. genau deshalb die Fähigkeit zur Selbstkritik zu behalten.


Ja, ich weiß, eine "Schlafmütze" zu sein, macht das Leben oberflächlich schön leicht....
 
R

ratte

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  • #68
Zitat von Hafensänger:
Das liest sich schon so als gäbe es nur Kampf oder untergebuttert werden. Ich muss nicht kämpfen, muss auch nicht über "minderwertig, schwach und unfähig" nachdenken und versichere dir, es gibt noch mind. eine andere Möglichkeit. Eine Begegnung und etwas sich daraus ergebendes wichtiges basiert häufig auf persönlichem Kontakt. Das ist Verständnis, nicht Kampf.


Ich weiß schon dass du mit Kampf ein sich Durchsetzen meinst, aber wenn das "das universelle Prinzip" wäre, wird's unschön. Wie wäre die Alternative Kooperation? Die meisten haben Erfahrung mit Kooperation, das funktioniert.

Antworte doch bitte dem Fragesteller und schlage ihm "Kooperation" vor, die für ihn bedeuten wird, sich erniedrigen zu lassen und elend zu fühlen..


Deine Anmerkungen sind glaube ich aus dem Kontext genommen:

Zitat von IMHO:
Man MUSS nicht bedeutend sein. Nur glaube ich, dass es für einige Leute schwierig ist, sich selbst als wichtig zu erachten, wenn man diese Menschen (z.B. im Job) spüren lässt, WIE leicht ersetzbar sie seien.


Wenn dann kein Partner da ist, der ihnen das Gefühl geben könnte, dass sie/er sehr wohl sehr wichtig ist - oder eine Bestätigung im sozialen Umfeld, dass man Wert auf die Gesellschaft desjenigen legt, dann kann sich die-/derjenige schon "verloren" vorkommen und das Gefühl haben, in der "Bedeutungslosigkeit" zu versinken, oder?


Sich in einer derartigen Situation immer wieder vor den Spiegel zu stellen und zu sich selbst zu sagen:


"Ja, du bist wichtig" - stelle ich mir schwierig vor.

Ich kann ja verstehen, dass manche Menschen ihr Leben in "Kooperation" verbringen wollen / können, bzw, es bei manchen Berufsbildern keine Durchsetzungsnotwendigkeit gibt.


Du hast geschrieben, "dein" Leben sei so leicht. Ich nehme daher an, von den Vorschlägen, die du als Jugendlicher auf deine Annonce bekommen hast, bist du Letzterem gefolgt und schlägst dich jetzt so damit durch. Natürlich sollte da keine "Kampfsituaton" entstehen, sonst wärst du deinen Dienstleistungsjob los.


"Durchsetzung" ist zudem nicht "Kampf". Durchsetzung kann ein Ziel sein, es gibt aber auch andere Ziele, die du mit Einsatz erreichen willst. Es ist auch längst nicht immer gesagt, dass Einsatz (was ich eher mit meinem Begriff "Kampf" übersetzen würde) auch zu dem Ziel führt, das man in dem Moment erreichen wollte. Viele Menschen dümpeln in ihrem Leben eben nur so herum, lassen sich treiben. Das kann man natürlich auch machen, aber man muss mit den Konsequenzen hinterher auch klarkommen können. Zu einen guten Selbstbild kann solch ein Verhalten nur fiktiv führen. Irgendwann wird man wieder klar sehen können und muss sich dann damit arrangieren, ein Leben lang ein loses Blatt im Fluss gewesen zu sein..


"Kampf", wie ich ihn verstehe, hat nichts mit echter Aggression/Feindsehligkeit zu tun..Gandhi war ein enormer Kämpfer, auch Nelson Mandela oder die Gruppe der "Weißen Rose". Das sind bewundernswerte Extrembeispiele.


Aber dazu muss man auch den entsprechenden Mut haben und von sich und seiner Idee überzeugt sein. Jedenfalls ist es eine hervorragende Methode, ein reales Selbstbewusstsein aufrecht zu erhalten und trotzdem bzw. genau deshalb die Fähigkeit zur Selbstkritik zu behalten.


Ja, ich weiß, eine "Schlafmütze" zu sein, macht das Leben oberflächlich schön leicht....
 

fafner

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  • #71
Ach so ok. Schweiz, Zürich...
 
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Hafensänger

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  • #72
@ratte interessant, hatte eine Antwort auf den Post den du dann gelöscht hast. Dann lasse ich es, passt schon
 
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Marlene

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  • #75
"Durchsetzung" ist zudem nicht "Kampf". Durchsetzung kann ein Ziel sein, es gibt aber auch andere Ziele, die du mit Einsatz erreichen willst. Es ist auch längst nicht immer gesagt, dass Einsatz (was ich eher mit meinem Begriff "Kampf" übersetzen würde) auch zu dem Ziel führt, das man in dem Moment erreichen wollte. Viele Menschen dümpeln in ihrem Leben eben nur so herum, lassen sich treiben. Das kann man natürlich auch machen, aber man muss mit den Konsequenzen hinterher auch klarkommen können. Zu einen guten Selbstbild kann solch ein Verhalten nur fiktiv führen. Irgendwann wird man wieder klar sehen können und muss sich dann damit arrangieren, ein Leben lang ein loses Blatt im Fluss gewesen zu sein..


"Kampf", wie ich ihn verstehe, hat nichts mit echter Aggression/Feindsehligkeit zu tun..Gandhi war ein enormer Kämpfer, auch Nelson Mandela oder die Gruppe der "Weißen Rose". Das sind bewundernswerte Extrembeispiele.


Aber dazu muss man auch den entsprechenden Mut haben und von sich und seiner Idee überzeugt sein. Jedenfalls ist es eine hervorragende Methode, ein reales Selbstbewusstsein aufrecht zu erhalten und trotzdem bzw. genau deshalb die Fähigkeit zur Selbstkritik zu behalten.
Finde ich gut. Ein/e Krieger/in für seine Überzeugung zu jeweiligen Angelegenheiten zu sein auf dem Hintergrund: "sensibel ist die Erde über den Quellen". Das ist sehr schwierig und wahrlich eine Kunst, die "Erde" und dann dazu die "Quelle" zu sehen, sie daraufhin in die Welt zu tragen und bei Unverständnis sie zu verteidigen, zu beschützen, zu ihr zu stehen. Das bezieht sich auf Andere/Anderes genauso wie auf sich selbst. Und es bedeutet nicht Aggression. Es ist eher eine Auseinandersetzung damit, zu was man wirklich stehen kann und dass man dann auch tatsächlich dazu steht und sich nicht wegduckt. Und, es bedeutet auch eine permanente Überprüfung seiner Überzeugungen.
 
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Hafensänger

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  • #76
Ich hatte nicht nur diesen Post gelöscht...was daran ist interessant?
Na ja, ich hatte deinen Post schon im Zitat, aber bis ich so weit war, hattest du den schon gelöscht. Mir war nur der gelöschte aufgefallen und ich weiß natürlich nicht warum, aber damit warst du nicht mehr interessiert und meine Antwort hinfällig. Dass die wieder unverhofft auftauchen, ändert das nicht.
 
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ratte

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  • #77
Finde ich gut. Ein/e Krieger/in für seine Überzeugung zu jeweiligen Angelegenheiten zu sein auf dem Hintergrund: "sensibel ist die Erde über den Quellen". Das ist sehr schwierig und wahrlich eine Kunst, die "Erde" und dann dazu die "Quelle" zu sehen, sie daraufhin in die Welt zu tragen und bei Unverständnis sie zu verteidigen, zu beschützen, zu ihr zu stehen. Das bezieht sich auf Andere/Anderes genauso wie auf sich selbst. Und es bedeutet nicht Aggression. Es ist eher eine Auseinandersetzung damit, zu was man wirklich stehen kann und dass man dann auch tatsächlich dazu steht und sich nicht wegduckt. Und, es bedeutet auch eine permanente Überprüfung seiner Überzeugungen.

Danke, dass du mich verstehst!