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  • #1

Wo hört "Ansprüche runterschrauben" auf und fängt "Vorlieb nehmen" an?

"Den Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach" ist die Frage.

Einerseits soll man nicht gleich "die Flinte ins Korn werfen" und es wirklich und ernsthaft versuchen, eine Beziehung mit jemandem aufzubauen.

Aber was macht man, wenn andererseits die Schmetterlinge fehlen? Kann man sie er- oder abwarten? Möglicherweise flattern sie nie wieder und der Protagnost bleibt alleine - was er gar nicht möchte. Oder gehören diese anfänglichen "rosarote Brille"-Gefühle gar nicht zwingend zum Beginn einer vielversprechenden Partnerschaft?

Ist die Verliebtheit nur eine Verklärung der Gefühle?
Wohlmöglich ist Pragmatismus viel zielführender bei der Partnersuche, vor allem was die Langlebigkeit der Beziehung betrifft.

Wie seht ihr das?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Hat das Fortschreiten des Alters einen Einfluss auf die Sichtweise der Dinge und das eigene Handeln?
 
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  • #2
Genau das habe ich gerade. Vom Kopf her passen wir super zusammen. Und er liebt mich.Ees gibt ganz viel Übereinstimmung in auch wirklich für mich wichtigen Bereichen.
Die Zeit die wir miteinander verbringen ist toll - abwechslungsreich und sehr inspirierend
Und dennoch: Ich kann mich nur lieben lassen.
Er weiß es und er hofft.
Wie lange kann man das machen....ab wann wird es unfair?

Noch hoffe ich, dass die Schmetterlinge kommen.
Aber wenn er nicht da ist, vermisse ich ihn nicht...
:-( sad.....
 
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  • #3
Zitat von BellaDonna:
Genau das habe ich gerade. Vom Kopf her passen wir super zusammen. Und er liebt mich.Ees gibt ganz viel Übereinstimmung in auch wirklich für mich wichtigen Bereichen.
Die Zeit die wir miteinander verbringen ist toll - abwechslungsreich und sehr inspirierend
Und dennoch: Ich kann mich nur lieben lassen.
Er weiß es und er hofft.
Wie lange kann man das machen....ab wann wird es unfair?

Noch hoffe ich, dass die Schmetterlinge kommen.
Aber wenn er nicht da ist, vermisse ich ihn nicht...
:-( sad.....

Hallo BellaDonna,

stellt sich die Frage: Wieso hast du dich auf ihn eingelassen, wenn die Schmetterlinge fehlen?
Hat es sich so "ergeben"?
Weil du nicht mehr allein sein wolltest?
Weil du (noch immer) hoffst, dass sich die Verliebtheitsgefühle einstellen?
Weil du befürchtest, dass niemand "besser passendes" kommen könnte?

Unfair wird es meiner Meinung nach spätestens dann, wenn du ihm vorspielen würdest, dass er "der Richtige" ist, auf den du immer gewartet hast und du ihm (bewusst fälschlicherweise) das Gefühl gibst, dass du ihn liebst.
 
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  • #4
Zitat von BellaDonna:
....Die Zeit die wir miteinander verbringen ist toll - abwechslungsreich und sehr inspirierend
Und dennoch: Ich kann mich nur lieben lassen.....Wie lange kann man das machen....ab wann wird es unfair?...
Noch hoffe ich, dass die Schmetterlinge kommen.
Aber wenn er nicht da ist, vermisse ich ihn nicht...
:-( sad.....

Wenn Du Eure Treffen als toll empfindest, könnte noch Hoffnung bestehen, dass da was an Gefühlen wächst. Wenn er über Deine (noch) nicht vorhandene Verliebtheit Bescheid weiß, ist es auch nicht unfair. Du spielst ihm ja dann nichts vor. Wie lange Du warten willst, musst Du erspüren.
 
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  • #5
Zitat von BellaDonna:
Genau das habe ich gerade. Vom Kopf her passen wir super zusammen. Und er liebt mich.Ees gibt ganz viel Übereinstimmung in auch wirklich für mich wichtigen Bereichen.
Die Zeit die wir miteinander verbringen ist toll - abwechslungsreich und sehr inspirierend
Und dennoch: Ich kann mich nur lieben lassen.
Er weiß es und er hofft.
Wie lange kann man das machen....ab wann wird es unfair?

Noch hoffe ich, dass die Schmetterlinge kommen.
Aber wenn er nicht da ist, vermisse ich ihn nicht...
:-( sad.....

Kannst du es nicht mal mit einem Menue erotischer Speisen probieren? Das heizt die Gefühle an und bringt Amor auf den Plan. Good luck!
 
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  • #6
Zitat von IMHO:
"Den Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach" ist die Frage.

Ein klein wenig sollte es für mich bei der ersten Begegnung schon knistern - wenigstens so von gaaaanz ferne. Ansonsten habe ich wenig Ambitionen, den Kontakt wieder zu treffen. Wenn ich es dann doch mal getan habe, dann war spätestens nach dem 2. Treffen klar, dass es kein weiteres geben wird. Meist zeigten die Männer dann auch die Erwartung an weitere Zuneigungsaktvitäten, wie z. B. Küsse (nicht Wangenküsschen). Das ging dann gar nicht.

Mit dem "zunehmenden Alter" wird das bei mir auch nicht anders. Wenn´s nicht ist, ist´s eben nicht. Auch wenn das doof ist.
 
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  • #7
Zitat von IMHO:
Hallo BellaDonna,

stellt sich die Frage: Wieso hast du dich auf ihn eingelassen, wenn die Schmetterlinge fehlen?
Hat es sich so "ergeben"?
Weil du nicht mehr allein sein wolltest?
Weil du (noch immer) hoffst, dass sich die Verliebtheitsgefühle einstellen?
Weil du befürchtest, dass niemand "besser passendes" kommen könnte?

Unfair wird es meiner Meinung nach spätestens dann, wenn du ihm vorspielen würdest, dass er "der Richtige" ist, auf den du immer gewartet hast und du ihm (bewusst fälschlicherweise) das Gefühl gibst, dass du ihn liebst.

Ich kann sehr sehr gut allein sein. mein Job bringt viele Kontakte und ich muss sehr häufig mit Menschen agieren. Ich habe kaum Bedürfnisse, was das angeht. einen Freundeskreis habe ich natürlich auch.
Insofern genieße ich die Abende und Morgende allein.
Ich habe mich auf ihn eingelassen, weil er ein ganz wunderbarer Mensch ist. Und ich habe vor knapp zwei Jahren mal etwas mit jemdnen verbockt, der auch ein so wunderbarer Mensch war (und sicher noch ist) und habe das erst hinterher gemerkt, als es zu spöt war. Auch, dass ich ihn viel mehr als nur mochte.

Der jetzige Mann ist ganz sicher nicht der Spatz in der Hand, er ist eher ein Hauptgewinn und ich verbringe extrem gerne Zeit mit ihm. Aber wenn er nicht da ist, vermisse ich ihn auch nicht, weil ich eben sehr sehr gut allein sein kann und gerne bin.

Zu Deinem letzten Absatz: einfach lesen. Ich schrieb, dass er es weiß, dass ich derzeit nur mich lieben lassen kann. Er ist trotzdem sehr gerne bei mir und geniest die Zeit.
Ebenso habe ich schon geschrieben, dass ich hoffe, dass die Schmetterlinge noch kommen.
Du hast wohl nur zitiert und nicht gelesen.
 
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  • #8
Wenn du ihn so gar nicht vermißt, ist es kein gutes Zeichen. Wie oft seht ihr euch denn?
 
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  • #9
Wie so oft von IMHO ein toller Beitrag oder Thread.



​Ohne Schmetterlinge am Anfang geht nichts, egal wie alt oder ob man dann ohne Partnerschaft ist/bleibt.



Für mich ist der Anfang einer Beziehung zwischen Mann und Frau sehr wichtig. Dazu gehören die sog. Schmetterlinge, Anziehungskraft und Erotik. Wenn das nicht da ist, ....was ist es dann?



Eine Vernunft-Beziehung, nur nicht alleine sein, jemanden haben.....?



Mag sein, dass andere so denken und diese "Wartezeit", bis sich gewisse Gefühle einstellen, in Kauf nehmen oder einen langen Geduldsfaden haben, aber bei mir funktioniert das nicht.



Die Gewohnheiten, Banalitäten und Belanglosigkeiten kommen so oder so in einer Beziehung, ob man das möchte oder nicht.



Für mich ist es total wichtig, dass mich diese Person fasziniert und ich ihr nahe sein möchte auf vielen Ebenen.



Wenn ich mir zu Beginn einer Beziehung, oder Anbahnung einer Beziehung Gedanken machen müsste, ob ich diesen Mann lieben kann, ob er mich fasziniert, ob ich ihm nahe sein möchte, dann ist es vielleicht nicht derjenige.
 
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  • #10
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  • #11
Zitat von FAZ:
Ich weiß es ganz sicher von mir selber: Es geht. Sie können später kommen. Oder auch gar nicht. Dennoch kann Liebe daraus werden.

​Finde ich sehr interessant.

Da muss eine gemeinsame Ebene von Anfang an da sein, ev. sogar unterbewusst, über die man sich annähert. Vielleicht ohne Absicht zu Beginn des Kennenlernens. Über den Bekanntenkreis, bei einem Fest, oder über die Arbeit nach vielen Monaten oder sogar Jahren. Möglich ist viel.

Kann das sein?

Ganz ausschließen möchte ich sowas nicht.
 
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  • #12
Zitat von IMHO:
Aber was macht man, wenn andererseits die Schmetterlinge fehlen? Kann man sie er- oder abwarten?
Definitiv.

Wohlmöglich ist Pragmatismus viel zielführender bei der Partnersuche, vor allem was die Langlebigkeit der Beziehung betrifft.
Siehe den Thread "Das Geheimnis glücklicher Paare" und das Konzept "Bescheidenheit in der Liebe".

Hat das Fortschreiten des Alters einen Einfluss auf die Sichtweise der Dinge und das eigene Handeln?
Definitiv.

Zitat von BellaDonna:
Aber wenn er nicht da ist, vermisse ich ihn auch nicht, ...
Ich bin gerade sehr geneigt, zu sagen, "dann laß ihn bitte gehen". Wobei, Einschränkung, Du bist ja ganz offen und ehrlich. Sehr schwierige Situation. :-/
 
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  • #13
Zitat von Aitutaki:
​Finde ich sehr interessant.

Da muss eine gemeinsame Ebene von Anfang an da sein, ev. sogar unterbewusst, über die man sich annähert. Vielleicht ohne Absicht zu Beginn des Kennenlernens. Über den Bekanntenkreis, bei einem Fest, oder über die Arbeit nach vielen Monaten oder sogar Jahren. Möglich ist viel.

Kann das sein?

Ganz ausschließen möchte ich sowas nicht.
Die gemeinsame Ebene muß vorhanden sein, und/oder eine erotische Anziehungskraft, eine Faszination.
 
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  • #14
Zitat von FAZ:
Die gemeinsame Ebene muß vorhanden sein, und/oder eine erotische Anziehungskraft, eine Faszination.


Habe ich meinem 1. Beitrag hier geschrieben.



Ich bin auf den Anfangspost von IMHO eingegangen, "Schmetterlinge", "rosarote Brille", wie wichtig ist das, spielt das eine Rolle? Am Anfang?



Kann sein, dass sich das alles später einstellt. Da ich das nicht kenne, kann ich es auch nicht beurteilen.



Meine Erfahrung ist die, dass ich eine Faszination gespürt habe von Anfang an bei allen meinen Partnern.

​Den Post von fafner finde ich trotzdem interessant.
 
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  • #15
Aitutaki, ich nehme mal an, Du bist ein Stück jünger als ich. :) Mit "dem Alter" kann man sich m.E. nicht mehr so viele Ideale in der Liebe erlauben. Oder man legt sich halt eine Katze zu...
 
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  • #16
Zitat von fafner:
Aitutaki, ich nehme mal an, Du bist ein Stück jünger als ich. :) Mit "dem Alter" kann man sich m.E. nicht mehr so viele Ideale in der Liebe erlauben. Oder man legt sich halt eine Katze zu...[/QUOTE

Hallo fafner, ich weiß nicht wie alt du bist.

Willst du mich hier "auf den Arm nehmen".

Ich lach jetzt mal ;-)
 
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  • #18
IMHO, Beziehungen sind zu komplex, um sie auf "Entweder-oder-Begriffe" reduzieren zu können oder klare Unterscheidungen kennzeichnen zu können.
Die Erfahrung von jemandem wird Dir da nicht hilfreich sein, da es individuell verschieden ist.
 
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  • #19
Zitat von fafner:

Gleiches Alter, vermutlich.

Naja, ich bin wahrscheinlich jenseits von den Idealen der Ü 50.

Fakt ist, dass ich keine Beziehung, oder keine Anbahnung einer Beziehung, eingehen möchte/kann, in der "dieses gewisse Gefühl" von Anfang an nicht da ist.
 
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  • #20
Dann warte mal ab, bis du einige Jahre im Dating-Modus verbracht hast. Dann bist du froh über jeden, der auf dich halbwegs attraktiv und sympathisch wirkt :)
 
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  • #22
Zitat von Goldfinger:
Wie das? Wurdest Du anspruchsvoller? Müder? Oder die Dates mit zunehmendem Alter weniger interessant?

​Danke für diesen Post, Goldfinger.

Für mich ist ein Date oder eine Beziehung/Beziehungsanbahnung unabhängig vom Alter.

Sollte man "anspruchsloser" werden, nur weil man nicht mehr 20 oder 30 ist?

Geht für mich nicht!
 
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  • #25
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  • #26
Zitat von fafner:
Ich weiß...

Hm, sorry, nicht mitbekommen. :-/
Uff, ich hoffe, so lange brauche ich nicht... :-(

​Ich habe damals, letzte Woche, geschrieben, dass ich bis ungefähr Februar 2016 gebraucht habe, über den Groll hinweg zu kommen.
Nun, jetzt ist mittlerweile ein Jahr vergangen seit der Trennung, und ich fühle mich gut. Dennoch ist noch kein Gedanke an eine neue Beziehung. Außer, mir begegnet ein Mann, der mich fasziniert und neugierig macht ihn näher kennen lernen zu wollen.
 
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  • #27
Zitat von Yvette:
Kannst du es nicht mal mit einem Menue erotischer Speisen probieren? Das heizt die Gefühle an und bringt Amor auf den Plan. Good luck!

Was ist das denn für ein Plan? Er liebt sie, sie kann sich im Moment nur "lieben lassen". Jetzt soll sie ein Menü erotischer Speisen ( was genau ist das überhaupt?) servieren? Wozu genau?
 
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  • #30
Zitat von Aitutaki:
Sollte man "anspruchsloser" werden, nur weil man nicht mehr 20 oder 30 ist?

Geht für mich nicht!
Ich würde davon Abstand nehmen, Abstriche bei den eigenen Bedürfnissen zu machen bis endlich doch noch ein Fisch im Netz hängenbleibt, da bleibe ich lieber fehlerfroh geniessender Single. Die Krux ist wohl eher, sich über diese Ansprüche im Klaren zu sein. Wir begegnen unseren Freunden mit all ihren Schwächen und Macken meist sehr entspannt, aber wenn es um die Partnersuche geht ist die Checkliste oft erschreckend lang - kein Wunder, dass man so nicht an jeder Strassenecke über Mr oder Mrs Right stolpert.