lila_lila

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  • #1

Wisch und Weg. Die Liebe als Konsumgut?

Eine Reportage über die online Datingwelt und Ghosting. Ich lasse das mal hier. Schönen Samstag, allerseits!

 

liegestuhl

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  • #2
Ja, ist nun mal so, werte @lila_lila!
Und nun? :cool:
 
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Maron

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  • #9
Mir gefällt im Artikel die bloße Feststellung einer Datingtat: Menschen werden verlassen, noch bevor die Romanze beginnt. Der/die Verlassene kann sich sicher sein: der Ghoster wird nicht glücklich 🙃. Das nenne ich emotionale Ermächtigung, ist auch ne Erfahrung!! Und dennoch wird behauptet, man könnte beim Ghosting keine Erfahrungen machen, ts. Ist ein Scherzartikel🥳.
 
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lila_lila

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  • #10
Mir gefällt der Ausdruck "Die Magie der absichtslosen Annäherung - abgeschafft".... bei 4:42

Keine bahnbrechend neue Erkenntnis, lieber @liegestuhl, aber eine Bestätigung meiner bereits zuvor getroffenen Entscheidung, dass ich beim online Dating raus bin.
 
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chrissi22

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  • #11
Tja und dann, @lila_lila , wie soll man in diesen beschränkten Zeiten jemanden kennen lernen? Ich habe einfach Lust auf einen Partner, natürlich kann man eh nichts erzwingen aber dem ganzen eine Chance geben. Ich weiß echt nicht wie ohne online Dating. 🤔 Und wenn ich an früher denke, wo online noch gaanz weit weg war, war es das selbe Spiel offline, hast jemanden in der Disko kennen gelernt, Händchen haltend durch die Straßen marschiert usw und plötzlich war er oder sie weg. Komplett. Das liegt nicht am Medium sondern an den Menschen. Und absichtslos genähert hat man sich in der Disko oder sonstwo auch nicht, das halte ich für Augenwischerei.
 
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  • #12
Nicht konsumierte Liebe ist auch nicht die Lösung.
Von daher bin ich ein Befürworter des Konsums von Liebe und der Liebe als Konsumgut.
 
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Maron

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  • #14
sind jetzt alle in oder out? :cool:
 
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Maron

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  • #16
Auf jeden Fall muss eine neue Sonnenbrille her, die schwarze ist out. :)
 

ICQ

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  • #17
It's never to dark to be cool.
Ich habe eine transparente Brille. Damit seh ich auch was, wenn keine Sonne scheint.
 

Xeshka

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  • #19
Das mit dem ganzen Ghosting, der fast vollständigen "Ersetzbarkeit von allem und jedem" und ganz generell dass du fast nen Scheiss Wert bist in den allermeisten Augen... das bereitet mir ebenfalls mehr als nur selten allergrösste Mühe. Früher wollte ich stets ernsthaft an etwas rangehen und etwas auch wirklich mit jemandem anpacken... und heute denke ich "Es ist meistens nur ´n schlechter Witz, bloss nicht ernstnehmen... da will mich jemand bloss zum Affen machen". Wie gesagt... solange es nicht anders erwiesen ist, Ausnahmen bestätigen die Regeln.

Keine Ahnung was los ist... gefühlt wars noch nie so prekär wie heute im Auffinden von Liebe. Damit muss man leben und einfach weitgehend mit sich selber zufrieden und in Liebe sein, darin bin ich immerhin seit fast 40 Jahren bestens erfahren.

Wir könnten ja für alle die nicht WIRKLICH suchen kostenlose Bots anbieten. Das Problem ist nur... danach wollen sie echte Menschen, behandeln sie allerdings so wie Bots,... auf dem ganzen verlogenen Mist ist nunmal die Welt gebaut. Gibt ja selbst heute noch... ich glaube sogar die Mehrheit, Leute welche glauben "dem Planet Erde gehts nach wie vor bestens und es gäbe keine Einkommens-Ungleichheiten". Dummheit ist... ich würde sagen das allererste Attribut des Homo... wenn ich das überhaupt offen ausagen darf, meistens verboten.

Wie gesagt, solange es so ist wie es ist... kann ichs kaum noch ernstnehmen, weil ansonsten würde es mir zu nahe gehen, da bin ich dann zu sensibel als noch fühlender Mensch. Vielleicht bin ich gar kein normaler Mensch mehr, jeder möchte ja gerne normal sein, besonders die welche, das ist ja so skurill, am weitesten davon weg sind. Ich bin hier ein abnormales Alien, keine Mühe mit der Vorstellung denn ich passe definitiv nicht mehr rein, muss ich einfach einsehen... ist ein Fakt.

Hat halt auch damit zu tun dass es generell gesellschaftsfähig geworden ist dass wir Beziehungen, auch wenn sie länger oder persönlicher Natur waren... jederzeit und sogar ohne jede Begründung oder ohne jegliche Tränen einfach so aus heiterem Himmel beenden können und quasi dieses komplette Abhandensein von Verantwortung als Akt der uns zustehenden Freiheit anerkannt haben. Ich weiss nicht ab welchem Punkt das passierte aber irgendwann war es entanden. Damit war die Basis... das Vertrauen quasi ebenfalls verloren gegangen... Rückgrad braucht man nicht, geradestehen für etwas muss auch keiner mehr, ist ja jeder jetzt maximal frei. Zumindest theoretisch... wenn dann ein Virus das Gemeinwohl angreift dann legen wir mal fette Eisenketten an... allem und jedem, ist halt alles ziemlich stark auf Lüge gebaut und wer weiss wie weit und schnell sowas noch laufen kann.
 
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Odysseus

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  • #20
Früher wollte ich stets ernsthaft an etwas rangehen und etwas auch wirklich mit jemandem anpacken... und heute denke ich "Es ist meistens nur ´n schlechter Witz, bloss nicht ernstnehmen. Ausnahmen bestätigen die Regeln.
So ähnlich ist es auch mir ergangen. Meine Konsequenz war, mit dem OD aufzuhören; nach dem Motto love it, change it or leave it.
Ich habe nun wieder mehr Zeit für schönere Dinge als das OD und lebe wesentlich entspannter.
Damit muss man leben und einfach weitgehend mit sich selber zufrieden und in Liebe sein, darin bin ich immerhin seit fast 40 Jahren bestens erfahren.
👍
Ich gratuliere dir dazu, weil
Hat halt auch damit zu tun dass es generell gesellschaftsfähig geworden ist dass wir Beziehungen, einfach so aus heiterem Himmel beenden können und quasi dieses komplette Abhandensein von Verantwortung als Akt der uns zustehenden Freiheit anerkannt haben.
[..] geradestehen für etwas muss auch keiner mehr, ist ja jeder jetzt maximal frei.
 

Maron

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  • #21
Hat halt auch damit zu tun dass es generell gesellschaftsfähig geworden ist dass wir Beziehungen, auch wenn sie länger oder persönlicher Natur waren... jederzeit und sogar ohne jede Begründung oder ohne jegliche Tränen einfach so aus heiterem Himmel beenden können und quasi dieses komplette Abhandensein von Verantwortung als Akt der uns zustehenden Freiheit anerkannt haben. Ich weiss nicht ab welchem Punkt das passierte aber irgendwann war es entanden. Damit war die Basis... das Vertrauen quasi ebenfalls verloren gegangen... Rückgrad braucht man nicht, geradestehen für etwas muss auch keiner mehr, ist ja jeder jetzt maximal frei. Zumindest theoretisch... wenn dann ein Virus das Gemeinwohl angreift dann legen wir mal fette Eisenketten an... allem und jedem, ist halt alles ziemlich stark auf Lüge gebaut und wer weiss wie weit und schnell sowas noch laufen kann.

Es hat m.E.die Oberflächlichkeit gesiegt, verantwortlich ist man für das eigene Glück. Etliche Ratgeber stellen dieses "eigenverantwortliche Glücksschicksal" als wegweisende Funktionalität in den Vordergrund. Die Maschine muss laufen und wenn sie nicht läuft, muss sie zum Laufen gebracht werden. Damit ist man dann ewig und drei Tage beschäftigt. Diese Maschinerie produziert jedoch hauptsächlich Arroganz.
 
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liegestuhl

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  • #23
Tja und dann, @lila_lilaUnd wenn ich an früher denke, wo online noch gaanz weit weg war, war es das selbe Spiel offline
Und mental anstrengender, werte @chrissi22!
Als ich früher noch ein blasser Pennäler mit Nickelbrille war, mein Gott, was wurde ich von den Damen geghostet.

Ich wusste manchmal gar nicht, wo die abgeblieben waren. Und dann mit zittriger Hand doch gewagt an der Wählscheibe zu drehen und zum Telefonhörer zu greifen, falls man überhaupt die Nummer der Dame hatte, um dann zu erfahren, dass das einzig Verbindliche das Unverbindliche ist, um ein paar Tage später, bei der nächsten Kirmes mitanzusehen, wie die unverbindliche Dame in verbindlicher Weise mit einem groben, muskelbepackten Kerl, der das größte Moped im Dorf gefahren hat, in der Raupe herumgeknutscht hat.

Herrschaftszeiten, wie oft bin ich in die Telefonzelle gegangen, damit die Eltern nicht von der Schmach erfahren, wenn man auch bei der gegenwärtigen Angebeteten nichts erreicht. Man wollte ja auch vor den eigenen Eltern und Verwandten nicht als Lusche dastehen.

Und heute? Handy, WhatsApp...Und wenn man von der heutigen Angebeteten nichts mehr hört? Entweder zur Tagesordnung übergehen, sie kann ja einen jederzeit erreichen, wenn sie will (!) oder man funkt noch einmal an...Keine Antwort? Ist doch schon eine Antwort!

Alles herrlich bequem und schnell abklärbar, im Gegensatz zu früher. Was hat das immer gedauert, bevor man wusste, wie es weitergeht. Dann hat man früher auch noch Briefe gesendet und Tage gewartet. Will ich diese Zeiten wirklich wiederhaben?

Kurzum: Die Menschen haben sich früher auch doof verhalten, aber heute erkennt man durch das Online Dating und Kommunikationsmedien viel schneller und in der gehäuften Quantität, dass eben viele als soziale Geisterfahrer unterwegs sind.

Egal ob Online Dating oder im richtigen Leben, die Partnersuche setzt eine starke Psyche und Panzernerven voraus. Nicht das Ghosting ist das Problem, sondern, dass immer mehr Menschen dafür psychisch nicht mehr robust genug sind. :cool:
 
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liegestuhl

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  • #25
Der Vorteil der langsamen Methode war, man bekam die Ablehnung in kleineren und somit besser verträglichen Dosen.

Und genau darin sehe ich keinen Vorteil, werter @ICQ!
Das war früher eher wie ein seelisches Sterben auf Raten.

Heute entscheidet es sich Ratzfatz und man kann dann mit klarem Bewusstsein weiterarbeiten.

Es ist gut, wenn man sich folgende Arbeitshypothese zugrunde legt: Die meisten Menschen sind an einem nicht (!) als Partner interessiert und wollen mit uns auch keine Beziehung. Warum sich mit diesen Menschen gedanklich beschäftigen? :cool:
 
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Ungezähmt

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  • #27
, wie soll man in diesen beschränkten Zeiten jemanden kennen lernen? Ich habe einfach Lust auf einen Partner, natürlich kann man eh nichts erzwingen aber dem ganzen eine Chance geben. Ich weiß echt nicht wie ohne online Dating. 🤔
Also, ich versteh´ es nicht und werd´ es nie verstehen, wozu man dazu Online-Dating braucht.
Ich treffe auch ohne Online-Dating in diesen Zeiten viele Leute, mit denen man wunderbar ganz spontan ins Gespräch kommen kann - und sie auch "erlebt".
Man hört die Stimme, sieht, wie sie sich bewegen und fühlt, ob da "was ist": beim Einkaufen, beim Bäcker, beim Spazierengehen, in der Auto-Waschanlage, in der U-Bahn, in diversen Warteschlangen etc, etc.
Wie früher auch.
Und der Vorteil ist, man sieht so aus wie gewöhnlich, nicht aufgehübscht wie beim Ausgehen.
Da sieht das Gegenüber sofort, woran es ist.

Ich hab´ bisher weder beim Online-Dating noch in der Disco jemanden kennengelernt, mit dem ich eine Beziehung eingegangen wäre.
Das waren immer Zufälle oder ist im Freundeskreis passiert.

Ich fühl´ mich momentan auch wieder mal ganz schrecklich einsam und sehne mich nach einem Partner.
Aber sich Druck zu machen bringt eh nix. Dann klappt es auch nicht.
 
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chrissi22

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Ungezähmt

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  • #29
War gestern in der Warteschlange beim Bäcker und ein Mann hat alle Leute vorgelassen, weil er NUR einen Kaffee wollte.
Die Leute waren ewig an der Theke und kauften tausend Sachen.
Ich hab´ ihn dann "genötigt", sich endlich seinen Kaffee zu holen, bevor ich dran war, und er hat mir prompt auch einen mitbringen wollen.
Die ganze Warteschlange hatte was zu lachen und gleich gute Laune.
So schnell kann´s gehen.
 
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Megara

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  • #30
Das gelingt mir tatsächlich nicht. Sehen tu ich zwar anziehende Männer aber die sind so flott vorbei oder ich, ich brauche einfach einen zweiten Blick und den krieg ich meist nicht. Und ich weiß nie, ob der Mensch überhaupt offen für eine Anbahnung wäre. Freunde trifft man zur Zeit ja auch nicht und ausgehen ist nicht....
Manche warten auf Zufälle, viele Andere werden aktiv.
Jeder wie er mag.
Ich halte letzteres derzeit, für sehr viel erfolgversprechender.
Es ist nicht wie immer.🙄
Kontaktmöglichketen sind milde ausgedrückt ,sehr eingeschränkt.
 
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