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  • #61
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
Ah ok, ja das wirkte in deinem ersten Beitrag wirklich anders auf mich. Jetzt verstehe ich deine Argumentation, denke ich. Du meinst also, dass du wohl das gleiche Gesagt hättest, wenn ich eine Frau gewesen wäre? Ok, ich glaube dir das jetzt einfach mal. Aber was ich mich frage ist, wie dann die Reaktionen anderer User auf diesen Beitrag gewesen wäre. Das fänd ich interessant!
Wenn du eine Frau gewesen wärst, hätte ich es sicher nicht anders formuliert.
In einem anderen Thread wurde ich angegriffen, das ich zum Thema die Männer unterstützt habe. Ich würde meine Weiblichkeit untergraben. So ähnlich, auf jeden Fall.

In meinem Freundeskreis kann man mit einigen Leuten gut über Sex reden.
Von den Männern kommt häufig der Spruch " Meine Frau hat irgendwie keine Lust" und sind auf der Suche nach Antworten und Ratschlägen, wie sie es schaffen, ihre Frauen weiterhin zu befriedigen.
Komischerweise wird von den Mädels nicht automatisch angenommen, das ER schlecht im Bett ist, sondern das FRAU ihren Mund aufmachen sollte.
Auch diese Männer glauben nicht, das ihre Frauen schlecht im Bett sind, immerhin kennen sie es ja anders.
Wie schon erwähnt, Gespräche miteinander könnten hilfreich sein.
Sicher steckt bei vielen auch heute noch Scham dahinter. Aber auch Gesten beim Sex können weiter helfen.
 
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  • #62
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

@ VeniVidiVici

Ein Riesen-Kompliment zu Deiner Themenwahl und wie Du Dein Thema gestartet und am Laufen gehalten hast.

In meinen Augen hast Du unendlich viele Aspekte herausgekitzelt, die sonst wohl viel zu selten ausgesprochen und gehört werden.

Du hast es geschafft, zunächst einmal sehr offene, ehrliche und reflektierte Antworten darüber zu bekommen, daß es in unserer Gesellschaft wohl eher die Frauen sind welche es wagen über ihre sexuellen Wünsche zu reden.

Du hast es geschafft, eine gesellschaftliche Asymmetrie zur Sprache zu bringen aufgrund welcher die gesellschaftliche Reaktion eben unterschiedlich ausfällt: Ob es nun ein Mann ist der seine sexuellen Wünsche äußert oder aber eine Frau. Und daß gleichartige Äußerungen von einem Mann in unserer Gesellschaft tendenziell schon kritischer beäugt werden als die von einer Frau.

Du hast es geschafft Dein Thema am Laufen zu halten ohne Dich von irgend welchen Gegensprechern unter Wasser drücken zu lassen.- Insbesondere auch ohne Dich von männlichen Gegensprechern unter Wasser drücken zu lassen. Männern denen es möglicherweise schon „normal“ erscheint, daß ein Mann, der seine sexuellen Wünsche äußert, nun einmal ganz selbstverständlich unter Wasser gedrückt wird – so selbstverständlich daß sie es reflexartig sogar schon selber tun.
 
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  • #63
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Schmusehannes:
Männern denen es möglicherweise schon „normal“ erscheint, daß ein Mann, der seine sexuellen Wünsche äußert, nun einmal ganz selbstverständlich unter Wasser gedrückt wird – so selbstverständlich daß sie es reflexartig sogar schon selber tun.
Wir leben scheinbar auf zwei verschiedenen Planeten. Auf meinem ist es Männern durchaus erlaubt, ihre sexuellen Wünsche zu äußern.
 
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  • #64
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Verärgert:
Es gibt bestimmt auch jede Menge Frauen, die "Befriedigung anderweitig nicht erhalten", nach Deiner Logik könnten/müssten die ja auch einfach nur zu finanziellen Mitteln greifen.
Tun sie aber in sehr viel geringerem Ausmaß als Männer.
Liegt das nun daran,

...dass es ihnen nicht so wichtig ist?
...dass sie nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen?
...dass ihre Befriedigung komplizierter zu bewerkstelligen ist?
Vielleicht greifen ja auch einige genau dieser sexuell unbefriedigten Frauen ja dennoch nach den finanziellen Mitteln. Ich denke dabei aber eher an die (finanziellen) Mittel des Partners.

Ich denke, einigen Frauen ist ihre inner-partneschaftliche Machtposition so wichtig, daß sie versuchen, durch sexuelle Verknappung den Preis für ihre sexuelle Bereitschaft ausreichend hoch zu halten.

Nicht umsonst wird nahezu jedermann (und sei es nur in den öffentlichen Medien) den voller Empörung gesprochenen Satz gehört haben: „Aber für den Sex bin ich Dir noch gut genug!“ Merkwürdigerweise aber auch nur von der Frau gegenüber dem Mann. Zumindest andersrum habe ich es noch nie gehört.

Und die öffentliche Mit-Empörung ist dann in der Regel auch eher auf der Seite der Frau als auf der Seite des Mannes, welcher dann in der Regel auch noch als moralisch Beschämter schön brav genau das tut, wozu die Frau ihn damit gerade abkommandiert hat.


@ Verärgert: In der Tat, deren Befriedigung ist dann schon etwas komplizierter zu erreichen.
Schließlich geht es nicht nur um den Sex! (Auch ein Satz den ich im ablehnenden Tonfall häufiger von Frauen als von Männern höre.)
 
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  • #65
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Verärgert:
Wir leben scheinbar auf zwei verschiedenen Planeten. Auf meinem ist es Männern durchaus erlaubt, ihre sexuellen Wünsche zu äußern.
Diesbezüglich würde ich jetzt mal von unserem grossen Planeten reden. Ich kenns nämlich auch nicht anders.
 
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  • #66
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Schmusehannes, du hast es leider geschafft, das mittlere Differenzierungsniveau in diesem Thread deutlich zu unterbieten. Es ging hier eben nicht darum, daß Frauen eher ihre sexuellen Wünsche äußern dürfen als Männer. Mit deiner etwas groben Zurückbiegung auf dein ewiges Forenthema läuft das hiesige Thema Gefahr, kaputt getrampelt zu werden. Das wäre doch aber hoffentlich ein Bärendienst, den du ihm antust. Also, im Dienste des Voranbringens des Themas möchte ich herzlich einladen zu etwas mehr Aufmerksamkeit und Rücksicht auf Differenzierung.
 
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  • #69
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Gnom:
Wenn du eine Frau gewesen wärst, hätte ich es sicher nicht anders formuliert.
In einem anderen Thread wurde ich angegriffen, das ich zum Thema die Männer unterstützt habe. Ich würde meine Weiblichkeit untergraben. So ähnlich, auf jeden Fall.
seufz. Ein sexismus ist ein pauschale zuschreibung negativer eigenschaften und verhaltensweisen an ein biologisches geschlecht und hat nix mit sex - also ot -, dafür was mit sexus zu tun. 'Zicken ist typisch weiblich' ist sicher eine meinung, aber auch ein sexismus, der aufgrund seiner pauschalität falsch und ob seiner negativen zuschreibung ärgerlich ist. Über das eigene geschlecht einen solchen abzulassen und sich flugs dem anderen geschlecht genetisch näher zu erklären, entbehrt nicht einer gewissen konflikthaften tendenz in der haltung zur eigenen geschlechtlichen identität.
 
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  • #70
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von nuit:
seufz. Ein sexismus ist ein pauschale zuschreibung negativer eigenschaften und verhaltensweisen an ein biologisches geschlecht und hat nix mit sex - also ot -, dafür was mit sexus zu tun. 'Zicken ist typisch weiblich' ist sicher eine meinung, aber auch ein sexismus, der aufgrund seiner pauschalität falsch und ob seiner negativen zuschreibung ärgerlich ist. Über das eigene geschlecht einen solchen abzulassen und sich flugs dem anderen geschlecht genetisch näher zu erklären, entbehrt nicht einer gewissen konflikthaften tendenz in der haltung zur eigenen geschlechtlichen identität.
"OT"
"Zicken ist typisch weiblich" ist in der Tat wirklich eine Meinung.
Ich stelle fest, das hier viele Meinungen abgegeben werden, die von selbsternannten Psychologen auseinander genommen werden, nur weil sie ihnen nicht in den Kram passen.
 
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  • #71
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Heike:
Schmusehannes, ...
Es ging hier eben nicht darum, daß Frauen eher ihre sexuellen Wünsche äußern dürfen als Männer.
Ok. Heike.
Dann werde ich Dir also mal glauben, daß Du das so siehst.

Und mich zunächst einmal wieder auf das Lesen beschränken.
 
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  • #72
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Wenn ich hier antworte gehe ich von einer liebevollen Beziehung aus, wo man auch Interesse aneinander hat und es nicht generell um Sex geht.

Ein wenig irritiert hat mich das VVV zurückgefragt hat ob man den eigenen Körper kennen müsse um eine befriedigende Sexualität zu leben und um auch mutige und aktiv zu sein.

Ich habe auch schon von Männern gehört, dass Frauen eher passiv sind. In meiner Generation war das wohl auch noch die Erziehung die das gefördert hat, später dann die überhöhte Erwartung die die jungen Frauen ans sich hatten die blockierend wirkten und wenn eine nicht gerade ganz doll erotisch orientiert war, war sie doch eher unsicher wie sie sich verhalten soll.
Empfehlenswert wäre es, wenn junge Frauen von erfahrenen Männern in die Sexualität eingeführt würden und umgekehrt.
In den seltensten Fällen läuft es aber so.

Es ist doch das A und 0, dass jemand weiss was ihm/ihr gut tut, was sie/er gerne hat und am besten entdeckt man das mal selbst soweit wie möglich. Sich wirklich hinzugeben und nicht einfach passiv abzuwarten, loszulassen sodass die Hemmungen verschwinden, muss gelernt und geübt werden.

Es gibt Männer die sind von Natur aus begabt oder einfühlsam und "wissen" einfach was eine Frau erweckt. Woher? - vielleicht auch die Erfahrung oder weil sie selbst weibliche Anteile in sich leben lassen. Es gibt solche die lernen es, weil sie nicht nur an die eigenen Befriedigung denken. Manche sind so sinnlich sind, dass die eigene Befriedigung schon bei den Berührungen beginnt. Solange die eigene Befriedigung auf dem Orgasmus fixiert ist, ist die Befriedigung sehr einseitig.

Das gegenseitige Geniessen, einander gerne berühren braucht ein unverkrampftes Miteinander und das hat auch mit gegenseitigem Vertrauen aber auch mit ehrlichem Interesse zu tun. Wagt er/sie zu sagen oder sogar zu zeigen was gefällt? Ich habe früher gemerkt, wenn ein Mann voyeuristische Tendenzen an den Tag legte, hat mich das gebremst. Wenn es wirklich ein wahres Interesse war, bei welchem ich spüren durfte, dass es nicht nur um Sex sondern um mich als Frau geht, war das ganz anders.

Die weibliche Lust steht also dann im Vordergrund wenn der Mann erkennt, dass seine Lust schnell entfacht werden kann und sich durch den Orgasmus auch schneller befriedigt, wenn er jedoch den weiblichen Körper ehrt und Freude empfinden kann, wenn er der Frau Lust (das muss nicht immer und umbedingt ein Orgasmus sein) verschafft entdeckt er, dass das gesamte Zusammensein an Wert gewinnt.
 
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  • #73
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von delfin 1988:
@Carlo

Mir fällt auf, dass der Wahn zur Selbstoptimierung in jeder Hinsicht immer größer oder zumindest medial fast in jedem dieser Hefte in Szene gesetzt wird. Auch die Selbstoptimierung hin zu Lockerheit, Gelassenheit, zu sich selbst stehen. Selbstoptimierung muss dann auch beim Sex sein. Ich hoffe, die ganzen Anleitungen zum Glücklich sein, glücklich abnehmen und mit etwas Glück zum Orgasmus kommen etc. durchdringen nicht allzu viele Frauenhirne.
...
Hallo delfin,

dass jede(r) aus seinem Leben etwas Besonderes machen will, scheint mir "normal". Dass dies mit Standardrezepten nicht zu erreichen ist, ist "tragisch", scheint aber der Magazinindustrie zum Perpetuum mobile zu verhelfen.

Zum Durchdringen gehören dann ja auch die passenden "Hirne" dazu.

LG
C.
 
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  • #74
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Satjamira:
Die weibliche Lust steht also dann im Vordergrund wenn der Mann erkennt, dass seine Lust schnell entfacht werden kann und sich durch den Orgasmus auch schneller befriedigt, wenn er jedoch den weiblichen Körper ehrt und Freude empfinden kann, wenn er der Frau Lust (das muss nicht immer und umbedingt ein Orgasmus sein) verschafft entdeckt er, dass das gesamte Zusammensein an Wert gewinnt.
Schnell, unsensibel, zielorientiert, fantaslielos, .. ist ein Weg der nicht weit führt - sehe ich auch so. Auf die andere Weise gewinnt eine Beziehung eine ganz andere Intensität. Da gewinnt keiner einen Vorteil bei, keiner gerät ins Hintertreffen - wie die Frage des TE das andeutet. Da gibt es nur 'Gewinner'.
 
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  • #75
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
Ah :) Und da haben wir direkt das nächste Beispiel für meine Argumentation ;)
Ich finde deine Frage gut, sie ist so schön provokant;-)

Und ich bin sicher, so wie es grottenschlechte Grobmotoriker unter Männern gibt, so gibt es Frauen, die erotische Nullnummern sind. Vielleicht auch viele, die keine Nullnummern sind , sondern so grad durchschnittlich, wie es ja auch viele Männer gibt. Wäre ich ein Mann und stellte mir zum Beispiel all die Frauen, die sich permanent ihr Krönchen zurechtrücken müssen, wollen, davon träumen ... ja stellte ich mir diese im Bett oder wo auch immer das stattfindet , vor... würde ich mich wahrscheinlich sehr sehr langweilen... mindestens, vielleicht bliebe auch, schlimmer, eine Leere danach...

In deiner Generation, also der zumindest u40, heißt es oft, dass Frauen Pornostellungen nachspielen, um Mann glücklich zu machen, also alles geben, obwohl sie selbst es nicht so besonders anmacht. Also das wäre gewissermaßen das Gegenteil des von dir Angesprochenen. Was ist damit?

Letztlich ist es die Frage, was ist guter Sex? Weiß ich das von mir, kann ich das kommunizieren, auch ohne Worte ggf.?
 
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  • #76
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

bella donna du sprichst mir ganz genau aus dem herzen.....du hast es auf den punkt gebracht.
Tiffany
 
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  • #77
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Vielleicht vor allem ja auch deshalb, weil angesichts des heutigen Zeitgeistes (zumindest in den öffentlich zugänglichen Medien) ein gewisser Zielkonflikt geschürt wird, der so ohne weiteres nicht aufzulösen ist.

Einerseits „dem Mann“ die eigene weibliche Sexualität unerreichbar wie eine Karotte an der Angel vors Maul zu hängen, damit er - welchen Karren auch immer - brav und ordentlich zieht, und andererseits sexuell selber nicht ganz zu verhungern, weil die Karotte zur Erreichung andersartiger Ziele ja noch gebraucht wird. Und dieser Spagat ist halt nun mal nicht immer so einfach zu bewerkstelligen.

Nehmen wir einmal den ARD-Spielfilm vom 26.04.2014 „Die Briefe meiner Mutter“. Da wird von der jüngeren Hauptprotagonistin ein vermutlich vorhandenes sexuelles Interesse ihres ebenfalls jungen Zufallspartners genutzt um ihm die eigene Sexualität (die der jungen Hauptprotagonistin) zunächst unerreichbar wie eine Karotte an der Angel dem Esel vors Maul zu halten. Der junge Mann wird auch noch für das ihm unterstellte sexuelle Interesse gescholten, welches er ja noch nicht einmal gezeigt hat, sondern welches der Zuschauer höchstens erahnen kann. Und diese sexuelle Schelte verläuft dann auch noch in für den Mann extrem entwürdigender Form. Da muss der junge Mann sie dann schon sehr lieben, wenn er sich das gefallen lässt. Vielleicht ist ja das die (unterschwellige) Strategie dahinter. - Aber wie ich meine, eine durchaus riskante, sowohl für „die Frau“, als auch für das Selbstwertgefühl „des Mannes“.

Nun ja, vielleicht sollten die männlichen Zuschauer des Filmes ja auch nur sensibilisiert werden, mit derartig ablaufenden Strategien besser zurecht zu kommen.


Zitat von Heike:
Es ging hier eben nicht darum, daß Frauen eher ihre sexuellen Wünsche äußern dürfen als Männer.

In der Tat, in den öffentlich zugänglichen Medien geht es bereits darum, es als gelebte Normalität darzustellen, daß Männer bereits für die ihnen lediglich unterstellten sexuellen Interessen auf das Entwürdigendste gescholten werden.

Da wird von der jungen Hauptprotagonistin gezickt, daß sich die Balken biegen. Und von Ihr werden nahezu alle Regeln guten Benehmens bis an die Grenze des offenen Rechtsbruchs verletzt. Alle Aktionen gehen zunehmend von der jungen weiblichen Hauptprotagonistin aus. Und die Männer werden im Laufe des Geschehens zu allenfalls geschobenen Statisten.

OK, das ist durchaus mal ein Gegenentwurf zu den gängigen Western der 50er- Jahre, in denen alle Aktionen von den Männern ausgingen und die Frauen allenfalls zu den geschobenen Statisten wurden. - Es lebe die Emanzipation!

Nur eines wird eine derartige Emanzipation nicht lösen können:

Die Diskrepanz zwischen der Sexualität als unerreichbar vors Maul gehaltenen Karotte und dem gemeinsamen Genuss derselben.
 
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  • #78
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Mal sehen was das Fernsehen heute dazu bringt.
 

vhe

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  • #79
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Verärgert:
Möglicherweise besteht tatsächlich der Eindruck, dass 'der Mann als solcher' in gewisser Weise einfacher zu befriedigen ist, weil er (weitaus häufiger als 'die Frau als solche') die sexuelle Bedürfnisbefriedigung einkauft (Prostitution, Pornographie).
Hm. Zählt "Vibrator kaufen" auch als "sexuelle Bedürfnisbefriedigung einkaufen"?
 
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  • #81
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Schmusehannes:
Die Diskrepanz zwischen der Sexualität als unerreichbar vors Maul gehaltenen Karotte und dem gemeinsamen Genuss derselben.
Es könnte weiterhelfen, wenn Du Dein persönliches Problem und Deine verkorkste Sexualität nicht als das Maß aller Dinge betrachten würdest.
 
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  • #82
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Verärgert:
ja aber das tun doch Frauen massenhaft. Sie gucken auch Pornos in ähnlich hoher Zahl wie Männer, geben es aber nicht unbedingt zu. Wer wann wie leichter zu befriedigen ist scheint mir eher "Typsache" und auch "Alterssache". Eine Generationefrage auch...

Die weibliche Lust steht im Vordergrund, weil sie lange massiv unterdrückt war und weil es nun politisch korrekt ist, diese in den Vordergrund zu stellen. Gleichzeitig gilt offenes weibliches Begehren immer noch als "unweiblich" . Dann gibt es massenhaft Ratgeber, werden hier ja immer wieder gerne zitiert, die Frauen genau das raten: Mann zappeln, jagen lassen. Dann machen einige Frauen sicher die Erfahrung ,dass ihr (auch sexuelles) Selbstbewußtsein etliche Männer ganz schön verunsichert,

Und Männerlust braucht Anwälte, braucht selbstbewußte Männer. Dann wird es auch mehr Männer geben, die weder Macho noch Weichei sind und viele viele Frauen freuen sich!
 
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  • #83
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von maxine195:
ja aber das tun doch Frauen massenhaft. Sie gucken auch Pornos in ähnlich hoher Zahl wie Männer, geben es aber nicht unbedingt zu. Wer wann wie leichter zu befriedigen ist scheint mir eher "Typsache" und auch "Alterssache". Eine Generationefrage auch...
Es würden mich da wirklich mal 'Zahlen' interessieren. Also in welchem Verhältnis der Umsatz von Angeboten für Männer zu dem von Angeboten für Frauen steht.
Prostitution sehe ich z.B. als ein Geschäft, bei dem die große Mehrheit der 'Käufer' männlich ist.
Hast Du eine glaubwürdige Quelle für die Info über die weibliche Rezeption von Pornos?
 
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  • #84
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Verärgert:
Es würden mich da wirklich mal 'Zahlen' interessieren. Also in welchem Verhältnis der Umsatz von Angeboten für Männer zu dem von Angeboten für Frauen steht.
Prostitution sehe ich z.B. als ein Geschäft, bei dem die große Mehrheit der 'Käufer' männlich ist.
Hast Du eine glaubwürdige Quelle für die Info über die weibliche Rezeption von Pornos?
ja, kommt noch, muss jetzt aber mal schnell was arbeiten:)
 
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  • #85
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Schmusehannes, schau mal: Karotten haben keine eigenständige Lust, vernascht zu werden. Insofern paßt das Bild nicht allzu gut als Bebilderung eines Primats weiblicher Lust. Es paßt erstmal besser zu einer Sicht des weiblichen Körpers als Objekt. Entziehen kann man aus Machtgründen etwas, was eher den Satus eines Objekts hat.
Daß mittlerweile mehr Raum bekommen hat, daß Frauen manchmal selbst Lust haben und das auch äußern, hat generell sicherlich weder zu einer Umkehrung der Werbeverhältnisse noch einer völligen Angleichung geführt.
Einerseits gibts Befreiung oder sogar Aufforderung dazu, doch ganz selbstverständlich sein Lust zu zeigen, wenn man sie hat, andererseits ist das doch sehr heikel, wann und wie man das tut. Das gilt aber nun nicht nur für Männer, sondern ebenso für Frauen. Geh mal davon aus, daß sexuell sehr offensive Frauen nicht weniger Abwertungen ausgesetzt sind als sexuell offensive Männer. In vielen Situationen weiterhin eher umgekehrt: da ist eine Frau immer noch schnell eine ********, ein Mann hingegen ein echter Kerl.

Die Situation ist, wenn man sie allgemein fassen wollte, sehr komplex und doppelbödig und in deinen Äußerungen zum Thema in all den Monaten habe ich nicht den Eindruck, daß du irgendwie weiter gekommen bist, weder in der Sichtung der unterschiedlichen Stränge der Problematik noch in der gedanklichen Verknüpfung. Vermutlich auch nicht praktisch, aber darüber weiß ich natürlich nichts.
Ich würde dir angesichts dessen empfehlen, wenn du Zeitdiagnose betreiben möchtest, an dieser zu arbeiten. Und wenn du aber eher an deiner persönlichen Situation interessiert bist, dann an einer anderen Ecke zu arbeiten.
Ich glaube auch nicht, daß das Insistieren auf der Kollektivschuld der Gegenwart und insbesondere der Frauen dir hilft, das zu bekommen, was du so ersehnst. Und ich habe bei deinen Beiträgen oft ein ungutes Gefühl, weil diese Mischung aus Zukurzgekommensein, Schuldzuweisung, undifferenziertes Adressieren an "die Frauen" und Abgrenzungsschwierigkeiten explosiv sein könnte. Ich hab vor dem Hintergrund einige drastischer früherer Beiträge von dir ein wenig die Sorge, daß dein Blick eine gewisse Tendenz hat, Frauen, die dir begegnen, in Karotten zu verwandeln und weil du so gefrustet bist, reißt dir irgendwann die Hutschnur und du zerbrichst die imaginierte Karottenangel.
Laß den Gedanken zu, Schmusehannes, daß nicht jede Frau, die dir als wohlschmeckende Karotte erscheint, dich nur aus Machtgründen locken will und ihre eigentliche Lust auf dich nur leugnen wollen. Es könnte auch mal sein, daß sie einfach nichts von dir wollen oder du ihnen sogar nicht ganz geheuer bist. Sorry für meine Direktheit.
 
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  • #86
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

also ich hab jetzt spontan mit in das Thema einsteigen müssen....!!
Auch ich habe die Erfahrung machen müssen, das Männern unsere "Lust" eigentlich egal ist, da sie eher darauf fixiert sind ihren eigenen Spaß bei der Sache zu haben....und wenn man als Frau offen mit diesem Thema umgeht bzw darüber reden möchte, wie es denn ausschaut mit den sexuellen Vorlieben bzw Wünschen...was man sich gegenseitig "gutes" tun könnte um auch im sexuellen Bereich positiv zu harmonieren....tja...viele Männer wünschen ganz einfach nicht darüber zu reden..."ziehen" ihr eigenes Ding durch....betrachten Frauen die offen mit sexuellen Themen umgehen als Exoten...!!! Und außerdem gibt es mindestens genauso viele Männer wie Frauen inzwischen die keine "Lust" mehr haben, weil sie in der Praxis den unkomplizierteren und unproblematischeren "Alleingang" vorziehen....
 
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  • #87
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Gnom:
Und Frauen sind nur so gut im Bett, wie es der Partner zulässt. Meiner Meinung nach wartet keine Frau darauf, befriedigt zu werden. Sie tut etwas dafür.
Aha! Wenn eine Frau also relativ leidenschaftslos und nicht besonders interessiert an Sex ist, dann ist dies die Schuld des Mannes und selbstverständlich auch dessen Aufgabe, die Frau anzuleiten.

Klappt dies nicht, ist auch dies selbstverständlich auf mangelndes Talent und/oder fehlende Phantasie des Mannes zurückzuführen, gell?
 
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  • #88
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

nein, so war das nicht gemeint....es gibt ja tatsächlich auch Männer die keine Lust auf Sex mit ihrer Frau haben...sich aber trotzdem ab und an dazu "herablassen" mit ihrer Partnerin zu schlafen...und ich finde nicht das der Mann eine Frau "anleiten" muß....in einer offenen Partnerschaft sollte man auch zu diesem Thema miteinander offen umgehen und offen darüber reden wie man sich die gemeinsame Sexualität vorstellt....aber ich habe festgestellt, das trotz heutiger Zeit, Aufgeklärtheit...und und und....dies ein sehr heikles Thema ist...und eben auch in vielen Schlafzimmern todgeschwiegen wird...und ist man dazu mal offener als der Durchschnitt....tja...dann sind viele Männer schlichtweg damit überfordert...!! Und ich hab hier jahrelang neben "toten" Männern verbracht, die nie Lust hatten...wahrscheinlich bedauert haben, das sie keine "Tage" vorschieben konnten und das lag ischerlich nicht daran das ich hier nur wie ein Brett im Bett rumliege!!...tja...also nicht nur wir Frauen haben mal keine Lust, Männern geht es doch genauso, nur wird dieses Thema todgeschwiegen bzw. viele Männer haben inzwischen auch aufgrund jahrelanger Alleingänge (warum auch immer, weil auch solche Dinge kann man zu Zweit machen!!) inzwischen Probleme auf nem "normalen" Weg mit einer Frau zu schlafen, da ihre Empfindungen massiv gestört sind..!!
 
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  • #89
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

@Benutzer

Nö. Wenn eine Frau leidenschaftslos ist, dann steht sie einfach nicht wirklich auf den Mann, meine Erfahrung.

Oder hat schlaflose Nächte wegen Baby hinter und vor sich.
Oder ist hormonell auf monatlichem Tiefpunkt.
Oder hat 100000 andere Dinge im Kopf.
....
 
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  • #90
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Benutzer:
Aha! Wenn eine Frau also relativ leidenschaftslos und nicht besonders interessiert an Sex ist, dann ist dies die Schuld des Mannes und selbstverständlich auch dessen Aufgabe, die Frau anzuleiten.

Klappt dies nicht, ist auch dies selbstverständlich auf mangelndes Talent und/oder fehlende Phantasie des Mannes zurückzuführen, gell?
Hab ich das behauptet?