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  • #1

Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Hallo zusammen!

Ich kam auf die Idee, dieses Thema zu starten, da ich als Antwort auf ein anderes Thema gelesen habe, dass jemandem empfohlen wurde, sich durch einschlägige Filme (qualitative solls ja auch geben) und Literatur zu bilden, in Sachen weibliche Lust. Das hat mich auf den Gedanken gebracht, dass es merkwürdigerweise kein grosses Tabu ist über männliche Unfähigkeit im Bett zu sprechen, sehr wohl aber über weibliche. Ich habe mich entschieden dieses Tabu zu brechen, auch wenn das vielleicht etwas provokativ ist. Ich bin zwar relativ jung und sicherlich haben hier viele einen grösseren Erfahrungsschatz, aber meine bisherige Erfahrung war: Viele Frauen sind schlecht im Bett und wissen absolut nichts mit sich und dem Partner an zu fangen.

Das mag, wie bereits gesagt, provokant wirken, ist aber eigentlich gar nicht unbedingt so gedacht. Ich denke halt, dass es bei beiden Geschlechtern solche gibt, die grössere Schwierigkeiten damit haben und solche, denen es flotter von der Hand geht. Ich frage mich nur halt, wieso man immer wieder fast ausschliesslich davon spricht, dass der Mann die Frau befriedigen soll, so als wäre die männliche Befriedigung eine Selbstverständlichkeit. Nun, das ist sie nicht. Zumindest nicht bei allen.

Ich habe öfters in Gesprächen die Erfahrung gemacht, dass es als absolut legitim betrachtet wird, dass eine Frau erwartet befriedigt zu werden, wenn jedoch ein Mann den Selben Wunsch äussert, wird er schnell als egoistischer Sexist und was weiss ich alles abgetan. Ich frage mich wirklich woher das kommt. Vielleicht daher, dass die weibliche Lust ewig lange unterdrückt, verlogen und verleumded wurde? Nun ja, meine bisherigen Partnerinnen und ich sind dafür eigentlich eher zu jung... Dieser Teil der Emanzipation kam meines Wissens Jahre vor unserer Geburt. Ich sehe daher nicht wirklich, wieso eine junge Frau von heute ein gesteigertes Nachholbedürfnis haben sollte. Die Zeit des Mangels hat sie schliesslich gar nicht miterlebt.

Sogar unter Freunden ist das Thema ein Tabu, zumindest in meinem Freundeskreis. Da kommt dann immer nur etwas im Sinne von "Die sieht super aus, hat nen tollen Körper, die ist sicher der Hammer im Bett!" dabei gehört da eben doch mehr dazu als die blosse Attraktivität, aber darüber kann man mit vielen Menschen nicht reden, meiner bescheidenen Erfahrung nach.

Wie sehr ihr das? Was sind eure Erfahrungen mit dem Thema?

Es geht mir dabei jetzt nicht darum, dass jetzt jeder und jede seine Sexgeschichten erzählen soll und darstellt, wie der Partner oder die Partnerin jederzeit auf seine/ihre Kosten gekommen sind, sondern eher um Erfahrungen in Gesprächen zu dem Thema.

Würde mich wirklich interessieren, wie ihr das seht!

Freundliche Grüsse :)
 

LunaLuna

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  • #2
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Ich (w) wusste nicht, dass die weibliche Lust "derart im Vordergrund steht".

Wie äußert sich das? Liegen Deine Partnerinnen einfach da und erwarten, dass Du für die Stimmung sorgst?
 

BellaDonna

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  • #3
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
.... Viele Frauen sind schlecht im Bett und wissen absolut nichts mit sich und dem Partner an zu fangen.

...

Definiere vielleicht zunächst, was für DICH schlecht ist.
Da gibt es ja Hunderte von Möglichkeiten.
Technik:
Sie lehnt von Dir geforderte Praktiken ab.
Sie will Praktiken, die du nicht willst

Emotional:
Sie kann sich nicht fallen lassen
Sie will sich nicht wirklich hingeben
Sie schämt sich...
Sie ist gehemmt.
usw. usf.


Was wäre dann im Gegenzug für DICH gut?
Und glaubst Du, dass Du Deinen persönlichen Erfahrungsschatz nun als allgemeines Wissen darstellen kannst?
Wenn ja, wieso?

Wenn nein, warum tust du´s dann?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Gnom

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  • #4
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Also ich denke, es ist im Allgemeinen kein Tabu mehr über Sex zu reden.
Ob männliche oder weibliche Fähigkeiten oder auch Unfähigkeiten hängt doch noch immer mit den Erfahrungen zusammen, die man im Laufe der Zeit macht.
Frauen sind nicht immer so schnell elektrisiert, wenn es um sexuelle Lust geht, wie bei euch Männern.
Und Frauen sind nur so gut im Bett, wie es der Partner zulässt. Meiner Meinung nach wartet keine Frau darauf, befriedigt zu werden. Sie tut etwas dafür.
In den meisten Männern steckt doch eigentlich der Stolz, eine Frau ÜBERHAUPT befriedigen zu können.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was du für Frauen bisher hattest, aber ich glaube nicht, das die einfach dalagen und gewartet haben.Und selbst wenn, was hast DU getan?

LG
Gnom
 

Gnom

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  • #5
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
Ich habe öfters in Gesprächen die Erfahrung gemacht, dass es als absolut legitim betrachtet wird, dass eine Frau erwartet befriedigt zu werden, wenn jedoch ein Mann den Selben Wunsch äussert, wird er schnell als egoistischer Sexist und was weiss ich alles abgetan. Ich frage mich wirklich woher das kommt. Vielleicht daher, dass die weibliche Lust ewig lange unterdrückt, verlogen und verleumded wurde?

Es ist nun mal so, das weibliche Lust nicht mit rein,raus, fertig, getan ist.
Gut, bei vielen Männern auch nicht.
Ist natürlich schön, wenn du auf Knopfdruck bereit ist.
Frauen wollen begehrt werden, verführt werden. Vorspiel nennt man das, gelle.
Auch in Zeiten der Emanzipation hat sich daran nicht viel geändert.

Mich würde interessieren, was für dich Befriedigung ist?!
 

Viola

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  • #6
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

@ VeniVidiVici

Ich gehe nur auf diesen Teil Deines Posts ein, da ich ueber einige Deiner Aussagen nur den Kopf schuetteln kann.

Zitat von VeniVidiVici:
…. Sogar unter Freunden ist das Thema ein Tabu, zumindest in meinem Freundeskreis. Da kommt dann immer nur etwas im Sinne von "Die sieht super aus, hat nen tollen Körper, die ist sicher der Hammer im Bett!" dabei gehört da eben doch mehr dazu als die blosse Attraktivität, aber darüber kann man mit vielen Menschen nicht reden, meiner bescheidenen Erfahrung nach.

Ich glaube, dass Maenner und Frauen solche Themen im direkten Gespraech anders thematisieren und anders darueber reden. Das trifft sicherlich nicht auf alle zu, aber eine gewisse Tendenz gibt es da sicherlich.

Mit meinen Freundinnen rede ich z.B. oft ueber Sex und Partnerschaft. Wir reden ueber unsere Erfahrungen oder ueber die weibliche / maennliche Lust. Da machen wir uns auch nichts vor oder geben mit unseren Erfahrungen an. Wir tauschen uns einfach aus.

In meinen weiblichen Freundeskreis gibt es nur 2 Frauen, mit denen ich nur wenig und wenn, dann auch nur sehr allgemein, ueber Sex reden kann. Sex wird dann nur am Rande thematisiert. Sie scheuen das Thema, weil es ihnen unangenehm ist, darueber zu sprechen. Ich glaube, dass es gewisse Gruende hat, warum diese 2 Frauen sich dem Thema nicht oeffnen wollen und koennen. Sie sind in meinem Bekanntenkreis die Ausnahmen. (Ich kann sogar offener mit meiner Mutter ueber Sex reden als ich es mit diesen 2 Frauen koennte.)

Werden in einer gemischten Runde in meinem Bekanntenkreis solche Thema angeschnitten, dann ist es meist allgemeiner oder die Maenner halten sich beim Gespraech zurueck. Oder sie witzeln nur rum. Sie wollen ueber gewisse Dinge einfach nicht reden oder dazu offen ihre Meinung sagen.

Ich habe aber schon mit Maennern aus meinem Bekanntenkreis, die in grosser Runde nichts zum Thema sagen wollen, unter vier (auch mal unter sechs) Augen mit ihnen ueber solche Themen gesprochen. Da hatten diese Maenner dann kein Problem mehr und das Gespraech war sehr interessant. Vor anderen in grosser Runde wollten sie sich wohl keine Bloesse geben.

Da Frauen / Freundinnen lockerer mit dem Thema umgehen, sollte es nicht verwundern, dass wir unsere Lust und sexuellen Probleme auch thematisieren und untereinander darueber reden. Ich kenne aber keinen Mann, der z.B. seine Potenzprobleme mit seinen Kumpels besprechen wollen wuerde. Und das sagt doch eigentlich schon alles.
 
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  • #8
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von LunaLuna:
Ich (w) wusste nicht, dass die weibliche Lust "derart im Vordergrund steht".

Wie äußert sich das? Liegen Deine Partnerinnen einfach da und erwarten, dass Du für die Stimmung sorgst?

So ähnlich war das tatsächlich bei einigen. Ich bezog es aber eigentlich eher auf Diskussionen. Man hört immer wieder, dass Männer schlecht im Bett seien und ihre Partnerinnen nicht befriedigen und so weiter. Es wirkt teilweise so als wäre die weibliche Befriedigung der einzige Sinn. Natürlich soll das auch geschehen, das bestreite ich ja gar nicht.
 
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  • #9
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von BellaDonna:
Definiere vielleicht zunächst, was für DICH schlecht ist.
Da gibt es ja Hunderte von Möglichkeiten.
Technik:
Sie lehnt von Dir geforderte Praktiken ab.
Sie will Praktiken, die du nicht willst
Das war selten das Problem

Zitat von BellaDonna:
Emotional:
Sie kann sich nicht fallen lassen
Sie will sich nicht wirklich hingeben
Sie schämt sich...
Sie ist gehemmt.
usw. usf.


Was wäre dann im Gegenzug für DICH gut?
Und glaubst Du, dass Du Deinen persönlichen Erfahrungsschatz nun als allgemeines Wissen darstellen kannst?
Wenn ja, wieso?

Wenn nein, warum tust du´s dann?

Absolut nicht. Und habe ich auch nicht getan. Das hast du wohl irgendwie falsch verstanden. Ehrlichgesagt erschliesst sich mir nicht, wie du von einer Frage nach den Meinungen der anderen Nutzer darauf schliesst, dass ich meine Erfahrung als allgemeingültig hinstellen will. Das Gegenteil ist doch der Fall. Ich möchte wissen, welche Erfahrungen andere gemacht haben. Und nochmal: es geht dabei gar nicht unbedingt um den Sex selber sondern eher darum, wie darüber gesprochen wird. Man, zumindest ich, sieht immer wieder in Foren, dass jemand einem Mann sagt, dass er sich halt in der weiblichen Anatomie fortbilden soll, oder man hört immer wieder von Männern, die "es nicht bringen". Auf Frauen bezogen hört man das sehr selten, und wirds doch mal ausgesprochen gibt es oftmals Anfeindungen. Wie gesagt, das ist meine persönliche Erfahrung, und ich möchte wissen, ob andere das auch so erleben, oder es eben anders sehen.
 
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  • #10
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Gnom:
Also ich denke, es ist im Allgemeinen kein Tabu mehr über Sex zu reden.
Ob männliche oder weibliche Fähigkeiten oder auch Unfähigkeiten hängt doch noch immer mit den Erfahrungen zusammen, die man im Laufe der Zeit macht.
Frauen sind nicht immer so schnell elektrisiert, wenn es um sexuelle Lust geht, wie bei euch Männern.
Und Frauen sind nur so gut im Bett, wie es der Partner zulässt. Meiner Meinung nach wartet keine Frau darauf, befriedigt zu werden. Sie tut etwas dafür.
In den meisten Männern steckt doch eigentlich der Stolz, eine Frau ÜBERHAUPT befriedigen zu können.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was du für Frauen bisher hattest, aber ich glaube nicht, das die einfach dalagen und gewartet haben.Und selbst wenn, was hast DU getan?

LG
Gnom

Siehst du? Dein Beitrag ist eigentlich ein gutes Beispiel für das was ich meinte. Du sagst eine Frau ist so gut im Bett, wie der Partner es zulässt, und fragst was denn ich getan hätte. Nun, wieso genau sollte es immer am Mann liegen? Das leuchtet mir nicht ein. Wenn ich irgendwo mal ein Thema gesehen habe, in dem eine Frau sich darüber beschwert, dass ihr Mann schlecht im Bett sei, kann ich mich nicht erinnern jemals Antworten gesehen zu haben, welche die Schuld primär bei ihr suchen. Erstellt jedoch ein Mann ein solches Thema sind solche Antworten offenbar unvermeidlich. Ich verstehe das wirklich nicht. Oder habe ich deine Antwort missverstanden?
 
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  • #11
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Gnom:
Es ist nun mal so, das weibliche Lust nicht mit rein,raus, fertig, getan ist.
Gut, bei vielen Männern auch nicht.
Ist natürlich schön, wenn du auf Knopfdruck bereit ist.
Frauen wollen begehrt werden, verführt werden. Vorspiel nennt man das, gelle.
Auch in Zeiten der Emanzipation hat sich daran nicht viel geändert.

Mich würde interessieren, was für dich Befriedigung ist?!

Korrekt, Befriedigung ist weit mehr als der Orgasmus. Genau das meine ich. Ich denke schon, dass die meisten Männer deutlich leichter zum Höhepunkt kommen als viele Frauen, aber das heisst noch lange nicht, dass der Sex gut war. Und dass das einfach komplett in der Hand des Mannes ist, also dass allein die Fähigkeit des Mannes darüber entscheiden ob der Sex gut oder nicht so toll wird, wage ich zu bezweifeln. Mit dieser Äusserung habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass es relativ schnell zu Anfeindungen kommt.

Irgendwie frage ich mich auch, ob du den Text überhaupt richtig gelesen hast... Du sprichst davon, dass viele Frauen Vorspiel brauchen um Befriedigung zu erlangen und tust so als hätte ich das Gegenteil behauptet oder als hätte ich angedeutet, dass die Frauen nicht zum Höhepunkt kommen sollen. Meine persönliche Erfahrung, meine ganz persönliche, ist, dass die Partnerinnen zum Höhepunkt kamen (Vortäuschen ist selten perfekt, um diesem Vorwurf vorzugreifen, es gibt anatomische Signale, die schwer zu fälschen sind), ich selber aber nicht. Gut, du kannst das jetzt so begründen, dass du behauptest, ich wüsste halt nicht, was ich mit der Frau anstellen muss, das kannst du von mir aus auch gerne so sehen. Aber ich sehe keinen logischen Grund, wieso man die Verantwortung dafür, ob der Sex nun gut oder schlecht war alleine auf den Mann schieben muss. Immerhin sind ja (im Normalfall) zwei beteiligt.
 
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  • #12
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Viola:
@ VeniVidiVici

Ich gehe nur auf diesen Teil Deines Posts ein, da ich ueber einige Deiner Aussagen nur den Kopf schuetteln kann.
welche denn? Würde mich wirklich interessieren.



Zitat von Viola:
Ich glaube, dass Maenner und Frauen solche Themen im direkten Gespraech anders thematisieren und anders darueber reden. Das trifft sicherlich nicht auf alle zu, aber eine gewisse Tendenz gibt es da sicherlich.

Mit meinen Freundinnen rede ich z.B. oft ueber Sex und Partnerschaft. Wir reden ueber unsere Erfahrungen oder ueber die weibliche / maennliche Lust. Da machen wir uns auch nichts vor oder geben mit unseren Erfahrungen an. Wir tauschen uns einfach aus.

In meinen weiblichen Freundeskreis gibt es nur 2 Frauen, mit denen ich nur wenig und wenn, dann auch nur sehr allgemein, ueber Sex reden kann. Sex wird dann nur am Rande thematisiert. Sie scheuen das Thema, weil es ihnen unangenehm ist, darueber zu sprechen. Ich glaube, dass es gewisse Gruende hat, warum diese 2 Frauen sich dem Thema nicht oeffnen wollen und koennen. Sie sind in meinem Bekanntenkreis die Ausnahmen. (Ich kann sogar offener mit meiner Mutter ueber Sex reden als ich es mit diesen 2 Frauen koennte.)

Werden in einer gemischten Runde in meinem Bekanntenkreis solche Thema angeschnitten, dann ist es meist allgemeiner oder die Maenner halten sich beim Gespraech zurueck. Oder sie witzeln nur rum. Sie wollen ueber gewisse Dinge einfach nicht reden oder dazu offen ihre Meinung sagen.
Gut möglich, deckt sich weitgehend mit meinen Beobachtungen

Zitat von Viola:
Ich habe aber schon mit Maennern aus meinem Bekanntenkreis, die in grosser Runde nichts zum Thema sagen wollen, unter vier (auch mal unter sechs) Augen mit ihnen ueber solche Themen gesprochen. Da hatten diese Maenner dann kein Problem mehr und das Gespraech war sehr interessant. Vor anderen in grosser Runde wollten sie sich wohl keine Bloesse geben.

Da Frauen / Freundinnen lockerer mit dem Thema umgehen, sollte es nicht verwundern, dass wir unsere Lust und sexuellen Probleme auch thematisieren und untereinander darueber reden. Ich kenne aber keinen Mann, der z.B. seine Potenzprobleme mit seinen Kumpels besprechen wollen wuerde. Und das sagt doch eigentlich schon alles.

Hm ja, ich habe aber jetzt auch nicht unbedingt Potenzprobleme gemeint, aber ok, kann man Thematisch sicherlich verbinden, da gebe ich dir recht. Ich weiss natürlich nicht, wie andere Männer mit Frauen unter 4 Augen reden, ich weiss nur, dass meine Männlichen Freunde auch unter 4 Augen nicht zu solchen Gesprächen bereit sind. Vielleicht habe ich auch einfach den falschen Freundeskreis, was dieses Thema angeht.
 
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  • #13
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von fadf:
Die Korrelation ist nach meiner Erfahrung eher umgekehrt... ;)

Weiss ich nicht, ich bin nur halt der Meinung, dass da mehr dazu gehört, und dass die "Verantwortung" bei beiden beteiligten Partnern liegt, und zwar gleichmässig verteilt.
 

Viola

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  • #14
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
welche denn? Würde mich wirklich interessieren.

Hier z.B.:

Zitat von VeniVidiVici:
Viele Frauen sind schlecht im Bett und wissen absolut nichts mit sich und dem Partner an zu fangen.

Zitat von VeniVidiVici:
Ich frage mich nur halt, wieso man immer wieder fast ausschliesslich davon spricht, dass der Mann die Frau befriedigen soll, so als wäre die männliche Befriedigung eine Selbstverständlichkeit.

Zitat von VeniVidiVici:
Ich habe öfters in Gesprächen die Erfahrung gemacht, dass es als absolut legitim betrachtet wird, dass eine Frau erwartet befriedigt zu werden, wenn jedoch ein Mann den Selben Wunsch äussert, wird er schnell als egoistischer Sexist und was weiss ich alles abgetan.

Ich habe mich daher lieber nur auf diesen Teil Deines Postings bezogen:

Zitat von VeniVidiVici:
Sogar unter Freunden ist das Thema ein Tabu, zumindest in meinem Freundeskreis. …….

Wie sehr ihr das? Was sind eure Erfahrungen mit dem Thema?

Es geht mir dabei jetzt nicht darum, dass jetzt jeder und jede seine Sexgeschichten erzählen soll und darstellt, wie der Partner oder die Partnerin jederzeit auf seine/ihre Kosten gekommen sind, sondern eher um Erfahrungen in Gesprächen zu dem Thema.
 
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  • #16
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
Aber ich sehe keinen logischen Grund, wieso man die Verantwortung dafür, ob der Sex nun gut oder schlecht war alleine auf den Mann schieben muss.

Wer ist denn "man"? Es könnte hilfreich sein, wenn Du Deine persönlichen Erfahrungen nicht verallgemeinerst.
 

Heike

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  • #17
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Es ist doch beispielsweise aber ein Gemeinplatz in den Medien, daß aus weiblicher Sicht der Sex mit den Jahren oft besser wird. Obs dazu gute Untersuchungen gibt, weiß ich nicht; ob das tatsächlich so ist, ist hier ja auch nicht Thema; sondern eben wie darüber gesprochen wird.
Das wird selten primär darauf zurückgeführt, daß die Liebhaber dazulernen, sondern meist findet man Formulierungen wie die, daß die Frau ihren Körper besser kennengelernt hat, besser weiß, was sie will, selbstbewußter und unabhängiger ist oder ähnliches. Das ist zwar nicht ganz so ein Leistungsvokabular, aber schiebt eben auch nicht in erster Linie, wie du meinst, dem Mann die Verantwortung zu.

Sicherlich gibt es eine Asymmetrie darin, daß von Leistung eher im Hinblick auf den männlichen Part gesprochen wird, und damit meine ich nicht einfach nur so ein länger und härter, sondern durchaus softere skills wie Einfühlsamkeit, Fallenlassen und derlei. Tut oft so, als sei damit eine Abkehr vom Leistungsprinzip verbunden, ist aber oftmals nur eine Variation davon.
Und zugleich gibt es vermutlich auch eine Asymmetrie in folgendem: Ich nehme mal kurz "länger und härter" als Stereotyp männlicher Sexualität und "fallenlassen und einfühlsam" als Stereotyp weiblicher Sexualität. Wenn nun von männlicher Sexualität "gefordert" wird, sie solle ein bißchen weiblicher sein (fallenlassen und einfühlsam), hört sich das vielleicht irgendwie netter als wenn von weiblicher Sexualität "gefordert" wird, sie solle ein bißchen männlicher sein. Letzteres weckt offenbar leicht den Eindruck von Mechanik, bestimmten Praktiken und ist zu explizit sexuell. Während Einfühlsamkeit usw. ja eher an liebevoll denken läßt und sich nicht gleich so explizit sexuell anhört. Deswegen leichter hinschreibbar, ohne sich dem Schmuddelverdacht auszusetzen. Was sich lieber anhört, hat in so einem Forum, wo es für viele auch gar nicht so ums Verstehen gibt, meist erst die besseren Karten. Damit macht man erstmal nichts falsch in den Augen der meisten.

Interessant ist auch, daß das männliche Leisten sich sowohl auf seine eigene Befriedigung als auch auf die der Partnerin bezieht, während es im Hinblick auf den weiblichen Part um Verantwortung der Frau eher auf ihre eigene Befriedigung ankommt.
Das hat sicherlich auch was damit zu tun, daß Frauen sonst oft die sein sollen, die etwas nicht für sich machen, sondern für andere. Dann wird das Gegenteil eben besonders stark akzentuiert.
Außerdem paßts prima zu dem ja in solchen Foren inflationär vorkommenden Spruch, nichts und niemand könne und solle einen glücklich machen außer man selbst. Viele verstehen das ja als Ausdruck höchster Weisheit. Ich persönlich verbinde damit tendenziell ja eher Einsamkeitsfrust und Opfergefühl. Und weil so ein Forum wie dies nennenswerter Anteile von einem Selbsthilfe- und Opferforum hat, spielen da solche Gedanken vielleicht eine besondere Rolle. Und die Opferrolle ist eben klassischerweise eher weiblich konnotiert.

Tatsächlich ist ja alles divers und bun. Aber im Mittel wirst du natürlich auch eher mit Kopfschütteln oder gar Entrüstung konfrontiert werden, wenn du schreibst "Zum ersten Date sollte die Frau den Mann einladen!", wie wenn du schreibst "Zum ersten Date sollte der Mann die Frau einladen!". Es gibt viele hier, die Emanzipiertheit eher als Schimpfwort verwenden. Und Überemanzipiertheit wird hier eigentlich nie so aufgefaßt, daß die Rollen sich umgekehrt hätten (im Sinne von: die Frau soll den Mann einladen), sindern eher so, daß zu wenig Eindeutigkeit und Ordentlichkeit besteht.
Entsprechend wirst du im Mittel auch mehr mit Kopfschütteln oder gar Entrüstung konfrontiert werden, wenn du schreibst "Frau solls dem Mann gescheit besorgen!" wie wenn du schreibst "Mann soll der Frau schöne Erlebnisse verschaffen!"
Ich glaube, das ist eher unstrittig. Interessant ist, welche Konsequenzen man daraus zieht.
 

lovecat

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  • #18
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Spannendes Thema. Was mir auffällt veni vidi vici ist daß die Emotionen überkochen und du bald geopfert wirst weil du das thematisiert hast.

Ich selbst wollte ein Thema zur weiblichen Lust posten, daß offensichtlich zu org war weil man mir erklärt hat, daß sich die Foristen hier gestört fühlen könnten.

Ich weiß nicht genau wie jung du bist, aber ich kann dir sagen daß viele junge Mädels sehr unsicher sind was ihren Körper angeht die Medien und dieser meiner Meinung nach extrem schizufrene Umgang mit sexualität begünstigt dass. Die Zahl von magersüchtigen steigt bedrohlich an, weil die Mädels und auch die Männer einem nicht zu erreichenden Schönheitsideal herlaufen und ich gebe dir recht, niemand bringt einem bei wie man seinen körper genießt. Wie soll das also ein anderer schaffen?

Ich persönlich finde "schlecht im Bett" gibt es nicht. Wenn man zusammen paßt dann ist es einfach schön und wenn nicht dann nicht. Und ja das liegt an beiden.

Speziell in meiner jugend habe ich mitgekriegt wie Männer oder jungs sehr abwertend mit meiner und der sexualität anderer mädels umgegangen sind. Vielleicht ist das dir Kehrtwende.

Für mich hat Sex ganz viel mit kommunikation zu tun. Ich brauch das um Nähe aufzubauen und den anderen zu begreifen. Ganz und Gar.
Viele Männer sind mir oft zu zielorientiert, und auch wenn es rein körperlich befriedigend ist, der Seele tut es nicht gut. Aber ich glaub diese Art von Verbindung kann nur zwischen zwei Menschen stattfinden die sich sehr respektieren und wertschätzen.
 
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  • #19
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Viola:
Hier z.B.:







Ich habe mich daher lieber nur auf diesen Teil Deines Postings bezogen:

Hm... Naja gut, bei den ersten beiden Zitaten kann ich es halbwegs nachvollziehn, beim dritten nicht wirklich. Aber gut, ist schliesslich dein gutes Recht nur auf bestimmte Teile einzugehn :) Wünsche einen schönen Abend
 
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  • #21
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Verärgert:
Wer ist denn "man"? Es könnte hilfreich sein, wenn Du Deine persönlichen Erfahrungen nicht verallgemeinerst.

Es könnte auch hilfreich sein, wenn du liest. Ich habe ausdrücklich darum gebeten, dass andere Ihre Erfahrungen teilen.
 
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  • #22
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Heike:
Es ist doch beispielsweise aber ein Gemeinplatz in den Medien, daß aus weiblicher Sicht der Sex mit den Jahren oft besser wird. Obs dazu gute Untersuchungen gibt, weiß ich nicht; ob das tatsächlich so ist, ist hier ja auch nicht Thema; sondern eben wie darüber gesprochen wird.
Das wird selten primär darauf zurückgeführt, daß die Liebhaber dazulernen, sondern meist findet man Formulierungen wie die, daß die Frau ihren Körper besser kennengelernt hat, besser weiß, was sie will, selbstbewußter und unabhängiger ist oder ähnliches. Das ist zwar nicht ganz so ein Leistungsvokabular, aber schiebt eben auch nicht in erster Linie, wie du meinst, dem Mann die Verantwortung zu.
Das mag ja teilweise stimmen, wenn du aber die Antworten von Gnom und Verärgert in diesem Thema betrachtest, siehst du eben andere Beispiele, die eher dem entsprechen, was ich als meine Erfahrungen beschrieben habe. Sicherlich würde es vielen Menschen nicht schaden ihren eigenen Körper sowie auch den ihrer potentiellen Partner etwas besser zu kennen, das bezweifle ich ja auch gar nicht. Ich will damit auch keinesfalls sagen, dass die Männer sich nicht Mühe geben sollen. Nur sollten das eben die Frauen ebenfalls. Zumindest hier in der Diskussion ging es ja bisher relativ deutlich in die Richtung, dass der Mann (direkt auf mich bezogen in dem Beispiel) was falsch im Bett gemacht hat. Und darum geht es mir :)

Zitat von Heike:
Sicherlich gibt es eine Asymmetrie darin, daß von Leistung eher im Hinblick auf den männlichen Part gesprochen wird, und damit meine ich nicht einfach nur so ein länger und härter, sondern durchaus softere skills wie Einfühlsamkeit, Fallenlassen und derlei. Tut oft so, als sei damit eine Abkehr vom Leistungsprinzip verbunden, ist aber oftmals nur eine Variation davon.
Da gehe ich absolut mit dir konform. Wie bereits erwähnt, beziehe ich auch das Wort "befriedigen" auf mehr als den reinen Höhepunkt. Ähnlich sehe ich es bei der "Leistung". Davon abgesehen, dass da auch vieles vom Geschmack der Beteiligten abhängt, gehören da natürlich auch "soft skills" dazu.


Zitat von Heike:
Und zugleich gibt es vermutlich auch eine Asymmetrie in folgendem: Ich nehme mal kurz "länger und härter" als Stereotyp männlicher Sexualität und "fallenlassen und einfühlsam" als Stereotyp weiblicher Sexualität. Wenn nun von männlicher Sexualität "gefordert" wird, sie solle ein bißchen weiblicher sein (fallenlassen und einfühlsam), hört sich das vielleicht irgendwie netter als wenn von weiblicher Sexualität "gefordert" wird, sie solle ein bißchen männlicher sein. Letzteres weckt offenbar leicht den Eindruck von Mechanik, bestimmten Praktiken und ist zu explizit sexuell. Während Einfühlsamkeit usw. ja eher an liebevoll denken läßt und sich nicht gleich so explizit sexuell anhört. Deswegen leichter hinschreibbar, ohne sich dem Schmuddelverdacht auszusetzen. Was sich lieber anhört, hat in so einem Forum, wo es für viele auch gar nicht so ums Verstehen gibt, meist erst die besseren Karten. Damit macht man erstmal nichts falsch in den Augen der meisten.
Ah! Genau sowas habe ich mir mit dem Thema hier erhofft! Sehr interessanter Denkansatz. stimmt, diese "sexuellen Stereotypen" gibt es absolut. Und da ich denke, dass es eben um ein Miteinander, heisst letztlich auch auf einander eingehen. Stimmt, deine Erklärung der Unterschiede ist Einleuchtend.

Zitat von Heike:
Interessant ist auch, daß das männliche Leisten sich sowohl auf seine eigene Befriedigung als auch auf die der Partnerin bezieht, während es im Hinblick auf den weiblichen Part um Verantwortung der Frau eher auf ihre eigene Befriedigung ankommt.
Genau! Genau das meinte ich :)

Zitat von Heike:
Das hat sicherlich auch was damit zu tun, daß Frauen sonst oft die sein sollen, die etwas nicht für sich machen, sondern für andere. Dann wird das Gegenteil eben besonders stark akzentuiert.
Außerdem paßts prima zu dem ja in solchen Foren inflationär vorkommenden Spruch, nichts und niemand könne und solle einen glücklich machen außer man selbst. Viele verstehen das ja als Ausdruck höchster Weisheit. Ich persönlich verbinde damit tendenziell ja eher Einsamkeitsfrust und Opfergefühl. Und weil so ein Forum wie dies nennenswerter Anteile von einem Selbsthilfe- und Opferforum hat, spielen da solche Gedanken vielleicht eine besondere Rolle. Und die Opferrolle ist eben klassischerweise eher weiblich konnotiert.
Es gibt mittlerweile, zum Glück, viele starke Frauen, die durchaus nicht einfach nur eine Opferrolle einehmen. Aber ja, ich habe auch den Eindruck, dass das oft in Verbindung gebracht wird. Aber ich empfinde das als relativ problematisch.

Zitat von Heike:
Tatsächlich ist ja alles divers und bun. Aber im Mittel wirst du natürlich auch eher mit Kopfschütteln oder gar Entrüstung konfrontiert werden, wenn du schreibst "Zum ersten Date sollte die Frau den Mann einladen!", wie wenn du schreibst "Zum ersten Date sollte der Mann die Frau einladen!". Es gibt viele hier, die Emanzipiertheit eher als Schimpfwort verwenden. Und Überemanzipiertheit wird hier eigentlich nie so aufgefaßt, daß die Rollen sich umgekehrt hätten (im Sinne von: die Frau soll den Mann einladen), sindern eher so, daß zu wenig Eindeutigkeit und Ordentlichkeit besteht.
Entsprechend wirst du im Mittel auch mehr mit Kopfschütteln oder gar Entrüstung konfrontiert werden, wenn du schreibst "Frau solls dem Mann gescheit besorgen!" wie wenn du schreibst "Mann soll der Frau schöne Erlebnisse verschaffen!"
Ich glaube, das ist eher unstrittig. Interessant ist, welche Konsequenzen man daraus zieht.
Ja, da hast du sicherlich recht. Und letztlich in der Beziehung klärt man es sowieso am besten mit dem Partner selbst. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass der Sex besser wurde, wenn man sich besser kennt, aber das werden sicherlich auch wieder einige anders sehn, gibt ja Leute die auf One-Night-Stands schwören. Deswegen geht es mir auch nicht direkt um den Sex selber, das soll jedes Pärchen mit sich ausmachen, sondern eben darum, wie das ganze Thema in der Öffentlichkeit angegangen wird. Denn angegangen wird es.
 
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  • #23
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von lovecat:
Spannendes Thema. Was mir auffällt veni vidi vici ist daß die Emotionen überkochen und du bald geopfert wirst weil du das thematisiert hast.
Danke! Na wir werden sehn :) Im schlimmsten Fall kann ich ja das Thema auch einfach wieder verlassen oder schliessen lassen ;) Aber Ich habe ja von Anfang an mit gewissen einschlägigen Antworten gerechnet. Zumindest, dass gesagt wird, ich sei doch eh ne Flasche im Bett war zu erwarten. Da die Poster aber keinerlei direkte sexuelle Erfahrungen mit mir haben, kann ich damit bisher ganz gut leben.

Zitat von lovecat:
Ich selbst wollte ein Thema zur weiblichen Lust posten, daß offensichtlich zu org war weil man mir erklärt hat, daß sich die Foristen hier gestört fühlen könnten.
Dazu möchte ich betonen, dass ich absolut nicht der Meinung bin, dass an der weiblichen Lust irgendwas falsch sei oder dass man sie vernachlässigen soll, solche Ewiggestrigen solls ja auch geben.

Zitat von lovecat:
Ich weiß nicht genau wie jung du bist, aber ich kann dir sagen daß viele junge Mädels sehr unsicher sind was ihren Körper angeht die Medien und dieser meiner Meinung nach extrem schizufrene Umgang mit sexualität begünstigt dass. Die Zahl von magersüchtigen steigt bedrohlich an, weil die Mädels und auch die Männer einem nicht zu erreichenden Schönheitsideal herlaufen und ich gebe dir recht, niemand bringt einem bei wie man seinen körper genießt. Wie soll das also ein anderer schaffen?
ich bin Mitte 20. Dass das Alter der beteiligten Partner eine Rolle spielt kann ich mir gut vorstellen, da fehlt mir aber letztlich die persönliche Erfahrung, muss ich ehrlich sagen. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass eigentlich ein unnötiger Druck erzeugt wird und das ist oft schädlich.

Zitat von lovecat:
Ich persönlich finde "schlecht im Bett" gibt es nicht. Wenn man zusammen paßt dann ist es einfach schön und wenn nicht dann nicht. Und ja das liegt an beiden.
Natürlich ist das auch immer Geschmackssache. Ich denke gerade beim Sex unterscheiden sich die Vorlieben teilweise ziemlich stark. Aber darum ging es mir auch nicht primär. Aber wir sind uns ja einig, dass es an beiden liegt.

Zitat von lovecat:
Speziell in meiner jugend habe ich mitgekriegt wie Männer oder jungs sehr abwertend mit meiner und der sexualität anderer mädels umgegangen sind. Vielleicht ist das dir Kehrtwende.
Ich kenne dein Alter nicht, aber ich denke schon, dass sich da eine gewisse Entwicklung abgespielt hat. Nach wie vor werden aktivere Frauen schnell mal als "Schlampen" oder ähnliches Abgestempelt. Heisst nach der Idealvorstellung vieler Menschen sollten Männer extrem sexuell aktiv sein, junge Frauen hingegen möglichst wenig, und das ganze soll dann auch noch wenn möglich nur heterosexuell ablaufen. Etwas überspitzt formuliert. Ich bin definitiv der Meinung, dass wir da als Gesellschaft doch noch einiges zu tun haben.

Was das mit der Kehrtwende angeht... Wie bereits Heike andeutete, unterscheiden sich heutige Frauen eben doch in vielen Dingen ziemlich stark von den Idealen der frühen Emanzen. Ein grosser Teil der Frauen wird nach wie vor erwarten, dass der Mann bezahlt, ein grosser Teil möchte auch gerne, dass man die Tür aufhält (abgesehen davon, dass man aus höflichkeit auch einfach jedem die Tür aufhalten sollte, der direkt nach einem kommt, unabhängig vom Geschlecht) und es wird eben auch die "sexuelle Verantwortung" ziemlich weitgehend dem Mann überlassen. Einerseits mag dadurch beim Mann ein gewisser Druck entstehen, andererseits begibt sich die Frau auch schlicht in eine Art Abhängigkeit. Und da ich überzeugt bin, dass Frauen diese Dinge sehr wohl in eigene Hände nehmen können, ist es zu einem relativ grossen Teil eine Abhängigkeit, die sich viele selber auferlegen, und dies oftmals unbewusst. Ich habe gerade über das Thema "Zahlen beim Date" mit mehreren weiblichen Freunden gesprochen, und den allermeisten leuchtete gar nicht ein, dass man das auch negativ sehen kann. Auch hier werden andere sicherlich andere Erfahrungen gemacht haben, also bitte versteht das jetzt nicht so als möchte ich meine Erfahrungen als allgemeingültige Wahrheit darstellen. Ich teile nur eben meine Beobachtungen. Würden wir alle unsere Beobachtungen öfters teilen, wären wir alle klüger.


Zitat von lovecat:
Für mich hat Sex ganz viel mit kommunikation zu tun. Ich brauch das um Nähe aufzubauen und den anderen zu begreifen. Ganz und Gar.
Viele Männer sind mir oft zu zielorientiert, und auch wenn es rein körperlich befriedigend ist, der Seele tut es nicht gut. Aber ich glaub diese Art von Verbindung kann nur zwischen zwei Menschen stattfinden die sich sehr respektieren und wertschätzen.

Das sehe ich ähnlich. Es soll auch Menschen geben, weiblich wie männlich, die auf Quickies stehn, und wenn das für beide recht ist, wieso nicht? Aber eben, das muss wohl jedes Paar für sich selber klären.

Freundliche Grüsse

:)
 
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  • #24
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
wenn du aber die Antworten von Gnom und Verärgert in diesem Thema betrachtest [...] Zumindest hier in der Diskussion ging es ja bisher relativ deutlich in die Richtung, dass der Mann (direkt auf mich bezogen in dem Beispiel) was falsch im Bett gemacht hat.

Das mit der Hand(arbeit) war ein Joke, den ich mir nicht verkneifen konnte...

Allerdings bleibe ich dabei, dass Du DEINE Erfahrungen mit EINIGEN Frauen nicht verallgemeinern kannst. Auch Frauen stellen sich die Frage, wie sie gemeinsam mit einem Mann beidseitig befriedigende sexuelle Erfahrungen machen können. Und sie stellen sich dabei auch oft selbst in Frage und suchen 'die Schuld' bei sich, wenn es mit der Befriedigung nicht so gut klappt.

OT: Bist Du's, Beni578?
 
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BellaDonna

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  • #25
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von Verärgert:
...... Auch Frauen stellen sich die Frage, wie sie gemeinsam mit einem Mann beidseitig befriedigende sexuelle Erfahrungen machen können. Und sie stellen sich dabei auch oft selbst in Frage und suchen 'die Schuld' bei sich, wenn es mit der Befriedigung nicht so gut klappt.
.....

Nicht nur sich. Es gibt sehr sicher viele Frauen, die auch durch die Emanzipation bedingt ihren Partnern die Frage stellen, was denn schön für diese sei.
Mag sein, dass es dazu erst ein gewissen Alter für den Mut braucht.
Aber hier ist auch der Mut der Männer gefragt, dann ehrlich zu antworten. Oder in diesem Punkt aktiv zu werden und ihre Bedürfnisse mal zu verbalisieren.

Veni: Hast du denn mal mit den Frauen geredet, die in Deinem Bett schlecht waren?
Oder hast du dich zurück gelehnt und abgewartet, weil Kommunikation ja eh Frauensache ist. Und hast dann somit deinem eigenen Thread Vorschub geleistet?
 

LunaLuna

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  • #26
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von BellaDonna:
Es gibt sehr sicher viele Frauen, die auch durch die Emanzipation bedingt ihren Partnern die Frage stellen, was denn schön für diese sei.

Gibt es auch welche, die das nicht tun???
Bzw. gibt es so viele, dass das überhaupt erwähnt werden muss?
 

Gnom

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  • #27
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
Siehst du? Dein Beitrag ist eigentlich ein gutes Beispiel für das was ich meinte. Du sagst eine Frau ist so gut im Bett, wie der Partner es zulässt, und fragst was denn ich getan hätte. Nun, wieso genau sollte es immer am Mann liegen? Das leuchtet mir nicht ein. Wenn ich irgendwo mal ein Thema gesehen habe, in dem eine Frau sich darüber beschwert, dass ihr Mann schlecht im Bett sei, kann ich mich nicht erinnern jemals Antworten gesehen zu haben, welche die Schuld primär bei ihr suchen. Erstellt jedoch ein Mann ein solches Thema sind solche Antworten offenbar unvermeidlich. Ich verstehe das wirklich nicht. Oder habe ich deine Antwort missverstanden?

Sorry,vielleicht habe ich mich wirklich nicht richtig ausgedrückt.
Natürlich liegt es nicht immer am Mann.
Wenn einer behauptet, der andere sei schlecht im Bett, ob Mann oder Frau, sollte ich mir überlegen, wie hoch meine Ansprüche an den Anderen sind,
Was mag ich, was habe ich besonders gern. Auf welche Praktiken stehe ich?
Als Beispiel nehme ich einfach mal Dominat/Devot.
Wenn ich als Frau eine devote Ader habe, bevorzuge ich natürlich einen dominanten Mann.
Und wenn beide vorher nicht über ihre sexuellen Vorlieben reden, kann es natürlich im Bett zu Missverständnissen kommen, wenn SIE nur daliegt und wartet, das was passiert.
Oder ihm durch Gesten beizubringen versucht, was Sache ist oder auch umgekehrt.
Als ich (45J) noch jung war, hatte ich auch noch nicht den Mut, offen über Sex zu reden.
In einem anderen Beitrag wurde angesprochen, das sich das ändert, wenn man älter wird.
Das kann ich nur bestätigen.
Vielleicht liegt vieles, was du ansprichst, wirklich nur an der Kommunikation.
Und im Allgemeinen, finde ich, liegt es nicht wirklich nur am Mann, der Frau sexuelle Befriedigung zu verschaffen.
Wie gesagt, wenn ich weiss, was ich will, bekomme ich es auch.
Nur muss der Partner da mitspielen können oder wollen.

Die Frage ist, was wird "als schlecht im Bett" bezeichnet?
Meistens bezieht sich das doch auf Dinge, welche der andere nicht möchte, man selbst aber als das höchste Glück ansieht.
Und schon ist der andere schlecht.
 
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  • #28
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Stimmt denke ich schon. Frauen werden medial ständig aufgefordert, selbstbewusst ihre sexuellen Wünsche zu artikulieren, für Männer lese ich derartige Ratschläge nicht. Da kann schon der Eindruck entstehen, Frau fordert und das wirft die Frage auf, was gibt sie eigentlich? Reicht es, dass sie ihren Körper gibt? Frauen geben sich Männern hin, umgekehrt eher nicht. Ist der weibliche Körper irgendwie ein größeres Geschenk für ihn als umgekehrt seiner für sie? Wenn ja, warum?
 

equinox

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  • #29
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von VeniVidiVici:
Viele Frauen sind schlecht im Bett und wissen absolut nichts mit sich und dem Partner an zu fangen.
... das meint also, die mehrzahl der frauen, mit denen du zu tun hattest (nur, wie viele waren das tatsächlich?), empfandest du als langweilig. könnte das schlicht und einfach mehrfach eine falsche wahl gewesen sein?

Zitat von VeniVidiVici:
... wenn jedoch ein Mann den Selben Wunsch äussert, wird er schnell als egoistischer Sexist und was weiss ich alles abgetan ...
ist das tatsächlich so usus in deiner altersgruppe (mitte zwanzig, wenn ich das richtig mitgelesen habe)? gibt es dafür objektive anhaltspunkte oder ist das auch nur in der beschränkten auswahl deines weiblichen intim-bekanntenkreises der fall?

meine erfahrungen sind und waren da eher andere, allerdings bin ich auch fast 60 und vielleicht ist meine altersgruppe ja grundlegend anders auf- und eingestellt? oder vielleicht doch nur die personen, die ich mir aussuche/ausgesucht habe?
 
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equinox

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  • #30
AW: Wieso steht die weibliche Lust derart im Vordergrund?

Zitat von delfin 1988:
Frauen werden medial ständig aufgefordert, selbstbewusst ihre sexuellen Wünsche zu artikulieren, für Männer lese ich derartige Ratschläge nicht.
hmm, welche medien bevorzugst du?

Zitat von delfin 1988:
Frauen geben sich Männern hin, umgekehrt eher nicht.
... und welchen typ männer bevorzugst du ... ;-))

ich denke, verallgemeinerungen ohne jeden rückgriff auf wenigstens halbwegs objektive daten und statistische erhebungen zur thematik sind da insgesamt recht wenig hilfreich. aber manchmal machen tratsch und klatsch auch spass, das kann ich allerdings sehr gut verstehen.