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  • #16
Hallo Zusammen und danke für eure Hilfe und Meinungen. Ich kann jetzt nicht auf jeden einzelnen ein gehen, aber ich versuche mein bestes zu geben ;-)
Thema Sport: Ich bin zu ausgepowert um noch Sport zu machen. Auf der Arbeit bewege ich mich sehr viel. Ehrlich. Ich habe mal gelesen wir gehen ca. 10 km.pro Tag. Schwimmen wäre toll, aber da hatte ich immer diese Problemzonen ;-)
Nun gut inzwischen sind sie fast weg. Habe jetzt leider? einen BMI von 19 erreicht, was mich geschockt hatte. War zwar nie dich, aber die Kilos sind weg. Weshalb ich jetzt auch beim Arzt war. Tja. Jetzt soll ich ruhiger werden und muss meinen Magen schonen. Weitere Behandlungen folgen. Der Tip mit Neurologe ist nicht verkehrt. Ich war letztes Jahr schon da und hatte wohl die falsche erwischt. Kurzes Gespräch mit sofortiger Diagnose "Depression" und ein Rezept! Damit war ich bedient! Reale Freunde könnten helfen, habe aber nur verheiratete und diese haben nur Zeit wenn die Männer arbeiten sind. Somit ist das ein Teufelskreis. Und jetzt wie weiter? Ach und Autogenes Training ist nicht meine Welt. Ich fand das komisch vor allem als die Frau uns vorlas wir sollen uns vorstellen wir wären Blumen. Es hat mich 90 Euro gekostet und ich war anschließend aggressiver als davor. Bei einer Homöopathie bin ich auch gewesen. Die kleinen Kügelchen haben auch nix gebracht :-/ Bin ich ein hoffnungsloser Fall oder derzeit nur richtig down?
 
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  • #18
Danke der Link ist gut. Werde ich versuchen :)
 
D

Deleted member 4363

  • #19
Hallo monday,

du hast ganz am Anfang mal was von Angst vor einem Burnout geschrieben. Ich glaube da warst du schon auf der richtigen Spur.
Burnout ist englisch und heißt übersetzt "ausbrennen" oder "Ausgebranntsein". Google mal !
Früher hat man diesen Zustand oft als Erschöpfungsdepression diagnostiziert. Es ist also eine gute Idee einen Facharzt aufzusuchen.
Gespräche, evtl. Antidepressiva und eine Psychotherapie sind meist sehr hilfreich. Du wirst einiges in deinem Leben verändern müssen, aber es wird sich lohnen!! Und du wirst unterstützt dabei.
Es gibt auch die Möglichkeit bei der Krankenkasse und/oder dem Rententräger eine Reha-Maßnahme zu beantragen. Das wird dir der Facharzt erklären.
Ich wünsch dir Kraft und den Mut etwas zu verändern.
LG
 
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  • #20
gerne doch. gib halt auch da verschiedene und wenn du da eh eher skeptischer dazu stehst ist es dann auch eher problematisch, wenn dann die tiefer gehenden Sachen schon am Anfang kommen.
 
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  • #21
Hallo Monday,

vllt. helfen dir die paar Tips hier, die mir helfen.
Nachts grübeln/nicht schlafen:
Wenn ich nicht einschlafen kann, weil ich das gefühl habe, nicht alles erledgit zu haben, dann hilft es mir, wenn ich langsam und tief ein- und ausatme. Das mach ich bewusst, damit ich die Atembewegung kontrollieren kann. Das brignt mich mental meistens runter. Wenn das nicht hilft bin ich auch schon mal raus und hab einen 5-10min Spaziergang gemacht. Die Ruhe draußen, die Kälte und Dunkelheit sind echt entspannend.
Was ich nicht mache, aber schon öfter gehört und in einem der ersten Antworten hier gelesen habe, ist ein Tagebuch, oder Notizen. Wenn man aufschreibt, was man noch zu erledigen hat, dann soll das helfen, sich sicher zu sein, es nicht zu vergessen.

Grübeln (allgemein):
Hier weiß ich nicht, ob ich das wirklich auf dich zutrifft, aber vllt. dient es dir ja als Bsp. für andere Situationen.
Ich habe jahrelang quasi jede meiner Handlungen, Äußerungen, ... mental auf den Prüfstein gelegt. Das ging soweit, dass ich mir jedesmal bevorh ich auf eine Ringstraße fahren musste, 5min lang überlegt habe, wie rum ich heute fahre. Als ich dann eine Richtung gewählt hatte, hab ich mir den ganzen Weg überlegt ob das der Richtige war. Das hat mich zum einen enorm viel Energie, zum anderen Zeit und Sicherheit gekostet. Es blieb nicht bei privatem, auch in der Arbeit hab ich ähnlich gedacht.
Das zu ändern war nicht einfach, aber nicht weil es schwer oder unangenehm ist, sondern weil es unheimlich schwer zu bemerken ist. Dafür war es dann in etwa 2 Woche so gut, dass ich mch wie befreit gefühlt habe.
Ich bin jedesmal dann, wenn ich mich wieder Hinterfragt oder andere Gedanken gemacht habe hergegangen und hab das aktiv unterbunden. Ich habe mir gesagt: "ich habe alles getan was machbar war, so gut ich es konnte. Wenn es nicht gut genug oder zu wenig ist, ist es so, ändern kann ich es eh nicht mehr." Als ich damit durch war, hat sich auch das Verhalten meines Umfelds geändert. Ich bin weniger hinterfragt und insgesamt ernster genommen worden.

Für dich würde es vllt. reichen, dass du dir denkst: "Nun gut, morgen kann ich das alles erledigen, heute war schon alles voll." Dann schreibst du es noch auf und kannst nach dem Spaziergang ruhig und entspannt schalfen ;)

Alles gute!
Djslimer
 
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  • #22
Was mir hilft: ggf. nachts irgendetwas beruhigendes hören. Ich habe mir da auf dem RealPlayer eine Playliste gemacht, die etwa 8 Stunden dauert und die ich bei Bedarf laufen lasse. Für mich ist das die beste Medizin gegen nächtliches Gedankenrasen.
Schau vielleicht einmal nach, welche Hörbücher oder Hörspiele Dir gut tun. Manchmal liegt es ganz einfach an den Stimmen, damit sich ein Wohlbefinden einstellt. Mir tun z.B. in solchen Fällen die Stimmen von Hans-Peter Hallwachs, Friedrich Schönfelder und Martin Held gut. Bei Musik bin ich bei Glenn Gould, aber auch bei Alter Musik (Renaissance und Barock sowie frühe Klassik) gelandet.
 
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  • #23
Zitat von MichaelX:
Guten Morgen monday,

woher willst Du wissen, ob Dir ein Therapeut nicht doch helfen kann? Eine Verhaltenstherapie kann Wunder wirken, wenn man sich darauf einlässt. Vielleicht leidest Du ja schon unter dem Erschöpfungssyndrom. Oft ist man selbst nicht in der Lage das bei sich selbst festzustellen.
Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn du schon so lange derart unterwegs bist, dürfte es schwierig werden, durch das Lesen eines Ratgebers sein Leben komplett umzustellen. Und wenn ich lese, dass du nun die "gesundheitliche Quittung" für dein bisheriges, offensichtlich stressvolles Leben erhalten hast, dann scheint mir das Problem sehr umfänglich und tiefer verwurzelt zu sein.
 
G

Gast

  • #24
Mich hat das Lesen der richtigen Bücher verändert, eine stärkere Innenschau und ein bisschen Meditation...
 
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  • #25
Zitat von monday:
Bin ich ein hoffnungsloser Fall oder derzeit nur richtig down?
"monday" ich hab diesen thread erst gerade entdeckt. Fast jeder einzelne Satz könnte von mir sein. Gut, ich habe es nie mit autogenem Training oder Homöopathie versucht. Und ich lass nur ungern Ärzte an mich ran. Ich habs mit nem Psychologen versucht. Das war ne zeitlang ok, am besten war eine Buchempfehlung von ihm.

Ich kann Dir keine Tipps mit Garantie auf Erfolg geben. Nur so viel, Du bist genauso wenig ein hoffnungsloser Fall wie all die anderen Arbeits-, Sport-, Perfektionssüchtigen. Bei dem einen hilft zB meditative Musik, der andere hört ne Runde Rammstein. An manchen Tagen hilft etwas was an anderen Tagen gar nicht funktioniert. Und ich glaube nicht, dass es die eine Universallösung gibt.

"hallohalli" hat ja fast das ganze Instrumentarium des Zeitmanagements runtergespult. Hab ich auch alles versucht. Funktioniert hat es bei mir nicht wirklich. Ich fand sogar das es - zumindest mir - nur noch mehr Stress gebracht hat.

Ich bin mal einen im ersten Moment verrückten Ansatz gefahren: für mich war die Wohnung zu putzen Stress pur. Also habe ich mir gesagt (als Single-Mann geht das problemlos) "Ich putze jetzt vier Wochen lang nicht die Wohnung!" Allein dieser Vorsatz hat bei mir soviel Druck raus genommen, ... ich glaube es waren am Ende deutlich mehr als 4 Wochen. Zu der Zeit hab ich aber auch 70-80h die Woche gearbeitet, da wars mir egal wie es zuhause aussieht." - - - Ich glaube, entscheidend war am Ende nicht, das ich nicht geputzt habe, sondern dass alles andere in der mir gewohnten Perfektion weiter lief ... dieses konsequente Weglassen einer Sache habe ich auch in anderen Situationen immer mal wieder versucht ... und bin immer wieder überrascht, es geht.

(Ihr müsst Euch keine Sorgen machen ... inzwischen hab ich ne Putzfrau.)
 
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  • #26
Zitat von monday:
Tja. Jetzt soll ich ruhiger werden und muss meinen Magen schonen. Weitere Behandlungen folgen. Der Tip mit Neurologe ist nicht verkehrt. Ich war letztes Jahr schon da und hatte wohl die falsche erwischt. Kurzes Gespräch mit sofortiger Diagnose "Depression" und ein Rezept! Damit war ich bedient! Reale Freunde könnten helfen, habe aber nur verheiratete und diese haben nur Zeit wenn die Männer arbeiten sind.
Lass dir nichts einreden.
Du brauchst keine Psychopillen, um den Frust zu vergessen.
Du weisst ja selber den Lösungsweg, nämlich reale Freunde. Gespräche mit bezahlten Therapeuthen nach Terminplan ersetzen nicht den Austausch mit Freunden, sie können aber bereichernd wirken.
Versuche doch bitte erneut, echte Freunde zu aktivieren
 
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  • #29
Zum Thema Buch: Ich finde das Konzept der 5 inneren Anrteiber hilfreich, stammt aus der Transaktionsanalyse. Die 5 sind:

Sei stark!
Sei perfekt!
Mach es allen recht!
Beeil dich!
Streng dich an!

Die bewusst zu erkennen und als Dompteuse zu dirigieren statt sich von ihnen dirigieren (und beißen) zu lassen, ist für mich vielversprechend (und wirksam).

Mir hilft es auch, abends/nachts/zwischendurch Autosuggestions-mp3 zu hören.

Und, wie schon geschrieben wurde, weniger müssen müssen und sollen sollen :)
 
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  • #30
Ich finde auch: So nachvollziehbar das auch ist, das "müssen" ist dein Hauptproblem, also kommst du nicht weiter wenn du denkst dass du das Problem bewältigen "musst".
Entwickle schrittweise eine Vorstellung davon, wie du es haben möchtest. Wie es werden soll. Und dann fang das an umzusetzen. Es gelingt dir sicher nicht in allen Bereichen und sofort, aber schrittchenweise. Das ist das schwierigste im Leben, das mit den Schrittchen... ;-) und trotzdem besteht jeder Tag aus einer Reihenfolge von Atemzügen, und jede Woche aus einer Reihe von Tagen... und so gehen wir Schritt für Schritt durch unser Leben, also können wir es auch Schritt für Schritt verbessern.