monday

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  • #1

Wie wird man gelassener allgemein?

Hallo! Ich brauche paar Tips und evtl. Lebenserfahrungen. Diesmal nicht wegen einem Mann, sondern wegen meiner Gesundheit. Ich werde seit jeher oft als "Energiebuendel" bezeichnet und nun bekomme ich gesundheitlich die Quittung dafür :-/
Somit muss ich jetzt was ändern ob ich will oder nicht. Und ja ich will. Nur wie? Schon vor 10 Jahren hörte ich auf der Arbeit damals "sie sind ein Kandidat für Büro out". Ist zum Glück nicht eingetreten. Vom letzten Datepartner hörte ich " hör auf soviel zu grübeln, das schadet". All diese Sätze sind richtig, auch wenn sie unschön sind :-/
Jetzt habe ich wieder die halbe Nacht nicht geschlafen, weil dies oder jenes noch erledigt werden müssen. Ein Therapeut kann mir dabei auch nicht helfen. Ich muss es anders schaffen. Aber wie? Ich versuche schon nicht perfekt zu sein, aber im Kopf spuckt es (nicht wirklich ;-) )
Die Einstellung LMAA ist nicht meine und trotzdem muss ich was ändern. Ich muss gelassener werden und somit die Innere Ruhe finden.
Also wie habt ihr es evtl. geschafft? Was kann ich jetzt tun? Gibt es evtl. gute Bücher?
 
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  • #2
Guten Morgen monday,

woher willst Du wissen, ob Dir ein Therapeut nicht doch helfen kann? Eine Verhaltenstherapie kann Wunder wirken, wenn man sich darauf einlässt. Vielleicht leidest Du ja schon unter dem Erschöpfungssyndrom. Oft ist man selbst nicht in der Lage das bei sich selbst festzustellen.

Und Bücher sind immer so eine Sache. Wenn man sich sowieso ständig Gedanken macht, machen es Bücher vielleicht noch schlimmer.

Hast Du gute Freunde mit denen Du über alles reden kannst, vielleicht möchtest Du Dich denen mal anvertrauen?

Chilliger werden ist nicht unbedingt einfach, es muss "Klick" im Kopf machen. Der Weg dahin kann unter Umständen sehr schmerzhaft sein. Da stellt sich die Frage, ob man das alleine durchstehen müsste und wer von seinen Freunden objektiv genug wäre einen an die Hand zu nehmen.

Ich hatte diese Phase auch. Hab mich eine Woche ins Ferienhaus eines Freundes verkrochen, weit abgelegen. Jeden Tag habe ich mir ein paar Stunden vorgenommen mein Leben zu durchleuchten, Abschnitt für Abschnitt. Es war hart, da ich in meinem Leben leider sehr viele unschöne Dinge erlebt habe und zu Entscheidungen gezwungen war die ebenso schwierig waren.

In dieser Zeit ist mir klar geworden, dass ich nur dieses eine Leben habe und es mit den Menschen teilen möchte die mir nahe sind. Ich möchte mein Leben so verbringen wie ich es will, nicht wie andere es mir diktieren wollen. Und ganz wichtig für mich, ich weiß jetzt, was ich will, für mich selbst.

Das ganze war ein Prozess, den ich irgendwann starten musste. Es war nicht leicht, hat mir aber sehr geholfen. Aber ich denke jeder muss da seinen eigenen Weg finden.

Wie möchtest Du Dein Leben führen und was hält Dich davon ab es zu tun? Ich bin sicher man steht sich oft nur selbst im Weg.

Viele Grüße
Michael
 

monday

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  • #3
Morgen Michael! Danke für deinen Beitrag! Das mit dem Therapeuten weiß ich, weil ich es schon probiert habe. Und auch er gab mir "nur" Tips. Aber durch Ratschläge kann ich versuchen meinen eigenen Weg zu gehen. Aus allen vielleicht etwas mitnehmen und zu "meinem" machen. Verstehst du mich? Und ja ich stehe mir oft selbst im Weg und will es vielen recht machen und vergesse gelegentlich mich dabei.
 

Mentalista

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  • #4
Hallo Monday,

deine Zeilen lesen sich für mich, ich kann mich auch irren, nach mangelnder versteckter Selbstliebe, wenn du es allen Menschen recht machen möchtest, warum eigentlich, es muss dich nicht jeder lieben ,-),

Selbst wenn du es mit einem Therapeuten versucht hast, muss es nicht der Passende gewesen sein. Er/sie kann dir nur Tipps geben, die Restarbeit muss du alleine machen. Alles fängt im Kopf an, man muss die wahren Ursachen seiner Befindlichkeit suchen, oft, nicht immer, sind die in der Kindheit zu finden.

Parallel schon mal mit Bachblüten, Akkupunktur, regelmässigem Sport, Yoga, Qi Gong versucht, um zu inneren Ruhe zu kommen?

Ich wünsche dir baldigen Erfolg.

Mentalista
 

BellaDonna

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  • #5
Ein Therapeut, der Tipps gibt, scheint nicht der Richtige für dich zu sein.
Besser wären vielleicht die richtigen Fragen gewesen, so dass du auf die Lösungen allein kommst und wirklich verstehst, was da mit dir durch dich selber passiert.

Yoga kann helfen. Insgesamt alle etwas ruhigeren Arten der Bewegung.
Mir hat in einer solch verfahrenen Situation schwimmen geholfen.
Ich habe einen wasserdichten MP3 Player und mit fast meditativer oder gar sphärischer Musik habe ich Bahn um Bahn gezogen. Das war durch die Regulation AtemBewegung sehr intensiv und hatte für mich einen meditativen Charakter.

Wenn du wirklich ein Buch lesen möchtest empfehle ich Eckhart Tolle: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart.


Der Verstand denkt immer, er kann gar nicht anders. Dafür ist er gemacht.
Um aus diesem Kreis raus zu kommen, könnte Dir auch Achtsamkeitsmeditation helfen.
Bei mir wurden dadurch regelrecht Blockaden aufgelöst.

Vielleicht gibt ein Yogazentrum in Deiner Nähe, wo du das erlernen kannst.
Es dauert - aber es hilft ungemein, um den Verstand in den Hintergrund treten zu lassen und dich und deinen Körper mehr zu fühlen.
Es hilft regelmäßig angewendet nicht mehr routiniert durch den Alltag zu stapfen, sondern auch kleine Zeichen des Körpers wahr zu nehmen und innerlich sich nicht ständig im Kreis zu drehen.

Vielleicht schreibst du nochmal ein bisschen wie genau deine Unruhe sich äußert und was das drohende Problem zu sein scheint.
Ist es ein Hamsterrad?
 
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  • #6
Hallo monday,

bezüglich deiner Frage im Threadtitel nach zu erreichender Gelassenheit war mein erster Impuls, indem du die Extreme verstehst.

Zitat von monday:
Die Einstellung LMAA ist nicht meine und trotzdem muss ich was ändern. Ich muss gelassener werden und somit die Innere Ruhe finden.
Damit hast du selbst schon das andere Extrem genannt und nochmal, wenn du die Extreme kennst(verstehst), dann wirst du gelassen.

edit: Wenn du allerdings deine "Geschäftigkeit" positiv besetzt und LMAA negativ, dann wird das nichts. Wie du an deiner "Geschäftigkeit", sorry, habe keinen besseren Ausdruck, erkennst, ist die nicht nur gut. Das ist eine wertfreie Betrachtung der Extreme.

und noch ein edit: Das hat nichts mit deiner Energie zu tun. Die hast du und es macht keinen Sinn die abstellen zu wollen. Es ist die Frage, wie du mit ihr umgehst. Für mich gilt, verstehe ich die Extreme, bewege ich mich sehr gelassen, bedarfsgerecht zwischen denen. Energie hin, Energie her.
 
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lone rider

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  • #7
Dass wenn der Verstand still ist, die Erscheinungen weniger werden und die Verhaftung abnimmt ist sicher richtig. So unverhaftet durchs Leben zu gehen mag ja zur Zeit der Kirschblüte ganz nett sein, ob es ein geglücktes Leben ist, steht auf einem anderen Blatt.
In das, was diese Bücher lehren sieht Zen auch nur bloßes Papier.
 
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lone rider

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  • #8
Und genau das ist die Trennlinie zwischen dem Christentum und dem Buddhismus.
Mit einer Schale Reis auf dem Berg redet es sich leicht daher, polemisch formuliert. Und wer nichts macht, macht selbstverständlich auch nichts falsch, aber auch nichts richtig. Ich sehe den Weg zu sich selbst als Weg durch die Welt. In einem Versinken in die Welt und daraus ensteht die Transzendenz. Der Geringste sein, darin liegt die Erhabenheit. Und der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Von dieser Wellness-Eso-Psycho-Ratgeberei halte ich nichts.
 
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Karamell

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  • #9
Zitat von monday:
Ich muss gelassener werden und somit die Innere Ruhe finden.
Also wie habt ihr es evtl. geschafft? Was kann ich jetzt tun? Gibt es evtl. gute Bücher?

Es gibt verschiedene Optionen:
1) Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (Gibt es auch auf CD). Ich mag das gern.
2) Autogenes Training (Abgewandelte Methode von buddhistischen Techniken)
3) angeleitete Meditation in Theorie und Praxis, hiervon am ehesten die Achtsamkeitsmeditation
4) Yoga
5) Sport im Allgemeinen, aber eher nicht auch noch die "Auspower"-Sportarten IN DEINEM FALL.
Meistens werden diese Entspannungsaktivitäten auch begleitet von Theorie, so dass du dich geistig auseinandersetzen kannst mit den Themen Achtsamkeit, Gelassenheit und Arbeit und Gesundheit. Fang mal langsam an, was auszuprobieren, sieh auch das gelassen und bau irgendwas davon oder mehreres in deinen Alltag ein.

Hinterfrag auch mal, ob du einen Großteil deiner Zufriedenheit (mit dir selbst) über Geleistetes auf Arbeit und Privat sowie über die Anerkennung deiner Leistung beziehst. Wenn ja, wird es dir gut tun, das zu verringern, damit du nicht dauernd unter Strom und Tatendrank stehst.

da gibt es gewiss auch noch was anderes, aber dies fällt mir ein.
 
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Karamell

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  • #10
Zitat von lone rider:
Und genau das ist die Trennlinie zwischen dem Christentum und dem Buddhismus.
Mit einer Schale Reis auf dem Berg redet es sich leicht daher, polemisch formuliert. Und wer nichts macht, macht selbstverständlich auch nichts falsch, aber auch nichts richtig. Ich sehe den Weg zu sich selbst als Weg durch die Welt. In einem Versinken in die Welt und daraus ensteht die Transzendenz. Der Geringste sein, darin liegt die Erhabenheit. Und der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Von dieser Wellness-Eso-Psycho-Ratgeberei halte ich nichts.

Es heißt auch mitunter: Der Weg der Erkenntnis führt durch die Welt.
 
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  • #11
Es gibt unterschiedliche Ursachen für innere Unruhe - von körperlicher Unterbelastung bis hin zu nervlichen Problemen. Tatsächlich wenn man mal nen etwas langweiligeren Alltag hat und in der Schleife gefangen ist, dann bplagt einen die innere Unruhe, weil man irgendwas tun will.
Ich habe ein hohes Sportpensum und suche mir regelmäßig zwei - vier Mal im Monat Adrenalinkicks. Das hat mich über die Jahre zu einem recht ruhigen und besonnen Vertreter gemacht. Die Adrenalinkicks, die ich mir im Moment gebe, sind Felsklettern und Segelfliegen. Das ist ein guter Ausgleich zum Büroalltag. :)

Ich denke aber sowas wird bei dir nicht reichen, bzw. wirst du vermutlich schon Sport machen. Dein Text ist sehr konfus, viele lose Gedankenfäden und unterschiedliche Themenmixe. Ich würde daher stark vermuten, dass die Unruhe bei dir neurologischer Natur ist und dir auch den Gang zum Hausarzt empfehlen. Du kannst mal pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldriankapseln ausprobieren, nach 3 Wochen der Anwendung solltest du erste Ergebnisse sehen. Aber auch Dinge wie Akkupunktur helfen oder andere neurologische Verfahren.

Sprich mal mit deinem Hausarzt und lass dich zum Neurologen überweisen. Ich denke es ist nervlich bedingt bei dir.
 

Karamell

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  • #12
@Mr. Bean

Selbst wenn du Neurologe bist und vielleicht noch eine psychologische Zusatzausbildung hast, finde ich Ferndiagnosen und dann noch solche recht expliziten fehl am Platz. Diese virtuelle Person kann aus deinen Worten den Rückschluss ziehen, dass sie nervenkrank ist und das einfach nur, weil sie das dann da heraus lesen möchte in ihrer "Hilflosigkeit". Und dann ist es egal, wieviel Mühe du dir gegeben hast, dich präzise, klar und sachlich auszudrücken. Es ist auch egal, ob wir alle verstehen, was du meinst. Die Person, die es betrifft, muss das noch lange nicht so auffassen. Ich empfehle dir, deinen Beitrag noch mal zu überdenken. ;)
 

hallohalli

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  • #13
Klingt jetzt vielleich einfach, aber ist es definitiv nicht: Lerne NEIN zu sagen (soll jetzt nicht heissen, dass du immer nein sagen sollst)
Dies hat nichts mit einer LMAA-Einstellung zu tun, sondern es geht schlussendlich darum dich zu schüten. Es bringt nichts wenn du schon einen Haufen Arbeit hast wo du eh nicht weisst wann du den erledigen sollst und dann immer mehr annimmst. Die Leute werden anfangs sicher etwas verwirrt/verwundert sein, aber werden es mit der Zeit akzeptieren. In solchen Fällen ist es nämlich zum Teil auch so, dass die Leute einfach zu dir kommen, weil sie zu bequem sind selber mal 2-3 Minuten zu überlegen.

Als zweites: Du kannst es NIE allen alles recht machen. Dies ist der nächste Punkt, den du lernen musst zu akzeptieren. Auch in der Arbeitswelt müssen die Leute lernen, dass nicht immer alles sofort erledigt werden kann. Dies wird dann irgendwo vielleicht teilweise ein bisschen nen Seilziehen werden, sprich das eine Mal ist es der, der vollkommen zufrieden ist und das andere mal der andere.

Als weiteres mach dir einen REALISTISCHEN Zeitplan, was du bis wann erledigen möchtest. Dadurch siehst du, was du bis wann erledigen kannst und kannst bei neuen Anfragen auch eine realistische Auskunft geben, bis wann du es erledigen kannst (wenn es zu spät ist, kannst du denjenigen an die anderen verweisen, was zuerst erledigt werden soll). Wenn du einfach alles nur entgegen nimmst und einfach irgendwas sagst, von wegen bis wann es erledigt werden soll kommst du einfach in eine Spirale rein, wo du nur noch schwer rauskommst und dann einen nach dem anderen wieder vertrösten musst und dadurch immer nur das von demjenigen erledigst, welcher ma lautesten schreit. Zudem wird das dann auch noch ineffizienter, da du ständig von der einen Arbeit zur anderen hüpfst anstelle etwas fertig machst und dann das Nächste in Angriff nimmst. Ich denke/hoffe, dass du dadurch den einen oder anderen Gedanken vertreiben kannst, da du nicht mehr ständig darüber nachdenkst, was du jetzt für wen heute nicht erledigen konntest.

Frage ist, was du meinst mit Quittung bekommen. Meiner Meinung hat es nichts damit zu tun, dass du Burnout gefährdet bist (gemäss Aussagen deiner Arbeitskollegen), weil du ein Energiebündel bist. Ich denke wenn du jetzt einfach von 120 auf 0 runter gehst, wirst du aus anderen Gründen nicht mehr schlafen können, da deine Energie doch irgendwo hin muss/durch irgendwas verbraucht werden muss. Was du jedoch sicher darauf achten solltest, ist nicht ständig vom einen zum nächsten zu Hetzen.

Es ist mir bewusst, dass ich teilweise eher das Gegenteil sage als die Anderen, aber ich interpretiere es bei dir jetzt nicht so, dass dein Körper keine sportlichen Aktivitäten mehr machen kann, sondern dass du eher irgendwie Probleme hast, deine Batterien über die Nacht wieder aufzuladen und du zuviel am rumgrübeln bist. Was es wirklich ist, müsstest du uns noch ein paar Infos mehr geben. Aber wo ich einer Meinung bin ist der Möglichkeiten, wie du runter kommen kannst. Was ich da jedoch noch hinzufügen möchte ist, dass du autogenes Training, die Tiefenentspannung (wie schon gesagt, beides auch auf CD etc erhältlich) im Bett hören kannst und dann auch während dem du zuhörst einschlafen darfst. Ich weiss es ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, aber lass dich einfach darauf ein.
 

Eiterblase

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  • #14
Zitat von monday:
Ein Therapeut kann mir dabei auch nicht helfen. Ich muss es anders schaffen.

Erster Schritt zur Gelassenheit: Du "musst" es nicht anders schaffen. Du kannst auch die Hilfe eines Therapeuten annehmen.

Die Einstellung LMAA ist nicht meine und trotzdem muss ich was ändern.

2. Schritt: Offen sein für neue Einstellungen. Sie verändern dich.


Das ist der ungelassenste Vorsatz, den ich bisher gehört oder gelesen habe :)
3. Schritt: Lass mal das Wort "muss" aus deinem Wortschatz völlig raus.
 
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  • #15
Zitat von Karamell:
@Mr. Bean

Selbst wenn du Neurologe bist und vielleicht noch eine psychologische Zusatzausbildung hast, finde ich Ferndiagnosen und dann noch solche recht expliziten fehl am Platz. Diese virtuelle Person kann aus deinen Worten den Rückschluss ziehen, dass sie nervenkrank ist und das einfach nur, weil sie das dann da heraus lesen möchte in ihrer "Hilflosigkeit". Und dann ist es egal, wieviel Mühe du dir gegeben hast, dich präzise, klar und sachlich auszudrücken. Es ist auch egal, ob wir alle verstehen, was du meinst. Die Person, die es betrifft, muss das noch lange nicht so auffassen. Ich empfehle dir, deinen Beitrag noch mal zu überdenken. ;)

Ich halte sie für erwachsen genug, dass sie sich nicht von jedem wildfremden Streuner etwas über ihr Leben erzählen lässt und nun glaubt, sie sei unheilbar krank.
Eine Störung der Nervenreize ist auch gar nicht so schlimm und das haben viel mehr Menschen als es wissen. Ständige Reizüberflutung, Stress oder hormonbedingte Umstellungen induzieren Unausgewogenheiten und schnell hat man das Gefühl ständig unter Strom zu stehen. Lässt sich alles mit pflanzlichen Medikamenten oder milden Therapien bekämpfen, jedoch muss man einmal die richtige Diagnose haben. Daher war mein Rat erst zum Hausarzt zu gehen mit dem zu sprechen und dann eventuell zum Neurologen. Da sollte man keine Angst vor haben.
 

monday

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  • #16
Hallo Zusammen und danke für eure Hilfe und Meinungen. Ich kann jetzt nicht auf jeden einzelnen ein gehen, aber ich versuche mein bestes zu geben ;-)
Thema Sport: Ich bin zu ausgepowert um noch Sport zu machen. Auf der Arbeit bewege ich mich sehr viel. Ehrlich. Ich habe mal gelesen wir gehen ca. 10 km.pro Tag. Schwimmen wäre toll, aber da hatte ich immer diese Problemzonen ;-)
Nun gut inzwischen sind sie fast weg. Habe jetzt leider? einen BMI von 19 erreicht, was mich geschockt hatte. War zwar nie dich, aber die Kilos sind weg. Weshalb ich jetzt auch beim Arzt war. Tja. Jetzt soll ich ruhiger werden und muss meinen Magen schonen. Weitere Behandlungen folgen. Der Tip mit Neurologe ist nicht verkehrt. Ich war letztes Jahr schon da und hatte wohl die falsche erwischt. Kurzes Gespräch mit sofortiger Diagnose "Depression" und ein Rezept! Damit war ich bedient! Reale Freunde könnten helfen, habe aber nur verheiratete und diese haben nur Zeit wenn die Männer arbeiten sind. Somit ist das ein Teufelskreis. Und jetzt wie weiter? Ach und Autogenes Training ist nicht meine Welt. Ich fand das komisch vor allem als die Frau uns vorlas wir sollen uns vorstellen wir wären Blumen. Es hat mich 90 Euro gekostet und ich war anschließend aggressiver als davor. Bei einer Homöopathie bin ich auch gewesen. Die kleinen Kügelchen haben auch nix gebracht :-/ Bin ich ein hoffnungsloser Fall oder derzeit nur richtig down?
 

monday

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  • #18
Danke der Link ist gut. Werde ich versuchen :)
 
D

Deleted member 4363

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  • #19
Hallo monday,

du hast ganz am Anfang mal was von Angst vor einem Burnout geschrieben. Ich glaube da warst du schon auf der richtigen Spur.
Burnout ist englisch und heißt übersetzt "ausbrennen" oder "Ausgebranntsein". Google mal !
Früher hat man diesen Zustand oft als Erschöpfungsdepression diagnostiziert. Es ist also eine gute Idee einen Facharzt aufzusuchen.
Gespräche, evtl. Antidepressiva und eine Psychotherapie sind meist sehr hilfreich. Du wirst einiges in deinem Leben verändern müssen, aber es wird sich lohnen!! Und du wirst unterstützt dabei.
Es gibt auch die Möglichkeit bei der Krankenkasse und/oder dem Rententräger eine Reha-Maßnahme zu beantragen. Das wird dir der Facharzt erklären.
Ich wünsch dir Kraft und den Mut etwas zu verändern.
LG
 

hallohalli

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  • #20
gerne doch. gib halt auch da verschiedene und wenn du da eh eher skeptischer dazu stehst ist es dann auch eher problematisch, wenn dann die tiefer gehenden Sachen schon am Anfang kommen.
 

djslimer

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  • #21
Hallo Monday,

vllt. helfen dir die paar Tips hier, die mir helfen.
Nachts grübeln/nicht schlafen:
Wenn ich nicht einschlafen kann, weil ich das gefühl habe, nicht alles erledgit zu haben, dann hilft es mir, wenn ich langsam und tief ein- und ausatme. Das mach ich bewusst, damit ich die Atembewegung kontrollieren kann. Das brignt mich mental meistens runter. Wenn das nicht hilft bin ich auch schon mal raus und hab einen 5-10min Spaziergang gemacht. Die Ruhe draußen, die Kälte und Dunkelheit sind echt entspannend.
Was ich nicht mache, aber schon öfter gehört und in einem der ersten Antworten hier gelesen habe, ist ein Tagebuch, oder Notizen. Wenn man aufschreibt, was man noch zu erledigen hat, dann soll das helfen, sich sicher zu sein, es nicht zu vergessen.

Grübeln (allgemein):
Hier weiß ich nicht, ob ich das wirklich auf dich zutrifft, aber vllt. dient es dir ja als Bsp. für andere Situationen.
Ich habe jahrelang quasi jede meiner Handlungen, Äußerungen, ... mental auf den Prüfstein gelegt. Das ging soweit, dass ich mir jedesmal bevorh ich auf eine Ringstraße fahren musste, 5min lang überlegt habe, wie rum ich heute fahre. Als ich dann eine Richtung gewählt hatte, hab ich mir den ganzen Weg überlegt ob das der Richtige war. Das hat mich zum einen enorm viel Energie, zum anderen Zeit und Sicherheit gekostet. Es blieb nicht bei privatem, auch in der Arbeit hab ich ähnlich gedacht.
Das zu ändern war nicht einfach, aber nicht weil es schwer oder unangenehm ist, sondern weil es unheimlich schwer zu bemerken ist. Dafür war es dann in etwa 2 Woche so gut, dass ich mch wie befreit gefühlt habe.
Ich bin jedesmal dann, wenn ich mich wieder Hinterfragt oder andere Gedanken gemacht habe hergegangen und hab das aktiv unterbunden. Ich habe mir gesagt: "ich habe alles getan was machbar war, so gut ich es konnte. Wenn es nicht gut genug oder zu wenig ist, ist es so, ändern kann ich es eh nicht mehr." Als ich damit durch war, hat sich auch das Verhalten meines Umfelds geändert. Ich bin weniger hinterfragt und insgesamt ernster genommen worden.

Für dich würde es vllt. reichen, dass du dir denkst: "Nun gut, morgen kann ich das alles erledigen, heute war schon alles voll." Dann schreibst du es noch auf und kannst nach dem Spaziergang ruhig und entspannt schalfen ;)

Alles gute!
Djslimer
 

zauberer01

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  • #22
Was mir hilft: ggf. nachts irgendetwas beruhigendes hören. Ich habe mir da auf dem RealPlayer eine Playliste gemacht, die etwa 8 Stunden dauert und die ich bei Bedarf laufen lasse. Für mich ist das die beste Medizin gegen nächtliches Gedankenrasen.
Schau vielleicht einmal nach, welche Hörbücher oder Hörspiele Dir gut tun. Manchmal liegt es ganz einfach an den Stimmen, damit sich ein Wohlbefinden einstellt. Mir tun z.B. in solchen Fällen die Stimmen von Hans-Peter Hallwachs, Friedrich Schönfelder und Martin Held gut. Bei Musik bin ich bei Glenn Gould, aber auch bei Alter Musik (Renaissance und Barock sowie frühe Klassik) gelandet.
 

IMHO

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  • #23
Zitat von MichaelX:
Guten Morgen monday,

woher willst Du wissen, ob Dir ein Therapeut nicht doch helfen kann? Eine Verhaltenstherapie kann Wunder wirken, wenn man sich darauf einlässt. Vielleicht leidest Du ja schon unter dem Erschöpfungssyndrom. Oft ist man selbst nicht in der Lage das bei sich selbst festzustellen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn du schon so lange derart unterwegs bist, dürfte es schwierig werden, durch das Lesen eines Ratgebers sein Leben komplett umzustellen. Und wenn ich lese, dass du nun die "gesundheitliche Quittung" für dein bisheriges, offensichtlich stressvolles Leben erhalten hast, dann scheint mir das Problem sehr umfänglich und tiefer verwurzelt zu sein.
 
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  • #24
Mich hat das Lesen der richtigen Bücher verändert, eine stärkere Innenschau und ein bisschen Meditation...
 

Howlith

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  • #25
Zitat von monday:
Bin ich ein hoffnungsloser Fall oder derzeit nur richtig down?
"monday" ich hab diesen thread erst gerade entdeckt. Fast jeder einzelne Satz könnte von mir sein. Gut, ich habe es nie mit autogenem Training oder Homöopathie versucht. Und ich lass nur ungern Ärzte an mich ran. Ich habs mit nem Psychologen versucht. Das war ne zeitlang ok, am besten war eine Buchempfehlung von ihm.

Ich kann Dir keine Tipps mit Garantie auf Erfolg geben. Nur so viel, Du bist genauso wenig ein hoffnungsloser Fall wie all die anderen Arbeits-, Sport-, Perfektionssüchtigen. Bei dem einen hilft zB meditative Musik, der andere hört ne Runde Rammstein. An manchen Tagen hilft etwas was an anderen Tagen gar nicht funktioniert. Und ich glaube nicht, dass es die eine Universallösung gibt.

"hallohalli" hat ja fast das ganze Instrumentarium des Zeitmanagements runtergespult. Hab ich auch alles versucht. Funktioniert hat es bei mir nicht wirklich. Ich fand sogar das es - zumindest mir - nur noch mehr Stress gebracht hat.

Ich bin mal einen im ersten Moment verrückten Ansatz gefahren: für mich war die Wohnung zu putzen Stress pur. Also habe ich mir gesagt (als Single-Mann geht das problemlos) "Ich putze jetzt vier Wochen lang nicht die Wohnung!" Allein dieser Vorsatz hat bei mir soviel Druck raus genommen, ... ich glaube es waren am Ende deutlich mehr als 4 Wochen. Zu der Zeit hab ich aber auch 70-80h die Woche gearbeitet, da wars mir egal wie es zuhause aussieht." - - - Ich glaube, entscheidend war am Ende nicht, das ich nicht geputzt habe, sondern dass alles andere in der mir gewohnten Perfektion weiter lief ... dieses konsequente Weglassen einer Sache habe ich auch in anderen Situationen immer mal wieder versucht ... und bin immer wieder überrascht, es geht.

(Ihr müsst Euch keine Sorgen machen ... inzwischen hab ich ne Putzfrau.)
 
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Reactions: Death by Chocolate_gelösch
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  • #26
Zitat von monday:
Tja. Jetzt soll ich ruhiger werden und muss meinen Magen schonen. Weitere Behandlungen folgen. Der Tip mit Neurologe ist nicht verkehrt. Ich war letztes Jahr schon da und hatte wohl die falsche erwischt. Kurzes Gespräch mit sofortiger Diagnose "Depression" und ein Rezept! Damit war ich bedient! Reale Freunde könnten helfen, habe aber nur verheiratete und diese haben nur Zeit wenn die Männer arbeiten sind.
Lass dir nichts einreden.
Du brauchst keine Psychopillen, um den Frust zu vergessen.
Du weisst ja selber den Lösungsweg, nämlich reale Freunde. Gespräche mit bezahlten Therapeuthen nach Terminplan ersetzen nicht den Austausch mit Freunden, sie können aber bereichernd wirken.
Versuche doch bitte erneut, echte Freunde zu aktivieren
 
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7
  • #29
Zum Thema Buch: Ich finde das Konzept der 5 inneren Anrteiber hilfreich, stammt aus der Transaktionsanalyse. Die 5 sind:

Sei stark!
Sei perfekt!
Mach es allen recht!
Beeil dich!
Streng dich an!

Die bewusst zu erkennen und als Dompteuse zu dirigieren statt sich von ihnen dirigieren (und beißen) zu lassen, ist für mich vielversprechend (und wirksam).

Mir hilft es auch, abends/nachts/zwischendurch Autosuggestions-mp3 zu hören.

Und, wie schon geschrieben wurde, weniger müssen müssen und sollen sollen :)
 
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  • #30
Ich finde auch: So nachvollziehbar das auch ist, das "müssen" ist dein Hauptproblem, also kommst du nicht weiter wenn du denkst dass du das Problem bewältigen "musst".
Entwickle schrittweise eine Vorstellung davon, wie du es haben möchtest. Wie es werden soll. Und dann fang das an umzusetzen. Es gelingt dir sicher nicht in allen Bereichen und sofort, aber schrittchenweise. Das ist das schwierigste im Leben, das mit den Schrittchen... ;-) und trotzdem besteht jeder Tag aus einer Reihenfolge von Atemzügen, und jede Woche aus einer Reihe von Tagen... und so gehen wir Schritt für Schritt durch unser Leben, also können wir es auch Schritt für Schritt verbessern.