FrauMeier

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  • #1

Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Danke Pit Brett für die Anregung. Ob es mein größter Irrtum war, wie du in "flügellahm" vorgschlagen hast, weiß ich nicht. Interpretation offen....

Ich hadere mit mir, einen Kontakt wieder aufzunehmen, den ich vermisse.
Wir haben uns über mehrere Monate nur wenig getroffen, aber regelmäßig sms geschrieben. Beim letzten Sehen sind wir uns näher gekommen, gewollt von beiden Seiten und sehr schön.
und dann passiert bei mir an dieser Stelle oft eine veränderung der Wert- und Sehnsuchts- vorstellung.
Bis dahin kann ich jemand gut auf Distanz und Nähe lassen,wie es eben gerade passt und der alltag hergibt. oft auch in zu langen Abständen. Manhcmal viel zu lang.
Dann aber rücke ich sehr nahe.
Und obwohl ich nicht gleich abverlange, dass man mir jetzt was versprechen muss, wünsche ich mir einen weiteren achtsamen kontakt, der zeigt, dass es weiter gehen soll.

Wir hatten dann noch sms kontakt und dann wieder eine Woche nichts von ihm. da war ich sehr wütend, fand das verletzend, hab ihm das mitgeteilt. Erst tage später von ihm ein Gruß, dass es ihm Leid tut, dass er unterwegs war mit seinen Kindern, viel Stress.

Ich habe das vertrauen weiter abgefragt und ihm gesagt, dass er mich anrufen soll, dass man persönlich reden muss. Sonst wäre es nix wert. Zusätzlich gesehen, dass er weiter online war.

Ich habe nichts mehr gehört. Vielleicht sollte ich das annehmen, find das aber schwer. Wir hatten gute dates, romantische Treffen, lustige gesellschaft, viel zu erzählen .... Nun ist es mir fast zu ruhig.
Ich hatte Angst, eine Affäre zu sein oder eine Übergangsfrau oder einfach eine gute Unterhaltung .... die aber ein Telefonat nicht wert ist
 

vivi

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  • #2
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Hallo @FrauMeier,

sehr schöner Titel geworden!
Ich sitze hier und horche in mich, wie ich den für mich verarbeiten kann / würde und dir dann auch noch was antworten könnte.
Ich komm aber nicht vorwärts....da geht mir zuviel durch den Kopf, auch im Bezug auf verschiedene Kombinationsmöglichkeiten der Schlagwort und deiner bzw. der Situation an sich.
Vlt. wirds ja noch was ;-)
 

Pit Brett

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  • #3
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Dank für den Dank. Ich mache zwei Problemkreise aus.

(1) Achtsamkeit. Ist bei den Mädels sehr beliebt, hat aber einen Hautgout bei vielen Männern (denen oft auch die Achtsamkeit der Mädels auf den Beutel geht). Sollte man also nicht verlangen, auch nicht in den Raum stellen. Lange Leine ist angesagt, wenn der Herr unschlüssig wirkt, man ihn aber haben will.

Wenn Männer sich nicht melden, muss das gar nichts heissen. Sie haben einfach nicht daran gedacht. Eine Woche ist allerdings zu lang für nicht daran gedacht.

(2) Die Unfähigkeit der Männer, das Wort «nein» auszusprechen, lässt sie den real-time-Kontakt meiden (= Telefon, persönlich), wer weiss, was man da alles sagt, was man gar nicht sagen will. Oder lässt sie die Flucht nach vorn antreten, aber dann tatsächlich zum nein, damit Ruhe ist. Also: Mailen. Oder einen Brief schreiben, wenn das geht.

Die Angst, eine Affäre zu sein oder eine Übergangsfrau oder einfach eine gute Unterhaltung ist bloss gesund, die würde ich nicht aufgeben. Aber am Telefonat kann man das nicht «festmachen».
 
S

Sid_geloescht

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  • #4
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Frau Meier,
auch ich find den Titel schön.
Und ich frage mich gerade ganz deutlich, bei wem Du werben könntest. Um das Verständnis.
Und irgendwie würde ich mir wünschen, daß Du das selber bist. Sid.
 

FrauMeier

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  • #5
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Zitat von Pit Brett:
Dank für den Dank. Ich mache zwei Problemkreise aus.

(1) Achtsamkeit. Ist bei den Mädels sehr beliebt, hat aber einen Hautgout bei vielen Männern (denen oft auch die Achtsamkeit der Mädels auf den Beutel geht). Sollte man also nicht verlangen, auch nicht in den Raum stellen. Lange Leine ist angesagt, wenn der Herr unschlüssig wirkt, man ihn aber haben will.

Wenn Männer sich nicht melden, muss das gar nichts heissen. Sie haben einfach nicht daran gedacht. Eine Woche ist allerdings zu lang für nicht daran gedacht.

(2) Die Unfähigkeit der Männer, das Wort «nein» auszusprechen, lässt sie den real-time-Kontakt meiden (= Telefon, persönlich), wer weiss, was man da alles sagt, was man gar nicht sagen will. Oder lässt sie die Flucht nach vorn antreten, aber dann tatsächlich zum nein, damit Ruhe ist. Also: Mailen. Oder einen Brief schreiben, wenn das geht.

Die Angst, eine Affäre zu sein oder eine Übergangsfrau oder einfach eine gute Unterhaltung ist bloss gesund, die würde ich nicht aufgeben. Aber am Telefonat kann man das nicht «festmachen».


Da ist einiges drin, dass mir den Spiegel vorhält. Danke. Manches kann ich nicht so recht verstehen. was würdest du mir konkret raten?
 

FrauMeier

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  • #6
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Zitat von Sid:
Frau Meier,
auch ich find den Titel schön.
Und ich frage mich gerade ganz deutlich, bei wem Du werben könntest. Um das Verständnis.
Und irgendwie würde ich mir wünschen, daß Du das selber bist. Sid.



verständnis für mich selbst, weil ich es selbst vergeigt habe? Weil ich zu plötzlich zu nah war? oder weil es doch richtig war, ihn vor eine enge Entscheidung zu stellen?
 

Pit Brett

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  • #7
Schreib ihn an. Ködere mit einem Kompliment, dessen Schmeichelei er nicht widerstehen kann – greife etwas auf. zB, die Offenheit, die mit ihm möglich sei, oder etwas ähnliches. Dann offenbarst Du etwas aus Deinem Innersten, nichts Gefährliches natürlich, aber doch etwas Geständnishaftes von Gewicht (das aber nichts mit der Beziehung zu tun hat).

Einzelheiten kann (mangels Wissen darum) und will ich nicht vorschlagen.
 

suzanne

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  • #8
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Zitat von FrauMeier:
Ich hatte Angst, eine Affäre zu sein oder eine Übergangsfrau oder einfach eine gute Unterhaltung .... die aber ein Telefonat nicht wert ist

So wie ich es verstehe, hat sich an der Ausgangssituation nichts geändert. Oder doch? Könntest Du jetzt damit leben, bloss Übergangsfrau und gute Unterhaltung zu sein?

Wenn nicht, dann würde ich eher abraten. Dann macht sich nur Deine Sehnsucht bemerkbar, in schwieriger Zeit. Durchaus sehr verständlich. Aber der Mann hat sich mE klar von Dir distanziert, weil Du ihm zu nahe warst. Das wird sich wohl nicht ändern.

Wenn sich Dein Umgang damit geändert hat, dann nur zu. Aber überleg' Dir das gründlich. Du hast es ohnehin gerade sehr schwer und vermutlich wäre er für Dich eine Ablenkung (um nicht zu sagen Strohhalm), die sich dann zu einer massiven Komplikation auswachsen könnte.

Bleib' einfach ganz bei Dir!
 
S

Sid_geloescht

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  • #9
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Zitat von FrauMeier:
verständnis für mich selbst, weil ich es selbst vergeigt habe? Weil ich zu plötzlich zu nah war? oder weil es doch richtig war, ihn vor eine enge Entscheidung zu stellen?

Freundliches Verstehen der Gefühle, die Du hast. Es gibt sicher gute Gründe dafür. Und ich finde, wir sollten uns da auch ernst nehmen. Und eben verständnisvoll zu uns.
Und ich will unumwunden zugeben, daß mich die Bereitschaft, vornehmlich der Frau, sich selbst und ihre Gefühle in Frage zu stellen, ziemlich narrisch macht. Das ist jetzt viel persönliche Anschauung. Aber mir geht an dieser Stelle das Messer in der Hose, die ich nie trage,auf.
 

vivi

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  • #10
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Mensch @PitBrett.....du hast mich jetzt mit deinem Post völlig aus dem Gedankenkonzept gebracht!
Endlich mal ein klares - informatives - Statement aus der Sicht eines Mannes.
Bringt mir ein bisschen mehr Licht in eure Gedankenwelt.....schön.....Danke!
 

FrauMeier

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  • #11
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Dass er sich nach dem letzten Sehen zwar kurz noch per sms meldet, dann aber nicht mehr, hab ich schon öfter erlebt. immer dann, wenn er ins alte Leben wieder abtaucht. das ist bewußt so gewählt, er nimmt dann dieses Telefon nicht mit. und das wirft Fragen auf.
Die aber auch gerechtfertigt sein können, wenn er alt und neu noch nicht ineinander fließen lassen kann. oder wenn die das nie sollen. oder wenn er einfach nciht gestört werden möchte mit den kindern etc.
Ich finds komisch, kann aber auch bei jedem anders gelagert sein.
 

FrauMeier

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  • #12
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Danke Sid, klare Worte, aber sehr gut.

Danke Suzanne, ja das alleinsein ist grad elend schwer. Ich würde ihn dennoch vermissen, nun aber umso schlimmer. und ja, ein Strohhalm kommt dem nahe. Aber auch, weil ich seiner gesellschaft, auch in denen der sms, immer aufblühte.

Danke, Pit Brett, nun hab ich es fünfmal gelesen und weiß, wie man es das nächste mal besser machen kann.

ich glaube nicht, dass der Kontakt sich großartig verändern würde. Weiß auch nciht, ob er das müßte. Wir würden uns aber wohl, so vermute ich, häufiger sehen, wenn ich das lockerer lasse.
Wie lange kann ich das? Kann ich das überhaupt?

Wenn ich mich allein fühle, trauere ich den wenigen aber schönen Momenten hinterher. Wenn wir Kontakt hatten, fühlte ich immer ein "zu wenig".
ich wünschte, ich könnte das einfach als gute Liaison leben.
 

carlo

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  • #13
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Hallo Frau Meier,

du machst es wie ich. Suchst die "Schuld" bei dir. Bist "zu nahe gekommen". ...

Wenn ich das jetzt bei dir lese, kann ich nur sagen: so ein Quatsch! Warum ist es denn schlecht, Nähe zu zeigen??? Wenn es dem anderen zu viel, zu schnell, zu irgendwas ist, kann er das doch sagen, schreiben oder sonstwas. Einfach abtauchen ist nicht o.k. Und Kommunikationsintensität nur von einer Seite zu steuern ist auch nicht o.k.

Mensch, Frau Meier! Kannst du versuchen, die Energie zu nutzen, herauszufinden, was dich an ihm so anzieht?

Ich habe mir strikt verboten, wieder den ersten Schritt zu machen. Ich bin mir wert, auf den Mann zu warten, der meine Liebesfähigkeit lieben kann und nicht bekämpfen muß.

LG
Carlo
 

FrauMeier

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  • #14
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Es ist ja schon die gemeinsame begegnung. Wir haben beide das gestaltet. Vielleicht habe ich das aber auch alles oft reaktiv und passiv angenommen. und dann bin ich aktiv geworden und war fordernd.
Dies kam sicher überraschend. Für mcih ist nun eher die Frage, ob das klug war, so schnell das tempo zu verändern oder ob es das ende nur eher sichtbar gemacht hat. Oder ob ihm die Art und Weise meiner Wortwahl zu derb war, zu bedrängend.

Danke, carlo, ich fühle mich durch Pit brett ermuntert, wie ein nächster Schritt aussehen kann. aber vielleicht halte ich mich besser zurück, den ersten zu tun
 

Freitag

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  • #15
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Zitat von carlo:
Wenn es dem anderen zu viel, zu schnell, zu irgendwas ist, kann er das doch sagen, schreiben oder sonstwas. Einfach abtauchen ist nicht o.k.
ich persönlich habe leider oft die erfahrung gemacht dass dann erst recht die debatten (beleidigtsein, unverständnis) richtig los gehen wenn man sagt dass es einem gerade zuviel ist.
ich gehöre zwar nicht zu denen die wortlos abtauchen aber ich kann nachvollziehen dass menschen, die ähnlcihe erfahrungen wie ich gemacht haben, lieber den vermeintlich leichteren und zeitsparenderen weg gehen. auch auf die gefahr hin, dass die frau dann weg ist.
 

carlo

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  • #16
AW: Wie wirbt man um Verständnis - zwischen Stolz, Angst und Sehnsucht?

Hallo Frau Meier,

nochmal ich. Ich gehe nochmal auf den Threadtitel ein.

Ich glaube, um Verständnis werben ist fast aussichtslos bei der Sachlage. Wenn er das nicht mitbringt, wird es kaum möglich sein, ihm deine Position zu vermitteln.

Das meine ich.

LG
Carlo