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  • #121
Wäre er Christ, Hindu oder was sonst auch immer gewesen hätte er sich die Rechtfertigung für sein Verhalten Dir gegenüber halt eben aus dieser Religion gezogen

Aha! Merkst aber schon selber, dass das ueberhaupt nicht als Argument greift. Wie viel sexuelle Übergriffe gibt es statistisch aus christlich religiöser oder hinduistischer Überzeugung heraus? Mhhhhh, lass mich kurz googeln oder besser Google es selber...
 
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  • #123
Die Wissenschaft braucht Geld und Veröffentlichungen.

Ja, und?

Keiner hat Zeit und Geld was wirklich zu erforschen oder nachzuprüfen, dazu sind viele Themen auch zu komplex.

Ich für meinen Teil kann mich gerade über mangelnde Förderung nicht beklagen. Zeit ist schon eher ein Problem, ich selbst komme kaum mehr dazu noch wirklich selbst zu forschen, den Spaß im Labor haben jetzt andere.:rolleyes:

Heidelberg, Blutkrebs Bluttest, mal als Beispiel.

Brustkrebs, nicht Blutkrebs. Und Beispiel? Ja, ein gutes sogar. Dafür, dass wissenschaftliche Selbstkontrolle wunderbar funktioniert. Da hat eine Gruppe ein neuartiges Diagnoseverfahren entwickelt und reichlich verfrüht als großen Durchbruch vermarktet, inkl. Bild-Artikel. Und kurze Zeit später mussten die Verantwortlichen auf Druck der Fachöffentlichkeit kräftig zurückrudern und ihre nach wie vor sehr interessanten und durchaus vielversprechenden Erkenntnisse etwas demütiger verbreiten. Im Grunde soll es genau so sein: Irgendwer macht einen Fehler, hier einen in Bezug auf die Vemarktung, das Fachpublikum bekommt es mit und korrigiert ihn umgehend. Und die Mitverantwortliche Hochschule ändert sofort ein paar ihrer Regeln, um eine Wiederholung des Fehlers zu verhindern.
 
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  • #124
Sich dagegen stellen! Als vor drei Monaten ein Freund von mir an einer Haltestelle angegriffen wurde, waren alle ganz still, weil nicht ist, was nicht sein darf. Wir waren eine harmlose Gruppe von drei Frauen und einem Mann und hörten ihn schon von weitem herankommen, weil er gegen Autos und Laternen trat und dabei schrie. Ich wollte die Flucht ergreifen (bin da als Notaerztin in speziellem Training drauf geeicht worden) aber meine Freunde: " der kommt nicht hierher, der macht nix". Tja, dann war er da und hat was gemacht. Witzigerweise hat er (Mohammed aus Marokko, so stellte er sich vor) sich zunächst darüber aufgeregt, was für ein Scheissland das hier wäre, wo er so viele Steuern zahlen müsste. Gut, da konnte ich nur zustimmen. Dann war da das Messer und alle waren stumm. Ich nicht. Weil ich es satt habe, ein schwaches Opfer zu sein. Hab ihn dann erstaunlichweise wohl eingeschüchtert, weil er dann zum nächsten potentiellen Opfer weiterging an der Haltestelle: ein junger Kerl unter 20, der vor Angst ganz stumm war. Wir haben ihm dann gesagt: egal was passiert, wir sind gemeinsam da, auch für dich. Das fand Mohammed dann irgendwie blöd und ist in die Sishabar an der Ecke abgetaucht.
Genauso war es und nicht anders. Und ja, das kann man und Frau machen. Nicht schweigen, sondern anderen beistehen.
Wir habe viel zu verlieren!
Und am meisten meine arabischen Freunde, die nicht fassen, können, das jetzt die Menschen, vor denen sie geflohen sind, sich hier so frei ausleben können. Und die finden sehr viel deutlichere Worte als wir.
Schlimm, geehrte @Lou Salome, ganz schlimm!

Mir gibt folgendes noch mehr zu denken als die schlimme Tat:
waren alle ganz still, weil nicht ist, was nicht sein darf.
 
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  • #125
Genauso war es und nicht anders. Und ja, das kann man und Frau machen. Nicht schweigen, sondern anderen beistehen.
Wir habe viel zu verlieren!

Oder du gibst den Kampf und die Gegend auf, in Berlin wollten sie ja auch schon mit rosa Kreide Stehplätze für die Dealer ziehen. Immer mehr Menschen besorgen sich den kleinen Waffenschein.
Aber ausser mehr Polizeistaat und Überwachung gibts wohl nichts, was eine Demokratie da machen kann.
 
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Fischemann

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  • #126
Einen wunderschönen guten Abend, liebe Amateur- und Profidater/innen mit ernsthafter und nichternsthafter Beziehungssuche!:D
Ich habe eben gerade ein Dame verabschiedet, die mich heute Abend angeschrieben hat. Sehr attraktiv auf den Fotos, siebzehn Jahre jünger, durchaus feminin, ansprechende Beschreibungen...Ein Punkt hatte mich gestört. Durch das Profil zog sich ein durchgehender linksgrüner Belehrungs- und Moralisierungsduktus durch, der mich, ein bekennender Konservativer mit liberalen Akzenten, gestört hat. Oder habe ich zu früh verabschiedet?

Hallo, kannst du in der Pfeife rauchen. Es ist bei links-grün übrigens Beleerung! o_O
 
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  • #127
Warum hast dann den Taxifahrer nicht gemeldet?

Habe ich. Aber hatte keine Konsequenz. Aussage gegen Aussage. Die nächste Frau, die in das Taxi steigt, darf sich freuen.

Aber ausser mehr Polizeistaat und Überwachung gibts wohl nichts, was eine Demokratie da machen kann.

Dagegen verwehre ich mich, wie @Sine Nomine auch. Das müssen wir auch als Zivilgesellschaft loesen, indem wir eben nicht wegschauen. Eine Zeit des Wegschauens hat es in Deutschland schon mal gegeben und nur weil der eisige Wind jetzt aus einer anderen Richtung weht, heisst es nicht, dass wir ihn ignorieren können.
Lauft doch mal mit einer Kippa durch Berlin und berichtet dann ehrlich, was euch widerfahren ist. Nur Mut!
 
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  • #128
Wie viel sexuelle Übergriffe gibt es statistisch aus christlich religiöser oder hinduistischer Überzeugung heraus?

Ich bin mir sicher, dass man dort, wo es ensprechende vermeintliche Religionskonflikte gibt, innerchristlich beispielsweise aktuell immer noch in Nordirland, mehr als genug Fälle findet, wo ein Taxifahrer der Konfession A sich gegenüber einer Frau der Konfession B ganz ähnlich verhalten hat.
Auch dort muss Religion als Begründung und Rechtfertigung für Unrecht herhalten. Da unterscheiden sich Muslime und Christen nicht im geringsten.
 
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  • #130
Hat sie das nicht, geehrter @WolkeVier?

Ich stelle mir so eine Meldung und den weiteren Ablauf gerade konkret vor: Aussage gegen Aussage, Meldende letztendlich dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit und Islamopbobie ausgesetzt...o_O

Beim ersten Mal vielleicht. Beim zweiten Mal vielleicht auch noch. Beim dritten Mal dürfte sich das mit der Unschuldsvermutung dann aber irgendwann erledigt haben.

Und was die Konsequenzen angeht, so ist die erste ja schon mal, dass der betreffende Taxifahrer Rede und Antwort stehen muss. Er merkt also, dass sein Verhalten nicht folgenlos bleibt, dass solches Verhalten ihm mindestens mal einen Rapport bei der Chefin oder dem Chef einbringt. Ob das alleine die Einstellung solcher Menschen gegenüber Frauen ändert ist sicher fraglich, aber vielleicht führt's ja zumindest dazu, dass Ausfälligkeiten und Übergriffigkeit wie die geschilderten unterbleiben.
 
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  • #132
Und was die Konsequenzen angeht, so ist die erste ja schon mal, dass der betreffende Taxifahrer Rede und Antwort stehen muss. Er merkt also, dass sein Verhalten nicht folgenlos bleibt, dass solhes Verhalten ihm mindestens mal einen Rapport beir Chefin oder dem Chef einbringt.

Dann wird er halt irgenwann entlassen wegen unreinen Frauen und das wird seine Abneigung und Vorurteile noch verstärken.
 
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  • #134

Selbst wenn das Taxiunternehmen einen Chef haben sollte dem solches Verhalten im Grunde egal ist, so ist's dem Konzessionsgeber sicher nicht egal. Und wenn der dem Chef auf den Füßen steht wird der Chef den Schmerz früher oder später auch an den verantwortlichen Fahrer weitergeben. Vielleicht nicht immer primär aus Einsicht und eher um endlich Ruhe zu haben, aber wenn das solches Verhalten eindämmt ist das ja immerhin mal ein erster Schritt.
 
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  • #135
Dann wird er halt irgenwann entlassen wegen unreinen Frauen und das wird seine Abneigung und Vorurteile noch verstärken.

Das kranke dabei war, dass er mir während der ganzen Fahrt erzählte, wie toll er Frauen aus dem Odenwald fände, weil sie (Orginalzitat): " so unterwürfig wären". Und ich habe es nicht kapiert, weil ich verliebt mit einem Mann Whatsapp s ausgetauscht habe und ihn ignoriert habe. Und das hat ihn dann noch aggressiver werden lassen. Alle Alarmsignale ignoriert, weil es einfach jenseits meiner Vorstellung lag. 44 Jahre und völlig naiv. Mache ich mir heute noch Vorwürfe. :oops:
 
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  • #137
Ob das alleine die Einstellung solcher Menschen gegenüber Frauen ändert ist sicher fraglich, aber vielleicht führt's ja zumindest dazu, dass Ausfälligkeiten und Übergriffigkeit wie die geschilderten unterbleiben.

Wenn ich die Erfahrungen meiner Freundinnen dazu nehme, die ähnliches erlebt haben: die haben sich alle geschaemt und haben nur davon erzählt, als ich davon erzählte. Und anzeigen: bloss nicht! Ich bin die Einzige, die das gemacht hat. Und es blieb folgenlos. Was meine Freundinnen darin bestärkt hat, das ganze besser auf sich beruhen zu lassen.
"Tja, da kannste nix machen." Ironie off.
 
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  • #138
Wenn ich die Erfahrungen meiner Freundinnen dazu nehme, die ähnliches erlebt haben: die haben sich alle geschaemt und haben nur davon erzählt, als ich davon erzählte. Und anzeigen: bloss nicht! Ich bin die Einzige, die das gemacht hat. Und es blieb folgenlos. Was meine Freundinnen darin bestärkt hat, das ganze besser auf sich beruhen zu lassen.
"Tja, da kannste nix machen." Ironie off.
Ich denke, keine Einzelfälle, auch wenn uns die Politik das immer wieder glauben machen will, geehrte @Lou Salome!
Aber, wo um Himmels willen bleibt da der Einsatz der ach so engagierten Feministinnen? Bekommen die das alle gar nicht mit? Bis auf unsere geehrte @Alice Schwarzer habe ich da noch niemanden wahrgenommen. o_O
 
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  • #139
Nun ja, lies es vielleicht mal nach. Ich will dir deinen Glauben ja auch nicht madig machen, finde es positiv wenn man den noch so hat.

Die Story ist im Grunde ganz einfach: Die haben ein neues Testverfahren entworfen, es nicht ausreichend getestet und trotzdem, überspitzt formuliert, so vermarktet als könne man diesen Test bei der nächsten Routinekontrolle nächsten Monat so nebenher mitmachen lassen.
Das ist recht schnell aufgefallen und wurde umgehend richtiggestellt und korrigiert, inkl. personeller Konsequenzen an der Uniklinik Heidelberg.

Selbst wenn der ganze Test frei erfunden gewesen wäre (was nicht der Fall war) so wäre die ganze Geschichte immer noch ein Beispiel dafür, dass wissenschaftliche Selbstkontrolle funktioniert.
Fehlverhalten gab es immer, gibt es und wird's vermutlich auch immer geben. In der Wissenschaft, im Sport, in der Politik oder im Privaten. Wichtig ist eigentlich nur, wie wir damit umgehen, ob beispielsweise solchem Fehlmarketing zeitnah die Wahrheit entgegengestellt wird. Solange das passiert funktionieren die entsprechenden Kontrolmechanismen, und darauf kommt's in meinen Auge weit mehr an als darauf ob's in Heidelberg jemanden gibt der einen Bluttest im Frühstadium der Erprobung schon als neues Wundermittel anpreist.
 
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  • #140
Dann hat er sie halt eben, geehrter @creolo! Die Hauptsache ist, dass er verinnerlicht, dass sich niemand seine Übergriffe gefallen lässt und die Strafe zeitnah erfolgt. Erfolgt sie zeitnah? o_O

Tja, ich hab so meine Zweifel ob bei uns Strafen zeitnah erfolgen. Klar in vielem Bereichen, wenn der Staat Geld eintreiben kann oder ihm was vorenthaltet wird aber ansonsten....
Wobei ich da wenig zu sagen kann, ich kenn noch net mal unterwürfige Odenwälderinnen.
 

Sevilla21

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  • #141
@Sine Nomine Was in der Wissenschaft funktioniert, läuft in der Politik grundsätzlich anders. Denn dort geht es nie um nachweisbare Fakten, sondern nur wie etwas präsentiert wird.

Was gut klingt verkauft sich besser.
 
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  • #145