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Ulla2

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elve

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Wie seht Ihr das? Ist die politische Einstellung eines Datingpartners für den weiteren Kontakt entscheidend? Können Beziehungen auch bei konträren politischen Standpunkten langfristig bestehen?
Ich glaube ja.
In meinem ganzen Leben habe ich immer sehr viele kunterbunte Menschen um mich gehabt. Mit unterschiedlichen Meinungen, Hintergründen, Glauben, ja, und auch politischen Ansichten. Wir haben uns trotzdem alle unheimlich gut verstanden. Man redet über die verschiedenen Standpunkte, und akzeptiert die Meinung der anderen, auch wenn sie nicht so denken und ticken wie man selber.
Zank und Streit hat es deshalb nie gegeben.
Das nenne ich Toleranz.
Ich kann das auch in einer Partnerschaft.
Nach dem Lebensgefährten, der hundertprozentig gleich lebt, denkt und handelt, wie ich, werde ich wohl ewig suchen müssen. Den gibt es nicht.
Solange der Mann an meiner Seite nicht versucht, mich aggressiv zu seiner Partei zu überreden, ist alles okay.
Ich würde auch nie gegen meine Überzeugung mit ihm zu Demonstrationen gehen.
Falls allerdings seine politische Gruppierung verlangen sollte, dass wir zum Beispiel Asylanten, jemanden der auf der Straße lebt, oder einen streunenden Hund bei uns in der Wohnung aufnehmen müssen, und er darauf besteht, bin ich weg.
Jeder Datingpartner darf andere politische Ansichten haben als ich, solange er weder mich noch mein Leben bevormunden und ändern will.
Ohne Toleranz kann keine Liebe bestehen.
 
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magena

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Die politische Haltung ist ein Ausdruck des eigenen Menschenbildes und daher eine wesentliches Kriterium für die Partnerwahl.
 
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  • #68
Man redet über die verschiedenen Standpunkte, und akzeptiert die Meinung der anderen, auch wenn sie nicht so denken und ticken wie man selber.

Das nenne ich Toleranz.

Falls allerdings seine politische Gruppierung verlangen sollte, dass wir zum Beispiel Asylanten, jemanden der auf der Straße lebt, oder einen streunenden Hund bei uns in der Wohnung aufnehmen müssen, und er darauf besteht, bin ich weg.


Das mit der Toleranz ist so eine Sache, in manchen Fällen hat man ja so den Verdacht, dass die Definition der Toleranz aus der eigenen Sichtweise, die eigentliche Form der Toleranz ist. "Ich bin ja für Toleranz, aber ...." so enthebt sie sich dann wohl in sich selbst.
 
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  • #69
Die politische Haltung ist ein Ausdruck des eigenen Menschenbildes und daher eine wesentliches Kriterium für die Partnerwahl.
So sehe ich es jetzt auch, geehrte @magena!
Ja, liebe Amateur- und Profidater/innen, vielen Dank erstmal für die Offenbarung Eurer Gedanken, über die ich intensiv nachgedacht habe.

Ich komme zu dem Schluss, dass ich eine Buntheit und Vielfalt der politischen Einstellungen und Meinungen in meiner Beziehung nicht möchte, da sie zu sehr zu konfliktbeladenen Emotionsausbrüchen führen könnten. Das "an einem Strangziehen" in einer Beziehung setzt nach meinem Dafürhalten ein deckungsgleiches Wertesystem und Menschenbild voraus. Ich merke immer wieder, wie meine Seele sich aufbäumt, wenn ich mich z.B. mit Gutmenschen über brisante politische Themen unterhalte. Und da kann ich einfach meine persönliche Haltung, die realistisch orientiert sowie eher verantwortungs- als gesinnungsethisch ausgerichtet ist, nicht hinterm Berg halten.o_O

Wäre ich ein Typ, der mit der Dame verbal kaum kommuniziert und stattdessen die meiste Zeit in Jogginghose und Unterhemd mit der Bierflasche in der Hand den ganzen Tag Fußball im Fernsehen ansieht, so wäre mir die politische Einstellung meiner Partnerin völlig mumpe. Mich würde nur mein Pils und König Fußball interessieren und dass die Dame mir ab und zu Schnittchen zum Bier reicht.

Aber, so bin ich ja ganz und gar nicht. Zum einem sehr großen Teil besteht bei mir eine Beziehung aus dem gedanklichen Austausch über Themen, die auch Tiefgang und persönliche Haltung erfordern. Und meine persönliche Haltung, die nicht jedem Menschen gefallen muss und auch nicht wird, möchte ich auch in einer Beziehung frank und frei, ohne Schere im Kopf, dass die Beziehung darunter leiden könnte, äußern können. Und genau das setzt bei mir eine Partnerin voraus, die da gleich oder zumindest ähnlich gestrickt ist.

Egal, wie wir alle in punkto Politik orientiert sind, so denke ich, dass wir in unserer Beziehung eins wollen...authentisch bleiben!
 
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aberbittemitsahne

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Damit hat @Datinglusche doch schon mal seine facettenreiche Ausdrucksweise unter Beweis gestellt. Das mit dem Inhalt kriegen wir dann später. :p
 
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Pit Brett

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  • #74
Die politische Haltung ist ein Ausdruck des eigenen Menschenbildes und daher eine wesentliches Kriterium für die Partnerwahl.
An die erste Hälfte des Satzes glaube ich nicht, weil der Wähler schon immer getäuscht werden wollte. Das ist seine Berufung. Politische Überzeugungen können sich deshalb unabhängig vom Menschenbild entwickeln, besonders dann, wenn sie utilitaristisch geprägt sind. Den zweiten Teil des Satzes finde ich ausgesprochen unversöhnlich; er gefällt mir gar nicht.
 
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  • #77
Ich hab viel darüber nachgedacht, ist ein interessantes Thema, finde ich. Weil ich kenne es schon so, dass ich manche politischen Ansichten so sehr ablehne, dass ich es dann nicht fassen kann, dass es tatsächlich Leute gibt, die diesen Stuss glauben. Ich kann dann deswegen auch richtig in Streit geraten, innerhalb der Familie oder des Freundeskreises, wenn jemand etwas vehement vertritt, was ich vehement ablehne.

Aber... Was macht man in der Beziehung denn meistens miteinander? Alltag: zusammen essen, Ausflüge, etwas spielen, nichts tun, kuscheln, küssen, Sex, sich von der Arbeit erzählen, sich von der Familie erzählen, sich Gedanken über Einkäufe machen, sich über weltpolitische Themen auseinander setzen. Wie wichtig ist der letzte Punkt für die Beziehung, dass dieser harmonisch ist - im Vergleich zu allem anderen? Hält ne Beziehung da eine konträre Ansicht aus? Warum? Warum nicht?
 
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  • #78
Hält ne Beziehung da eine konträre Ansicht aus? Warum? Warum nicht?

Ich bin grad von ner älteren jungen Mutter verabschiedet worden weil ich nen situationsbezogenen harmlosen Spruch über die Effektivität kindlichen Mithelfens gemacht habe.
Sie hatte im Profil auch stehen, dass sie sich ums Klima und Zustand der Welt sorgt, die wie unseren Kinder hinterlassen. :rolleyes:
 
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Dancing

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  • #85
Prinzipiell interessiert mich die politische Ausrichtung erst mal gar nicht, doch könnte sie zum Problem werden, wenn die Partnerin extreme Ansichten hätte. Ich lehne links- wie rechtsextrem ebenso ab wie Ausländerfeindlichkeit. Für mich ist ein friedliches und harmonisches Miteinander, sowie persönliche Wertschätzung, wichtig.
 
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  • #88
Klingt toll, nur wer bestimmt was extrem ist?
Ich bin jetzt mal ganz, ganz böse, geehrter @creolo und behaupte mal ganz frech, dass mancher Extremismus bewusst bagatellisiert wird! Man spricht dann oft verniedlichend von sogenannten 'Aktivisten', die zwar häufig extrem und nicht gesetzeskonform handeln, aber ihr Extremismus sich mit einer selbstgeschaffenen Aura des sogenannten 'Gerechten' und 'Guten' umgibto_O
 
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  • #89
Ich bin jetzt mal ganz, ganz böse, geehrter @creolo und behaupte mal ganz frech, dass mancher Extremismus bewusst bagatellisiert wird! Man spricht dann oft verniedlichend von sogenannten 'Aktivisten', die zwar häufig extrem und nicht gesetzeskonform handeln, aber ihr Extremismus sich mit einer selbstgeschaffenen Aura des sogenannten 'Gerechten' und 'Guten' umgibto_O

Naja, das wird dann ja dadurch entschuldigt, dass der rechte ausländerfeindliche Umweltzerstörer bekämpft werden muss, also ist das gut.
Wobei ich einen Wald zu besetzen jetzt auch besser finde, als ein Flüchtlingsheim niederzubrennen. Geb ich zu.
 
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  • #90
Naja, das wird dann ja dadurch entschuldigt, dass der rechte ausländerfeindliche Umweltzerstörer bekämpft werden muss, also ist das gut.
Wobei ich einen Wald zu besetzen jetzt auch besser finde, als ein Flüchtlingsheim niederzubrennen. Geb ich zu.
Die 'Waldbesetzer' habe ich jetzt gar nicht so sehr gemeint, geehrter @creolo!
Aber lassen wir das jetzt mal. Bei mir setzt jetzt die Schere im Kopf ein.o_O