LunaLLena

User
Beiträge
2
  • #1

Wie viel ist ZU viel?

Hey ihr
Bin seit Kurzem hier, erhalte täglich neue Vorschläge, mein Profil kommt gut an, habe auch Mailkontakt und ein paar Dates hinter mir. Eigentlich alles gut, ABER:
Mein Profil ist seriös und ich bin es ebenfalls, bloss schnallen das einige der Herren nicht. Wenn dann beim ersten Treffen bereits Erwartungen kommen die ich nicht zu erfüllen gedenke, sprich sich Männerhände selbstständig machen ohne Aufforderung meinerseits ist das für mich eher befremdend und es stellt sich mir die Frage ob solche Herren hier am richtigen Ort sind?
Was für Erfahrungen habt ihr in dieser Hinsicht gemacht und wie verhaltet ihr euch?
 

Blanche

User
Beiträge
1.145
  • #2
AW: Wie viel ist ZU viel?

Bis jetzt kann ich mich nicht beklagen. Da gab es keine Hand, die sich selbständig gemacht hat.
Vielleicht beim Date versuchen ein wenig "räumliche" Distanz miteinzubauen (na gut - kann man nicht immer umsetzen).
Falls das mal bei mir passieren sollte und mir das unangenehm ist, würde ich es, denke ich, mit einer Prise Humor (aber bestimmt) versuchen zu entschärfen. Zum Beispiel - "Deine Hand ist heute aber ziemlich anhänglich. Hat die ADS?"
Oder ganz direkt und ehrlich sagen, dass das für dich jetzt nicht ok ist.
Andererseits - wenn so etwas beim 1. Date vorkommt und sich das nicht gut anfühlt, dann merkt doch dein "Bauchgefühl" schon, dass es nicht passt.
 

SüßeMaus

User
Beiträge
2
  • #3
AW: Wie viel ist ZU viel?

Hi,

ich habe auch wenige Dates hinter mir, kenne das aber auch so. Die wollen gleich küssen und mehr. Das kann es echt nicht sein. Dann gibt es andere, die gleich nach dem ersten Date, so nach einer ersten Stunde, emotional seltsam drauf sind. Die werden anhänglich und machen Komplimente, die echt zu viel sind. Sie schreiben, dass sie schon lange nicht mehr so glücklich waren und ich Dinge gesagt habe, die sie schon so ewig suchen usw.

Ja, klar! Wir sind hier alle auf Partnersuche, aber das ist doch kein Freibrief gleich ins Bett zu springen oder sich so derart gebunden zu fühlen, dass einem die Luft wegbleibt...

Trotzdem bin ich gerne hier und gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich hier ein wirklich interessanter Kontakt auftut.

Ich glaube auch, die Übung macht es. Mir ging es doch ähnlich. Als ich neu war, hatte ich zwei Dates und irgendwie hat man die Erwartung, das wird es auch. Der erste hat gestunken, der zweite war ein Traummann und wir starteten eine Beziehung. Ich war stolz, diesen tollen Mann zu kennen. Bis ich merkte, dass die Beziehung ziemlich einseitig war und ich auf der Strecke blieb.

Also starte ich hier neu durch. Und machte eben oben genannte Erfahrungen. Bin ich froh, dass es anderen Damen auch so geht. In Zukunft sage ich klar, dass das so nicht geht! Also ehrlich!

Weiter geht's! ;-)
 
Beiträge
3.935
  • #4
AW: Wie viel ist ZU viel?

Nun ja. Du definierst "seriös" anscheinend als "Männerhände dürfen nur in meine Richtung wandern, wenn ICH es erlaube". Es gibt sicher auch Menschen, die das als zickig, zu unkonventionell (der Mann MUSS doch anfangen) oder unseriös (die will ja gar keinen Mann finden) definieren werden. Es gibt sicher viele Möglichkeiten, wie man bei einem Date aufeinander zugehen kann - von Siezen und Diener machen bis zu Küsschen auf die Wange zur Begrüßung. Hilfreich ist sicher, eigene Vorstellungen anzusprechen, sich darüber auszusprechen und den anderen erstmal insgesamt wirken zu lassen. Für viele Männer ist das Harmonieren im Körperlichen eine so wichtige Voraussetzungen, dass sie das auch schnell abklären wollen - in diesem Fall wäre also eigentlich die körperliche Annäherung eher ein Zeichen für ein seriöses Anliegen.
Ich will damit nicht sagen, dass jeder schnelle Körperkontakt "NORMAL" ist und man das gut finden soll. Aber die schnelle Festsetzung, die mit den schnellen Händen wären per se alle unseriös und bei PS nicht richtig, ist wohl eine etwas enge Sicht. Partnersuche gestaltet sich meiner Meinung nach für die am schwierigsten, die ständig festlegen, was normal zu sein hat mit gleichzeitiger Verdammung aller andersgearteten...
Wie ich das gehändelt habe ? Wenn es mir zu viel war, habe ich es deutlich gemacht, verbal oder nonverbal. Alles weitere ergab sich dann : entweder war es der Anfang des Endes oder es ging auf einer anderen Ebene weiter. Wie bei allen Punkten, wo die Erwartungen nicht ganz deckungsgleich waren.
 

lollipopp

User
Beiträge
113
  • #5
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Schreiberin:
Nun ja. Du definierst "seriös" anscheinend als "Männerhände dürfen nur in meine Richtung wandern, wenn ICH es erlaube". Es gibt sicher auch Menschen, die das als zickig, zu unkonventionell (der Mann MUSS doch anfangen) oder unseriös (die will ja gar keinen Mann finden) definieren werden. Es gibt sicher viele Möglichkeiten, wie man bei einem Date aufeinander zugehen kann - von Siezen und Diener machen bis zu Küsschen auf die Wange zur Begrüßung. Hilfreich ist sicher, eigene Vorstellungen anzusprechen, sich darüber auszusprechen und den anderen erstmal insgesamt wirken zu lassen.
Ich bin sicherlich nicht verklemmt oder zickig, aber wenn ein Mann mich beim ersten Date schon begrapscht (ich nehme an, dass mit "Hände wandern" nicht gemeint war, dass er nur Händchen halten will) oder mich gar mit Küsschen schon begrüsst, sieht er von mir nur noch die Staubfahne vom wegrennen! Ich würde die Hand eindeutig wegschieben und klar sagen, dass ich das nicht möchte, passiert das nochmal, ist das ganz klar ein ein Übertreten meiner Distanzschwelle.
Und Küsschen zur Begrüssung beim ERSTEN Date geht gar nicht - das ist ein fremder Mensch für mich, und von dem möchte ich definitiv so nicht begrüsst werden - Hand geben reicht!!
 

Heike

User
Beiträge
4.669
  • #6
AW: Wie viel ist ZU viel?

Ganz schlimm diejenigen, die schon ins Profil schreiben, wie sie sich einen schönen Tag vorstellen: "Mit Dir ein gemütliches Frühstück im Bett." - Ja, gehts noch, die stellen sich vor, wie ich mit ihnen im Bett liege? Die kennen mich doch gar nicht!

ABer mal ne neutrale Beobachtung: im Forum habe ich des öfteren bemerkt, daß gerade zuckrige Nicks sich gerne spröde darüber beklagen, wenn jemandem der Speichel tropft. In diesem Thread hier fühle ich mich wieder bestätigt. Gibt es da eine Korrelation?
Ich persönlich finde übrigens Nicks wie "Lollipop", "süße Maus", "Zuckerstange", "DermitdemZauberstab", "Gott", "authentisch" usw. grenzüberschreitend und übergriffig. Das mein ich ernst. Auch wenn es nicht von jedem nachvollziehbar sein sollte. Aber es ist vielleicht auch nicht für jeden nachvollziehbar, daß ein Begrüßungsküsschen auf die Wange von jemand anderem als Übergriffigkeit empfunden wird.
 

Pit Brett

User
Beiträge
3.288
  • #7
Zitat von Heike:
… daß gerade zuckrige Nicks sich gerne spröde darüber beklagen, wenn jemandem der Speichel tropft. In diesem Thread hier fühle ich mich wieder bestätigt. Gibt es da eine Korrelation?
Ich denke doch. Das wird nicht anders sein als bei den Queens & Konsorten mit ihren Themen.

Zitat von Heike:
Ich persönlich finde übrigens Nicks wie "Lollipop", "süße Maus", "Zuckerstange", "DermitdemZauberstab", "Gott", "authentisch" usw. grenzüberschreitend und übergriffig.
Weder grenzüberschreitend noch übergriffig kann ich nachvollziehen. Sie lassen Schlüsse zu, aber viel mehr wohl nicht.

Im Übrigen verstehe ich mal wieder die Aufregung nicht. Vielleicht sind die Herren, um die es da geht, etwas unsensibel. Das merkt man doch bei der Begrüßung, ob Bussilinksbussirechts erwartet wird oder nicht, und dann macht man halt. Oder nicht. Und die Wanderfinger? Da bringt man man seine Hand in eine Angebotsposition, legt sie vieleicht so auf den Tisch, dass sich die Fremdhand annähern kann, wenn sie will. Da sieht man doch auch, was passiert oder nicht. Und kann sich der Reaktion entsprechend einrichten.
 

equinox

User
Beiträge
1.037
  • #8
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Pit Brett:
... lassen Schlüsse zu, aber viel mehr wohl nicht.
das mit sicherheit ... ;-)) ... und in jedem fall ein demonstratives outing.

Zitat von Pit Brett:
Vielleicht sind die Herren, um die es da geht, etwas unsensibel.
vermutlich, und die gegenseite tendiert zu extremer ich-bezogenheit, ist aber vielleicht alles auch schlicht eine frage des zeitgeistes oder der alterskohorte ...
 
Beiträge
3
  • #9
AW: Wie viel ist ZU viel?

hmmm, ich finde es schwierig allgemeingültig zu definieren was geht oder gar nicht geht. Meines Erachtens gibt es da kein falsch oder richtig. Wo die Hände hingehören oder auch nicht ist wohl individuell unterschiedlich. Und sollten sie da sein, wo sie Deines Erachtens nach nicht hingehören, dann mache es halt klar. Und spätestens dann , sollte das geklärt sein.

Ist es nicht eher so, daß diese Entscheidung jeder für sich trifft? Vielleicht gibt es ja auch Frauen, die Lust auf Sex beim ersten Treffen haben, sich nicht ausgebeutet fühlen, sondern dies als eine Entscheidung auf Augenhöhe verstehen?

Ich selbst würde dieses Thema vermutlich vorab klären.... Expectation management betreiben.. dann kommt niemand in eine peinliche Situation.

LG in die Runde
a.
 
Beiträge
203
  • #10
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von LunaLLena:
sprich sich Männerhände selbstständig machen ohne Aufforderung meinerseits

Ich bin zwar nicht angesprochen, aber was genau meinst du mit dem zitierten Statement? Hand-auf-Hand, Arm streicheln, Wange streicheln? Von welchen Berührungen redest du? Ich versuche zu bewerten, um was es hier genau geht.
 
Beiträge
203
  • #11
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Heike:
Ganz schlimm diejenigen, die schon ins Profil schreiben, wie sie sich einen schönen Tag vorstellen: "Mit Dir ein gemütliches Frühstück im Bett." - Ja, gehts noch, die stellen sich vor, wie ich mit ihnen im Bett liege? Die kennen mich doch gar nicht!

Generell finde ich die direkte Ansprache in Profilen wenig anziehend. Es ist schlicht unglaubwürdig und nicht ernst gemeint, und zwar genau aus dem von dir aufgeführten Grund: Die kennen mich doch gar nicht!

Ich glaube nicht, dass der Verfasser sich das wirklich vorstellt, es ist meines Erachtens einfach nur eine inhaltsleere Phrase.
 
Beiträge
3.935
  • #12
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Pit Brett:
Da bringt man man seine Hand in eine Angebotsposition, legt sie vieleicht so auf den Tisch, dass sich die Fremdhand annähern kann, wenn sie will. Da sieht man doch auch, was passiert oder nicht. Und kann sich der Reaktion entsprechend einrichten.

Herrlich. So muss es sein. Und wie schade, wenn die betreffende Dame dann zum sauren Drops mutiert.... ;-))
 
Beiträge
3.935
  • #13
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Heike:
ABer mal ne neutrale Beobachtung: im Forum habe ich des öfteren bemerkt, daß gerade zuckrige Nicks sich gerne spröde darüber beklagen, wenn jemandem der Speichel tropft. In diesem Thread hier fühle ich mich wieder bestätigt. Gibt es da eine Korrelation?

Danke. Das habe ich mich nicht getraut zu bemerken.
 

lollipopp

User
Beiträge
113
  • #14
AW: Wie viel ist ZU viel?

@heike:
The Chordettes: Lollipopp, Popsong von 1958 - den hatte ich bei Wahl meines nicks im Ohr... Ich weiß nicht, was daran anstößig sein sollte! Aber offenbar haben manche dazu hier andere Gedanken - die haben aber wohl mehr mit eurem eigenen Kopfkino als meinem zu tun :)
 
G

Gast

Gast
  • #15
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von lollipopp:
@heike:
The Chordettes: Lollipopp, Popsong von 1958 - den hatte ich bei Wahl meines nicks im Ohr... Ich weiß nicht, was daran anstößig sein sollte! Aber offenbar haben manche dazu hier andere Gedanken - die haben aber wohl mehr mit eurem eigenen Kopfkino als meinem zu tun :)

Haha.
http://www.youtube.com/watch?v=9-DuC0tE7V4

träller..
His kiss is sweeter than an apple pie..

..Just like a lightning from the sky
He loves to kiss me till I can't see straight..

Da sind doch ein paar Begrüßungsküsse harmlos ;-)


Zitat von Heike:
Ganz schlimm diejenigen, die schon ins Profil schreiben, wie sie sich einen schönen Tag vorstellen: "Mit Dir ein gemütliches Frühstück im Bett." - Ja, gehts noch, die stellen sich vor, wie ich mit ihnen im Bett liege? Die kennen mich doch gar nicht!
Ha. Nee Frühstück im Bett geht ja gar nicht; Krümel und Kaffeegeschlabber - was soll daran gemütlich sein. Da gibt’s doch bessere Lösungen. Aber das darf man wahrscheinlich gar nicht schreiben, da noch größeres NoGo. Pööh.
 

Heike

User
Beiträge
4.669
  • #16
AW: Wie viel ist ZU viel?

:)

http://www.youtube.com/watch?v=s3RwVOSpcVo
 

Heike

User
Beiträge
4.669
  • #17
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Pit Brett:
Weder grenzüberschreitend noch übergriffig kann ich nachvollziehen. Sie lassen Schlüsse zu, aber viel mehr wohl nicht.
Ich sehe halt Bilder, wenn ich Worte lese. Und schließe nicht, sondern empfinde mit dem Bauch.

Zitat von AlphaPapa101:
Ich glaube nicht, dass der Verfasser sich das wirklich vorstellt, es ist meines Erachtens einfach nur eine inhaltsleere Phrase.
Ach so!

Zitat von Schreiberin:
Danke. Das habe ich mich nicht getraut zu bemerken.
Gern!

Zitat von lollipopp:
@heike:
The Chordettes: Lollipopp, Popsong von 1958 - den hatte ich bei Wahl meines nicks im Ohr... Ich weiß nicht, was daran anstößig sein sollte! Aber offenbar haben manche dazu hier andere Gedanken - die haben aber wohl mehr mit eurem eigenen Kopfkino als meinem zu tun :)
Ja, die goldenen 50er! Auch wenn Papi da jung und sicherlich ein Ehrenmann war: die Frauen hatten sich ein bißchen mehr gefallen zu lassen als das, worum es sich hier dreht.

Zitat von tina*:
Ha. Nee Frühstück im Bett geht ja gar nicht; Krümel und Kaffeegeschlabber - was soll daran gemütlich sein. Da gibt’s doch bessere Lösungen. Aber das darf man wahrscheinlich gar nicht schreiben, da noch größeres NoGo. Pööh.
Lollis krümeln nicht! :)
 
G

Gast

Gast
  • #18
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Heike:

Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen: du bist verderbt.

Aber du wolltest ja sicherlich nur ein passendes Beispiel für die bösartigen Absichten der Männer bringen
http://www.youtube.com/watch?v=A9ajuEVNfb0
Die arme Franzi!
 
Beiträge
2.399
  • #19
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von lollipopp:
@heike:
The Chordettes: Lollipopp, Popsong von 1958 - den hatte ich bei Wahl meines nicks im Ohr... Ich weiß nicht, was daran anstößig sein sollte! Aber offenbar haben manche dazu hier andere Gedanken - die haben aber wohl mehr mit eurem eigenen Kopfkino als meinem zu tun :)
der Song schreibt sich mit einem "P" weniger. Du allein hast dir den Nick mittels des zweiten P.`s verordinärt. Bäh.
 

LunaLLena

User
Beiträge
2
  • #20
AW: Wie viel ist ZU viel?

Schön zu lesen dass es andern auch so geht.
Ich bin weder verklemmt noch prüde ich möchte einfach als Frau respektiert werden. Ich treffe Männer mit denen ich bereits einige Mails geschrieben habe, mit denen ich auch telefoniert habe. Bei der Begrüssung gibts drei Küsschen auf die Wange.

Und ich bin durchaus in der Lage meine Wünsche und mein Befremden klar auszudrücken. Mich stört gewaltig wenn ich nicht ernstgenommen werde. Wenn die Chemie stimmt dann hab ich auch nichts dagegen einzuwenden ABER, wäre es nicht wichtiger erst Vertrauen aufzubauen als gleich beim ersten Date alles zu wollen?
 

Heike

User
Beiträge
4.669
  • #21
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von tina*:
Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen: du bist verderbt.

Aber du wolltest ja sicherlich nur ein passendes Beispiel für die bösartigen Absichten der Männer bringen
http://www.youtube.com/watch?v=A9ajuEVNfb0
Die arme Franzi!

Es lag einfach zu nahe. In WM-Zeiten doppelt schwierig, eine solche Vorgabe nicht zu nutzen.
Mit GAinsbourg hab ich schon partiell meine Probleme. Aber der alte Sack ist halt zugleich auch ein Aufklärer, das muß man ihm lassen.

Zur Versöhnung aber noch Franzis Parship-Song; schon vor 50 Jahren, diese Visionärin!:
http://www.youtube.com/watch?v=7Rtdb_zgqdQ
 

BellaDonna

User
Beiträge
863
  • #22
AW: Wie viel ist ZU viel?

Es gab - glaube ich - mal eine Zeit, da musste ein Mann eine Frau heiraten, wenn er sie dermaßen kompromittiert hätte.

Ich kann diese Entrüstung nicht verstehen. Die bist doch eine erwachsene Frau, Lunalena.
Sag es ihm, wenn es über Deine Grenzen geht.
Schreibe dann aber bitte nicht im Forum die bittere Klage: die Männer halten mich für verstockt.

.
Die Distanz, die jemand bei Fremden zulässt ist gesellschaftlich unterschiedlich und von Land zu Land anders.
Ich glaube das größte Distanzbedürfnis hat GB. In Deutschland ist es gesellschaftlich 2-3 m.
Die durchschnittliche persönliche Distanz ca 1m.
In arabischen Ländern ist es eher gering.
Mein Tipp: triff nur noch Briten.
 

LunaLLena

User
Beiträge
2
  • #23
AW: Wie viel ist ZU viel?

BellaDonna, ich bin weder entrüstet noch habe ich hier geklagt "Die Männer halten mich für verstockt". Das ist alleine deine Interpretation.
Ich brauche mich auch nicht zu rechtfertigen über meine Einstellung betreffend Annäherungen, das ginge definitiv zu weit. Auch sind Briten ganz und gar nicht das was ich "suche".
 
G

Gast

Gast
  • #24
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von Heike:
Es lag einfach zu nahe. In WM-Zeiten doppelt schwierig, eine solche Vorgabe nicht zu nutzen.
Verstehe. Eben im Radio sprach der jungdynamische Sprecher auch schon vom „Höhepunkt des Tages“ :)

Von Franzi kenne ich eigentlich nur „Ella elle l’a“ und „drei Apfelsinen im Haar“ (politisch inkorrekt die Gnade der späten Geburt) - wobei das mit den Bananen mich als Kind schon beschäftigt hat ;). Der „Parship“-Song ist ja echt der Kracher „Der Computer weiß genau, für jeden Mann die richtige Frau und das Glück fällt im Augenblick aus seiner Kartei“. Damals füllten Computer ja noch ganze Säle - visionär, du sagst es...



Zitat von LunaLLena:
Und ich bin durchaus in der Lage meine Wünsche und mein Befremden klar auszudrücken. Mich stört gewaltig wenn ich nicht ernstgenommen werde. Wenn die Chemie stimmt dann hab ich auch nichts dagegen einzuwenden
Verstehe ich grade nicht so ganz. Also wenn er dir gefällt, darf er dich nicht ernstnehmen?

Zitat von LunaLLena:
ABER, wäre es nicht wichtiger erst Vertrauen aufzubauen als gleich beim ersten Date alles zu wollen?
Du meinst, die stürzen sich im Café auf dich „ich weiß, du willst es doch auch“ ??
 

LunaLLena

User
Beiträge
2
  • #25
AW: Wie viel ist ZU viel?

Tina, bei mir regiert der Selbstschutz. Ich will jetzt nicht ins Detail gehn, das gehört hier nicht hin. Deshalb habe ich dem Einen auch offen gesagt dass bei mir Vertrauen aufbauen und Zärtlichkeiten austauschen wichtiger sind als wilden Sex. Ebenfalls liess ich verlauten dass ich kein Abenteuer suche sondern einen Partner für eine Beziehung.
Und nein, ich wurde nicht im Cafe überfallen.
 

Heike

User
Beiträge
4.669
  • #26
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von tina*:
Von Franzi kenne ich eigentlich nur „Ella elle l’a“ und „drei Apfelsinen im Haar“ (politisch inkorrekt die Gnade der späten Geburt) - wobei das mit den Bananen mich als Kind schon beschäftigt hat ;). Der „Parship“-Song ist ja echt der Kracher „Der Computer weiß genau, für jeden Mann die richtige Frau und das Glück fällt im Augenblick aus seiner Kartei“. Damals füllten Computer ja noch ganze Säle - visionär, du sagst es...
Für mich sehe ich die GNade der späten Geburt ja darin, Kulturgeschichte bis zurück in die Steinzeit vergegenwärtigen zu können. Les Sucettes ist da schon ein Meilenstein. Den Parshipsong kannte ich nicht, den hat mir youtube in der rechten Spalte angeboten, vielleicht haben die mitgekriegt, daß ich zeitgleich hier im Forum geschrieben habe und ihre Empfehlungen darauf abgestimmt. :)
Besonders mag ich ihre Performance bei "Lange war ich einsam, heut' bin ich verliebt / und nur darum ist das so / weil es die Technik und die Wissenschaft /und Elektronengehirne gibt. " Also besonders ihre Geste bei "Technik". Man stelle sich das vor: 1968, also auf dem Höhepunkt der Hippiebewegung und ihrer Liebesvorstellungen einerseits und umgeben von den überkommenen 50er-Jahre-Daddies und ihrem Charme, eine Frau als süßes Kindchen zu behandeln, und dann singt sie, our french doll, so ganz unbeschwert affirmativ vom Vorsprung durch Technik in der Partnerfindung. Das ist wirklich herrlich. Und nicht zu viel.


Zum Threadthema würde ich noch anmerken, daß die Unterscheidung von Wollen und Tun hilfreich sein könnte. Wenn der Mann Sex will, muß das nicht gleich gaaanz schlimm sein. Wenn er ihn sich, ohne meine Reaktion abzuwarten, einfach holen möchte, ist das übergriffig und kein Spaß mehr. Und die Kultur spielt sich irgendwo dazwischen ab, also da, wo was geäußert und kommunziert wird, und eben auch nicht nur in Worten, sondern mit Gesten. Und da ists natürlich gut, wenn beide etwa ähnlich sensibel umgehen können mit dem Spiel der Zeichen, "unmerklichen" Berührungen usw.
 

Heike

User
Beiträge
4.669
  • #27
AW: Wie viel ist ZU viel?

Zitat von tina*:
Von Franzi kenne ich eigentlich nur „Ella elle l’a“ und „drei Apfelsinen im Haar“ (politisch inkorrekt die Gnade der späten Geburt) - wobei das mit den Bananen mich als Kind schon beschäftigt hat ;). Der „Parship“-Song ist ja echt der Kracher „Der Computer weiß genau, für jeden Mann die richtige Frau und das Glück fällt im Augenblick aus seiner Kartei“. Damals füllten Computer ja noch ganze Säle - visionär, du sagst es...
Für mich sehe ich die GNade der späten Geburt ja darin, Kulturgeschichte bis zurück in die Steinzeit vergegenwärtigen zu können. Les Sucettes ist da schon ein Meilenstein. Den Parshipsong kannte ich nicht, den hat mir youtube in der rechten Spalte angeboten, vielleicht haben die mitgekriegt, daß ich zeitgleich hier im Forum geschrieben habe und ihre Empfehlungen darauf abgestimmt. :)
Besonders mag ich ihre Performance bei "Lange war ich einsam, heut' bin ich verliebt / und nur darum ist das so / weil es die Technik und die Wissenschaft /und Elektronengehirne gibt. " Also besonders ihre Geste bei "Technik". Man stelle sich das vor: 1968, also auf dem Höhepunkt der Hippiebewegung und ihrer Liebesvorstellungen einerseits und umgeben von den überkommenen 50er-Jahre-Daddies und ihrem Charme, eine Frau als süßes Kindchen zu behandeln, und dann singt sie, our french doll, so ganz unbeschwert affirmativ vom Vorsprung durch Technik in der Partnerfindung. Das ist wirklich herrlich. Und nicht zu viel.


Zum Threadthema würde ich noch anmerken, daß die Unterscheidung von Wollen und Tun hilfreich sein könnte. Wenn der Mann Sex will, muß das nicht gleich gaaanz schlimm sein. Wenn er ihn sich, ohne auf meine Reaktion zu achten, einfach zu holen versucht, ist das übergriffig und kein Spaß mehr. Ich glaube, darauf können wir uns alle einigen, oder? Und die Kultur spielt sich irgendwo dazwischen ab, also da, wo was geäußert und kommunziert wird, und eben auch nicht nur in Worten, sondern mit Gesten. Und da ists natürlich gut, wenn beide etwa ähnlich sensibel umgehen können mit dem Spiel der Zeichen, "unmerklichen" Berührungen usw.
 

equinox

User
Beiträge
1.037
  • #28
AW: Wie viel ist ZU viel?

Der (machting-) Computer Nr. 3 ist allerdings eine originäre Schöpfung der Herren Buschor (text) und Bruhn (musik), die eine ganze Reihe vergleichbarer Grausamkeiten konzipierten. Das Ergebnis des matchings schien im Übrigen für die singende France Gall eindeutig, denn ein Jahr später reüssierte sie mit "Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte". Das sollten sich alle Zweifler am matching-System zu Herzen nehmen.

Unklar bleibt, ob Frau Gall seinerzeit auch nur nährungsweise Inhalt und Sinn der deutschen Texte verstand ... ihre vorhergehenden französischen Produktionen könnten den Schluss nahelegen, dass nicht ... aber auch da soll sie angeblich den Sinn nicht wirklich ... nun ja.
 

Heike

User
Beiträge
4.669
  • #29
AW: Wie viel ist ZU viel?

Die Franzi muß nichts verstehen, sie sieht mit dem Herzen gut. Gainsbourg hat dies erkannt und zur Blüte gebracht. Dann haben ihr böse Menschen die Augen geöffnet, womit umgekehrt ihr Herz sich verschließen mußte und sie ihre Unschuld verlor. Die hat sie dann wieder gefunden, als sie sich wieder jemandem anvertrauen konnte, der ihr durch Umorientierung auf Fremdsprache die Möglichkeit gewährt hatte, mit dem Herzen sehen zu können. So ist das ja bei den Visionären, die sind Medien, Sprachrohr. Und dann paßt es auch noch inhaltlich, wenn das, was durch sie spricht, von der Zuversicht handelt, sich dem Computer anzuvertrauen. Die Stimmigkeit des Bauchgefühls ist wiederhergestellt. Insgesamt ne ziemlich runde Sache.
 

Migmar

User
Beiträge
2
  • #30
AW: Wie viel ist ZU viel?

Wunderbare Worte von dir, Schreiberin. Tut gut.