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  • #1

Wie umgehen mit chronischen (psychischen) Erkrankungen?

Aus gegebenen Anlass: wie sollte man mit chronischen Erkrankungen umgehen? Ich weiss, dass das ein sehr heikles Thema ist und die Zahl der Interessentinnen sehr schnell sehr übersichtlich wird, wenn man da Probleme hat. Vor allem, wenn der Faktor Frührente oder chronische (landläufig: unheilbare) psychische Erkrankung ins Spiel kommen. Trotz Therapie und medikamentöser Einstellung und obwohl man sein Leben selbst organisiert bekommt, wirds dann schwierig. Erst recht als Mann, weil hier traditionelle Rollenmuster eine erhebliche Rolle spielen.
Meine Erfahrung als Betroffener ist die, dass Ehrlichkeit manchmal kontraproduktiv ist. Im Realen Leben rennt man auch nicht mit der Diagnose auf der Stirn herum.
 
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  • #2
Hallo Zauberer! Du es kommt auch drauf an, an was du erkrankt bist und inwieweit du gut oder schlecht eingestellt bist. Natürlich würde ich es nicht jedem direkt sagen, aber irgendwann musst du es. Wenn du deswegen Renter bist und noch unter 60 dann wird die Frage nach deinem jetzigen Job kommen undwas dann? Lügen wäre doof. Vielleicht kannst du ihr sagen, dass du das Thema persönlich sagen mochteSt ?!?
Du solltest dir wie wir alle ein dickes Fell zu legen. Es ist nicht einfach einen Partner zu finden und da spielt es keine Rolle ob man krank ist oder nicht. Dir alles Gute
 
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  • #4
Finde das grundsätzlich schwammig. Ich mein, ich suche ja mein Glück fürs Leben, also schreit vieles in mir alles preiszugeben, bevor es irgendwann zwischen einem steht. Und jeder hat seine "dunklen" Seiten, zumindest in meinem Alter.
Auf der anderen Seite will man auch nicht mit der Tür ins Haus fallen.
In deinem spezifischen Fall (und den meisten anderen auch) würde ich 3-4 Nachrichten abwarten. Wenn du glaubst, dass es was werden könnte macht es aber keinen Sinn mehr so etwas zu verschweigen .... früher oder später kommt es ja sowieso raus.
Im Profil würde ich persönlich nicht damit hausieren gehen.
 
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  • #5
Zitat von Eiterblase:
Mit Therapie und immer wieder daran glauben, dass man auch chronische Krankheiten behandeln kann. Es ist schwieriger, aber nicht unmöglich. Dran bleiben!
Ausserdem gibt es genug Frauen, die auch chronisch daran erkrankt sind, es gibt zig Selbsthilfegruppen und Foren im Internet dafür, also vielleicht eher dort suchen?
 
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  • #6
Lieber Zauberer,
Ich schreibe Dir mal, wie ich damit umgegangen bin als ich noch auf PS unterwegs war. Ich habe eine sehr seltene chronische neuro-muskuläre Erkrankung, also in erster Linie was körperliches, wobei auch die Psyche ihre Rolle einnimmt und bei Bedarf mitbehandelt werden kann. Wer es nicht weiß, wird weder sehen oder gar glauben können, dass ich an Was-auch-immer erkrankt bin und natürlich hat man es nicht auf die Stirn geschrieben.

Es gab es einen sehr kleinen versteckten Hinweis im Profil bei „Sport“ (was übrigens Keinem ein Anlass für Nachfragen war, fällt mir gerade auf) und ich habe es nie einfach so von mir aus erwähnt. Es ergab sich wie von selber, meistens wenn der Kontakt schon relativ eng war und irgendwie Thema wurde, was man denn alles an Blessuren hat, Erkrankungen in der Familie oder Freundeskreis o.ä.. Spätestens nachdem man sich ein erstes Mal getroffen hatte und ein zweites Mal geplant war, bei dem es dann zum Beispiel um die gemeinsame Ausübung von Freizeitaktivitäten ging und ich aus diesem Anlass erklärt habe, warum ich Einschränkungen ausspreche. Denn das ist dann ein Bereich, der auf jeden Fall eine Partnerschaft berühren würde und ich muss und will ehrlich sein. Sah dann zum Beispiel so aus: „ich begleite dich sehr gerne zur Kletterwand in der Indoor-Halle, ich schaue dir dann von unten zu und bin dein Motivator „Tschaka! Los, los, Du schaffst das. Das sieht gut aus, dein Hintern übrigens auch. Nur noch ein paar Meter!“ Und hinterher trinken wir noch entspannt was an der Bar, Du deinen elektrolytreichen Multivitamincocktail und ich einen Milchkaffee.“ Wenn dann die Frage kam, warum ich nicht mitklettern werde, dann habe ich erklärt warum. Negative Reaktionen gab es nie. Korrekte medizinische Bezeichnung habe ich vermieden, weil wenn man im Netz „mit nicht-filternden Laienaugen“ danach sucht kann das sehr schief gehen und sich ein völlig falsches (Horror)Bild formen.

Dir ist – so mein Eindruck – sehr klar, dass eine chronische Erkrankung, egal ob psychisch oder körperlich oder Beides, sich auch immer auf einen Partner auswirkt und ihn / sie zu einem Mitbetroffenen macht (bei Suchtkranken ist es die Co-Abhängigkeit). Sie wird unweigerlich zum Teil einer Beziehung. Dein eigener Lebensstil und Umgang mit deiner Erkrankung kann solche Ängste aber ganz schnell abbauen. Der / die Andere muss sich auf ein solches Gespräch (und in einem nächsten Schritt, dich erleben) natürlich einlassen, wenn das nicht kommt ist das bedauerlich aber nicht zu ändern.
Formuliere es positiv – das ist vielen nicht bewusst, dass auch eine unheilbare Krankheit nicht nur schlecht ist, sondern durchaus Positives bewirken kann. Stichworte hier können sein: sich selber und seinen Psyche / Körper sehr gut kennen, sich seiner Selbst bewusst sein im Sinne von was kann ich und was nicht. Achtsam mit sich selber und Anderen umgehen, Bedürfnisse oder Befindlichkeiten klar formulieren und adressieren zu können. Nachgiebig sein können, weil man eben nicht alles erreichen und machen kann was andere tun. Andere so anzunehmen, wie sie sind, eben oder besser noch gerade weil man selber so unperfekt ist.

Mir ist ein einziges Mal bei PS ein Mann begegnet, der seine eigene „angeknackste“ (und behandelte) Psyche in unserem ersten Telefonat sofort angesprochen hat. Weil er nicht wollte dass ich von falschen Voraussetzungen ausgehe und das ein ihn leitendes Thema ist. Das hat mich berührt und mir große Achtung vor ihm abgerungen. Er war dahingehend mutiger als ich, siehe oben ;-)

Ich wünsche Dir viel Glück beim Suchen und Finden!

Liebe Grüße
Nina
 
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  • #7
Zitat von zauberer01:
Trotz Therapie und medikamentöser Einstellung und obwohl man sein Leben selbst organisiert bekommt, wirds dann schwierig.
Du hattest in einem anderen Thread geschrieben, dass du manisch-depressiv bist. Nun kommt's drauf an, wie gut du eingestellt bist. Eine alte Freundin von mir war etliche Jahre mit einem manisch-depressiven Mann zusammen, und was sie da an seiner Seite durchgemacht hat, grenzt schon an Heldentum. Und am Ende war es umsonst. -- Die Frage ist also, wie sicher du dir selbst bist, dass die Frau an deiner Seite nicht auch irgendwann so dermaßen "heldenhaft untergehen" muss. (Ich hoffe, das klingt jetzt nicht inquisitorisch. Ich hab mir diese Frage -- freilich aus anderen Gründen -- selbst auch schon gestellt. Ich hab da auch so einiges auf dem Kerbholz.)
 
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  • #8
Wenn es eine chronische Erkrankung ist, die den Alltag einer Beziehung stark beeintraechtigen und den Alltag auch allgemein stark erschweren wuerde, dann wuerde ich das beim Kennenlernen so frueh wie moeglich erfahren wollen. Ein offener Umgang mit einer chronischen Krankheit sagt viel aus.

Wie man dann damit umgeht bzw. ueberhaupt umgehen kann, haengt von vielen Faktoren ab.

Ich denke aber, dass es besser waere, gewisse Sachen zu wissen, da man so auch gewisse Reaktionen / Begebenheiten verstehen kann und sich vor allem auch darauf einstellen kann.
 
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  • #9
Ganz ehrlich, ich würde mich sehr schnell zurückziehen, wenn sich etwas anbahnt, mit jemandem mit einer psychischen Erkrankung. Natürlich muss man schauen, um was es geht. Meine erste große Liebe war ein Mann mit einer schweren Depression und einer Persönlichkeitstörung. Dies ist meine Diagnose im Nachhinein, eine ärztliche Untersuchung oder gar Beratung lehnte er ab. Dies ist aber auch über 30 Jahre her, damals ging kaum jemand offen mit "Sowas" um und in der damaligen DDR waren wir doch sowieso alles so glückliche Menschen, da gab es "dafür" keinen Platz. Doch ich erkannte schon kurz nach dem Kennenlernen, um was es ging. Ich begab mich in eine Art Abhängigkeit, denn er verlangte, dass ich mit niemandem darüber sprechen durfte. Ich war grad 17 und der Illusion erlegen, wenn ich ihn doch nur genug liebte, werde ich ihn "erlösen" und alles wird gut. Wir heirateten und bekamen ein Kind. Doch ich mußt erkennen, dass ich Liebe mit Selbstaufgabe verwechselte und gar nichts gut war. Ich verkümmerte total, es ging ausschließlich um sein Wohlbefinden. Trotzdem: Er setzte seinem Leben ein Ende. Ich konnte noch Jahre später nicht darüber reden, mein "Versagen" saß tief.
25 Jahre später musste ich krankheitsbedingt zwei schwere Medikamententherapien über zwei längere Zeiträume antreten. Die Medies waren dafür bekannt, als Nebenwirkung Depressionen auszulösen. Und das taten sie. Ich erfuhr also, wie es sich anfühlt, eine Depression zu haben und es war einfach grauenhaft. Kaum jemand glaubte mir, weil ich eine Meisterin des Verdrängens war und immer aussah, wie das blühende Leben. Dabei hatte ich bereits Suizidgedanken. Irgendwann nahm ich allen meinen Mut zusammen, offenbarte mich meinem Doc, bekam eine Psychotherapie und Psychopharmaka und stand so die restliche Zeit der Chemo durch. Nach Absetzten der Medies gegen die ursprüngliche Erkrankung verschwand auch die Depression wieder.
Mein erster Kontakt bei PS war ein Mann, der als Beruf Rentner angab, aber erst Mitte 40 war. Er schrieb mich an. Wie gesagt, mein Erstkontakt, ich war neugierig, gleichzeitig unerfahren im online-Dating und fragte per Mail nicht nach. Dann kam das erste Telefonat. Da fragte ich nach, warum er nicht berufstätig sei. Er antwortete mir ehrlich, dass er berufsunfähig sei, wegen schwerer Depression und das schon seit 10 Jahren. Bei mir klappte alles zu, alles früher von mir Erlebte kam wieder hoch und mein Innerstes schrie: Nein, nein, nicht nochmal. Ich sagte nichts, sondern traf ihn sogar. Er mochte mich offenbar sofort überhaupt gar nicht und verabschiedete mich nach kurzem Spaziergang. Er gefiel mir auch gar nicht. Und insgeheim war ich froh, dass es dadurch schon zu Ende war, ohne das die Krankheit weiter thematisiert wurde.
Lange Rede, kurzer Sinn: wenn eine solche Erkrankung gleich im Profil benannt wird, besteht die Gefahr, dass vielleicht viele (wie ich, weil schlimme Erfahrung) gleich weiterklicken würden. Es im Telefonat zu sagen, finde ich aber auch nicht hilfreich, weil man als Gegenüber gar nicht so schnell in der Lage ist, ehrlich zu reagieren. denn wird schon im Gespräch sagen: nee, also dann können wir das Gespräch an dieser Stelle beenden. Vielleicht ist es am besten, erst beim ersten oder zweiten Treffen die Krankheit zur Sprache zu bringen. Kommt auch immer darauf an, was es ist, wie schlimm es ist, wie die Prognose ist und wie die Krankeit den Alltag einer Partnerschaft beeinflussen wird.
 
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  • #10
Jetzt muss ich meine Erfahrungen damit auch mal loswerden: Bei mir ist das keine psychische, sondern eine körperliche Behinderung (erblich bedingte Gehbehinderung). Da das bei mir gerade erst losgeht, kann ich nicht sagen, inwieweit mein Leben dadurch beeinträchtigt wird, da ich eine eher seltene, im Vergleich noch relativ "harmlose" Form dieser Krankheit habe.
Als ich meinem damaligen Freund dann von der Diagnose erzählte, reagierte er erst total offen nach dem Motto "Hey, dafür finden wir schon eine Lösung."
Bei späteren Telefonaten (er wollte mich nicht im KH oder dann in der REHA-Klinik besuchen), wurde er immer verschlossener und zog sich weiter zurück. Als ich ihn offen darauf ansprach, sagte er dann, dass er die im Internet kusierenden Horrorgeschichten über die Krankheit gelesen habe und darum nicht mehr mit mir zusammen sein wolle. Ich war total baff, er hatte mir ja nicht mal Gelegenheit gegeben, meine "Seite" zu erklären oder mich gefragt, wie das wirklich ist.
Auch später hab ich einige Male erlebt, dass Männer damit ziemlich oberflächlich umgegangen sind ("Behindert? Und tschüss!"), daher schreibe ich sowas auch nicht in mein Profil mit rein, sondern erklär das lieber später. Damit halt zuerst mein Charakter erkannt wird. Und wenn die Männer dann trotzdem deswegen den Kntakt abbrechen, waren das eh nicht die richtigen. Haben sie halt Pech gehabt.
 
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  • #11
Erst einmal vielen Dank an alle für Eure Antworten.
Ich glaube, dass ich therapeutisch ganz gut aufgestellt bin. Wer sich ein bisschen mit der Bipolaren Störung auskennt, weiss, dass sie in Phasen verläuft Auf Phasen der Hochstimmung folgen Phasen des Tiefs. Wenn man erst einmal erkannt hat, diese Phasen zu erkennen - sie bleiben in abgeschwächter Form auch bei guter Medikamentierung vorhanden - dann weiss man auch: sie gehen immer vorüber. Und irgendwann lernt man auch, was man für sich selbst machen muss, damit es einem auch in einer depressiven Episode gut geht - und umgekehrt, dass man sich in einer manischen Episode nicht vollkommen auspowert. Da ich ein Problem mit Arbeitssucht hatte und auch immer noch habe, bedeutet das, darauf zu achten, dass man genug Schlaf bekommt und dass man sich nach Möglichkeit keiner Reizüberflutung aussetzt
Für Angehörige, Partner und Kinder ist das eine sehr schwierige Kiste. Ebenso für(alte) Freunde. Da man in der Manie um ein Vielfaches leistungsfähiger ist, als andere, zieht man natürlich jede Menge Nassauer an. Andere wiederum haben sich daran gewöhnt - und reagieren dann sehr verärgert, wenn die Leistungsfähigkeit in der depressiven Episode dann auf einem Mal nicht mehr da ist. Die depressive Episode fühlt sich in der Regel so an, dass man von sich selbst das Gefühl hat, sich im Zeitlupentempo zu bewegen - gleichzeitig rast der Uhrzeiger regelrecht dahin. Damit kann man sich vielleicht selber arrangieren, wenn man es gelernt hat - für andere kann das jedoch ein absolutes Drama sein.
Ich habe es mir inzwischen angewöhnt, recht offen über meine Einschränkung zu reden. Als Mann wird man ja sowieso immer gleich gefragt, wieso man denn zu Hause sei. Da ist dann immer noch der Vorwurf des Schmarotzertums im Raum. Alte, überkommene Rollenmuster verschwinden eben nicht so leicht aus den Hinterköpfen - und gerade in einer Zeit, in der "Schema F" wieder richtig hip ist, ist das nicht leicht.
Ein dickes Fell ist mit Sicherheit notwendig. Aber was ich gerade so feststelle, schützt die Ehrlichkeit auch in gewissem Masse vor Kränkungen. Man weiss gleich, woran man ist - bevor man angefangen hat, möglicherweise einseitig Gefühle zu investieren.
 
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  • #12
Zum Thema Selbsthilfegruppen: Ich für mein Teil habe heraus gefunden, dass die alles andere, als optimal sind. Mich ziehen die eher runter. Mein persönlicher Eindruck war, dass dort viel zu viele Leute herum rannten, die in keinster Weise bereit waren, irgendetwas für sich selbst zu tun, geschweige denn Verantwortung für sich übernehmen wollten. Teilweise erschreckend...
 

Liz

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  • #13
Hallo Zauberer!
Ich kenne einige bipolare Menschen, die sehr unterschiedlich in ihrem Leben damit klarkommen. Darunter ist auch ein sehr glückliches Ehepaar mit einem gemeinsamen Kind. Wenn man sich wirklich liebt, kann man auch mit so einer Krankheit umgehen. Wenn ich mich frage, wie ich reagieren würde, dann denke ich, ich würde mir den Meschen wahrscheinlich eher näher ansehen, wenn ich das nicht von Anfang an wüsste. Ins Profil würde ich das nicht schreiben und auch nicht in den ersten Nachrichten. Das kann man immer noch mitteilen, wenn sich herausstellt, dass der kontakt beständig und ausbaufähig ist.
Ich denke, man merkt ja durch einen längeren Kontakt auch, ob jemand "am Boden geblieben" ist. Dich länger so zu erleben verhindert vielleicht schon viele Ängste im Voraus. Die Argumente , die positive Seiten der Krankheit beschreiben, kann ich absolut nachvollziehen und bestätigen. Psychisch kranke Menschen sind i.d.R. reflektiert und keine "Maulmuffel" wenn es ans Eingemachte geht. Das ist ja was, was viele Frauen schätzen.
Gefühle investieren ist so eine Sache...ich glaube, man kann es vielleicht auch passender "Hoffnung investieren" nennen, dann klingt es besser und fühlt sich besser an und man hat nicht so was "Gescheitertes" hinterher. Hoffnung darf man ja ruhig immer wieder haben.
Jedenfalls kann ich dich gut verstehen, es ist sicher nicht einfach, jemand zu finden. Ich habe mal innerhalb einer Weiterbildung mit den anderen Teilnehmern Genogramme unserer Familiengescichten erstellt. Die zentrlae Erkenntnis, die sich bei mir festgesetzt hat, war: "unter jedem Dach ein "ach..."
Soll heissen: Jeder hat in der Ncht vor seiner eigenen Vorstellung schlecht geschlafen beim Gedanken daran, dass die anderen auch das "dunkle Geheimnis" seiner Familie sehen und besprechen werden. Und dann --- hatte plötzlich jeder eins.
In diesem Sinne, verrückt läuft´s überall. Ständig. Das ist der Normalfall.
 
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  • #14
Zitat von Liz:
Soll heissen: Jeder hat in der Ncht vor seiner eigenen Vorstellung schlecht geschlafen beim Gedanken daran, dass die anderen auch das "dunkle Geheimnis" seiner Familie sehen und besprechen werden. Und dann --- hatte plötzlich jeder eins.
In diesem Sinne, verrückt läuft´s überall. Ständig. Das ist der Normalfall.
Ich glaube, jeder hat hier sein "dunkles" Geheimnis - und jeder hat hier in irgendeiner Form Traumata erlitten und an ihnen zu knabbern. Und wenn Kinder im Spiel sind, ist es in der Regel auch so, dass der Ex-Partner in irgendeiner Form in der neuen Beziehung vorhanden ist. Das geht mal mehr, mal weniger gut.
Ich habe ja bei so einigen Kontakten festgestellt, dass so manche mit ihrer früheren Beziehung alles andere, als fertig sind und damit abgeschlossen haben.
 
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  • #15
Zitat von zauberer01:
Zum Thema Selbsthilfegruppen: Ich für mein Teil habe heraus gefunden, dass die alles andere, als optimal sind. Mich ziehen die eher runter. Mein persönlicher Eindruck war, dass dort viel zu viele Leute herum rannten, die in keinster Weise bereit waren, irgendetwas für sich selbst zu tun, geschweige denn Verantwortung für sich übernehmen wollten. Teilweise erschreckend...
Interessant, wie kommst du darauf, daß es an der Verantwortungsübernahme mangelt?
Ich halte auch nicht sehr viel von Selbsthilfegruppen, da sie mir oft zu unprofessionell sind und oft im gemeinsamen Jammern feststecken.
 
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  • #16
Zitat von Sabina:
Interessant, wie kommst du darauf, daß es an der Verantwortungsübernahme mangelt?
Ich halte auch nicht sehr viel von Selbsthilfegruppen, da sie mir oft zu unprofessionell sind und oft im gemeinsamen Jammern feststecken.
Genau das wollte ich - wenn auch ein bisschen verklausuliert formuliert - damit ausdrücken. Ich find's auch völlig daneben, wenn dann da Leute drin sitzen, die sich irgendwelche Drogen reingepfiffen haben und dann erklären, es ginge ihnen jetzt so schlecht. Sorry, aber das ist dann aus meiner Sicht wirklich eigene Blödheit. Und so etwas ärgert mich dann - weil das selbstgemachte Leiden sind. Wenn ich von irgendetwas genau weiss, es bekommt mir nicht und es geht mir danach schlecht, dann lasse ich es ganz einfach bleiben. Das ist der Weg, der mir weiter geholfen hat.
 

Liz

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  • #17
Zitat von Sabina:
Interessant, wie kommst du darauf, daß es an der Verantwortungsübernahme mangelt?
Ich halte auch nicht sehr viel von Selbsthilfegruppen, da sie mir oft zu unprofessionell sind und oft im gemeinsamen Jammern feststecken.
Es ist tatsächlich so, dass selbstständige Selbsthilfegruppen für Menschen mit einer psychischen Krankheit hier in "meiner" Stadt nicht gut und lange existieren. Angeleitet dagegen über viele Jahre, sogar Jahrzehnte. Vielleicht ist es an anderen Orten anders?
Es gab hier mal eine Gruppe, die nicht auf Selbsthilfe durch gemeinsame Gespräche aufgebaut hat sondern durch gemeinsame Aktivitäten, die Gespräche haben sich dann eher zufällig ergeben. Ich fand die Idee super, weiß aber nicht, ob es lange funktioniert hat.
 
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  • #18
Danke für diesen interessanten Thread, Zauberer01!

Ich finde es ist allerhöchste Eisenbahn, dass (chronische) psychische Erkrankungen noch viel stärker destigmatisiert und vor allem erkannt werden! Der Grund: Wir leben in einer Gesellschaft, die zunehmend von Narzissmus und anderen (pathologischen) Special Effects geprägt und von innen heraus deformiert wird. Die psychischen Erkrankungen stellen, laut Statistik, die am schnellsten wachsende Krankheitsgruppe dar. Mich wundert's nicht. Was sich täglich im Corporate Deutschland abspielt, ist ja zu großen Teilen aus dem Handbuch "Giftmischen für Fortgeschrittene". Da wird manipuliert und entwertet, ausgenutzt und gelogen, inszeniert und zerstört, dass es den stärksten Nehmer irgendwann krank macht.

Ich bin selbst aus einer haarsträubend dysfunktionalen Familie. Beide Eltern - Narzissten/Vater mit explosiven Borderline-Anteilen - haben ihre Kriegstraumata und eigenen Seelenstörungen komplett auf ihre Kinder ab- und übergestülpt. Meine A-Karte war die Rolle des Schwarzen Schafs. Ich habe sehr, sehr lange gebraucht, all das und die enorm destruktiven Auswirkungen auf meine eigene Persönlichkeit und mein Leben zu erkennen... Die Muster, die ich entwickelt hatte, dienten allesamt dem Überleben. Nur, Überleben ist etwas anderes als einen stimmigen Platz im Leben zu finden und auszufüllen.

Partnersuche ist für mich oft ein Trigger, weil ich so vielen Männern mit narzisstischen Verhaltensweisen oder sogar NPS begegnet bin. (Dies ist keine Laien- und Schlagwortdiagnose, ich habe mich sehr intensiv und auf vielen Ebenen damit befasst.) Mein letzter Partner war ein verdeckter Narzisst. Durch das Wechselspiel zwischen ihm und mir - Ausbeutung, Dauerentwertung auf sehr subtile Art und meine Reaktionen darauf/Verstrickung darin - bin ich retraumatisiert worden und habe letztlich meine eigene Herkunft zum ersten Mal klar und unverstellt erkennen können. Ein heilsamer Schock mit großer Transformationswirkung. (Der Prozess hat mehrere Jahre gedauert, in denen ich sehr für mich war.)

Ein Narzisst wird dich jedoch niemals vor sich warnen können oder wollen, weil das Wesen dieser Störung ja eben das Sich-nicht-in-Frage-Stellen ist. Eher suchen diejenigen die Therapie, die sich von einem Narzissten selbstwerttechnisch so schwächen ließen, dass sie den Boden unter den Füßen verlieren... ihr Leben zu Bruch gehen sehen... Und diese Menschen haben auch eine Anfälligkeit, eine seelische Prädisposition...

Das "Lustige" dabei ist, dass mir als Singlefrau immer noch oft Männer begegnen, die sofort über ihre ehemalige Partnerin in entwertendem Psychojargon sprechen, ihren Anteil jedoch komplett ausblenden und sich als Opfer inszenieren. Die Lieblingskrankheit der Männer, denen ich begegnet bin: "Die war Borderlinerin!"

Irgendwo hier im Forum habe ich gelesen, dass sich auf dem Singlemarkt besonders viele Menschen konzentrieren, die Schwierigkeiten haben. Ja, das sehe ich auch so (und schließe mich selbstverständlich mit ein). Ich bin auch der Überzeugung, dass sich erst etwas ändern kann, wenn "die Männer" sich noch viel mehr den Wurzeln ihrer Erfahrungen stellen. Männer neigen in meiner Beobachtung dazu, sich einfach "die nächste zu schnappen". Aufarbeiten und Reflektieren... machen - wieder: meine Beobachtung - die wenigsten.

Seelische Handicaps, die so viele Kinder der Kriegs- und frühen Nachkriegsgeneration haben, lassen sich verwandeln... es bedarf Mut und Beherztheit, sich seinen Schatten zu stellen und sie ins Licht zu bringen... dass es möglich ist, weiß ich aus eigener (schmerzlicher) Erfahrung.

Offensiv gehe ich für mich nicht damit um. Es braucht für mich viel Vertrauen, um diese Dinge zu erzählen. Es sind ja keine Small-Talk-Themen für die ersten Treffen. Das hat auch etwas mit gesunden Grenzen zu tun, die jeder für sich findet. Als dunkles Geheimnis empfinde ich meine Geschichte nicht. Ich teile sie ja auch mit Abertausenden Menschen da draußen.

Kürzlich las ich das neue Buch von Hape Kerkeling (Der Junge muss an die frische Luft), der eine seelisch kranke Mutter hatte, die sich das Leben nahm. Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Auch Hape hilft, seelische Erkrankungen zu destigmatisieren, ohne sie dabei zu bagatellisieren... Ein wenig (oder sehr) habe ich ihn "beneidet", denn er hatte Familienmitglieder, die ihn genährt und geliebt haben. Es war auch viel Gesundes in seiner Kindheit...
 
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  • #19
Zitat von beyoutiful:
Danke für diesen interessanten Thread, Zauberer01!

Ich finde es ist allerhöchste Eisenbahn, dass (chronische) psychische Erkrankungen noch viel stärker destigmatisiert und vor allem erkannt werden! Der Grund: Wir leben in einer Gesellschaft, die zunehmend von Narzissmus und anderen (pathologischen) Special Effects geprägt und von innen heraus deformiert wird. Die psychischen Erkrankungen stellen, laut Statistik, die am schnellsten wachsende Krankheitsgruppe dar. Mich wundert's nicht. Was sich täglich im Corporate Deutschland abspielt, ist ja zu großen Teilen aus dem Handbuch "Giftmischen für Fortgeschrittene". Da wird manipuliert und entwertet, ausgenutzt und gelogen, inszeniert und zerstört, dass es den stärksten Nehmer irgendwann krank macht.

Ich bin selbst aus einer haarsträubend dysfunktionalen Familie. Beide Eltern - Narzissten/Vater mit explosiven Borderline-Anteilen - haben ihre Kriegstraumata und eigenen Seelenstörungen komplett auf ihre Kinder ab- und übergestülpt. Meine A-Karte war die Rolle des Schwarzen Schafs. Ich habe sehr, sehr lange gebraucht, all das und die enorm destruktiven Auswirkungen auf meine eigene Persönlichkeit und mein Leben zu erkennen... Die Muster, die ich entwickelt hatte, dienten allesamt dem Überleben. Nur, Überleben ist etwas anderes als einen stimmigen Platz im Leben zu finden und auszufüllen.

Partnersuche ist für mich oft ein Trigger, weil ich so vielen Männern mit narzisstischen Verhaltensweisen oder sogar NPS begegnet bin. (Dies ist keine Laien- und Schlagwortdiagnose, ich habe mich sehr intensiv und auf vielen Ebenen damit befasst.) Mein letzter Partner war ein verdeckter Narzisst. Durch das Wechselspiel zwischen ihm und mir - Ausbeutung, Dauerentwertung auf sehr subtile Art und meine Reaktionen darauf/Verstrickung darin - bin ich retraumatisiert worden und habe letztlich meine eigene Herkunft zum ersten Mal klar und unverstellt erkennen können. Ein heilsamer Schock mit großer Transformationswirkung. (Der Prozess hat mehrere Jahre gedauert, in denen ich sehr für mich war.)

Ein Narzisst wird dich jedoch niemals vor sich warnen können oder wollen, weil das Wesen dieser Störung ja eben das Sich-nicht-in-Frage-Stellen ist. Eher suchen diejenigen die Therapie, die sich von einem Narzissten selbstwerttechnisch so schwächen ließen, dass sie den Boden unter den Füßen verlieren... ihr Leben zu Bruch gehen sehen... Und diese Menschen haben auch eine Anfälligkeit, eine seelische Prädisposition...

Das "Lustige" dabei ist, dass mir als Singlefrau immer noch oft Männer begegnen, die sofort über ihre ehemalige Partnerin in entwertendem Psychojargon sprechen, ihren Anteil jedoch komplett ausblenden und sich als Opfer inszenieren. Die Lieblingskrankheit der Männer, denen ich begegnet bin: "Die war Borderlinerin!"

Irgendwo hier im Forum habe ich gelesen, dass sich auf dem Singlemarkt besonders viele Menschen konzentrieren, die Schwierigkeiten haben. Ja, das sehe ich auch so (und schließe mich selbstverständlich mit ein). Ich bin auch der Überzeugung, dass sich erst etwas ändern kann, wenn "die Männer" sich noch viel mehr den Wurzeln ihrer Erfahrungen stellen. Männer neigen in meiner Beobachtung dazu, sich einfach "die nächste zu schnappen". Aufarbeiten und Reflektieren... machen - wieder: meine Beobachtung - die wenigsten.

Seelische Handicaps, die so viele Kinder der Kriegs- und frühen Nachkriegsgeneration haben, lassen sich verwandeln... es bedarf Mut und Beherztheit, sich seinen Schatten zu stellen und sie ins Licht zu bringen... dass es möglich ist, weiß ich aus eigener (schmerzlicher) Erfahrung.

Offensiv gehe ich für mich nicht damit um. Es braucht für mich viel Vertrauen, um diese Dinge zu erzählen. Es sind ja keine Small-Talk-Themen für die ersten Treffen. Das hat auch etwas mit gesunden Grenzen zu tun, die jeder für sich findet. Als dunkles Geheimnis empfinde ich meine Geschichte nicht. Ich teile sie ja auch mit Abertausenden Menschen da draußen.

Kürzlich las ich das neue Buch von Hape Kerkeling (Der Junge muss an die frische Luft), der eine seelisch kranke Mutter hatte, die sich das Leben nahm. Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Auch Hape hilft, seelische Erkrankungen zu destigmatisieren, ohne sie dabei zu bagatellisieren... Ein wenig (oder sehr) habe ich ihn "beneidet", denn er hatte Familienmitglieder, die ihn genährt und geliebt haben. Es war auch viel Gesundes in seiner Kindheit...
Wow, hervorragend geschrieben.

Ich kann aus eigner Betroffenheit vieles sehr gut verstehen und nachvollziehen. Für mich ist das bei vielen nicht verstehende und unerkannte Giftmischen für Fortgeschrittene auch mit ein Grund, warum es so viele Single gibt. Die, die den schweren Weg der Aufarbeitung gegangen sind, brauchen als Partner auch ein passenden Gegenstück, was entweder halbwegs psychisch gesund ist, oder auch den Weg der Aufarbeitung erfolgreich gegangen ist.

Wie schon beschrieben, ergeht es mir ähnlich, ich lernte und lerne viele Männer kennen, sind ganz nette dabei, aber sofort wenn die den Mund aufmachen, kommt oft narzisstischer Müll raus. Sorry, der Übertreibung. Nein, ich übertreibe nicht, dazu habe mir zu sehr Feedback von einem Fachmann geholt um unterscheiden zu können.

Die Männer einer Generation, die halbwegs gesund kommunizieren können, sind alle fest vergeben. Logisch, solche Männer gibt es viel zu wenig.
 
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  • #20
Zitat von Mentalista:
... viele Männer kennen, sind ganz nette dabei, aber sofort wenn die den Mund aufmachen, kommt oft narzisstischer Müll raus.
Was mir seit einigen Jahren aus dem Mund von (gleichaltrigen) Männern zunehmend auffällt, ist pubertärer Zotenmüll. Pubertär deswegen, weil das ungefähr das Zeitfenster ist, in dem man sowas selber mal witzig fand. Selbst wenn man das mal beiseite lässt, ist völlig unklar, was an einem Witz zum Lachen ist, den man schon tausendmal gehört hat.
 
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  • #23
Zitat von beyoutiful:
Ich finde es ist allerhöchste Eisenbahn, dass (chronische) psychische Erkrankungen noch viel stärker destigmatisiert und vor allem erkannt werden!
Sehr schön!
Das Erkennen lasse ich für den Moment mal außen vor und frage nur hinsichtlich des Destigmatisieren: hast du da Tipps, wie man das bewerkstelligen könnte? Geht es da um eine bestimmte Art und Weise, beispielsweise über Narzißmus und Menschen mit entsprechender Störung zu sprechen? Hast du mit deiner Art, über sie zu sprechen, dabei ein Vorbild gegeben?

Partnersuche ist für mich oft ein Trigger, weil ich so vielen Männern mit narzisstischen Verhaltensweisen oder sogar NPS begegnet bin. ... Mein letzter Partner war ein verdeckter Narzisst.
Das "Lustige" dabei ist, dass mir als Singlefrau immer noch oft Männer begegnen, die sofort über ihre ehemalige Partnerin in entwertendem Psychojargon sprechen ... Die Lieblingskrankheit der Männer, denen ich begegnet bin: "Die war Borderlinerin!"
Das wirkt ja erstmal recht symmetrisch, was gewissermaßen auch "lustig" ist.
Ich nehme an, du siehst einen Unterschied. Nämlich daß die Männer, denen du da begegnest, wenig Ahnung haben und ihre eigenen Anteile nicht sehen und das das entwertendem Psychojargon tun und stigmatisierend meinen, wenn sie die Frauen als Borderlinerinnen bezeichnen, während du, die du die Männer, die dir begegnen, als Narzißten bezeichnest, was anderes tust, nämlich weil du Ahnung hat un die eigenen Anteile siehst und das nicht in entwertendem Psychojargon tust und nicht stigmatisierend meinst. Trifft das so zu?
 
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  • #24
Zitat von fafner:
Na ja, ich stelle eigentlich die "Schlussfolgerung" von Mentalista in Frage ... in so fern erübrigt sich aus meiner Sicht die Frage nach dem Umkehrschluss.

Zitat von Mentalista:
Die Männer einer Generation, die halbwegs gesund kommunizieren können, sind alle fest vergeben. Logisch, solche Männer gibt es viel zu wenig.
... oder diese Männer machen einen großen Bogen um einen bestimmten Typ Frau? Könnte doch auch eine Erklärung sein, oder?? Sehr spekulativ erscheint mir beides.
 
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  • #25
@Heike
Statt selbst eigene Gedanken/Erfahrungen beizusteuern... oder in einen Dialog mit dem Thread-Eröffner zu gehen... oder hier irgendwie konstruktiv zu agieren...

Ich ziehe es vor, Deine Form der Kommunikation als das zu behandeln, was sie für mich ist: ein autistisch anmutendes Selbstgespräch. Herumsurfen, sich einzelne Aspekte herauspicken und dann den Schreiber OT von der Seite anzuschnacken, scheint Dein Markenzeichen zu sein. Weiterhin viel Spaß dabei. 3880 Beiträge wollen ja auch zusammengeschrieben werden.

Du bist nicht ich. Du kennst weder meine Erfahrungen noch die Menschen, mit denen ich zu tun hatte. Es steht Dir also nicht zu, meine Worte derart zu verdrehen.

Mir kommt Dein Verhalten vor wie bei einem Hund, der Bäume markiert, in diesem Fall Threads. Ist halt seine Natur.

Ignorier mich doch bitte künftig mit Deiner destruktiven Art, ich halte es genauso :)

Mir ist bewusst, dass Dein Verhalten eine Intention verfolgt. Dennoch antworte ich Dir. Dieses eine Mal.
 
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  • #26
Zitat von Howlith:
Na ja, ich stelle eigentlich die "Schlussfolgerung" von Mentalista in Frage ... in so fern erübrigt sich aus meiner Sicht die Frage nach dem Umkehrschluss.

... oder diese Männer machen einen großen Bogen um einen bestimmten Typ Frau? Könnte doch auch eine Erklärung sein, oder?? Sehr spekulativ erscheint mir beides.
Kannst gerne in Frage stellen, aber was soll die anscheinend persönlich gemeinte Spitze ,-)?

Ist doch aber logisch, dass diese wenigen tollen Männer einen Bogen machen, immerhin sind sie fest vergeben, bzw. verheiratet.

Erstaunlich immer wieder, dass männliche Foristen meinen für alle anderen wildfremden Männer mit meinen und schlussfolgern zu können bzw. zu dürfen.
 
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  • #28
Danke für's Anprechen dieses äußerst wichtigen Themas, zauberer01.

Ich habe leider keine Verabredungen, aber wenn, dann würde ich vermutlich noch während des ersten Treffens in einem passenden Moment des Gesprächs sagen, dass ich psychisch krank bin, und erklären, inwiefern genau.
Mir ist es lieber, ich weiß so früh wie möglich, ob der andere damit klar kommt oder zumindest denkt, dass er damit klarkommen kann.
Wenn nicht, ist es schade, aber dann verschwende ich wenigstens nicht unser beider Zeit.

Es stimmt auch, was hier sonst so geschrieben wurde - dass diverse mentale Störungen sehr weit verbreitet sind und weiter zunehmen.
Daher sind mir sogar die Leute lieber, die es wissen und dazu stehen, als die, die glauben, mit ihnen sei alles in Ordnung, obwohl sie ihr Umfeld vergiften.
 
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  • #29
Zitat von fafner:
Also grad (mal) nicht vergebene oder nicht verheiratete Männer sind eben auch nicht toll. :)
:D
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass tatsächlich noch Männer ungebunden herumlaufen, die ziemlich ok sind. Leider bisher keiner für mich dabei gewesen.

Andererseits habe ich von einer Psychotherapeutin tatsächlich genau folgenden Satz gehört: "Die Guten sind alle weg."
 
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  • #30
Zitat von fafner:
Also grad (mal) nicht vergebene oder nicht verheiratete Männer sind eben auch nicht toll. :)
Nur vergebene (= unerreichbare) Männer sind toll, das ist doch klar ...;-))
Ansonsten wäre zu fragen, was Aussagen wie "Die Männer einer Generation, die halbwegs gesund kommunizieren können, sind alle fest vergeben. Logisch, solche Männer gibt es viel zu wenig ..." tatsächlich implizieren. Das ist schließlich weder 'wohlwollend' noch 'respektvoll', sondern legt in seinem Duktus vor allem recht ungute Assoziationen nahe. Die Verwendung des Begriffs 'gesund' ausserhalb der Beschreibung definierter und abgegrenzter körperlicher oder seelischer Zustände weckt in diesem unserem Lande ziemlich eindeutige Erinnerungen.

Ganz abgesehen davon, dass das Klagegeheul ob all der ach so guten, aber leider immer vergebenen Männer ja weder neu ist, noch etwas anders bedeutet, als Erfolglosigkeit bei der Suche IMMER und unter allen Umständen mit den mangelhaften Qualitäten aller zur Auswahl stehenden Kandidaten zu erklären. Dass damit logischerweise jedes Bemühen um eine Partnerschaft von vorneherein ein völlig sinnloses Unterfangen bleiben MUSS, wäre ein Hinweis, den Heike vielleicht geben könnte (oder schon gegeben hat). Allerdings sind Verweise auf logische Widersprüche ja respektlos und nicht wertschätzend ...
 
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