Shazzell30

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  • #1

Wie soll ich vorgehen?

Hallo, ich bin neu bei Parship, habe ein Abo abgeschlossen und zweifel jetzt etwas, weil ich nicht so ganz weiss wie ich meine Lebenssituation beschreiben und ob ich diese sofort im Profil erklären soll oder nicht.
Ich bin da wirklich sehr verunsichert mittlerweile, da ich ernsthaft eine neue Partnerin suche und in den "Tipps" steht dies und das, was mich aber zur Zeit zusätzlich verunsichert, weil ich mich zu sehr verstellen müsste.

Nun aber erstmal zu meinem "Hauptproblem"...
Da dies eine ernstzunehmende Partnerbörse ist, denke ich mir das man mit offenen Karten sein Profil gestalten soll, damit die Frau gegenüber weiss was auf sie zukommt.
Das ich eine Tochter habe ist da noch das kleinere Problem.
Die Mutter meiner Tochter leidet unter einer immer tödlich verlaufenden Genkrankheit, bei der sich die Symptome bis zum Tod immer weiter rapide und permanent verschlechtern.
Ich kümmere mich, neben meiner Tochter, um sie nach der Arbeit, aber nur noch als sehr guter Freund und Vertrauter.
Komplett im Stich lassen und verlassen kann ich sie nicht, weil ich meiner Tochter die Mama nicht jetzt schon wegnehmen möchte und umgekehrt, genauso bin ich sozusagen ihr letzter Halt...
Ich könnte mir das Ganze auch einfach machen und mich einfach trennen oder nur jemanden zum Spaß suchen aber so sind mein Charakter, meine Prinzipien und Einstellung nicht.
Diese Situation beschreibt eigentlich am besten wie ich bin, wer ich bin usw...
Dazu bin ich auch kein Quasimodo sondern sehe auch mehr als passabel aus.

Ich kümmere mich um alles fast komplett alleine vom Haushaltsführung, Kochen, Kind versorgen und fördern, bis zur Steuer, dem Handwerklichen usw...

Ich möchte auf keinen Fall damit mitleid bekommen oder sonstwas, aber wie kann ich das denn glaubwürdig rüberbringen das ich wirklich ein besonderer, ehrlicher, verlässlicher, gebildeter Mensch, mit Anstand, eine starke Persönlichkeit bin, die für jede Kleinigkeit kämpfen musste, nicht aufgibt und trotzdem den Humor nicht ganz verloren hat.

Wie soll ich das mit einen Standardprofil ausdrücken?
Und was ist an so einer Persönlichkeit nicht interessant, dass es laut tipps nicht erwähnt werden sollte?
Soll ich das etwa erst alles für mich behalten, jemanden um den Finger wickeln und dann erst mit allem rausrücken?
Unnötig Zeit verschwenden, Gefühle verletzen der Frau gegenüber?
Macht es überhaupt Sinn hier zu sein obwohl ich jetzt halt ein Abo an der Backe habe? (also muss ich ja dann wohl)...

Vielen Dank fürs lesen.
 

Markus Ernst

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  • #2
Hallo Shazzell30,
hier im Forum wird ja immer wieder die Frage gestellt, wie man bestimmte Lebensumstände, die auf den ersten Blick die Partnersuche erschweren könnten, im Profil darstellen kann. Oftmals muss man abwägen und sich fragen, wie gut und verständlich man für (zunächst) fremde Personen eine bestimmte persönliche Situation schildern kann. Es geht nie darum, etwas zu verheimlichen oder besser zu machen, als es in Wirklichkeit ist. Es geht auch nicht darum, „jemanden um den Finger zu wickeln und dann erst mit allem rauszurücken“. Es gibt meines Erachtens aber Dinge im Leben, die nur extrem schwer in die geeigneten Worte zu fassen sind, ohne gleichzeitig in einer bestimmten Schublade zu landen. Die schwere Erkrankung der Mutter Ihrer Tochter und Ihr persönlicher Umgang damit ist für mich ein Thema, das erst dann kommuniziert werden sollte, wenn bereits ein gewisses Vertrauensverhältnis besteht. Gerade weil diese Situation auf den ersten Blick für eine künftige Partnerin wahrscheinlich erstmal etwas befremdlich erscheinen mag, ist es so wichtig, Ängste und Vorbehalte unmittelbar nehmen zu können. Dazu ist es notwendig, in persönlichem Kontakt zu stehen. Ich bin mir übrigens sicher, dass jede Frau, die es ernst mit Ihnen meint, Verständnis für Ihr Vorgehen haben wird – diese Rückmeldungen bekomme ich zumindest in meiner Sprechstunde für PARSHIP.
Sie sprechen in Ihrer Frage selbst schon viele positive Eigenschaften an: verantwortungsvoll, „mit beiden Beinen im Leben“, fürsorglich – und Sie machen sich ja offenbar auch eine Menge Gedanken um die Gefühle anderer Menschen. Alles wertvolle Persönlichkeitsmerkmale. Ich würde an Ihrer Stelle den Fokus in der Selbstbeschreibung darauf legen. Sie könnten aus meiner Sicht durchaus auch schreiben, wie wichtig Ihnen das Wohlergehen Ihrer Tochter ist. In diesem Atemzug ist es dann aber auch empfehlenswert, mitzuteilen, dass Platz für eine Partnerin in Ihrem Leben und Herzen ist, dass Sie bereit und offen für eine neue Beziehung sind.

Ich wünsche Ihnen alles Gute,
herzliche Grüße,
Markus Ernst
 

Mahusa

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  • #3
Es war für mich schon schwer, mein Problem ins Profil zu bringen. Wobei mein Problem eher totales Pippifax ist.
Ich würde Dir gerne einen Rat geben.....aber ich weiß keinen.
Dennoch wünsch ich Dir, das Deine Krankheit nicht so schlecht verläuft und Du einen tollen verständnisvollen Partner bekommst.
Du hast es mehr als verdient, etwas Glück in Dein Leben zu bekommen :) Ich wünsch Dir das Beste dieser Welt
 

Vizee

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  • #4
Hallo Shazzell,

ja, ich kann das bestätigten, was Herr Ernst schreibt. Mich als Frau würde es abschrecken. Ich könnte das Vorhandensein von Kindern akzeptieren, da man nicht erwarten kann, dass der Mensch kein Vorleben hat. Aber diese komplette Aufopferung aus Pflichtbewusstsein würde ich deshalb abschrecken, da ich wüsste, dass ich immer zurück stecken müsste. Es käme immer erst die Tochter und die ExFrau. Für ein Kind kann man noch verstehen, dass man zurück stecken soll, aber nicht für eine Expartnerin. Auch wenn sie sehr sehr krank ist. So einen Umstand kann man vielleicht erst dann verstehen und besser begreiffen, wenn man Dich besser kennen würde. Aber das wäre ja schon an diesem Umstand überhaupt gescheitert. Ich würde einfach denken, dass ich Defizite ausgleichen soll bei Dir, Du aber mit der Tochter und der sterbenskranken Frau Familienalltag gestaltest. Das würde sich anfühlen wie eine Affaire.

Doch ist der Umstand in Deinem Leben auch ein wirklich sehr Leben-füllender und massiv dominant vorherrschender. Du stellst nämlich die Hilfe für Tochter und Frau in den Vordergrund. So etwas zu akzeptieren würde vielleicht auch schwer fallen, wenn Du es irgendwann "gestehen" würdest. Und vielleicht würde dann noch die Enttäuschung hinzu kommen, dass du es nicht von Anfang an gesagt hast. Wie Du siehst - ein Teufelskreis. Natürlich kann ich auch Deine Sehnsucht nach einer Partnerschaft verstehen, aber so lang dieses Damokles Schwert über Deinem Leben hängt ist die Suche danach sehr erschwert. Zwar nicht unmöglich, aber mühsam. Du suchst da wirklich eine Nadel im Heuhaufen - eine sehr spezielle Nadel, die Dein aktuelles Leben so akzeptiert wie es ist.

Ich wünsche Dir viel Glück bei Deiner Suche.
 
G

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  • #5
Zitat von Shazzell30:
Ich bin da wirklich sehr verunsichert mittlerweile, da ich ernsthaft eine neue Partnerin suche
Das ist sicherlich keine leichte Situation, in der du da bist. Allerdings verstehe ich nicht genau, welche "Perspektive" deine neue Partnerin hat.

Komplett im Stich lassen und verlassen kann ich sie nicht, weil ich meiner Tochter die Mama nicht jetzt schon wegnehmen möchte und umgekehrt, genauso bin ich sozusagen ihr letzter Halt...
Ich könnte mir das Ganze auch einfach machen und mich einfach trennen oder nur jemanden zum Spaß suchen aber so sind mein Charakter, meine Prinzipien und Einstellung nicht.
D.h. du bist nicht getrennt, sondern lebst mit kranker Frau und Kind zusammen und kümmerst dich um alles? Wann soll denn da Zeit für eine neue Partnerin sein? Und sie soll warten, bis die Frau "wegstirbt"? Das scheint mir doch sehr makaber. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Frau darauf einlässt.


Was würde denn deiner Meinung nach "jemanden zum Spaß suchen" und "ernsthafte Partnerschaft" unterscheiden?
 

Shazzell30

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  • #6
Erstmal danke für die hilfreichen Antworten :)
Meine ExFrau wäre eben nicht an erster Stelle und da Krankheit immer weiter voranschreitet, es keinen Stopp oder Heilung gibt, ist professionelle Hilfe bald eh nötig und ich muss mich dann zurückziehen.
Nur weil meine Tochter noch so viel wie möglich von ihrer Mama haben soll nehme ich zur Zeit noch diese Bürde auf mich. Meine ExFrau weiss, ist sich dessen bewusst dass sie zurückstecken muss wenn jemand anderes in meinem Leben ist.
Ich ziehe mich jetzt ja schon immer mehr zurück und ich habe Dinge in die Wege geleitet, dass ich auch Zeit habe. Ich nehme mir auch jetzt schon die Zeit mit Freunden und nehme die Kleine einfach mit und arbeite Tagsüber auch.
Zur Zeit kann sie sich noch mit dem nötigsten selbst versorgen und sich gut um die Kleine kümmern.
Ich werde nur wahrgenommen wenn hilfe gebraucht wird, nicht das jemand denkt das da noch irgendetwas läuft... es ist gefühlt und auch praktisch so, als hätte ich ein 2.Kind.
Da ist nichts mit normalen Gesprächen oder allem anderen was eine Beziehung ausmacht.
Es ist kein Familienalltag und kein Beziehungsalltag vorhanden. Eine Zweckgemeinschaft wegen der Kleinen, mehr ist es im Endeffekt nicht.
Ob ich jetzt schon eine eigene Wohnung hätte würde das nicht ändern, sondern eher verkomplizieren, da meine Kleine dadurch viele Vorteile hat zB eine Betreuerin, Krippe- KiTaplatz (hat sie sicher), Hilfen usw, sonst hätte ich offiziell schon die Scheidung eingereicht, so sind wir getrennt und es ist eine etwas unkonventionelle Art von WG.
Ob nun meinen Schlafplatz auf der Couch habe oder in einer eigenen Wohnung ist doch im Endeffekt egal, ausser das ich noch weniger Zeit hätte.

Jetzt kann ich langsam, Schritt für Schritt etwas aufbauen, die Kleine langsam heranführen ohne gleich einer neuen Partnerin sagen zu müssen, du bist ab sofort Mutter... Das ist der Gedanke dahinter, ausser das ich jemanden für mein Herz brauche und eine Zukunft aufbauen möchte.
 

Shazzell30

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  • #7
@tina*
ich verstehe komplett was du meinst. Aber...
Was ist besser?
Das man getrennt ist, zwei Wohnungen hat und trotzdem mit der Expartnerin Sex hat zB oder man wie in einer WG lebt, getrennt ist und keine Zärtlichkeiten mit der Expartnerin austauscht... sondern es zum Wohle des Kindes macht, solange es für alle akzeptabel ist und Vorteile bringt... ausser für mich nicht, ausser das ich weiter arbeiten gehen kann und meine geliebte Tochter um mich rum habe.

Die Zeit ist da, auch wenn es sich nicht so anhört,
Unter der Woche arbeitet man ja sowieso, man wohnt ja auch nicht sofort zusammen, sondern unternimmt eher Abends etwas oder am Wochenende... Das ist nur eine Organisationssache.
Ob ich nun ehrenamtlich irgendwo tätig wäre oder Zeit aufwende von der ich weiss, dass sie Hilfe bitter nötig hat. Was ist da der große Unterschied?
Ausser halt...
Gut... dann warte ich halt alleine das meine Ex wegstirbt und mache sie die ganze Zeit dafür verantwortlich, dass ich auf sie "warten" muss, damit das Leben weitergehen kann...
Das sowas erst recht nicht an einem spurlos vorbeigeht habe ich schon merken müssen. Dann wäre ich zu keiner Beziehung mehr fähig, Kinder möchte ich ja eigentlich auch noch... Aber dann sehe ich mich schon als zu alt an, bis dahin.

Eine Spaßbeziehung würde nur kurz mir persönlich etwas bringen. Meine Tochter hat erst recht nichts davon auf lange Sicht und redet man in so einer Beziehung offen über Probleme? Wohl eher nicht...
Man verschweigt, verstellt sich, lügt... Das wäre eine Affäre zB
Hat das eine Zukunft? Nein...
Ginge es mir nur um Sex, um sich toll zu fühlen, wäre es einfach.
Es geht mir aber nicht darum.
Ich habe mich für den schweren Weg entschieden.
 

Vizee

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  • #8
Zitat von Shazzell30:
Erstmal danke für die hilfreichen Antworten :)
Meine ExFrau wäre eben nicht an erster Stelle und da Krankheit immer weiter voranschreitet, es keinen Stopp oder Heilung gibt, ist professionelle Hilfe bald eh nötig und ich muss mich dann zurückziehen.
Nur weil meine Tochter noch so viel wie möglich von ihrer Mama haben soll nehme ich zur Zeit noch diese Bürde auf mich. Meine ExFrau weiss, ist sich dessen bewusst dass sie zurückstecken muss wenn jemand anderes in meinem Leben ist.
Ich ziehe mich jetzt ja schon immer mehr zurück und ich habe Dinge in die Wege geleitet, dass ich auch Zeit habe. Ich nehme mir auch jetzt schon die Zeit mit Freunden und nehme die Kleine einfach mit und arbeite Tagsüber auch.
Zur Zeit kann sie sich noch mit dem nötigsten selbst versorgen und sich gut um die Kleine kümmern.
Ich werde nur wahrgenommen wenn hilfe gebraucht wird, nicht das jemand denkt das da noch irgendetwas läuft... es ist gefühlt und auch praktisch so, als hätte ich ein 2.Kind.
Da ist nichts mit normalen Gesprächen oder allem anderen was eine Beziehung ausmacht.
Es ist kein Familienalltag und kein Beziehungsalltag vorhanden. Eine Zweckgemeinschaft wegen der Kleinen, mehr ist es im Endeffekt nicht.
Ob ich jetzt schon eine eigene Wohnung hätte würde das nicht ändern, sondern eher verkomplizieren, da meine Kleine dadurch viele Vorteile hat zB eine Betreuerin, Krippe- KiTaplatz (hat sie sicher), Hilfen usw, sonst hätte ich offiziell schon die Scheidung eingereicht, so sind wir getrennt und es ist eine etwas unkonventionelle Art von WG.
Ob nun meinen Schlafplatz auf der Couch habe oder in einer eigenen Wohnung ist doch im Endeffekt egal, ausser das ich noch weniger Zeit hätte.

Jetzt kann ich langsam, Schritt für Schritt etwas aufbauen, die Kleine langsam heranführen ohne gleich einer neuen Partnerin sagen zu müssen, du bist ab sofort Mutter... Das ist der Gedanke dahinter, ausser das ich jemanden für mein Herz brauche und eine Zukunft aufbauen möchte.

Gut, das hört sich anders an, wobei wir dann wieder beim Thema wären: Kennt man den Menschen besser hört es sich auch anders an. Und dabei war das jetzt nur eine etwas ausführlichere Schilderung Deinerseits. Bleibt die Hürde Selektion auf PS....Du könntest natürlich angeben, dass du Vater einer Tochter bist. Das solltest Du sogar. Und Deine Geschichte wäre dann eine Geschichte zum erklären, gerade so wie du es oben erklärt hast, wenn Du mal ein paar Treffen hattest mit einer potentiellen Kandidation. So wie von Herrn Ernst angeraten. Dann aber eher nicht ausführlich sondern einfach knapp und klar. Meine Exfrau ist unheilbar krank und pflegebedürftig und dass du ab und an einspringst. So was in der Richtung. Wenn die Frau Interesse hat wird sie nachfragen...dann könnt ihr reden. Aber pass auf, daß Du diese emotionsreiche Geschichte dosierst. Das kann Gänsehaut verursachen - auch in eine ungewünschte Richtung.
 
G

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  • #9
Ich finde deine Argumentation etwas befremdlich.
Das ist eine sehr eigene Definition von Ex-Frau.

sonst hätte ich offiziell schon die Scheidung eingereicht, so sind wir getrennt und es ist eine etwas unkonventionelle Art von WG.
Ihr seid verheiratet und lebt zusammen. Dass ihr keinen Sex habt, ist ein Schicksal, das du mit einer nicht unerheblichen Anzahl an Männern teilst.

Was ist besser?
Das man getrennt ist, zwei Wohnungen hat und trotzdem mit der Expartnerin Sex hat zB oder man wie in einer WG lebt, getrennt ist und keine Zärtlichkeiten mit der Expartnerin austauscht... sondern es zum Wohle des Kindes macht, solange es für alle akzeptabel ist und Vorteile bringt... ausser für mich nicht, ausser das ich weiter arbeiten gehen kann und meine geliebte Tochter um mich rum habe.
Ich sehe nicht, wieso sich (nur) diese beiden Alternativen hier stellen.
Ist im Übrigen eine gern genommene Erklärung von Fremdgehern (nicht, dass ich dir das unterstellen will, nur als Hinweis, dass das für Frauen keine so überzeugende Argumentationskette ist).


Du solltest dir überlegen, ob deine Argumentation eher auf edler Helfer oder auf Sparbrötchen ausgerichtet sein soll.

Zur Zeit kann sie sich noch mit dem nötigsten selbst versorgen und sich gut um die Kleine kümmern.
Ich werde nur wahrgenommen wenn hilfe gebraucht wird, nicht das jemand denkt das da noch irgendetwas läuft... es ist gefühlt und auch praktisch so, als hätte ich ein 2.Kind.
Da ist nichts mit normalen Gesprächen oder allem anderen was eine Beziehung ausmacht.
Es ist kein Familienalltag und kein Beziehungsalltag vorhanden. Eine Zweckgemeinschaft wegen der Kleinen, mehr ist es im Endeffekt nicht.
Es liest sich für mich nicht sehr liebevoll, was du da schreibst.

Ob ich jetzt schon eine eigene Wohnung hätte würde das nicht ändern, sondern eher verkomplizieren, da meine Kleine dadurch viele Vorteile hat zB eine Betreuerin, Krippe- KiTaplatz (hat sie sicher), Hilfen usw, sonst hätte ich offiziell schon die Scheidung eingereicht,

Bequem für dich?

Ob nun meinen Schlafplatz auf der Couch habe oder in einer eigenen Wohnung ist doch im Endeffekt egal, ausser das ich noch weniger Zeit hätte.
Das werden vermutlich wohl wenige Frauen so sehen.

Gut... dann warte ich halt alleine das meine Ex wegstirbt und mache sie die ganze Zeit dafür verantwortlich, dass ich auf sie "warten" muss, damit das Leben weitergehen kann...
Du könntest ja mal anfangen, ein getrenntes Leben zu organisieren (auch im Sinne eurer Tochter).


Jetzt kann ich langsam, Schritt für Schritt etwas aufbauen, die Kleine langsam heranführen ohne gleich einer neuen Partnerin sagen zu müssen, du bist ab sofort Mutter …
Das wäre sie ja auch nicht. Vielleicht solltest du aber in Betracht ziehen, dass du (auch jetzt schon) als Vater im Zweifel allein betreuungsfähig sein musst.

Ich habe mich für den schweren Weg entschieden.
Welchen jetzt genau? Das ist nicht polemisch gemeint; es scheint mir aber grad der für dich leichteste zu sein.

Eine Spaßbeziehung würde nur kurz mir persönlich etwas bringen. Meine Tochter hat erst recht nichts davon auf lange Sicht und redet man in so einer Beziehung offen über Probleme?
Ich bin mir nicht sicher, ob es die beste Variante für eure Tochter ist, jetzt parallel eine Reservemutter zu organisieren. Ich hoffe, ihr habt eine entsprechende Betreuung, um sie auf den Tod ihrer Mutter vorzubereiten.
Eine Frau via Onlinedating für diese Konstellation zu gewinnen, scheint mir ein schwieriges Unterfangen. Viel Glück.
 

Git80

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  • #10
Tina, ich weiß nicht, warum du das Vorgehen so kritisch siehst. Unter der Voraussetzung, dass zwischen seiner Frau und ihm das soweit geklärt ist, dass sie eben getrennt sind (wenn auch nicht räumlich) und er nach einer Partnerin suchen "darf", finde ich das alles sehr gut geplant.
In so einer Extremsituation für alle Beteiligten sollte man mit Vorwürfen und Kritik ganz vorsichtig sein. Wenn shazell einfach ne Affäre suchen würde, bräuchte er sich hier nicht vor uns im Forum seelisch zu entblättern. Von daher halte ich ihn für glaubwürdig.
Ob es generell ok ist, die Frau in der Situation zu verlassen - das möge bitte jeder für sich selbst entscheiden. Ich halte mich da von Bewertungen zurück, denn es ist immer einfach zu sagen "wenn ich in Situation x bin, dann tue ich y". Sieht aber in der konkreten Lage oftmals ganz anders aus.
@shazzell: Wie man diese Situation einer potentiellen neuen Partnerin "verkauft" - keine Ahnung. Vielleicht erstmal von Frau und Tochter reden und dass ihr wegen der Kleinen noch zusammenwohnt ohne sexuellen Kontakt. Das entspricht erstmal der Wahrheit, wie es um deine Frau bestellt ist, wäre dann Schritt 2. Ich wünsche euch als Familie alles Gute!
 
G

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  • #11
Zitat von Git80:
Tina, ich weiß nicht, warum du das Vorgehen so kritisch siehst. Unter der Voraussetzung, dass zwischen seiner Frau und ihm das soweit geklärt ist, dass sie eben getrennt sind (wenn auch nicht räumlich) und er nach einer Partnerin suchen "darf", finde ich das alles sehr gut geplant.
Tja, aus Männersicht vielleicht.

Wenn shazell einfach ne Affäre suchen würde, bräuchte er sich hier nicht vor uns im Forum seelisch zu entblättern. Von daher halte ich ihn für glaubwürdig.
Es geht doch hier nicht um glaubwürdig. Und seelisch entblättern muss sich hier niemand - ich hatte auch nicht den Eindruck, dass der TE dies hier getan hat. Vielleicht wäre eine Affäre der Situation sogar angemessener - das kann ich nicht beurteilen.

Für mich (ob das für andere Frauen auch so ist, entzieht sich meiner Kenntnis) klingt es ziemlich scheinheilig.
Entweder er steht zu seiner Frau: eine Frau, die kein leichtes Schicksal trägt und sich trotzdem um ihr Kind kümmert. Dann kann er es tragen "wie ein Mann", d.h. er kümmert sich um die anfallenden Dinge (so viel scheint das ja im Moment noch nicht zu sein, wenn die Frau noch in der Lage ist, ein Kleinkind zu betreuen) und steht ihr bei (dann wäre evtl. das Thema Affäre für körperliche Bedürfnisse eine Lösung, ein paar schöne Stunden zum Ausgleich - dafür ließe sich bestimmt eher eine Frau finden).
Und er steht es mit ihr durch und kümmert sich auch um das Kind.
Oder er ist jederzeit auf dem Absprung, sobald sich eine Alternative findet - bzw. will eine bindungswillige Frau auf Jahre (?) auf einige Stunden im Monat bzw. auf die Couch im Wohnzimmer vertrösten? Und die Frau soll, als Unterschied zur Affäre, sich noch seine Probleme anhören und sich um das Kind kümmern. Ein Kind, das traumatische Erfahrungen macht.

Ich glaube eben, dass das für eine Frau via Onlinebörse keine so verlockende Option ist.
Beim Kennenlernen im RL, wo eher die Person als die Umstände im Vordergrund stehen, könnte das anders aussehen.

(Tut mir leid, wenn ich da zu realistisch bin; ich halte das "Kuh-Elsa" Prinzip da nicht für zielführend).

Für mich (wie gesagt, nur für mich) wäre es fairer, wenn nun mal die Trennung klar ist, auch klare Verhältnisse zu schaffen, sich räumlich zu trennen, so dass es auch für die Tochter schon eine "Papa-Welt" ohne Mama gibt. Dann kann der Betreuungsumfang sowohl des Kindes als auch der Mutter geregelt werden. Klingt wohl ziemlich nüchtern - das Thema hat halt neben der "dramatischen" auch eine ganz rationale Ebene. Wenn sich keine neue Frau findet, muss ja auch geklärt werden, wie das Zusammenleben mit der Tochter (bei einer evtl. oben angesprochenen Hospizunterbringung der Mutter) organisiert werden kann.
Das wäre als Ausgangslage für eine neue Partnerschaft m.E. aussichtsreicher.
 

Blanche

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  • #12
Zitat von tina*:
Entweder er steht zu seiner Frau: eine Frau, die kein leichtes Schicksal trägt und sich trotzdem um ihr Kind kümmert. Dann kann er es tragen "wie ein Mann", d.h. er kümmert sich um die anfallenden Dinge (so viel scheint das ja im Moment noch nicht zu sein, wenn die Frau noch in der Lage ist, ein Kleinkind zu betreuen) und steht ihr bei (dann wäre evtl. das Thema Affäre für körperliche Bedürfnisse eine Lösung, ein paar schöne Stunden zum Ausgleich - dafür ließe sich bestimmt eher eine Frau finden).
.

Also wenn ich es richtig verstanden habe - geht es nicht um "seine Frau" - sondern eher um die Mutter seiner Tochter.
Da fühlt er sich als Freund und Vater seiner Tochter verpflichtet.

Kann sonst deinen Gedankengängen gut folgen und sehe sie auch so...

In meiner Familie gab es mal einen ähnlichen Fall - da war ein Ehepaar seit Jahren getrennt lebend - als die Frau erneut an Krebs erkrankte. Der getrennt lebende Ehemann war Arzt und fühlte sich seinen Kindern gegenüber (und auch seiner Frau) verpflichtet, sie bis zu ihrem Tod zu pflegen.
Das war nicht leicht, jedoch seine Entscheidung - er hat 6 Monate für sie "geopfert" obwohl sie nur noch Freunde waren. Fand ich sehr beeindruckend und nicht selbstverständlich.
Allerdings hatte er in dieser Phase keinen Kopf für sein persönliches Liebesleben.
Er hatte zum Zeitpunkt der Erkrankung seiner "Nochfrau" eine Beziehung in Aussicht - hat sich jedoch dagegen entschieden - weil ihm klar war, dass er das seiner zukünftigen Partnerin nicht zumuten wollte.
Weil er seine Prioritäten gesetzt hatte und keine "halben" Sachen wollte.
Und seine damalige "Fastpartnerin" hat selbst gemerkt, dass sie nicht bereit war, so viel zurückzustecken.
Es hat ihm viel abverlangt, es durch zu ziehen - dafür sind ihm seine Kinder jedoch sehr dankbar und er hat es nicht bereut...

Ich weiß nicht, welche tödliche Krankheit die Frau von Shazell30 hat und was für eine Lebenserwartung zu erwarten ist... Ich denke, er muss für sich entscheiden, in wie weit er bereit ist, die Mutter seiner Tochter zu unterstützen - aber auch in Kauf nehmen, dass die Partnersuche unter diesen Umständen wirklich nicht optimal ist und sich darauf einstellen, dass die Erfolgschancen gering sind...
 

Blanche

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  • #13
@ tina - vergiss meine ersten Zeilen - hatte den Eingangstext gelesen und deinen letzten Beitrag - nicht gesehen, dass Shazell30 zwischendurch nochmal geantwortet hat - deshalb die Info "verpasst", dass sie auch noch verheiratet sind... Mein Fehler ;-) Aber den Beitrag kann ich ja nicht ändern, da hier noch freigeschaltet wird... Sorry...
 

IPv6

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  • #14
@Shazzell30

Was ich deinen Schilderungen bisher nicht entnehmen kann, ist: was unternimmst für und wie bereitest du deine Tochter auf den Tod der Mutter vor?

Bisher hat nur tina* es (eher) nebenbei angedeutet/erwähnt: der Tod der Mutter ist ein traumatisches Erlebnis für das Kind. Dauraus muss sich nicht, können sich aber durchaus Störungen entwickeln (Beziehungsstörung, Verlustangst, Ablehnungsverhalten gegenüber Bezugspersonen).

Das und der eigene bevorstehende Verlust sollten mehr in den Fokus treten und eher weniger die Nachfolgesuche...
 

Andre1234

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  • #15
Ich habe sehr großen Respekt vor dir. Du hast in deinem Text schon so viele positiven Eigenschaften von dir genannt. Aber deine Geschichte gehört auf keinen Fall ins Profil. Dadurch wirkst du traurig und sehr beschäftigt, was Frauen davon anhält dich anzuschreiben. Und es geht niemanden was an. Es gibt sicher noch andere Wege deinen tollen Charakter zu zeigen.
 

wildcat

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  • #16
Zitat von Shazzell30:
Ich kümmere mich um alles fast komplett alleine vom Haushaltsführung, Kochen, Kind versorgen und fördern, bis zur Steuer, dem Handwerklichen usw...

Ich möchte auf keinen Fall damit mitleid bekommen oder sonstwas, aber wie kann ich das denn glaubwürdig rüberbringen das ich wirklich ein besonderer, ehrlicher, verlässlicher, gebildeter Mensch, mit Anstand, eine starke Persönlichkeit bin, die für jede Kleinigkeit kämpfen musste, nicht aufgibt und trotzdem den Humor nicht ganz verloren hat.

Wie soll ich das mit einen Standardprofil ausdrücken?
Und was ist an so einer Persönlichkeit nicht interessant, dass es laut tipps nicht erwähnt werden sollte?
Soll ich das etwa erst alles für mich behalten, jemanden um den Finger wickeln und dann erst mit allem rausrücken?
Unnötig Zeit verschwenden, Gefühle verletzen der Frau gegenüber?
Macht es überhaupt Sinn hier zu sein obwohl ich jetzt halt ein Abo an der Backe habe? (also muss ich ja dann wohl)...
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Sei einfach du selbst, und: ehrlich, so wie hier im Forum. Du bist nicht der Einzige der sich in so einer oder ähnlichen Situation befindet. Es gehört Mut dazu, den Schritt zu gehen, den du gegangen bist, und es gehört sehr viel Mut und Respekt dazu, dass du dich noch um die Mutter deiner Tochter kümmerst. Ich ziehe meinen Hut vor dir. Liebe hast du auf jeden Fall verdient, du alleine hast hier bereits eine Entscheidung getroffen, von der ich ausgehe, dass sie nicht leicht war. Und im Grunde nicht leichter werden wird. Ich bin mir sicher, dass es eine Frau geben wird, die dich verstehen und dich unterstützen wird, und den gleichen Mut besitzt wie du. Denn so grausam es klingen mag, diese Situation hat ein Haltbarkeitsdatum. Das Recht auf Leben steht dir zu. Spiele mit offenen Karten, nur so hast du eine Chance. Ich würde jedoch nicht alle Einzelheiten im Profil veröffentlichen, da es schon zu Missverständnissen kommen könnte, aber Andeutungen, dass du für eine Partnerschaft offen bist, dich jedoch noch etwas aus deiner Vergangenheit begleitet, was du betreuen musst, im wahrsten Sinne des Wortes, aber im Grunde einer Partnerschaft nicht im Wege stehen wird.
 

Shazzell30

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  • #17
Mein Problem ist, wenn ich noch mehr preisgebe ist es sehr einfach mich zu erkennen... Ich weiss ja nicht wer alles mitliest.
Es ist eine sehr seltene Krankheit, die immer tödlich endet und die Symptome in allen belangen unaufhaltsam fortschreitet, es keine Besserung, kein Halt und keine Heilung gibt.
Die zieht sich auch noch lange hin, aber mehr als die Hälfte der Zeit wird sie nur noch im Bett liegen können und muss künstlich ernährt werden.
Das leben ist nun mal nicht Hollywood und wenn ich dann auch noch seelisch daran kaputt gehe, kann ich wohl schwer für meine Tochter da sein.
Ich war schon in einem sehr tiefen Loch, Depressionen usw... bis ich mich zu diesem schweren Schritt entschieden habe.
Ich verstehe zwar auch die Vorbehalte usw... Das war es auch, was es mir zusätzlich so schwer gemacht hat.
Was daran bequem sein soll erschließt mir aber überhaupt nicht... können ja mal tauschen... Mal sehen wie es sich anfühlt wenn im Endeffekt ein zusätzliches Kind (Mutter von meiner Tochter hat) hat, die eigentlich eine erwachsene Frau ist und das ganze Leben dadurch in einer Warteschleife ist, bis sozusagen der Tod eintritt.
Das ist dann wohl bestimmt "besser".
Mit Kümmern meine ich Nachts wenn die Kleine (2 Jahre) schläft oder die paar Stunden wenn die Hilfe mal nicht da ist.