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  • #1

Wie offeriere ich ein spezielles Thema im Profil?

Hallo zusammen!

Ich bräuchte einmal eure Hilfe, wie ich ein ganz spezielles Thema, welches nicht alltäglich ist, in mein Profil wahrheitsgemäß einbetten kann, ohne das mein Gegenüber davon abgehalten wird, mich erst einmal kennenzulernen, und nicht vorschnell zu urteilen.

[FONT=Open Sans, Arial, Helvetica, sans-serif]DE: https://goo.gl/15mFdL[/FONT]

[FONT=Open Sans, Arial, Helvetica, sans-serif]Ich wurde mit einem Streich der Natur geboren. Es ist im Grunde nichts schlimmes, jedoch sorgt es dafür, das sich einige Frauen lieber davon fern halten, da es neu und unbekannt ist. Ich sage es mal gerade raus. Ich wurde Transident geboren. Das bedeutet das mein inneres Wesen weiblich ist, und mein Körper männlich. Ich lebe hauptsächlich die männliche Rolle. Doch hin und wieder brauche ich meinen Freiraum, um mit dieser Situation umgehen zu können, und um mich wohl und ausgeglichen zu fühlen. Das bedeutet, das ich auch mal als Frau unterwegs bin. Jeder in meinem Umfeld weiß davon, und es ist vollkommen in Ordnung. Ich habe eine 10 Jahre lange Beziehung inkl. Ehe so verlebt. Und es ist etwas Besonderes, da die Beziehung dadurch viel tiefer geht. Das weiß man aber erst, wenn man den Menschen kennenlernt. Doch dazu muss es erst einmal kommen. Wie würdet ihr dies in mein Profil aufnehmen, ohne die Dame des Herzens in die Flucht zu schlagen?

LG
Chris[/FONT]
 
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  • #2
Wenn unten herum alles männlich funktioniert, würde ich das nach der dritten oder vierten Mail oder besser beim ersten oder zweiten Date ansprechen. Meiner Meinung nach ist das nichts was man im Profil direkt ansprechen müsste oder sollte. Diese Eigenheit ändert ja nichts an der Art wie du eine Beziehung führen kannst und bedeutet auch keine Einschränkung für die Frau.

Der Vorteil wäre wenn man es erst beim Date anspricht, dort könnte man der Frau direkt die Angst nehmen.
 
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  • #3
Hallo norwegian / Chris,

Du hast es doch schon ganz gut eingebracht finde ich. Wenn darauf eine interessierte Nachricht kommt, dann kann man das immer noch vertiefen. Eigentlich bist Du doch der Volltreffer - Mann und beste Freundin in einem! ;-)

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche - bleib bunt!

LG, claude70
 
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  • #4
Hallo Chris,

Dein Profil konnte ich nicht aufrufen bin nicht bei parship angemeldet. Für Freundschaft finde ich es nicht ausschlaggebend ob Du nun Transgender lebst. Für eine Partnerschaft fehlt mir die Erfahrung. Die Menschen, die ich bisher kennengelernt habe, wären auch als Mann, der nicht Transgender fühlt/lebt für mich keine möglichen Partner gewesen. Für Liebe/Zärtlichkeit ist es kein Hindernis, für Sexualität bin ich mir nicht sicher bzw. ich hätte auch Sorge, ob irgendwann der Tag kommt wo Du komplett als Frau leben möchtest meine jetzt vor allem inkl. OP etc.. Da kann ich an dieser Stelle nicht leichthin schreiben alles easy würde ich locker mit klarkommen.

Ich würde es wohl nicht ins Profil schreiben, weil ich denke, wenn man sich recht schnell trifft ist es noch früh genug offen zu sprechen sollte die Chemie stimmen. Ich weiß von ein paar Männern, dass sie keine Lust mehr haben als Exot „bestaunt“ und „begutachtet“ zu werden. Diese Männer leben zwar offen auch als Frau, aber wenn sie als Mann unterwegs sind wird das Thema nicht erwähnt. Meine mit der puren Offenheit im Profil könnte man auch Frauen anziehen, die einfach ihre Neugier auf das Außergewöhnliche stillen wollen.
Ist aber eine Frage, wie offen Du auf einem SP sein möchtest. Da ich glaube, dass recht viele Menschen noch nie wirklich mit jemanden gesprochen haben, der Transgender fühlt ist es dann wohl fast egal, wie Du es im Profil umschreibst. Denke es wird einige Frauen abschrecken und einige Neugierige anziehen und es gibt dann vielleicht auch über parship die eine Frau, die Dich kennenlernt und die sich verliebt.

Viele Grüße das Chaos
 
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  • #5
Wenn du dich optisch und funktionstechnisch nicht von einem Mann unterscheidest und im Alltag keine Einschränkungen hast, würde ich es nicht ins Profil schreiben und erst in späten Mails oder beim ersten Treffen ansprechen. Ich sehe es wie Chaos, es ist keine Einschränkung die das Leben mit dir in dem Maßen beeinflusst, dass es unbedingt ins Profil müsste.

Wenn du es aber ins Profil schreibst, werden die Frauen sich unweigerlich Gedanken machen:
- Funktioniert Sex normal mit dir?
- Ist ein Kind mit dir denkbar?
- Möchte ich mich auf eine theoretisch mögliche Überraschung mt dir einlassen oder klicke ich einfach weiter zum Nächsten? Klick...oh..ok egal...

Um es kurz zu machen, ich würde die potenziellen Ängste, die die Frauen haben könnten minimieren indem ich es weglasse. Erst wenn man ins Gespräch gekommen ist und sich gut versteht, würde ich diese Eigenheit ansprechen. Der Vorteil ist, dass man dann bereits im Gespräch wäre und einer aufkommenden Angst / Und "Was wäre wenn Überlegungen direkt entgegenwirken könnte.
 
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  • #6
Ich bin wirklich anderer Meinung und glaube, dass mich so eine Information "unvorbereitet" getroffen eher total abschreckt, als wenn ich das Profil lese und sehe, das ist jemand ganz Besonderes - ist es für mich gut besonders oder nicht?

Wenn ich dann Interesse zeige, dann habe ich das auch - trotz oder wegen der Besonderheit. Wenn ich da nichts von weiss und einige Mails hin und her gingen und es dann bei einem persönlichen Treffen zur Sprache kommt, würde ich mich in einer wichtigen Sache hintergangen fühlen und reagiere dann instinktiv eher ablehnender, als ich es eigentlich bin... Das sehe ich zumindest auch für viele andere als Risiko, dessen man sich bewusst sein muss, wenn man wichtige Eigenschaften von sich anfangs verschweigt, um ihnen nicht zuviel Raum für mögliche Ablehnung zu geben...

LG, claude70
 
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  • #7
Ich möchte diese Thematik in jedem Fall mit ins Profil aufnehmen. Denn es ist nichts, was sich weg diskutieren, oder unterdrücken lässt.
Natürlich lebe ich hauptsächlich den Mann. Aber Tatsache ist, dass ich auch optisch als Frau unterwegs bin. Und das ist etwas, was meine zukünftige Partnerin vor Augen hätte. Daher sollte es vorher klar sein. Ich bin dadurch auch kein andere Mensch. Ich sehe nur manchmal anders aus. Ich bin also der Partner, beste Freund, aber eben auch die beste Freundin. Und das hat auch gefühlstechnisch in einer Beziehung sehr große Vorteile. Denn ich verstehe mein Gegenüber ganz genau. Dafür brauche ich nicht mal ein Wort zu wechseln.
 
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  • #8
Zitat von norwegian:
Ich möchte diese Thematik in jedem Fall mit ins Profil aufnehmen. Denn es ist nichts, was sich weg diskutieren, oder unterdrücken lässt.
Natürlich lebe ich hauptsächlich den Mann. Aber Tatsache ist, dass ich auch optisch als Frau unterwegs bin.
Hallo Chris,

Für Dich ist es wichtig im Profil, da denke ich einfach ein paar Sätze dazu schreiben. Vielleicht ist es auch ausreichend sein zu schreiben : "lebe hauptsächlich den Mann, aber ab und an (vielleicht wie oft ?) bin ich auch optisch als Frau unterwegs". ? Sofern es für Dich bereits klar ist, dass Du keine vollständige Geschlechtsumwandlung in Erwägung ziehst würde ich das dann ebenfalls im Profil erwähnen.


Ich erwarte nicht, dass alles was für einen Partnerschaft relevant ist in einem Profil steht. Ich sehe das SP als Kontakmöglichkeit und ein Profil nur als einen Hinweis auf z.B. Alter, Region, vielleicht ein erster Eindruck durch Bilder und die Antworten etc. im Profil. Vielleicht würde ich auch vor einem ersten Treffen telefonieren um einmal die Stimme und Ausdrucksweise zu hören. Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht, ob die "Chemie" stimmt entscheidet dann für mich, ob es sich überhaupt weiter entwickeln könnte.

Damit möchte ich ausdrücken, dass ich persönlich darin keine Lüge/Betrug sehe Transgender nicht zu erwähnen, das ist alles.


Viele Grüße Chaos
 
G

Gast

  • #9
Zitat von norwegian:
Das bedeutet das mein inneres Wesen weiblich ist, und mein Körper männlich. Ich lebe hauptsächlich die männliche Rolle.
...
Und es ist etwas Besonderes, da die Beziehung dadurch viel tiefer geht.
...
Natürlich lebe ich hauptsächlich den Mann.
...
Ich bin also der Partner, beste Freund, aber eben auch die beste Freundin. Und das hat auch gefühlstechnisch in einer Beziehung sehr große Vorteile. Denn ich verstehe mein Gegenüber ganz genau. Dafür brauche ich nicht mal ein Wort zu wechseln.
Ich fände es seltsam, wenn die Erwähnung derart mit der Bemühung um Anpreisung verbunden wäre. Ich läse da viel Stilisierung und Mythenbildung, zugleich viel Klischee. Wenn jemand so allgemein schriebe, er verstehe sein Gegenüber ganz genau, und seine Beziehungen seien viel tiefer (als was), würde ich ihn vermutlich wenig ernstnehmen.
Auch das blinde Vertrauen in die Unterscheidung, wie ein Mann ist und wie eine Frau, würde mir nicht so gefallen. Unstimmig fände ich vermutlich, weshalb jemand, der meint, sein inneres "Wesen" sei weiblich, primär die "männliche Rolle" lebt. Wieso eigentlich? Eignete sich vielleicht als Gesprächsauftakt. Wenn dir das genehm ist, daß sich der erste Kontakt vor allem darum dreht, dann könnte es sinnvoll sein, so zu schreiben.
 
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  • #10
Hallo 4Jade!

Ich finde es sehr mutig, dass Deine Freundin diesen Weg gegangen ist. Es war sicherlich nicht einfach, und die Welt da draußen ist voll von Vorurteilen. Das Verstecken kenne ich nur zu gut. Ich habe mich über Jahre in meinem goldenen Käfig eingeschlossen, bis ich meine Angst vor Ablehnung überwunden habe. Ich kenne auch ganz schlimme Negativbeispiele, wo ganz liebe Person alles im Leben verlören haben.
Und die Gefühlswelt zwischen einem Mann und Frau ist schon unterschiedlich. Genauso verhält es sich bei den eigenen Gedanken.

Wie oft ich diesen Ausgleich benötige ist schwer zu sagen. Ich komme mal einige Zeit ohne aus, aber es gibt auch mal Wochen wo die Dame mal öfter da ist. Ich versuche da die Waage zu halten. Schließlich möchte ich Rücksicht nehmen auf mein Gegenüber. Ich finde auch nicht, wie Butte schrieb, dass man den ganzen Weg gehen muss. Es gibt viele Möglichkeiten diese Art zu leben. Es gibt Transfrauen, die ein enormes Ablehnen ihres Körpers verspüren. Und da ist sicherlich eine Veränderung anzuraten, da es doch oft sonst im Suizid endet. Aber wenn man mit seinem Körper zurecht kommt, dann sieht die Sachlage ganz anders aus. Dann spielen nur die Gefühle eine Rolle und der seelische Ausgleich. Ich komme seit meinem Freiheitskampf sehr gut damit zurecht, und sehe keinen Anlass für weitere Schritte. Ich habe diesbezüglich auch keine Ängste mehr und gehe damit mit einem gesunden Selbstbewusstsein draußen vor die Tür. Ich bin nunmal ich.

In jedem Fall sollte mein Gegenüber wissen, was das alles bedeutet. Das zu verschweigen führt sehr oft zum vorzeitigem aus. Ich habe dies bei vielen Paaren erlebt, wo dies als Vertrauensbruch galt, und die Beziehung dann durch dieses Verschweigen zerbrochen ist.
Daher gilt für mich, dass ich immer bei der Wahrheit bleiben werde.
 
G

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  • #11
Zitat von 4Jade:
Mag sein, dass es keine scharfe Trennlinie zwischen den Geschlechtern gibt, zu schreiben es gibt gar keine Unterschiede in der Gefühlswelt halte ich für falsch.
Hat auch niemand geschrieben. Zweifelsohne unterscheiden sich die Gefühlswelten von Männern und Frauen im Mittel. DAs heißt nicht daß es DIE Frauengefühlswelt und DIE Männergefühlswelt gäbe und die sich unterschieden und sogenannte Transgender beide hätten.

Der Druck in unserer Gesellschaft (und nicht nur in unserer) ist immer noch sehr hoch, sich Geschlechterstereotypen zuzuordnen oder sich ihnen unterzuordnen. Man wird an vielen Orten, unter anderem auch in diesem Forum hier, meist recht unreflektiert mit solchen Stereotypen beschossen: SO ist der Mann, SO ist die Frau. Und dann ist da jemand, der (die) den Eindruck hat, da nicht voll getroffen zu sein mit der aufgrund seiner körperlichen Merkmale vorgesehenen Zuschreibung, wie man ist und zu sein hat. Weil das Angebot nur binär ist und man nicht die ganze Konstruktion infrage stellt, sondern nur die konkrete Zuordnung zu einem, identifiziert man sich dann mit dem anderen Geschlecht. Man fragt nicht: aber muß ein Mann denn so sein, wie es heißt, daß ein Mann ist, und muß eine Frau so sein, wie es heißt, daß eine Frau ist, sondern wenn man sich anders fühlt, als man glaubt, daß ein Mann fühlen muß, denkt man, man sei offenbar eine Frau, denn man fühlt ja so, wie die Leute sagen, daß nicht ein Mann, sondern eine Frau fühlt.
Und wohin führts? Gerne zu mythisch/metaphysisch/esoterischen Konstruktionen, man sei vom inneren Wesen ein Mann / eine Frau, aber in den falschen Körper geboren.
Es führt oft auch dazu, daß wenn Betreffende ihre eigentliche Geschlechteridentität ausleben, sie das auf stark stereotype Weise tun. Also wenn jemand, der nach äußeren Merkmalen als Mann zählt, sich innerlich aber für eine Frau hält, sich dann, wenn er diese eigentliche Identität auslebt, umso mehr an stereotyp-weiblichen Attributen und Verhaltensweisen orientiert.
Und im Falle von Norwegian führt es zu einem Selbstverständnis beinahe ständiger Inauthentizität. Das schreibt er ja deutlich: innerlich sei er eine Frau, aber er lebe ("natürlich") hauptsächlich den Mann. Wenn er das wirklich so meint wie er es schreibt, dann sagt er aus, daß er die meiste Zeit etwas lebt, was er nicht ist.
Ich würde einen anderen Weg empfehlen. Nicht sich den Stereotypen unterwerfen um den Preis ständiger Inauthentizität, sondern die Stereotypen infrage stellen und sich selbst weniger einfach mit ihnen identifizieren.
 
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  • #12
Hallo Chris, meine Beiträge habe ich gelöscht, sie waren gelesen und damit ist es gut. Wünsche Dir eine Frau, die Dich so liebt, wie du bist als Mann und auch die Frau in dir. LG 4jade
 
G

Gast

  • #13
Ich kann Butte nur zustimmen.

Darüber hinaus wird oft gefragt, wie man dieses oder jenes offeriert, damit es gut kommt und man nicht an Beliebtheit einbüßt. Da würde ich mich fragen, will ich generell gefallen oder den Menschen finden, der zu mir passt. Sollte Letzteres der Fall sein, ist ein Profil, das einem entspricht ein recht guter Weg.