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  • #168
Man weiß ja nie wie alt so ein Foto ist. Ein Hohelied würde mir da befremdlich vorkommen. Später dann gerne.
:), es soll ja auch nicht hier gesungen werden, und schon gar nicht auf Leute, die man weder gesehen hat noch kennt. Aber den Charakter, die inneren Werte undso kennt man auch noch nicht. Und dennoch kommen die irgendwie ständig hier vor, mit weniger Ressentiment. Ich finde zumindest keine Threads vor wie "Wie oberflächlich seid ihr, daß euch der Charakter vielleicht doch wichtiger ist als ihr zugebt?"

Der Sprecher (König Salomo?) rühmt aus subjektiver Sicht die Schönheit seiner Angebeteten, bringt dabei aber vornehmlich seine eigene Begeisterung zum Ausdruck und gibt ihr damit genau die Bestätigung die sie auch sucht. Somit fühlt sie sich gemeint und angenommen.
Es ist ja ein Wechselgesang und die Frauenstimme ist nicht minder stark und souverän. Das fegt ja so ziemlich alle Forumsdiskussionen zu ganzen Kerlen, Frauen, die noch wirklich Frau sind, zu Emanzen mit oder ohne Wallegewändern, zu den ganzen Regeln, wie ein Mann sich verhalten sollte und eine Frau, mit ein paar Strophen einfach als völlig kleinlich weg.

Und zeigt vielleicht ne Option, wie Aussehen und Körper auch mal vorkommen könnten. Wie gesagt, nicht notwendig in Form eines Liedes. Einfach nur als etwas, was es auch gibt und vielleicht im Hinblick auf Liebe nicht ganz unbedeutend ist.

Und Aussehen und Körper kommen ja ohnehin ständig hier vor, ständig dreht sichs drum. Entweder im direkten Modus des Ressentiments ("oberflächlich", "verwelkt" ...) oder des technischen und therapeutischen Herumtuns (die lustferne Dauerbrennerthemen Sport und Ernährung) oder als Feigenblatt das dann notwendig pupertäre Dazwischengeschreibe ("Tittis, boah!, full geil. Druff n Bier!").
Da denkt man zuweilen, gesellschaftlich sei es mit der Körperfeindlichkeit vorbei, mit dem mißverstandenen Platonismus fürs Volk. Um dann durch Forumslektüre doch übers Gegenteil belehrt zu werden. In einem Forum zum Thema Liebe!
Aber vielleicht ist das eben auch nur ein Mißverständnis. Weils nicht um Liebe geht, sondern um das Umgehen von Liebe. Also um Partnerschaftsanbahnung.

Wie gesagt, die eine muss man erstmal finden die einen zu sowas inspiriert und dafür nicht auslacht.
Man muß ja nicht gleich ein Gedicht schreiben. :) Schön finden und das sagen zu dürfen genügt ja vielleicht schon.
 
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  • #170
Es ist ja ein Wechselgesang und die Frauenstimme ist nicht minder stark und souverän. Das fegt ja so ziemlich alle Forumsdiskussionen zu ganzen Kerlen, Frauen, die noch wirklich Frau sind, zu Emanzen mit oder ohne Wallegewändern, zu den ganzen Regeln, wie ein Mann sich verhalten sollte und eine Frau, mit ein paar Strophen einfach als völlig kleinlich weg.

Und zeigt vielleicht ne Option, wie Aussehen und Körper auch mal vorkommen könnten. Wie gesagt, nicht notwendig in Form eines Liedes. Einfach nur als etwas, was es auch gibt und vielleicht im Hinblick auf Liebe nicht ganz unbedeutend ist.


Ich glaube das liegt daran, dass diese häufig anzutreffende romantische Rollenklischeevorstellung viel mit Schillers Glocke zu tun hat. Nun war der Schiller ein Schwabe, aber Salomon war als Levantiner so eine Art Südländer.;)


Und Aussehen und Körper kommen ja ohnehin ständig hier vor, ständig dreht sichs drum. Entweder im direkten Modus des Ressentiments ("oberflächlich", "verwelkt" ...) oder des technischen und therapeutischen Herumtuns (die lustferne Dauerbrennerthemen Sport und Ernährung) oder als Feigenblatt das dann notwendig pupertäre Dazwischengeschreibe ("Tittis, boah!, full geil. Druff n Bier!").
Da denkt man zuweilen, gesellschaftlich sei es mit der Körperfeindlichkeit vorbei, mit dem mißverstandenen Platonismus fürs Volk. Um dann durch Forumslektüre doch übers Gegenteil belehrt zu werden. In einem Forum zum Thema Liebe!
Aber vielleicht ist das eben auch nur ein Mißverständnis. Weils nicht um Liebe geht, sondern um das Umgehen von Liebe. Also um Partnerschaftsanbahnung.
Mit dem körperfeindlichen Platonismus ist es noch lange nicht vorbei. Der lebt doch gerade erst wieder richtig auf.
Sport und Ernährung kann schon auch Freude machen. Idealerweise. :)

Man muß ja nicht gleich ein Gedicht schreiben. :) Schön finden und das sagen zu dürfen genügt ja vielleicht schon.
Oder man fragt nicht erst viel sondern macht einfach mal. :)
Mal schauen was passiert.
Ich vermute es passiert genau gar nichts.:(
 
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  • #172
Sport und Ernährung kann schon auch Freude machen. Idealerweise. :)
Ja, das stimmt. Wie Arbeit auch. Sogar Fließbandarbeit. Da kann sich so eine Art Funktionslust einstellen.
"Freude durch Verzicht" ist auf jeden Fall ein erfolgreiches Rezept:
Natürlich freuen sich Abnehmende, wenn sie von der Waage runterspringen und wieder 200g verloren haben. Diäthaltende werden so sensibel und dankbar, daß sie sich über den Geschmack eines ungewürzten Salatblattes freuen. Sooo lecker! Und der schon beinahe unmoralische Genuß eines Gummibärchens wird teuflisch-göttliche Offenbarung, wenn man ihn sich durch drei Stunden Hometrainer verdient hat. Da klopft man sich begeistert auf die eigene Schulter! Asketen verwandeln ihren Verzicht gerne in was Positives und irgendwie Höheres. Pro-Anas machens so ähnlich.
 
D

Dr. Bean

  • #174
Was? Neulich war noch von aufsehenserregenden Schwertern, Gladiatorengleich,
die Rede.
Jetzt mach mir nicht meine Phantasien kaputt ;-)
Hm, das passiert mir nur wenn ich betrunken bin. Normalerweise glänze ich eher durchs Tiefstapeln. So der letzte Looserguy, der um 3 Uhr noch in der Disco sich selbst bekleckert hat und auf der Couch schläft; da denkt sich Frau, na toll, dann muss ich halt mit dem Idioten heute ins Bett. Dann werde ich wachgeprügelt und in ihr Nest geschliffen, vor Ort dann im Halbschlaf sexuell übergriffig meiner John Provocateur Unterhose entmächtigt und dann höre ich immer noch die Worte "Oh my GOD the sky is full of stars !", kurz bevor ich mit einem selbstzufriedene Grinsen einschlafe :)
 
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  • #175
@babe Ah so meinst du das?

Ich dachte beispielsweise so in Richtung Strandvolleyball oder Kletterwald. Dabei kann man in der richtigen Gesellschaft richtig viel Spaß haben.
Außerdem kann man auch eine gemütliche Radltour zu Sport erklären. Machen ja Leute die beim Schlendern Skistöcke hinter sich herschleifen auch so. ;)

Bei der Ernährung Freude zu haben ist so schwer sicher auch nicht. Man kann es ja Essen nennen und so zubereiten dass es schmeckt. In passender Gesellschaft verzehrt kommt da auch Freude auf. Ich finde Abnehmen wird sowieso allgemein überbewertet. :D

Ich hatte übrigens auch bei "Fließbandarbeit" schon Spaß. Wenn die Bewegungen routiniert sind kann man das Hirn ja anderweitig nutzen. In passender Gesellschaft. Versteht sich. ;)
 
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  • #176
Da werde ich fast ein wenig neidisch @Dr. Bean ;) klingt ganz nett. Steht dir, der geringere Promillewert
 
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  • #178
@babe
Ich dachte beispielsweise so in Richtung Strandvolleyball oder Kletterwald. Dabei kann man in der richtigen Gesellschaft richtig viel Spaß haben.
Außerdem kann man auch eine gemütliche Radltour zu Sport erklären. Machen ja Leute die beim Schlendern Skistöcke hinter sich herschleifen auch so. ;)

Bei der Ernährung Freude zu haben ist so schwer sicher auch nicht. Man kann es ja Essen nennen und so zubereiten dass es schmeckt. In passender Gesellschaft verzehrt kommt da auch Freude auf. Ich finde Abnehmen wird sowieso allgemein überbewertet. :D
Stimmt ja alles. Am Sport kann natürlich das Spielhafte Spaß machen. Aber genau das Spiel hat hier ja einen schlechten Leumund. Für gut am Sport wird meist das Fithaltende befunden. Sonst wäre ja vom Kartenspielen oder so ähnlich oft die Rede.

Dasselbe bei der Ernährung. Eben, zähl mal durch, wie oft vom Essen in bezug auf eine fontaneske Speiserunde die Rede ist. Und dann, wie oft es um Verzicht, Diäten, Kohlehydrate, Cortisol und ähnliches geht. Wer sonst keine Interessen hat, kann sich zumindest mit seinem Körper und seiner ERnährung beschäftigen.

Sport und Ernährung sind sowas wie das Fernsehen von heute. (Und damit meine ich Sport und nicht: Fußballgucken.) Da sind die Leute ruhiggestellt. (So unermüdlich sie sich auch dabei bewegen und abmühen.) Wenn ich die Leute alle gleichschalten und hirnwaschen wollte, dann würde ich sie genau auf diese beiden Felder abrichten: Sport und Ernährung.
 
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Dora

  • #180
Möglicherweise auch, weil sie sich ihrer vermeintlichen "Schönheit" bewusst sind und sehr hohe Ansprüche an die "Gegenseite" haben?
zum einen das ,zum anderen steht ihnen genau diese Überheblichkeit im Weg.Nicht nur die Ansprüche an ihre potentiellen Partner scheitern daran ,sondern auch weil sie merken das Aussehen alleine nicht reicht um allen zu gefallen.