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  • #154
Mir ist noch niemand begegnet der gesagt hat: Ich habe zwar keine inneren Werte aber guck mal wie toll ich aussehe.
Oder: Ich sehe zwar nicht so gut aus aber innere Werte hab ich trotzdem nicht.
 
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  • #155
Das ohnehin. Aber es scheint ja eher darum, diesen Kontinent Schönheit überhaupt mal zu entdecken.

Aber ich finde das wirklich sehr auffällig hier, in welch geringem Maß hier so etwas wie Schönheit Raum bekommt. Die Regel ist ja, sie mit Ressentiments zu überschütten. Stell dir vor, jemandem ist zumute wie im Hohelied Salomos, im Schwärmen von der Schönheit des oder der Geliebten. Und dann kommt er (seltsam genug, klar) ins Forum und wird erstmal mit Vorwürfen von Oberflächlichkeit überschüttet. Und einige, denen Aussehen auch nicht gänzlich gleichgültig ist, erflehen Verzeihung für diese Sünde, daß ihnen das nicht gänzlich egal ist. Und dann wird zugestanden, daß man vom Äußeren ja schon aufs Innere schließen könne, weswegen ein bißchen Aufmerksamkeit auf das Äußere schon ok sei, so als Anzeigetafel.

Und dann liest er wieder das Hohelied und denkt: in welchem Film bin ich denn? Oder vielmehr: in welchem sind denn die anderen?

Ist das ein Zufall, daß in einem Forum, in dessen Mittelpunkt die Thematik vom Suchen und Nichtfinden der Liebe steht, Schönheit wie auch Spiel dermaßen unter Verdacht stehen?
 
D

Dr. Bean

  • #156
Das ohnehin. Aber es scheint ja eher darum, diesen Kontinent Schönheit überhaupt mal zu entdecken.

Aber ich finde das wirklich sehr auffällig hier, in welch geringem Maß hier so etwas wie Schönheit Raum bekommt. Die Regel ist ja, sie mit Ressentiments zu überschütten. Stell dir vor, jemandem ist zumute wie im Hohelied Salomos, im Schwärmen von der Schönheit des oder der Geliebten. Und dann kommt er (seltsam genug, klar) ins Forum und wird erstmal mit Vorwürfen von Oberflächlichkeit überschüttet. Und einige, denen Aussehen auch nicht gänzlich gleichgültig ist, erflehen Verzeihung für diese Sünde, daß ihnen das nicht gänzlich egal ist. Und dann wird zugestanden, daß man vom Äußeren ja schon aufs Innere schließen könne, weswegen ein bißchen Aufmerksamkeit auf das Äußere schon ok sei, so als Anzeigetafel.

Und dann liest er wieder das Hohelied und denkt: in welchem Film bin ich denn? Oder vielmehr: in welchem sind denn die anderen?

Ist das ein Zufall, daß in einem Forum, in dessen Mittelpunkt die Thematik vom Suchen und Nichtfinden der Liebe steht, Schönheit wie auch Spiel dermaßen unter Verdacht stehen?
Ich kenn nur das Hohelied Samos - Lustschreie im Mädcheninternat aber ich glaube das meintest du nicht
 
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  • #157
Hallo,
ich kenne bildschöne Frauen die sich sehnlichst einen Partner wünschen.Es mangelt nicht an Kontakte ,ganz im Gegenteil sie ziehen die Herrenwelt magisch an mit ihrer Schönheit. Scheinbar ist diese tiefe Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit sowohl für Männer als auch für Frauen ein absoluter Liebeskiller, denn sie sind trotz ihrer Begehrtheit noch single.
Möglicherweise auch, weil sie sich ihrer vermeintlichen "Schönheit" bewusst sind und sehr hohe Ansprüche an die "Gegenseite" haben?
Ich lege bei den Männern Wert auf Ausstrahlung und die Art wie sie sprechen , den norddeutschen Dialekt z.Bsp. mag ich sehr ,ein Kölner oder Sachse (sorry nicht böse sein:) * sollte mit mir besser hochdeutsch sprechen :rolleyes: eine Partnerschaft ist etwas schönes, aber nicht um jeden Preis ! ;)
Du magst den "norddeutschen Dialekt" (was soll das sein, Plattdeutsch?), aber man sollte besser Hochdeutsch mit dir sprechen? Oder gilt das nur für Rheinländer und Sachsen? Wird im hohen Norden nicht ohnehin erheblich mehr Hochdeutsch gesprochen?
 
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  • #158
... eine absurde Diskussion. Das Problem scheint mir, dass "Schönheit" oder "Aussehen" hier immer wieder auf plakative Außerlichkeit reduziert werden. Dass es Menschen gibt, für die das ausschließlicher Maßstab bei ihrer Partnerwahl ist, mag sein, aber für die Mehrheit spielt eben doch ein ganzes Bündel an Kriterien eine Rolle. Wobei ich oft den Eindruck habe, dass viele sich darüber kaum Gedanken machen (wollen). Jedenfalls, gegenseitiges Gefallen gehört in jedem Fall auch mit dazu, denn ohne Freude am Erscheinungsbild des anderen geht es nicht.

Ansonsten: 'Von einem bestimmten Alter an ist jeder Mensch für sein Gesicht verantwortlich' (Albert Camus) - was ja hoffentlich eine tröstliche Botschaft spätestens für die Gruppe 50+ sein kann ... und um bei Camus zu bleiben: 'Sie wissen ja, was Charme ist: eine Art, ein Ja zur Antwort zu erhalten, ohne eine klare Frage gestellt zu haben.'
 
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  • #160
Das ohnehin. Aber es scheint ja eher darum, diesen Kontinent Schönheit überhaupt mal zu entdecken.
Dieses Forum ist vielleicht einfach nicht der richtige Rahmen für die Würdigung von Schönheit.
Ich z.B. habe bezüglich des Themas darüber nachgedacht wie groß die Rolle ist die das Aussehen spielen müsste wenn ich Begegnungen und Interaktion im Alltag mit einer realen Person damit vergleiche wie ich auf ein paar Stichpunkte und Bildchen einer zwar ebenfalls realen aber doch nicht real anwesenden Person vergleiche. Dabei habe ich festgestellt, dass wenn der Textteil mich nicht direkt vom Hocker haut es die Bilder auch nicht tun. Wenn aber die Bilder mich vom Hocker reißen würden, dann könnte ich mit einigen Abstrichen beim Text leben in der Hoffnung dass sich die Lücken beim Kennenlernen füllen. Das ist aber bisher genau 1x vorgekommen und es kam zu keinem bidirektionalen Kontakt. Weiterhin habe ich festgestellt, dass mich IHR Aussehen auf Bildern bei mangelndem Kontext viel mehr ansprechen müsste als das bei einer realen Begegnung nötig wäre. Der auf Fotos transportierte Eindruck ihres Äußeren müsste also viel stärker sein um auch nur ein Maß an vorsichtigem Optimismus auszulösen das meine eigene Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme überwindet. Begeisterung kommt da noch nicht auf, dafür braucht es die Bestätigung des Eindruckes in der Realität. Man weiß ja nie wie alt so ein Foto ist. Ein Hohelied würde mir da befremdlich vorkommen. Später dann gerne.
Aber ich finde das wirklich sehr auffällig hier, in welch geringem Maß hier so etwas wie Schönheit Raum bekommt. Die Regel ist ja, sie mit Ressentiments zu überschütten.
Hier drückt sich in dem Zusammenhang ja meist verletzte Eitelkeit aus, weil die eigene Schönheit vermeintlich zu Gunsten einer anderen Schönheit verschmäht wurde, der obendrein besagte innere Werte gerne abgesprochen werden. Ersatzweise wird dem Abwählenden die Fähigkeit der rechten Betrachtungsweise abgesprochen.
Da kann man dann fragen ob nun vermeintliche Oberflächlichkeit schlimmer ist als offenbahrte Egozentrik.
Ich finde beides ist nur allzu menschlich.
Stell dir vor, jemandem ist zumute wie im Hohelied Salomos, im Schwärmen von der Schönheit des oder der Geliebten. Und dann kommt er (seltsam genug, klar) ins Forum und wird erstmal mit Vorwürfen von Oberflächlichkeit überschüttet. Und einige, denen Aussehen auch nicht gänzlich gleichgültig ist, erflehen Verzeihung für diese Sünde, daß ihnen das nicht gänzlich egal ist. Und dann wird zugestanden, daß man vom Äußeren ja schon aufs Innere schließen könne, weswegen ein bißchen Aufmerksamkeit auf das Äußere schon ok sei, so als Anzeigetafel.
Das Hohelied Salomos... die eine finden die einen zu sowas inspiriert und dafür nicht auslacht...

Im Hohelied wird ja nicht nur von der Schönheit des und der Geliebten gesungen sondern vor allem auch von der Schönheit der Liebe und von der Sehnsucht nach dem/der Geliebten. Es gibt also einen Kontext der den Lobpreis der leiblichen Schönheit würdig einrahmt.
Um sowas wie Perfektion geht es eigentlich nur in der Hervorhebung der Abwesenheit von Zahnlücken. Ansonsten gibt es einige blumig-bildhafte Beschreibungen einzelner Attribute in kraftvollen doch züchtigen Worten wie:
'Hinter dem Schleier / deine Augen wie Tauben.
Dein Haar gleicht einer Herde von Ziegen, /
die herabzieht von Gileads Bergen.'
oder
'Rote Bänder sind deine Lippen; lieblich ist dein Mund.
Dem Riß eines Granatapfels gleicht deine Schläfe / hinter dem Schleier.
4 Wie der Turm Davids ist dein Hals, /
in Schichten von Steinen erbaut;
tausend Schilde hängen daran, / lauter Waffen von Helden.
5 Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, /
wie die Zwillinge einer Gazelle, / die in den Lilien weiden.'
aber die Kernaussage ist:
'Alles an dir ist schön, meine Freundin; / kein Makel haftet dir an.'

Wobei sie selbst über sich sagt:
'Braun bin ich, doch schön, /
ihr Töchter Jerusalems,
wie die Zelte von Kedar, /
wie Salomos Decken.
Schaut mich nicht so an, /
weil ich gebräunt bin. /
Die Sonne hat mich verbrannt.'

Der Sprecher (König Salomo?) rühmt aus subjektiver Sicht die Schönheit seiner Angebeteten, bringt dabei aber vornehmlich seine eigene Begeisterung zum Ausdruck und gibt ihr damit genau die Bestätigung die sie auch sucht. Somit fühlt sie sich gemeint und angenommen.

Ohne entsprechenden Kontext und entsprechender Passung wäre zwischen Personen die einander weder kennen noch lieben ein Ansinnen wie "Ich wäre gern ein Beutel mit Myhrre der zwischen deinen Brüsten ruht." ein Fall für #metoo
Der Vergleich mit der Stute an Pharaos Wagen würde vermutlich zu der beleidigten Frage führen ob ihm wohl ihr Hinterteil so groß erscheint dass es dem Vergleich mit einem Pferd standhält.
Das sind natürlich unbestätigte Vermutungen. Vielleicht überlege ich mir da mal was...
Und dann liest er wieder das Hohelied und denkt: in welchem Film bin ich denn? Oder vielmehr: in welchem sind denn die anderen?

Ist das ein Zufall, daß in einem Forum, in dessen Mittelpunkt die Thematik vom Suchen und Nichtfinden der Liebe steht, Schönheit wie auch Spiel dermaßen unter Verdacht stehen?
Wie gesagt, die eine muss man erstmal finden die einen zu sowas inspiriert und dafür nicht auslacht.
 
D

Dr. Bean

  • #161
Puh, ich muss weg !
 
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  • #162
Dieses Forum ist vielleicht einfach nicht der richtige Rahmen für die Würdigung von Schönheit.
Ich z.B. habe bezüglich des Themas darüber nachgedacht wie groß die Rolle ist die das Aussehen spielen müsste wenn ich Begegnungen und Interaktion im Alltag mit einer realen Person damit vergleiche wie ich auf ein paar Stichpunkte und Bildchen einer zwar ebenfalls realen aber doch nicht real anwesenden Person vergleiche. Dabei habe ich festgestellt, dass wenn der Textteil mich nicht direkt vom Hocker haut es die Bilder auch nicht tun. Wenn aber die Bilder mich vom Hocker reißen würden, dann könnte ich mit einigen Abstrichen beim Text leben in der Hoffnung dass sich die Lücken beim Kennenlernen füllen. Das ist aber bisher genau 1x vorgekommen und es kam zu keinem bidirektionalen Kontakt. Weiterhin habe ich festgestellt, dass mich IHR Aussehen auf Bildern bei mangelndem Kontext viel mehr ansprechen müsste als das bei einer realen Begegnung nötig wäre. Der auf Fotos transportierte Eindruck ihres Äußeren müsste also viel stärker sein um auch nur ein Maß an vorsichtigem Optimismus auszulösen das meine eigene Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme überwindet. Begeisterung kommt da noch nicht auf, dafür braucht es die Bestätigung des Eindruckes in der Realität. Man weiß ja nie wie alt so ein Foto ist. Ein Hohelied würde mir da befremdlich vorkommen. Später dann gerne.

Hier drückt sich in dem Zusammenhang ja meist verletzte Eitelkeit aus, weil die eigene Schönheit vermeintlich zu Gunsten einer anderen Schönheit verschmäht wurde, der obendrein besagte innere Werte gerne abgesprochen werden. Ersatzweise wird dem Abwählenden die Fähigkeit der rechten Betrachtungsweise abgesprochen.
Da kann man dann fragen ob nun vermeintliche Oberflächlichkeit schlimmer ist als offenbahrte Egozentrik.
Ich finde beides ist nur allzu menschlich.


Das Hohelied Salomos... die eine finden die einen zu sowas inspiriert und dafür nicht auslacht...

Im Hohelied wird ja nicht nur von der Schönheit des und der Geliebten gesungen sondern vor allem auch von der Schönheit der Liebe und von der Sehnsucht nach dem/der Geliebten. Es gibt also einen Kontext der den Lobpreis der leiblichen Schönheit würdig einrahmt.
Um sowas wie Perfektion geht es eigentlich nur in der Hervorhebung der Abwesenheit von Zahnlücken. Ansonsten gibt es einige blumig-bildhafte Beschreibungen einzelner Attribute in kraftvollen doch züchtigen Worten wie:
'Hinter dem Schleier / deine Augen wie Tauben.
Dein Haar gleicht einer Herde von Ziegen, /
die herabzieht von Gileads Bergen.'
oder
'Rote Bänder sind deine Lippen; lieblich ist dein Mund.
Dem Riß eines Granatapfels gleicht deine Schläfe / hinter dem Schleier.
4 Wie der Turm Davids ist dein Hals, /
in Schichten von Steinen erbaut;
tausend Schilde hängen daran, / lauter Waffen von Helden.
5 Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, /
wie die Zwillinge einer Gazelle, / die in den Lilien weiden.'
aber die Kernaussage ist:
'Alles an dir ist schön, meine Freundin; / kein Makel haftet dir an.'

Wobei sie selbst über sich sagt:
'Braun bin ich, doch schön, /
ihr Töchter Jerusalems,
wie die Zelte von Kedar, /
wie Salomos Decken.
Schaut mich nicht so an, /
weil ich gebräunt bin. /
Die Sonne hat mich verbrannt.'

Der Sprecher (König Salomo?) rühmt aus subjektiver Sicht die Schönheit seiner Angebeteten, bringt dabei aber vornehmlich seine eigene Begeisterung zum Ausdruck und gibt ihr damit genau die Bestätigung die sie auch sucht. Somit fühlt sie sich gemeint und angenommen.

Ohne entsprechenden Kontext und entsprechender Passung wäre zwischen Personen die einander weder kennen noch lieben ein Ansinnen wie "Ich wäre gern ein Beutel mit Myhrre der zwischen deinen Brüsten ruht." ein Fall für #metoo
Der Vergleich mit der Stute an Pharaos Wagen würde vermutlich zu der beleidigten Frage führen ob ihm wohl ihr Hinterteil so groß erscheint dass es dem Vergleich mit einem Pferd standhält.
Das sind natürlich unbestätigte Vermutungen. Vielleicht überlege ich mir da mal was...


Wie gesagt, die eine muss man erstmal finden die einen zu sowas inspiriert und dafür nicht auslacht.
WTF ???:eek: Ich glaube, ich bin zu einfach gestrickt.
Bild angucken, Profil angucken, überlegen passt da was oder nicht. Anschreiben oder weg damit! o_O