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  • #31
Zitat von Synergie:
Nein.
Mehr über seine Einstellung darüber, was es bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Versteht mich nicht falsch, verantwortungsvoll kann es auch sein einen Zellhaufen nicht zu einem Kind heranwachsen zu lassen oder ein Kind nicht zur Welt zu bringen.
Es sagt auch sehr viel darüber aus, wie er das Gefühlsleben seiner Partnerin wertschätzt.
Aber doch bitte nichts über seine Einstellung zu seinen Mitmenschen. Also wirklich....
Korrekt.
Ich halte es für sehr vernünftig und verwantwortungsvoll, was er da macht, dieses Kind unter den Gegebenheiten nicht zuzulassen.
 
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  • #32
Zitat von Synergie:
"Verächtlich" interpretierst du hinein.
Für mich ist es lediglich eine Zustandsbeschreibung bis zu einem gewissen Reifegrad.
Das hat dieser fiese Pippi Langstrumpf Verschnitt namens Asja Huberty von der Linken auch mal so ähnlich wie du formuliert. Die hatte wohl zu viel am Tippex geschnüffelt.
 
D

Deleted member 20013

  • #33
Zitat von Soisses:
Korrekt.
Ich halte es für sehr vernünftig und verwantwortungsvoll, was er da macht, dieses Kind unter den Gegebenheiten nicht zuzulassen.
Wenn es denn überhaupt ein gegeben hätte...
Die Schwangerschaft war ja nur eine, wie sich später rausstellte, fälschliche Vermutung, wenn ich das richtig aufgefasst habe.
 
F

fleurdelis

  • #34
Zitat von Synergie:
Eine Abtreibung als Mord zu bezeichnen halte ich für weit her geholt, v.a. wenn man noch nicht einmal eingegrenzt hat über welchen Zeitpunkt man überhaupt spricht. Das Herz z.B. beginnt erst in der 6. SSW zu schlagen, wenn du das als Beginn des Lebens ansiehst.
Anatomische Verhältnisse zu diskutieren bringt hier nicht immer weiter. Neuerliche Gesetze und Diskussionen wurden hier auch zum Schutz des Ungeborenen erstellt, weil dieser auf andere Art vernachlässigt wurde. Jedoch geht es auch um ein anderes Thema, um das Recht dass eine Frau über ihren Körper selbst bestimmen darf. Und das hat nichts mit Feminismus- oder Emanzengehabe zu tun. Man kann aus vielen alten medizinischen Schriften vieler Kulturen lesen, dass Kräutertinkturen eine Abtreibung hervorrufen können und sie auch zu diesem Zweck eingesetzt wurden. Nicht umsonst steht heute noch auf so mancher Teepackung: nicht anzuwenden in der Schwangerschaft. Für die Frauen früher war es normal eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. Bis dann die katholische Kirche (und andere Religionen auch) über die Erde fegte und den Geist der Menschen verwüstete. Dann erst wurde die Frau zur Gebärmaschine gemacht, was ihr einziger Sinn- und Daseinszweck erfüllen soll. Wie viel Leid, und Leben hat diese bescheuerte Einstellung Frauen und Kinder bereitet. Wie viele Frauen sind gestorben, weil sie nicht abtreiben durften. Der Wert der Frau wurde hier von den Religionen niedriger gesetzt als ein Mensch. Aber das sieht die katholische Kirche ja heute noch so. Benedikt hatte ein Dekret unterschrieben, indem die Kirche heute noch dazu steht, dass Tiere und Frauen keine Seele besitzen. Wer hier von Mord spricht folgt womöglich einem alten Dogma das ihm vor die Nase gesetzt wurde und möchte weils einfach ist, nicht weiter über den Rand hinaus sehen. Das eine Kirche sich solchen Schwachsinn ausdenken kann, ist ja möglich. Aber das die Gläubigen nicht nachfragen und den Schwachsinn schlucken ..... iihh ... aber egal.
 
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  • #36
Abtreibung ist wohl ein heikles (nicht "Heikes" ;-)) Thema.
Nur nicht hilfreich für die TE, oder?

Wenn ein Mann eine von ihm ungewollt verursachte Schwangerschaft als "Fehler" darstellt, der doch bitte durch die Frau zu korrigieren sei, ist aus Sicht des Mannes für diesen Zeitpunkt alles gesagt, oder?

Es mag ja sein, dass er zu anderen Zeitpunkten seines Lebens anders darüber denken würde/wird. Nur momentan will er nicht. Nun hat die Frau letztendlich die Entscheidungsgewalt über ihren Körper und muss sich entscheiden, was SIE will. Schwierig, ohne Frage.

Vor allem bei einer PRO-Kind-Entscheidung der angehenden Mutter steht ja zu befürchten, dass der Kindsvater

a. sich verprellt und vor den Kopf gestoßen fühlt, dass sein Wunsch offensichtlich kein Gehör findet
b. die Verantwortung für sein Kind möglicherweise auf das rein Finanzielle beschränken könnte.

Keine leichte Situation für die TE. Eine durch beide Elternteile unterstützte und mitgetragene Schwangerschaft wäre für alle Beteiligte erheblich leichter.
 
D

Deleted member 20013

  • #37
Aber es gibt ja eine solche Schwangerschaft gar nicht.

Hilfreich für die TE ist wohl das ganze Geschreibsel hier eher weniger, vermute ich mal. Die muss sich einfach für sich selbst klar werden, was und wen sie zu welchen Bedingungen in ihrem Leben haben möchte. Da kann ihrdas ins blaue raten und Ferndiagnosen von Fremden auch nicht helfen, weil gar nicht alle relevanten Gesichtspunkte dargestellt werden und weil natürlich nur eine Seite beleuchtet wird. Vielleicht ein offenes Gespräch mit einem guten Freund, idealerweise ein klärendes Gespräch mit dem zur Frage stehenden Partner können da unterstützend zur Seite stehen. Aber in erste Linie muss sie mit sich selbst und ihren Bedürfnissen ins Reine kommen.

Will sie (aus welchen Gründen?) auf alle Fälle ein Kind und hält den aktuell verfügbaren Man für gutes genetisches Material, dann herrgott, soll sie sich doch schwängern lassen, dann aber auch die vollen Konsequenzen allein tragen, wenn das so offensichtlich gegen den Willen des Mannes geht. Das die Beziehung mit so einem Vertrauensbruch beendet ist, versteht sich wahrscheinlich von selbst.

Oder will sie ein Kind nur in einer funktionierenden Beziehung, dann muss sie sich halt trennen und neu auf die Suche gehen mit dem Risiko keinen zu finden und mit Sicherheit die Monate zu verlieren, die sie gerade gedanklich um den Kopf bringen.

Oder ist ihr eine harmonische Langzeitbeziehung wichtiger, als zur Bevölkerungsdichte der Welt beizutragen, dann soll sie das Kinderthema für sich abschließen. Oder eine Adoption in älteren Jahren als Option offen halten, falls es doch mal zuende geht mit der Beziehung (entweder wegen Zerwürfnis oder wegen Ableben).

Ich seh das große Problem echt nicht.

Die Frau muss für sich entscheiden was sie will (optimaler Weise mit abgrenzbaren Gewichtungen der Optionen), dem Mann ihre Entscheidung mitteilen und ihn unter den deutlich Kommunizierten Möglichkeiten seine Entscheidung treffen lassen und dann mal gut sein lassen.

Was soll diese ganze Kaffeesatzleserei?
 
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  • #38
Bei den heutigen Scheidungs- bzw. Trennungsquoten ist die stabile Beziehung realistisch betrachtet eher Wunschdenken. Sicherlich ist eine zusätzliche enge männliche Bezugsperson für die Entwicklung des Kindes von Vorteil, vorausgesetzt, er erweist sich als guter Vater.
Auch sollte einem klar sein, dass man mit einem Kind einiges aufgeben muss. Man gewinnt jedoch auch etwas hinzu. Da gilt es abzuwägen. Als Kitt für instabile Beziehungen ist ein Kind weder geeignet noch sollte es dazu herangezogen werden. Das sollte einem klar sein. Wenn du dir vorstellen kannst, es unter Umständen auch alleine aufzuziehen und dir konkret machen kannst, was das bedeutet, sollte auch das in deine Überlegungen mit einfließen.
Nur mal so generell.
 
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  • #39
Ich bin zwar kein weibliches Mitglied, aber als Mann der selber keine Kinder möchte, gebe ich doch mal meinen Senf dazu ;-):

Kurz gesagt, mach Schluss! Ultimatum oder sonstige Ideen bringen nichts. Im besten Fall ist dann nach 6 Monaten Schluss und im schlechtesten Fall kriegt ihr entweder ein Kind wodurch er völlig unglücklich wird oder ihr kriegt keines wodurch du völlig unglücklich wirst. Die Tatsache, dass ihr bei einer so wichtigen Frage vollkommen auseinander liegt, zeigt doch schon, dass ihr nicht zu einander passt und ihr wenn ihr getrennte Wege geht, viel glücklicher werdet.

Für mich ist klar, dass ich nie mit einer Frau eine Beziehung eingehen würde, bevor ich ihr nicht gesagt habe, dass ich keine Kinder möchte und sie mir sagt, dass sie das auch so sieht - und ich ihr das abkaufe. Alles andere wäre schlicht und einfach gegenüber dem Partner unfair und zeugt davon, dass es sich dabei nicht um wahre Liebe handelt!
 
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  • #40
Aufgrund meiner Erfahrungen sehe ich das so wie addze. Es sollte passen, sonst geht's auf Dauer schief.
Ich hab das so erlebt, dass mein Ex und ich da unterschiedliche Vorstellungen hatten und im Endeffekt ist die Liebe daran zerbrochen. Seine 2 Kinder liebt er allerdings über alles. Versteht einer die Männer
Leider war bei mir kein Gefühl mehr da nach jahrzehntelangem Kampf.
Da spielt uns die Natur auch einen Streich, weil Frau den Wunsch nach Kindern, wenn sie ihn hat, nicht einfach abstellen kann.
Kann also nicht gut gehen, meines Erachtens nach.
 
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  • #41
Zitat von Fidi69:
Seine 2 Kinder liebt er allerdings über alles. Versteht einer die Männer
Leider war bei mir kein Gefühl mehr da nach jahrzehntelangem Kampf.
Also verstehe ich das richtig? Dein Ex wollte keine Kinder, hat aber dann doch 2 bekommen? ... Das nennt man Betriebsunfall ;-)
 
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  • #42
Ich habe wohl mit meinem Posting eine Diskussion zwischen Abtreibungsgegnern und -befürwortern losgetreten.

Ich selbst betrachte Abtreibungen als "letzten möglichen Ausweg", der gemäß der geltenden gesetzlichen Bestimmungen legal sein muss, würde mir aber viel mehr Unterstützung für jene Frauen wünschen, die sich zwar in einer schwierigen Situation befinden aber sich doch für das Kind entscheiden. Wir haben eine stark rückläufige Bevölkerungsentwicklung, Zuwanderung mal außer Acht gelassen. Es gibt keine genauen Zahlen, wieviele Abtreibungen erfolgen - die Schätzungen gehen aber davon aus, dass auf 1 bis 2 Geburten eine Abtreibung kommt. Das ist eine beachtliche Menge und in meinen Augen ein gesellschaftliches Problem.

Was mich aber an der Aussage des Mannes so wütend machte (sie solle "den Fehler" korrigieren) war nicht sein Wunsch nach einer Abtreibung. Die Aussage "ich möchte keine Kinder" ist legitim und würde auch der TE endlich Klarheit verschaffen. Im Grunde sagt er ihr das mit einem solchen Satz auch, nur versteht sie es nicht.
Ich finde es total schlimm, einen Fötos oder Embryo als "Fehler" zu bezeichnen. Diese Formulierung halte ich für extrem menschenverachtend, das ist ein Mensch, der da heranwächst! Stellt euch mal vor, eure Eltern hätten euch als Fehler bezeichnet!


Zitat von Synergie:
Versteht mich nicht falsch, verantwortungsvoll kann es auch sein einen Zellhaufen nicht zu einem Kind heranwachsen zu lassen
Zellhaufen sind wir im Prinzip alle, das sollte uns auch mal bewußt sein.