fafner

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  • #1

Wie lernt man Leidenschaft?

Das ist jetzt völlig ernst gemeint: gibt es eine Therapie, die mir das beibringt?

Ich befürchte, meine Beziehungen scheitern immer nach demselben Muster: früher oder später fühlt sich meine Partnerin nicht ausreichend geliebt. Man könnte jetzt auch sagen, "wenn Du's net hinbringst, dann ist da auch nicht genug".

Als Naturwissenschaftler kann ich mich damit nicht zufrieden geben. Es muß doch möglich sein, objektiv unterschiedliche Level so zu normieren, daß sie für beide subjektiv gleich erfüllend sind.
 

Else

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  • #2
Zitat von fafner:
Das ist jetzt völlig ernst gemeint: gibt es eine Therapie, die mir das beibringt?

Ich befürchte, meine Beziehungen scheitern immer nach demselben Muster: früher oder später fühlt sich meine Partnerin nicht ausreichend geliebt. Man könnte jetzt auch sagen, "wenn Du's net hinbringst, dann ist da auch nicht genug".

Als Naturwissenschaftler kann ich mich damit nicht zufrieden geben. Es muß doch möglich sein, objektiv unterschiedliche Level so zu normieren, daß sie für beide subjektiv gleich erfüllend sind.

Lieber fafner,
ein wenig unpräzise ist Deine Frage schon. Willst Du Leidenschaft lernen? Leidenschaflich lieben lernen? Willst Du lernen, Deiner Partnerin die Liebe zu schenken, nach der sie sich sehnt? Oder willst Du Dich mit Deiner Liebe verständlich machen? Oder tatsächlich eine neue Methode zur Paarzufriedenheit etablieren? Letzteres schließe ich aus und nehme es als einen Ausdruck Deiner Ratlosigkeit.
Für jede der anderen Fragen gäbe es verschiedene Lösungsansätze - auch therapeutische.
Aber bevor Du daran denkst, könnten Dir auch einige meiner Fragen und Dein Nachdenken etwas mehr Klarheit verschaffen. Wenn ich Dich aber richtig verstanden habe, geht es Dir darum, dass Deine Partnerinnen das Gefühl gehabt haben - so wie die jetzige - dass Du sie nicht hinreichend liebst. Vielleicht ist es wirklich so. Du liebst und es reicht nicht. Das kann an den Bedürfnissen und Sehnsüchten Deiner Partnerinnen liegen, oder aber an Dir. Weil Du vielleicht nicht tief empfinden kannst, oder aber Deine Liebe, Deine Gefühle bei Deinen Partnerinnen nicht ankommen.
Also: Was fühlst Du? Entspricht Dein Verhalten Deinen Gefühlen? Wie zeigst Du, was Du empfindest? (Nein, man kann nicht in jedem Mann lesen wie in einem Buch.) Gesten, Worte, Taten, Zeichen? Und was erwarten Deine Partnerinnen? Weißt Du es? Ist das angemessen? (Manchmal haben wir Frauen grenzenlose Bedürfnisse.)
LG Else
 
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fafner

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  • #3
Ja, ja, ja, ja, nein...
Zitat von Else:
Wenn ich Dich aber richtig verstanden habe, geht es Dir darum, dass Deine Partnerinnen das Gefühl gehabt haben - so wie die jetzige - dass Du sie nicht hinreichend liebst.
Ist hinreichend und leidenschaftlich dasselbe? Oder ist hinreichend leidenschaftlich gemeint?

Vielleicht ist es wirklich so. Du liebst und es reicht nicht. Das kann an den Bedürfnissen und Sehnsüchten Deiner Partnerinnen liegen, oder aber an Dir. Weil Du vielleicht nicht tief empfinden kannst, oder aber Deine Liebe, Deine Gefühle bei Deinen Partnerinnen nicht ankommen.
Irgendwie alles zusammen, hab ich den Verdacht...

Manchmal oder sogar allzuoft auch Angst. :-/

Keine Ahnung.

Wie zeigst Du, was Du empfindest? (Nein, man kann nicht in jedem Mann lesen wie in einem Buch.) Gesten, Worte, Taten, Zeichen?
4x ja.

Und was erwarten Deine Partnerinnen? Weißt Du es?
Jein...

Was ich "bringe"? Vermutlich nicht. Ich kann aber halt nicht "mehr", ohne daß es dann nach Krampf aussieht.

Damit landen wir dann halt beim traumatisierenden "es reicht nicht". :-(

Herrje, ich checks net.
 

Vizee

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  • #4
Deine Kernfrage ist, ob man Leidenschaft lernen kann. M.E. kann man Leidenschaft nicht erlernen, denn es ist eine Emotion. Die hat man in sich ( gelebt), oder man hat sie irgendwann unterdrückt (kann man wieder erwecken). Oder man hat sie nicht (dann ist es fast unmöglich sich dazu zu bringen Leidenschaft zu entwickeln).

Ich würde eher an anderer Stelle ansetzen und zwar an dem Punkt " Früher oder später fühlt die Partnerin sich nicht ausreichend geliebt". Im Laufe des Tages hattest Du geschrieben, daß Du 0 Instinkt hast (bei den Signalen der Frau) und Du zu verkopft bist. An diesen Dingen kannst Du arbeiten. Wir haben zwar öfters Themen hier, wo deutlich wird, wie verschieden Mann und Frau sind und daß Frauen eine komplett andere Wahrnehmung haben als Männer. Dies hat zur Folge, daß eine Frau ihre Signale einfach verschlüsselt und der Mann niemals auf die Idee käme, hinter der scheinbar unscheinbaren Bemerkung würde mehr stecken. Frauen sind oft kein Stück klar und gehen Umwege, um einem Mann zu sagen, was sie eigentlich wollen. Da kann man Dir als Mann keinen Vorwurf machen. Schau mal, ob es eine Art Coaching gibt bezüglich der Sprache der Frau. Jede Frau ist zwar anders, aber alle haben wir eines gemeinsam: Wir senden unterschwellige Signale, zwischen den Zeilen quasi. Vielleicht gibt es da so etwas.

Stichwort verkopft: Wäre es nicht ein erster kleiner Schritt in diese Richtung, zu überdenken, wie Du handelst in der Beziehung. Bist Du aufmerksam? Sagst Du schon mal, dass das Essen lecker war. Oder etwas schön hergerichtet ist. Kleine Dinge, die man honoriert. Umarmungen? Nähe? Kannst Du "Ich liebe Dich sagen", einfach so ohne einen grossen Moment zu haben? Bist Du ein kommunikativer Mann, oder eher ein Mann der wenigen Worte, die Deiner Meinung nach aber stellvertretend sind für Liebe + Nähe?

Wenn ich zb mich nicht ausreichend geliebt fühle, dann würde ich damit meinen, daß zu wenig Gefühl gezeigt wird. Niemals würde ich damit aber meinen, daß mir zu wenig Materielles gegen wird. Kannst Du Deine Partnerin in Dein Inneres sehen lassen und lässt Du sie nah kommen? Oder bist du da eher verschlossen?

Noch etwas möchte ich Dir sagen. Es ist gut bei sich zu beginnen und sich selbst zu hinterfragen, wenn man etwas ändern möchte. Du möchtest etwas ändern und Du willst bei Dir anfangen. Das ist konstruktiv von Dir. Destruktiv wäre es aber, wenn Du jetzt die alleinige Schuld bei Dir suchen würdest und vor allem , wenn Du nun beginnen würdest von Dir als schlechten Menschen zu denken. Nur, weil die Frau sich entliebt hat heisst das nicht, daß etwas mit Dir nicht stimmt. Du bist zu dem Menschen geworden, der Du heute bist. Jedes konstruktive Auseinandersetzen beim Scheitern der Liebe kann einen ein Stück weiter bringen in der Selbstfindung. Es kann einen verändern in eine positive (wenn man Defizite im Handeln erkennt und erfolgreich in eine andere Bahn lenkt) , aber auch in eine negative Richtung (wenn man verbittert wird und wütend). Bleib auf dem Weg Dich zu beleuchten, aber mach es nicht ohne Hilfe. Freunde können helfen (Deine alte Freundin zb heute), Ablenkung (Dein Haushalt heute). Doch berücksichtige vielleicht doch eine Hilfe in Form einer Therapie, wie Du es selbst bereits in einem anderen Thread erwähnt hast. Wenn Du allein nicht auf des Rätsels Lösung kommst, dann wird es jemand anderes für Dich können. Jemand, der fachlich auf dem Gebiet versiert ist. Du musst definitiv nicht allein durch die Hölle der quälenden Fragen nach dem Warum oder Wie.

Ich hoffe, daß meine Worte nicht zu wirr waren, da ich sehr müde bin und k.o. von der (du weisst ja) Sinusitis. Ohne ein paar Worte an Dich wollte ich aber nicht ins Bett und nun sinds weit mehr als ein paar Worte geworden. Bleib stark fafner.
 
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fafner

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  • #5
Zitat von Vizee:
Ich würde eher an anderer Stelle ansetzen und zwar an dem Punkt " Früher oder später fühlt die Partnerin sich nicht ausreichend geliebt". Im Laufe des Tages hattest Du geschrieben, daß Du 0 Instinkt hast (bei den Signalen der Frau) und Du zu verkopft bist.
Ich neige zu Übertreibungen...

Stichwort verkopft: Wäre es nicht ein erster kleiner Schritt in diese Richtung, zu überdenken, wie Du handelst in der Beziehung. Bist Du aufmerksam?
Ich denke schon. Sie sagte z.B., noch nie habe ein Mann ihr "einfach so" Blumen geschenkt, was bei mir durchaus vorkommt. :)

Sagst Du schon mal, dass das Essen lecker war. Oder etwas schön hergerichtet ist. Kleine Dinge, die man honoriert.
Immer.

Unbedingt. Aber es kann sein, daß es für sie noch zu wenig ist.

Kannst Du "Ich liebe Dich sagen", einfach so ohne einen grossen Moment zu haben?
Hier habe ich ein ganz großes Defizit. Wirklich. Und das ist mir auch bewußt. Es kommt mir immer so hollywoodmäßig vor, ich befürchte immer, daß es platt und unaufrichtig rüberkommt.

Bist Du ein kommunikativer Mann, oder eher ein Mann der wenigen Worte, die Deiner Meinung nach aber stellvertretend sind für Liebe + Nähe?
Kommunikativ unbedingt, aber vermutlich nicht in Liebesdingen. Hollywood-Syndrom und so.

Kannst Du Deine Partnerin in Dein Inneres sehen lassen und lässt Du sie nah kommen? Oder bist du da eher verschlossen?
Keine Ahnung. Also vermutlich letzteres.

Destruktiv wäre es aber, wenn Du jetzt die alleinige Schuld bei Dir suchen würdest und vor allem , wenn Du nun beginnen würdest von Dir als schlechten Menschen zu denken.
Eher unfähig. Deshalb auch der Titel. Ich habe definitiv ein Problem damit, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. 100% sind nicht genug. Mit "Sicherheisreserve" müssen es 120% sein. (Ok, wieder eine Übertreibung, aber im Kern wahr...) Das führt natürlich unweigerlich zum gefühlten Scheitern. :-/ "Kopfmäsig" ist mir das schon lange klar, nur ich komm net raus.

Wenn Du allein nicht auf des Rätsels Lösung kommst, dann wird es jemand anderes für Dich können. Jemand, der fachlich auf dem Gebiet versiert ist.
Diese Erkenntnis ist mittlerweile gereift.

Ich hoffe, daß meine Worte nicht zu wirr waren, da ich sehr müde bin und k.o. von der (du weisst ja) Sinusitis.
Nein, besten Dank und gute Besserung.

Du weißt, ich gehöre zum schwachen Geschlecht. :)

Zitat von t.b.d.:
Du bist sicher, dass keine Leidenschaft in dir ist? Dann hätte ich ein völlig falsches Bild von dir.
Bei Wagner und Schubert haut sie mich um, die Leidenschaft, bei Isoldes Liebestod hab ich Gänsehaut und muß Rotz und Wasser heulen.

Wenn du die Fähigkeit zur Leidenschaft in dir hast die ich vermute, dann fällt es dir womöglich schwer sie zu zeigen und auszuleben.
So ist es, in Partnerschaftsdingen.
 

hea2

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  • #6
Hmmmm, ich möchte hier nicht mit diskutieren - ihr kennt Euch untereinander besser.

Aber wenn ich etwas von fafner las empfand ich ihn in der Sache immer...
leidenschaftlich!
 

Heppy

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  • #7
Ich empfinde das Du unnötig "Leiden schaffst". ;O) Ich lese in Deinen Zeilen einiges leidenschaftliches.
Vielleicht machst Du Dir selbst das Wort und was Du damit verbindest mal bewußt bzw. bewußter. Evtl. auch mal schriftlich. Was begeistert Dich? Was ist für Dich Leidenschaft? Ich gebe Wörtern erst einmal andere Namen, um es mir leichter zu machen. Ich würde Leidenschaft durch Begeisterung ersetzen und mir dann folgende evtl. Fragen stellen. Hast du dafür überhaupt genug Zeit, um Deine Begeisterung auszuleben? Was ist Dir wichtig? Wofür setzt du Dich/Dein Herz ein?Wo verlierst Du dich und worüber könntest Du als reden?Wenn Du das weißt, dann frag Dich wie Du es zum Ausdruck bringen kannst.Ich bin sicher, Du entdeckst es bei Dir auch.
 

Bauhaus

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  • #8
Zitat von Else:
Also: Was fühlst Du? Entspricht Dein Verhalten Deinen Gefühlen? Wie zeigst Du, was Du empfindest? (Nein, man kann nicht in jedem Mann lesen wie in einem Buch.) Gesten, Worte, Taten, Zeichen? Und was erwarten Deine Partnerinnen? Weißt Du es? Ist das angemessen? (Manchmal haben wir Frauen grenzenlose Bedürfnisse.)
LG Else
wie ich vorhin schon an anderer stelle schrieb, ich hatte auch so eine beziehung wo der mann behauptete mich zu lieben aber ich es nicht spürte. seine handlungen, worte, gesten paßten nicht dazu. ich bleibe dabei: er wußte nicht, wie man liebe lebt. wenn er überhaupt liebe von sexueller erregung unterscheiden konnte.
 

Markus Ernst

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  • #9
Hallo fafner,

ich vermute, dass Sie mit „Leidenschaft“ in diesem Zusammenhang meinen, Gefühle einem Partner gegenüber unmittelbar und authentisch kommunizieren zu können – richtig?
Wenn ich mir Ihre Antworten auf die bisherigen Beiträge zum Thema durchlese, wird doch an einigen Stellen deutlich, dass es Ihnen offenbar schwerfällt, sich einer Partnerin zu öffnen und sich damit auch angreifbar/verletzbar zu machen. Wenn ich einer Person meine Liebe gestehe, dann laufe ich natürlich gleichzeitig Gefahr, zurückgewiesen zu werden. Man muss quasi für einen Moment auf den doppelten Boden verzichten und begibt sich in Gefahr. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Zurückweisung äußerst gering ist, werden diese (oft unbewussten) Befürchtungen Sie hemmen, Gefühle zu zeigen.

Gibt es eine Therapie, die einem „Leidenschaft“ beibringt?
Ein erster Schritt wäre meines Erachtens zu überlegen, woher diese Angst vor Zurückweisung kommt? Oft sind es negative Erfahrungen in der Kindheit oder ungünstige Vorbeziehungen. Dabei könnte ein Therapeut Sie unterstützen, zügig Antworten zu finden. Sie schreiben auch, dass Sie ein Problem damit haben, sich selbst zu akzeptieren. Auch ein wichtiger Aspekt. Auch wenn der Spruch etwas abgedroschen klingt, beinhaltet er doch eine Menge Wahrheit: „nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben“. Was stört Sie an Ihrer eigenen Person, wie würden Sie gerne sein? Was hindert Sie daran, so zu sein, wie Sie gerne sein würden? Auch hier kann sich professionelle Unterstützung im Sinne schneller und hilfreicher Erkenntnisse bezahlt machen.

Ich bin mir sicher, dass es Ihnen nach Bearbeitung der oben angesprochenen Fragen besser gelingen kann, in Liebesdingen „leidenschaftlicher“ zu sein und den Kopf öfter in den Hintergrund treten zu lassen.

Herzliche Grüße,
Markus Ernst
 
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  • #10
Zitat von Markus Ernst:
Auch wenn der Spruch etwas abgedroschen klingt, beinhaltet er doch eine Menge Wahrheit: „nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben“.
Guten Abend, Herr Ernst,
Bitte führen Sie das etwas detailierter aus.
Ihre Aussage führte zu Verwirrung im Thread https://www.parship.de/forum/beziehung/5692-trennungsschmerz-ständige-sehnsucht-nach-dem-ex/page1 .
Dort hatte eine Userin mit einer Therapeutin gesprochen:

"
Fast Jeder redet mir immer wieder ein, wenn ich mich nicht selber vollständig lieben kann, werde ich niemals eine Beziehung haben können.

So, heute habe ich gehört, es gibt niemanden der sich vollständig lieben kann und hat dennoch eine Beziehung , die auch sehr wohl gut klappen kann.
"
Es wäre schön, wenn Sie dazu etwas sagen würden, denn es gab aufgrund ihres Statements wieder Verwirrung im Forum.
 

Markus Ernst

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  • #11
Hallo Truppenursel,

ich bin eigentlich gar kein Freund von diesen vorgefertigten Aussprüchen, hielt ihn aber in diesem Fall für passend. Tut mir leid - Verwirrung wollte ich natürlich nicht stiften.
Ich meinte: nur wer sich im Großen und Ganzen akzeptieren kann, um seine Schwächen und Stärken weiß. "Sich selbst lieben" können heißt nicht, fehlerfrei, perfekt und ideal zu sein. Es bedeutet auch nicht, alles an sich toll und liebenswert zu finden. Es geht darum, sich selbst als Person zu akzeptieren - mit allen Stärken und Schwächen.

Herzliche Grüße,
M. Ernst
 

ErwinD

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  • #12
Hallo Fafner,
ich habe sehr viele von Deinen Posts gelesen und mir ein paar Gedanken gemacht. Über meine Gedanken will ich gar nicht große Ausführungen runterschreiben. Aber mir sind ein paar Sachen aufgefallen.
1. Du bist nicht leidenschaftslos. Du bist verkopft. Wenn dann Ängste dazukommen steht etwas zwischen Dir und dem "Empfänger". Das kann den Eindruck von fehlender Leidenschaft erwecken.
2. Du hast Zugang zu Deinen Gefühlen. Versuche nicht das wegzuanalysieren, denn es ist die authentischste Rückmeldung, die Du von Dir selbst erhälst.
In beiden Fällen versuche damit zu arbeiten. Liegt Dir tanzen? Oder vielleicht Kampfsport? Bei beidem trainierst Du Deinen Kopf auszuschalten. Falls Du Entscheidungsschwierigkeiten hast: Versuche es mal mit einem Probetraining Capoeira. Sag nicht keines davon ist nichts für Dich, sondern probiere es aus und entscheide dann, damit Du die Entscheidung nicht mit dem Kopf führst.
2. Ich habe Dich zu Beginn meiner Forenzeit in Deinen Posts ganz anders wahrgenommen. Seit Du offen schreibst hat sich mein Bild vollkommen gewsndelt. Als wenn unter einem postadoleszenten Humnerkomplex, ein sympathischer Mensch freigelegt wird. Hast Du Deinen Panzer in Deiner Beziehung angelegt gehabt? Ohne diesen wirkst Du viel nahbarer, leidenschaftlicher und authentischer. Das macht Dich sympathischer. Ich weiss aber nicht wie stark das auf Deine Beziehungspersönlichkeit übertragbar ist.
Beste Grüße
 
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vhe

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  • #13
Zitat von fafner:
Das ist jetzt völlig ernst gemeint: gibt es eine Therapie, die mir das beibringt? (...) früher oder später fühlt sich meine Partnerin nicht ausreichend geliebt
Hier vermischst Du "Leidenschaft" mit "sich nicht ausreichend geliebt fühlen". Ich kenne ein paar Beziehungen, wo sich die Frau sehr wohl geliebt fühlt, obwohl der Mann keineswegs einen "leidenschaftlichen" Eindruck macht.

Wenn sich Deine Frau "früher oder später" nicht mehr ausreichend geliebt fühlt, hast Du jemals herausgefunden, was sie damit genau meinte?

Dass nach einem halben oder dreiviertel Jahr bei Männern wieder Normalbetrieb angesagt ist, ist normal. Womit sich die Frage stellt, wie Du "im Normalbetrieb", also, wenn Du nicht grad frisch verliebt bist, drauf bist. Und das /kann/ man verändern.