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  • #46
@Sonne123999 Wenn ein Mann richtig verliebt ist, ist er auch bereit für eine neue Beziehung. Ist doch völlig egal, wieviel er 'verarbeitet' hat.
Über genau diesen Punkt bin ich mir nicht so sicher! Ich glaube, Männer (oder Frauen ;-)) können sich ihre Verliebtheit auch "kaputtdenken", wenn sie zu viel ihre Probleme wälzen und dann alles nur noch schwarz und kompliziert sehen. Ich habe den Eindruck, das führt zu diesen - oft beschriebenen - Hin und Her und plötzlichen Kontaktabbrüchen, weil dann zwei Seelen in einer Brust miteinander kämpfen. Daher glaube ich nicht, dass Dein Satz bedingungslos gültig ist
 
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  • #47
Das Thema ist so vielfältig und komplex. Daher merke ich, wieviel Diskussion es hier entfacht und wieviele berechtigte Argumente ins Feld geführt werden. Auf jeden Fall danke @MJ85 Sicher kann man absolut nicht alles über einen Kamm scheren und bestimmt hängt es davon ab auch, wie vorbelastet jemand ist, wie ehrlich er zu sich selbst ist, um der Wahrheit ins Auge zu sehen und seines Muts zu Veränderung und Neubeginn.

Auch @LC85 stimme ich zu! Ich habe auch keine Lust mehr, mich durch Grübeleien über einen potentiellen Partner runterziehen zu lassen, wenn er nicht offen mit mir über alles reden kann. Dadurch entstehen die ganzen unglücklichen, leidvollen Konstellationen, wie hier im Forum beschrieben.

Daher tendiere ich gerade auch weg von diesem Mann und stehe vor der Frage, es abzubrechen. Ein Teil von mir bedauert das noch, weil es auch sehr viel Gutes zwischen uns gibt. Aber wenn ihm seine nicht verarbeitete Trennung so sehr im Weg stehen würde, dann will ich sein Problem nicht zu meinem Problem machen, was ja nur unendliches Leid auf beiden SEiten erzeugen würde.
 
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  • #48
Auf jeden Fall mal ne gute Frage, was das eigentlich bedeutet, eine Trennung verarbeitet zu haben.
Man wird nie ALLES aufarbeiten können, dann müsste man schon eine jahrelange Psychoanalyse brauchen und fraglich, ob man das überhaupt schafft, sich auf Status null (gleich vollkommen unbelastet) zurückzuversetzen, da die Wurzeln der Probleme schon im Babyalter gelegt werden.

Daher bedeutet für mich "Trennung verarbeitet" für mich ganz pragmatisch, dass man offen ist, ohne zu große Vorbelastung eine neue Partnerschaft eingehen zu können und diese nicht mit seinen Altlasten im Keim zu ersticken oder zu belasten, sondern fähig ist zu Geben und Nehmen und so weiter....
 
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  • #49
Ich mag Sprichwörter, weil schon was dran ist:

Für mich gilt: Zeit heilt alle Wunden. Ich ergänze, wenn man den Wunden hilft, gut zu heilen.
 
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  • #50
@Sonne123999
Es gibt da schon so etwas wie ein Richtwert für die mentale Verarbeitungszeit, geehrte 'Sonne123999'! Beziehungszeit geteilt durch zwei! Nach einer Beziehungszeit von 10 Jahren bräuchte man eine Verarbeitungszeit von ca. 5 Jahren, um endgültig abgeschlossen zu haben. Beeinflusst wird dieser Richtwert noch dadurch, ob man in dieser Zeit noch Kontakt zum Expartner hat, wenn man
z. B. gemeinsame Kinder hat.
Nach meiner sehr langen Ehe hat es zwar nicht die Hälfte der Beziehungszeit, aber etwa sieben Jahre gedauert, bis ich keine besonderen Emotionen mehr hatte, wenn ich meinem Exmann begegnet bin. Wegen der gemeinsamen Kinder hatten wir allerdings öfter Kontakt. Ohne das wäre es sicherlich schneller gegangen.
Bei kürzeren Beziehungen hat es interessanterweise eher länger als die halbe Beziehungszeit gedauert, bis ich es verarbeitet hatte.
Ich scheine also zu den Langsamverarbeitern zu gehören.
Es gab allerdings nach meiner Ehe eine Zeit (ab 3-4 Jahren nach der Trennung), in der ich meinem Exmann noch nicht emotionsfrei begegnen konnte, aber zumindest meiner Meinung nach eine neue Partnerschaft eingehen konnte, ohne dass sie durch diese Altlast Schaden genommen hat.
Wenn Kinder involviert sind, ist es immer problematisch. Es geht ja dann gar nicht nur um Trennungsprobleme, sondern auch um ganz massive finanzielle Schwierigkeiten, in die man durch eine Trennung nun mal kommt und die eine ohnehin schon problematische Beziehung dadurch nochmal zusätzlich belastet.
 
D

Deleted member 22408

  • #51
Interessante Gedanken, aber das mit der Vermutung....:rolleyes:. Ich finde es sehr verständlich, dass man nach so einem Ende einer langen Ehe, diese Befürchtung hat bzw. haben darf.
Wieso Befürchtung, geehrte Mentalista?
Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du es eher als negativ betrachten würdest, wenn unsere geehrte Fraunette wieder mit ihrem Exmann zusammenkäme? Wenn ja, warum? Würde es dann mit Deinem, ich drücke es mal freundlich aus, pessimistischen Männerbild zusammenhängen?
 
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  • #52
wenn unsere geehrte Fraunette wieder mit ihrem Exmann zusammenkäme? Wenn ja, warum?
Da es ja hier um mich geht: Wie bescheuert müsste ich sein, diesem Mann noch eine Chance zu geben? Manche Sachen "schmecken" aufgewärmt einfach nur scheiße (sorry für die Wortwahl).
Davon abgesehen, hege ich keinerlei Gedanken an eine Neuauflage mit ihm. Die Gefühle für ihn sind weg. Selbst die negativen Gefühle sind kaum noch vorhanden. Und das ist sehr gut so.
 
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  • #53
Wieso Befürchtung, geehrte Mentalista?
Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du es eher als negativ betrachten würdest, wenn unsere geehrte Fraunette wieder mit ihrem Exmann zusammenkäme? Wenn ja, warum? Würde es dann mit Deinem, ich drücke es mal freundlich aus, pessimistischen Männerbild zusammenhängen?
HÄ? Auf was für Gedanken kommst du?:rolleyes: Völlig aus dem Kontex gezogen.
 
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  • #54
(...) Wie lange dauert es, bis ein Mann, der verlassen wurde, mit Kind, über die Trennung hinwegkommt und welche Einflussfaktoren gibt es?
Es gibt unzählige Faktoren.

So mal grob als Orientierung (und ich denke, die Unterschiede zwischen Frau und Mann sind hier nicht allzu groß): wie wird über den Expartner geredet. Abfällig, aggressiv, neutral, konstruktiv? Wir verlief die Trennung? Konstruktiv oder eher destruktiv. Wurde das Ding durchgezogen oder gab`s so ein Anwalts-hin-und-her. Sind die (finanziellen) Fragen geklärt. Und wenn nein, wird hier zielgerichtet an einer Klärung gearbeitet.

Sind die Partner an einer Lösung interessiert oder mehr daran Konflikte am Kochen zu halten ...

Aus eigener Erfahrung: gerade wenn (minderjährige) Kinder da sind, gibt es immer wieder Gesprächsbedarf mit dem Expartner. Und das ist so eine Sache, da wird zumindest mir immer wieder klar, dass ich eben über die Kinder mit meiner Ex noch ein paar Jahre mehr oder weniger verbunden bleibe. Das macht eine "gefühlsmäßige Trennung" vielleicht nicht unmöglich ... aber es ist schon - mal mehr mal weniger - eine Herausforderung.

Insgesamt kein einfaches Thema ...
 
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  • #55
Aus eigener Erfahrung: gerade wenn (minderjährige) Kinder da sind, gibt es immer wieder Gesprächsbedarf mit dem Expartner. Und das ist so eine Sache, da wird zumindest mir immer wieder klar, dass ich eben über die Kinder mit meiner Ex noch ein paar Jahre mehr oder weniger verbunden bleibe. Das macht eine "gefühlsmäßige Trennung" vielleicht nicht unmöglich ... aber es ist schon - mal mehr mal weniger - eine Herausforderung
Da stimme ich komplett zu. Dieses ewige weitere Verbundensein durch die minderjährigen Kinder, mit allem, was da dran hängt, Kinderwochenenden, Unterhalt, Schule, Erziehungsfragen, etc., verlängerte auch bei mir den eigentlichen innerlichen Trennungsprozess. Als das alles weg war, gab es sowas wie ein gegenseitiges Aufatmen. Seitdem gibt es kaum noch Berührungspunkte (der letzte war die Hochzeit des Kindes) und alles ist so easy. Gäbe es die Kinder nicht, oder wären sie damals schon älter gewesen, wäre ich viel schneller bereit für eine neue Beziehung gewesen.
 
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  • #56
Ich habe immer ewig gebraucht (meistens länger als die eigentliche Beziehung), da ich nicht wusste, woran es lag. Mittlerweile weiss ich es rückblickend bei allen und es ist ok. Trotzdem muss ich deswegen niemanden im nachhinein toll finden. Aber ein Gespräch auf der Straße wäre mittlerweile wieder drinne... Mir wurde über die Jahre immer wieder gesagt, dass ich das daten lieber aufgeben und einfach mein Leben alleine bestreiten sollte. Ich würde Verflossenen einfach erzählen, dass ich das jetzt tue und ihnen alles gute wünsche, mit ihren künftigen Männergeschichten.
 
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  • #57
Da stimme ich komplett zu. Dieses ewige weitere Verbundensein durch die minderjährigen Kinder, mit allem, was da dran hängt, Kinderwochenenden, Unterhalt, Schule, Erziehungsfragen, etc., verlängerte auch bei mir den eigentlichen innerlichen Trennungsprozess. Als das alles weg war, gab es sowas wie ein gegenseitiges Aufatmen. Seitdem gibt es kaum noch Berührungspunkte (der letzte war die Hochzeit des Kindes) und alles ist so easy. Gäbe es die Kinder nicht, oder wären sie damals schon älter gewesen, wäre ich viel schneller bereit für eine neue Beziehung gewesen.
Danke für die beiden Aussagen, auch @Howlith.
Das klingt sehr schwierig. Bei dem Mann, um den es geht, ist das auch so., dass Minderjährige im Spiel. Ständig ist etwas Stressiges mit der Ex und wegen dem Kind. Habe ich das Thema unterschätzt? Sagt er vielleicht deswegen so Dinge, die eher Beziehungsverhindernd wirken? Gibt es da Hoffnung? Wie seht Ihr das? Als getrennter Elternteil ist man doch auch Mensch! Will man da sein Leben, die Trennung und das ganze Drumherum nicht so organisieren und das, was Trennungsschmerz betrifft, aufarbeiten, damit man eine glückliche neue Beziehung haben kann? Oder sind die Finger so verbrannt, dass man sich abschottet und niemand mehr richtig an sich ranlässt?
 
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  • #58
(...) Will man da sein Leben, die Trennung und das ganze Drumherum nicht so organisieren und das, was Trennungsschmerz betrifft, aufarbeiten, damit man eine glückliche neue Beziehung haben kann? Oder sind die Finger so verbrannt, dass man sich abschottet und niemand mehr richtig an sich ranlässt?
Womöglich liegt das daran, daß die Wunden nicht verheilen können und durch den andauernden Kontakt immer wieder neu aufgerissen werden. "Wollen" und "können" sind da ganz schnell zweierlei !
 
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  • #60
Danke für die beiden Aussagen, auch @Howlith.
Das klingt sehr schwierig. Bei dem Mann, um den es geht, ist das auch so., dass Minderjährige im Spiel. Ständig ist etwas Stressiges mit der Ex und wegen dem Kind. Habe ich das Thema unterschätzt? Sagt er vielleicht deswegen so Dinge, die eher Beziehungsverhindernd wirken? Gibt es da Hoffnung? Wie seht Ihr das? Als getrennter Elternteil ist man doch auch Mensch! Will man da sein Leben, die Trennung und das ganze Drumherum nicht so organisieren und das, was Trennungsschmerz betrifft, aufarbeiten, damit man eine glückliche neue Beziehung haben kann? Oder sind die Finger so verbrannt, dass man sich abschottet und niemand mehr richtig an sich ranlässt?
Warum tust du dir das an? Es gibt definitiv Dinge, die Beziehungsverhindernd sind. Ich habe damals gemekrt, das sich mit meinem Leben als brufstätige AE-Mutter wenig Spielraum für den Aufbau eine Beziehung hatte. Dann war mein Kind eine Teeniee:rolleyes:. Danach interessierten sich aber nur Männer mit relativ kleien Kinder für mich, frisch getrennt, nee:D. Ich überleg, ich habe nie einen Mann mit Kind/er im gleichen Alter wie meins kennengelernt...