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Deleted member 21128

  • #16
Nach einer Beziehungszeit von 10 Jahren bräuchte man eine Verarbeitungszeit von ca. 5 Jahren
Um Himmels Willen!

Das hier finde ich ganz gut:

Wer nach einer langjährigen Beziehung verlassen wurde, braucht vielleicht ein komplettes Jahr, bis er sich auch emotional auf etwas Neues einlassen kann. Denn immerhin erlebt man jede Jahreszeit nun erst einmal alleine und wird dabei unweigerlich an die gemeinsame Zeit erinnert: „Im Frühling sind wir immer zusammen weggefahren.“, „Die Eissorte mochte er immer besonders gern.“, „Im Herbst waren wir immer Pilze sammeln.“ und „Was mache ich denn jetzt an Weihnachten?“. Nicht umsonst sprach man damals immer vom sogenannten Witwenjahr.

So weit muss es längst nicht kommen. Viele Trennungsprozesse sind schneller abgeschlossen. Es dauert, so lang es eben dauert. Aber kein Grund zur Panik. Irgendwann wirst du Trennung überwunden haben und die Zukunft kaum erwarten können. Versprochen. Und auch wenn es sich jetzt noch nicht so anfühlt – irgendwann wirst du verstehen, was Hesse meinte, als er sagte „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“

https://www.date.de/trennung-verarb...sollten nach einer trennung vermieden werden?
 
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  • #17
Es gibt keinen Definierbaren Zeitraum. Es kommt ganz allein auf die individuelle mentale Stärke der Person an.
 
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Deleted member 22408

  • #18
Nicht umsonst sprach man damals immer vom sogenannten Witwenjahr.
Ja, das kenne ich auch noch dunsemal aus den 60ern, geehrter 'WolkeVier'! Die Witwen liefen damals im Witwenjahr schwarz gekleidet. Aber die Witwen in unserem Dorf blieben meistens bis zum Lebensende ledig. Daher glaube ich nicht so wirklich an eine Verarbeitungszeit von nur einem Jahr nach einer mehrjährigen Beziehung.
Bei mir selbst traf mein o.g. Richtwert durchaus zu. Hatte ich den Richtwert unterschritten, habe ich dazu geneigt, meine neue Partnerin ständig mit meiner letzten Expartnerin zu vergleichen, was dann zu mentalen Spannungen geführt hat, bei Einhaltung des Richtwertes war meine letzte Expartnerin quasie nicht mehr existent, egal wie intensiv die Beziehung war.

Nach dem Motto "Die Zeit heilt alle Wunden!" hatte ich bei dem Richtwert das Gefühl, dass ich für die Verarbeitung der Exbeziehung mental rein gar nichts tun brauchte, einfach nur stoisch abwarten.
 
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Deleted member 21128

  • #19
Daher glaube ich nicht so wirklich an eine Verarbeitungszeit von nur einem Jahr nach einer mehrjährigen Beziehung.
Bei mir selbst traf mein o.g. Richtwert durchaus zu.
Sehr witzig! Wenn du immer maximal zweijährige Beziehungen hast, ist dein Richtwert doch ein Jahr. :rolleyes:

Du willst mir nicht allen ernstes erzählen, dass man nach 30 Jahren Beziehung dann 15 Jahre für die Verarbeitung braucht. :rolleyes:
 
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  • #20
Räusper... dann hätte ich noch verdammt lange zu knabbern, wenn der Richtwert die Hälfte der beziehungszeit sein soll! Bullshit.
Ich glaube auch, dass es damit zu tun hat, wie man verlassen wurde, auf die eigene Persönlichkeit und vor allem die Fähigkeit, sich aus der Trauer, Wut, Hass, Verletzung etc. selbst herauszukämpfen.
Die eine Person kann das vielleicht schneller, als die Andere. Das ist ganz individuell.
 
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  • #21
Räusper... dann hätte ich noch verdammt lange zu knabbern, wenn der Richtwert die Hälfte der beziehungszeit sein soll! Bullshit.
Ich glaube auch, dass es damit zu tun hat, wie man verlassen wurde, auf die eigene Persönlichkeit und vor allem die Fähigkeit, sich aus der Trauer, Wut, Hass, Verletzung etc. selbst herauszukämpfen.
Die eine Person kann das vielleicht schneller, als die Andere. Das ist ganz individuell.
Etwa ein Jahr nach der Trennung wurde mir diese Regel mit der Hälfte der Beziehungsauer auch gesagt - ich war entsetzt.
Tatsache ist aber, dass ich zwar nicht ganz so lange gebraucht habe, aber viel länger, als ich damals geglaubt hätte (glücklicherweise wusste ich das aber nicht :p.
Ich habe zuerst mal gut ein halbes Jahr das Gefühl gehabt ins Bodenlose zu fallen. Nach einem Jahr habe ich mich halbwegs wieder hochgearbeitet (sozusagen das von @WolkeVier angesprochene Trauerjahr) - von bereit für eine neue Beziehung war ich da noch meilenweit entfernt.
 
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  • #22
Etwa ein Jahr nach der Trennung wurde mir diese Regel mit der Hälfte der Beziehungsauer auch gesagt - ich war entsetzt.
Tatsache ist aber, dass ich zwar nicht ganz so lange gebraucht habe, aber viel länger, als ich damals geglaubt hätte (glücklicherweise wusste ich das aber nicht :p.
Ich habe zuerst mal gut ein halbes Jahr das Gefühl gehabt ins Bodenlose zu fallen. Nach einem Jahr habe ich mich halbwegs wieder hochgearbeitet (sozusagen das von @WolkeVier angesprochene Trauerjahr) - von bereit für eine neue Beziehung war ich da noch meilenweit entfernt.
Bis zur Weihnachtszeit war es bei mir recht schlimm, ein auf und ab der Gefühle…


Ich habe mir viele Gedanken über die Beziehung gemacht und bin zum Schluss gekommen, es ist besser so, weil es bei uns kein guter Schluss war…


Aber das ist eine ganz andere (sehr verzwickte und komplexe Geschichte).

Neues Jahr, neues Glück?? Das werden wir sehen...
 
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Deleted member 22408

  • #23
Sehr witzig! Wenn du immer maximal zweijährige Beziehungen hast, ist dein Richtwert doch ein Jahr. :rolleyes:

Du willst mir nicht allen ernstes erzählen, dass man nach 30 Jahren Beziehung dann 15 Jahre für die Verarbeitung braucht. :rolleyes:
Vielleicht habe ich im Unterbewusstsein einfach Angst davor, dass ich zu lange in meinem inneren Gefängnis sitze, wenn die Beziehung länger als zwei Jahre dauert, geehrter 'WolkeVier'!
Ein Jahr ohne Partner danach ist gar nicht mal so schlecht. Der Pferdefuß dabei ist nur, dass man nicht weiß, ob man in diesem Zeitraum wieder eine Partnerin erobern kann.

Selbstverständlich habe ich mich nie an den o.g. Richtwert gehalten und begonnen, nach Beziehungsende sehr zeitnah zu daten. Und immer wieder hatte es vor Ablauf des Richtzeitraums nicht geklappt, stand beim Dating neben mir, wusste nicht so recht, was ich ich wollte, hatte innere Unruhe, Vergleiche mit der Expartnerin gemacht...Nach dem Richtzeitraum dann quasie wie Phönix aus der Asche gestiegen und alles lief plötzlich von selbst. Es flutschte einfach.

Ob man nach einer dreißigjährigen Beziehung genau fünfzehn Jahre warten muss, weiß ich nicht. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass etliche Jahre ins Land gehen müssen. Es sitzt vieles so tief in der Seele, je länger die Beziehungszeit, desto tiefer...

Wenn ich mich mit Ü50 Damen, die jahrzehntelange Eheerfahrungen hatten, getroffen habe, hatte ich sehr oft das Gefühl, dass noch sehr intensiv der Geist der Exehe herüberweht, obwohl die entsprechende Dame ein paar Jahre Single war. Da hatte ich schon keine Lust mehr.

Ich denke, man darf die Zeit der Altlastenverarbeitung nicht unterschätzen, wenn man keinen Wurm in die neue Beziehung transportieren möchte.
 
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  • #24
Sobald man sich Hals über Kopf in jemand anders verliebt hat, ist der Ex/die Ex Schnee von gestern. Meine Erfahrung:p
Wenn man jedoch aus Vernunftsgründen versucht eine Beziehung einzugehen, wird das nichts, die Gefühle sind da extrem wichtig. Jetzt weiß ich auch warum ein zweites oder drittes Treffen nichts hilft, wenn es beim ersten nicht gleich gefunkt hat.:rolleyes:
 
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  • #26
Sobald man sich Hals über Kopf in jemand anders verliebt hat, ist der Ex/die Ex Schnee von gestern. Meine Erfahrung:p
Ja, die/der Ex ist Schnee von gestern, aber meiner Erfahrung nach nur eine kurze Zeit. Die Vergangenheit holt einen über kurz oder lang wieder ein, wenn da noch zu viel Restmüll rumliegt, der nicht ordentlich und endültig entsorgt wurde.
 
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  • #27
Ich hoffe das Beste :) Bei mir war es jedenfalls ein Feuerwerk :rolleyes:
Immer positiv denken!

Der Ex wird natürlich immer präsent sein, da wir gemeinsame Kinder haben, aber die Gefühle sind weg.....
 
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Deleted member 21128

  • #28
Der Pferdefuß dabei ist nur, dass man nicht weiß, ob man in diesem Zeitraum wieder eine Partnerin erobern kann.
Die Bedenken hatte ich noch nie. Eher, ob ich nochmal eine finde, mit der es für ein "Für immer" reicht. Hast du nicht manchmal Gedanken daran, wie es in 20 Jahren sein wird?
begonnen, nach Beziehungsende sehr zeitnah zu daten.
Da war es mir immer am wenigsten danach. Kommt mir davon abgesehen auch nicht gerade fair vor, andere zur Aufpolierung des Selbstwertgefühls zu benutzen, wenn man doch weiß, dass es keine Chance gibt.
Das finde ich gar nicht so schlimm, so lange man nicht zum Ergebnis kommt, dass man lieber die Ex zrück hätte. Ist vielleicht mehr ein Thema, wenn man sehr einseitig verlassen wurde.
Es sitzt vieles so tief in der Seele, je länger die Beziehungszeit, desto tiefer...
Was sind das denn so für Dinge, die da sitzen und eine neue Beziehung erschweren? Und wann und wie gehen die weg?
Was sind Altlasten? Und warum müssen die verarbeitet werden, inwiefern strahlen die auf eine neue Beziehung aus?
 
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  • #29
Wenn eine Sonne stirbt, dann hinterlässt sie letztendlich ein schwarzes Loch das eine unglaubliche Anziehungskraft entwickelt, die so gross ist, dass sie das Licht selber verschlingt.

Also wenn da kein Licht zu sehen ist, dann ist es ziemlich gefährlich in die Nähe zu gehen.
 
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  • #30
Etwa ein Jahr nach der Trennung wurde mir diese Regel mit der Hälfte der Beziehungsauer auch gesagt - ich war entsetzt.
Tatsache ist aber, dass ich zwar nicht ganz so lange gebraucht habe, aber viel länger, als ich damals geglaubt hätte (glücklicherweise wusste ich das aber nicht :p.
Ich habe zuerst mal gut ein halbes Jahr das Gefühl gehabt ins Bodenlose zu fallen. Nach einem Jahr habe ich mich halbwegs wieder hochgearbeitet (sozusagen das von @WolkeVier angesprochene Trauerjahr) - von bereit für eine neue Beziehung war ich da noch meilenweit entfernt.
Nach etwas mehr als 1 1/2 Jahren kann ich sagen, ich habe geschafft. Klar wird er mir immer mal wieder durch den Kopf Geistern, aber da ist sonst nix mehr zu spüren. Kein Hass, keine Wut, kein komisches Gefühl. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, was ich ihm wünsche, ist da nichts mehr. Vor einiger Zeit noch habe ich ihm die Pest an den Hals gewünscht. Mittlerweile ist da nix mehr. Es ist mir egal, ob er glücklich ist/wird oder nicht.

Wir haben äußerst selten Kontakt, nur wegen der Kinder oder dem Haus. Und ich bleibe sachlich. Interessant ist, das er sich bei den sehr seltenen Telefonaten aggressiv verhält, als sei er auf Streit aus. Ich überhöre es, lasse mich nicht drauf ein. Ich verstehe es nicht, muss es aber auch nicht verstehen.

Er wird immer ein großer Bestandteil meines Lebens sein. Meine größte Sorge ist, dass ich Angst habe, eventuell nie mehr so vertrauen zu können, wie ihm. Aber das werde ich erst feststellen, wenn da wieder ein Mann in meinem Leben ist. Mal sehen ....