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  • #1

Wie lange dauert es, bis Mann über Trennung hinweg ist?

Hallo liebes Forum,

noch so ein "leidiges Thema". Aber mich würden Eure Erfahrungen und Meinung interessieren.

Von der Perspektive des "freien Parts" gefragt und mit folgenden Details: Wie lange dauert es, bis ein Mann, der verlassen wurde, mit Kind, über die Trennung hinwegkommt und welche Einflussfaktoren gibt es?

Es ist schon klar, jeder Mann ist anders, es kommt auf die Umstände an, wer sich getrennt hat, wie und vielleicht auch, ob es "nur" eine Beziehung war oder eine Scheidung, was noch viel komplizierter ist usw. Es heißt ja auch oft, für Männer würde es länger dauern als für Frauen.

Ist ein Mann 2 Jahre nach einer Trennung mit Kind (und eine Affäre dazwischen) bereit für eine neue Beziehung?

Kann man sicher auch nicht allgemein gültig beantworten, aber vielleicht tendenziell und in Prozentsätzen? Also z.B. dass die meisten ab dann wieder emotional fähig sind, sich ernsthaft auf etwas Neues einzulassen? Oder länger?

Wovon hängt es ab, wie ein Mann die Trennung verarbeitet? In meinem Fall sind finanzielle Probleme nicht eine total Blockade für ihn, wie vielleicht bei manchen Männern nach einer Scheidung, aber eher das Emotionale und Organisatorischen, glaube ich.

Ich freue mich auf Eure Meinungen und Erfahrungen.
 
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  • #2
Bei einigen Männern genausolange, wie du gebraucht hast um über deine Trennung hinwegzukommen.
Dann gibt es welche, die haben schneller damit abgeschlossen, als dass du Trennung schreiben kannst und dann gibt es welche, die kommen niemals darüber hinweg, oder brauchen fast das ganze restliche Leben dafür.

Die Faktoren dafür dürften so zahlreich sein, wie die Sterne am Himmel.
Wie jemand mit dem Beziehungsende und mit Beziehung überhaupt umgeht, dürfte definitiv mit seinem "Erwachsen werden" und dem "Beziehung leben" (familiär, partnerschaftlich, freundschaftlich) einhergehen.

Vermutlich würde das Aufstellen eines Checking-Katalogs unendlich länger dauern, als einfach den anderen kennenzulernen und dann zu entscheiden, ob es für einen selbst passt oder eben nicht.
 
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  • #3
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Deleted member 21128

  • #5
@Sonne123999 Wenn ein Mann richtig verliebt ist, ist er auch bereit für eine neue Beziehung. Ist doch völlig egal, wieviel er 'verarbeitet' hat. Er hat ein kleines Kind, d. h. die Mutter wird immer reinfunken. Damit musst du leben.
 
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  • #6
Ich meine ja nicht die 3%, die nach 3 Tagen drüber weg sind, weil sie es mit Ablenkung kompensieren. Ich wollte eher Eure Meinungen hören, wie lange Ihr gebraucht habt in bestimmten Situationen oder jemand, den Ihr gut kennt. Der Mann, um den es geht, sagt Dinge, die eine Beziehungsanbahnung erschweren und ich bekomme aber keine detaillierte Antwort und es ist mir auch zu unangenehm, ewig nachzubohren, wenn da Widerstand ist. Deswegen möchte ich versehen, was dahinter steht. Ob es eine Ausrede ist oder ob er das Zerbrechen seiner Beziehung noch nicht verarbeitet hat. Wie soll ich das jetzt formulieren? Ich kann ja auch nicht fragen, was ist "normal" bzw. Durchschnitt. Psychologen könnten sicher irgendeinen empirischen Richtwert geben. Bestimmt hat es irgendjemand mal ausgewertet. Und mir persönlich erscheint es schon so, dass nach fast 2 Jahren die meisten weit genug es überwunden haben, dass sie bereit sind, auf eine neue Beziehung einzulassen. Oder was meint Ihr? Bzw. gibt es Anzeichen?
 
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Deleted member 7532

  • #7
Ich meine ja nicht die 3%, die nach 3 Tagen drüber weg sind, weil sie es mit Ablenkung kompensieren. Ich wollte eher Eure Meinungen hören, wie lange Ihr gebraucht habt in bestimmten Situationen oder jemand, den Ihr gut kennt. Der Mann, um den es geht, sagt Dinge, die eine Beziehungsanbahnung erschweren und ich bekomme aber keine detaillierte Antwort und es ist mir auch zu unangenehm, ewig nachzubohren, wenn da Widerstand ist. Deswegen möchte ich versehen, was dahinter steht. Ob es eine Ausrede ist oder ob er das Zerbrechen seiner Beziehung noch nicht verarbeitet hat. Wie soll ich das jetzt formulieren? Ich kann ja auch nicht fragen, was ist "normal" bzw. Durchschnitt. Psychologen könnten sicher irgendeinen empirischen Richtwert geben. Bestimmt hat es irgendjemand mal ausgewertet. Und mir persönlich erscheint es schon so, dass nach fast 2 Jahren die meisten weit genug es überwunden haben, dass sie bereit sind, auf eine neue Beziehung einzulassen. Oder was meint Ihr? Bzw. gibt es Anzeichen?
Meiner Meinung nach hängt es in erster Linie von der Persönlichkeit ab , aber auch von anderen Faktoren: wie lange hat die vorherige Beziehung gedauert, wie ging sie zu Ende (hat er verlassen, wurde er verlassen)?
Es gibt keinen Standard Wert - das haben dir alle bisher gesagt - und kein Mensch kann dir sagen, ob die Erfahrung, die andere gemacht haben auch nur annähernd auf den Mann, den du kannst, zutrifft (eher nicht).
Und natürlich kannst du fragen - wenn das nicht möglich ist, kannst du die Beziehung gleich in den Wind schreiben.
 
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  • #8
Meiner Meinung nach hängt es in erster Linie von der Persönlichkeit ab , aber auch von anderen Faktoren: wie lange hat die vorherige Beziehung gedauert, wie ging sie zu Ende (hat er verlassen, wurde er verlassen)?
Es gibt keinen Standard Wert - das haben dir alle bisher gesagt - und kein Mensch kann dir sagen, ob die Erfahrung, die andere gemacht haben auch nur annähernd auf den Mann, den du kannst, zutrifft (eher nicht).
Und natürlich kannst du fragen - wenn das nicht möglich ist, kannst du die Beziehung gleich in den Wind schreiben.
Ich wurde zb. letzten Sommer nach fast 9 Jahren verlassen. Mittlerweile bin ich mehr oder weniger darüber. Ich genieße die Vorteile des Single sein. Jetzt bin ich aber langsam bereit für eine neue Beziehung, wen es eine Gelegenheit dafür gäbe ;)
 
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  • #9
Der Mann, um den es geht, sagt Dinge, die eine Beziehungsanbahnung erschweren und ich bekomme aber keine detaillierte Antwort und es ist mir auch zu unangenehm, ewig nachzubohren, wenn da Widerstand ist. Deswegen möchte ich versehen, was dahinter steht. Ob es eine Ausrede ist oder ob er das Zerbrechen seiner Beziehung noch nicht verarbeitet hat. Wie soll ich das jetzt formulieren?
Wenn du schon ein komisches Gefühl hast und am Zweifeln bist, dann würde ich es lassen, auch wenn es schwer fällt. Rede mit ihm - wenn er sich nicht darauf einlässt oder dir keine eindeutigen Antworten gibt, dann weißt du ja auch woran du bist. Ich habe für mich beschlossen, dass ich bestimmte Dinge, die mich ständig zum Grübeln bringen, nicht mehr antun möchte. Jemand, der an seinem Gegenüber sehr interessiert ist, zeigt es auch deutlich - dazu gehört auch das Reden über schwierige Themen. Meine Meinung ;)
 
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  • #10
So lange bis jemand kommt der alles alte und negative vergessen lässt. Wenn ich eine neue Beziehung beginne und nur über meine Ex abläster und sie scheinbar immer noch präsent ist, dann läuft irgendwas falsch
 
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*Andrea*

  • #12
Hmm. Ich frage mich gerade, ob es (bei Mann und Frau, das versteht sich aber eigentlich von selbst, finde ich) genau so lange dauert, eine Trennung zu verarbeiten, bis man es schafft, über den eigenen Schatten zu springen. Dazu müsste man dem eigenen Schatten in erster Linie mal ernsthaft und ehrlich ins Auge schauen. Manche tun dies bereits vor der Trennung, andere schaffen es ihr Leben lang nie. Das mag an der Übung darin, am Mut oder auch an der Grösse des Schattens liegen. Der Schatten kann wohl auch ganz unterschiedliche Aspekte bedeuten, sei es eigenes Fehlverhalten während der Beziehung, sich über die Beziehung etwas vorgemacht oder auch sich zu wenig darum gekümmert zu haben, oder auch Schwierigkeiten zu haben, wirklich eigenständig zu sein (oder den Partner als eigenständig zu akzeptieren) und deshalb nur schlecht allein leben zu können.

Dies ist eine Hypothese, die ich dazu habe, ich bin aber nicht sicher, ob sie zutrifft. Was meint ihr?
 
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  • #13
Hmm. Ich frage mich gerade, ob es (bei Mann und Frau, das versteht sich aber eigentlich von selbst, finde ich) genau so lange dauert, eine Trennung zu verarbeiten, bis man es schafft, über den eigenen Schatten zu springen. Dazu müsste man dem eigenen Schatten in erster Linie mal ernsthaft und ehrlich ins Auge schauen. Manche tun dies bereits vor der Trennung, andere schaffen es ihr Leben lang nie. Das mag an der Übung darin, am Mut oder auch an der Grösse des Schattens liegen. Der Schatten kann wohl auch ganz unterschiedliche Aspekte bedeuten, sei es eigenes Fehlverhalten während der Beziehung, sich über die Beziehung etwas vorgemacht oder auch sich zu wenig darum gekümmert zu haben, oder auch Schwierigkeiten zu haben, wirklich eigenständig zu sein (oder den Partner als eigenständig zu akzeptieren) und deshalb nur schlecht allein leben zu können.

Dies ist eine Hypothese, die ich dazu habe, ich bin aber nicht sicher, ob sie zutrifft. Was meint ihr?
Wenn der erste Rauch verzogen ist, und man sich mit der Beziehung ehrlich und kritisch auseinandersetzt, so wird man in der Retrospektive sehen, dass nicht alles Gold war was Glänzt.

Wollte man nur diese schöne Hülle leben, die aber eigentlich schon lange keinen Inhalt mehr hatte. Hätte man es wirklich besser machen können? Und wenn ja, hätte man es gewollt? Hat es einem wirklich das gegeben was man glaubte oder war es nur eine Illusion die man sich selbst vorgespielt hat? Wenn man sich diesen Fragen kritisch stellt, dann wird man das auch hinter sich lassen können ohne Zweifel, und das in kurz bis mittelfristiger Zeit. Egal ob man verlassen hat oder wurde, man liebt diese Person nicht mehr bzw. die andere tut es nicht mehr. Macht es dann Sinn sich mit dieser Person weirer zu beschäftigen? Nein, tut es nicht. Groll, Hass und Eifersucht haben noch niemals irgendetwas Gutes gebracht.
 
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Deleted member 21128

  • #14
Auf jeden Fall mal ne gute Frage, was das eigentlich bedeutet, eine Trennung verarbeitet zu haben. Für mich hieß das, die Ursachen zu erkennen, die Verantwortung beider an der Beziehung und ihrem Scheitern möglichst klar zu sehen und zu akzeptieren (mit einem gewissen Anteil an Verzeihen bei beiden).

Wie du sagst, gibt es Menschen, die sich nie ihren Schatten zuwenden. Die haben aber dann irgendwann die Beziehung auch verarbeitet, halt so gut sie es können.
 
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Deleted member 22408

  • #15
@Sonne123999
Es gibt da schon so etwas wie ein Richtwert für die mentale Verarbeitungszeit, geehrte 'Sonne123999'! Beziehungszeit geteilt durch zwei! Nach einer Beziehungszeit von 10 Jahren bräuchte man eine Verarbeitungszeit von ca. 5 Jahren, um endgültig abgeschlossen zu haben. Beeinflusst wird dieser Richtwert noch dadurch, ob man in dieser Zeit noch Kontakt zum Expartner hat, wenn man
z. B. gemeinsame Kinder hat.
 
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Deleted member 21128

  • #16
Nach einer Beziehungszeit von 10 Jahren bräuchte man eine Verarbeitungszeit von ca. 5 Jahren
Um Himmels Willen!

Das hier finde ich ganz gut:

Wer nach einer langjährigen Beziehung verlassen wurde, braucht vielleicht ein komplettes Jahr, bis er sich auch emotional auf etwas Neues einlassen kann. Denn immerhin erlebt man jede Jahreszeit nun erst einmal alleine und wird dabei unweigerlich an die gemeinsame Zeit erinnert: „Im Frühling sind wir immer zusammen weggefahren.“, „Die Eissorte mochte er immer besonders gern.“, „Im Herbst waren wir immer Pilze sammeln.“ und „Was mache ich denn jetzt an Weihnachten?“. Nicht umsonst sprach man damals immer vom sogenannten Witwenjahr.

So weit muss es längst nicht kommen. Viele Trennungsprozesse sind schneller abgeschlossen. Es dauert, so lang es eben dauert. Aber kein Grund zur Panik. Irgendwann wirst du Trennung überwunden haben und die Zukunft kaum erwarten können. Versprochen. Und auch wenn es sich jetzt noch nicht so anfühlt – irgendwann wirst du verstehen, was Hesse meinte, als er sagte „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“

https://www.date.de/trennung-verarb...sollten nach einer trennung vermieden werden?
 
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  • #17
Es gibt keinen Definierbaren Zeitraum. Es kommt ganz allein auf die individuelle mentale Stärke der Person an.
 
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Deleted member 22408

  • #18
Nicht umsonst sprach man damals immer vom sogenannten Witwenjahr.
Ja, das kenne ich auch noch dunsemal aus den 60ern, geehrter 'WolkeVier'! Die Witwen liefen damals im Witwenjahr schwarz gekleidet. Aber die Witwen in unserem Dorf blieben meistens bis zum Lebensende ledig. Daher glaube ich nicht so wirklich an eine Verarbeitungszeit von nur einem Jahr nach einer mehrjährigen Beziehung.
Bei mir selbst traf mein o.g. Richtwert durchaus zu. Hatte ich den Richtwert unterschritten, habe ich dazu geneigt, meine neue Partnerin ständig mit meiner letzten Expartnerin zu vergleichen, was dann zu mentalen Spannungen geführt hat, bei Einhaltung des Richtwertes war meine letzte Expartnerin quasie nicht mehr existent, egal wie intensiv die Beziehung war.

Nach dem Motto "Die Zeit heilt alle Wunden!" hatte ich bei dem Richtwert das Gefühl, dass ich für die Verarbeitung der Exbeziehung mental rein gar nichts tun brauchte, einfach nur stoisch abwarten.
 
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Deleted member 21128

  • #19
Daher glaube ich nicht so wirklich an eine Verarbeitungszeit von nur einem Jahr nach einer mehrjährigen Beziehung.
Bei mir selbst traf mein o.g. Richtwert durchaus zu.
Sehr witzig! Wenn du immer maximal zweijährige Beziehungen hast, ist dein Richtwert doch ein Jahr. :rolleyes:

Du willst mir nicht allen ernstes erzählen, dass man nach 30 Jahren Beziehung dann 15 Jahre für die Verarbeitung braucht. :rolleyes:
 
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  • #20
Räusper... dann hätte ich noch verdammt lange zu knabbern, wenn der Richtwert die Hälfte der beziehungszeit sein soll! Bullshit.
Ich glaube auch, dass es damit zu tun hat, wie man verlassen wurde, auf die eigene Persönlichkeit und vor allem die Fähigkeit, sich aus der Trauer, Wut, Hass, Verletzung etc. selbst herauszukämpfen.
Die eine Person kann das vielleicht schneller, als die Andere. Das ist ganz individuell.
 
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Deleted member 7532

  • #21
Räusper... dann hätte ich noch verdammt lange zu knabbern, wenn der Richtwert die Hälfte der beziehungszeit sein soll! Bullshit.
Ich glaube auch, dass es damit zu tun hat, wie man verlassen wurde, auf die eigene Persönlichkeit und vor allem die Fähigkeit, sich aus der Trauer, Wut, Hass, Verletzung etc. selbst herauszukämpfen.
Die eine Person kann das vielleicht schneller, als die Andere. Das ist ganz individuell.
Etwa ein Jahr nach der Trennung wurde mir diese Regel mit der Hälfte der Beziehungsauer auch gesagt - ich war entsetzt.
Tatsache ist aber, dass ich zwar nicht ganz so lange gebraucht habe, aber viel länger, als ich damals geglaubt hätte (glücklicherweise wusste ich das aber nicht :p.
Ich habe zuerst mal gut ein halbes Jahr das Gefühl gehabt ins Bodenlose zu fallen. Nach einem Jahr habe ich mich halbwegs wieder hochgearbeitet (sozusagen das von @WolkeVier angesprochene Trauerjahr) - von bereit für eine neue Beziehung war ich da noch meilenweit entfernt.
 
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  • #22
Etwa ein Jahr nach der Trennung wurde mir diese Regel mit der Hälfte der Beziehungsauer auch gesagt - ich war entsetzt.
Tatsache ist aber, dass ich zwar nicht ganz so lange gebraucht habe, aber viel länger, als ich damals geglaubt hätte (glücklicherweise wusste ich das aber nicht :p.
Ich habe zuerst mal gut ein halbes Jahr das Gefühl gehabt ins Bodenlose zu fallen. Nach einem Jahr habe ich mich halbwegs wieder hochgearbeitet (sozusagen das von @WolkeVier angesprochene Trauerjahr) - von bereit für eine neue Beziehung war ich da noch meilenweit entfernt.
Bis zur Weihnachtszeit war es bei mir recht schlimm, ein auf und ab der Gefühle…


Ich habe mir viele Gedanken über die Beziehung gemacht und bin zum Schluss gekommen, es ist besser so, weil es bei uns kein guter Schluss war…


Aber das ist eine ganz andere (sehr verzwickte und komplexe Geschichte).

Neues Jahr, neues Glück?? Das werden wir sehen...
 
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Deleted member 22408

  • #23
Sehr witzig! Wenn du immer maximal zweijährige Beziehungen hast, ist dein Richtwert doch ein Jahr. :rolleyes:

Du willst mir nicht allen ernstes erzählen, dass man nach 30 Jahren Beziehung dann 15 Jahre für die Verarbeitung braucht. :rolleyes:
Vielleicht habe ich im Unterbewusstsein einfach Angst davor, dass ich zu lange in meinem inneren Gefängnis sitze, wenn die Beziehung länger als zwei Jahre dauert, geehrter 'WolkeVier'!
Ein Jahr ohne Partner danach ist gar nicht mal so schlecht. Der Pferdefuß dabei ist nur, dass man nicht weiß, ob man in diesem Zeitraum wieder eine Partnerin erobern kann.

Selbstverständlich habe ich mich nie an den o.g. Richtwert gehalten und begonnen, nach Beziehungsende sehr zeitnah zu daten. Und immer wieder hatte es vor Ablauf des Richtzeitraums nicht geklappt, stand beim Dating neben mir, wusste nicht so recht, was ich ich wollte, hatte innere Unruhe, Vergleiche mit der Expartnerin gemacht...Nach dem Richtzeitraum dann quasie wie Phönix aus der Asche gestiegen und alles lief plötzlich von selbst. Es flutschte einfach.

Ob man nach einer dreißigjährigen Beziehung genau fünfzehn Jahre warten muss, weiß ich nicht. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass etliche Jahre ins Land gehen müssen. Es sitzt vieles so tief in der Seele, je länger die Beziehungszeit, desto tiefer...

Wenn ich mich mit Ü50 Damen, die jahrzehntelange Eheerfahrungen hatten, getroffen habe, hatte ich sehr oft das Gefühl, dass noch sehr intensiv der Geist der Exehe herüberweht, obwohl die entsprechende Dame ein paar Jahre Single war. Da hatte ich schon keine Lust mehr.

Ich denke, man darf die Zeit der Altlastenverarbeitung nicht unterschätzen, wenn man keinen Wurm in die neue Beziehung transportieren möchte.
 
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  • #24
Sobald man sich Hals über Kopf in jemand anders verliebt hat, ist der Ex/die Ex Schnee von gestern. Meine Erfahrung:p
Wenn man jedoch aus Vernunftsgründen versucht eine Beziehung einzugehen, wird das nichts, die Gefühle sind da extrem wichtig. Jetzt weiß ich auch warum ein zweites oder drittes Treffen nichts hilft, wenn es beim ersten nicht gleich gefunkt hat.:rolleyes:
 
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  • #26
Sobald man sich Hals über Kopf in jemand anders verliebt hat, ist der Ex/die Ex Schnee von gestern. Meine Erfahrung:p
Ja, die/der Ex ist Schnee von gestern, aber meiner Erfahrung nach nur eine kurze Zeit. Die Vergangenheit holt einen über kurz oder lang wieder ein, wenn da noch zu viel Restmüll rumliegt, der nicht ordentlich und endültig entsorgt wurde.
 
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  • #27
Ich hoffe das Beste :) Bei mir war es jedenfalls ein Feuerwerk :rolleyes:
Immer positiv denken!

Der Ex wird natürlich immer präsent sein, da wir gemeinsame Kinder haben, aber die Gefühle sind weg.....
 
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Deleted member 21128

  • #28
Der Pferdefuß dabei ist nur, dass man nicht weiß, ob man in diesem Zeitraum wieder eine Partnerin erobern kann.
Die Bedenken hatte ich noch nie. Eher, ob ich nochmal eine finde, mit der es für ein "Für immer" reicht. Hast du nicht manchmal Gedanken daran, wie es in 20 Jahren sein wird?
begonnen, nach Beziehungsende sehr zeitnah zu daten.
Da war es mir immer am wenigsten danach. Kommt mir davon abgesehen auch nicht gerade fair vor, andere zur Aufpolierung des Selbstwertgefühls zu benutzen, wenn man doch weiß, dass es keine Chance gibt.
Das finde ich gar nicht so schlimm, so lange man nicht zum Ergebnis kommt, dass man lieber die Ex zrück hätte. Ist vielleicht mehr ein Thema, wenn man sehr einseitig verlassen wurde.
Es sitzt vieles so tief in der Seele, je länger die Beziehungszeit, desto tiefer...
Was sind das denn so für Dinge, die da sitzen und eine neue Beziehung erschweren? Und wann und wie gehen die weg?
Was sind Altlasten? Und warum müssen die verarbeitet werden, inwiefern strahlen die auf eine neue Beziehung aus?
 
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  • #29
Wenn eine Sonne stirbt, dann hinterlässt sie letztendlich ein schwarzes Loch das eine unglaubliche Anziehungskraft entwickelt, die so gross ist, dass sie das Licht selber verschlingt.

Also wenn da kein Licht zu sehen ist, dann ist es ziemlich gefährlich in die Nähe zu gehen.
 
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  • #30
Etwa ein Jahr nach der Trennung wurde mir diese Regel mit der Hälfte der Beziehungsauer auch gesagt - ich war entsetzt.
Tatsache ist aber, dass ich zwar nicht ganz so lange gebraucht habe, aber viel länger, als ich damals geglaubt hätte (glücklicherweise wusste ich das aber nicht :p.
Ich habe zuerst mal gut ein halbes Jahr das Gefühl gehabt ins Bodenlose zu fallen. Nach einem Jahr habe ich mich halbwegs wieder hochgearbeitet (sozusagen das von @WolkeVier angesprochene Trauerjahr) - von bereit für eine neue Beziehung war ich da noch meilenweit entfernt.
Nach etwas mehr als 1 1/2 Jahren kann ich sagen, ich habe geschafft. Klar wird er mir immer mal wieder durch den Kopf Geistern, aber da ist sonst nix mehr zu spüren. Kein Hass, keine Wut, kein komisches Gefühl. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, was ich ihm wünsche, ist da nichts mehr. Vor einiger Zeit noch habe ich ihm die Pest an den Hals gewünscht. Mittlerweile ist da nix mehr. Es ist mir egal, ob er glücklich ist/wird oder nicht.

Wir haben äußerst selten Kontakt, nur wegen der Kinder oder dem Haus. Und ich bleibe sachlich. Interessant ist, das er sich bei den sehr seltenen Telefonaten aggressiv verhält, als sei er auf Streit aus. Ich überhöre es, lasse mich nicht drauf ein. Ich verstehe es nicht, muss es aber auch nicht verstehen.

Er wird immer ein großer Bestandteil meines Lebens sein. Meine größte Sorge ist, dass ich Angst habe, eventuell nie mehr so vertrauen zu können, wie ihm. Aber das werde ich erst feststellen, wenn da wieder ein Mann in meinem Leben ist. Mal sehen ....
 
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