Megara

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  • #66
Und wenn man gegenseitig Gefallen aneinander hat, ist das ne gute Voraussetzung. Dazu spielen neben Aussehen, Hobbies, Interessen, Beruf und Freunde eben auch Neigungen im Sexuellen eine wichtige Rolle.
Verständlicher?
Ja.Neigungen. Hmmm. Ich glaub ich bin ein Normalo.
Mal spielerisch, aber grundsätzlich ?
Immerhin lerne ich heute in einem öffentlichen Forum über Sex zu schreiben. 😁
 
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Klaus123

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  • #67
Ja klar, beim schreiben gibt es immer Missverständnisse. Ich: dominant - er: kann auch mal dominant sein, sollte aber auf jeden Fall eine ausgeprägte devote Neigung haben.
Nicht jeder Mann mag ne dominante Freundin. Ein devoter Mann sieht und behandelt seine dominante Partnerin wie eine Königin. Das gefällt mir. Und wenn man gegenseitig Gefallen aneinander hat, ist das ne gute Voraussetzung. Dazu spielen neben Aussehen, Hobbies, Interessen, Beruf und Freunde eben auch Neigungen im Sexuellen eine wichtige Rolle.
Verständlicher?
Nur im Sex, oder auch generell in der Partnerschaft?
Ist ja schon ein Unterschied, ob das eine sexuelle Neigung, oder Lebenseinstellung ist.
Wenn’s nur Sex wäre, würde es ja reichen, wenn sein größter sexueller Wunsch es wäre, ihre Bedürfnisse mit allen Mitteln zu erfüllen, in welcher Rolle auch immer. Und wenn’s bloß zuschauen ist.
Wenn’s um die gelebte Partnerschaft geht, kann das auch gerne seinen Beruf beeinflussen und seinen Tagesablauf im Allgemeinen. Weil sich eben alles um sie dreht... und ihre Bedürfnisse zu befriedigen über allem steht.
Wenn ein Mann mit Verantwortung nix am Hut hat, kann das eine sehr erfüllende Art von Beziehung für ihn sein, könnt ich mir denken.
 

liegestuhl

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  • #68

Magneto73

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  • #70
Nein, nein, werte @Vergnügt, das meine ich ernst! Diese ganzen alternativen Lebens- und Beziehungsformen hat man seit der wirren 68er Bewegung alle schon längst abgefeiert. Fing damals mit der Kommunarde an. Alles grandios gescheitert! :cool:

Nun bei Langhans funktioniert es doch. Bei uns (mir) als Normalos funktionieren die Beziehungen ja auch nur auf Zeit. Ich finde, es gibt bei jedem eine Bandbreite von Bedürfnissen bei dem Anderen, die noch für einen akzeptabel sind und die müssen mit den Eigenen überlappen. Es gibt allerdings auch unvereinbare Sachen. Leider kennen viele die eigenen Bedürfnisse nicht oder können sie nicht ausdrücken oder unterdrücken sie ... manchmal auch nur verbal ... ich fände es da besser, wenn da jede so offen wäre wie @Vergnügt, dann könnte man Fehlentscheidungen vermeiden.

Ich glaube, hier kann @Vergnügt richtig Glück gehabt haben.
Ich hingegegen finde es z.B. unvorstellbar, dass eine anderer Mann/Frau an meine Freundin darf.
 
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magena

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  • #72
Wie soll denn beispielsweise ein Kompromiss aussehen, wenn einer z.b. das Bedürfnis nach fremder Haut verspürt und dem anderen das ein Gräuel ist?

Lust auf fremde Haut ist für mich kein Bedürfnis. Das zugrunde liegende Bedürfnis konnte vielleicht sein unvorhersehbares erleben, Neugierde , Leidenschaft ....
Wenn man also nicht schon mit einer "Forderung bzw. Lösung" in das Gespräch geht, sondern seine Bedürfnisse wirklich erforscht, am besten noch gemeinsam, kann das schon funktionieren.
Dazu braucht es aber echte Offenheit und nicht nur die Bereitschaft, darüber zu reden ;-)
 
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Vergnügt

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  • #74
Nur im Sex, oder auch generell in der Partnerschaft?
Ist ja schon ein Unterschied, ob das eine sexuelle Neigung, oder Lebenseinstellung ist.
Wenn’s nur Sex wäre, würde es ja reichen, wenn sein größter sexueller Wunsch es wäre, ihre Bedürfnisse mit allen Mitteln zu erfüllen, in welcher Rolle auch immer. Und wenn’s bloß zuschauen ist.
Wenn’s um die gelebte Partnerschaft geht, kann das auch gerne seinen Beruf beeinflussen und seinen Tagesablauf im Allgemeinen. Weil sich eben alles um sie dreht... und ihre Bedürfnisse zu befriedigen über allem steht.
Wenn ein Mann mit Verantwortung nix am Hut hat, kann das eine sehr erfüllende Art von Beziehung für ihn sein, könnt ich mir denken.
Häh? Mein Freund ist beruflich sehr erfolgreich und das fällt ihm nicht einfach so in den Schoß. Dafür arbeitet er sehr hart. Er ist nicht mein Hündchen oder was stellst du dir vor?

Was denkst du, wie es zu "schlechtem" (also z.b. zu wenig oder nicht für beide Seiten erfüllendem) Sex kommen kann und wie man als Paar zu einer Lösung kommen könnte?
 

Erin

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  • #75
Häh? Mein Freund ist beruflich sehr erfolgreich und das fällt ihm nicht einfach so in den Schoß. Dafür arbeitet er sehr hart. Er ist nicht mein Hündchen oder was stellst du dir vor?
Dieses Dominant-Sein kann man ja auch auf unterschiedlichen Level und ganz nach Belieben ausleben; die einen nur mal ab und zu beim Sex, andere Paare leben das gerne aber auch über den ganzen Tag aus, inkl. Freizeit, Ausgang, Beruf etc.
 
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  • #76
Was denkst du, wie es zu "schlechtem" (also z.b. zu wenig oder nicht für beide Seiten erfüllendem) Sex kommen kann und wie man als Paar zu einer Lösung kommen könnte?

Irgendwie eine wirklich komische Frage, denn genauso wie nicht jede mit jedem beim kochen, töpfern oder Halma spielen harmoniert, harmoniert auch nicht jede mit jedem beim Sex. Das merkt man dann aber eigentlich schon beim ersten GV und nicht erst nach ein paar Monaten oder Jahren. Btw. bin ich der Meinung, dass wenn es beim Sex nicht passt, auch der Rest nie so wirklich stimmig ist. Und nein, Sex ist natürlich nicht das wichtigste in einer Beziehung, aber kein Sex ist manchmal besser als schlechter.
 
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Vergnügt

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  • #77
Nun bei Langhans funktioniert es doch. Bei uns (mir) als Normalos funktionieren die Beziehungen ja auch nur auf Zeit. Ich finde, es gibt bei jedem eine Bandbreite von Bedürfnissen bei dem Anderen, die noch für einen akzeptabel sind und die müssen mit den Eigenen überlappen. Es gibt allerdings auch unvereinbare Sachen. Leider kennen viele die eigenen Bedürfnisse nicht oder können sie nicht ausdrücken oder unterdrücken sie ... manchmal auch nur verbal ... ich fände es da besser, wenn da jede so offen wäre wie @Vergnügt, dann könnte man Fehlentscheidungen vermeiden.

Ich glaube, hier kann @Vergnügt richtig Glück gehabt haben.
Ich hingegegen finde es z.B. unvorstellbar, dass eine anderer Mann/Frau an meine Freundin darf.
Für Offenheit braucht es von beiden Seiten was. Man kann das nicht so fordern a la: sei bitte offen und ehrlich, auch wenn ich dir kein Verständnis entgegenbringe, dich dafür verurteile und deswegen dann verlasse.

Manches ist einem selbst ja auch vllt gar nicht so bewusst. Z.b. war ich früher in Beziehungen nie dominant. Dann hatte ich nen devoten Freund, der bisher auch noch nie in einer Beziehung so devot war. Aber man probiert halt mal was aus, dem anderen gefällt das und man geht dann weiter. Und so entdeckt man neue Seiten an sich, die vorher schon in einem geschlummert haben, die man aber erst mit dem passenden Gegenüber richtig entfalten kann. Und dann wusste ich über mich, dass ich gerne dominant bin, aber nur, wenn der andere devot ist und Gefallen daran findet.

Und ich war auch in Beziehungen bis heute immer nur monogam. Dann hatte ich mal ne Beziehung, in der mein damaliger Freund mir immer wieder unterstellte, dass ich ein Bedürfnis nach mehreren Männern hätte und, dass er mir nicht reichen würde. Er hat in meinem Tagebuch oder Handy gelesen, hat mir öfter Vorwürfe gemacht und jeden Schritt, den ich tat, sehr kritisch hinterfragt.
Ich fand das sehr schwierig und anstrengend. Hab überhaupt nicht an andere gedacht und hab mich andauernd beschuldigt gefühlt, wenn ich einfach nur einkaufen oder im Schwimmbad war.

Nun hab ich einen Freund, der mir auch schon paar mal gesagt hat, dass er den Eindruck hat, dass ich ein Verlangen nach mehreren Männern habe. Er findet das halt sehr schön, weil er in der Rolle als cuckold sehr glücklich ist und ihm das halt sehr gefällt. Aber wenn ich nur zu zweit mit ihm sein will, ist das genauso in Ordnung. Ich bestimme das Tempo. So hab ich halt das erstmal angenommen und ich will auch noch gar keinen anderen außer ihn. Aber manchmal denke ich schon drüber nach und ich kann mir vorstellen, dass wir mit der Zeit dann noch andere Erfahrungen machen werden. Auch hier ist es wie mit der Neigung zur Dominanz. Ich kann es erst wirklich zulassen und entfalten, wenn ich merke, dem anderen gefällt das auch und das ist nix schlimmes, sondern was schönes, das sein darf.

Ich finde es ganz interessant, dass es da vielleicht tatsächlich noch ne verborgene Seite in mir gibt, die mir selbst halt noch unbewusst war und ich verdrängt habe, aber die andere an mir wahrgenommen haben und mich drauf aufmerksam gemacht haben. Aber wenn man das halt voll anklagend und vorwurfsvoll macht, dann verschließe ich mich unbewusst gegenüber meinen Bedürfnissen und kann dann auch nicht drüber reden. Wenn da halt Offenheit, Verständnis, Toleranz auf der anderen Seite ist, traue ich mich auch selbst eher mal, in die Tiefen meines Unterbewussten zu leuchten. Weil och mich dann nicht dafür schämen muss und weil ich dann keine Angst davor habe, den anderen zu verlieren. Verlustangst und Scham sind halt stark hemmende Gefühle.

Welche Gefühle hat deine Partnerin bei dir? Wenn sie dir total vertraut, kann sie sich komplett öffnen? Vertrauen muss man halt aufbauen. Durch strafendes und verurteilendes Verhalten baut sich wenig Vertrauen auf.
 

Vergnügt

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  • #78
Lust auf fremde Haut ist für mich kein Bedürfnis. Das zugrunde liegende Bedürfnis konnte vielleicht sein unvorhersehbares erleben, Neugierde , Leidenschaft ....
Wenn man also nicht schon mit einer "Forderung bzw. Lösung" in das Gespräch geht, sondern seine Bedürfnisse wirklich erforscht, am besten noch gemeinsam, kann das schon funktionieren.
Dazu braucht es aber echte Offenheit und nicht nur die Bereitschaft, darüber zu reden ;-)
Ja, und sowas macht es ja auch so schwierig, offen über seine Bedürfnisse zu sprechen, wenn die dann nicht ernst genommen werden.

"Schatz, ich hab Lust auf fremde Haut."
- "Oh nein, das ist für mich kein Bedürfnis. Deshalb auch für dich nicht. Komm mir bloß nicht mit solchen Forderungen. Du bist leidenschaftlich und neugierig. Aber du hast kein Bedürfnis nach fremder Haut."

Wenn im Gespräch versucht wird, einem ein Bedürfnis auszureden. Oder einem vorgeworfen wird, dass es egoistisch sei, dieses Bedürfnis nicht zurückzustellen. Oder von einem erwartet wird, dass man sein Bedürfnis verändert. Dann passiert es, dass man abspeichert: es bringt nix darüber zu reden. Der / die andere versteht mich nicht.
Vielleicht probiert man das ein paar Jahre, seine Bedürfnisse zurückzustellen und lebt den Kompromiss solange, bis er einem auf die Füße fällt. Vielleicht verdrängt man die eigenen Bedürfnisse, weil man denkt, man dürfe sie nicht haben (weil sie z.b. nicht als "echte" Bedürfnisse akzeptiert werden) und man hofft, dass sich die Bedürfnisse mit der Zeit verändern. Dann irgendwann ist der Frust groß, alles wurde zerredet und man fühlt sich doch nicht verstanden. Nicht ernst genommen und nicht gesehen, wie man wirklich ist. Die einen beenden dann die Beziehung. Die anderen gehen fremd.

Weil es so viele Tabus gibt. So vieles, was nicht sein darf und so lange geleugnet und unter den Tisch gekehrt wurde, bis es zu schimmeln anfängt.
 
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Snipes

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  • #80

Nette Formulierung für "Ich fühle mich von dir nicht im Ansatz befriedigt und möchte daher lieber mit Peter, Karl oder Hans-Günther in die Kiste als mit dir." IMO kommt so ein Satz nur dann, wenn sexuell gesehen schon einiges schief läuft oder man die Zeit des "sich austobens" irgendwie verpennt hat. Wenn aber beide den gleichen Wunsch haben, warum nicht. Wenn aber nur einer diesen Wunsch immer wieder äußert würde ich erstmal die Frage nach dem "Warum?" stellen. Insbesondere in der Sexualität liegen oft Welten zwischen Realität und Fiktion. Da hilft dann wieder nur miteinander zu sprechen, die eigenen und die Bedürfnisse des anderen zu erkennen und sich so weit wie möglich anzunähern.
 
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Megara

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  • #81
Das merkt man dann aber eigentlich schon beim ersten GV und nicht erst nach ein paar Monaten oder Jahren. Btw. bin ich der Meinung, dass wenn es beim Sex nicht passt, auch der Rest nie so wirklich stimmig ist. Und nei
Ich finde das kann man schon viel früher feststellen.Beim Knutschen oder rummachen z.B.
Da bekommt man doch eine Ahnung ob es passen könnte.Und safe ist es auch.
 
D

Deleted member 25881

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  • #82
Das merkt man dann aber eigentlich schon beim ersten GV
Beim 1. Mal kennt man einander noch nicht, weiß nicht was dem/der anderen gefällt etc. Das kann mit jedem weiteren Mal schöner werden, weil man sich aufeinandertreffen einschwingt.
So kenne ich das jedenfalls und das ist auch einer der Gründe, warum mich ONSs nicht interessieren.
Aber wenn es beim 1. Mal gar nicht passt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einmal richtig schön wird recht gering. Diesbezüglich bin ich deiner Meinung.
 
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Voldemort

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  • #83
Für Offenheit braucht es von beiden Seiten was. Man kann das nicht so fordern a la: sei bitte offen und ehrlich, auch wenn ich dir kein Verständnis entgegenbringe, dich dafür verurteile und deswegen dann verlasse.

Manches ist einem selbst ja auch vllt gar nicht so bewusst. Z.b. war ich früher in Beziehungen nie dominant. Dann hatte ich nen devoten Freund, der bisher auch noch nie in einer Beziehung so devot war. Aber man probiert halt mal was aus, dem anderen gefällt das und man geht dann weiter. Und so entdeckt man neue Seiten an sich, die vorher schon in einem geschlummert haben, die man aber erst mit dem passenden Gegenüber richtig entfalten kann. Und dann wusste ich über mich, dass ich gerne dominant bin, aber nur, wenn der andere devot ist und Gefallen daran findet.

Und ich war auch in Beziehungen bis heute immer nur monogam. Dann hatte ich mal ne Beziehung, in der mein damaliger Freund mir immer wieder unterstellte, dass ich ein Bedürfnis nach mehreren Männern hätte und, dass er mir nicht reichen würde. Er hat in meinem Tagebuch oder Handy gelesen, hat mir öfter Vorwürfe gemacht und jeden Schritt, den ich tat, sehr kritisch hinterfragt.
Ich fand das sehr schwierig und anstrengend. Hab überhaupt nicht an andere gedacht und hab mich andauernd beschuldigt gefühlt, wenn ich einfach nur einkaufen oder im Schwimmbad war.

Nun hab ich einen Freund, der mir auch schon paar mal gesagt hat, dass er den Eindruck hat, dass ich ein Verlangen nach mehreren Männern habe. Er findet das halt sehr schön, weil er in der Rolle als cuckold sehr glücklich ist und ihm das halt sehr gefällt. Aber wenn ich nur zu zweit mit ihm sein will, ist das genauso in Ordnung. Ich bestimme das Tempo. So hab ich halt das erstmal angenommen und ich will auch noch gar keinen anderen außer ihn. Aber manchmal denke ich schon drüber nach und ich kann mir vorstellen, dass wir mit der Zeit dann noch andere Erfahrungen machen werden. Auch hier ist es wie mit der Neigung zur Dominanz. Ich kann es erst wirklich zulassen und entfalten, wenn ich merke, dem anderen gefällt das auch und das ist nix schlimmes, sondern was schönes, das sein darf.

Ich finde es ganz interessant, dass es da vielleicht tatsächlich noch ne verborgene Seite in mir gibt, die mir selbst halt noch unbewusst war und ich verdrängt habe, aber die andere an mir wahrgenommen haben und mich drauf aufmerksam gemacht haben. Aber wenn man das halt voll anklagend und vorwurfsvoll macht, dann verschließe ich mich unbewusst gegenüber meinen Bedürfnissen und kann dann auch nicht drüber reden. Wenn da halt Offenheit, Verständnis, Toleranz auf der anderen Seite ist, traue ich mich auch selbst eher mal, in die Tiefen meines Unterbewussten zu leuchten. Weil och mich dann nicht dafür schämen muss und weil ich dann keine Angst davor habe, den anderen zu verlieren. Verlustangst und Scham sind halt stark hemmende Gefühle.

Welche Gefühle hat deine Partnerin bei dir? Wenn sie dir total vertraut, kann sie sich komplett öffnen? Vertrauen muss man halt aufbauen. Durch strafendes und verurteilendes Verhalten baut sich wenig Vertrauen auf.
Du wirfst da Dinge durcheinander.

Dein letzter Partner war, wenn ich dies richtig erinnere, insgesamt sehr merkwürdig. Wenn der Partner sehr kontrollsüchtig ist wundert es nicht, wenn er bestimmte Vorlieben nicht ab kann. Das kommt dann einfach noch hinzu.

Es muß kein schlechter Sex sein, wenn man nicht alles gemeinsam auslebt. Auch, wenn man nicht über alles sprechen kann. Das muß nichts mit dem Partner zu tun haben sondern mit der eigenen Sozialisierung. Deshalb kann man trotzdem hervorragenden Sex haben. Man denke nur an jüngere Jahre, da hatte man noch nicht mal alle Möglichkeiten ausgereizt und dennoch viel und guten Sex.

Je älter und, für mich sehr wichtig, selbstbewußt man wird, gelangt man auch zu mehr Lockerheit. Wer mit sich, seinem Körper und seinen Vorlieben, die sich entwickeln können, im reinen ist, wird da cooler. Wenn ich dran denke, daß man früher bestimmte Heftchen heimlich und versteckt konsumiert hat, heute lacht man darüber und schaut sowas gemeinsam.

Auch beim Sex muß die Chemie stimmen, ich brauche dazu dann noch Vertrauen, schon paßt es mit dem darüber sprechen (und lachen). Mit meiner Frau wars vom ersten Sex an magic, es gab keine Tabus, hat sich einfach so ergeben. Sie ist allerdings auch kein bißchen gschamig, wir können über alles reden und probieren gern aus, was uns so einfällt. Wenns nicht besonders befriedigend ist haben wir dann was zu lachen. Diese Lockerheit bei einer Frau hatte ich bisher selten, ich würde also sagen, so etwas kann von Anfang an passen oder sich entwickeln oder es lahmt irgendwann. Ein Rezept für Offenheit habe ich nicht, es paßt oder es paßt nicht.
 
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Voldemort

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  • #85
Ja, und sowas macht es ja auch so schwierig, offen über seine Bedürfnisse zu sprechen, wenn die dann nicht ernst genommen werden.

"Schatz, ich hab Lust auf fremde Haut."
- "Oh nein, das ist für mich kein Bedürfnis. Deshalb auch für dich nicht. Komm mir bloß nicht mit solchen Forderungen. Du bist leidenschaftlich und neugierig. Aber du hast kein Bedürfnis nach fremder Haut."

Wenn im Gespräch versucht wird, einem ein Bedürfnis auszureden. Oder einem vorgeworfen wird, dass es egoistisch sei, dieses Bedürfnis nicht zurückzustellen. Oder von einem erwartet wird, dass man sein Bedürfnis verändert. Dann passiert es, dass man abspeichert: es bringt nix darüber zu reden. Der / die andere versteht mich nicht.
Vielleicht probiert man das ein paar Jahre, seine Bedürfnisse zurückzustellen und lebt den Kompromiss solange, bis er einem auf die Füße fällt. Vielleicht verdrängt man die eigenen Bedürfnisse, weil man denkt, man dürfe sie nicht haben (weil sie z.b. nicht als "echte" Bedürfnisse akzeptiert werden) und man hofft, dass sich die Bedürfnisse mit der Zeit verändern. Dann irgendwann ist der Frust groß, alles wurde zerredet und man fühlt sich doch nicht verstanden. Nicht ernst genommen und nicht gesehen, wie man wirklich ist. Die einen beenden dann die Beziehung. Die anderen gehen fremd.

Weil es so viele Tabus gibt. So vieles, was nicht sein darf und so lange geleugnet und unter den Tisch gekehrt wurde, bis es zu schimmeln anfängt.
Was denn für Tabus? Ich dachte, du bist jung, das liest sich wie ältere Dame, tut mir leid. Offenbar hast du falsche Partner gehabt, bei denen das Vertrauen schlicht nicht da war. Ich habe es noch nie erlebt, daß es so lief, wie du als normal beschreibst. Ob man alles mitmachen kann und will und ob einen das dann auch noch befriedigt steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber dar<ber reden, ohne Verurteilen, daß sollte in der heutigen Zeit möglich sein, es sei denn, man hat andere Probleme. Das hat aber weniger mit Sex zu tun denn mit Charakter.
 
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  • #87
Das sehe ich nicht so. Der Körper reagiert erst einmal auf Anziehung, die sexuell Passung stellt sich erst später heraus, finde ich.
Ja und nein.Aber so grundsätzlich schon anfangs.
Küssen z.B. kann man niemandem beibringen und war schon immer ein Gradmesser ob es passen könnte.
Klar befeuert die Anziehung und das Neue, aber wenn es nicht gefällt oder passt, merkt man das früh.
 
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  • #88
Ich glaub, es gibt dieses Bedürfnis nach Sexualpartnerabwechslung schon. Ich würde mit meiner ersten Partnerin immer noch schlafen, wenn es ansonsten gepasst hätte und hätte nicht das Gefühl was zu verpassen, aber Freunde erzählten mir davon, dass es ihnen sexuell langweilig mit einer Partnerin nach ein paar Jahren wird, ohne dass sie die Partnerin ansonsten wechseln würden.
 
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Megara

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  • #89
Ich glaub, es gibt dieses Bedürfnis nach Sexualpartnerabwechslung schon. Ich würde mit meiner ersten Partnerin immer noch schlafen, wenn es ansonsten gepasst hätte und hätte nicht das Gefühl was zu verpassen, aber Freunde erzählten mir davon, dass es ihnen sexuell langweilig mit einer Partnerin nach ein paar Jahren wird, ohne dass sie die Partnerin ansonsten wechseln würden.
Kommt ja auch immer darauf an was man aufs Spiel setzt.
Vor meiner ersten Ehe habe ich schon mal daran gedacht, ui jetzt nie wieder mit einem anderen Mann.
Aber langfristig hatte ich dann damit keine Probleme.Loyalität und so.
Wenn man zufrieden ist und liebt kommt man auch weniger auf dumme Gedanken ?!?
 
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Vergnügt

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  • #90
? am Anfang einer Beziehung, wäre nicht mein Bedürfnis. Oder es ist mein Bedürfnis und ich suche konkret dazu einen Partner.
Nicht alle Beispiele hier betreffen mich persönlich. ;)

Ich beziehe mich auch darauf, dass mein Freund Männer kennt, die Interesse an was anderem hätten, obwohl sie in einer Beziehung sind und diese auch nicht beenden wollen. Ich versuche, zu verstehen, wie es dazu kommt und weshalb sie das dann heimlich machen und nicht mit ihrer Partnerin drüber reden (können).
Ich will nicht drüber urteilen, sondern es einfach erstmal nur besser verstehen.
Aber vielleicht frag ich die einfach irgendwann mal selbst. Oder nicht. :p

Aber es freut mich zu lesen, dass hier alle nur guten Sex kennen und ihre Beziehungen und Beziehungsversuche scheiterten, ohne dass es auch nur im Entferntesten was mit Sex zu tun gehabt haben könnte. Das ist doch schön. :)
 
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