Vergnügt

User
Beiträge
1.851
  • #35
Erstaunlich wie schnell beim OD Vorlieben zur Sprache kommen.Oft schon bei Kontaktaufnahme.
Beispiel:" Magst du dominante Männer" ?
Hm, ich seh das relativ locker. Wenn es nur um Sex ging, dann hab ich schon nochmal klar gemacht, dass ich ne ernste Beziehung suche und dann kam das ein oder andere mal zurück, dass mann eher auf der Suche nach Affäre oder was anderem Unverbindlichem sei. Dann hat man sich höflich verabschiedet und einander viel Glück auf den unterschiedlichen Wegen gewünscht.
Wenn die Beziehungsabsicht da war, dann hab ich schon auch gerne über Sex gesprochen. Finde ich genauso wichtig und interessant wie Hobbies, Arbeit usw. ;)
 

Vergnügt

User
Beiträge
1.851
  • #37
Dann gehe doch mal ganz konkret auf meine Beispiele ein, wie da ein Konsens gelingen kann.

Ok Schatz, du hättest Lust auf einen Dreier. Ich nicht und mir ist deine sexuelle Treue mir gegenüber sehr wichtig. Sollen wir einen Kompromiss machen und du lebst dich einmal pro Semester aus und den Rest der Zeit bist du mir treu? Ach, oder ich leg mein Bedürfnis nach Treue ab. Geht ja voll easy. Yeah, ich swinge mit. Was? Du hast deine Bedürfnisse auch bereits geändert? Ist ja super einfach.
 

Vergnügt

User
Beiträge
1.851
  • #38
Die wurde ja kund getan.

Aber sicherlich sinnvoll das sehr früh zu thematisieren.
Für mich wäre es sinnvoll, weil ich keine dominanten Männer für eine Beziehung favorisieren würde. Ich übernehme lieber die Führung und mag eher Männer, die starke Frauen anhimmeln. Klar, in den ersten paar Nachrichten muss das meiner Meinung nach noch kein Thema sein. Aber wenn man sich sympathisch ist und sich besser kennenlernen will, darf auch darüber gesprochen werden. Ist schön, wenn man merkt, dass es passt bzw. passen könnte. Und, wenn es auf keinen Fall passen könnte, dann ist das ja auch interessant, das rechtzeitig zu erfahren. ;)
 

liegestuhl

User
Beiträge
1.040
  • #39
Ein Thread für alle Tabuthemen rund um Sex. 💋

An schlechtem Sex sind die Männer Schuld? Frauen mäkeln nur an ihren schlechten Liebhabern rum, ohne selbst was für besseren Sex zu tun?

Hm... wieviel Offenheit teilen die Paare beim Thema Sex miteinander und wieviele Tabus schweben unausgesprochen zwischen ihnen?
Als mein Freund mich mal fragte, ob ich mir vorstellen könnte, einen Dreier zu haben, wenn man länger in einer Partnerschaft ist, antwortete ich mit: "Gegen einen zweiten attraktiven Mann hätte ich nichts einzuwenden." Ich kam mir total schlagfertig und überlegen vor in dem Moment und hab nicht damit gerechnet, dass er gar nicht auf einen Kampf aus war, sondern tatsächlich Interesse an einem offenen Gespräch darüber hatte. Er meinte, er hätte das schonmal gehabt, einen MMF. Und es würde ihm total gut gefallen, zu sehen und zu spüren, wie sehr das seiner Partnerin gefällt. Ihn mache alles glücklich, was seine Partnerin glücklich macht. Nichts muss, alles kann und er ist da total offen dafür. Wenn ich mal Reiz auf nen anderen Mann verspüren würde, wäre er da total offen dafür. Er habe weniger das Verlangen nach einer anderen Frau, weil er FFM sogar als anstrengend empfindet und da auch kein Verlangen nach hätte. Er tendiert so Richtung cuckold.
Ich hatte noch nie so ein offenes Gespräch in einer Partnerschaft. Ich kannte eher: wir sind uns beide treu und, wenn ich ein Verlangen nach einem anderen Mann verspüre, dann bin ich eine Schlampe, weil das hat man in einer Partnerschaft nicht. Wenn Beziehung offen, dann in beide Seiten offen. Eine einseitig offene Beziehung, in der sich nur eine/r voll auslebt und der / die andere darin mit aufgeht, hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, dass es sowas überhaupt gibt und... war bissl überfordert.
Da er aber meinte, ihn mache alles glücklich, was mich glücklich macht und ich alleine bestimme, was passiert und, was nicht, habe ich mich damit anfreunden können. Denn solange ich nur ihn will, sind wir monogam und ich muss mich mit nix auseinandersetzen, was mich evt. überfordern würde. Aber wenn ich doch mal Lust auf mehr hätte, .... schon spannend, so nen offenen Partner dafür zu haben.

Er hat mir dann mal erzählt, dass es ein leichtes sein würde, wenn ich es drauf anlegen will, einen weiteren Mann für einen MMF zu finden. Und er erzählte mir, dass er in seinem Bekanntenkreis schon einige kennen würde, die in ihrer Beziehung sexuell ausgehungert wären und offen für was anderes wären. Das war der nächste Schock, der mich traf (Puh, hätte gar nicht gedacht, dass ich so verklemmt bin und, dass es so viele Tabus für mich bislang gegeben hat, über die nicht offen nachgedacht, geschweige denn gesprochen werden durfte....). Das weckt mir nicht so den Anschein, als ob diese Männer die Verantwortung für guten Sex in der Partnerschaft bei sich sehen würden, wenn ihr einziger Versuch, daran was zu ändern, der ist, sich nach was anderem umzuschauen.
Dachte ich mir so. Dann hab ich gedanklich meine Moralkeule wieder eingesteckt, weil ich ja gar nicht beurteilen kann, wer was versucht oder nicht versucht hat.

Einerseits habe ich durch solche Gespräche u.a. manchmal das Gefühl, dass es Männern viel mehr nur um Sex geht, als Frauen. Aber dann....

Ich hab schon in meiner letzten Beziehung und auch in meiner jetzigen Beziehung bei ganz normalen sexuellen Spielereien rückgemeldet bekommen, dass sie das nicht kennen würden bzw. nicht gewohnt seien, kaum oder keine Erfahrung bisher damit gemacht hatten. In den Situationen war ich schon sehr überrascht, weil es nix besonders abgefahrenes war und ich fragte nach, wie es dazu gekommen sei, dass sie das noch nie hatten. Und die Antworten waren: "Bisher hat es mir noch keine Frau erlaubt." "Meine Ex wollte das nie." usw. Und dann denke ich mir: häh? Warum will das eine Frau nicht?
Und mir tats auch ein kleines bisschen leid, wie diese Männer so ganz selbstverständlich über Jahre ihre Bedürfnisse zurückgestellt hatten, weil die Partnerin halt... in meinen Augen sehr verklemmt war.

Es gibt die Männer, die nur auf ihren eigenen Orgasmus aus sind und nicht auf die Frau eingehen. Nicht alle Männer sind so, dass sie Freude daran haben, ihrer Partnerin Freude zu machen. Und nicht alle Frauen sind so, dass sie Freude daran haben, ihrem Partner Freude zu machen. Da kann ich es dann schon verstehen, warum manche Frauen und manche Männer anfangen, sich nach was anderem umzuschauen. Nicht, weil sie schlechte Menschen sind, sondern weil sie ganz normale Bedürfnisse haben, die so sehr tabuisiert werden, dass sie in der Beziehung nicht mehr ausreichend erfüllt werden. Daran ist nix verwerflich. Es ist so wie es ist.

Was braucht es, damit beide erfüllt in einer Partnerschaft sind? Braucht es unbedingt Offenheit für andere? Es braucht erstmal Wissen über die eigenen Neigungen, Wünsche und Bedürfnisse und es braucht Interesse an den Wünschen und Bedürfnissen des anderen und, wenn man sich nicht gegenseitig alle Wünsche erfüllen kann und noch mehr Bedürfnisse vorhanden sind, dann braucht es Offenheit, dass diese Wünsche und Bedürfnisse anders ausgelebt werden dürfen.

Durch Tabuisieren und Verurteilen kann man Bedürfnisse zwar schlimm aussehen lassen, nur verschwinden sie dadurch nicht und sie sind ganz natürlich und dürfen auch sein.

Auf einen konstruktiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch! 🥂 :)
Naja, werte @Vergnügt , ich halte das Ganze so stabil wie ein Psycho-Kartenhaus! :cool:
 

alarmiert

User
Beiträge
10
  • #41
@Vergnügt
Pass gut auf dich auf! Du scheinst sehr leicht beeinflussbar und machst dich vielleicht auch zu rasch abhängig. Wenn ich die Sache richtig verstehe, ist es ja noch eine recht frische Beziehung?

Kürzlich habe ich im Radio einen Beitrag über die sogenannte Loverboy-Masche gehört, womit Männer Frauen die grosse Liebe vorgaukeln, sie in Abhängigkeit bringen und dann zur Prostitution zwingen.

Ich hoffe natürlich sehr, dass ich mich irre, und wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!
 
  • Like
Reactions: Look

Megara

User
Beiträge
13.599
  • #42
Für mich wäre es sinnvoll, weil ich keine dominanten Männer für eine Beziehung favorisieren würde. Ich übernehme lieber die Führung und mag eher Männer, die starke Frauen anhimmeln. Klar, in den ersten paar Nachrichten muss das meiner Meinung nach n
Ich favorisiere sicherlich auch keine dominanten Männer.
Die Führung übernehmen, na ja.Das sollte sich irgendwie die Waage halten.Der eine mag in einem Bereich oder situationsbedingt führen ,der andere dann in einem anderen.
Starke Frauen anhimmeln, finde ich jetzt auch etwas missverständlich.🤔
 
  • Like
Reactions: Deleted member 25881 and Yennefer2.0
Beiträge
183
  • #44
Für mich ist guter Sex eine Teamleistung, kein Wettkampf. Ein guter Partner stellt sich auf meine Wünsche und Bedürfnisse ein - so wie ich mich auf ihn einstelle. Das bedeutet nicht, dass ich jeden Wunsch erfüllen kann, aber ich würde mit ihm über Alternativen nachdenken, wenn es für ihn wichtig ist. Eine gewisse Kompatibilität ist wohl erforderlich. Es ist ein Nehmen und Geben von beiden Seiten ggf. mit Kompromissen.

Aber ist das nicht in den anderen Bereichen einer Partnerschaft auch so?
 
  • Like
Reactions: Deleted member 25881 and Megara

Klaus123

User
Beiträge
1.093
  • #45
Offen sein in jedem Fall, ohne Verlustängste, oder Angst, das Gesicht zu verlieren.
Mir kommt aber vor, dass das auch nur funktioniert, wenn der Partner ebenfalls eine Vorstellung davon hat, was er haben möchte, oder was ihr gefallen würde. Dann toleriert man auch leichter die Wünsche des anderen und ermutigt offen zu sein.
Die Scham ist da doch recht ausgeprägt in dem Thema, denk ich.
Je früher man darüber spricht, desto besser und leichter wird man seine Wünsche und die des Partners kennen und schätzen lernen.
 
  • Like
Reactions: Magneto73 and Vergnügt
D

Deleted member 25881

Gast
  • #54
  • Like
Reactions: Yennefer2.0, Deleted member 23428 and Megara

Vergnügt

User
Beiträge
1.851
  • #60
Ich favorisiere sicherlich auch keine dominanten Männer.
Die Führung übernehmen, na ja.Das sollte sich irgendwie die Waage halten.Der eine mag in einem Bereich oder situationsbedingt führen ,der andere dann in einem anderen.
Starke Frauen anhimmeln, finde ich jetzt auch etwas missverständlich.🤔
Ja klar, beim schreiben gibt es immer Missverständnisse. Ich: dominant - er: kann auch mal dominant sein, sollte aber auf jeden Fall eine ausgeprägte devote Neigung haben.
Nicht jeder Mann mag ne dominante Freundin. Ein devoter Mann sieht und behandelt seine dominante Partnerin wie eine Königin. Das gefällt mir. Und wenn man gegenseitig Gefallen aneinander hat, ist das ne gute Voraussetzung. Dazu spielen neben Aussehen, Hobbies, Interessen, Beruf und Freunde eben auch Neigungen im Sexuellen eine wichtige Rolle.
Verständlicher?
 
Zuletzt bearbeitet: