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  • #196
Dass er denkt, Einsamkeit sei etwas Großes, vermag ich nicht zu erkennen. Er hält sie m.E. für weder groß noch klein.
Ich finde seine Frage ungewöhnlich und interessant. "Wie ist es so?" Er weiß es bereits.
Er sucht weder Bestätigung noch Aufmunterung.
 
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  • #197
Zitat von chiller7:
Dass er denkt, Einsamkeit sei etwas Großes, vermag ich nicht zu erkennen. Er hält sie m.E. für weder groß noch klein.
Ich finde seine Frage ungewöhnlich und interessant. "Wie ist es so?" Er weiß es bereits.
Er sucht weder Bestätigung noch Aufmunterung.
Ich deute erstmal deine Äußerungen zur Einsamkeit so, daß du sie für was Großes hältst.
Darüberhinaus halten viele Leidenden ihr Leid für was Großes. Was sie zugleich am Ball hält. An der einen oder anderen Ecke zu fragen, ob denn da das Leid wirklich angemessen ist, werden leicht als Sakrileg empfunden. Wer leidet, hat immer Recht.
 
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  • #198
Nein, das denkst Du nur. Deine Argumentationen ähneln sich oft. Vor allem dann, wenn Du nicht mehr weiter weißt.
 
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  • #199
Zitat von Marlene:
Auch mit Aktivitäten kann man sich einsam fühlen. Kennst Du dieses Grundgefühl der Einsamkeit, das allem unterliegt, Yvette? Ich weiß nicht, vielleicht kennen Manche das gar nicht. Würde mich interessieren.
Kenne ich sehr gut ... Aus heutiger Sicht würde ich sagen, das waren depressive Phasen, die damit in Verbindung standen ... In existenziellen Krisen, die ich durchmachte kam auch ein verdammtes Einsamkeitsgefühl auf - nämlich am Ende für alles selbst verantwortlich zu sein - hilflos im Universum - ganz allein (trotz lieben Menschen um mich rum) - Loner? Meinst du das damit!?
 
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  • #200
Es muss nicht eine existenzielle Krise sein oder eine endogene Depression. Ich weigere mich, Loner als krank zu sehen. Er ist ein Individuum, dessen Empfindungen und Reflektionen ebenso eine Berechtigung haben wie jede andere auch. Es stellt sich die Frage, leidet er? Wenn ja, woran? Und da sind wir bei der Sehnsucht. Ihm scheint etwas verwehrt. Aber warum? Und was macht diese ungewöhnliche, schöne Poesie des Loner aus?
 
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  • #201
Zitat von chiller7:
Es muss nicht eine existenzielle Krise sein oder eine endogene Depression. Ich weigere mich, Loner als krank zu sehen. Er ist ein Individuum, dessen Empfindungen und Reflektionen ebenso eine Berechtigung haben wie jede andere auch. Es stellt sich die Frage, leidet er? Wenn ja, woran? Und da sind wir bei der Sehnsucht. Ihm scheint etwas verwehrt. Aber warum? Und was macht diese ungewöhnliche, schöne Poesie des Loner aus?

Hmm jetzt wirds Philosophisch. Es ist bei mir einfach so eine Melancholische Grundstimming, Ich merke aber immerwieder das sich meine Stimmung gleich hebt wenn Ich Gesellschaft habe ist leider selten, bis auf Familienangehörige (eigentlichen bloß eine Person) ist da niemand.
 
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  • #202
Zitat von Loner:
Hmm jetzt wirds Philosophisch. Es ist bei mir einfach so eine Melancholische Grundstimming, Ich merke aber immerwieder das sich meine Stimmung gleich hebt wenn Ich Gesellschaft habe ist leider selten, bis auf Familienangehörige (eigentlichen bloß eine Person) ist da niemand.
Ich kann dazu nur anmerken, dass ich dich keinesfalls, wie da behauptet wurde, als krank ansehe - ich hatte lediglich von meiner Erfahrung diesbezüglich berichtet (ich möchte überhaupt nicht bewerten, was jetzt gesund, krank, behandlungsbedürftig ist, bin kein Arzt)
 
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  • #203
Zitat von Yvette:
Ich kann dazu nur anmerken, dass ich dich keinesfalls, wie da behauptet wurde, als krank ansehe - ich hatte lediglich von meiner Erfahrung diesbezüglich berichtet (ich möchte überhaupt nicht bewerten, was jetzt gesund, krank, behandlungsbedürftig ist, bin kein Arzt)

Ih weiß selbst nicht recht ob das Depressiv ist oder einfach nur "normale" Traurigkeit
 
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  • #204
Du schreibst, in Gesellschaft wäre es besser, Deine Stimmung würde sich dann heben. Hast Du jemanden, mit dem Du Dich mal aussprechen kannst und der Dir zuhört?
 
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  • #206
Möchtest Du das? Es gibt viele Menschen, denen es so geht wie Dir. Vielleicht hilft es Dir, zu sehen, wie sie damit umgehen und auch dass Du nicht alleine bist. Es gibt Selbsthilfegruppen, Gesprächskreise und vieles mehr.
 
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  • #207
Und vielleicht ist da auch eine Fröhliche dabei, die weiß wie es ist, traurig zu sein und es auch manchmal ist und die dann sagt, hey Loner, komm, wir fahren zusammen Riesenrad, auch wenn's blöd ist, aber es macht Spaß. Könnte doch sein.
 
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  • #208
Zitat von chiller7:
Und vielleicht ist da auch eine Fröhliche dabei, die weiß wie es ist, traurig zu sein und es auch manchmal ist und die dann sagt, hey Loner, komm, wir fahren zusammen Riesenrad, auch wenn's blöd ist, aber es macht Spaß. Könnte doch sein.

Schön wäre es lol leider ist niemand so in der Realität in Deutschland ist man ja nicht so offen, hier herscht ja eine gewisse resaviertheit
 
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  • #209
Zitat von chiller7:
Möchtest Du das? Es gibt viele Menschen, denen es so geht wie Dir. Vielleicht hilft es Dir, zu sehen, wie sie damit umgehen und auch dass Du nicht alleine bist. Es gibt Selbsthilfegruppen, Gesprächskreise und vieles mehr.
Das ist ein wichtiger Tipp.
Loner, du scheinst nicht unbedingt das zu haben, was man gemeinhin ein "intaktes soziales Umfeld" nennt. Dir Fehlen Freunde und Bekannte. Das macht es schwierig, eine Freundin zu finden. Das ist ja so, als ob man sagt, "ich bin beim 100m-Lauf zusammengebrochen, deshalb melde ich mich jetzt zum Marathon an" ;-) Versuch wirklich mal, soziale Interaktionen zu haben, egal ob mit Männern oder Frauen. Anscheinend fehlen dir ja wirklich Grundlagen im Umgang mit Menschen, sonst hättest du zumindest ein paar Bekannte.
Das klingt jetzt total negativ, soll aber motivieren. Ich hab auch nur nen kleinen Freundeskreis, war immer introvertiert, aber ich hab mich selbst in Situationen "gezwungen", in denen ich das überwinden musste. Bin in einen Verein eingetreten und dort in den Vorstand gegangen, bin in die Disco gegangen, usw. Kleine Schritte. Du wirst aus deinem Schneckenhaus raus müssen, sonst wird es sehr schwer für dich...
 
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  • #210
Zitat von Git80:
Das ist ein wichtiger Tipp.
Loner, du scheinst nicht unbedingt das zu haben, was man gemeinhin ein "intaktes soziales Umfeld" nennt. Dir Fehlen Freunde und Bekannte. Das macht es schwierig, eine Freundin zu finden. Das ist ja so, als ob man sagt, "ich bin beim 100m-Lauf zusammengebrochen, deshalb melde ich mich jetzt zum Marathon an" ;-) Versuch wirklich mal, soziale Interaktionen zu haben, egal ob mit Männern oder Frauen. Anscheinend fehlen dir ja wirklich Grundlagen im Umgang mit Menschen, sonst hättest du zumindest ein paar Bekannte.
Das klingt jetzt total negativ, soll aber motivieren. Ich hab auch nur nen kleinen Freundeskreis, war immer introvertiert, aber ich hab mich selbst in Situationen "gezwungen", in denen ich das überwinden musste. Bin in einen Verein eingetreten und dort in den Vorstand gegangen, bin in die Disco gegangen, usw. Kleine Schritte. Du wirst aus deinem Schneckenhaus raus müssen, sonst wird es sehr schwer für dich...
Naja Disco ist nicht meins da sind doch auch diese Muckibuden-Bräunungstudio-Proll-Typen da und Schlechte Mainstream EDM-MUSIK ala David Guetta, Avici etc. Also das Grauen Schlechthin. Ein Verein der mich Interessieren würde kenne Ich auch nicht. Ich würde mich sowieso merkwürdig dabei vorkommen bin niemand der jetzt so einfach Leute anspricht. Um Ehrlich zu sein in Discos ballern sich doch die meisten eh bloß zu. Gespräche sind doch dort kaum möglich auch wegen der Extremen Lautstärke aleine.
Mich Strengen so viele Leute ehrlich gesagt auch an. Ich würde dort wahrscheinlich ehe wie bestellt und nicht abgeholt in der Ecke Stehen