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  • #1

Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Hallo Leute,
Ich wollte mal fragen, wie euch die mehr oder weniger erfolgreiche Partnersuche (egal ob SB oder RL) vom Charakter her verändert hat? Die Frage ist an beide Geschlechter gerichtet.
Bei mir ist es so, dass ich seit Anfang des Jahres intensiv auf Partnersuche bin und festgestellt habe, dass ich mich charakterlich schon sehr verändert habe. Davor war ich ein sehr hilfsbereiter, höflicher Mensch, der fast mit jedem Menschen ganz gut klar kam und für jeden Spaß zu haben war. Jetzt bin ich leichter gereizt, sag dem Gegenüber meine Meinung (auch wenn ich weiß, dass es dieser Person dann nicht gefällt). Davor war es mir wichtig, dass die Menschen ein gutes Bild von mir haben. Jetzt, durch die teils negativen verlaufenen Dates und den Frust dadurch, interessiert es mich nicht mehr, was der andere über mich denkt.
Auch gegenüber Frauen bin ich nicht mehr der "Gentleman", sondern ignoriere einfach mal Frauen, die für mich uninteressant sind und zeige das auch deutlich. Und das alles ist auch nicht gekünstelt, sondern echt so. Also für jemanden verbiegen tue ich mich da nicht.

Also, wer hat ähnliche Erfahrung gemacht?
 
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  • #2
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von akku1987:
... festgestellt habe, dass ich mich charakterlich schon sehr verändert habe. Davor war ich ein sehr hilfsbereiter, höflicher Mensch (....) Jetzt bin ich leichter gereizt, sag dem Gegenüber meine Meinung (....) Davor war es mir wichtig, dass die Menschen ein gutes Bild von mir haben. Jetzt, durch die teils negativen verlaufenen Dates und den Frust dadurch, interessiert es mich nicht mehr, was der andere über mich denkt.
Das klingt vor allem nach völlig falschen Erwartungen, was das über eine SB vermittelte Dating betrifft. Wenn du dich von (teilweise!!) negativ verlaufenen Dates so stark frustriert und beeinflusst siehst, dann stellt sich nämlich zu allererst die Frage nach den Erwartungen. Eine SB ist schließlich keine Garantie dafür, einen Idealpartner innerhalb eines knapp umrissenen Zeitraums (auch wenn die Werbung dies suggeriert) zu finden, sondern lediglich eine (u.U. sehr sinnvolle) Erweiterung der Suchmöglichkeiten. Aber dass dabei jede Menge Fallstricke in Form von Missverständnissen und unterschiedlichen Erwartungshaltungen seitens der Suchenden lauern (die in den Profilen und oft auch im Mail-Wechsel noch nicht deutlich werden), sollte man sich eigentlich vorher klar machen. Online-Suche ist nichts für schüchterne und vorsichtige Menschen, auch wenn das oft angenommen wird, sondern eher etwas für Personen, die sich die Neugier zulassen können, andere Menschen kennen zu lernen - auch wenn die dann ganz und gar nicht ihren Vorstellungen von einem (Ideal-)Partner entsprechen. Ob man das als tiefen Frust oder als bereichernde Lebenserfahrung verbucht - diese Entscheidung kann man selbst treffen.

An der Partnerwahl selbst ändert sich ohnehin nichts, denn diese Entscheidung findet ja nicht im Virtuellen, sondern noch immer im richtigen Leben statt (denke ich mal ;-)).
 
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  • #3
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Ich habe keine falsche Erwartungen an eine SB. Ich hab doch auch geschrieben, dass ich nicht nur in SB suche, sondern auch im Real life (RB).
Ich gehe auch nicht mit zu hohen Erwartungen in ein Date. Das ist mir einmal passiert, aber nicht mehr. War ja auch das erste mal. Und die PS sehe ich auch nur als Ergänzung und nicht als Ersatz. Sonst wäre ich auch bei anderen SB angemeldet. Bin ich aber nicht.

Aber was ich meinte ist, dass sich diese Eigenschaft hier den Menschen als Katalogprodukt zu betrachten sich bei mir ins echte Leben eingeschlichen hat und mich somit verändert hat. Gewiss nach dem Motto: "Die interessiert dich nicht wirklich, dann beachte sie einfach nicht weiter. Passiert ja mit dir auch"
Vor meiner Zeit bei PS habe ich im echten Leben auch Körbe bekommen und auch verteilt. Aber die haben micht nicht verändert. Erst die Intensität der Körbe kassieren und verteilen hat mich so verändert.
Vor der PS-Zeit war ich vielleicht auch schüchtern, aber auch das ist nicht mehr so. Wie Sie es schon sagen, sollte die Neugier da sein, andere Menschen zu kennen lernen. Die war vorher fast für jeden Menschen bei mir vorhanden. Und jetzt wird ziemlich krasser von mir selektiert. Obwohl mir bewusst ist, dass es die Suche nach der richtigen noch mehr erschwert.

Und meine Frage war eigentlich diese, wie es bei euch so ausschaut.
 
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  • #4
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von akku1987:
Auch gegenüber Frauen bin ich nicht mehr der "Gentleman", sondern ignoriere einfach mal Frauen, die für mich uninteressant sind und zeige das auch deutlich. Und das alles ist auch nicht gekünstelt, sondern echt so. Also für jemanden verbiegen tue ich mich da nicht.
Wenn die virtuelle Partnersuche dein wahres Ich schneller und deutlicher zum Vorschein gebracht hat als früher, dann ist das halt so. Sympathisch ist für mich etwas anderes.
 
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  • #5
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von Chirat:
Wenn die virtuelle Partnersuche dein wahres Ich schneller und deutlicher zum Vorschein gebracht hat als früher, dann ist das halt so. Sympathisch ist für mich etwas anderes.
Ich glaub nicht, dass das mein wahres Ich ist. Wo war es dann die letzten 26 Jahre? Es wäre ja sonst irgendwann mal zwischendurch mal irgendwie aufgeblitzt.
Und mir selber ist das auch nicht symphatisch ;)
 
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  • #6
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

@akku1987: sorry wenn ich frage, aber ist 1987 Dein Geburtsjahr??? Ich frage, weil ich dann Deinen Beitrag - vielleicht !!! - besser einschätzen kann ...

Oh, erst lesen, dann schreiben ... offensichtlich ist es das ... hmmm.
 
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  • #7
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von HarryA:
@akku1987: sorry wenn ich frage, aber ist 1987 Dein Geburtsjahr??? Ich frage, weil ich dann Deinen Beitrag - vielleicht !!! - besser einschätzen kann ...

Oh, erst lesen, dann schreiben ... offensichtlich ist es das ... hmmm.
Genau! :)
 
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  • #8
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von akku1987:
Ich glaub nicht, dass das mein wahres Ich ist. Wo war es dann die letzten 26 Jahre? Es wäre ja sonst irgendwann mal zwischendurch mal irgendwie aufgeblitzt.
Und mir selber ist das auch nicht symphatisch ;)
Alles ist ein Teil deines Wahren Ichs, doch um es dann zum Besten deines Seins zu leben, braucht es verschiedene Erfahrungen. PS ist eine weiter.
 
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  • #9
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Ich finde diese Frage absolut interessant und mir ist niemand unsympathisch, der Veränderungen bei sich feststellt. Wenn man sich die Beiträge in diesem Forum durchliest, wird man unweigerlich feststellen, wie viel Frust, Enttäuschung, Wut und Ernüchterung bei vielen Einzug gehalten hat. Ich glaube absolut, dass sich die meisten Menschen, die sich in einem Dating-Portal anmelden, verändern, da sie ihre Erfahrungen verarbeiten und viele Dinge sehen, die im RL eben so nicht eintreten würden.

Gerade Dinge wie Unbefangenheit, Illusionen und Spontaneität dürften sich in der Partnersuche verändern. Die Reduzierung auf ein Foto, zwei Sätze, Katalog-Abhak-Mechanismen und die Suche danach, ob es nicht noch etwas Besseres gibt, sind Faktoren, die kein Mensch ohne jede Veränderung hinnehmen wird. Ich möchte das überhaupt nicht bewerten, egal ob Mann oder Frau, egal ob viele oder wenige Enttäuschungen. Ich denke, man muss mit sich selbst klar kommen und kann beim Gegenüber nicht voraussetzen, das er so ist und sich so verhält, wie man es selbst tun würde oder gerne hätte.

Mich hat das Online-Daten sehr viel realistischer gemacht, direkter, hat mir aber gleichzeitig meine Unbeschwertheit und Offenheit deutlich genommen, da ich sehr vorsichtig geworden bin. Und ich habe wieder einmal festgestellt, dass ich ziemlich genau weiß, was ich nicht will.
 
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  • #10
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Hallo Akku,
soo negativ finde ich, bist Du gar nicht geworden. Du bist ehrlicher, direkter und erfahrener. Das ist doch gut. Mir geht es ganz genauso. Es geht schließlich in der Partnersuche um den "einen" Menschen. Da geht es nicht darum, ob Du den anderen sympathisch findest, sondern ob Du die Eine oder den Einen vor Dir hast. Wenn ich im RL ausgehe, checke ich den Laden und könnte schon nach 5 Min umdrehen, wenn ich weiß, dass da kein verlockender Mann für mich ist und würde lieber mit den Freundinnen ins Kino und danach gemütlich auf die Couch einen Tee trinken gehen. Das wirkt vielleicht hart, ist aber in meiner jetzigen Situation völlig ok. Die Zeiten ändern sich wieder. Ich werde meinem Liebsten begegnen und dann werden sympathische Leute wieder ganz anders meinen Weg begleiten.
Und was nutzt die ganze Höflichkeit, wenn man dem anderen einen Korb geben muss. Mir gefällt ein schnelles "passt nicht" besser, als wenn man mich höflich abschiebt. Es tut sowieso weh, aber ich nehme es nicht so tragisch, denn der andere sucht nicht den netten Menschen in mir, sondern er sucht seine Lebensgefährtin.
Du bist mit Sicherheit ein "Guter" :), sonst würdest Du Dir solche Gedanken gar nicht machen.
Und gereizt sind wir doch mehr oder weniger alle auf unserer Suche. Wir sind so lange mehr oder weniger gereizt und rastlos, bis wir angekommen sind. Man macht Erfahrungen, die man nicht machen will, lernt Egoisten, Playboys/girls, Verlogenheit und Arroganz kennen und natürlich macht das gereizt. Man muss den Zirkus mitmachen, weil es nur so geht. Die Unbefangenheit, macht einem gesunden Realismus und einem gesunden Misstrauen Platz. Ich mache Meditationen, um mich immer wieder in eine friedvolle, gelassene Haltung zu bringen. Außerdem lache ich mich darüber mit meiner besten Freundin schlapp und nehme die Dinge mit (Galgen)Humor. Das alles und dieses Forum hilft wirklich gut, aber, ganz ehrlich, ich weiß, dass ich erst wieder richtig entspannt bin, wenn ich angekommen bin.
LG
Franinda
 
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  • #11
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Hm - die Partnersuche an sich, hat mich nicht wirklich verändert...

Die Beziehungen oder Freundschaften, die ich über PS gefunden habe, haben mich emotional weitergebracht, ich bin reifer geworden (an positiven Erfahrungen - auch wenn "der Richtige" noch nicht "da" ist).

Das, was mir bei der Partnersuche auffällt: meine Gefühlsschwankungen...
Meistens fühle ich mich sehr ausgeglichen und glücklich...
Aber - dann gibt es wieder Momente, wenn ich anfange, einen Favoriten zu haben - und der sich vielleicht nicht so oft meldet, wie ich es mir wünschen würde - in denen ich niedergeschlagen bin...
Das ärgert mich (also ich über mich selbst) - weil ich weiß, dass es für mich besser wäre keine "Erwartungen" zu haben und feststelle, dass ich doch wieder welche aufbaue...
Da fehlt mir die Gelassenheit, Geduld & Lockerheit, die man definitiv hier braucht...
Zum Glück komme ich damit immer besser zu recht...
Aber das kann dann auch mal anstrengend sein...

Mir hilft einfach der Glaube an die Liebe & das Schicksal - bis jetzt hatte alles in meinem Leben einen Sinn...

Und ich vertraue darauf, dass auch ich meinen Weg gehen werde...
Bin nur gespannt, ob ich "ihn" dann über PS oder im RL finden werde (aber im Prinzip ist es ja egal - Hauptsache es passt dann :) )

Wünsche allen einen schönen Samstag Abend!
 
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  • #12
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von akku1987:
.... dass sich diese Eigenschaft hier den Menschen als Katalogprodukt zu betrachten sich bei mir ins echte Leben eingeschlichen hat und mich somit verändert hat. Gewiss nach dem Motto: "Die interessiert dich nicht wirklich, dann beachte sie einfach nicht weiter. Passiert ja mit dir auch"
Nun, das wird ja oft beklagt, dass SB zunächst mal die Auswahlmöglichkeit eines "Katalogs" vorspiegeln. Aber die Personen dort sind eben keine erwerbbaren Katalog-"Produkte", sondern lediglich Menschen, die sich der Logik eines Angebotsportals unterwerfen und versuchen, sich darin positiv zu präsentieren. Der Bewerbungsvergleich, der hier auch schon angestellt wurde, ist an diesem Punkt sicherlich korrekt. Präsentationen sind aber immer nur Ausschnitte der Personen, die man interpretieren muss - Missverständnisse sind da nicht auszuschließen. Somit geht es auch dann, wenn über die Präsentation gegenseitige (!!) Neugier geweckt wurde, noch immer darum, herauszufinden, wer das Gegenüber eigentlich ist. Man sollte sich darüber im Klaren sein - erst wenn tatsächlich gegenseitiges Interesse am weiteren Kennenlernen entsteht, beginnt überhaupt das Spiel der Annäherung.

Im richtigen Leben dauert dieser Prozess des ersten gegenseitigen Abklärens in der Regel nur wenige Sekunden, da hier von Anfang an alle Sinne (!!) beteiliigt sind. Im Virtuellen dauert es vielleicht 20 Mails - bis dann beim ersten Treffen doch deutlich wird, nein, das geht nun wirklich nicht. Kann frustrieren, aber dafür hat man die Chance, Menschen kennenzulernen, die z.B. in 50 oder 100 km oder ... Entfernung wohnen.

Andererseits, "Persönlichkeitsveränderungen" durch häufigen Aufenthalt in virtuellen Welten ... das gibt es schließlich auch.
Zitat von akku1987:
... war ich ein sehr hilfsbereiter, höflicher Mensch, der fast mit jedem Menschen ganz gut klar kam ...
... wenn sich das schon durch ein paar Frusterlebnisse bei der Partnersuche über SB verändert, dann scheint es doch eher ein sehr angepasstes Sozialverhalten (gewesen) zu sein. Das man eben ablegt, sobald keine unmittelbaren Sanktionen mehr zu fürchten sind, so wie das eben in der Anonymität des virtuellen Lebens der Fall ist. Aber immerhin doch ein interessante Selbsterfahrung.

Zitat von akku1987:
... jetzt wird ziemlich krasser von mir selektiert. Obwohl mir bewusst ist, dass es die Suche nach der richtigen noch mehr erschwert.
Und weshalb sollte ein zielgerichtetes Vorgehen (!) erschwerend bei der Suche sein? Im Gegenteil, nur wenn einem sehr genau (!) bewusst ist, was und wen man tatsächlich sucht, hat man überhaupt die Chance, die "richtige" Person zu identifizieren. Wer nur vage Vorstellungen davon hat, über welche Eigenschaften, Interessen, welches Lebenskonzept ein passender Partner verfügen sollte, der wird sich immer wieder Frustrationen einhandeln.
 
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  • #13
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von equinox:
Nun, das wird ja oft beklagt, dass SB zunächst mal die Auswahlmöglichkeit eines "Katalogs" vorspiegeln. Aber die Personen dort sind eben keine erwerbbaren Katalog-"Produkte", sondern lediglich Menschen, die sich der Logik eines Angebotsportals unterwerfen und versuchen, sich darin positiv zu präsentieren. Der Bewerbungsvergleich, der hier auch schon angestellt wurde, ist an diesem Punkt sicherlich korrekt. Präsentationen sind aber immer nur Ausschnitte der Personen, die man interpretieren muss - Missverständnisse sind da nicht auszuschließen. Somit geht es auch dann, wenn über die Präsentation gegenseitige (!!) Neugier geweckt wurde, noch immer darum, herauszufinden, wer das Gegenüber eigentlich ist. Man sollte sich darüber im Klaren sein - erst wenn tatsächlich gegenseitiges Interesse am weiteren Kennenlernen entsteht, beginnt überhaupt das Spiel der Annäherung.

Im richtigen Leben dauert dieser Prozess des ersten gegenseitigen Abklärens in der Regel nur wenige Sekunden, da hier von Anfang an alle Sinne (!!) beteiliigt sind. Im Virtuellen dauert es vielleicht 20 Mails - bis dann beim ersten Treffen doch deutlich wird, nein, das geht nun wirklich nicht. Kann frustrieren, aber dafür hat man die Chance, Menschen kennenzulernen, die z.B. in 50 oder 100 km oder ... Entfernung wohnen.

Andererseits, "Persönlichkeitsveränderungen" durch häufigen Aufenthalt in virtuellen Welten ... das gibt es schließlich auch.
... wenn sich das schon durch ein paar Frusterlebnisse bei der Partnersuche über SB verändert, dann scheint es doch eher ein sehr angepasstes Sozialverhalten (gewesen) zu sein. Das man eben ablegt, sobald keine unmittelbaren Sanktionen mehr zu fürchten sind, so wie das eben in der Anonymität des virtuellen Lebens der Fall ist. Aber immerhin doch ein interessante Selbsterfahrung.

Und weshalb sollte ein zielgerichtetes Vorgehen (!) erschwerend bei der Suche sein? Im Gegenteil, nur wenn einem sehr genau (!) bewusst ist, was und wen man tatsächlich sucht, hat man überhaupt die Chance, die "richtige" Person zu identifizieren. Wer nur vage Vorstellungen davon hat, über welche Eigenschaften, Interessen, welches Lebenskonzept ein passender Partner verfügen sollte, der wird sich immer wieder Frustrationen einhandeln.
Da bin ich ganz bei dir (auch bezüglich deines vorherigen Posts).
 
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  • #14
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Bei mir ist auch etwas Lack von meinem Frauenbild abgesplittert, was aber eine gute Sache ist, da ich sie nun als einfache Menschen mit ihren eigenen Fehlern, Schwächen und Sorgen wahrnehme. Vorher wollte ich nur deren Stärke sehen.

Auch stehe ich nun eher zu meinen eigenen Fehler, Schwächen und Sorgen, was mich in meinem Auftreten ein deutlich selbstbewussteren Menschen macht als vorher. Inzwischen ist mir auch klar geworden, dass es nicht an meinem Können liegt, ob mich eine Frau will oder nicht. Meistens ist es schlicht die falsche Person oder der falsche Zeitpunkt. Jedenfalls sehe ich heute weniger Anlass, mich gut zu stellen, als je zuvor, da ich auf beides keinen Einfluss habe.

Was ich selber aber noch lernen muss, ist, dass ich ganz klar für meine Stärken eintrete. Bisher fehlte mir im Leben noch der Anreiz dazu, aber da es eine klare Vorraussetzung dafür ist, die Frau zu bekommen, die ich will, arbeite ich auch daran. Parship konnte mir zwar bisher keine Frau vermitteln, aber es hat dazu geführt, dass ich mich stärker mit mir selber auseinandersetze und dazulerne.
 
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  • #15
AW: Wie hat euch die Partnersuche verändert?

Zitat von MoltoVivace:
Mich hat das Online-Daten sehr viel realistischer gemacht, direkter, hat mir aber gleichzeitig meine Unbeschwertheit und Offenheit deutlich genommen, da ich sehr vorsichtig geworden bin. Und ich habe wieder einmal festgestellt, dass ich ziemlich genau weiß, was ich nicht will.
Genau das meinte ich auch. Vielleicht habe ich es ja bei mir etwas falsch ausgedrückt.
Aber früher war ich nicht so direkt, weil ich wusste, dass ich meinen Gegenüber damit verletzten könnte. Besser gesagt, ich hatte das Feingefühl dafür. Und jetzt dieses Feingefühl durch die SB-Erfahrungen flöten gegangen.
Auch wenn es mir früher vielleicht in manchen Situation geholfen hätte, etwas direkter sein zu sollen, so finde ich es trotzdem noch falsch, es nicht negativ sondern positiv zu sehen.