IMHO

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  • #31
Kleiner Nachtrag:
Und es geht ganz klar um ANERKENNUNG!

Genau um das, was wir alle gerne erfahren, uns jedoch im RL immer häufiger versagt bleibt.

Wer hat heutzutage schon einen Vorgesetzten, der in der Lage ist, glaubwürdig und nicht verallgemeinernd zu loben?
Wer erfährt in der Beziehung eine gewisse Anerkennung?
Oder im Sport (wenn er sich nicht selbst Ziele setzt und dies nach Erreichung dieser mit sich selbst "feiert")?

Wie schön ist es doch zu lesen, dass auch andere unserer Meinung sind, unseren Beitrag loben oder feststellen, dass man sinnvoll, geistreich oder einfach empathisch geschrieben hat.

Eine kontroverse Entgegnung macht diesen im Unterbewusstsein vorhandenen Wunsch gefühlt zunichte.

Weshalb tummeln sich Millionen (oder sind es bereits Milliarden?) Menschen auf Facebook, buhlen um "Follower" und schreiben selbst über die unbedeutendsten Dinge? Es geht um Geltungssucht. Viel zu viele Menschen halten sich für den Nabel der Welt und heischen um die Gunst anderer. Bleibt sie ihnen versagt, fühlen sie sich persönlich gekränkt.
 
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REDHEAD

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  • #32
Zitat von IMHO:
Im Forum selbst geht es wohl eher nicht um die Partnersuche, sondern häufig genug um Hobbypsychologie, Traumdeuterei, Interpretations- und Auslegungsangelegenheiten.
rofl, die Hobbypsychologie nervt, es scheinen mittlerweile sehr viele ein halbes Studium der Psychologie belegt zu haben :)


Zitat von IMHO:
Wie mittlerweile häufig auch im RL anzutreffen, halten viele Menschen ihre eigenen Kenntnisse und Meinungen für unumstößlich und oft genug als der Weisheit letzter Schluss. Kommt es dann zu Widerworten oder dem Äußern gegenteiliger Ansichten, fühlen sich derartige Menschen in ihrer Ehre gekränkt.

Mein Empfinden ist immer häufiger, dass es darum geht: Wer hat Recht - und wer hat's falsch gemacht.
Ob im Job, in der Beziehung - oder nicht zuletzt im Straßenverkehr.
Im RL bei mir zum Glück nicht so häufig zumindest privat nicht, im Job ist es unterschiedlich, mitunter ist es auch gut, wenn möglich, einigen Leuten schlichtweg aus dem Weg zu gehen. Vorteil im Job ist der klare Bezug zur Sachebene. Allgemein stelle ich jedoch bei mir selbst fest, dass mein Bedarf an hitzigen Diskussionen mit jedem Jahr schwindet.
 

REDHEAD

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  • #33
Zitat von t.b.d.:
Für mich ungewöhnlich auf eine gestellte Frage zu antworten, "Wenn du meinst, dann weist das darauf hin, dass es für dich..".

Zitat von t.b.d.:
Was wenn zwei oder mehrere Dünnhäutige mit ihren unbeherrschten Emotionen aufeinander treffen, wie es in diesem Forum öfter der Fall ist? Wer soll da auf wen Rücksicht nehmen?
Den Eindruck habe ich so oft in diesem Forum nicht, dass zwei oder mehrere "Dünnhäutige" aufeinander treffen und das dieses dann Ursache der Eskalation ist, oftmals eskalieren die Threads auch gar nicht, sondern es ziehen sich einfach User zurück und antworten gar nicht mehr. Mag sein, dass mal der TO etc. einfach ein wenig "dünnhäutig" war, gelegentlich wird er auch provoziert. Es gibt da durchaus Möglichkeiten Rücksicht zu nehmen. Es ist sicherlich richtig, dass auch eine Provokation ein Ausdruck einer "Dünnhäutigkeit" sein kann und es dann schwierig wird.
 
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billig

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  • #34
Zitat von IMHO:
Kleiner Nachtrag:
Und es geht ganz klar um ANERKENNUNG!

Aha.

Genau um das, was wir alle gerne erfahren, uns jedoch im RL immer häufiger versagt bleibt.

?

Wer hat heutzutage schon einen Vorgesetzten, der in der Lage ist, glaubwürdig und nicht verallgemeinernd zu loben?
Wer erfährt in der Beziehung eine gewisse Anerkennung?

Warum schreibst du so?

Weshalb tummeln sich Millionen (oder sind es bereits Milliarden?) Menschen auf Facebook, buhlen um "Follower" und schreiben selbst über die unbedeutendsten Dinge? Es geht um Geltungssucht. Viel zu viele Menschen halten sich für den Nabel der Welt und heischen um die Gunst anderer. Bleibt sie ihnen versagt, fühlen sie sich persönlich gekränkt.

Worum gehts dir gerade? Beschreibst du dich?
 
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  • #36
Niemand ist wie der Andere. Wenn wir wirklich alle gleich wären, würde ich mich aus lauter Langeweile umbringen.
 

Howlith

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  • #37
Zitat von IMHO:

Geht es das wirklich? Wir zwei haben offensichtlich eine völlig unterschiedliche Ansicht davon was man unter "Anerkennung" versteht.

Zitat von IMHO:
Genau um das, was wir alle gerne erfahren, uns jedoch im RL immer häufiger versagt bleibt.

Ist das so? Ich kennen keine Statistik die das belegt noch erlebe ich dies so.

Zitat von IMHO:
Wer hat heutzutage schon einen Vorgesetzten, der in der Lage ist, glaubwürdig und nicht verallgemeinernd zu loben?
Wer erfährt in der Beziehung eine gewisse Anerkennung?
Oder im Sport (wenn er sich nicht selbst Ziele setzt und dies nach Erreichung dieser mit sich selbst "feiert")?

Also ich denke mal, dass ich so etwas wie ein "Vorgesetzter" bin. Und ich kenne genug, die das auch sind. Ich kann die Gespräche nicht mehr zählen, in denen meine Kollegen und ich uns über "schwierige MA" den Kopf zerbrochen haben, wie und was wir noch tun könnten, um einen Arbeitsplatz zu retten. Aber: auch schlechte Arbeit erfährt die "Anerkennung", die sie verdient.

Bei Dir "IMHO" scheint "Anerkennung" gleichbedeutend mit "positiver Anerkennung" zu sein.

Beziehung und Anerkennung? Na ja. Selbst an den dunkelsten Tagen meiner Trennung haben meine Ex und ich dem anderen zugestanden und anerkannt dass jeder sich eben Mühe gibt. So gut es geht. Leicht war es trotzdem nicht.

Und im Sport bekomme ich Anerkennung von meiner "Garmin". Das muss reichen. Und manchmal reicht es auch, einfach nur nach Schweiß zu stinken ...

Zitat von IMHO:
Wie schön ist es doch zu lesen, dass auch andere unserer Meinung sind, unseren Beitrag loben oder feststellen, dass man sinnvoll, geistreich oder einfach empathisch geschrieben hat.

Was soll man denn machen, wenn jemand nicht "sinnvoll, geistreich oder einfach empathisch geschrieben hat"?
Ihn anlügen? Ignorieren? Ihn für etwas loben, was gar nicht da ist??? Das kann es doch nicht sein.

Mich hat Kritik (fast) immer weiter gebracht. Ich empfinde Kritik, wenn sie inhaltlich schlüssig ist als eine Form von Anerkennung. (Zugegeben, bis ich das dann kapiert habe, kanns schon mal etwas dauern ;-)) Aber ich sehe dann, da hat sich jemand mit mir beschäftigt ...
 
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  • #39
Zitat von Howlith:
Also ich denke mal, dass ich so etwas wie ein "Vorgesetzter" bin. Und ich kenne genug, die das auch sind. Ich kann die Gespräche nicht mehr zählen, in denen meine Kollegen und ich uns über "schwierige MA" den Kopf zerbrochen haben, wie und was wir noch tun könnten, um einen Arbeitsplatz zu retten. Aber: auch schlechte Arbeit erfährt die "Anerkennung", die sie verdient.
Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf, in den Führungsetagen von Deutschland, dass diese nicht rosig ist, bekannt. Diskutiert wird dieses nicht erst seit gestern, passiert ist in den letzten Jahren wenig. Wie butte so schön formuliert :) hält man sich selbst (auch) als Vorgesetzter (natürlich) für "gut". :)

So allgemein formuliert, dass generell Vorgesetzte in Deutschland nicht in der Lage sind ihre Mitarbeiter zu führen und zu motivieren, wohl ein wenig überdramatisiert, in vielen Unternehmen trifft das jedoch zu und war/ist/wird :) durchaus eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.

Auf der anderen Seite nehmen auch die MA zu, denen nicht mehr so richtig klar zu sein scheint, dass grundsätzlich das Gehalt schon zu einer "guten Arbeitsleistung" verpflichtet. Es bleibt jedoch die Aufgabe des Vorgesetzten einen "schwierigen MA" :) differenziert zu beurteilen, ob er ggfls. motiviert (auch diszipliniert :) ) werden kann bzw. welche Gründe im einzelnen zu der "subjektiven Empfindung führen einen MA als schwierig einzustufen" oder ob der entsprechende MA versetzt oder auch entlassen werden muss/sollte. Dafür ist man letztlich Vorgesetzter und man sollte ebenfalls in der Lage sein die "geforderte Arbeitsleistung" zu erbringen. Ergänzend sollten einige Unternehmen auch die Vorgesetzten motivieren, schulen oder auch entlassen etc., die mitunter der Grund sind für die "schwierigen MA" :)

Ob das ein friedliches Thema ist ? :)
 
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  • #40
Zitat von Howlith:
Mich hat Kritik (fast) immer weiter gebracht. Ich empfinde Kritik, wenn sie inhaltlich schlüssig ist als eine Form von Anerkennung. (Zugegeben, bis ich das dann kapiert habe, kanns schon mal etwas dauern ;-)) Aber ich sehe dann, da hat sich jemand mit mir beschäftigt ...

Danke für diesen Blickwinkel ,-).
 

Howlith

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  • #41
Zitat von REDHEAD:
Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf, in den Führungsetagen von Deutschland, dass diese nicht rosig ist, bekannt. Diskutiert wird dieses nicht erst seit gestern, passiert ist in den letzten Jahren wenig. Wie butte so schön formuliert :) hält man sich selbst (auch) als Vorgesetzter (natürlich) für "gut". :)

Na ja, das ist ja nun allgemeines blabla.

Ich weiß nicht, ob ich "gut" bin. Ich habe meine Stärken und ich habe meine Schwächen. Mehr nicht. Menschlich eben. - Und was die "Führungsetagen" angeht, da wäre zu unterscheiden zwischen dem "was ist" und dem was in den Medien publikumswirksam so tagtäglich vermittelt wird. Da lohnt es sich mal genauer hinzusehen ...
 
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  • #42
Nietzsche sprach in dem Zusammenhang von der Sklavenmoral, einer Umkehrmoral.
 

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  • #43
Zitat von Howlith:
Na ja, das ist ja nun allgemeines blabla..
Ich weiß nicht, ob ich "gut" bin. Ich habe meine Stärken und ich habe meine Schwächen. Mehr nicht. Menschlich eben. - Und was die "Führungsetagen" angeht, da wäre zu unterscheiden zwischen dem "was ist" und dem was in den Medien publikumswirksam so tagtäglich vermittelt wird. Da lohnt es sich mal genauer hinzusehen ...
Die Medien verbreiten nur Lügen, darüber sollte man wirklich mal nachdenken :)
Lohnt sich, für Unternehmensberater. Die Vorgesetzten sollten weiter in ihrem Selbstverständnis bestärkt werden, schon als Arbeitsplatzsicherung für McKinsey, Accenture & Co, blablabla...rofl.
 

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  • #44
Zitat von Butte:
Und auch die hier typische "diese Menschen"-Schreibe fehlt nicht.

Dann hilf mir bitte:

Wenn ich eine Gruppe von Menschen, deren Denkweise sich in ein- und dieselbe Richtung bewegt, titulieren möchte,
was wäre deiner Meinung nach ein treffenderer Ausdruck gewesen?
 

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  • #45
Zitat von billig:
Warum schreibst du so?
Worum gehts dir gerade? Beschreibst du dich?

Ich habe versucht, eine Erklärung für das Verhalten von einigen Leuten, die zum Teil herablassend, abfällig oder diskreditierend über andere Forenmitglieder schreiben, zu finden.

Nein, ich beschreibe nicht mich. Zumindest versuche ich es zu vermeiden, andere Mitglieder persönlich anzugreifen oder deren Meinung als schlichtweg "falsch" darzustellen.
 
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  • #46
Zitat von Howlith:
Also ich denke mal, dass ich so etwas wie ein "Vorgesetzter" bin. Und ich kenne genug, die das auch sind. Ich kann die Gespräche nicht mehr zählen, in denen meine Kollegen und ich uns über "schwierige MA" den Kopf zerbrochen haben, wie und was wir noch tun könnten, um einen Arbeitsplatz zu retten. Aber: auch schlechte Arbeit erfährt die "Anerkennung", die sie verdient.

Dann bist du halt ein "guter" Vorgesetzter. In meinem Umfeld gibt es Äußerungen, dass im Job fast nie Lob, aber oft genug (manchmal auch konstruktive) Kritik geübt wird. Der Druck zum Perfektionismus wird immer meinem Empfinden nach, immer größer.

Bei Dir "IMHO" scheint "Anerkennung" gleichbedeutend mit "positiver Anerkennung" zu sein.

Exakt darum ging es mir.

Beziehung und Anerkennung? Na ja. Selbst an den dunkelsten Tagen meiner Trennung haben meine Ex und ich dem anderen zugestanden und anerkannt dass jeder sich eben Mühe gibt. So gut es geht.

Dann hast du Glück gehabt. Selbst in vermeintlich funktionierenden Beziehungen erfährt mancher Partner keinerlei Anerkennung für seinen Beitrag in der Partnerschaft.

Und im Sport bekomme ich Anerkennung von meiner "Garmin". Das muss reichen. Und manchmal reicht es auch, einfach nur nach Schweiß zu stinken

Es ging mir darum, einen weiteren Bereich, der häufig genug für eine Art "Ausgleich" sorgen soll, zu nennen, in dem ebenfalls selten Anerkennung von anderen gezollt wird.

Was soll man denn machen, wenn jemand nicht "sinnvoll, geistreich oder einfach empathisch geschrieben hat"?
Ihn anlügen? Ignorieren? Ihn für etwas loben, was gar nicht da ist??? Das kann es doch nicht sein.

Mich hat Kritik (fast) immer weiter gebracht. Ich empfinde Kritik, wenn sie inhaltlich schlüssig ist als eine Form von Anerkennung. (Zugegeben, bis ich das dann kapiert habe, kanns schon mal etwas dauern ;-)) Aber ich sehe dann, da hat sich jemand mit mir beschäftigt

Nein, selbstverständlich soll man konstruktive Kritik üben, darf kontrovers schreiben und anderer Meinung sein. Ich habe doch nicht geschrieben, dass jeder Beitrag nun von möglichst vielen Leuten in den Himmel gelobt werden soll.

Es geht um die Art und Weise, wie hier zum Teil auf Beiträge von Foristen geantwortet wird. Und das empfinde ich eben nicht als in Ordnung.

Oft genug wird gar nicht auf das Thema des TE eingegangen, sondern man reagiert auf die Beiträge (und noch viel mehr auf deren jeweiligen Verfasser!), um diese in zum Teil nicht adäquater Weise anzugreifen, zu beleidigen etc.
 
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  • #47
Zitat von IMHO:
Dann hilf mir bitte:

Wenn ich eine Gruppe von Menschen, deren Denkweise sich in ein- und dieselbe Richtung bewegt, titulieren möchte,
was wäre deiner Meinung nach ein treffenderer Ausdruck gewesen?

Ich habe hier im Thread bereits einiges dazu geschrieben.
Und du kannst natürlich machen, was du willst. Ich kennzeichne es einfach. Du bist hier in diesem Thread wie einige andere sehr darum bemüht, einige Foristen als solche darzustellen, die sich "schlecht" verhalten. Nämlich andere angreifen, den falschen Ton wählen, herablassend sind, nichts zum Thema sagen, zu sehr von ihrer Meinung überzeugt sind usw. Du zeigst mit dem Finger auf Leute, manchmal sie beim Namen nennend, manchmal nicht, stereotypisierst sie, unterstellst ihnen Schlechtes und versicherst, du selbst würdest natürlich so etwas nicht machen, oder das zumindest immer reinen Herzens versuchen.

Und zugleich tust du genau damit halt genau dasselbe wie sie, also wie "diese Leute": du unterstellst Negatives, stellst dich pharisäerhaft über sie, greifst sie an, hast einen alles anderen als selbstkritischen Ton, bist felsenfest davon überzeugt, wie eine "gute" Forumskommunikation laufen muß, wertest andere Arten von Performanz ab usw.
Ich find dich nicht böse, sondern deine Äußerungen einfach unreflektiert. Ob schlechte Motive dahinterstecken, Unvermögen oder was auch immer, spekuliere ich damit nicht. Es geht mir hier um die Charakterisierung der Züge, die in diesem Threadspiel getan werden.
Wie gesagt, daß man andere nicht grundlos angreifen soll, dürfte so ziemlich jeder hier sehen. Das bringt wenig, das gebetsmühlenhaft zu behaupten. Die eigentlichen Züge, die hier gemacht werden, sind die, diese allgemeine Weisheit gegen bestimmte einem unliebe Foristen zu instrumentalisieren. Indem man sagt: diese sind die schlechten, man selbst aber der Gute. Dieses Näpfchen hat das Startposting aufgemacht, und von der dritten Antwort ein treten einige Foristen zielsicher hinein. Unter anderem auch du.

Selbstverständlich kannst du, wenn du andere angreifst, das so rechtfertigen: du griffest ja nur die an, die andere angreifen und deshalb angegriffen werden dürfen. Das ist die übliche Strategie, wenn man sich feindselig verhält: der andere verdient das, er hat ja angefangen.
Das wird nun so ziemlich jeder sagen. Ich greife selbstverständlich auch nur diejenigen an, die andere angreifen. Ich stelle mich selbstverständlich auch nur über die, die sich über andere stellen. Usw.

Was besagt das: Entweder daß man sich solche Rechtfertigungen oder vielmehr Ausflüchte sparen kann. Denn jeder hat ja gleich recht mit dem, was er sagt, weil niemand hat die Wahrheit gepachtet. Oder man sagt: nein, es ist nicht jede Auffassung gleichermaßen richtig, sondern man muß konkret argumentieren, was der Realität tatsächlich näherkommt. Dieses Vorgehen kann man natürlich vom Tisch wischen als Frage danach, wer recht hat, und diese derart abwerten, wie du es hier getan hast. Das mag dich überzeugen. Und dich umso mehr in der Auffassung bestärken, damit so ganz unumstößlich im Recht zu seini. Wenn du ein bißchen zurück trätest, könntest du aber vielleicht den Selbstwiderspruch bemerken. Und daß das eher eine heiße Luft Geste ist.
 
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  • #48
Dressur nach dem Belohnungsprinzip. Ein Pferdeflüsterer kennt den Spruch mit den Elchen.
 

Howlith

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  • #49
Zitat von IMHO:
Dann bist du halt ein "guter" Vorgesetzter. (...) Der Druck zum Perfektionismus wird immer meinem Empfinden nach, immer größer.

Darum geht es nicht. Sagen wir mal, ich bin engagiert. - Ist das was Du "Druck zur Perfektion" nennst nun gut oder schlecht? Nicht in jedem Job dürfte dieser Druck gleich groß sein ... es sollte auch immer mal die Frage gestellt werden, ist der Druck wirklich zu hoch oder bin nur ich dem Druck nicht gewachsen?

Zitat von IMHO:

Exakt hier würde ich ansetzen. Warum diese ... Abhängigkeit (?) von der Anerkennung durch andere?
Mach Dich frei davon.

Zitat von IMHO:

Nein, das war ein verflucht hartes Stück Arbeit ...

Zitat von IMHO:
Es ging mir darum, einen weiteren Bereich, der häufig genug für eine Art "Ausgleich" sorgen soll, zu nennen, in dem ebenfalls selten Anerkennung von anderen gezollt wird.

Ich sehe hier einen Widerspruch. Gerade weil Freizeitsport für einen Ausgleich sorgen soll, muss er frei von Anerkennung bleiben. Man macht ihn um seiner selbst willen ... nicht um Anerkennung zu bekommen.

Zitat von IMHO:
Nein, selbstverständlich soll man konstruktive Kritik üben, darf kontrovers schreiben und anderer Meinung sein.

Ach weißt Du, darüber was genau "konstruktive Kritik" ist, darüber dürften die Meinungen nun wirklich weit auseinander gehen ... ich finde diesen Satz gut:

Zitat von Butte:
Oder man sagt: nein, es ist nicht jede Auffassung gleichermaßen richtig, sondern man muß konkret argumentieren, was der Realität tatsächlich näherkommt.
 

REDHEAD

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  • #50
Zitat von Butte:
Wird an Weihnachten noch mehr geheuchelt als hier im Forum?
Ich kenne viele Familien, in denen an Weihnachten gestritten wird.
Aber vielleicht heucheln die auch nur Streit, weil eigentlich seligster Frieden besteht.

Intellektuell und so voller Respekt dieser Umgangston.
 

REDHEAD

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  • #51
Mein Wort des Jahres 2015 "Digitale Demenz", danke an den Threadstarter.
Weiterhin frohe Vorweihnachtsbeweihräucherung.
Feuer frei und viel Spaß dabei.
 

billig

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  • #52
Zitat von IMHO:
Wie schön ist es doch zu lesen, dass auch andere unserer Meinung sind, unseren Beitrag loben oder feststellen, dass man sinnvoll, geistreich oder einfach empathisch geschrieben hat.

Eine kontroverse Entgegnung macht diesen im Unterbewusstsein vorhandenen Wunsch gefühlt zunichte.

Zitat von IMHO:
Nein, selbstverständlich soll man konstruktive Kritik üben, darf kontrovers schreiben und anderer Meinung sein. Ich habe doch nicht geschrieben, dass jeder Beitrag nun von möglichst vielen Leuten in den Himmel gelobt werden soll.

öhm... doch, genau das hast du geschrieben.
 
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