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  • #61
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Traumichnich:
Ähh - langsam drängt sich mir der Verdacht auf, daß die Anonymität hier "löcherig" ist ! ;-)
Kennst Du meine Ex ... ? :-O

Nö. Aber ich glaube fast, dass es nur eine begrenzte Anzahl von Beziehungsabläufen gibt und manches wiederholt und wiederholt sich eben.... Wenn ihr Männer euch mal so viel untereinander austauschen würdet, wie wir Frauen das tun, wäre das in der Hinsicht sicher ein Gewinn für euch, behaupte ich jetzt einfach mal...


Nein, eigentlich war das eine sehr einseitige Geschichte, und genau das - dass sie mich nicht genug lieben konnte - hat sie mir am Ende - wörtlich ! - gesagt !

Na, dann musst du dir ja gar nicht mehr so einen Kopf machen, ob dein Konfliktverhalten nicht in Ordnung war oder was auch immer. Es ist bitter, wenn keine Gegenliebe da ist, aber es geht dann ja eher in die Richtung von "nicht gepasst" statt in die Richtung, dass man jetzt konkrete Fehler begangen hat.


Wobei ich den Eindruck hatte, daß wir (ich ?) das Stadium "Verliebtheit" bereits beim 1. Treffen hinter uns gelassen haben : Ich hatte von Anfang an das Gefühl, daß sie mir soooo vertraut ist, daß wir uns seit Jahren kennen, daß ich in einen Spiegel blicke, wenn ich ihr in die Augen sehe - das ist mir so noch nie passiert.

Seutz. Das ist traurig und tut mir leid für dich. Was mich nur extrem wundert ist, dass ihr dann trotzdem fast 2 Jahre zusammen wart.....
War das, was du jetzt so lapidar sagen kannst, euch beiden nicht richtig klar oder wolltet ihr es nicht wahrhaben ? Ich kann mir weder vorstellen, so lange mit einem Mann zusammen zu sein, den ich nicht liebe, noch, mit jemandem zusammen zu sein, der sich über eine so lange Zeit lieblos mir gegenüber verhält....
 
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  • #62
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Schreiberin:
(...) Seutz. Das ist traurig und tut mir leid für dich. Was mich nur extrem wundert ist, dass ihr dann trotzdem fast 2 Jahre zusammen wart.....
War das, was du jetzt so lapidar sagen kannst, euch beiden nicht richtig klar oder wolltet ihr es nicht wahrhaben ? Ich kann mir weder vorstellen, so lange mit einem Mann zusammen zu sein, den ich nicht liebe, noch, mit jemandem zusammen zu sein, der sich über eine so lange Zeit lieblos mir gegenüber verhält....

Laß' es mich so sagen : Ich hab' gedacht, ich wüßte es besser als sie ("Du liebst mich, Du weißt es nur nicht !") ... und sie wollte wohl - eine Zeit lang - auch gerne daran glauben ... :-(

Gruß,

Traumichnich.
 
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  • #63
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Lisita:
Hm ... selbst der Satz "sorry, hab ich nicht so gemeint" kann ja unterschiedlich gemeint sein.
Ja, und genau deswegen muss dieser Satz auch stante pede durch eine Erklärung/Begründung ergänzt werden. Für sich allein wirkt dieser Satz auf mich wie billiges Sich-aus-der-Affäre-Ziehen, nur sein Gewissen zu erleichern, ohne den anderen aus seinem Frust und Kummer herauszuholen.
 
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  • #64
buchtitel

wel mich das thema auch beschäftigt, aus gegebenem anlass, hab ich mir ein buch gekauft, das ich an der stelle gerne empfehlen mag: der ex-faktor (stephan p. poulter). es enthält allerhand schlaigkeiten, mit denen ich gut was anfangen kann. vielleicht auch du.
 
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  • #65
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Hallo, Pfaffi,

was, bitte, sind "Schlaigkeiten" ... ?

Ich bin ich derzeit gerade etwas ernüchtert, was solche Bücher und Ratgeber betrifft : Klar erkenne ich mich darin wieder - kein Kunsstück, schließlich sucht man ja händeringend nach einer Erklärung, man will ja verstehen ( ! ), was da und warum es passiert ist - aber ich habe sie erst einmal alle wieder zur Seite gelegt : Was bringt es mir, wenn ich permanent in Tränen ausbreche, aber *für mich* keine Antworten und/oder Lösungen finde ?

Nein, ich befürchte, man muß den Schmerz zunächst einmal einfach aushalten, bevor man sich damit beschäftigen kann - wenn man danach noch Interesse daran hat. Ich für meinen Teil habe eher den Eindruck, dazu braucht's - wie Freitag in anderem Zusammenhang schrieb - eine "masochistische Veranlagung" ... !

Aber ich schweife vom Thema ab : Streit !

Ich hatte gestern noch eine Unterhaltung mit einer ("nur") Freundin über das Thema. Sie sagte mir fast wortgleich dasselbe, auch ihre Ehe sei letztlich daran zerbrochen, daß sie sich nicht mit ihrem Mann habe streiten können. Sie wolle spüren, daß ihr Partner eine eigene Position hat und dazu steht. Er sei im Zweifel einfach aufgestanden, gegangen, habe ein paar Tage die "beleidigte Leberwurst" gegeben und dann so getan, als ob wieder alles in bester Ordnung sei.

Das habe ich nie getan. Und ich hatte auch stets meine eigene Meinung. Nur : Ich habe nie die Notwendigkeit gesehen, mich zu streiten ! Ich hatte nie den Eindruck, daß es um "Leben und Tod" ging, daß es um weltbewegende Dinge ging, die ein Beharren und Durchsetzen der eigenen Position erforderlich gemacht hätten. Es gab in meinen Augen immer Alternativen, Kompromisse - warum also "sreiten" ? Nur um des Streitens willen ? Der Effekt mag so sein, wie Schreiberin schrieb : "für dich waren es vielleicht einfach KEINE Streitpunkte, du konntest dich deshalb cool und entspannt verhalten, für dich ging es um nicht viel.
Für deine Freundin war es vielleicht ein wichtiges Thema und wenn dann keine Reaktion kommt, hat sie vielleicht das Gefühl gehabt, du nimmst sie selbst nicht wichtig, nimmst nicht wahr, dass für sie etwas auf dem Spiel steht, zeigst keinen Einsatz, für sie wichtiges zu besprechen....".

Ganz abgesehen davon ist der Begriff "Streit" bei mir extrem negativ konnotiert : Ich verbinde damit nicht "Debatte" oder "Diskussion", sondern "Kampf" und "Auseinandersetzung", "Angriff" und "Verteidigung" und "Verletzung" und "Tod" - Begriffe, die IMVHO in einer Partnerschaft nichts zu suchen haben, mich auf jeden Fall sehr unwohl in meiner Haut fühlen lassen.

Und wenn mir jetzt jemand kommt und sagt, Emotionen seien ganz wesentlich für einen Streit, das mache die "Lebendigkeit" einer Beziehung aus (?), dann ist all dieses Negative IMVHO vorprogrammiert.

Mag sein, daß ich nicht gelernt habe zu streiten. Vielleicht bin ich auch überdurchschnittlich harmoniebedürftig. Aber das glaube ich eigentlich nicht : Ich kann mich durchaus - sachlich - auseinandersetzen, aber ich mag mich nicht "streiten", i. e. die Emotionen hochkochen lassen. Da wird zuviel gesagt, was Schaden anrichten kann und einem womöglich leid tut. Und wenn ich das vermeiden kann, tue ich das.

SineNomine schrieb : "Wer sich selbst nicht genug vertraut um sicher zu sein, dass die eigene Meinung im Fall der Fälle, dann wenn es wirklich wichtig ist, nicht ungehört untergeht, die oder der muss bei jedem noch so kleinen und nichtigen Anlass das volle Streitprogramm auffahren. Wer sich hingegen sicher ist, dass die eigene Meinung an den Stellen, an denen es ihr oder ihm wirklich etwas bedeutet auch gehört werden wird kann an allen anderen Stellen auch gut mal zurückstecken und muss weder sich noch der Umgebung irgendetwas beweisen." Das sehe ich genauso.

Andererseits mag equinox recht haben (da "klingelt" was tief in mir drin ... ), wenn er schreibt : "die Vernunftebene nicht zu verlassen hat auch eine Schutzfunktion - man hält sich die bedrohliche eigene Emotionalität auf Distanz".

Aber ich möchte noch mal auf Schreiberins Frage aus Post 36 eingehen : "mich interessiert besonders, welche spontanen Gefühle in euch entstehen, wenn ihr in einer Beziehung unvorbereitet in eine Auseinandersetzung geratet". In meiner Situation war das schlicht und ergreifend völlige Rat- und Hilflosigkeit, mit dem Rücken an die Wand gedrängt und nicht wissen, was tun : "Was will die Frau von mir ?!?" Dann "streite" Dich mal, wenn Du nicht weißt, worüber ... !

BTW : Schreiberins Tipp, "Wenn ihr Männer euch mal so viel untereinander austauschen würdet, wie wir Frauen das tun, wäre das in der Hinsicht sicher ein Gewinn für euch, behaupte ich jetzt einfach mal...", ist IMVHO wenig Erfolg beschieden. Ich habe mehrfach Bestätigung erfahren, daß es anderen genauso ergangen ist. Verstanden hatte bzw. nachvollziehen konnte es indessen keiner, geschweige denn, daß jemand eine Erklärung dafür hatte. Die kann IMVHO nur eine Frau geben. Meine Hoffnung ist daher, daß sich mal eine Frau die Mühe macht, sich so verständlich auszudrücken, daß wir Männer sie diesbezüglich verstehen können - ich weiß, schwierig . Männer und Fraue verstehen sich einfach nicht, schon klar, aber ich mag die Hoffnung einfach nicht aufgeben ... ! ;-)

Gruß,

Traumichnich.
 
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  • #66
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Traumichnich:
Und ich hatte auch stets meine eigene Meinung. Nur : Ich habe nie die Notwendigkeit gesehen, mich zu streiten ! Ich hatte nie den Eindruck, daß es um "Leben und Tod" ging, daß es um weltbewegende Dinge ging, die ein Beharren und Durchsetzen der eigenen Position erforderlich gemacht hätten.
Das klingt erstmal logisch und vernünftig -- wenn da dieses "nie" nicht wäre. Gibt es denn rein gar nichts, was dir so wichtig ist, dass du da eben *keine* "Alternativen, Kompromisse" finden/eingehen kannst und willst? -- Oder meinstest du "Ich habe nie die Notwendigkeit gesehen, zu explodieren, herumzuschreien, mit Tellern zu werfen"?
 
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  • #68
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Andre:
Das klingt erstmal logisch und vernünftig -- wenn da dieses "nie" nicht wäre. Gibt es denn rein gar nichts, was dir so wichtig ist, dass du da eben *keine* "Alternativen, Kompromisse" finden/eingehen kannst und willst? -- Oder meinstest du "Ich habe nie die Notwendigkeit gesehen, zu explodieren, herumzuschreien, mit Tellern zu werfen"?

Beides : In der Beziehung gab es - Achtung, wichtig : aus *meiner Sicht ! - tatsächlich keine Situation, die ein "Bis hierher und nicht weiter !" erfordert hätte.

Selbst dann würde ich mich mit den von Dir beschriebenen Reaktionen schwertun. Wahrscheinlich würde ich die Angelegenheit versuchen, entweder ruhig und sachlich zu besprechen oder mich erst einmal zurückziehen, um darüber (und wie man sich einigen kann) in Ruhe nachzudenken.

Und je nachdem, wie's in den Wald reingeschallt ist, wäre ich womöglich auch etwas verletzt ...

Ja, ja, ich weiß, was einige (Frauen) jetzt wieder sagen werden : Dann streite Dich doch !

Aber warum denn ? Wenn der Gegenüber eben so tickt, muß man es halt akzeptieren - oder die Konsequenzen ziehen !

Oder ... ?

Verunsicherte Grüße,

Traumichnich.
 
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  • #69
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Ich habe mal nachgeschlagen : Streit wird gleichgesetzt mit Konflikt, es geht um nicht miteinander vereinbare Positionen plus Entscheidungsdruck plus Emotionalität.

Das ist doch aufschlussreich.
Grundsätzlich also eine Ausgangssituation, die doch JEDER im Leben und eigentlich andauernd erlebt.
Schwierig daran ist eigentlich "nur", wie dann damit umgegangen wird.

Zum einen die, die nicht streiten (WOLLEN) oder da keine Notwendigkeit sehen, weil sie eine entspannte Haltung gegenüber Kompromissen und erfolgreicher Lösungsfindung haben oder auch kein großes Problem darin sehen, einmal zurückzustecken.

Dann die , die nicht streiten KÖNNEN : es löst was schlimmes in ihnen aus, schlechte Erfahrungen, Angst, Farbe bekennen zu müssen, Angst oder sogar Panik zu verlieren oder Angst davor, dass die Beziehung jetzt kaputt geht oder man selber "nicht in Ordnung" ist.
Kann ja auch alles sein - MUSS aber auch nicht. Wer aber zwanghaft IMMER Konflikte so sieht - das ist natürlich schwierig, denn , wie gesagt, ansich ist es doch was total normales, dass man mal unterschiedliche Positionen hat...

Und dann vielleicht noch die, die sich zwar in die Diskussion begeben, aber auch auf dem Hintergrund, dass jetzt was ganz schlimmes kommt - dann wird vielleicht wirklich ein Kampf daraus : sich krampfhaft behaupten wollen, mit Händen und Füßen darum ringen, verstanden und angenommen zu werden, endlich auch mal zum Zug kommen....

Sicher gibt es noch mehr "Prototypen" und viele Zwischenformen - aber man kann sich ja schon bei dem Zusammentreffen zweier dieser Typen vorstellen, wie es dann zur Sache geht.
So langsam verstehe ich immer besser, wieso die Art mit Konflikten umzugehen, so wichtig für eine Beziehung sein soll.

Von daher glaube ich auch, dass es nicht unbedingt auf "schlimmes" Konfliktverhalten ankommt, sondern eher auf das, was da zusammentrifft.

Allein schon aus beruflichen Gründen mit diesen kleinen fürchterlichen Wesen, die einen innerhalb von 2 Minuten zur Weißglut provozieren können, musste ich mich immer schon stark mit dem Thema beschäftigen und zwangsläufig mein Repertoire erweitern.
Ich muss mich kaum noch streiten, auf eskalierende Art.

Ich habe aber auch schon mal privat vor etlichen Jahren ein Glas quer durch den Raum geschmissen. Das war heftig, aber kein Weltuntergang für meinen damaligen Streitpartner (das Herzchen konnte sich ein paar Jahre danach nicht mal mehr daran erinnern !). Es passte irgendwie (nein, ansonsten haben wir uns nicht geprügelt).
Richtig heftiger Streit kann auch eine bereinigende Wirkung haben. Wenn beide das aushalten können und es auch als eine Ausnahmesituation zur Seite schieben können, geht davon die Welt nicht unter.

Wenn ich manchmal so subtil nörgelnde Paare mitkriege, die sich ewig eins nebenher in den Kaffee tun und ewig alles aufrechnen - vielleicht wäre es da auch mal angebrachter, sich einmal richtig zu fetzen und ein paar Dinge rauszulassen... VIELLEICHT.

In meiner letzten Beziehung wäre das total indiskutabel gewesen und war auch nicht nötig.
Da war es dann eigentlich immer sehr angenehm entspannt, gemeinsam eine gute Lösung zu finden, in aller Ruhe..

Also, kurz und gut : es kommt wirklich darauf an, wer da miteinander in Streit gerät.
 
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  • #70
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Traumichnich:
Beides : In der Beziehung gab es - Achtung, wichtig : aus *meiner Sicht ! - tatsächlich keine Situation, die ein "Bis hierher und nicht weiter !" erfordert hätte.

Selbst dann würde ich mich mit den von Dir beschriebenen Reaktionen schwertun. Wahrscheinlich würde ich die Angelegenheit versuchen, entweder ruhig und sachlich zu besprechen oder mich erst einmal zurückziehen, um darüber (und wie man sich einigen kann) in Ruhe nachzudenken.
Also, ich wollte mitnichtem dem Tellerwerfen das Wort reden, im Gegenteil. Du schriebst an anderer Stelle, dass der Begriff "Streit" für dich eher nach "Krieg" und nicht nach "Diskussion" klingt, und du sagen wolltest: ich habe noch nie "Krieg geführt". Also, um weitere Missverständnisse zu vermeiden, nenne ich es mal Diskussion.

Jeder hat doch irgendwelche grundlegenden Eigenschaften, die sein Wesen ausmachen und wo er nicht aus seiner Haut kann, wo er nicht etwas anderes sein kann als das, was er ist. Wenn nun so eine Eigenschaft zum Diskussionsthema wird, gibt es keine Kompromisse oder Alternativen, die nicht (auf beiden Seiten) mit Verbiegen, Verstellen oder Augenwischerei einhergingen. Fische können nun mal nicht an Land leben, selbst wenn sie sich noch so anstrengen, aber das Leben im Wasser ist ja auch nichts anstößiges, woran man unbedingt etwas ändern müsste. Sowas meinte ich.

Aber es gibt ja auch weniger grundlegende Themen, wobei da jeder einen anderen Maßstab hat, was er als wichtig oder unwichtig, interessant oder uninteressant, also diskussionswürdig hält. Hattest du denn den Eindruck, dass deine damalige Freundin (aus deiner Sicht) über zuviele Kleinigkeiten zuviel "Gewese" gemacht hat?
 
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  • #71
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Andre:
(...) Hattest du denn den Eindruck, dass deine damalige Freundin (aus deiner Sicht) über zuviele Kleinigkeiten zuviel "Gewese" gemacht hat?
Der Punkt ist, daß ich bis heute nicht weiß, worüber sie sich mit mir streiten wollte : Sie stellte einfach nur fest, daß sie sich mit mir nicht streiten könne, sie aber diese "Reibung" brauche.

Wenn Du so willst, haben wir darüber gestitten (bzw. eben nicht), daß sie sich mit mir nicht streiten konnte.

Für sie war das offensichtlich keine Kleinigkeit. Ich denke, Schreiberin hat das gut auf den Punkt gebracht :

Zitat von Schreiberin:
(...) Bezogen auf deine Beziehung würde ich vielleicht sagen : für dich waren es vielleicht einfach KEINE Streitpunkte, du konntest dich deshalb cool und entspannt verhalten, für dich ging es um nicht viel.
Für deine Freundin war es vielleicht ein wichtiges Thema und wenn dann keine Reaktion kommt, hat sie vielleicht das Gefühl gehabt, du nimmst sie selbst nicht wichtig, nimmst nicht wahr, dass für sie etwas auf dem Spiel steht, zeigst keinen Einsatz, für sie wichtiges zu besprechen....

Gruß,

Traumichnich.
 
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  • #72
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Traumichnich:
Der Punkt ist, daß ich bis heute nicht weiß, worüber sie sich mit mir streiten wollte : Sie stellte einfach nur fest, daß sie sich mit mir nicht streiten könne, sie aber diese "Reibung" brauche.
Hm. Dann hätte sie doch einfach mal den Anfang machen können.
 
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  • #73
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Tja, ich denke (heute), da hat's wohl ein Kommunikationsproblem gegeben : Für sie war's offenbar offensichtlich, für mich ebenso unverständlich, und wir waren - obwohl wir's sicherlich versucht haben - nicht in der Lage das dem jeweils anderen verständlich zu machen.

Gruß,

Traumichnich.
 
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  • #74
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Traumichnich:
Tja, ich denke (heute), da hat's wohl ein Kommunikationsproblem gegeben : Für sie war's offenbar offensichtlich, für mich ebenso unverständlich, und wir waren - obwohl wir's sicherlich versucht haben - nicht in der Lage das dem jeweils anderen verständlich zu machen.
so wie es jeden tag im alltag und auch hier im forum vorkommt :)
 
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  • #75
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Traumichnich:
Tja, ich denke (heute), da hat's wohl ein Kommunikationsproblem gegeben : Für sie war's offenbar offensichtlich, für mich ebenso unverständlich ...
Andererseits: wenn man kein Problem hat ("spürt"), kann man auch keins ansprechen. Das wäre jetzt die Frage.
 
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  • #76
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Mich beschäftigt noch dieses "Nicht streiten können/wollen" und heute ist mir ein praktisches Beispiel eingefallen, war vielleicht helfen kann.

Stellt euch vor ein Mann und eine Frau wollen irgendwo hinfliegen. Sie ist noch nicht oft geflogen und ist vom Typ her ziemlich korrekt mit Pünktlichkeit. Es ist schon oft geflogen und hat mehr die Ruhe weg, was Zeit angeht. Sie nähern sich dem Flughafen und er sucht einen Parkplatz. Es ist viel los und nur die sehr teuren Plätze sind frei. Er sucht auf gut Glück und in Ruhe weiter. Mittlerweile ist die normale Eincheckzeit erreicht. Sie wird immer nervöser und angespannter, weil sie nicht zu spät kommen will und nicht unangenehm auffallen will. Es findet das übertrieben und sieht keinen Grund zur Hektik. Er sieht es nicht ein, auf einen superteueren Platz zu fahren.

So die Situation.
Ein harmonisch nicht streiten Wollender würde wohl in Ruhe versuchen, sie zu beruhigen. - ich behaupte jetzt einfach mal, dass sie nicht von ihrem Standpunkt abweicht und nur noch parken will.
Was heißt das jetzt ? Der Mann gibt um des lieben Friedens Willen auf ?
Wäre ja lieb gemeint, aber wenn er das häufig so macht - wo bleiben dann SEINE Wünsche und berechtigten Sichtweisen ? Man kann die Frau vielleicht auf ihrem Hintergrund verstehen - aber ist das in Ordnung, dass sie sich so immer wieder durchsetzt ?

Wäre es vielleicht nicht auch für sie eine Chance gewesen, sich weiterzuentwickeln und etwas neues zu lernen ? Manchmal braucht es vielleicht auch einen etwas härteren Widerstand, damit wir festgefahrene Positionen aufgeben können.
Streit kann in dem Sinne kurzfristig stressig sein, aber letztendlich doch dann auch positive Wirkung haben. Oder ?
 
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  • #77
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Schreiberin:
Mich beschäftigt noch dieses "Nicht streiten können/wollen" und heute ist mir ein praktisches Beispiel eingefallen, war vielleicht helfen kann.

Stellt euch vor ein Mann und eine Frau wollen irgendwo hinfliegen. Sie ist noch nicht oft geflogen und ist vom Typ her ziemlich korrekt mit Pünktlichkeit. Es ist schon oft geflogen und hat mehr die Ruhe weg, was Zeit angeht. Sie nähern sich dem Flughafen und er sucht einen Parkplatz. Es ist viel los und nur die sehr teuren Plätze sind frei. Er sucht auf gut Glück und in Ruhe weiter. Mittlerweile ist die normale Eincheckzeit erreicht. Sie wird immer nervöser und angespannter, weil sie nicht zu spät kommen will und nicht unangenehm auffallen will. Es findet das übertrieben und sieht keinen Grund zur Hektik. Er sieht es nicht ein, auf einen superteueren Platz zu fahren.

So die Situation.
Ein harmonisch nicht streiten Wollender würde wohl in Ruhe versuchen, sie zu beruhigen. - ich behaupte jetzt einfach mal, dass sie nicht von ihrem Standpunkt abweicht und nur noch parken will.
Was heißt das jetzt ? Der Mann gibt um des lieben Friedens Willen auf ?
Wäre ja lieb gemeint, aber wenn er das häufig so macht - wo bleiben dann SEINE Wünsche und berechtigten Sichtweisen ? Man kann die Frau vielleicht auf ihrem Hintergrund verstehen - aber ist das in Ordnung, dass sie sich so immer wieder durchsetzt ?

Wäre es vielleicht nicht auch für sie eine Chance gewesen, sich weiterzuentwickeln und etwas neues zu lernen ? Manchmal braucht es vielleicht auch einen etwas härteren Widerstand, damit wir festgefahrene Positionen aufgeben können.
Streit kann in dem Sinne kurzfristig stressig sein, aber letztendlich doch dann auch positive Wirkung haben. Oder ?

Es müsste in solch einer Situation nicht automatisch zum Streit kommen. Er kann sagen: "Ich verstehe, dass Du langsam unruhig wirst, aber aus Erfahrung weiß ich, die Zeit reicht allemal. Beim nächsten Mal können wir ja eher losfahren."
Sie kann sagen: "Ich kann das nicht. Du weißt doch, ich bin pünktlich und komme nicht gern zu spät. Bitte park hier. Ich zahl den teuren Parkplatz."
Beides m.E. könnte deeskalierend wirken. Grunsätzlich gilt es hier zu klären, welche Bedürfnisse jeweils angesprochen, bzw. nicht befriedigt werden und wie beide sich verhalten können, damit die Bedürfnisse beider befriedigt werden können.
 
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  • #78
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Else:
Es müsste in solch einer Situation nicht automatisch zum Streit kommen. Er kann sagen: "Ich verstehe, dass Du langsam unruhig wirst, aber aus Erfahrung weiß ich, die Zeit reicht allemal. Beim nächsten Mal können wir ja eher losfahren."
Sie kann sagen: "Ich kann das nicht. Du weißt doch, ich bin pünktlich und komme nicht gern zu spät. Bitte park hier. Ich zahl den teuren Parkplatz."
Beides m.E. könnte deeskalierend wirken. Grunsätzlich gilt es hier zu klären, welche Bedürfnisse jeweils angesprochen, bzw. nicht befriedigt werden und wie beide sich verhalten können, damit die Bedürfnisse beider befriedigt werden können.

Das ist mir schon klar. Ich wollte aber nicht vom optimalen Fall ausgehen, in dem immer alle wahnsinnig reflektiert und "vernünftig" sind. Manchmal stolpert man in solche Situationen hinein.
Muss ich das erklären ???! Kennst du das nicht ???!
 
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  • #79
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Schreiberin:
Das ist mir schon klar. Ich wollte aber nicht vom optimalen Fall ausgehen, in dem immer alle wahnsinnig reflektiert und "vernünftig" sind. Manchmal stolpert man in solche Situationen hinein.
Muss ich das erklären ???! Kennst du das nicht ???!

Klar. Er kann sagen: "Stell dich nicht so an." Sie flippt aus. "Nie nimmst Du Rücksicht." Und schon haben wir den Salat.
Nur, ich will mich um solche Dinge nicht streiten. Ich streite mich gern über Sachfragen. Aber nicht, wenn unterschiedliche Bedürfnislagen aufeinander treffen.
 
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  • #80
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Schreiberin:
Mich beschäftigt noch dieses "Nicht streiten können/wollen" und heute ist mir ein praktisches Beispiel eingefallen, war vielleicht helfen kann.

[Beispiel geschnippt]

Ein harmonisch nicht streiten Wollender würde wohl in Ruhe versuchen, sie zu beruhigen. - ich behaupte jetzt einfach mal, dass sie nicht von ihrem Standpunkt abweicht und nur noch parken will.
Was heißt das jetzt ? Der Mann gibt um des lieben Friedens Willen auf ?
Wäre ja lieb gemeint, aber wenn er das häufig so macht - wo bleiben dann SEINE Wünsche und berechtigten Sichtweisen ? Man kann die Frau vielleicht auf ihrem Hintergrund verstehen - aber ist das in Ordnung, dass sie sich so immer wieder durchsetzt ?

Wäre es vielleicht nicht auch für sie eine Chance gewesen, sich weiterzuentwickeln und etwas neues zu lernen ? Manchmal braucht es vielleicht auch einen etwas härteren Widerstand, damit wir festgefahrene Positionen aufgeben können.
Streit kann in dem Sinne kurzfristig stressig sein, aber letztendlich doch dann auch positive Wirkung haben. Oder ?
Die Frage ist, welche Bedeutung jeder für sich dieser Frage (und dem Nachgeben) beimißt : *Mir* wäre das z. B. nicht wichtig (genug), und ich würde wahrscheinlich so reagieren, wie Else es beschrieben hat. "Wirkt" das nicht und sie wird panisch, würde ich wahrscheinlich nachgeben.

Aber mir fällt auch ein Beispiel ein : Autobahnfahrt bei Mistwetter (Nieselregen), "normaler" bis reger Verkehr, 3-spurig. Ich fahre, sie ist Beifahrerin. Nach ihrer Aussage bin ich ein sehr besonnener und sicherer, guter Fahrer. Auf dieser Fahrt moniert sie erstmals, daß ich zu dicht auffahre. Ich bin anderer Ansicht, versuche aber, etws mehr Abstand zu halten mit der Folge, daß die Lücken von anderen Verkehrsteilnehmern "zugefahren" werden. Sie "meckert" weiter, ich bitte sie, aufzuhören ("Jetzt ist aber gut, ja ?!"), setze also eine Grenze. Sie merkt nicht einmal, daß ich angefressen bin.

Und nun ? Wie sollte es in dieser Situation IYVHO weitergehen ?

Gespannten Gruß,

Traumichnich
 
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  • #81
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Ich gebe es jetzt auf.
Wohin ich auch schaue, im Alltag, sehe ich Leute, die sich mehr oder weniger in die Haare geraten, sich mal fruchtbar, mal ätzend streiten - c`est la vie. Ich finde es auch nicht schlimm, solange es einigermaßen im Rahmen bleibt oder hinterher geklärt wird.
Ich bin nicht scharf auf Streit und streite mich auch selten. Dieses Phänomen "Nie streiten" ist mir einfach fremd. Vielleicht bin ich tief in mir drin doch ein aggressives Frettchen. :)
 
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  • #82
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Ich glaube, das Thema ist in der Tat schwierig zu diskutieren !

Mein Fazit : Die postings in diesem thread scheinen meine Erfahrungen zu bestätigen. Jeder hat seine eigenen Grenzen und Vorstellungen, und jeder wird an einem anderen Punkt "hochgehen" - und wirklich jeder hat so einen Punkt. Und dann greifen andere Voraussetzungen als hier bei einer akademischen Erörterung.

Das Problem ist, daß jeder seine Prioritäten unterschiedlich gewichtet. Dadurch sind Konstellationen denkbar, in denen ein Streit nicht möglich ist.

Das wiederum führt dazu, daß Probleme nicht an-, geschweige denn ausgesprochen werden, mit womöglich fatalen Konsequenzen für die Beziehung, da eine Klärung nicht herbeigeführt werden kann, ohne die ein Überleben der Beziehung auf Dauer gefährdet bzw. nicht möglich ist.

Hab' ich das richtig zusammengefaßt ?

Gruß,

Traumichnich.
 
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  • #83
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Sehr gute Beispiele von "Schreiberin" und "Traumichnich", zumindest für mich. Und genau das ist es was ich meine, natürlich kann ich mit all diesen Situationen als sehr geschulte Person "sachlich" umgehen; am Flughafen würde ich mir ausrechnen über welchen Mehrbetrag wir überhaupt diskutieren und in welchem Zusammenhang dieser Betrag zu den Gesamturlabskosten steht und ob dieser Betrag nicht für einen schönen unbeschwerten Urlaub(sstart) gut investiert ist. Auf der Autobahn würde den Kompromiss suchen und vorschlagen: "Schatz, machen wir einen Deal - wenn du fährst, dann mische ich mich nicht ein und bitte umgekehrt, wenn du aber bei meiner Fahrweise Angst hast, dann habe ich nichts dagegen, dass du fährst, wenn wir zu Zweit sind.

Nur in der Regel, wiederholen sich diese Vorfälle, wenn sie schon einmal zu solchen Auseinandersetzungen neigen und auf die Dauer würde mein laufend sachliches Abhandeln, von solchen Konflikten innerlich immer ein ganz kleines Stück von der Beziehung zu meiner Partnerin sterben lassen - und irgenwann kann sie dann ihre Kritik an meinem Nachfolger anwenden ...

Das Problem ist eigentlich ein Missverständnis, nämlich, dass meine Partnerin dann immer der Meinung war "endlich hat er's eingesehen" und daher keine Anstalt gemacht hat für meine Dehnung etwas zurückzugeben ...

Ich habe hier igendwo ein Beispiel aus einem Buch mit Drachen und Prinzessin und Ritter zitiert - dieses Beispiel charakterisiert ebenso genau das was ich meine ...

nachfolgend die wiedergefundene Geschichte:
 
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  • #84
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

hier nochmals die Geschichte:

dazu habe ich vor einiger Zeit eine Geschichte gelesen (leider keine Ahnung mehr, welches Buch):

... es wahr einmal, eine Prinzessin in einem Turm, die von einem Drachen bedroht wurde! Ein Rittersmann kam, sah die hübsche Maid in Gefahr, nahm sein Schwert und tötete den Drachen! Die Prinzessin war so gerührt, dass diese den stolzen Ritter zum Mann erkohr - ein großes Fest wurde gefeiert und der Rittersmann fühlte sich recht wohl in seiner Rolle als Held!

Es verging die Zeit und der Rittersmann vernahm von Weitem, dass seine angebetete Frau wieder in Gefahr von einem Drachen war! Er ritt so schnell wie der Wind zum Schloss, sah seine Geliebte in Gefahr, nahm das Schwert und wollte zum Schlag auf den Drachen ausholen - da rief ihm seine Geliebte zu: "nimm nicht das Schwert, nimm das Seil!" kurz verunsichert musste der Ritter einen Schlag vom Drachen einstecken, aber er erlag den Drachen mit dem Seil! Er war wieder der Held und es wurde wieder ein großes Fest gefeiert, nur irgendwie hatte der stolze Rittersmann ein flaues Gefühl in der Magengegend...

Nach ein paar Monaten geriet die hübsche Frau des Rittersmann wieder in Not vor einem Drachen! Wie der Wind kam wieder der Rittersmann dahergeritten, nahm sein Schwert, zögerte kurz, da er überlegte ob nicht das Seil besser sein und musste einen schweren Hieb vom Drachen einstecken, da kam der rettende Tipp aus dem Munde seiner Angebeteten: "nimm das Gift, das ist die beste Waffe" Er tat dies und konnte nach ein paar weiteren Schlägen vom Drachen. diesen mit dem Gift erlegen! Es wurde wieder ein berauschendes Fest gefeiert und alle feierten den Helden, dieser fühlte sich aber gar nicht gut und es kam keine richtige Freude bei ihm auf!

Wie es halt in dieser Geschichte so ist, die Maid wurde wieder von einem Drachen angegriffen und flehte in die Ferne um Hilfe!! Aber der Rittersmann war nirgends zu sehen! Keine Spur von diesem weit und breit ...

Er hatte eine andere Prinzessin vor einem Drachen gerettet und lebte nun mit dieser glücklich bis an ihr Ende - nicht aber bevor er sich versicherte, dass diese nichts von Seilen oder Giften verstand ....
 
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  • #85
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Schreiberin:
Mittlerweile ist die normale Eincheckzeit erreicht. Sie wird immer nervöser und angespannter, weil sie nicht zu spät kommen will und nicht unangenehm auffallen will. Es findet das übertrieben und sieht keinen Grund zur Hektik. Er sieht es nicht ein, auf einen superteueren Platz zu fahren.

So die Situation.
Ein harmonisch nicht streiten Wollender würde wohl in Ruhe versuchen, sie zu beruhigen. - ich behaupte jetzt einfach mal, dass sie nicht von ihrem Standpunkt abweicht und nur noch parken will.
Was heißt das jetzt ? Der Mann gibt um des lieben Friedens Willen auf ?
Wäre ja lieb gemeint, aber wenn er das häufig so macht - wo bleiben dann SEINE Wünsche und berechtigten Sichtweisen ? Man kann die Frau vielleicht auf ihrem Hintergrund verstehen - aber ist das in Ordnung, dass sie sich so immer wieder durchsetzt ?
in soclhen situationen sollte man einen mittelweg suchen und finden.
die frau könnte auch schon mit den koffern aussteigen und beide einchecken während er weiter nach einem parkplatz sucht. so haben wir das immer gemacht wenn es knapp wurde.
 
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  • #86
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Traumichnich:
n.

Aber mir fällt auch ein Beispiel ein : Autobahnfahrt bei Mistwetter (Nieselregen), "normaler" bis reger Verkehr, 3-spurig. Ich fahre, sie ist Beifahrerin. Nach ihrer Aussage bin ich ein sehr besonnener und sicherer, guter Fahrer. Auf dieser Fahrt moniert sie erstmals, daß ich zu dicht auffahre. Ich bin anderer Ansicht, versuche aber, etws mehr Abstand zu halten mit der Folge, daß die Lücken von anderen Verkehrsteilnehmern "zugefahren" werden. Sie "meckert" weiter, ich bitte sie, aufzuhören ("Jetzt ist aber gut, ja ?!"), setze also eine Grenze. Sie merkt nicht einmal, daß ich angefressen bin.

Und nun ? Wie sollte es in dieser Situation IYVHO weitergehen ?
in situationen wo es um gefahrsituationen geht ist immer das zu tun, was der schwächere will. andernfalls wird man vielleicht nicht mehr lange ein paar bleiben :)
 
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  • #87
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

@Traumichnicht/doch/vielleicht

Das hast du UNBESTRITTEN prima zusammengefasst - sehr gut, setzen !
:)))
 
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  • #88
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Freitag:
in situationen wo es um gefahrsituationen geht ist immer das zu tun, was der schwächere will. andernfalls wird man vielleicht nicht mehr lange ein paar bleiben :)

Das wäre ja fast ein Thema für einen neuen Thread : Männer und Frauen am Steuer !
Deine Einstellung finde ich gut, aber ich glaube, der, der die Situation total easy findet, kann davon ganz schön angenervt sein...
 
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  • #89
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Schreiberin:
Deine Einstellung finde ich gut, aber ich glaube, der, der die Situation total easy findet, kann davon ganz schön angenervt sein...
wie stehts mit dem berühmten einfühlungsvermögen? gerade in solchen situation will man doch einen partner haben der versteht und nicht genervt ist, oder?
 
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  • #90
AW: Wie fühlt sich Streit an ?

Zitat von Freitag:
wie stehts mit dem berühmten einfühlungsvermögen? gerade in solchen situation will man doch einen partner haben der versteht und nicht genervt ist, oder?

Klar, immer her damit, aber gerade das Thema Autofahren ist doch wirklich das absolute Paradebeispiel für schwierige Frauen-Männer-Kommunikation : welche Frau kennt alles einen Mann, der schnell und risikobereit fährt und Stein und Bein darauf schwört, dass er IMMER ALLES im Griff hat ? Finger hoch !..... :)))