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  • #514
Okay, ich hab mir den ganzen "Do's and Dont's-Thread" nochmal gründlich und (selbst-)kritisch angeschaut.
...
Vermutlich war es mir ganz recht, dass babe mir diese "Angriffsfläche" geboten hat und ich wollte die Gelegenheit nutzen, sie zu diskreditieren.
@babe Ich möchte dich dafür um Verzeihung bitten! Den Vorwurf einer braunen Färbung deiner Gesinnung nehme ich selbstverständlich zurück.
Ach, das ist sicherlich nett von dir gemeint. Oder oh: das klingt so aufrichtig und selbstkritisch.
Aber ich spür nicht, daß es sonderlich was mit mir zu tun hätte. Obwohl ich da wieder so gehäuft vorkomme. Wie die wiederholten seitenlangen Deutungen und Diffamierungen wenig mit mir zu tun haben, so auch das “Entschuldigungsangebot”. Da mag Wolke, äußerlich veranlaßt durch Fleurdelis Nachfragen, was mit sich ausmachen oder mit seinem Bild. Aber mein Interesse, dafür als Instrument herzuhalten, ist begrenzt. Ich find Art und Weise so wichtigtuerisch wie langweilig. Ich fände es stattdessen und viel schlichter gut, wenn Diskussionen nicht in diesem Maß gestört würden durch diese ständigen immer geistlosen Zuordnungen und die sich daran schließenden Mobgerichtsverhandlungen voll platten Unsinns und schmierigen Lug und Trugs. Also das Sandkastengeplärre. Das würde was bringen, anders als das Zugeständnis, man habe damals womöglich mal ein Fehlurteil gefällt. Insbesondere, nachdem man sich zuvor wieder, offenbar aus irgendwelchen inneren Notwendigkeiten heraus, seitenlang den üblichen Geistlosigkeiten, den Falschzuordnungen, Fehlschlüssen, dem Herumgezündel, der Hetze und anderem Unsinn hingegen hat.

Hilfreich wäre ein Interesse mal nicht so sehr am Bild, das man vor sich und Leuten abgibt, deren Ansprüche man da ähnlich hoch oder eben doch niedrig wie die eigenen verortet, also auf Augenhöhe. Sondern an den Sachen, Realitäten, über die man zu sprechen vorgibt.
Aber Menschen sind verschieden und haben unterschiedliche Interessen und für jeden finden sich Gesinnungsgenossen. Sweety hat ja schön Gruppen aufgeteilt und wie sie es gemacht hat, finde ich aus ihrer Perspektive absolut nachvollziehbar. Anders als sie spüre ich bei Wolke und anderen Angehörigen der von ihr aufgemachten Gruppe meist tatsächlich kein Gegenüber, dessen Äußerungen ich in sachlicher Hinsicht ernst nehmen könnte. Meinem Eindruck nach geht es da ständig um die Figur, die jemand macht und wofür er Leute braucht, in deren Einbildung er sie finden oder installieren kann.
Ich weiß, andere nennen das eben authentisch. Gerade weil keine Figur ausdrücklich und distanziert entworfen und gestaltet wird. Vielleicht ist es das auch. Ich würde fast sagen: vielleicht geht es gerade deswegen da umso distanzloser und ungestalter und umso bedürftiger darum, welche Figur man selbst abgibt. Weil nichts anderes programmiert wird, sondern man nur sich selbst dafür hat.
 
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  • #515
Hallo babe,

wenn wir schon auf der Metaebene sind und ich mich mal von der Seite :rolleyes: einmischen darf (ha, ich mach’s einfach): inhaltlich stimme ich dir in der Bewertung der "Forumsfigur" Wolke4 so ziemlich zu. Die scheint mir wie bewusst "überzeichnet", ich kann mir nur schwer vorstellen, dass jemand wirklich so verquast argumentiert. Ähnlich wie Tone. Andererseits zeigt das wohl nur meine Intoleranz ;), da ich höchstwahrscheinlich im sog. RL nie in Kontakt mit einer derart gestrickten Person käme (mangels Resonanz).

Was erhoffst du dir von Formulierungen wie
Das würde was bringen, anders als das Zugeständnis, man habe damals womöglich mal ein Fehlurteil gefällt. Insbesondere, nachdem man sich zuvor wieder, offenbar aus irgendwelchen inneren Notwendigkeiten heraus, seitenlang den üblichen Geistlosigkeiten, den Falschzuordnungen, Fehlschlüssen, dem Herumgezündel, der Hetze und anderem Unsinn hingegen hat-
Irgendwie bin ich da abgehängt. Manchmal erscheint mir dein Schreiben in der Wirkung ähnlich wie Mentalistas (wuhu :D) gerade mal wieder im Busfahrerthread - wie ein Bot auf bestimmte Buzzwords reagierend.

Ich würde fast sagen: vielleicht geht es gerade deswegen da umso distanzloser und ungestalter und umso bedürftiger darum, welche Figur man selbst abgibt. Weil nichts anderes programmiert wird, sondern man nur sich selbst dafür hat.
Könntest du das nochmal anders formulieren, um was es dir da geht?
 
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  • #516
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  • #517
Hallo babe,

wenn wir schon auf der Metaebene sind und ich mich mal von der Seite :rolleyes: einmischen darf (ha, ich mach’s einfach): inhaltlich stimme ich dir in der Bewertung der "Forumsfigur" Wolke4 so ziemlich zu. Die scheint mir wie bewusst "überzeichnet", ich kann mir nur schwer vorstellen, dass jemand wirklich so verquast argumentiert. Ähnlich wie Tone. Andererseits zeigt das wohl nur meine Intoleranz ;), da ich höchstwahrscheinlich im sog. RL nie in Kontakt mit einer derart gestrickten Person käme (mangels Resonanz).
Ich schwanke da auf öfter. Zum einen ist hier ja alles selektiver und insofern auch einseitiger. Zum anderen halte ich für möglich, daß die Wirklichkeit immer noch schlimmer ist. Und da, wenn man nicht ziemlich reflektiert ein Auge drauf hat, Leute mit der Zeit so werden wie sie sich medial geben, Menschen immer mehr wie ihre Profile werden, bin ich dankbar für so einen Blick auf einen Mikrokosmos Gesellschaft.

Was erhoffst du dir von Formulierungen wie

Irgendwie bin ich da abgehängt. Manchmal erscheint mir dein Schreiben in der Wirkung ähnlich wie Mentalistas (wuhu :D) gerade mal wieder im Busfahrerthread - wie ein Bot auf bestimmte Buzzwords reagierend.
Ich verzeihe dir (großmütig!) diese abwertende Provokation!
Was ich mir verspreche, weiß ich nicht. Ist das wirklich deine Frage? Also aufgrund einer Annahme, ich verspräche mir da was? Oder soll ich einfach was dazu sagen, wie ich selbst solche Passagen lesen würde? Vermutlich als running etwas, gewissermaßen so wie Thomas Bernhard-Zeilen oder so. Ob diese Art gleichsam mechanischer Wiederholung den mechanischen Wiederholungsstil andere Foristen parodiert oder dieselbe Wurzeln hat, oder es sogar was Drittes gibt, wäre ne längere Diskussion

Könntest du das nochmal anders formulieren, um was es dir da geht?
Der Grundgedanke: zwei unterschiedliche Arten von Figur: unterscheiden nämlich einmal: ne Figur entwerfen, und einmal: Figur abgeben. Im ersten Fall: sich nicht darum kümmern, ob man das selbst ist, deswegen verliert man sich auch nicht, deswegen geht es auch nicht um Authentizität oder Inauthentizität. Im zweiten Fall: sich enorm kümmern, daß man das selbst ist, starkes Bewußtsein für die Erscheinung, fürs Ankommen, aber das nicht loslassen, sondern ganz wichtig finden, daß man das selbst ist, insofern: sehr darauf bedacht sein, welche Figur man macht, nicht als Darsteller, sondern als Selbstseiender.
Nem Schauspieler vorzuwerfen, er würde schauspielern, wäre etwas seltsam. Der Vorwurf macht eher Sinn, wo jemand darauf besteht, voll authentisch zu sein, oder der Rahmen so ist, wie in bestimmten TV-Formaten, daß wenig reflektierende Zuschauer großen Wert darauf legen, daß sich da jemand authentisch verhält.
 
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  • #518
Die Distanz zwischen "Ich" und "Ideal". Falls man sich der Distanz bewusst ist und das Ideal in einem realistischen Bereich liegt, kann diese Diskrepanz durchaus fördernd wirken. Eine kreative Dynamik hervorbringen. Dann liegt wohl "authentisch sein" in diesem fließenden Bereich.
 
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  • #519
ich kann mir nur schwer vorstellen, dass jemand wirklich so verquast argumentiert. Ähnlich wie Tone. Andererseits zeigt das wohl nur meine Intoleranz ;), da ich höchstwahrscheinlich im sog. RL nie in Kontakt mit einer derart gestrickten Person käme (mangels Resonanz).
Gut erkannt, ich meide auch im sog. virtuellen Raum Personen wie tina*, nicht nur weil ich dich gar nicht kenne sondern auch wegen dem Strickmuster das du hier offen zur Schau stellst.
 
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fleurdelis*

  • #520
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*Andrea*

  • #522
Der Grundgedanke: zwei unterschiedliche Arten von Figur: unterscheiden nämlich einmal: ne Figur entwerfen, und einmal: Figur abgeben. Im ersten Fall: sich nicht darum kümmern, ob man das selbst ist, deswegen verliert man sich auch nicht, deswegen geht es auch nicht um Authentizität oder Inauthentizität. Im zweiten Fall: sich enorm kümmern, daß man das selbst ist, starkes Bewußtsein für die Erscheinung, fürs Ankommen, aber das nicht loslassen, sondern ganz wichtig finden, daß man das selbst ist, insofern: sehr darauf bedacht sein, welche Figur man macht, nicht als Darsteller, sondern als Selbstseiender.
Nem Schauspieler vorzuwerfen, er würde schauspielern, wäre etwas seltsam. Der Vorwurf macht eher Sinn, wo jemand darauf besteht, voll authentisch zu sein, oder der Rahmen so ist, wie in bestimmten TV-Formaten, daß wenig reflektierende Zuschauer großen Wert darauf legen, daß sich da jemand authentisch verhält.
Das sind halt andere Bedürfnisse. Wenn jemand selten oder nie das Gefühl haben durfte, so ok zu sein, wie er ist, oder auch darin verstanden zu werden, was seine Anliegen und Empfindungen sind, dann ist es nachvollziehbar, dass es ihn dann stark beschäftigt, wie die anderen ihn sehen, wahrnehmen, finden. Wer das Glück - oder Verdienst, je nachdem - hat, (mehr) Erfahrungen von (Selbst-)Akzeptanz und Verstanden- und in seiner ganzen Art Geliebtwerden gemacht zu haben, der kann mit diesem Thema lockerer umgehen, fühlt sich nicht so schnell verletzt, muss nicht so viel über sich reden und nachdenken, braucht nicht so viel Aufmerksamkeit als Person, sondern kann sich eher für die Sache interessieren oder auch spielerisch Spass haben. Möglicherweise, wenn's gut genutzt wird, trägt das Tun und Streben danach, eine (gute) Figur abzugeben, irgendwann dazu bei, dass das zugrunde liegende Bedürfnis langsam weniger wird.
 
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  • #523
Der Grundgedanke: zwei unterschiedliche Arten von Figur: unterscheiden nämlich einmal: ne Figur entwerfen, und einmal: Figur abgeben. Im ersten Fall: sich nicht darum kümmern, ob man das selbst ist, deswegen verliert man sich auch nicht, deswegen geht es auch nicht um Authentizität oder Inauthentizität. Im zweiten Fall: sich enorm kümmern, daß man das selbst ist, starkes Bewußtsein für die Erscheinung, fürs Ankommen, aber das nicht loslassen, sondern ganz wichtig finden, daß man das selbst ist, insofern: sehr darauf bedacht sein, welche Figur man macht, nicht als Darsteller, sondern als Selbstseiender.
Nem Schauspieler vorzuwerfen, er würde schauspielern, wäre etwas seltsam. Der Vorwurf macht eher Sinn, wo jemand darauf besteht, voll authentisch zu sein, oder der Rahmen so ist, wie in bestimmten TV-Formaten, daß wenig reflektierende Zuschauer großen Wert darauf legen, daß sich da jemand authentisch verhält.
Ich bin da leider etwas abgehängt. Habe ich es richtig verstanden, dass dir die Kommunikation mit einer erdachten Figur wertvoller erscheint als die mit einem realen Menschen?
 
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  • #524
Möglicherweise, wenn's gut genutzt wird, trägt das Tun und Streben danach, eine (gute) Figur abzugeben, irgendwann dazu bei, dass das zugrunde liegende Bedürfnis langsam weniger wird.
Ja. Also wenns nicht stattdessen wie ne Sucht funktioniert, bei der die Befriedigung des Bedarfs den Bedarf erhöht.
Im übrigen können natürlich auch Schauspieler furchtbar eitel sein. Aber im besseren Falle bringt sie das dazu, die Rolle noch besser zu spielen.

Ich bin da leider etwas abgehängt. Habe ich es richtig verstanden, dass dir die Kommunikation mit einer erdachten Figur wertvoller erscheint als die mit einem realen Menschen?
Nein, es ging um was anderes.
Aber desungeachtet kommt es natürlich auch vor, daß ich Besuch der Selbsthilfegruppe zugunsten eines Theaterbesuch mal ausfallen lassen, ja.
In symptomatischer Hinsicht können Rollen, an denen der Träger so klebt, daß er sie nicht spielen kann, aber auch von högschdem Interesse sein.
 
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  • #525
Wenn jemand selten oder nie das Gefühl haben durfte, so ok zu sein, wie er ist, oder auch darin verstanden zu werden, was seine Anliegen und Empfindungen sind, dann ist es nachvollziehbar, dass es ihn dann stark beschäftigt, wie die anderen ihn sehen, wahrnehmen, finden.
Muss nicht.
Man kann sich damit auch abfinden und dem keinen Wert mehr schenken oder sogar darin aufblühen nicht akzeptiert zu werden.

Wer das Glück - oder Verdienst, je nachdem - hat, (mehr) Erfahrungen von (Selbst-)Akzeptanz und Verstanden- und in seiner ganzen Art Geliebtwerden gemacht zu haben, der kann mit diesem Thema lockerer umgehen, fühlt sich nicht so schnell verletzt, muss nicht so viel über sich reden und nachdenken, braucht nicht so viel Aufmerksamkeit als Person, sondern kann sich eher für die Sache interessieren oder auch spielerisch Spass haben.
Muss auch nicht.
Er kann sich auch vor dem Verlust des Liebgewonnenen fürchten.



Wie so oft auch hier mal wieder:
Kräht der Hahn früh auf dem Mist, ändert sich's Wetter, oder's bleibt, wie es ist.