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fleurdelis*

  • #346
Für mich heißt "fraulich", dass der weibliche Mensch sich zu seinem Gender bekennt und dieses nicht (aus welchen Gründen auch immer) durch geschlechtsneutrale (oder sogar "männliche") Kleidung zu verhüllen versucht.
Zumal sich westlich geprägte Frauen hierzulande der Freiheit erfreuen dürfen, eben nicht in Burka, Niqab oder Tschador durch die Straßen gehen zu müssen.
Sicherlich darf, kann und soll sich jeder kleiden wie sie/er möchte. Nur ich persönlich finde es nicht so schön, wenn Frauen zu einer Tanzparty in "Wohlfühlgewändern" mit Gesundheitssandalen erscheinen. Denn was einerseits einigen Männern bei diesen Gelegenheiten vorgeworfen wird ("geben sich keine Mühe, machen sich nicht zurecht"), nehmen einige der Damen doch liebend gerne für sich in Anspruch.
Nur ganz ehrlich:
Die Birkenstock-Schuhe an den Füßen werden nicht attraktiver, nur weil eine Frau sie trägt..........:eek:
... was genau hat das jetzt, außer Polemik, wirklich mit "fraulich" zu tun? ... Ich seh' dir eins nach: du wirst noch nie mit auf einem Damen-WC gewesen sein, und durftest sehen, wie wunderschön Frauen unter der Burka gekleidet sind ... und wie feminin sie sind.... Selbst einer Frau, die eine Burka trägt, kann man in ihrer Art sich zu bewegen, mit der Sprache ihrer Augen ... ihrem Gang erkennen wie feminin sie sein kann .... Und das gleiche kann eine "westlich geprägte" Frau auch in Jeans, Shirt und Sneakers ... notfalls auch in Birkenstock ... Aber wenn Mann eine feminine Frau nicht erkennt ... als ein Symbol wie ein nettes Kleidchen und High Heels zum Erkennen benötigt .... erkennt er auch keine andere Frau, die die Venus verschluckt hat .... wenn sie vor ihm steht ....
 
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  • #347
mich würde mal interessieren, wie viele "emanzengegner" bereit wären, im falle einer scheidung freiwillig nachehelichen unterhalt an ihre ex zu zahlen. weil sie sich dann ja eine frau gesucht haben dürften, die tendenziell wenig bis gar nicht auf ihr berufliches fortkommen geachtet hat und es daher auf dem arbeitsmarkt extrem schwer haben dürfte. von der daraus resultierenden minimalrente später ganz zu schweigen...

ich habe im bekanntenkreis beobachten dürfen, wie "sie" ihm nach gemeinsamer entscheidung zunächst jahrelang den rücken freigehalten hat und "er" das auch gut so fand mit dieser traditionellen rollenverteilung...und als es dann schiefging, wurde von diesen herren fast immer alles in bewegung gesetzt, um ihr nur ja keine cent ehegattenunterhalt oder gar nachehelichen zahlen zu müssen. dann sollte die olle natürlich umgehend wieder vollzeit arbeiten.

und weil das eben ganz schön oft passiert, sorgen gescheite mädels halt vor. frei nach dem motto: männer kommen und gehen. der job: bleibt ;-)
 
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  • #348
Ein Mensch, der sich zu seinem "Frausein" bekennt. Der es vermeidet, sich zu einem androgynen Typus zu entwickeln.
Ich glaube nicht, dass das auf die Ex-DDR-Frauen mehr zutrifft.... Die waren (auch notgedrungen) emanzipierter als die Westfrauen. Die Variante, dass der Mann für die Familie sorgt, Frau zu Hause bleibt oder nur halbtags arbeitet, war dort fast unbekannt. Auch aus finanziellen Gründen. Die meisten Frauen waren in Vollzeit beruftstätig - auch mit Kindern.
 
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fleurdelis*

  • #349
Tja, wenn es erst den Gang auf die Damentoilette bedarf, um zu erkennen, wie "schön" eine Frau sein kann bzw. OB es sich überhaupt um eine Frau unter der Burka handelt, dann gute Nacht, Abendland.
Und ja, in Jeans, T-Shirt und Sneakers erkenne SOGAR ICH eine Frau. Aber bei Menschen in "Walle-Walle-Zelten" fällt mir das ungleich schwerer. Am teils "schlurfenden" Gang von in Tüchern gehüllten Frauen kann ich leider keinen Hüftschwung erkennen, sorry. Und wenn ich erst gaaanz tief in die Augen eines Menschen schauen muss, um erkennen zu können, dass es sich möglicherweise um eine Frau handelt, tja, dann muss ich mich ob meiner Aufdringlichkeit wohl längst irgendwelchen #metoo-Diskussionen stellen.
Naja, wenn du die Frauen als solche nicht erkennst, können doch die Frauen nix dafür ...
 
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  • #350
Für mich heißt "fraulich", dass der weibliche Mensch sich zu seinem Gender bekennt und dieses nicht (aus welchen Gründen auch immer) durch geschlechtsneutrale (oder sogar "männliche") Kleidung zu verhüllen versucht.
Zumal sich westlich geprägte Frauen hierzulande der Freiheit erfreuen dürfen, eben nicht in Burka, Niqab oder Tschador durch die Straßen gehen zu müssen.
Sicherlich darf, kann und soll sich jeder kleiden wie sie/er möchte. Nur ich persönlich finde es nicht so schön, wenn Frauen zu einer Tanzparty in "Wohlfühlgewändern" mit Gesundheitssandalen erscheinen. Denn was einerseits einigen Männern bei diesen Gelegenheiten vorgeworfen wird ("geben sich keine Mühe, machen sich nicht zurecht"), nehmen einige der Damen doch liebend gerne für sich in Anspruch.
Nur ganz ehrlich:
Die Birkenstock-Schuhe an den Füßen werden nicht attraktiver, nur weil eine Frau sie trägt..........:eek:
Ich glaub, du vermischt einiges, was sich zu entmischen lohnt.
Also, wenn fraulich Kleidung heißt, die typisch für Frauen sind und an der man Frauen leicht erkennen kann, dann ist eine Burka beispielsweise der Inbegriff fraulicher Kleidung.
Andererseits habe ich auch den Eindruck, daß es dir bei der Kleidung nicht auf so etwas wie modisch informierte Kleidung ankommt. Siehe Birkenstockmode der letzen Jahre ("Models!", Heidi!) oder typische Männermode, die du offenbar als eher metrosexuell etikettierst.
Und daß die Zuordnung von Gender und jeweiliger Mode zeitlicher Veränderung unterworfen ist, hohe Absätze etwa mal (adlige) Männermode waren usw., weißt du ja sicherlich.
Was bleibt übrig?

Ich sehe da zwei Möglichkeiten:
Die eine: so die Mode von gestern oder vorgestern, also daß, was viele Leute so gewohnt sind, daß ihnen die Zufälligkeit nicht bewußt ist, sie es für "anständig" und "ordentlich", weniger für "avanciert" oder "geckenhaft" oder so halten.
Die andere: daß Männer und Frauen sich so anziehen, daß der unterschiedliche Körperbau maximal sichtbar wird, also möglichst enge Gummikleidung oder so.
Aber daß Frauen irgendwie freizügiger rumlaufen sollen als Männer, daß dürfte wohl nicht aus einem wenn auch hier gern angenommenen Wesen der Frau abgeleitet werden können.

Davon ganz unabhängig sind Wallegewänder durchaus oftmals häßlich, wie auch Männer in Jeans (Forenjargon: Designerjeans) und ordentlichem Hemd oder so. Beides taugt aber in der Regel als Anzeichen für geringen Geschmack oder auch, netter formuliert, für geringes modisches Bewußtsein.
 
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*Andrea*

  • #351
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Davon ganz unabhängig sind Wallegewänder durchaus oftmals häßlich, wie auch Männer in Jeans (Forenjargon: Designerjeans) und ordentlichem Hemd oder so. Beides taugt aber in der Regel als Anzeichen für geringen Geschmack oder auch, netter formuliert, für geringes modisches Bewußtsein.
Wenn Männer in Jeans ein Anzeichen geringen Geschmacks sind, dann ist mir mein schlechter Geschmack lieber als dass ich selbst besonders stilvoll daher kommen müsste.
 
D

Deleted member 22408

  • #352
Aber bei Menschen in "Walle-Walle-Zelten" fällt mir das ungleich schwerer. Am teils "schlurfenden" Gang von in Tüchern gehüllten Frauen kann ich leider keinen Hüftschwung erkennen, sorry. .
Ich auch nicht, geehrter IMHO! Unsere deutschen Damen haben im Vergleich zu den Südländerinnen und Osteuropäerinnen kein so richtiges weibliches Körpergefühl mehr. Hat schon was mit der Sozialisation zu tun. U.a. finde ich auch deswegen die meisten deutschen Damen nicht wirklich interessant und anziehend.

Tut mir leid, geehrte anwesende Damen! Nicht böse sein, aber das sind die Tatsachen. Ich kann da auch nichts füro_O
 
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  • #353
Wenn Männer in Jeans ein Anzeichen geringen Geschmacks sind, dann ist mir mein schlechter Geschmack lieber als dass ich selbst besonders stilvoll daher kommen müsste.
Das ist halt die absolute Langweilermode. Noch nicht einmal schlechter Geschmack. :)

Daß mit dem Votum für einfache gendermarkierende Kleidung in der Regel mangelnder Sinn für die Finessen von Mode verbunden ist, sollte hier ja deutlich werden.
Für alle die, die Schwierigkeiten haben, anhand der Kleidung das Geschlecht zuzuordnen (wobei Geschlecht ja eigentlich nicht genügt, es müßte auch die Sexualpräferenz ausdrücken, aber ist für die Heteronormativen vermutlich eine zu feine Unterscheidung), empfehle ich weiterhin die Burka. Allgemeine Regel: wo Burka, da Frau drin!
 
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  • #354
Unsere deutschen Damen haben im Vergleich zu den Südländerinnen und Osteuropäerinnen kein so richtiges weibliches Körpergefühl mehr.
Also das ist mir viel zu verallgemeinernd. Nicht alle "deutschen Damen" haben "kein Körpergefühl". Ich treffe beim Tanzen schon ab und an mal auf eine Frau, die sich richtig gut zur Musik bewegen kann. Und nicht alle Südländerinnen haben von Geburt an den Rhythmus im Blut. Auch da gibt es sich sehr hölzern bewegende Damen.
Was ich feststelle ist, dass sich offensichtlich heutzutage mehr Menschen nicht mehr so gut zu Musik bewegen können, wie zu meiner Jugendzeit. Überhaupt lassen ja die körperlichen Fähigkeiten bei vielen jungen Leuten heutzutage zu wünschen übrig. Selbst einfachste Dinge wie auf einem Bein stehen oder eine Rolle vorwärts kann von vielen Kindern nicht mehr bewältigt werden. Ob das nun damit zusammenhängt, dass die jungen Heranwachsenden einfach nicht mehr so viel draußen spielen und eher zuhause an den Spielekonsolen hantieren, vermag ich nicht zu beurteilen.

Bezeichnend für diesen Trend empfand ich eine Dokumentation über die Aufnahmeprüfung an der Sporthochschule Köln. Da haben sich angehende Studenten beworben und mussten eine Aufnahmeprüfung machen. Die waren teilweise nicht in der Lage, einen Kopfsprung vom Beckenrand ins Wasser zu machen, beim Kugelstoßen die richtige Technik halbwegs zu Wege zu bringen oder einen Handstand zu machen. :eek:
Bitte bedenken, diese Leute wollten Sport studieren, um später größtenteils das Wissen weiter zu vermitteln.

Aber wir kommen vom Thema des eigenen Körpergefühls ab. Ich habe auch den Eindruck, dass aufgrund des Nacheiferns von angeblich "hippen" Menschen (die sogenannten "Stare" ;)), einige Leute nicht mehr auf ihr eigenes Körpergefühl hören, sondern versuchen, die Bewegungen dieser Idole zu imitieren und denen nachzueifern (weil es so cool aussieht). Das Ergebnis sind dann zum Teil Bewegungen, die unnatürlich und gestellt wirken. Klar, diese jungen Menschen sind sicherlich in einer "Findungsphase" und unsicher, was das eigene Sein und Tun betrifft. Nur ist es bedauerlich, dass die äußeren Einflüsse und der offensichtliche "Druck" von außen so groß sind, dass man glaubt, man müsse "so" oder "so" sein (Beispiel: Markenklamotten). Trägst du "das Richtige" - bist du "in".
Ich habe die Befürchtung, dass, aus welchen Gründen auch immer, einige Eltern es versäumen, ihre Kinder darin zu bestärken, dass sie sich so geben sollten, wie sie sind und wie sie sich fühlen. Manche Kinder und Jugendliche kommen mir vor wie Kunstprodukte, die ihren eigenen Wert ausschließlich über die Aktualität ihres Smartphones definieren.
 
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  • #356
Ich glaub, du vermischt einiges, was sich zu entmischen lohnt.
Da hast du wohl Recht. Die Thematik ist etwas zu komplex (zumindest für mich, um diese hier schriftlich darzustellen).
Andererseits habe ich auch den Eindruck, daß es dir bei der Kleidung nicht auf so etwas wie modisch informierte Kleidung ankommt.
Auch das ist richtig. Vereinfacht gesagt wünsche ich mir, eine Frau schon von weitem als eine solche erkennen und von einem Mann unterscheiden zu können. Das Gleiche gilt für Männer.
Davon ganz unabhängig sind Wallegewänder durchaus oftmals häßlich, wie auch Männer in Jeans (Forenjargon: Designerjeans) und ordentlichem Hemd oder so. Beides taugt aber in der Regel als Anzeichen für geringen Geschmack oder auch, netter formuliert, für geringes modisches Bewußtsein.
Hm, das mit den Jeans sehe ich jetzt überhaupt nicht so. Es müssen keine Designerjeans sein. Gerade bei diesem Bekleidungsstück kommt es auf den richtigen "Sitz" an. Gut, mancher ältere Herr wählt zum Teil eine sehr hippe Hose, die sehr gewollt nach "guck mal, wie jung ich noch bin" aussieht. Aber ansonsten empfinde ich den Trend, sich "im Alter" nicht zu früh an die Farbe "beige" zu gewöhnen, begrüßenswert.
 
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  • #358
Vereinfacht gesagt wünsche ich mir, eine Frau schon von weitem als eine solche erkennen und von einem Mann unterscheiden zu können.
Dazu hab ich doch bereits zweimal angemerkt, daß die Burka dieses Anforderungsprofil nahezu perfekt erfüllt.

Ich habe den Eindruck, das allgemeine Diskussionsgefühl hat noch mehr gelitten als das allgemeine Körpergefühl. Früher haben Leute noch mitbekommen, was ein Argument ist und sich damit auseinandergesetzt.
 
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*Andrea*

  • #360
Wobei Geschmack nicht so sehr die Verpackung ist, sondern vielmehr das, was einen eine bestimmte "Verpackung" wählen läßt.
Ja, das stimmt schon. Vielleicht habe ich da nicht so Anforderungen, weil ich auch selbst keinen klaren Stil habe. Ich glaube, ich habe zwar ein gutes Auge dafür, was optisch zusammenpasst, aber weniger Verständnis dafür, welcher Stil zu welcher Persönlichkeit passen könnte, vielleicht nicht einmal dafür, was ein persönlicher Stil überhaupt sein könnte. Ich lasse mich meist von meiner Stimmung am Morgen leiten, und lege mir selbst die Kleider zurecht, die mich gerade ansprechen.