fafner

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  • #32
@Synergie - Die Fauxpas. Bin doch so neugierig.
 
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  • #33
Achso...
Wir waren z.B. auf einer Aussichtsplattform. Da ist er ständig davon gerannt. Im Grunde war ich allein da oben. Total daneben...
Stell dir vor du erzählst was und die Reaktion deines Gegenübers darauf ist so, als hätten die letzten 2 Minuten gar nicht stattgefunden. Nicht nur 1, oder 2; oder 3 mal...
Er hat sich als heftig homophob und arg herablassend geoutet.
Ist schon über anderthalb Jahre her. Ich kriege gar nicht mehr alles zusammen...
 
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  • #34
Höhenangst ... ?

Der Rest muß wirklich nicht sein ... !
 
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  • #37
In meinen Augen zeigt die Diskussion, dass sich durch Negativeffekte der (dringend notwendigen) Emanzipationsbewegung die geschlechtertypischen Verhaltensweisen weichgespült haben. (Besonders traurig dabei ist, dass es in weiten Teilen immer noch keine Gleichberechtigung gibt. Aber das ist ein anderes Thema.)
Verallgemeinernd ausgedrückt werden Frauen in ihren Verhaltensweisen immer männlicher und Männer immer weiblicher. Und das macht in meinen Augen unattraktiv! Ich will ein Mann sein dürfen, und das heißt für mich selbstverständlich, dass ich vorangehe, dass ich in manchen Dingen die Führung übernehme (ich freue mich schon auf Reaktionen von "Emanzen" ), dass ich aktiv bin und Entscheidungen treffe. Natürlich bedeutet es ebenfalls, dass ich dabei die Wünsche und Bedürfnisse meiner Begleiterin berücksichtige und aufmerksam genug bin, diese herauszufinden.
So halte ich selbstverständlich der Dame die Türe zum Restaurant auf, frage den Service nach dem von mir reservierten Tisch und überlasse ihr den Platz, an dem sie sich am wohlsten fühlt. Genauso selbstverständlich frage ich meine Begleitung, ob ich sie einladen darf, und ich habe noch nie erlebt, dass eine Frau das abgelehnt hat.
Der Hamster beginnt an der Stelle zu humpeln, an der jemand überhaupt nur auf die Idee kommt, dass eine Einladung zum Essen bzw. das Bezahlen der Rechnung "eine Investition" ist, die zum Empfang von irgendwelchen Gegenleistungen berechtigt. Es ist doch wie mit einem Geschenk, ich verschenke es, der oder die Beschenkte freut sich, Ende. Alles ist ausgeglichen. Da käme ich auch nie auf die Idee, eine Gegenleistung zu erwarten und im Falle des Ausbleibens das Geschenk zurückzufordern!
Ich lade sie zum Essen ein, wir haben ein tolles Dinner zusammen mit hoffentlich anregendem Gespräch, wir leben und lachen und fühlen uns wohl. Und wenn wir feststellen, dass es für mehr nicht passt, so what?!
Und... wir reden nur über Geld, das ist nichts anderes als bedrucktes Papier.
 
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  • #39
Einfach mit dem Finger auf dem Vokal bleiben
 
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Rubena

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  • #40
@Miwamo
Ich glaube, dass manche Frauen (wahrscheinlich die von Dir gefürchteten Emanzen :D) sich ihrer Selbstbestimmung beraubt fühlen, wenn Sie zum Tisch "dirigiert" werden und natürlich besteht (meiner Ansicht nach) fast immer eine Erwartungshaltung an ein Date. Das ist kaum zu vermeiden, denn es schwingt die Hoffnung mit, den "Richtigen" zu finden. Es ist sicherlich sehr wünschenswert, diese Hoffnung so klein wie möglich zu halten, denn in dieser Größenordnung wird auch die Enttäuschung sein, die mit dem Misserfolg einhergeht. Aber die "Hoffnung" ist die Antriebskraft für die Suche nach einem neuen Partner. Ohne sie wird auch die Mühe gering sein, die sich der jeweilige Auserwählte gibt. Ich glaube, es kommt immer auf die innere Haltung an. Für manche ist das Benehmen genauso ein Ausschlusskriterium wie das Gewicht oder der Beruf.
Ich z. B. wurde mit diesen Aufmerksamkeiten aus dem Knigge nie verwöhnt. Aufgewachsen in einem Haushalt der sehr viel Wert auf Anstand und Benehmen legt, bin ich in einer rebellischen Phase (18) ausgebrochen und habe eine Handwerker geheiratet, der den Namen Knigge noch nie gehört hatte. Ich bin daher immer unangenehm berührt, wenn diese Verhaltensregeln an mir praktiziert werden, da ich es lieber hätte, es wäre keine beliebige Regel, sondern würde wirklich um mich und mein Wohlbefinden gehen.
Trotzdem finde ich, (je öfter ich so zuvorkommend behandelt werde) Gefallen daran! Das muss ich zugeben... o_O :)
 

fafner

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  • #41
Ich bin daher immer unangenehm berührt, wenn diese Verhaltensregeln an mir praktiziert werden, da ich es lieber hätte, es wäre keine beliebige Regel, sondern würde wirklich um mich und mein Wohlbefinden gehen.
Das ist dann aber eine reine Kopfsache bei Dir. o_O
Oder eben, wenn Du das Gefühl hast, er macht so was nicht für Dich, sondern "nur" wegen der Konvention, dann paßt was nicht... :-/
 
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  • #42
@Rubena
Mir geht es auch überhaupt nicht um Knigge-Regeln, sondern viel mehr um die Rolle, die ich in einer Beziehung spielen möchte. Als Mann bin ich genetisch so angelegt, dass ich die Herde anführe und beschütze. Ich sorge dafür, dass es allen gut geht, was die Kontakte nach außen angeht. (Daher "fürchte" ich auch keine Emanze ) Nachdem ich heute in der Regel keine anderen Männchen mehr in die Flucht schlagen muss, geht es eben mehr um zivilisiertere Dinge wie den Tisch im Restaurant zu sichern. Da wo ich zu Urzeiten viellicht einen Fels hätte wegzerren müssen, halte ich dir eben heute die Tür auf. Dabei geht es natürlich nicht darum, dass du das nicht selber kannst, sondern um das Gefühl, das dabei erzeugt wird. Idealerweise fühlst du dich in meiner Gesellschaft geborgen, sicher und wertgeschätzt. Und natürlich gibt es auch Situationen, in denen ich mich zurücklehne und dich machen lasse. Alles zu seiner Zeit. :)
Dein (Ex-)Mann muss sich nicht mit Knigge beschäftigt haben. Die Frage ist, hat er sich in deiner Gegenwart wie ein richtiger Mann verhalten? Groß, stark, respektvoll, aktiv, fürsorglich? Hat er dich durch sein männliches Verhalten als (sehr weibliche) Frau fühlen lassen? Geliebt, begehrt, respektiert usw. Die Fragen sind natürlich rhetorisch. Das ist für mich übrigens keine Angelegenheit von Bildung oder Stand, das kann ein Handwerker grad so gut wie ein Professor oder ein Graf.
Mit der Erwartungshaltung an ein Date hast du absolut recht! Die lässt sich leider nicht so leicht ausblenden. Beide wollen eine Beziehung (vielleicht nicht immer in der gleichen Form), und das kann einen gewissen Druck erzeugen. Aber bei allen Beziehungen, egal welcher Art, gilt ja immer, locker zu bleiben und sie sich Stück für Stück entwickeln zu lassen. Immer so, dass beide mitkommen. Am besten funktioniert das, wenn beide immer das tun, was sie möchten und womit sie sich wohlfühlen. Man gibt etwas hinein und man erhält etwas daraus. Wenn man aber etwas hineingibt, um dafür etwas zu bekommen, dann wird es eine Geschäftsbeziehung und niemals eine Liebesbeziehung.
 
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  • #43
Das ist dann aber eine reine Kopfsache bei Dir. o_O
Oder eben, wenn Du das Gefühl hast, er macht so was nicht für Dich, sondern "nur" wegen der Konvention, dann paßt was nicht... :-/

Reine Kopfsache? Glaube ich nicht. Manchmal fühlen sich halt Verhaltensweisen nicht so schön an. Ist halt so. People are different.
Wenn ich drüber nachdenke, dann mache ich es tatsächlich nicht für sie, sondern eher für mich. Weil ich mich damit wohlfühle. Und weil es mir gefällt, eine Frau zu verwöhnen und sie nett zu behandeln. Und wenn es ihr nicht gefällt, lass ich es natürlich sein.
 
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fafner

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  • #44
Als Mann bin ich genetisch so angelegt, dass ich die Herde anführe und beschütze. Ich sorge dafür, dass es allen gut geht, was die Kontakte nach außen angeht. (Daher "fürchte" ich auch keine Emanze ) Nachdem ich heute in der Regel keine anderen Männchen mehr in die Flucht schlagen muss, geht es eben mehr um zivilisiertere Dinge wie den Tisch im Restaurant zu sichern. Da wo ich zu Urzeiten viellicht einen Fels hätte wegzerren müssen, halte ich dir eben heute die Tür auf.
Eieiei. Und dieses, hm, "Höhlending", damit kommst Du gut an, Caveman? o_O
Und natürlich gibt es auch Situationen, in denen ich mich zurücklehne und dich machen lasse. Alles zu seiner Zeit.
Und das klingt irgendwie, äh, "großzügig"... :eek:
 
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  • #45
@fafner
Mir scheint, du urteilst gerne über andere...?
Ich weiß nicht, ob's gut ankommt, ist mir auch egal. Wenn ich meine Aktivitäten und Aussagen danach ausrichte, wie sie ankommen, bin ich nicht ich selbst.

Großzügig? Da hat du mich völlig falsch verstanden! Ich genieße das!
 

fafner

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  • #46
Mir scheint, du urteilst gerne über andere...?
Na selbstverständlich urteile ich in einem öffentlichen Forum über das, was ich da lese. :rolleyes:
Ich weiß nicht, ob's gut ankommt, ist mir auch egal. Wenn ich meine Aktivitäten und Aussagen danach ausrichte, wie sie ankommen, bin ich nicht ich selbst.
Es ist Dir egal, wie Du bei einer Frau ankommst? Und das funktioniert? o_O

Oder im Job, im alltäglichen Leben? Immer nur "Du selbst", unabhängig, ob andere das gut finden oder nicht?

Also wenn ich das Gefühl habe, irgendwas kam nicht gut an, dann probiere ich schon mal was anderes. Insbesondere, wenn mir jemand wichtig ist.
 
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Rubena

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  • #47
Habe grade herzlich gelacht... vielen Dank dafür!! :D:D
Also der Höhlenmensch funktioniert ganz gut, wenn er denn zivilisiert ist (tut mir leid Fafner, viele von uns ticken leider immer noch so :(). Ich wäre natürlich nicht das Weibchen, dass sich an den Haaren in die Höhle zerren lässt (das würde übel enden ;)). Aber dieser beschützende Aspekt ist überaus reizvoll für mich, wahrscheinlich, weil ich die letzten 30 Jahre die Herde geführt habe und das nicht freiwillig. Aber da möchte ich nicht für alle Frauen sprechen, sondern nur für mich. :)
Das mit der "Großzügigkeit" habe ich schon verstanden!!! :p
 
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  • #48
@fafner
Nein, nein, so ist es natürlich nicht. Mir ist es keineswegs egal, wenn ich bei einer Frau die mich interessiert nicht gut ankomme. So was kann sogar regelrecht traurig sein. Und selbstverständlich ändere oder unterlasse ich möglichst Handlungen, die nicht gut ankommen. Das ist ja eine Frage des Respekts. Allerdings ändere ich nicht mich und mein Wesen, nur weil es nicht gut ankommt. Und es wird bei mir so sein wie bei allen anderen auch, bei manchen komme ich gut an und bei manchen nicht. Ich bin nicht Jesus, ich hab Ecken und Kanten. Ich hab aber schon Menschen kennengelernt, die mich trotzdem mögen. Oder vielleicht gerade deswegen. ;)
Also ja, das funktioniert...
 
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  • #49
@Rubena
Ich weiß jetzt nicht genau, was dich amüsiert, aber es ist schön dass du lachst. Ich lache mit. :p
 

Rubena

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  • #50
@Miwamo
Ich fand den Vergleich: "Männchen in die Flucht schlagen" und "Tisch im Restaurant sichern" super!!! :rolleyes: Und ich lache Dich nicht aus, sondern finde die Diskussion sehr anregend! :) :)
 
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  • #51
@Rubena
Ich fühl mich nicht ausgelacht. Danke, freut mich.:)
Ich fand den "Caveman" von @fafner witzig.

Mich würde aber sehr interessieren, wie (noch mehr) Frauen darüber denken.
@Julianna
@Synergie
@Serafine
Wo seid ihr... ;)
 

Rubena

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  • #54
Nicht zu fassen, was hier sonntags so los ist... :p:p
 

lisalustig

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  • #55
@Miwamo

Mir gefällt, wie und was Du schreibst :)
 
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  • #56
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  • #58
Salut @fleurdelis :)
bienvenu! Wie ist denn deine Meinung? Beteilige dich gerne an unserem anregenden Austausch...Was gefällt dir an der Rolle, die ich spielen möchte nicht?
 

Julianna

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  • #59
@Miwamo
Ein Mann sollte immer noch "männlich" sein, eine Frau immer noch "weiblich", auch 2017. Darüber gibt es sicherlich Konsens.

Die Frage ist ja immer, wie die Worthülsen "männlich" und "weiblich" gefüllt werden?

Nach deiner Beschreibung von dem, was für dich "männlich" ist, kann ich dir zustimmen. Das sind auch für mich männliche Attribute.

Und ich habe bei dir "herausgelesen", dass du dir auch Gedanken darüber machst, wo "Mann" heute steht in der Rollenverteilung.
Und ich gebe dir Recht, dass es nicht immer einfach ist, diesbezüglich eine Balance zu finden.

Von der "Emanze", die du da vor Augen hast, halten auch die wenigsten Frauen etwas. Auch für Frauen ist der Begriff "Emanzipation" heutzutage negativ behaftet. Da gab es zu viele Trittbrettfahrerinnen (in der Öffentlichkeit und den Medien) und zu viele absurde Diskussionen, sowie extrem-Standpunkte.

Die "moderne Frau" möchte eigentlich nur ein ausgewogenes Miteinander. Wo sie ganz Frau sein darf, und er ganz Mann (im Zwischenmenschlichen).

Man könnte behaupten, im Zuge der Emanzipations-Welle, hat nachfolgend die "Weiblichkeit" wieder einen neuen Wert bekommen. D.h., dass die Emanzipation (wenn sie denn auch über die Strenge geschlagen hat) einen positiven Nebeneffekt hatte.

Fauen werden sich ihrer Weiblichkeit wieder mehr bewusst und Männer können diese wieder mehr wertschätzen.
 
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  • #60
@Julianna
Vielen Dank für deinen sehr schönen Beitrag, der auch noch mit einer guten Nachricht endet!
Du bringst die Dinge auf den Punkt, das ist mir schon in deinen anderen Beiträgen aufgefallen. Wo nimmst du in deinem zarten Alter schon diese Weisheit und Selbstreflexion her? Chapeau!