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Deleted member 7532

  • #61
Das kenne ich auch, allerdings mit Nachfragen und Zusammenfassen des Zuhörenden. Es ist erstaunlich was dabei zu Tage kommen kann. Aber einen Mann zu finden, der das auch gerne macht? Das wäre dann wohl dieses männliche Einhorn, das hier plötzlich durchs Forum galoppiert? ;)

Ich komme aus der Sozialarbeit - und bin diesbezüglich etwas traumatisiert :eek:.
Wenn ich das wöchentlich in meiner Beziehung machen muss krieg ich die Krise und vertschüss mich o_O
 
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MaryCandice

  • #63
Das sehe ich anders. Du meinst vermutlich, dass derjenige die Aufmunterung nicht so gut annehmen kann. Für denjenigen wird es sich vielleicht anders anhören als für jemanden der nur so strotzt vor Selbstbewusstsein.
Für mich: Wenn wer seine Socken liegen lässt, dann tut das mit mir und meinem Selbstwert gar nix. Wenn wer wiederholt was vergisst, was er mir 'versprochen' hat, sagt mir das was über sein Gedächtnis und ich mutmaße über meine Priorität bei ihm. Aber auch das macht mich nicht schlechter.
Kommunikation hin oder her, gut oder schlecht, es tut mir nichts, ist sein Kaffee.
Wenn ich keinen Selbstwert habe, beziehe ich jede Handlung darauf, dass ich nichts wert bin für ihn. Wenn er mir dann 'richtig' kommuniziert, ich solle bitte meine Strümpfe wegräumen, tut mir das genau so weh, als wenn er mich anschreit, denn ich würde den Fehler immer bei mir sehen.
Natürlich geht es um die Socken und die Zahnpasta. Socken müffeln
Und wie das aussieht, wenn Besuch kommt.:D
 
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  • #65
Na ein Horn hat er doch, nur nicht an der Stirn. :p:oops::rolleyes:
Männer reden doch gerne, Frau muss sie nur lassen und darf das Thema nicht beschneiden. Die kommen locker auf 30 Minuten am Tag.
Da gibts schon welche die zuhören und im Anschluss aktiv eine Änderung herbeiführen. Ist aber eher selten.
Von diesem Hinsetzen und drüber reden halte ich allerdings auch nicht viel.
Ich denke, dass manches besser "situationsbedingt" besprochen wird und nicht erst Tage später.

Ich komme aus der Sozialarbeit - und bin diesbezüglich etwas traumatisiert :eek:.
Wenn ich das wöchentlich in meiner Beziehung machen muss krieg ich die Krise und vertschüss mich o_O
Ich glaube ihr versteht mich alle falsch. :p
Es geht sicher nicht darum, dass man das jede Woche macht. Aber von Zeit zu Zeit kann das sehr reinigend sein. Und es ist eben wesentlich mehr als einfach nur reden wie man das auch im Alltag sowieso schon macht.
Ich kann jedem nur raten das wirklich mal auszuprobieren. Ich hatte das mal mit einem sehr skeptischen Partner gemacht und er war von der "Wirkung" total begeistert. :D
 
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Deleted member 7532

  • #67
Ich glaube ihr versteht mich alle falsch. :p
Es geht sicher nicht darum, dass man das jede Woche macht. Aber von Zeit zu Zeit kann das sehr reinigend sein. Und es ist eben wesentlich mehr als einfach nur reden wie man das auch im Alltag sowieso schon macht.
Ich kann jedem nur raten das wirklich mal auszuprobieren. Ich hatte das mal mit einem sehr skeptischen Partner gemacht und er war von der "Wirkung" total begeistert. :D

Ich habe das von @Frau M so gelesen, dass man es öfter /regelmäßig machen sollte. Sorry
 
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  • #68
Autoritäre Erziehung hieß noch: Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.
Autoritäre Erziehung heißt vorallem mit Verboten zu arbeiten und mit Befehlen. Und auch beim diplomatischen Erziehungsstil gibt es Verbote und Grenzen, klar. Der Unterschied liegt aber darin, dass hier erklärt wird, warum ein Kind jenes nicht darf oder dieses unterlassen sollte. Beim autoritären Stil wird nix erklärt, dass führt zum Unverständnis beim Kind. Es nimmt sich ganz anders wahr. Hat das gefühl nicht zu zählen, weil die eigene Meinung nichts bedeutet und auch nicht "angehört" wird. Es soll sich ducken und Befehle ausführen. Der autoritäre Erziehungsstil kann von den eigenen Eltern übernommen worden sein, oder aber Mittel zum Zweck sein. Wer streng autoritär erzieht, macht es sich nämlich einfach. Die Kinder sind dann einfach nur "lästig" und haben Folge zu leisten. Diskussionen gibt es nicht und wenn das Kind nicht gehorcht (weil es eine Anweisung unlogisch findet oder nicht nachvollziehen kann), wird mit Bestrafung gearbeitet. Hausarrest oder sonst irgendwas.

Edit: Und den Watschen an den Kopf oder gar die Hand ins Gesicht, ist eine der niederträchtigsten Formen "lockerer Gewalt" - weil zu tiefst respektlos gegenüber dem Kind.
 
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MaryCandice

  • #72
Und es ist eben wesentlich mehr als einfach nur reden wie man das auch im Alltag sowieso schon macht.
Über was redet ihr im Alltag? Wir reden und redeten hauptsächlich über uns und wie es uns mit was geht/ging. Mit der Distanz, mit der Nähe, mit diesen Worten, mit dem Verhalten... und dann, wie es uns im Alltag erging.
Edit: Und den Watsche an den Kopf oder gar die Hand ins Gesicht, ist einer der niederträchtigsten Formen "lockerer Gewalt" - weil zu tiefst respektlos.
Es heißt die Watschn... und der Klaps.
Ich bin ausgebildete Kindergärtnerin, Erziehungsstile kenne ich. Autoritär war lange Zeit auch Gewaltanwendung und wurde toleriert bis gut geheißen. Daher wurden ja Gesetze erlassen, um Kinder zu schützen. Sind noch gar nicht so alt.
 
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  • #73
Hm, könnte man nicht mal nen Zahnpasta Spender erfinden, als Creme hatte ich das doch schon mal :rolleyes:
 
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  • #80
O.K.: Jeder bekommt sein eigens Bad; aber was ist, wenn er nicht in eine Wohnung mit einem zweiten Bad umziehen will?
Gut, dann würde ich doch das auffüllen übernehmen.
Vielleicht muss man als Frau ja auch noch eine Überredungskünstlerin sein :)))
Du kannst das Auffüllen übernehmen. Wenn er an anderer Stelle Tätigkeiten übernimmt, die du dann nicht mehr (nie mehr?) erledigen musst.
Es muss sich halt irgendwie die Waage halten.
Wenn Ungleichgewichte bestehen, sollte man sich anschauen, warum das so ist und was tatsächlich dahinter steckt.
 
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  • #82
Bei euch klingt das so als wäre es eine Riesenarbeit! :D Das müsste man doch höchstens ein Mal im Monat machen und dauerte wahrscheinlich fünf Minuten. ;)
Es ist halt ein blödes Beispiel ;)
Es soll ja nur um das Prinzip gehen.
... und doch, wo du das gerade ansprichst: wenn Frau alle Tätigkeiten übernimmt, die nur mal ein paar Minuten Zeit kosten, kann das in der Summe genommen auch dazu führen, dass sie am Ende denkt "irgendwie mache ich alles, und er macht irgendwie (gefühlt) nix".
 
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  • #83
Es ist halt ein blödes Beispiel ;)
Es soll ja nur um das Prinzip gehen.
... und doch, wo du das gerade ansprichst: wenn Frau alle Tätigkeiten übernimmt, die nur mal ein paar Minuten Zeit kosten, kann das in der Summe genommen auch dazu führen, dass sie am Ende denkt "irgendwie mache ich alles, und er macht irgendwie (gefühlt) nix".
Stimmt, da hast du auch wieder recht. ;)
 
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fleurdelis*

  • #86
Das sind Helicoper-Eltern die keine Grenzen setzen und sich auf der Nase rumtanzen lassen. Sowas finde ich auch nervig.
Ist aber vom grundsätzlichen diplomatischen Erziehungsstil klar abzugrenzen.

Im Grunde ist es mir egal, ob Helicopter-Eltern oder Eltern mit diplomatischem Erziehungsstils ihre Methoden erklären. Ich mags nicht, wenn Kinder zu Tyrannen oder Terroristen erzogen werden. Und damit meine ich, die Rücksichtslosigkeit die gefordert wird, anderen Menschen und Dingen gegenüber, oder eher, der Mangel an Wahrnehmung der Bedürfnisse anderer. Da werden Egoisten groß gezogen. Und wenn ein Kind, in meinen beruflichen Räumen, z.B. die Finger von meinem Drucker lassen soll, dann kommuniziere ich das auch dementsprechend. Egal, was die Eltern für einen Erziehungsstil haben.

Die autoritäre Erziehung pauschalisierst du recht. So wie es bestimmt Unterschiede gibt, wenn Eltern "diplomatisch" erziehen, gibt es das auch bei der autoritären Erziehung. Und das Erwachsene nicht richtig kommunizieren können, die autoritär erzogen worden, ist pauschal und nicht korrekt. Wie ich oben geschrieben habe, gehört die Wahrnehmung einer anderen Person zur Kommunikation, und das haben autoritär erzogene Menschen sehr gut lernen müssen. Ich musste z.B. lernen, an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten über 2 Stunden still zu sitzen. Hat mir nicht geschadet, ich kanns dafür heute im Zug ... gut, das war jetzt nicht ernst gemeint, aber du weißt worauf ich hinaus will. Nicht jedem Kind, das autoritär erzogen wurde, wurde der Wille gebrochen. Und "autoritär" bedeutet nicht in gänzlichem Ausmaß "bestimmt". Ich für meinen Teil habe gut rebelliert, kommuniziert und ich glaube nicht, dass es dazu ein bestimmtes Bewusstsein braucht, weil, und das hat mich zu der "pseudointellektuellen Erleuchtung" gebracht: in gewisser Hinsicht unterstellst du autoritär erzogenen Erwachsenen keine weitere Entwicklung.

Deswegen gehe ich mit deinen Aussagen über die Kommunikationsfähigkeit nicht konform. Mein Verdacht ist der, dein Wissen liegt eher theoretisch begründet, nicht praktisch.
 
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fleurdelis*

  • #87
Autoritäre Erziehung heißt vorallem mit Verboten zu arbeiten und mit Befehlen. Und auch beim diplomatischen Erziehungsstil gibt es Verbote und Grenzen, klar. Der Unterschied liegt aber darin, dass hier erklärt wird, warum ein Kind jenes nicht darf oder dieses unterlassen sollte. Beim autoritären Stil wird nix erklärt, dass führt zum Unverständnis beim Kind.

Auch hier, würde ich dir nicht in allem zustimmen. Es liegt an den Eltern, ob sie etwas erklären oder nicht, nicht am Erziehungsstil. Autoritäre Erziehung ist nicht gleich zusetzen mit "Gewalt", nicht jedes Kind wurde geschlagen. Ich bin kein Verfechter einer Erziehungsmethode die einen Namen trägt. Ich finde man sollte seinem Kind die wichtigen Grenzen aufzeigen, und es in seiner Persönlichkeit unterstützen. Das ist individuell und nicht auf eine namhafte Erziehungspraktik gemünzt.

Wenn ich ein kleines Kind habe, und laufe die Straße entlang, muss das Kind auf mein "Nein" hören, wenn es ohne meine Erlaubnis über die Straße will, ist ja logisch, damit für das Kind keine Gefahr besteht. Und da muss das Kind in dem Moment vertrauen und wissen, wenn meine Mama sagt: Stopp! ... dann weiß ich das das richtig ist. Wenn Eltern gezwungen werden, ihre Kinder an der Hand zu führen, damit es ihnen nicht davon flutscht, haben die Eltern etwas versäumt, ihren Kindern beizubringen.
 
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  • #88
Im Grunde ist es mir egal, ob Helicopter-Eltern oder Eltern mit diplomatischem Erziehungsstils ihre Methoden erklären. Ich mags nicht, wenn Kinder zu Tyrannen oder Terroristen erzogen werden. Und damit meine ich, die Rücksichtslosigkeit die gefordert wird, anderen Menschen und Dingen gegenüber, oder eher, der Mangel an Wahrnehmung der Bedürfnisse anderer. Da werden Egoisten groß gezogen. Und wenn ein Kind, in meinen beruflichen Räumen, z.B. die Finger von meinem Drucker lassen soll, dann kommuniziere ich das auch dementsprechend. Egal, was die Eltern für einen Erziehungsstil haben.

Die autoritäre Erziehung pauschalisierst du recht. So wie es bestimmt Unterschiede gibt, wenn Eltern "diplomatisch" erziehen, gibt es das auch bei der autoritären Erziehung. Und das Erwachsene nicht richtig kommunizieren können, die autoritär erzogen worden, ist pauschal und nicht korrekt. Wie ich oben geschrieben habe, gehört die Wahrnehmung einer anderen Person zur Kommunikation, und das haben autoritär erzogene Menschen sehr gut lernen müssen. Ich musste z.B. lernen, an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten über 2 Stunden still zu sitzen. Hat mir nicht geschadet, ich kanns dafür heute im Zug ... gut, das war jetzt nicht ernst gemeint, aber du weißt worauf ich hinaus will. Nicht jedem Kind, das autoritär erzogen wurde, wurde der Wille gebrochen. Und "autoritär" bedeutet nicht in gänzlichem Ausmaß "bestimmt". Ich für meinen Teil habe gut rebelliert, kommuniziert und ich glaube nicht, dass es dazu ein bestimmtes Bewusstsein braucht, weil, und das hat mich zu der "pseudointellektuellen Erleuchtung" gebracht: in gewisser Hinsicht unterstellst du autoritär erzogenen Erwachsenen keine weitere Entwicklung.

Deswegen gehe ich mit deinen Aussagen über die Kommunikationsfähigkeit nicht konform. Mein Verdacht ist der, dein Wissen liegt eher theoretisch begründet, nicht praktisch.
Nerv mich nicht mit falsch unterstellten Korrelationen. Ich habe ein MÖGLICHES BEISPIEL genannt (in dem Fall autoritärer Erziehungsstil) , dass einen Einfluss haben könnte.
Und das ist korrekt und nicht anzuzweifeln. Fallbeispiele fleur, nicht Grundsätzlichkeit.
 
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fleurdelis*

  • #89
Nerv mich nicht mit falsch unterstellten Korrelationen. Ich habe ein MÖGLICHES BEISPIEL genannt

Das ist deine Art der Kommunikation? ... Wenn dir jemand eine andere Meinung präsentiert, fühlst du dich genervt? ... Es tut mir leid, nicht jeder wird deine Anschauung teilen. So, wie nicht jeder meine.

Ach ja und zum Thema "Fallbeispiele": ich traue mir zu, meiner Erfahrung zu vertrauen, ich brauche keine Beispiele um etwas zu untermauern. Im Gegensatz zu dir, habe ich einen Sohn, und ihn dabei begleiten dürfen, wie er erwachsen geworden ist.
 
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  • #90
Ohne den Keil vertiefen zu wollen, aber ich gehe da mit fleurdelis* konform. Gut erzogen hat nichts mit autoritär oder antiautoritär zu tun. Es ist die Vorbereitung eines Menschen zum sozialen Wesen, das auch andere Belange als die eigenen zu berücksichtigen hat. Ein Kind, das sich der Liebe der Eltern versichert ist terrorisiert nicht die Umwelt und denkt, es sei der Nabel der Welt.
 
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