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  • #31
Und solche Paare muss man sich zum Vorbild nehmen - das andere ist doch nicht erstrebenswert o_O
Da hast du recht. Und ich kenne auch Ausnahmen.
Es ist aber trotzdem etwas, dass mir aufgefallen ist. Und da spielen sicherlich auch verschiedene Umstände mit hinein.
Ich will da jetzt keine Diskussion vom Zaun brechen. Ein Beispiel, dass mir spontan einfällt ist, dass füher Kinder häufiger autoritär erzogen wurden. In einer solchen Erziehung lernt das Kind nicht richtig zu Kommunizieren - weil ja alles bestimmt wird. Das kann ein Erwachsener vielleicht kompensieren oder auch sich damit auseinandersetzten, wenn da denn eine awarness besteht. Viele tragen aber solche Faktoren mit hinein in eine Beziehung.
Erziehung hat sich teilweise sehr geändert. Der diplomatische Erziehungsstil trägt zb dazu bei, dass jüngere Generationen insgesamt offener sind und mehr kommunizieren. Für die einen ist da zu viel Weichspüler im Spiel, für die anderen wird deutlich, dass es nicht auf den Inhalt ankommt, sondern darauf, dass überhaupt kommuniziert wird.
 
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fleurdelis*

  • #32
Ein Beispiel, dass mir spontan einfällt ist, dass füher Kinder häufiger autoritär erzogen wurden. In einer solchen Erziehung lernt das Kind nicht richtig zu Kommunizieren - weil ja alles bestimmt wird. Das kann ein Erwachsener vielleicht kompensieren oder auch sich damit auseinandersetzten, wenn da denn eine awarness besteht. Viele tragen aber solche Faktoren mit hinein in eine Beziehung.

Was für eine pseudointellektuelle Erleuchtung ....

Der diplomatische Erziehungsstil trägt zb dazu bei, dass jüngere Generationen insgesamt offener sind und mehr kommunizieren. Für die einen ist da zu viel Weichspüler im Spiel, für die anderen wird deutlich, dass es nicht auf den Inhalt ankommt, sondern darauf, dass überhaupt kommuniziert wird.

Unlängst saß ich im ICE Richtung Berlin und da sitze ich mehrere Stunden, in einem Abteil mit einer Familie, deren Kinder "diplomatisch" erzogen werden .... das Abteil voller Geschrei, Chaos und Durcheinander ... keiner nimmt Rücksicht auf den anderen, jeder will nur gehört werden, mit dem völligen Fehlen der Wahrnehmung für einen anderen Menschen... ... die ... haben keine Ahnung von Kommunikation.
 
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  • #33
Unlängst saß ich im ICE Richtung Berlin und da sitze ich mehrere Stunden, in einem Abteil mit einer Familie, deren Kinder "diplomatisch" erzogen werden .... das Abteil voller Geschrei, Chaos und Durcheinander ... keiner nimmt Rücksicht auf den anderen, jeder will nur gehört werden, mit dem völligen Fehlen der Wahrnehmung für einen anderen Menschen... ... die ... haben keine Ahnung von Kommunikation.
Das sind Helicoper-Eltern die keine Grenzen setzen und sich auf der Nase rumtanzen lassen. Sowas finde ich auch nervig.
Ist aber vom grundsätzlichen diplomatischen Erziehungsstil klar abzugrenzen.
 
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  • #34
@Julianna: Wenn ich Dich richtig verstanden habe, meinst Du Folgendes:
Viele Erwachsene " unserer" Generation ( U 50)tun sich häufig noch schwer im Bereich der Kommunikation, da sie größtenteils mit einem autoritären Erziehungsstil aufgewachsen sind. Dadurch bedingt sind sie als Erwachsene
wohlmöglich ungeübt in einer Kommunikation auf Augenhöhe. Es sei denn, sie haben sich bewusst mit dem Thema Kommunikation auseinander gesetzt, um hinzuzulernen, also besser zu werden in ihrer Kommunikation insbesondere in ihrer Partnerschaft.

Was für eine pseudointellektuelle Erleuchtung ....

@fleurdelis: Was möchtest Du mit Deinem Satz ausdrücken? (s.o.)
Vielleicht Folgendes: Das ist nicht wirklich klug in der Aussage.
oder: Das ist keine neue Erkenntnis
oder: Es ist sonderbar formuliert.
oder: ........
 
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  • #35
@Frau M das mit dem Erzeihungsstil war nur ein Beispiel. Da gibts viel mehr Beispiele. Wichtig wäre vielleicht dazu zu sagen, dass man hier eben gewisse Erfahrungswerte hat, die man sich ja auch nicht selbst ausgesucht hat.
Und ich bin überzeugt, dass oft das Erfahrene in der Kinderstube Auslöser vieler Probleme ist, die später in einer Partnerschaft auftauchen und nicht selten zu unüberwindbaren Differenzen führen.

Neben der Erkenntnis, dass man flasche Verhaltensmuster hat, muss auch die Bereitschaft vorhanden sein, sich zu ändern.

Wenn eine Frau mit einem Maurer (Ignoranten) verheiratet ist, wird sie sich an diesem die Zähne ausbeißen, da er nichts besser beherrscht, als Mauern um sich zuerrichten.
Die Liste solcher Mechanismen ist lang. Meinst führen sie auf das Elternhaus zurück.

Edit: Und da es Zeiten gab, als Kindererziehung noch weniger als "Nebensache" war und viele auch kein liebevolles Elternhaus erfahren haben, gibts da denke ich eine Art Generationswechsel (schleichend). Weil beim Thema Erziehung in den letzten Jahrzehnten viel gemacht wurde.
 
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  • #36
Neben der Erkenntnis, dass man flasche Verhaltensmuster hat, muss auch die Bereitschaft vorhanden sein, sich zu ändern.
Ja, dem stimme ich zu. Und aus der Erfahrung heraus, weiß ich auch, dass dies manchmal leichter gesagt ist als getan.
Soeben dachte ich an eine Kritik, die an mit geübt wurde in Bezug auf Kommunikation. Vielleicht hilft gerade unsere jetzige schriftliche Unterhaltung mir,
diesen Punkt noch mal zu " überarbeiten"!
 
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  • #38
Ja, dem stimme ich zu. Und aus der Erfahrung heraus, weiß ich auch, dass dies manchmal leichter gesagt ist als getan.
Soeben dachte ich an eine Kritik, die an mit geübt wurde in Bezug auf Kommunikation. Vielleicht hilft gerade unsere jetzige schriftliche Unterhaltung mir,
diesen Punkt noch mal zu " überarbeiten"!
Wenn jemand die Kommunikationskompetenz kritisiert, würde ich mal genau nachfragen, was im Detail damit gemeint ist.
Das kann ja alles mögliche beeinhalten.

In der Kommunikation kann man sich zb unfair verhalten, beleidig reagieren, eingeschnappt sein, von der Sachebene abkommen und unangemessen emotional werden ... oder oder oder...
von harmlosen "nicht zuhören" bis hin zu "emotionaler Erpressung" kann alles dabei sein.
 
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  • #40
Zum Thema Kommunikation soll wohl das "streiten können" auch wichtig sein, also fair streiten und dabei nicht unter die Gürtellinie gehen.
nur mal ein Beispiel (von Stefanie Stahl)

Stahl: In meinem Buch nenne ich das Beispiel von Sabine und Michael, die ein Liebespaar sind. Michaels Eltern hatten vier Kinder und waren selbstständig mit einer Bäckerei. Sie konnten ihm nicht die Aufmerksamkeit geben, die er brauchte. Der kleine Michael hat dann aber nicht gedacht: „Mama ist gestresst“, sondern hatte das Gefühl, zu kurz zu kommen. Als unbewusstes Programm nimmt er das mit in die Beziehung.Wenn Sabine dann einkaufen war und die Wurst vergisst, die Michael haben wollte, triggert ihn das, das heißt, es löst aus, dass bei ihm alte Erinnerungen geweckt werden. Unbewusste Programmierungen kommen zum Tragen. Michael denkt nicht: „Sabine hat die Wurst vergessen“, sondern „Sie liebt mich nicht.“

--> aus so einer Situation kann dann ein Streit entstehen. Sodass auch der andere sich unverstanden fühlt. Es wird über die Wurst geredet. Nicht über das Problem.
Symbolisch dafür steht ja oft die "offene Zanhpastatube" oder "die schmutzigen Socken liegen rum". .... da gehts natürlich nicht darum. Sondern dass man NICHT richtig Kommuniziert, was denn da eigentlich los ist. Denn das erfodert Mut.
 
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  • #43
Wenn Sabine dann einkaufen war und die Wurst vergisst, die Michael haben wollte, triggert ihn das, das heißt, es löst aus, dass bei ihm alte Erinnerungen geweckt werden. Unbewusste Programmierungen kommen zum Tragen. Michael denkt nicht: „Sabine hat die Wurst vergessen“, sondern „Sie liebt mich nicht.“
Interessant: Ein sehr ähnliches Beispiel ( es handelte sich um den Käse, der vergessen wurde) :))))))))))) Interessant ist, dass ich jetzt darüber so lache.
Und des weiteren, dass ich mir gerade die " :rolleyes:" von anderen Lesern ausmale
an dieser Stelle.
 
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  • #47
Die Wurst versteh ich noch eingermaßen aber bei den schmutzigen Socken geht es um die schmutzigen Socken. Was kannst da richtig/falsch kommunizieren?
Du vermutest
- Er lässt sie liegen, um dich zu ärgern
- bringt dir nicht genug Wertschätzung entgegen
- oder : er sagt nicht, dass es ihn stört, wenn ihre Socken rum liegen, sondern verallgemeinert, dass sie nie in der Lage ist, Ordnung zu halten
- keiner sagt, was ihn stört und irgendwann kracht es, weil all das Aufgestaute raus bricht
. . . .
 
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MaryCandice

  • #48
Du vermutest
- Er lässt sie liegen, um dich zu ärgern
- bringt dir nicht genug Wertschätzung entgegen
- oder : er sagt nicht, dass es ihn stört, wenn ihre Socken rum liegen, sondern verallgemeinert, dass sie nie in der Lage ist, Ordnung zu halten
- keiner sagt, was ihn stört und irgendwann kracht es, weil all das Aufgestaute raus bricht
. . . .
Jetzt aber nicht ernsthaft? Und das soll Eigenschaft der älteren, da autoritär erzogenen, Generation sein? Die lassen keine Socken liegen. Dafür gabs Watschen.
 
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  • #49
bei den schmutzigen Socken geht es um die schmutzigen Socken. Was kannst da richtig/falsch kommunizieren?
Es soll Paare geben, die setzen sich einmal pro Woche zusammen und jeder der Beiden bekommt eine halbe Stunde Redezeit am Stück für sich.
Die kann er dann nutzen, wie auch immer er mag :))))
Ich habe dieses " Spiel auch schon 2mal praktiziert ( also viel zu selten).
Es war allerdings in beiden Situationen höchst aufschlussreich!
 
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  • #50
Für mich klingt das ganze nicht nach mangelnder oder fehlerhafter Kommunikation sondern lediglich nach mangelndem Selbstbewusstsein und da hilft richtige Kommunikation mit dem Partner nur sehr bedingt. Den der mit wenig Selbstbewusstsein glaubt dem anderen eh kein aufmunterndes Wort.
 
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  • #52
Es soll Paare geben, die setzen sich einmal pro Woche zusammen und jeder der Beiden bekommt eine halbe Stunde Redezeit am Stück für sich.
Die kann er dann nutzen, wie auch immer er mag :))))
Ich habe dieses " Spiel auch schon 2mal praktiziert ( also viel zu selten).
Es war allerdings in beiden Situationen höchst aufschlussreich!
Das kenne ich auch, allerdings mit Nachfragen und Zusammenfassen des Zuhörenden. Es ist erstaunlich was dabei zu Tage kommen kann. Aber einen Mann zu finden, der das auch gerne macht? Das wäre dann wohl dieses männliche Einhorn, das hier plötzlich durchs Forum galoppiert? ;)
 
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MaryCandice

  • #53
Es soll Paare geben, die setzen sich einmal pro Woche zusammen und jeder der Beiden bekommt eine halbe Stunde Redezeit am Stück für sich.
Die kann er dann nutzen, wie auch immer er mag :))))
Ich habe dieses " Spiel auch schon 2mal praktiziert ( also viel zu selten).
Es war allerdings in beiden Situationen höchst aufschlussreich!
Und was macht ihr den Rest der Woche? 167 Stunden lang????
 
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  • #59
Jetzt aber nicht ernsthaft? Und das soll Eigenschaft der älteren, da autoritär erzogenen, Generation sein? Die lassen keine Socken liegen. Dafür gabs Watschen.

Keine Ahnung, wobei ich glaube, dass es durchaus Männer gibt, für die das auch früher immer die Mutter gemacht hat. Ist aber egal - es geht einfach darum, dass zn nicht klar gesagt wird "mich stört es, wenn du deine Socken rum liegen lässt, bitte wirf sie in die Wäschetonne" oder vielleicht auch, dass du zuerst mal erkennst, dass es nicht die mangelnde Wertschätzung deiner Person ist, sondern er ein Chaot ist ;)
 
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  • #60
Das wäre dann wohl dieses männliche Einhorn, das hier plötzlich durchs Forum galoppiert? ;)
Da gibts schon welche die zuhören und im Anschluss aktiv eine Änderung herbeiführen. Ist aber eher selten.
Von diesem Hinsetzen und drüber reden halte ich allerdings auch nicht viel.
Ich denke, dass manches besser "situationsbedingt" besprochen wird und nicht erst Tage später.
 
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