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  • #61
Laou, deinen Beitrag finde ich klasse. (und er passt in so einige Threads)
 
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  • #62
OT an:
Darf Jemand, der von Beruf Maurer ist, zuhause nicht Mauern mauern.....? ;-)
OT aus.

So'n Maurergesellen (mit kaufmännischem Abschluss) mit zwei linken Händen (und die nur voller Daumen...) hatte ich auch schon. Lange habe ich versucht, darüber hinwegzusehen. Doch bald erkannte ich, das wird nichts auf Dauer. Habe dann lange in der Beziehung verharrt, obwohl sich die Mauern nicht einreißen ließen. Denn, blendete ich die Mauern aus, hatten wir jeweils wunderschöne Tage zusammen. War aber auch eine langjährige Fernbeziehung mit wenig gemeinsamer Zeit, da war das Ausblenden nicht ganz so schwer. Und ich bin so sehr harmoniebedürftig. Man kann auch sagen: Blond (bei sowas). Doch auf Dauer funktioniert das (bei mir) nicht mehr. Zuviel verschenkte Lebenszeit, wenn eine gemeinsame Zukunft nicht absehbar ist. Möchte ich heute nicht mehr, sowas.
 
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  • #63
Zitat von suzanne:
Das denken viele (Frauen) und genau das ist Teil des Problems. Denn man denkt, wenn man (also meist: Frau) nur genügend Empathie zeigt, dann heilt dieses Einfühlungsvermögen das Mauern/ die Schweigsamkeit. Jedoch ist die Gefahr gros, dass die Partnerin dann in die Rolle der Therapeutin verfällt.



Lucilla, es ist nicht Deine Aufgabe, seine alte Beziehung aufzuarbeiten. Entweder er macht das selbst oder er lässt es bleiben. Dein Verhalten ist anmassend. Du begibst Dich ungefragt und ungebeten in die Rolle seiner Therapeutin. Darin stellst Du Dich über ihn und analysierst ihn. Ihr seid damit nicht mehr Partner auf Augenhöhe. Er weicht Dir dann instinktiv aus, während Du ihn nur noch mehr analysierst und ihn irgendwann auch als nicht mehr ebenbürtig wahrnimmst.



Und dann geht irgendwann gar nichts mehr.



Er will seine Ruhe vor Deiner Therapie, in der Du Dich über ihn stellst.

Lass’ die Therapeutinnen-Rolle fallen, wenn Dir das möglich ist. Erwähne seine Vergangenheit nicht mehr, sondern bleibe im jetzt. Wenn Du das kannst, habt Ihr vielleicht noch eine Chance. Wenn Du das nicht kannst (was ich Dir –-- im Gegensatz zu Tina* (?) --– gar nicht mal unbedingt vorwerfen will, denn es gibt Situationen, wo die Vergangenheit präsent ist und im Raum steht, so dass man sie thematisieren muss –-- wenn Du dies also nicht kannst, dann dürfte es schwierig werden, denn je mehr er sich entzieht, umso mehr therapierst Du, umso mehr entzieht er sich... Ein destruktiver Kreislauf, in dem Ihr gefangen seid.

Hallo zusammen,
leider gibt es Teile deiner Aussage, die ich bestätigen kann, aus der Sicht eines Menschen, der das Mauern irgendwann für sich als Selbstschutz "erfunden" hatte. Ein Therapeut meinte irgendwann auf die Erzählung, dass die Frau meinte "mach eine Therapie" (bzgl. Problemen bei der Kommunikation), "da haben Sie sich genau das Richtige gesucht" (eine Therapeutin,...)
Das Nicht als wertvoll wahrgenommen zu werden, das Gefühl, bei Gesprächen in eigenen Aussagen nicht akzeptiert zu werden, kann da schnell zu Rückzug führen, was als "Mauern" wahrgenommen wird. Dass man sich intensiv mit den Themen beschäftigt, über die Gespräche irgendwann verweigert werden, wird oft schlicht bestritten, ist ja auch bequem, dem Partner die "Alleinschuld" zu geben,...
Der Rückzug als Selbstschutz ist sicher nicht gut, hat seine Ursachen. Eine Therapeutenrolle für den Partner sehe ich aber auch als kontraproduktiv an. Das "Therapierenwollen" muss gar kein bewusstes Verhalten sein, führt aber schnell zu einer Position, die für den Maurer zu noch mehr Rückzug führt, schließlich hat er dann nicht das Gefühl ernst genommen zu sein. Warum soll er daher versuchen, das Gespräch erneut anzunehmen, wenn er dabei doch nur schmerzhafte Erfahrungen macht, sich erniedrigt fühlt?
Dass da eine Therapie notwendig ist, sehe ich als unbedingt gegeben an. Der Druck bringt aber nichts. Der Wunsch dazu, zu der ein Erforschen der Ursachen der Unsicherheit, der Schwierigkeiten zu kommunizieren gehört, muss von innen kommen, nicht aus dem Aufdoktrinieren, durch den Partner, was dem Selbstbewusstsein gerade wieder einen Schlag verpasst. Ob der Mensch ansonsten selbstbewusst auftritt, hat an der Stelle nichts zu sagen. Partnerschaftsverhalten muss da möglicherweise komplett vom sonstigen Verhalten (z.B. im Beruf) getrennt betrachtet werden. Manchmal ist aber selbst das nur "oberflächlich", stammt aus extremen Anstrengungen, die wiederum dazu führen, dass die Energie für klärende Gespräche fehlt, wiederum Druck hervorruft, ...
 
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  • #64
Hat dir denn deine Therapie insofern genutzt, dass du nun gar nicht mehr mauerst? Oder in welchen Situationen mauerst du noch, wie fühlst du dich dann? Merkst du das dann eigentlich in dem Moment, dass du mauerst?
 
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  • #65
Zitat von Truppenursel:
Hat dir denn deine Therapie insofern genutzt, dass du nun gar nicht mehr mauerst? Oder in welchen Situationen mauerst du noch, wie fühlst du dich dann? Merkst du das dann eigentlich in dem Moment, dass du mauerst?

Hallo Ursel,
ich bin tatsächlich lernfähig. :)
Gar nicht mauern wäre zu viel gesagt. Ich merke es aber sehr schnell und gehe dann offensiv wieder in die Kommunikation. Auftreten tut es aber nur in extremen Situationen, wenn von der Gegenseite besonders wunde Punkte angesprochen werden. Die sind zum Glück extrem selten geworden (dank viel Arbeit an Ursachen und eigener Konfrontation mit den Punkten). Außerdem erkläre ich dann die Situation und was das Verhalten ausgelöst hat.
 
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  • #66
darf ich dich denn fragen, wenn es nicht zu intim ist, wo die Ursachen lagen und wie du das dann angehst, und wie diese eigene Konfrontation aussieht?
Kannst du auch benennen, was soclhes verhalten auslöst?
 
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  • #67
Hallo Ursel,
ich antworte da mal, auch wenn es schon ziemlich persönlich ist!
Eine (!) Ursache lag in mangelnder Anerkennung und Wertschätzung durch meine Mutter, der ich nie genug war. Das führte zu ganz viel Willen, alles zu lernen, können, auch was noch gar nicht gefordert war, vielleicht einmal gefordert werden könnte.
Näheres möchte ich hier nicht schreiben. Nur noch die Info, dass ich mit einem Coach (ist u.a. Psychologe) über solche Situationen spreche, Ursachen suche, mitunter Beteiligte befrage, auch über deren Beteiligung rede, auch klar mache, dass ich erkannt habe, dass deren Verhalten nicht gut war, was die Folgen waren)
Auslöser waren hauptsächlich Situationen, in denen die Wahrnehmung war, dass ich nicht wert geschätzt wurde oder ernst genommen (Kindheit: "sei mal still, wenn Erwachsene reden...") wurde.
 
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  • #68
Ist das eigentlich eine spezifische Frauensache, oder können Männer das auch?

Leiden in der Beziehung. Sich trennen. Und dann hinterher noch weiterleiden? :-/
 
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  • #70
Zitat von Lucilla:
Hier ging es um Dinge wie zum Beispiel: Seine Mutter beschimpfte mich grundlos (absolut grundlos!) und machte mich für ihre Probleme in ihrem Leben verantwortlich. Immer wieder Anrufe von ihr, wenn sie Hilfe brauchte à la hol mich aus der Sch***e und danach kam wieder, dass ich es schuld sei. DAS GEHT NICHT.
Das hört sich in der Tat nicht toll an. Warum bist du denn überhaupt noch ans Telefon gegangen? Spätestens beim dritten Mal hätte ich ihr wohl gesagt, dass sie wieder anrufen darf, wenn sie bessere Laune hat und aufgelegt.

Mich z.B. ausquartieren für einen Tag, damit die Mutter fein zu Besuch kommen kann, nachdem sie mich grundlos beleidigt hat, finde ich nicht ok.
Habt ihr denn zusammengewohnt? Oder hieß ausquartiert "du kannst heute nicht kommen, meine Mutter kommt?"
Wenn ihr zusammengewohnt habt, warum hast du dich ausquartieren lassen?
 
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  • #73
Zitat von Nettmann:
Hallo Ursel,
ich antworte da mal, auch wenn es schon ziemlich persönlich ist!
Eine (!) Ursache lag in mangelnder Anerkennung und Wertschätzung durch meine Mutter, der ich nie genug war. Das führte zu ganz viel Willen, alles zu lernen, können, auch was noch gar nicht gefordert war, vielleicht einmal gefordert werden könnte.
Näheres möchte ich hier nicht schreiben. Nur noch die Info, dass ich mit einem Coach (ist u.a. Psychologe) über solche Situationen spreche, Ursachen suche, mitunter Beteiligte befrage, auch über deren Beteiligung rede, auch klar mache, dass ich erkannt habe, dass deren Verhalten nicht gut war, was die Folgen waren)
Auslöser waren hauptsächlich Situationen, in denen die Wahrnehmung war, dass ich nicht wert geschätzt wurde oder ernst genommen (Kindheit: "sei mal still, wenn Erwachsene reden...") wurde.
Ich danke dir.
Ich wollte eigentlich wissen, was heute Auslöser sind, sein können, dass du mauerst.
 
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  • #74
Zitat von Truppenursel:
Das gibt sich dann spätestens mit diesem "Stresstest".

Davon abgesehen, wer sagt denn, dass sie solche Tests augenfällig macht.
Das traue ich ihr nicht zu.

Nebenbei: vielleicht hat ER ja mit IHR nur solche Tests gemacht und sie ist durchgefallen? Wär doch auch 'ne interessante Überlegung...
 
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  • #75
Zitat von fafner:
Das gibt sich dann spätestens mit diesem "Stresstest".

Das traue ich ihr nicht zu.

Nebenbei: vielleicht hat ER ja mit IHR nur solche Tests gemacht und sie ist durchgefallen? Wär doch auch 'ne interessante Überlegung...

Schön, wie hier über mich geurteilt wird durch einen minimalen Einblick in meine alte Beziehung, der nicht mal ansatzweise widerspiegelt, was im Ganzen ablief. :)

Im Übrigen: "Stresstest" ist eine Sache der Definition. Auch darüber zu urteilen finde ich nicht in Ordnung. Du kannst darunter ja was anderes verstehen als ich
 
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  • #77
jein -- wenn Lucilla Einschätzungen als Urteile betrachtet, dann ist geurteilt worden. Das hat eine Kehrseite: Wenn jemand so schnell bei der Hand ist mit dem Urteil über Einschätzungen, wird ihm so ein Mauererlebnis kein Einzelfall sein oder bleiben.
 
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  • #78
Ersetze das Wort "geurteilt" durch "eingeschätzt". Einschätzen oder urteilen finde ich doch recht schwierig, wenn nicht alles bekannt ist oder sehe ich das falsch?
 
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  • #79
Bitte sieh mir nach, wenn ich mauere. Es wird nichts dabei herauskommen, wenn ich mich auf Deinen Einwand einlasse.
 
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  • #80
Eltern und so:
Vielleicht ein kleiner Schwank, der sich in meinem real life (ist schon lange her) zugetragen hat. Ihr Vater sagte mal zu mir: "Be careful with my girl." Worauf ich antwortete: "No, Sir, now she is my girl." Damit war das Eis gebrochen. Ich "durfte" sie "mitnehmen".
 
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  • #81
… die Kehrseite… ...wie konnte ich nur die Kehrseite außer acht lassen. …... insgesamt.
 
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  • #82
Lucille, meinst nicht,daß das, was hier geschrieben wird, ebenfalls Erfahrungswerte mit diesem Thema sein könnten? Immerhin wolltest Du etwas zu Deinem Thema hören, und das hast Du. Doch das hat Dir nicht gefallen und bist schnell in die Interpretation "Es wird über mich geurteilt" gefallen. Du hast auch nur die Spitze des Eisberges geschildert und nicht, das Recht hast Du durch aus, die gesamte Situation geschildert, in der er mauert. Die Einschätzungen wären dann sicher direkt anders ausgefallen. Es ist immer die Sichtweise, die man in dieser Situation hat. Von Deiner Seite war offenbar kein Verständnis für den Mann da, warum er mauerte (es ging um seine Mutter und hier ein eindeutiges Statement für Dich gegen die Mutter zu erwarten geht immer schief) und er hat sehr wahrscheinlich gemauert, weil er sich nicht mit den Vorwürfen, dass er keine Partei ergriffen hat auseinandersetzen wollte. Das Thema war ihm unangenehm, deshalb hat er nicht darüber sprechen wollen. Es gibt Menschen, die gehen klar und direkt in die Konfrontation und sagen dann auch: Bis hierhin - und kein Schritt weiter. Du verlangst von mir das Unmögliche und ich werde mich nicht gegen meine Mutter stellen. Aber das hätte einen noch grösseren Streit verursacht, also schweigt man es lieber tot. Das nächste Mal weisst du Bescheid: Wenn die Mutter um Hilfe schreit, nicht einmischen - am Ende ist man immer der Dumme.
 
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  • #83
Liebe Lucilla,

ich möchte auf deine Eingangsfrage antworten.
Ja, ich habe Erfahrungen mit einem solch mauernden Partner gemacht. Das waren schmerzliche Erfahrungen.
Ich kann nur für meine Situation sprechen und möchte es mir nicht anmaßen über alle "Maurer" zu reden.

Bei meinem Partner und mir war das so, dass er immer geblockt hat, wenn es um tiefgründigere Themen ging. Alles, was mit uns oder ihm zu tun hatte, war am schlimmsten. Kritik....war ganz furchtbar für ihn. Das konnte Kritik sein, wie "ich finde dein Verhalten absolut nicht in Ordnung", die sich tatsächlich vom Ton her persönlich abwertend anhörte (meinerseits), aber auch Kritik wie "schau mal, du hast den falschen Knopf am Herd angemacht" (diese Situation gab es wirklich, es war eine ganz normale Äußerung beim Kochen, und was ich danach erlebt habe...ich möchte nicht mal mehr dran denken).
Jeder trägt seinen Teil zu einer Beziehung bei. Ich auch. Ich muss immer gleich alles ansprechen, was mich stört, verletzt, irritiert o.ä. Ich sehe auch ein, dass ich da oft zu sehr dränge und dem Gegenüber keine Ruhe lasse zum Runterkommen. Daran arbeitete ich irgendwann. Die Situationen wurden dadurch aber nicht besser, denn auf Dauer wurde doch klar, dass ich nicht daran schuld bin (was er mir gerne eingeredet hat), dass er mauert.
Sein Abblocken hatte damit zu tun, dass er gelernt hatte, dass er nicht in Ordnung ist, wie er ist, dass er erst etwas erreichen muss (oberflächliches, Verdienst, Abschluss, Ideale erfüllen wie Frau heiraten usw.). Danach wird bewertet in seiner Familie ein Leben lang, Auch von denen, die jetzt alles "erreicht" haben und damit todunglücklich sind.
Mein Partner ist im schlimmsten Fall bei so einem Abblocken gegangen und dann war sofort Beziehungsschluss. MIt der Zeit war das 3x in 9 Monaten der Fall. Ich konnte irgendwann nicht mehr. Ich liebte diesen Mann unendlich, wahrscheinlich immer noch, er mich auch.
Weil ich immer daran geglaubt habe, dass man mit Liebe alles schaffen kann, hab ich ihn immer wieder zurück gewollt, immer wieder an mir gearbeitet...er hat das aber nicht getan. Obwohl ich kein dummer komplett instabiler Mensch bin, habe ich mir doch immer wieder einreden lassen, dass ich das Problem bin.
Mit dieser Art des Maurers, der sich NULL mit sich selbst auseinandersetzt, dem es nur um Schuldzuweisung geht, bei dem immer andere verantwortlich sind, der soviel Angst vor den eigenen (Minderwertigkeits)Gefühlen hat, dass er den anderen lieber mit Missachtung (teilweise über Wochen) bestraft, als ein Gespräch zu suchen....mit dieser Art Maurer ist keine glückliche erfüllte Beziehung möglich.

Zu deiner letzten Frage, wie ich mich verhalten habe:
Anfangs immer wieder gekämpft, mich nach und nach aufgegeben, bis es emotional für mich so schlimm wurde (und es war richtig schlimm), dass das Loch, in das ich gefallen bin, größer war als die Angst verlassen zu werden. Nach 6 sehr anstrengenden Jahren habe ich jetzt vor zwei Monaten die Trennung gewagt. Ich habe sehr damit zu kämpfen, weil ich ihn liebe und weil ich weiß, dass er das nicht anders kann. Aber solange ich mich gut um mich selbst kümmere und bei mir bleibe, mich selbst wertschätze, geht es mir unterm Strich jeden Tag besser.
 
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  • #84
Puh ha, Steinblume, hast du da mit vertauschten Rollen aus meinem "alten" Leben erzählt????

Ich kenne das 1:1 ganz genau so, mit dem Mauern, Nichtreden, Schmollen, Ignorieren als Strafe - über Wochen.

Zu Anfang der Beziehung war das auch schon so, aber dann wurde es eigentlich immer besser. Zumindest in den ersten 10 Jahren. Da konnten wir über fast alles reden, wenn auch manchmal 1-2 Tage später.

Nach der Geburt des ersten Kindes hat es sich dann wieder stetig verschlechtert. Nach der Geburt des zweiten Kinden wurde es dann extrem. (Konnte ichaber erst im Nachhinein reflektieren).
Aber ich wollte es nicht erkennen, wollte eine intakte Familie, wollte keinen Stress zu Hause, wollte, dass alle glücklichund zufrieden sind und habe mich so Stück für Stück angepasst.
Dies löste bei ihr aber anscheinend aus, dass sie mich nun in allen Bereichen manipulierte.

Nach 24 Jahren hatte ich dann die Nase voll und wollte mich trennen - wusste aber immer noch nicht, was die Ursache war, wusste nur, dass ich mich sehr unwohl mit ihr fühlte.
Es folgte eine Paartherapie, in der mir eingeredet wurde, es würde ja alles an mir liegen. Als selbstkritischer Mensch nahm ich das sehr ernst und "arbeitete" hart an mir und den Fortbestand der Beziehung.
Was ich nicht wusste war, dass die Therapeutin aus ihrem Bekanntenkreis kam und ihr zuspielte.
Sie nutzte nun das nächste knappe Jahr, um alle Vorbereitungen für eine Trennung zu schaffen........ (anderes Thema!)

Nach 25 Jahren Beziehung setzte sie dann, für mich plötzlich und unerwartet das Aus.

Ich bin froh und glücklich, dass es so gekommen ist.
Zwar brauchte ich fast 3 Jahre, um wieder zu mir selber zu finden, aber diese 3 Jahre haben mich um Lichtjahre weiter gebracht.

Mein Fazit daraus:
Wenn jemand um sich herum Mauern mauert, dann viel Freude und Spaß daran.
Ich bin dann derweil schon mal weg.
Gibt genügend Menschen, die froh sind, über "offene Wiesen" zu laufen ;)
 
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  • #85
Zitat von Sandhund:
Es folgte eine Paartherapie, in der mir eingeredet wurde, es würde ja alles an mir liegen. Als selbstkritischer Mensch nahm ich das sehr ernst und "arbeitete" hart an mir und den Fortbestand der Beziehung.
Was ich nicht wusste war, dass die Therapeutin aus ihrem Bekanntenkreis kam und ihr zuspielte.
Sie nutzte nun das nächste knappe Jahr, um alle Vorbereitungen für eine Trennung zu schaffen........ (anderes Thema!)
Das sind ja wieder Revolverblattgeschichten wie aus dem Mittelalter oder aus dem Groschenroman.
 
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  • #86
Zitat von Truppenursel:
Das sind ja wieder Revolverblattgeschichten wie aus dem Mittelalter oder aus dem Groschenroman.

Tja Truppenursel, das hätte ich vorher ganz genau so wie du behauptet und nicht geglaubt, wenn mir das jemand so erzählt hätte.

Leider habe ich diese Erfahrung ganz genau so gemacht.
Hätte ich sehr gut drauf verzichten können, das kannst du mir glauben.

Alleine an den so entstandenen Schulden habe ich jetzt 3 Jahre lang getilgt - und es steht jetzt der 6. Rechtstreit in 3 Jahren vor der Tür.... :(
 
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  • #87
Zitat von Sandhund:
Tja Truppenursel, das hätte ich vorher ganz genau so wie du behauptet und nicht geglaubt, wenn mir das jemand so erzählt hätte.

Leider habe ich diese Erfahrung ganz genau so gemacht.
Hätte ich sehr gut drauf verzichten können, das kannst du mir glauben.

Alleine an den so entstandenen Schulden habe ich jetzt 3 Jahre lang getilgt - und es steht jetzt der 6. Rechtstreit in 3 Jahren vor der Tür.... :(
Merkwürdige Geschichte - irgendwie therapiebedürftig, die Dame, sorry
 
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  • #89
Zitat von Truppenursel:
Das sind ja wieder Revolverblattgeschichten wie aus dem Mittelalter oder aus dem Groschenroman.

Soll ich mal erzählen von meinem Ex, auch solch ein Mauerer?

Leider gibt es solche Geschichten wirklich, und sie können sehr viel zerstören.

Wenn junge Leute sich binden und Familie gründen wollen, bitte ich sie deshalb immer einen Test zu machen:

Wegfahren, eine schwierige Situation herbeiführen, eine Autopanne, eine Rucksackreise, irgendwie, irgendwo.

Wenn dann der potentielle Partner/Partnerin konstruktiv agiert, nach Lösungen sucht, auch im Stress noch partnerschaftliches Verhalten zeigt - dann heiraten/schwanger werden/Haus kaufen etc. etc.

Fehlverhalten, Schuldzuweisungen, Schweigen, grundlos abwertende Äußerungen ernst nehmen, NICHT mit Stress entschuldigen.

Ich habe mein Lehrgeld überreichlich gezahlt.
 
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  • #90
Zitat von frauenzimmer:
Wenn junge Leute sich binden und Familie gründen wollen, bitte ich sie deshalb immer einen Test zu machen

Das finde ich gut. Das Forum macht ja so ein ähnliches Angebot: sich anmelden, was schreiben, am besten was Dummes oder eine eigene Meinung oder so, und dann gewahr werden, was so an Rückmeldung kommt. Wer mit der nicht gut umgehen kann, etwa gleich das Forum verläßt, andere ignoriert oder sich beklagt oder so, dem sollte dann ein Zertifikat auf generelle Konfliktunfähigkeit ausgestellt werden.