Else

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Wenn der Ex heiratet

Habt Ihr das auch schon einmal erlebt? Ihr seid getrennt - und es gab gute Gründe für die Trennung - und dann hört ihr, dass der oder die Ex eine/n andere/n heiratet. Was ist Euch da durch den Kopf gegangen? Konntet Ihr Euch für den Expartner freuen, oder bleiben ein schales Gefühl und die Frage, was hat sie (er), das ich nicht habe?
 

BellaDonna

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Nichts. Gott sei Dank war ich da schon längst durch.
Und das letzte Mal neidisch auf seinen materiellen Wohlstand war ich vor einem Jahr, seitdem rührt sich bei mir gar nix mehr.
Kein Mitleid als meine (wirklich schreckliche) Schwiegermutter starb, kein gar nix mehr.
Ich wohne weit weg von ihm in der Liebe meines Lebens (städtetechnisch) und bin ziemlich zufrieden und oft auch glücklich hier, und das hat mir sehr geholfen - mein eigenes Glück zu suchen.
Da mache ich mir die Momente nicht kaputt.
 

Lisa

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Zitat von Else:
Habt Ihr das auch schon einmal erlebt? Ihr seid getrennt - und es gab gute Gründe für die Trennung - und dann hört ihr, dass der oder die Ex eine/n andere/n heiratet. Was ist Euch da durch den Kopf gegangen? Konntet Ihr Euch für den Expartner freuen, oder bleiben ein schales Gefühl und die Frage, was hat sie (er), das ich nicht habe?

Ja, ist schon ne Weile her. Da wir aber nach der Trennung weiterhin gute Freunde geblieben und bis heute noch sind, hab ich mich sehr für ihn gefreut. Leider hat die Ehe nicht gehalten, jetzt hat er wieder seit längerem eine Partnerin. Die jeweiligen früheren Beziehungen seiner- und meinerseits haben unserer Freundschaft keinen Abbruch getan, und umgekehrt ist unsere Freundschaft für unsere jetzigen Partner kein Problem.
 

Freitag

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Hey was seid ihr alle so reif und erwachsen.
Echt niemand hier der dem oder der Ex die Pest an den Hals wünscht? also ich schon :)
Neulich hat eine geheiratet mit der ich mal kurz zusammen war. sie hat mich ziemlich beschissen abgesägt. darum hat sie neues glück nicht verdient :)
 

Else

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Die Pest wünsche ich ihm wahrlich nicht an den Hals. Eigentlich wünsche ich ihm Glück, allein, ich zweifle daran, dass er glücklich ist bzw. wird. Das hat nichts mit mir zu tun. aber so wie ich ihn kennengelernt habe, bin ich eben skeptisch was seine Beziehungsfähigkeit anbelangt. Aber es könnte natürlich auch sein, dass es ihm mit ihr viel besser gelingt als mit mir.
 

Freitag

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Zitat von Else:
Die Pest wünsche ich ihm wahrlich nicht an den Hals. Eigentlich wünsche ich ihm Glück, allein, ich zweifle daran, dass er glücklich ist bzw. wird. Das hat nichts mit mir zu tun. aber so wie ich ihn kennengelernt habe, bin ich eben skeptisch was seine Beziehungsfähigkeit anbelangt. Aber es könnte natürlich auch sein, dass es ihm mit ihr viel besser gelingt als mit mir.

keine sorge, die alten muster sind nunmal drin in den leuten. der wird bei der genausoviel mist bauen wie bei dir. die meisten betrügen sich doch selber und glauben, neuer partner und alles wird prima.
 
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Andre

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Zitat von Freitag:
Hey was seid ihr alle so reif und erwachsen.
Echt niemand hier der dem oder der Ex die Pest an den Hals wünscht? also ich schon :)
Lass mich überlegen. Doch, eine gab es mal in ferner Zeit, die einzige, von der ich jemals gesagt habe (und bis heute dazu stehe), dass sie 'ne so was von blöde Tussi ist. Aber das hab ich selber beendet und das hatte auch keine Bedeutung. Deswegen hab ich ihr auch keine Pest an den Hals gewünscht (das wäre auch Verschwendung gewesen, ich schmeiß der doch nicht noch ne gute Pest hinterher).

Nee, im Ernst, in dem Punkt hab ich tatsächlich so einen merkwürdigen "Ehrenkodex", hinterher nicht schnöde zu widerrufen, was ich vorher im Brustton der Überzeugung von mir gegeben habe. Im Trennungsschmerzaffekt hab ich manchmal schon nicht übel Lust dazu gehabt, so ist das nicht. Aber irgendwie hat es mir inmitten all dieser Erniedrigung, die man dann so "mitgeteilt" bekommt, das "erhabene" Gefühl gegeben, mich nicht hinreißen zu lassen. So nach dem Motto: Du kannst mich jetzt runterputzen, wie du willst, ich werde mich nicht auf dein Niveau herabbegeben.

Und später, wieder ruhig, hab ich mir gedacht: was vorher an dieser Frau gut war -- deswegen hatte ich ja was mit ihr --, kann hinterher nicht auf einmal schlecht sein. Ich will auch nicht auf eine Biografie zurückblicken, die nur aus lauter blöden Tussis bestand. Damit würde ich mir selbst ja nun das größte Armutszeugnis ausstellen.

Edit: doch, jetzt fällt mir doch noch ein "Drama" ein (Gott, ich musste erstmal nachrechnen, ob ich wirklich mal so jung war), da hat mir ein Kumpel zweimal hintereinander 'ne Ische ausgespannt. So mit lieblichem Gesäusel, während ich damals ja eher so war wie du. Poah, denen hab ich heulende Reue an den Hals gewünscht! Ha, und ich hab meinen Triumpf bekommen, der wurde nämlich bald unangenehm und war sie recht bald wieder los -- nur ich bekam sie dummerweise natürlich nicht wie erhofft zurück. Aber an meinem 18. Geburtstag haben wir uns dann im Suff so richtig schön geprügelt. Das war so gut!

Später, bei der Hochzeit von der einen (mit einem anderen Kumpel) war ich dann schon dabei, das war dann aber auch okay.
 
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Andre

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Zitat von Else:
Konntet Ihr Euch für den Expartner freuen, oder bleiben ein schales Gefühl und die Frage, was hat sie (er), das ich nicht habe?
Freuen konnte ich mich, wenn ich mir mehr oder weniger bewusst war, dass ich selber nicht so gut mit ihr umgegangen bin, wie sie es verdient hätte (im Sinne von: wie ich es ihr gern gegeben hätte, es nur nicht konnte, weil irgendwas in mir nicht gezündet hat). Ich war in ein, zwei Fällen sogar eifersüchtig, obwohl ich es ja war, der sie nicht wollte. Da ertappt man sich dann peinsamerweise auch noch bei dieser sehr speziösen Form von Eitelkeit.
 
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Was meine Exen heute machen, weiß ich gar nicht und es interessiert mich auch nicht. Geht mich auch nichts an. Neugierig wär ich natürlich aber Eifersucht oder Neid. Glaube sowas kann man nur empfinden, wenn einem selbst was fehlt. Und selbst wenn das so wäre, würde ich eher wissen, dass mir was fehlt, als mich um meine Exen zu scheren.
 

Elbuscar

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Neid oder Eifersucht, weswegen das denn?

Wenn eine Partnerschaft auseinander geht, hat das meistens gute Gründe und (fast) nie ist nur eine Seite daran schuld.
Es gab also Anlässe, Eindrücke, Empfindungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit zur Trennung geführt hatten.
Wollte man sie damals nicht mehr (teilen) wird das zukünftig wohl kaum anders sein.

Von daher streiche ich Neid bzw Eifersucht und ersetzt diese mit Interesse, sofern denn heute noch Kontakt besteht. Was in den meisten Fällen bei mir der Fall ist. Es gibt/gab sicher auch Momente, in denen ich mich gefragt habe, wie das ein oder andere zustande kam - aber letztendlich gibt es nur einen Weg - und der geht nach vorne.

Besonders schön, wenn der Weg für beide nach vorne geht, dann gibt es auch wenig bis gar keine Anlässe, der/dem Ex neidvoll hinterher zu sehen.
 
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Naja manchmal gehen Beziehungen auch auseinander, weil der Sex langweilig geworden ist. Und dann gehts so ganz ohne Fehler auseinander. Wenn es dann auseinander ist, steigt natürlich wieder die Lust aufeinander durch die geschaffte Distanz und man kann wieder sehnsüchtig werden. Ich versteh schon wie das gefühlsmäßig funktioniert.

Wichtig ist nur dass man das erkennt für sich selbst
 

Elbuscar

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@Mr. Bean: meinst Du jetzt rein sexuelle Begierde?
Ja, das kennt man(n) auch - wäre mir aber auf Dauer zu wenig für eine wirkliche Beziehung - infolge auch kein Anlass für Neid.
Vielleicht bin ich da auch etwas oldschool-minded...
 
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Zitat von Elbuscar:
@Mr. Bean: meinst Du jetzt rein sexuelle Begierde?
Ja, das kennt man(n) auch - wäre mir aber auf Dauer zu wenig für eine wirkliche Beziehung - infolge auch kein Anlass für Neid.
Vielleicht bin ich da auch etwas oldschool-minded...

Nee bist du nicht, da hast du recht. Bei mir ist es ne Besonderheit, wenn ich jemanden sexuell begehre, dann auch immer gefühlsmäßig. Das habe ich bisher erst einmal im Leben erlebt und Gefühle kann man zwar verdrängen aber vergessen nicht. Und irrational sind sie auch noch.

Es ist mir heute egal was sie macht, wie du schon sagst: ich hab kein Interesse mehr. Aber die Erinnerung das Gefühl, das bleibt. Und auch wenn es nichts mehr mit ihr zutun hat, sondern nur die Erinnerung an mich Selbst ist, der der ich mal war und was ich mal empfunden habe, könnte es einen mit Sehnsucht erfüllen an etwas, was mal war.

Gottseidnk empfind ich nur Fluchtgefühle, wenns um Beziehungen geht, daher ist es nicht so schlimm im Moment :D
 

Else

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Zitat von Mr. Bean:
Was meine Exen heute machen, weiß ich gar nicht und es interessiert mich auch nicht. Geht mich auch nichts an.
Da gebe ich Dir recht. Sehe ich auch so. Nur in diesem Fall habe ich es erfahren. Die Welt ist ein Dorf. Bei anderen Ex-Freunden weiß ich gar nicht was die machen oder wo die leben. Interessiert mich auch nicht die Bohne.
Zitat von Mr. Bean:
Neugierig wär ich natürlich aber Eifersucht oder Neid. Glaube sowas kann man nur empfinden, wenn einem selbst was fehlt. Und selbst wenn das so wäre, würde ich eher wissen, dass mir was fehlt, als mich um meine Exen zu scheren.
Eifersucht oder Neid ist es eigentlich nicht. Vielleicht bleibt ein schales Gefühl wegen der unschönen Trennungsgeschichte. Zum Glück fehlt mir nichts, er jedenfalls nicht ;-)
 

suzanne

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Oh man, Else! Du hast mir seinerzeit mit «meinem Kandidaten» so sehr geholfen! Seitdem habe ich ca. 50 Bücher gelesen, habe mich stückchenweise weiterentwickelt und ja: Ich konnte ihn damals unmittelbar loslassen und stattdessen meine miserable Bedürftigkeit in den Fokus nehmen. Das war Gold wert! Danke dafür, auf Lebenszeit!

Aber: Denke ich noch an ihn? Ja, verdammt, so wahnsinnig oft, obwohl ich ihn – um Himmels willen! – nicht zurück haben will. Das wollte ich ja noch nie, seitdem ich ihn verliess, einzig, ich konnte ihn so schlecht loslassen...

Ich habe ihn in der Zwischenzeit zweimal zufällig getroffen, es war stets objektiv sehr nett, aber mich gruselt es eigentlich nur.

Warum gruselt mich das? Was es wohl ausmacht: Ich konnte ihn lieben, ganz frei, ganz offen, ganz ungeschützt. Offenes Herz (trifft auf Beton), aber offenes Herz bei mir. Bei mir!

Nun frage ich mich: Geht das nochmals? Habe ich (unmerklich) all’ mein Pulver verschossen? Warum gibt es keinen neuen Mann in meinem Leben, wo der Ex schon seit zwei oder drei Jahren mit einer neuen glücklich ist, und ehrlich, das freut mich für ihn. Denn er konnte mit meinem offenem Herzen so gar nichts anfangen. Es hat ihn nur belastet und Druck auf ihn ausgeübt.

Zitat von Else:
Die Pest wünsche ich ihm wahrlich nicht an den Hals. Eigentlich wünsche ich ihm Glück, allein, ich zweifle daran, dass er glücklich ist bzw. wird. Das hat nichts mit mir zu tun. aber so wie ich ihn kennengelernt habe, bin ich eben skeptisch was seine Beziehungsfähigkeit anbelangt. Aber es könnte natürlich auch sein, dass es ihm mit ihr viel besser gelingt als mit mir.

Ich kenne diesen Gedanken sehr gut, aber was wissen wir als «Exen» über seine jetzige Situation? Und noch wichtiger: Warum denken Du, Else, ich, Suzanne, jetzt immer noch über diese Herren nach? DAS ist ein sehr interessantes Thema, wie mir scheint.
 
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Meine Ex-Männer haben nach mir entweder keine oder 25 gescheiterte Beziehungen gehabt. Sollte mir das zu denken geben ?
Also, mich interessiert es brennend zu hören, was aus dem einen oder anderen geworden ist. Egal, wie es ausging - mit den Jahren verklärt sich doch so einiges und ich sehe sie alle als Teile aus meinem Leben. Sie dürfen ruhig glücklich sein und heiraten.
Nur mit einem, ausgerechnet der längsten Beziehung, ist keine Kommunikation möglich, null und nada, trotz gemeinsamen Kind. Finde ich äußerst bedauerlich und nicht erstrebenswert.
 

LoneWolf

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Zitat von Else:
Habt Ihr das auch schon einmal erlebt? Ihr seid getrennt - und es gab gute Gründe für die Trennung - und dann hört ihr, dass der oder die Ex eine/n andere/n heiratet. Was ist Euch da durch den Kopf gegangen? Konntet Ihr Euch für den Expartner freuen, oder bleiben ein schales Gefühl und die Frage, was hat sie (er), das ich nicht habe?
Mir hat bereits die - beiläufige - Mitteilung meiner Ex-Freundin, dass sie einen neuen Freund hat, gereicht, um mich wieder aus der Bahn zu werfen. So wirklich sind die Gefühle nämlich nie vergangen. Natürlich möchte ich, dass sie glücklich ist; auch wenn es ein anderer Mann ist, der sie glücklich macht. Dennoch kann ich nicht behaupten, dass mich das völlig kalt lässt.