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  • #1

Welchen Faktor spielt Alkohol bei der Partnersuche im RL bei euch?

Stelle fest, dass auf Partys ohne Alkohol fast nichts läuft. Sehr viele Leute trinken sich ihre Hemmschwelle niedrig oder sorgen für eine "gelöste" und vermeintlich positive Atmosphäre.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
In welchem Licht seht ihr diese Entwicklung?
Hat das etwas mit "Spaßgesellschaft" zu tun?
Will man dem doch oft nervigen und langweiligen Alltagstrott zumindest für kurze Zeit entfliehen?
Sind viele Menschen nicht mehr in der Lage, anderweitig Spaß zu haben und lustig zu sein?

Es geht nicht um Alkoholexzesse in der Partnerschaft o.ä.
 
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  • #2
Deine Überschrift lautet: Alkohol und Partnersuche. Im Text jedoch nur was von Alkohol und Partys. Ist das für dich das Gleiche?
Ich gehe fast nie auf Partys und wenn, dann dienen diese vorrangig eher nicht der Partnersuche. Deshalb meine Nachfrage. Und daher spielt für mich auch Alkohol keine Rolle bei der Partnersuche.
 
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  • #3
In meinen Kreisen wird heut viel weniger getrunken als früher.
 
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  • #4
Zitat von IMHO:
Stelle fest, dass auf Partys ohne Alkohol fast nichts läuft. Sehr viele Leute trinken sich ihre Hemmschwelle niedrig oder sorgen für eine "gelöste" und vermeintlich positive Atmosphäre.
Stellt sich die Frage, ob man auf eine solche Party gehen möchte, die mit geschärften Sinnen wohl nicht mehr auszuhalten ist.

Dieselben. Ohrenbetäubend laute Musik, Menschen, die ihr Gehirn wegwerfen bzw. es mit Alkohol runterspülen, aufdringliches Antanzen, was mit Romantik im Entferntesten nix mehr zu tun hat, ... Bei mir hat das dazu geführt, dass ich auf so einer Party war (einmal nüchtern eben) und mir mit einem Schlag mein ganzes Dasein so sinnentleert vorkam, dass ich seitdem keine solche Party mehr besucht habe.

Naja, es wird ja von den Medien gut propagiert. In den meisten Serien werden verzweifelte Mitdreißiger gezeigt, die kein Leben haben, aber mit ihren Freunden und viel Alkohol abhängen. Diese Wertlosigkeit wird als neuer Wert gesehen. Solche Menschen gehen nicht auf die Straßen demonstrieren. Solche Menschen wehren sich nicht gegen eine Regierung, die dabei ist sie in einen dritten Weltkrieg reinzuziehen. Diese Menschen betrinken sich und glauben ihr ganzes Elend erst hinter sich lassen zu können, wenn sie den richtigen Partner gefunden haben, der ihrem Leben Sinn verleiht...

Hat das etwas mit "Spaßgesellschaft" zu tun?
Wahrscheinlich. Das neue Credo lautet doch: "Wenn du keinen Spaß in deinem Leben hast, bist du arm dran." Das Wichtigste ist, auf seine Kosten zu kommen. Und dazu wird sich zugeschüttet und alle anderen Gedanken weggespült.

Will man dem doch oft nervigen und langweiligen Alltagstrott zumindest für kurze Zeit entfliehen?
Aber nur für sehr kurze Zeit. Wenn jemand wirklich aus seinem Trott raus möchte, muss er doch neue Dinge in sein Leben einbauen, die tatsächlich seine Lebenssituation verändern. Sich zu betrinken ändert nicht viel, allerhöchstens für einen winzig kurzen Bruchteil.

Sind viele Menschen nicht mehr in der Lage, anderweitig Spaß zu haben und lustig zu sein?
Könnte man fast meinen. Ne, ich denke, diese Menschen haben tatsächlich viel Spaß in ihrem Leben, aber wenig Freude. Die meisten Sachen sind anstrengend und machen keinen Spaß, aber sie bereiten einem mit der Zeit eine immer größere Freude, die der "Spaß" nicht aufbringt. Und ich kann mir gut vorstellen, dass diese den meisten Leuten mehr oder weniger fehlt und so versuchen die das eben, einen solchen Mangel zu kompensieren.
 
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  • #5
... diese Menschen haben tatsächlich viel Spaß in ihrem Leben, aber wenig Freude. Die meisten Sachen sind anstrengend und machen keinen Spaß, aber sie bereiten einem mit der Zeit eine immer größere Freude, die der "Spaß" nicht aufbringt.
Hach. Noch eine Ewiggestrige. Hier fühl ich mich zuhaus.
 
G

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  • #8
Welche Entwicklung ?
 
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  • #9
Zitat von IMHO:
Stelle fest, dass auf Partys ohne Alkohol fast nichts läuft. Sehr viele Leute trinken sich ihre Hemmschwelle niedrig oder sorgen für eine "gelöste" und vermeintlich positive Atmosphäre.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
In welchem Licht seht ihr diese Entwicklung?
Hat das etwas mit "Spaßgesellschaft" zu tun?
Will man dem doch oft nervigen und langweiligen Alltagstrott zumindest für kurze Zeit entfliehen?
Sind viele Menschen nicht mehr in der Lage, anderweitig Spaß zu haben und lustig zu sein
Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Es gibt sicherlich Personen, die ihre Hemmschwelle überschreiten, aber es sind weniger geworden, jedenfalls in der Öffentlichkeit. Die meisten Personen schotten sich ab, und trinken dann zu Hause. Die Entwicklung, die wir erleben stimmt mich persönlich nicht sehr glücklich, da sei von Einsamkeit geprägt ist. D. h. jetzt nicht, dass man keine Freunde etc. hat sondern irgendwie, ich weiß jetzt nicht wie ich es schreiben soll, ganz einfach, es fehlt jemand, an dem man sich anlehnen kann. Entfliehen kann man dem Alltagstrott nur kurz, rauskommen tut nichts.
 
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  • #10
O.k., ich sehe, dass die Frage nicht exakt genug formuliert war.

Es ging um Alkohol in kleinen Maßen, zwei drei Bier, eine halbe Flasche Wein, der Prosecco im Zug wenn die Frauengang auf die Kirmes/Jahrmarkt oder auf das Konzert geht etc.

Beispiel war einfach mal eine Party. Und es ging nicht um Bierzeltbesuche, die man ohne Betäubung kaum aushalten kann.

Aber eben der kleine Schuss, der mittlerweile einfach dazu zu gehören scheint, um etwas lockerer zu werden. Im Sommer im Biergarten wird doch kaum noch Mineralwasser getrunken, sondern das eine oder andere Weizenbier, oder?

Vielleicht mag es auch niemand zugeben, dass man das eine oder andere alkoholische Getränk zu sich nimmt, um etwas entspannter und lustiger zu werden.
 

Ulk

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  • #11
Leider musste ich auch schon mit großer Enttäuschung feststellen, dass es ohne Alkohol auf Partys nicht wirklich "zu laufen" scheint. Ich für meinen Teil habe schon öfter bewusst auf Alkohol bei Partys verzichtet. Diese Nächte waren dann auch wirklich ernüchternd.
Um ernsthaft jemanden kennen zu lernen, und das haben ja hier sicherlich einige im Sinn, sind Partys im eigentlichen Sinne wohl eher ungeeignet. Zumindest habe ich auf diesem Wege noch niemanden kennen lernen können.

Abschließend würde ich sagen; Alkohol auf Partys gehört sicherlich dazu, aber bei der ernsthaften Partnersuche würde ich die Finger davon lassen. Ich möchte mir beim sich kennen lernen nur ungern meine Sinne vernebeln. Auch nicht wenn es nur in Maßen ist.
 
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  • #12
Zitat von IMHO:
O.k., ich sehe, dass die Frage nicht exakt genug formuliert war.

Es ging um Alkohol in kleinen Maßen, zwei drei Bier, eine halbe Flasche Wein, der Prosecco im Zug wenn die Frauengang auf die Kirmes/Jahrmarkt oder auf das Konzert geht etc.
Oder das Bier nach Feierabend!

Alles unmoeglich! So findet man sicherlich nie einen Partner!

Spass beiseite. Was ist dagegen einzuwenden, wenn man ab und zu mal ein oder mehrere Glaeschen geniesst?! Finde ich voellig ok.

Schlimm finde ich nur, wenn man die eigene Grenze nicht kennt und ins Komasaufen verfaellt oder staendig betrunken ist.

Nervig sind Leute auf einer Party, die die ganze Zeit nur mit einem langen Gesicht rumstehen. (Musste ich neulich erst wieder miterleben. Die sollten echt zuhause bleiben oder vielleicht doch was trinken, um ihre Stimmung zu heben, falls das bei denen funktionieren sollte.)

Zitat von IMHO:
Beispiel war einfach mal eine Party. Und es ging nicht um Bierzeltbesuche, die man ohne Betäubung kaum aushalten kann.
Manche koennen dem auch ohne Betaeubung was abgewinnen. Bierzelt ist schliesslich nicht bleich Bierzelt! Genauso wie nicht jeder Alkohol zum Spasshaben braucht. Das manche dadurch lockerer werden, ist nun mal so. Das hat der Alkohol so an sich.

Zitat von IMHO:
Aber eben der kleine Schuss, der mittlerweile einfach dazu zu gehören scheint, um etwas lockerer zu werden. Im Sommer im Biergarten wird doch kaum noch Mineralwasser getrunken, sondern das eine oder andere Weizenbier, oder?
Das heisst ja auch Biergarten und nicht Sprudelquelle.

Zitat von IMHO:
Vielleicht mag es auch niemand zugeben, dass man das eine oder andere alkoholische Getränk zu sich nimmt, um etwas entspannter und lustiger zu werden.
Also ich wuerde nicht leugnen, dass ich das ein oder andere alkoholische Getraenk zu gewissen Anlaessen zu mir nehme. Ich leugne auch nicht, dass ich mir die Gesellschaft mancher Leute mit 1 oder 2 Glaesern Wein schon mal ertraeglicher gemacht habe. Aber zum Lockerwerden brauche ich Alkohol wirklich nicht.

Ich muss mir auch keinen Mut antrinken, um einen Mann anzusprechen.

Alkohol muss auch nicht immer sein, geht schliesslich auch ohne. Ich finde es wichtig, dass man beides (also eine Party mit bzw. eine ohne Alkohol) geniessen kann und dass man weiss, wann Schluss ist (mit dem Trinken auf einer Party).

In disem Sinne werde ich gleich auf ein Glaeschen ins Pub um die Ecke gehen.

Schoenen Abend noch.
 
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  • #13
Ich trinke seit nunmehr fünf Jahren keinen Alkohohl mehr und komme damit gut zurecht. Wenn mir unbekannte Leute mich bedrängen, doch etwas zu trinken, dann behaupte ich einfach "ich sei trocken" und dann hört das Gedränge sofort auf. Übrigens kann ich völlig ohne Alkohol lustig feiern und sehe nicht mit missmutiger Miene zu.
 
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  • #14
"Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst."
George Best, irische Fussballlegende
 
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  • #15
was war zu erst da der alkohol oder der mensch?