Blanche

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  • #1

Weihnachten 2014

Liebe Forum - Mitglieder!

Die Weihnachtsmärkte füllen sich, die Plätzchen stapeln sich allmählich in den Dosen, Abends erstrahlen 1000 Lichter...
Ich werde dieses Jahr - zum ersten Mal seit langer Zeit - als Single durch die Feiertage gehen.
Freue mich auf die Tage mit meiner Familie und blicke voller Zuversicht in die Zukunft.
Was habt Ihr momentan für Gedanken?
Über was freut Ihr euch?
Vorfreude? Gleichgültigkeit? Wehmut?
Es gab in der Vergangenheit schon ähnliche Threads - ich wollte aber nichts angestaubtes ausgraben ;-)

Mein Lieblingsgedicht noch zu diesem Thema:


Die Weihnachtsgans

Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.

Vorläufig läßt man in Ruhe
sie in ihrem weißen Sarg.
Ohne Beine, Kopf und Gekröse
ruht sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?

Oder ist es doch zu kalt ihr?
Man sieht’s an der Gänsehaut …
Nun, sie wird bestimmt nicht alt hier:
morgen wird sie aufgetaut.

Hm, welch Duft zieht aus dem Herde
durch die ganze Wohnung dann!
Macht, dass gut der Braten werde,
morgen kommt der Weihnachtsmann!

Heinz Erhardt
 
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lone rider

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  • #2
:)
Ich freue mich auf Weihnachten, weil es das Fest der Liebe ist. Vor langer, langer Zeit gab es einen Mann, der an diesem Tag geboren wurde.
Er sprach fast nur von der Liebe. Ein Kind kann es verstehen und auch ein Intellektueller findet auch immer wieder Neues darin.
Ohne Liebe ist alles nichts. Was für ein großartiger Mensch. Es ist das Holz aus dem ein Gott geschnitzt ist. Der Geringste sei er, betonte er immer wieder und dass er bei den Menschen ist.
Jesus, der Menschensohn, hat an diesem Tag Geburtstag.
 
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  • #3
Dieses Gedicht entspricht ungefähr dem was ich derzeit denke hat aber nichts von Weihnachten, mehr von dem Worums in Parship geht:

Geheimnis bogt das Tor
Erde Himmel
Harren!
Harren!
Auf schließt dein Blick!
Blend
Wirrt und greift
Und tastet
Krampf in leeren Händen.
Dein Lächeln wehrt.
Verschlossen blickt das Tor.
Mein Harren harrt
Und
Gott und Himmel pochen!

(Gedicht von August Stramm, "Werben")
 

lone rider

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  • #4
WER, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel
Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme
einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem
stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts
als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,
und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,
uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich.

Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien, Erste Elegie

Hier irrt der Dichter gewaltig. Ein jeder Engel nähert sich nur so nah man es ertragen kann.
Aber der Einstieg ist schon famos und in der zweiten Elegie wird die Geschichte, indem sie sich wegzubewegen scheint, näher und näher geführt. Vermutlich hat er Schillers Briefwechsel mit Goethe gelesen. Das Wesen des Dramas.


JEDER Engel ist schrecklich. Und dennoch, weh mir,
ansing ich euch, fast tödliche Vögel der Seele,
wissend um euch. Wohin sind die Tage Tobiae,
da der Strahlendsten einer stand an der einfachen Haustür,
zur Reise ein wenig verkleidet und schon nicht mehr furchtbar;
(Jüngling dem Jüngling, wie er neugierig hinaussah).
Träte der Erzengel jetzt, der gefährliche, hinter den Sternen
eines Schrittes nur nieder und herwärts: hochauf-
schlagend erschlüg uns das eigene Herz. Wer seid ihr?
 
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Mentalista

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  • #5
Ich werde dieses Jahr Heiligabend wieder bei einer Obdachlosenfeier helfen. Mein erwachsenes "Kind" macht mit. Für uns noch mehr ein besonderer Abend und ein guter Abschluss rückblickend auf das Jahr 2014.
 
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Gulliver

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  • #6
Zitat von Mentalista:
Ich werde dieses Jahr Heiligabend wieder bei einer Obdachlosenfeier helfen. Mein erwachsenes "Kind" macht mit. Für uns noch mehr ein besonderer Abend und ein guter Abschluss rückblickend auf das Jahr 2014.

Hallo Mentalista !

Das ist eine wunderschöne und sicher sehr weihnachtlich gestimmte Sache, die ihr da vorhabt. Mir gefällt so eine Art zu feiern sehr gut.. :)

Alles Gute und
liebe Grüße
Gulliver
 
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  • #7
Zitat von Blanche:
Liebe Forum - Mitglieder!

Die Weihnachtsmärkte füllen sich, die Plätzchen stapeln sich allmählich in den Dosen, Abends erstrahlen 1000 Lichter...
Ich werde dieses Jahr - zum ersten Mal seit langer Zeit - als Single durch die Feiertage gehen.
Freue mich auf die Tage mit meiner Familie und blicke voller Zuversicht in die Zukunft.
Was habt Ihr momentan für Gedanken?
Über was freut Ihr euch?
Vorfreude? Gleichgültigkeit? Wehmut?
Es gab in der Vergangenheit schon ähnliche Threads - ich wollte aber nichts angestaubtes ausgraben


tja, meine gefühle gedanken...
ehrlich gesagt weiss ich noch nicht ob ich mich freue, wehmütig werde/bin, ist wohl eine mischung aus allem, weil es auch mein erstes anderes weihnachten werden wird.

ich habe ein paar nette zeilen über die liebe und den verstand gefunden, ist zwar nicht unbedingt weihnachtlich, dafür zum besinnen oder nachdenken.

Der Verstand und die Liebe..
Der Verstand begegnete der Liebe und sagte zu ihr: “Ich habe schon oft über dich nachgedacht, aber ohne ein befriedigendes Ergebnis. Deshalb möchte ich dich geradeheraus fragen: Was ist dein Sinn?”

Bevor die Liebe antworten konnte, fügte der Verstand hinzu: “Sag mir aber nicht, dein Sinn bestehe darin, die Menschen glücklich zu machen. Ich habe zu oft gesehen, dass du sie unglücklich machst.”

“Mein Sinn besteht darin, dass die Menschen an mir wachsen und zu sich selbst finden”, antwortete die Liebe. “Durch mich werden sie erst zu denen, die sie sein können. Ich erwecke das Beste in ihnen und bringe es zur Entfaltung. Und ich schenke ihnen Glück. Dass dieses Glück vergänglich ist und sich auch in Unglück verwandeln kann, darfst du mir nicht anlasten. Nichts ist von Dauer in dieser Welt. Und weder du noch ich haben die Macht, das Gesetz der Vergänglickeit zu brechen.”

“Ich weiss”, sagte der Verstand, “allerdings verstehe ich nicht, warum die Menschen sich im allgemeinen vor dir fürchten, obwohl du ihnen angeblich so viel Gutes zu geben hast, während sie zu mir volles Vertrauen haben.”
“Das liegt daran,” antwortete die Liebe, “dass ich die Menschen ins Unbekannte führe, während du mit ihnen auf Wegen gehst, die sie gut kennen.”

“Aber du sagtest doch gerade”, wandte der Verstand ein, “dass du ihnen hilfst, zu sich zu finden.”
“Das tue ich auch”, erwiederte die Liebe, “aber ihr wahres Selbst ist den meisten Menschen unbekannt und macht ihnen deshalb Angst. Und daran bist du nicht ganz unschuldig.”

“Wieso?”
“Du bringst sie dazu, Schutzmauern gegen mich aufzubauen, indem du ihnen einredest, wie gefährlich ich sei und wie gross die Schmerzen und Enttäuschungen sein können, die ich ihnen bereite. Du lehrst sie, mich zu fürchten.”

“Und habe ich nicht Recht damit?” fragte der Verstand.

“Nein, du hast Unrecht. Die Menschen verletzen sich nicht an mir, sie verletzen sich gegenseitig. Sie sind nicht enttäuscht von mir, sie enttäuschen sich gegenseitig. Und die Schmerzen, die sie erleiden, stammen nicht von mir, sondern daher, dass sie mein Wesen nicht tief genug verstehen. Wie sollten sie es auch können, wenn du sie unentwegt daran hinderst, sich ganz und gar auf mich einzulassen? Denn nur so können sie mich wirklich kennenlernen – und damit sich selbst.”

“Dieses Gespräch hat keinen Sinn”, sagte der Verstand. “Wir reden aneinander vorbei.”

“Weil du nicht schweigen kannst”, erwiderte die Liebe.
 
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DerDaniel

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  • #8
Irgendwie wünsche ich mir jedes Jahr etwas zu Weihnachten. Und irgendwie bekomme ich immer etwas geschenkt - im übertragenen Sinne - und das ist weit mehr wert als die Erfüllung meiner Wünsche es jemals gewesen wäre.

Dieses Jahr wünsche ich mir Geduld und Nachsicht, vor allem mit mir selbst, aber auch mit den Menschen um mich herum.

Euch wünsche ich, dass nicht euer bewusster Wunsch erfüllt wird, sondern das, was euch unbewusst am besten tut.
 

Pit Brett

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  • #9
Oh! Der alljährliche Weihnachtsfaden. Da darf mein alljährliches Weihnachtsgedicht nicht fehlen. Es berichtet allerdings nicht von einem großartigen Menschen, sondern von einer auch in der Weihnachtszeit praktisch denkenden Menschin.

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
läuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh',
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was der Gemahl bisher vermied) -,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt zum Schluß, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!
He, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Des Försters Haus ist tiefverschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:
Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
's ist alles, was ich geben kann.
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent.
 

nuit

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  • #10
Zitat von Blanche:
Freue mich auf die Tage mit meiner Familie und blicke voller Zuversicht in die Zukunft.
Das fällt mir deinen "Vibes" ein https://www.youtube.com/watch?v=KHNjq5SfJDY  und ich schätze sie sehr. :)

Ich freu mich, Geschenke für die Menschen auszusuchen, die ich mag. Mit allen zusammen zu sein. Große Dramen um kleine Dinge. Und etwas Wehmut darüber, dass manche nicht mehr dabei sein können.
Und ganz ehrlich, keine Weihnacht ohne "once bitten, twice shey, I keep my distance, but you still catch my eye.." :)

 
 
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  • #12
Zitat von Blanche:
Liebe Forum - Mitglieder!
Was habt Ihr momentan für Gedanken?
Über was freut Ihr euch?
Vorfreude? Gleichgültigkeit? Wehmut?

Ich denke Weihnachten alleine zu verbringen ist scheixxe. Meine Freunde haben alle Familie und verbringen die Zeit mit ihnen, was verständlich ist. Als Single bedeutet das, mehr Zeit für mich zu haben.

Ansonsten hat Weihnachten ansich eher keine Bedeutung für mich. Das Fest der LIebe sollte jeden Tag sein, dazu brauche ich keine speziellen Tage.

Trotzdem freue ich mich auf die Feiertage, aber nicht auf Weihnachten selbst, sondern auf den Besuch einer Freundin, auf die Geburtstagsfeier eines Freundes, eine Arbeitskollegin hat mich zu sich und ihrer Familie eingeladen.Ist also was geboten und alleine bleibe ich nicht :)

Es wirds sicher den ein oder anderen Moment geben, in dem ich etwas traurig sein werde. In diesem Jahr ist viel passiert. Aber es geht mir gut.

Grüße
Michael
 

Blanche

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  • #13
@ Mentalista: Respekt! Es ist einfach schön, zu schenken...
@ Wassersport: Danke für Deine schöne Geschichte
@ "alleanderen": Merci und mehr davon!
 
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Mentalista

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  • #14
Zitat von Blanche:
@ Mentalista: Respekt! Es ist einfach schön, zu schenken...

Ich werde beschenkt, nämlich sich auf wesentliches und wichtigeres zu besinnen und erinnert zu werden, was dieser Abend wirklich bedeutet.

Dann hinterher "Unter den Linden", die zu dieser Zeit nur von verrückten Japanern bevölkert ist, zum Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor zu gehen, dort noch mal inne zu halten, bevor es dann runter zur S-Bahn Richtung Heimat geht, das hat was für sich.
 
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lone rider

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  • #15
Zitat von Mentalista:
Ich werde beschenkt, nämlich sich auf wesentliches und wichtigeres zu besinnen und erinnert zu werden, was dieser Abend wirklich bedeutet.

Dann hinterher "Unter den Linden", die zu dieser Zeit nur von verrückten Japanern bevölkert ist, zum Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor zu gehen, dort noch mal inne zu halten, bevor es dann runter zur S-Bahn Richtung Heimat geht, das hat was für sich.

Ja, es hat mit Heimat zu tun. Mit Werten, die eine Heimat sind.
Und dass Du es so siehst, dass Du beschenkt wirst, gefällt mir außerordentlich gut.
 

Blanche

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  • #16
Zitat von Mentalista:
Ich werde beschenkt, nämlich sich auf wesentliches und wichtigeres zu besinnen und erinnert zu werden, was dieser Abend wirklich bedeutet.

Ja!
Auch die Dankbarkeit dieser Menschen zu spüren, zu wissen, dass man etwas Gutes tut...
Finde ich schön, dass Du das so siehst!
 
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  • #17
Letztes Jahr hatte ich Heilig Abend alleine verbracht, dieses Jahr wird das nicht mehr so sein. Auch wenn ich gut alleine kann, so ist Heilig Abend ein Tag der Begegnung und der Besinnlichkeit. Als Single fiel mir das überdeutlich auf. Wir werden nichts spektakuläres machen, einfach beieinander sein, einander genießen, Wellness für die Seele.

Vorher fahre ich am Heilig Abend schon seit Jahren abends in die Innenstadt von Frankfurt und gehe die einschlägigen Plätze der Obdachlosen ab. Es ist nicht die materielle Zuwendung, mit der kann ich nichts bewegen, es ist die Geste, die Ansprache, hin- und nicht wegzusehen, woraus viele Obdachlose für sich etwas mitnehmen können. Es ist mir unsäglich, dass eine so reiche Gesellschaft sich einen Raster erlaubt, durch den diese Menschen gefallen waren.

DbC
 

Nettmann

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  • #18
Hallo zusammen, wird spannend dieses Jahr. Heiligabend allein, 1. Feiertag mit meinen Kindern und als kleine Tradition den 2. Weihnachtsfeiertag mit neuer Partnerin, die ich auf PS kennengelernt und am 2. Weihnachtsfeiertag vor einem Jahr zum ersten mal getroffen hatte. Bin gespannt, wo die Reise weiter hingeht. Ich wünsch Euch allen hier eine gute oder zumindest erträgliche Weihnachtszeit bzw. Zeit bis Neujahr. Die Zeit zwischen den Feiertagen kann ja manche(r) (leider?) nicht mit Arbeit überbrücken. Viele Grüße Nettmann
 

Mentalista

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  • #19
Zitat von Blanche:
Ja!
Auch die Dankbarkeit dieser Menschen zu spüren, zu wissen, dass man etwas Gutes tut...
Finde ich schön, dass Du das so siehst!

Mir geht es nicht um das Spüren der Dankbarkeit dieser Menschen. Wir feiern alle zusammen den besonderen Abend, in der Hoffnung, dass jeder das für sich mitnimmt, was ihm/ihr wichtig ist..

Deine Zeilen wirken auf mich etwas unangenehmes, zwischen den Zeilen geschrieben...
 

Blanche

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  • #20
Zitat von Mentalista:
Mir geht es nicht um das Spüren der Dankbarkeit dieser Menschen. Wir feiern alle zusammen den besonderen Abend, in der Hoffnung, dass jeder das für sich mitnimmt, was ihm/ihr wichtig ist..

Deine Zeilen wirken auf mich etwas unangenehmes, zwischen den Zeilen geschrieben...

Ich habe jedes meiner Worte ehrlich gemeint - und zwischen den Zeilen nichts Unangenehmes versteckt.
Das "Ja" war meine volle Zustimmung deiner Worte...
"Auch die Dankbarkeit dieser Menschen zu spüren, zu wissen, dass man etwas Gutes tut..."
Das war meine Ergänzung, wie ich das spüre, wenn ich anderen Menschen etwas geben kann.
Zu wissen, dass ich in diesem Moment auch etwas zurückbekomme. Durch eine Handbewegung, ein Wort, ein Blick.
Geht mir zumindest bei meiner Arbeit so.
"Finde ich schön, dass Du das so siehst!"
Ich finde es schön, dass Du das so siehst! Genauso ist es gemeint!

Dass Du meine Zeilen anders spürst - tut mir leid.
 

male:user

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  • #21
Ja, Weihnachten...
Wie schön wäre es wohl, SIE, die Richtige in dieser Zeit um mich zu haben, in ihr Gesicht zu sehen und dabei das hier zu hören:
https://www.youtube.com/watch?v=GJYe98lGfT0

Danke an Blanche.
Grüße aus Wien, nein, nicht in die Mojave-Wüste ;-))
 
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Victor

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  • #22
Zur Abwechslung beende ich das Jahr nicht mit einem Endspurt sondern habe bereits jetzt schon viel Wind aus den Segeln genommen und lasse das Jahr 2014 einfach ausrollen. Und ich freue mich auf "weisse Weihnachten". Damit meine ich die beiden Wochen im Terminkalender, wo wenig bis gar nichts eingetragen ist. Ein bisschen Familie, ein bisschen Freunde und sonst nichts. Im 2014 war für mich genug los, da muss ich nichts mehr nachholen. Und die Vorsätze fürs 2015 sind auch schon gesetzt: Weitermachen wie bisher und sich nicht vom fehlenden Glück in der Liebe irritieren lassen.
 

solveig

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  • #24
Liebe Blanche und alle anderen Mitlesenden,
 
ich gehöre zu den Leuten, die viel Übung haben im "Weihnachten als single verbringen", meist sogar ganz alleine. Das kann man echt überleben, nur Mut!! Vielleicht ist es nicht ideal, aber ehrlich gesagt, es gibt schlimmere Alternativen. Z.B. den Zwang von Eltern/Schwiegerelternbesuch, oder andere gesellschaftliche Anpassungsmanöver wie Weihnachtessen, Apero mit den Hausnachbarn o Graus. Bei solchen Dingen halte ich mich meistens raus, das war und ist einfach noch nie mein Ding. Bin leider nicht nett, adrett, angepasst und brauche so Spiesser-zeugs nicht.
Was ich mache? Arbeiten und dann geht es schnell und schmerzlos vorbei, meine Arbeitskollegen sitzen im selben Boot wie ich und wir machen es uns gemütlich.
Heuer kann ich der Weihnachtszeit sogar etwas Schönes abgewinnen. Es gefällt mir, wie die Stadt mit Lichtern geschmückt ist und wie die Weihnachtsbäume leuchten. Ohne Witz habe ich mich sogar auf den Weihnachtsmarkt getraut (natürlich nur mit Glühwein ;-) und über den kompromisslosen Kitsch dort musste ich schmunzeln. Auch hat mich ein regelrechter Backwahn ereilt (nein,ist keine Sekte, das wurde in einem anderen Thread schon geklärt ;-) und die Kolleginnen sind voll des Lobs über meine Plätzchen!
Mal sehen, wann ich zum Äussersten schreite, einen Leuchtstern ins Fenster hänge und duftende Tannenzweige irgendwie drapiere.
Sehr genial, die Sache mit dem Obdachlosen-event, Mentalista!
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

Ohnehandy

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  • #25
Ich verbringe Weihnachten mit der Oper Andrea Chénier, mehr Tiefe geht nicht. Menschen gehen gezwungenermaßen liebevoll ohne Furcht in den Tod, da kommt unaufhaltsam mit aller Macht der Liebe der Himmel auf Erden zu mir, die Elemente ergreifen mich in einem umfangreichen Ausmaß.
 

Mentalista

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  • #26
Zitat von solveig:
Sehr genial, die Sache mit dem Obdachlosen-event, Mentalista!

Event? Ich werde viele Geschenktüten mit packen, viel Geschirr abräumen, Trinken und Kaffee auffüllen, mich mit Obdachlosen unterhalten, das ist ein "Event", wo alle Sinne und eine gute körperliche Fitness benötigt wird.

Übrigens, ich denke, dass in fast jeder großen Stadt oder Kirchengemeinde, oder aktuell in Flüchtlingsheimen, solche "Events" stattfinden und ehrenamtliche Helfer gerne gesehen werden.
 
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  • #27
Vielleicht gibt es ja auch irgendwo SMOB-Heime (Schlimme-Männer-ohne-Basics), wo man ein gutes Werk tun kann.... (Sch...auf Weihnachten, das brach so aus mir raus..;-)) )
 

Heike

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  • #28
Ich mach hier ja beinahe täglich Weihnachtsmission, indem ich mit den ganzen Selbstbetrügern mal Shoppen gehe und ihnen was Anständiges zum Anziehn kaufe.

Warum muß da eigentlich so gebellt werden, wenn Ausdrucke wie "Dankbarkeit spüren" oder "Event" fallen?
 
 

solveig

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  • #29
Warum muß da eigentlich so gebellt werden, wenn Ausdrucke wie "Dankbarkeit spüren" oder "Event" fallen?
 [/QUOTE]

Heike, das hab ich jetzt auch nicht verstanden..und bin immer noch verwirrt, weil ich den Begriff mit e am Anfang und vent am Ende (das jetzt nur zum Vermeiden von weiterem Gebell) weder inadäquat noch despektierlich finde...na ja.

Weihnachtsmission mit shoppen für Andere und ohne eigene Kohle auszugeben (wenn ich es richtig verstehe), stell`ich mir aber auch ganz angenehm vor ;-)
 
 
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  • #30
Zitat von solveig:
ich gehöre zu den Leuten, die viel Übung haben im "Weihnachten als single verbringen", meist sogar ganz alleine. Das kann man echt überleben, nur Mut!! Vielleicht ist es nicht ideal, aber ehrlich gesagt, es gibt schlimmere Alternativen. Z.B. den Zwang von Eltern/Schwiegerelternbesuch, oder andere gesellschaftliche Anpassungsmanöver wie Weihnachtessen, Apero mit den Hausnachbarn o Graus. Bei solchen Dingen halte ich mich meistens raus, das war und ist einfach noch nie mein Ding.
Es ist aber auch nicht jedermanns Ding so zu denken wie du.
Es gibt ganz bestimmt ganz viele sehr einsame Menschen, die sehr gerne den Apero mit den Nachbarn einnehmen, die gerne die Familie besuchen, die Freude daran haben, sich schön anzuziehen und Gemeinsamkeit zu erleben. Also red nicht daher, daß man es "überleben" kann, alleine zu sein, während vermeintlich alle gemeinsam feiern.