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  • #571
Ich denke da an die vielen, die sagen: "Immer die Frauen/Männer - alle sind schlecht und machen immer das gleiche schlechte"
Und was, wenn diese Menschen tatsächlich dieser Überzeugung sind? Falsch ist diese aus ihrer Sicht dann wohl nicht, sondern lediglich aus der Perspektive anderer. Wieso dann Selbstreflektion?
Und ja der/die ein oder andere schreibt viel, wie toll ihr Leben ist, haut dann aber immer wieder auf das andere Geschlecht drauf: Die Männer/Frauen sind doof.
Und das schließt sich aus? Das Leben kann für einen Menschen nicht toll sein, wenn sie/er glaubt, dass andere Menschen "doof" sind? Vielleicht macht ja gerade diese von anderen kritisierte Grundhaltung sein Dasein lebenswert.
 
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  • #572
Aber meine Frage war ja, was du unter "hinterfragen" verstehst? Deine Meinungen und Handlungen begründen (können) oder was ganz anderes?
Hinterfragen würde ich ja erst, wenn ich mit etwas unzufrieden bin und/oder etwas an mir ändern möchte. Und dann wäre es das Andenken von alternativen Handlungsweisen und deren möglicher von mir gewünschter/erhoffter positiver Wirkungsweise auf andere.
 
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  • #573
Muss/sollte ich mich und meine Handlungsweisen hinterfragen, wenn ich den Eindruck habe, dass mein Umfeld mit mir nicht zurechtkommt,
obwohl ich mit meinem Tun völlig zufrieden bin?
Wenn du mit den gegebenen Konsequenzen Deines Umfeldes kein Problem hast, dann nicht.
Wenn Dir die Reaktionen auf Dein Verhalten immer wieder missfallen, dann schon
 
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  • #574
Und was, wenn diese Menschen tatsächlich dieser Überzeugung sind? Falsch ist diese aus ihrer Sicht dann wohl nicht, sondern lediglich aus der Perspektive anderer. Wieso dann Selbstreflektion?

Und das schließt sich aus? Das Leben kann für einen Menschen nicht toll sein, wenn sie/er glaubt, dass andere Menschen "doof" sind? Vielleicht macht ja gerade diese von anderen kritisierte Grundhaltung sein Dasein lebenswert.
Ich lasse das nun mal sein.
Ich denke, du bist intelligent genug zu verstehen, was ich dir sagen will. Vielleicht ist dir ja langweilig und du magst den Schwindel beim im Kriese drehen so gerne...was weiß ich.
Nicht böse sein, aber das ist Korinthenkackerei
 
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  • #575
Hinterfragen würde ich ja erst, wenn ich mit etwas unzufrieden bin und/oder etwas an mir ändern möchte. Und dann wäre es das Andenken von alternativen Handlungsweisen und deren möglicher von mir gewünschter/erhoffter positiver Wirkungsweise auf andere.
Du möchtest Gründe für deine Ansichten erst dann haben, wenn du mit ihnen unzufrieden bist?
 
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  • #576
Wenn du mit den gegebenen Konsequenzen Deines Umfeldes kein Problem hast, dann nicht.
Wenn Dir die Reaktionen auf Dein Verhalten immer wieder missfallen, dann schon
Da kommen wir der Sache schon ein wenig näher. Wie kommen dann Menschen dazu, anderen fehlende Selbstreflektion vorzuwerfen/ zu unterstellen? Das scheint mir ein etwas egoistischer Ansatz zu sein. Wenn ich immer wieder mit einem Menschen aneinandergerate (oder sogar als unbeteiligter Dritter lediglich Kenntnis davon erlange, dass dieser Mensch bei anderen aneckt), ist doch der Ratschlag, dieser solle sich doch mal besser selbst hinterfragen, völlig unangemessen, oder?
 
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  • #577
Du möchtest Gründe für deine Ansichten erst dann haben, wenn du mit ihnen unzufrieden bist?
Na ja, wenn ich "Ansichten" habe, dann habe ich diese in der Regel für mich bereits begründet, oder? Ich sehe keine Notwendigkeit, permanent darüber zu sinnieren, warum ich etwas in einer gewissen Art und Weise tue, wenn ich mit meinem Handeln zufrieden bin. Ich komme doch ansonsten vor lauter Selbsthinterfragung nicht mehr zu einem leichten Leben. Alles und jeder muss erstmal hinterfragt werden, ob das so richtig ist, wie es besser sein könnte, warum ich das in dieser Art und Weise tue, oder ob es nicht doch noch eine (oder gar mehrere) Alternative(n) zu meinem Handeln gibt/gegeben hätte usw. usf.
Da nimmt es mich nicht wunder, wenn sich an anderer Stelle über fehlende Leichtigkeit beschwert wird, das zu häufige Nachdenken (statt "einfach mal zu machen") und auch das immer häufiger zu kurz kommende "Bauchgefühl" moniert werden.
 
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  • #578
Na ja, wenn ich "Ansichten" habe, dann habe ich diese in der Regel für mich bereits begründet, oder?
Nicht notwendig. Die meisten Ansichten hat man halt so aufgeschnappt. Und dann ist es eine Frage des eigenen Anspruchs, wie aktiv man sich um Prüfung bemüht.
Das ist natürlich ne Frage persönlicher Vorlieben auch. Es gibt keine generelle Verpflichtung zur Prüfung seiner Ansichten. Wenn das deine Frage sein sollte.
Es gibt auch keine generelle Verpflichtung zur persönlichen Weiterentwicklung, zur Verbesserung seines Geschmacks oder dergleichen.
Und sicherlich hast du recht, daß Prüfungen und Weiterentwicklungen anstrengend sein und einem leichten Leben entgegenstehen können. Da wägt halt jeder für sich ab, was ihm wichtig ist.
Ich find auch, daß das mit dem Hinterfragen oft überschätzt wird.
 
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  • #579
Ich find auch, daß das mit dem Hinterfragen oft überschätzt wird.
Ich sag' ja auch gar nicht, dass das nicht sinnvoll ist.

Nur dieses "reflexhafte" und gebetsmühlenartige "Anraten" ("hinterfrage dich doch mal selbst") von Dritten nervt zuweilen. Vor allem, weil ich den Eindruck habe, dass die Auseinandersetzung mit derartigen Protagonisten eher diese "Ratschläger" ("ich meine es wirklich nur gut mit dir"; "ich will dir doch nur helfen") anstrengt und sie diesen "besser" machen wollen, weil es dann für sie selbst leichter wird - also teilweise aus purem Eigennutz.
 
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  • #580
Ich sag' ja auch gar nicht, dass das nicht sinnvoll ist.

Nur dieses "reflexhafte" und gebetsmühlenartige "Anraten" ("hinterfrage dich doch mal selbst") von Dritten nervt zuweilen. Vor allem, weil ich den Eindruck habe, dass die Auseinandersetzung mit derartigen Protagonisten eher diese "Ratschläger" ("ich meine es wirklich nur gut mit dir"; "ich will dir doch nur helfen") anstrengt und sie diesen "besser" machen wollen, weil es dann für sie selbst leichter wird - also teilweise aus purem Eigennutz.
Ja, selbstverständlich!
Daß die Rede vom Hinterfragen oft was von Karikatur hat, dürfte aber auch nicht gänzlich unbekannt sein.