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  • #544
Was, wenn ein Mann, der sich im Leben nicht sonderlich "weiterentwickelt" hat, für sich jedoch völlig klar und mit sich im Reinen ist? Ist er dann zwangsweise immer noch ein Kind?
Das ist m.E. nicht zu beantworten, da ich die persönlichen und charakterlichen Grundlagen dieses Mannes nicht kenne.

Änderung: Erste Antwort (Frage zu konstruiert) gelöscht. Natürlich ist er nicht zwangsweise ein Kind - es kommt auf seine Persönlichkeit an. Ich war in meiner Schilderung eher bei der Version "Mamis Liebling". Das macht Dir meine Gedanken evtl. etwas verständlicher.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen: Ja, ein Mensch (in dem Fall ein Mann) kann mit sich (offensichtlich!) im Reinen sein, sich aber leider im Umgang mit anderen als ziemlich unreif erweisen.
 
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Deleted member 24688

  • #545
Sich "weiter zu entwickeln" setzt voraus, sich selbst zu reflektieren. Sich mit den eigenen Emotionen auseinander zu setzen, wer diese lieber verdrängt, nicht beachtet, möglicherweise mit autosuggestiven Lügen, netter ausgedrückt: sich etwas vormacht, kann sich nicht weiter entwickeln. Nur das schonungslose Betrachten der Wahrheit über sich selbst, und da führt kein Weg an dem eigenen Empfinden und dem Betrachten des eigenen Verhaltens vorbei, kann Änderungen vornehmen. Dazu gehören auch negative Emotionen wie Trauer, Wut, Enttäuschung auszuhalten. Wer sich dieser Betrachtung nicht stellen kann, wird automatisch versuchen die Umgebung ändern zu wollen, sich dem anzupassen, dass die Autosuggestion erhalten bleibt. Diese führt auch dazu, die Verantwortung dem Außen zu geben, für positive, wie negative Erlebnisse. ..... (jm2c... )
 
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  • #546
Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen: Ja, ein Mensch (in dem Fall ein Mann) kann mit sich (offensichtlich!) im Reinen sein, sich aber leider im Umgang mit anderen als ziemlich unreif erweisen.
Wer vermag denn diese vermeintliche "Unreife" beurteilen?

Wenn der Mann im "Außen" authentisch ist und sich so gibt, wie er ist (also auch "hinter seinen Handlungen/Äußerungen steht"), dies seiner Umwelt jedoch womöglich nicht gefällt, ist das dann ein Grund für ihn, sich selbst wiederholt zu hinterfragen?

Doch erst dann, wenn er selbst mit dem Widerhall seiner Mitmenschen unzufrieden ist bzw. mit seiner Wirkung auf andere hadert, oder?
 
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Deleted member 24688

  • #547
Wenn der Mann im "Außen" authentisch ist und sich so gibt, wie er ist (also auch "hinter seinen Handlungen/Äußerungen steht"), dies seiner Umwelt jedoch womöglich nicht gefällt, ist das dann ein Grund für ihn, sich selbst wiederholt zu hinterfragen?
Ja.

Doch erst dann, wenn er selbst mit dem Widerhall seiner Mitmenschen unzufrieden ist bzw. mit seiner Wirkung auf andere hadert, oder?
Das wäre narzisstisch.
 
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  • #550
@IMHO Manche Menschen hätten viele Gründe sich zu hinterfragen und tun es dennoch nicht - aus ebenso vielen anderen Gründen. Du hast also recht - und auch wieder nicht.
 
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  • #554
stimmt. Das ist der Hauptgrund. Ich vergaß. Warum nur?
Es kann verdammt anstrengend und schmerzhaft sein, sich mit sich und seiner Wirkung auf andere zu befassen. Glaubenssätze und Selbstbild können Halt geben - auch wenn sie falsch sind. Warum ändern? Da kann alles ins Rutschen kommen.
Es ist dann leichter bspw. Beziehungen abzubrechen, wenn jemand droht, zu "nah" zu kommen, alles "auffliegen" zu lassen, als sich mit sich auseinanderzusetzen. Da kommt dann jahrzehntelang einfach eins aufs andere, ohne dass je aufgearbeitet wurde, woran es hakt (bspw. mangelnde Konfliktfähigkeit).

@Pit Brett Mir fällt noch Desinteresse (damit auch an der Wirkung auf bzw. an anderen Menschen) und Unvermögen ein. Manch eine/r kann einfach nicht den Blick darauf lenken.