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Deleted member 21128

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  • #31
Was bleibt ist: Die Enttäuschung darüber, wie schnell man doch aussortiert und abgehakt ist. Und ich habe wieder etwas gelernt: Auch tägliche Telefonate, Küsschen und Herzen per WhatsApp sagen NICHTS über die emotionale Verbundenheit aus. Vielleicht hat er sich auch gar nicht richtig verliebt? Wobei: Würde dann ein Mann so intensiven Kontakt suchen? Und könnte sich ein Mann, der sich verliebt hat, wirklich so herzlos trennen wenn "nur" äußere Umstände gegen die Beziehung sprächen?

Ihr seht, ich denke immer noch viel zu viel darüber nach. :-(
Es ist verständlich, dass du das gern verstehen und einsortieren möchtest. Vielleicht helfen dir folgende Überlegungen dazu.
Als Mann bist du ja zum Jagen verdammt ;) Du musst aktiv werden, Interesse signalisieren, Komplimente machen, Gefühl zeigen, dich einlassen usw. Das gehört alles zum Erobern, also zum Werben und Bezirzen dazu. Da ist es nicht immer für jeden so ganz einfach, die richtige Dosis zu finden. Und du kannst leider auch nicht damit warten, bis du die Dame gut genug kennst, um zu wissen, dass du mit ihr weitergehen willst, sonst ist sie nämlich weg, weil du nicht "aus den Puschen kommst".
Ich kann dir nur raten, in Zukunft genau hinzusehen, was da wirklich belastbar ist. Vielleicht siehst du es eher als Flirt an, denn als ernstzunehmende Beziehungsabsicht, bis letztere wirklich deutlich wird.
 
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Wildflower

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  • #32
Nun ja, nach meiner Beobachtung gibt es ein sehr breites Spektrum zwischen denen, die immer total freundlich, hilfsbereit und nett zu anderen sind und daher mehr Liebe erfahren und denen, die immer total unfreundlich, egoistisch und böse zu anderen sind und daher kaum Liebe erfahren.
Von daher ist meine Realität die, dass man sich Liebe schon "verdienen" kann und muss.
Da geht es mir offen gestanden ähnlich wie mit der Binse, dass alle Menschen gleich wertvoll sind, das ist für mich auch abstrakt, und zwar ganz unabhängig vom Leistungsprinzip.

Das meinte ich ja. Die Haltung wäre dann:
Jeder hat Liebe verdient, aber es wird schon irgendwer übernehmen.

Ich habe die Frage, die ja auch nicht an die TE gerichtet war, anders aufgefasst.

Liebe und ob man diese verdient hat, hat aber auch gar nichts damit zu tun, ob man nett, höflich, empathisch oder whatever ist, oder ob man ein ausgemachter Kotzbrocken ist.
( Du hast es selbst gesagt, es ist ein abstraktes Konstrukt.)
Natürlich neigt man dazu, den Menschen, die alle von Dir genannten positiven Eigenschaften in sich vereinen zuzusprechen, dass sie Liebe (mehr) "verdienen" ( als Andere ).
Das ist menschlich verständlich, aber es ist subjektiv.
Auch Kotzbrocken "verdienen" Liebe. ( Ich bin mir auch nicht sicher, ob in diesem Kontext das Wort "verdienen" der richtige Terminus ist.)
Wir sind soziale Wesen. Wir brauchen einander und wir brauchen Reflektion.
Menschen, die zu lange keine Liebe empfangen haben und keine Liebe geben konnten, "verkümmern" irgendwann, seien sie nun besonders nett oder Kotzbrocken.
Das liegt in der menschlichen Natur.
Und.......meine Theorie ist ja, dass keiner als Kotzbrocken geboren wird und Liebe ihn durchaus zu einem "besseren" Menschen machen kann.
Aber das sind nur meine "two cent's".
Alles Gute
 
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Deleted member 25040

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  • #34
Wir Menschen unterscheiden uns von allen anderen Lebewesen dadurch, dass wir Sprache als Kommunikationsmöglichkeit entwickelt haben.
Dabei lehnst du dich - meines Wissens und Verständnisses nach - viel zu weit aus dem Fenster.
Klar ist jedoch, dass der Mensch eher schlecht darin ist, die Kommunikationsgepflogenheiten anderer Lebewesen zu verstehen.

(Bsp.: Für große Tümmler (wenn ich mich in der Art nicht irre) wurde vor nicht allzu langer Zeit gezeigt, dass sie anscheinend Namen füreinander verwenden.)
 
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Deleted member 25040

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  • #35
im zwischenmenschlichen Bereich halte ich es für absolut absurd, zu hinterfragen, ob und weshalb ein Mensch glaubt Liebe verdient zu haben.
Und ich halte es für absurd diese Begrifflichkeit "verdient" - in diesen Zusammenhang - überhaupt zu verwenden und finde es interessant, was jemand darauf antwortet, wenn er nach der genaueren Bedeutung und Implikationen des von ihm verwendeten Begriffs gefragt wird.
 
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Deleted member 25040

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  • #36
Das mag in einer Leistungsgesellschaft zutreffend und auch legitim sein, aber im zwischenmenschlichen Bereich halte ich es für absolut absurd, zu hinterfragen, ob und weshalb ein Mensch glaubt Liebe verdient zu haben.
Und dennoch schreibst du - für diese zwischenmenschlichen Zusammenhänge - weiterhin vom selben Konstrukt, obwohl du es selbst soeben als absurd beschrieben hast, diesen Begriff auch mit Bedeutung füllen zu wollen:
Natürlich hat JEDER Mensch Liebe verdient !!!
 
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Wildflower

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  • #37
Und ich halte es für absurd diese Begrifflichkeit "verdient" - in diesen Zusammenhang - überhaupt zu verwenden und finde es interessant, was jemand darauf antwortet, wenn er nach der genaueren Bedeutung und Implikationen des von ihm verwendeten Begriffs gefragt wird.

Was glaubst Du eigentlich, warum ich den Terminus "verdient" immer in An-und Ausführungsstriche setze ? Weil diese Sonderzeichen besonders dekorativ sind ?
Siehe #32 !
Richtig lesen kann manchmal hilfreich sein.
 

Wildflower

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  • #38
Und dennoch schreibst du - für diese zwischenmenschlichen Zusammenhänge - weiterhin vom selben Konstrukt, obwohl du es selbst soeben als absurd beschrieben hast, diesen Begriff auch mit Bedeutung füllen zu wollen:

Den Begriff "abstraktes Konstrukt" im Zusammenhang mit Liebe "verdienen" hat WolkeVier, zu Recht, in die Diskussion gebracht (#28).
Wende Dich doch bitte zwecks Klärung vertrauensvoll an ihn.
Dir noch einen schönen Tag.
 
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syntagma

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  • #39
Lese ich so, daß sie damit die Angemessenheit der Kategorie "Verdienst" infrage stellt.
Und sofern diese Lesart zutrifft, ist es natürlich seltsam, wenn ihr dann im Gegenteil zugeschrieben wird, da in ökonomischen Mustern befangen zu sein usw.

Aber egal.
Besser als "Verdienst" in Anführungszeichen ists wohl, diese Kategorie ganz beiseite zu lassen. Nachdem sogar das Grundgesetz bemüht wird: Würde muß nicht verdient werden und auch nicht "verdient werden" und kanns auch nicht.
Und ja, ist sicherlich ein abstraktes Konzept. Also so wie Menschenrechte, Geschlecht oder Nationalität auch. Offenbar gehörts zu unserer Kultur, mit so abstrakten Dingen umzugehen. Die dann auch ganz schnell mal ziemlich konkret werden können.

Lieben, sofern das über Wertschätzen im Sinne der Zumessung von Würde hinausgeht, muß wohl nicht jeder jeden. Das heißt aber auch nicht, daß man sich Geliebtwerden verdienen muß, das also eine Angelegenheit primär von Leistung wäre.
Aber sicherlich kann man was dafür tun, geliebt zu werden.
Man kann etwa andere manipulieren, daß sie einen lieben. (Wie ein Populist die Massen beispielsweise.)
Man kann sich netter, liebevoller u.ä. verhalten und damit vermutlich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, daß der andere auch nett und liebevoll usw. ist.
Die Frage ist: wieweit trägt das Geliebtwerden die Spuren dieser "Bemühungen" in sich. Wieweit verbindet man mit dem Geliebtwerden auch ein Erkanntwerden? Man kann natürlich nett und liebevoll behandelt werden, ohne auch im selben Maße irgendwie erkannt zu werden. Kennt man ja im Servicebereich. Das ist eine schöne Sache, sich nicht fragen zu müssen, ob das freundliche Lächeln einen auch wirklich erkennt. Im Geliebtwerden ist das vielleicht anders. Und deswegen gelten da womöglich auch andere Gesetzmäßigkeiten als im Servicebereich.
 
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Deleted member 21128

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  • #40
Warum dann die Erwähnung? :rolleyes:
Schon sind wir wieder bei deiner Kernkompetenz. :oops:
Da wird mal eben ignoriert, dass es um die romantische Liebe ging.
Dann wird die im Grundgesetz verbriefte Würde mit Liebe gleichgesetzt, wo doch bekannt sein dürfte, dass sich das Grundgesetz damit überhaupt nicht befasst, was von Kritikern sogar moniert wird.
Dann wird mal eben so formuliert, dass der Eindruck entsteht, man wolle sich Liebe am ehesten durch Manipulation verdienen.
Und schon haben wir die Deppen hier wieder in der gewünschten Ecke.
Sagenhaft!
Aber als Paradebeispiel für Manipulation dient es allemal.
 
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syntagma

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  • #41
Warn Witz.

Schon sind wir wieder bei deiner Kernkompetenz. :oops:
Da wird mal eben ignoriert, dass es um die romantische Liebe ging.
Dann wird die im Grundgesetz verbriefte Würde mit Liebe gleichgesetzt, wo doch bekannt sein dürfte, dass sich das Grundgesetz damit überhaupt nicht befasst, was von Kritikern sogar moniert wird.
Dann wird mal eben so formuliert, dass der Eindruck entsteht, man wolle sich Liebe am ehesten durch Manipulation verdienen.
Und schon haben wir die Deppen hier wieder in der gewünschten Ecke.
Sagenhaft!
Aber als Paradebeispiel für Manipulation dient es allemal.
Nö, ich differenziere es gerade. Beispielsweise:
Lieben, sofern das über Wertschätzen im Sinne der Zumessung von Würde hinausgeht,
Deutlicher kann ichs wohl nicht schreiben. Aber ich nehme zur Kenntnis, daß du das Gegenteil von dem lesen mußt, was da steht, und versteht natürlich deine Motivation.

Lies es vielleicht noch mal in ner ruhigen Minute mit einem Menschen, der dir die Hand hält und dabei ständig zuflüstert "Du genügst so wie du bist, Wolke!" :)
 
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fraumoh

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  • #42
Eine traurige, aber auch typische Geschichte.
Leider fehlen uns einige Informationen, um das gebührend zu analysieren.
Wie oft habt ihr euch überhaupt gesehen, hat einer von euch jemals die Wohnung des anderen gesehen? Mir kommt es sonderbar vor, dass man sich immer in der Mitte trifft. Wie ging das vonstatten? Hat man sich dann ein Hotelzimmer gemietet?
Was hattest du ihm zum Halbjahrestag geschenkt?
Mir kommt es so beim ersten Lesen eher wie eine Fantasybeziehung vor, in der viel zu viel telefoniert wurde und sich zuwenig getroffen wurde.
Eine Möglichkeit wäre : in seiner Wohnung saß und sitzt eine Ehefrau, die ihn nicht vermisste, auch nicht beim ( Liebes ?- ) kurzurlaub mit @Starlight75 als Nebenbuhlerin für wenige Wochen. autsch :eek:
Immerhin ist sein ...Stau jetzt behoben...allein die Ausssage, Kinder und Ex seien ' hunderte ' km entfernt, würde mich stutzig machen - der zieht wohl ständig um oder wie?
 
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