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  • #1

Was war das denn bitte?! Vom Himmel in die Hölle...

Liebe Gemeinde :)
Ich bin wieder da. Leider. Ein missglückter Versuch endete nach 6 Monaten und zurück bleiben erstmal nur Schmerz und Enttäuschung. Aber der Reihe nach:

Wir haben uns online auf einer anderen Plattform kennengelernt. Anfangs sehr nett gechattet und waren uns eigentlich beide einig: Wir sollten den Kontakt aufgrund der Entfernung von 500 km nicht weiter verfolgen. Wir haben beide kleine Kinder (er 2, ich 1) im Kindergarten- und Vorschulalter. Bei ihm kommt erschwerend hinzu, dass seine Kinder leider einige hundert Kilometer entfernt wohnen und ihm zudem der Kontakt von seiner Ex seit einiger Zeit verwehrt wurde. Nicht die besten Vorzeichen also. Dennoch kam es zu einem Telefonat. Ein Telefonat, das irgendwie alles veränderte. Wir waren beide total geflasht, haben gleich mehr als 2 Stunden miteinander gesprochen und konnten es nicht erwarten, uns wieder zu hören. So ging es dann bis auf ganz wenige Ausnahmen jeden Abend. Stundenlange Gespräche, zum Teil bis in die Morgenstunden. Einfach nur toll. Das erste Date fand nach 4 Wochen statt, wir haben uns in der Mitte getroffen. Was soll ich sagen: Für mich war es sofort klar, dass es passt und für ihn wohl auch.

Ich war nach dem ersten Date kaum eine halbe Stunde im Auto, war er schon wieder am Telefon. Wir haben dann sogar zweimal täglich telefoniert, morgens hat er mich kurz angerufen und abends ich ihn. Über Monate. Dazwischen Dates in der Mitte sowie es unsere Berufe und die familiäre Situation zuließ. Er hat übrigens auch extrem schnell sein Profil von der Plattform runter genommen, was mich wirklich gefreut hat. Es gab für mich nichts, aber auch wirklich gar nichts zu deuteln. Dann hat er einen neuen Job angetreten, der fast wie die Jungrau zum Kind zu ihm kam - er wäre ein Idiot gewesen, hätte er diese Chance nicht ergriffen.

Und dann brach der Dezember an. Wir wussten beide voneinander, dass wir zwischen Weihnachten und Neujahr beide 2 Wochen frei haben werden, aber irgendwie wurde das Thema eines Treffens nicht andiskutiert. Bei mir mangelt es manchmal ein wenig an selbstbewusstem Auftreten und ich habe das Thema von Telefonat zu Telefonat verschoben oder gehofft, dass er es dann schon ansprechen werde. Nichts. Dann hatte ich ihm zum "Halbjahrestag" unseres ersten Telefonats eine kleine, selbstgemachte Überraschung zukommen lassen - auf die er nullkommanichts reagierte. Und dann habe ich ihn per WA gefragt, ob mir das irgendetwas sagen müsse: Keine Reaktion auf die Überraschung (total untypisch für ihn) und keinerlei Treffen in der Zeit, in der wir beide ja frei hatten. Und dann kam der Schlag:

Er hat die Beziehung in 4 Sätzen per WhatsApp bendet. Per WhatsApp - ein gestandener Mann (wir gehören nicht mehr zu den Allerjüngsten)!!

Wow. Ich habe dann versucht, ihn anzurufen. Nicht abgenommen. Bis dahin aber wie gewohnt jeden Abend telefoniert und am Abend zuvor noch "Gute Nacht" per WA mit Küsschen und Herzen (wie jeden Abend). Zum Nikolaustag hat er mir per Post noch eine Überraschung geschickt. Und dann das! Vollkommen unerwartet. Mir hat es so richtig den Boden unter den Füßen weggezogen. UNGLAUBLICH!!!

Ich habe dann gnädigerweise noch eine zweite WA erhalten, in der er mir erklärte, dass er wieder Kontakt zu seinen Kindern habe (auch, dass er mich in so eine wichtige Entwicklung nicht einbezogen hat, hat mich echt enttäuscht) und er zudem wisse, dass jetzt häufigere Dienstreisen für ihn anstünden. Die Entfernung sei einfach zu groß. "Glaube mir, ich bin auch traurig." Ah ja.

Liebe Männer da draußen: Gibt es dafür irgendeine logische Erklärung? Dass er zu feige war, um persönlich Schluss zu machen ist mir soweit klar. Aber mittlerweile glaube ich, dass die Entfernung nur als Grund vorgeschoben war und die Gefühle bei ihm doch nicht ausreichten, um die Fernbeziehung aufrecht zu erhalten. Aber das zuzugeben hat er sich wohl gar nicht getraut.

Nun wandle ich, mal wieder, durch das Tal der Tränen. Es ist unglaublich - und ich dachte, ich hätte mit den Herren schon alles erlebt. Mitnichten. :(:(
 

Baba

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  • #2
Liebe Starlight75,
ich denke, ihr habt nicht offen miteinander kommuniziert: du musst direkt deine Wünsche formulieren (Weihnachten) und auch nicht indirekt über WhatsApp danach fragen, was seine fehlende Reaktion dir sagen soll. WhatsApp und Telefonate ersetzen keine direkte Kommunikation oder direktes Miteinander...leider ist das so.
Auch ich habe nach 12 Monaten glücklicher gemeinsamer Zeit gerade das Ende meiner Wochenendbeziehung erleben müssen-es tut sehr weh, aber er will/kann an der Distanz nichts ändern, auch keinen Schritt tun, und ohne Perspektive auf mehr Nähe und ein gemeinsames Leben auch mit meinen Kindern, sehe ich keine Entwicklung. In der Trennungsphase hat er es übrigens auch nicht geschafft, die 50 min zu mir zu fahren.
Die Erklärung, die du dir selbst gibst, tut weh, aber du kannst daran nichts ändern.
Ich wünsche dir die Kraft, die du jetzt brauchst...! Irgendwann kannst du wieder nach vorne sehen...!
 
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  • #3
Liebe Männer da draußen: Gibt es dafür irgendeine logische Erklärung?
Liebe Starlight75, wahrscheinlich einige, aber die einzig zutreffende könnte dir nur er geben.
Aber mittlerweile glaube ich, dass die Entfernung nur als Grund vorgeschoben war und die Gefühle bei ihm doch nicht ausreichten, um die Fernbeziehung aufrecht zu erhalten.
Ist das nicht irgendwie das gleiche? Zu wenig Gefühl für die Entfernung oder zu viel Entfernung für das Gefühl ...
Da gibt es bestimmt einiges zu verarbeiten für dich, aber quäl dich nicht mit der Suche nach Antworten, die du nie erhalten wirst.
Es tut mir sehr leid für dich und ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du die Feiertage in angenehmer Gesellschaft verbringen wirst und dich einfach gut ablenken kannst!
 
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lisalustig

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  • #4
Mir hat es so richtig den Boden unter den Füßen weggezogen. UNGLAUBLICH!!!
Tut mir leid für Dich. Das ließ sich alles so gut an. Und endete so unwürdig....

Ich denke, dass sich seine rosarote Brille der Anfangszeit entfärbt hat. Und nun eben auch wieder Realismus eingezogen ist, was Wertungen verändert. Seine Verliebtheit hat sich nicht in Liebe wandeln können. Vielleicht eben auch wegen der großen Entfernung, die wirkliche Nähe schwer zulässt. Und dann kommen eben noch die anderweitigen äußeren Umstände dazu.

Nun wandle ich, mal wieder, durch das Tal der Tränen.
Da musst Du nun leider durch. Ich hoffe, Du hast Familie und Freunde, die Dich ein wenig auffangen können. Kopf hoch, das Leben geht weiter, auch wenns grad humpelt....o_O
 
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  • #5
Hallo Starlight75,
ich hatte mich bei Parship angemeldet. Nach einer Dreiviertelstunde die erste Nachricht, 2 Tage später das erste Date, es hat sofort gepaßt! Wir waren ab da einfach zusammen, jeden Tag telefoniert, einige Tage Urlaub zusammen, Pläne...
Und dann nach 5 Wochen der Anruf: seine Gefühle reichen nicht für eine dauerhafte Beziehung...
Da begannen die schlimmsten Wochen meines Lebens...,ich hatte ihn so wahnsinnig gerne, seine Stimme, die Optik-ich wußte nicht, wie ich rauskommen sollte. Das war am 17. September...Ich bin ganz gut drüber weg, aber manchmal tut es einfach noch weh...Auch deine Geschichte ist wirklich schlecht nachvollziehbar. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft und ich wünsche dir, daß du das Vertrauen wiederfindest, dich auf etwas Neues einzulassen.Ich wünsche uns beiden, daß wir beim nächsten mal vielleicht etwas "genauer" hinschauen!
 
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  • #6
@Starlight75 da hast du wirklich eine ganz böse Erfahrung gemacht. Sein ganzes Verhalten zeigt schon klar, dass es für ihn nie ernst gemeint war. Ich bin ja überzeugt, dass wahre Liebe keine Entfernung kennt.

Ich hoffe das du schnell damit abschließen kannst und den Mann deiner Träume begegnen wirst.
 
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  • #8
@Starlight75 Ich bin ja überzeugt, dass wahre Liebe keine Entfernung kennt.

Ja, das stimmt.. wenn man zb verheiratet ist, oder eine eine Partnerin schon lange kennt. Ich habe auch Erfahrung mit Fernbeziehungen gemacht, leider. Zurück zu “Wahre Liebe kennt keine Entfernung“
Meistens verlieben wir uns doch weil wir liebe gerade suchen. Wir lernen dann jemanden kennen, der mehr oder weniger ähnliche Ansichten und Interessen hat. Je höher die Übereinstimmung, je mehr denke n wir „ das ist der eine, das ist Schicksal „
Wobei ich mit Schicksal und vorbestimmung als Atheist meine Probleme habe. Nüchtern betrachtet wohl eher nicht. Von daher würde man rein mathematisch diese Person auch zigmal in seiner Stadt finden. Aber wir reden uns bei dem ersten Kontakt der nett ist und vielleicht ähnlich Hobbys teilt, das muss er sein!! Mumpitz, eine Fernbeziehng ist erschöpfend und aufreibend. Und sofern nicht schon eine innige Beziehung im Vorfeld besteht, und dann ein Partner berufsbedingt vielleich die Stadt Wechseln muss, macht es auch nur dann für mich Sinn, allerdings auch nur eine Zeitang. Man sollte sein Suchraster hier von Anfang an auf eine realistische Entfernung festlegen. Trotz allem ist sein Verhalten selbstverständlich nicht Gentelmanlike
 
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Maron

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  • #9
Ich habe dann gnädigerweise noch eine zweite WA erhalten, in der er mir erklärte, dass er wieder Kontakt zu seinen Kindern habe (auch, dass er mich in so eine wichtige Entwicklung nicht einbezogen hat, hat mich echt enttäuscht) und er zudem wisse, dass jetzt häufigere Dienstreisen für ihn anstünden. Die Entfernung sei einfach zu groß. "Glaube mir, ich bin auch traurig." Ah ja.

Gibt es dafür irgendeine logische Erklärung?

das würde ich ihm einfach mal glauben, sonst ist ja alles kaputt :(

Dass er zu feige war, um persönlich Schluss zu machen ist mir soweit klar.

Ich würde auf "emotional und funktional total überfordert sein" tippen, aber ich finde es, so wie @lisalustig, als einen unwürdigen Abschluss. Es klingt wie Prioritäten setzen und dabei nicht allzu viel spüren wollen. Also nicht Feigheit, sondern ev. Angst umgestimmt zu werden und keine Ahnung davon "wie es jetzt mit Kind und Kegel klappen" könnte. Am Boden der Tatsachen entschieden, leider ohne Abschluss.
 
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  • #10
Es hat für ihn einfach nicht 100% gepasst und er hat es beendet. Über die Art und Weise des Schlussmachens kann man sicherlich streiten aber ich glaub, da gibts keine perfekte Vorgehensweise.
Über die Gründe wirst du hier nichts erfahren. Das passiert leider ab und an, geht aber vorbei.
 
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Meerechse

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  • #12
Hinfallen und wieder aufstehen lernen wir mit den ersten Schritten, aber sorry, wenn uns so etwas zu häufig passiert, müssen wir uns nicht wundern, dass es so viele kaputte Herzen gibt die nicht mehr aufstehen mögen. Herzen sind eben keine aufgeschlagenen Knie mehr. Ja genau, so ein Arsch ... Fühl dich umarmt
 
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Lady Eliza

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  • #13
Liebe Starlight,
er ist es NICHT wert, dass Du ihm jeglich Tränen hinterher weinst. Schaue jetzt nach vorn und vergiss den Typen so schnell wie möglich. Ich bin in der Zwischenzeit (heute hatte ich fast was Ähnliches erlebt) zur Erkenntnis gekommen, dass es einfach keine "gestandenen Männer" mehr gibt. Da muss man schon im Heuhaufen suchen, bis der "RICHTIGE" sich findet. Ich möchte die "richtigen" Männer hier nicht verärgern, aber die Mehrzahl von ihnen ist es einfach nicht wert, dass man Tränen vergießt. LG
 
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  • #14
Liebe Starlight,
er ist es NICHT wert, dass Du ihm jeglich Tränen hinterher weinst. Schaue jetzt nach vorn und vergiss den Typen so schnell wie möglich. Ich bin in der Zwischenzeit (heute hatte ich fast was Ähnliches erlebt) zur Erkenntnis gekommen, dass es einfach keine "gestandenen Männer" mehr gibt. Da muss man schon im Heuhaufen suchen, bis der "RICHTIGE" sich findet. Ich möchte die "richtigen" Männer hier nicht verärgern, aber die Mehrzahl von ihnen ist es einfach nicht wert, dass man Tränen vergießt. LG
Doch es gibt sie, mehr als nur im Heuhaufen. Du musst sie nur erkennen, frag @WolkeVier
 
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  • #15
Wenn du auf "Zitieren" klickst (entweder bei einem markierten Bereich eines Posts oder beim ganzen Post rechts unten), dann kannst du direkt darunter im Textfeld antworten. :)
 
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  • #16
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  • #17
Liebe Gemeinde :)
Ich bin wieder da. Leider. Ein missglückter Versuch endete nach 6 Monaten und zurück bleiben erstmal nur Schmerz und Enttäuschung. Aber der Reihe nach:

Wir haben uns online auf einer anderen Plattform kennengelernt. Anfangs sehr nett gechattet und waren uns eigentlich beide einig: Wir sollten den Kontakt aufgrund der Entfernung von 500 km nicht weiter verfolgen. Wir haben beide kleine Kinder (er 2, ich 1) im Kindergarten- und Vorschulalter. Bei ihm kommt erschwerend hinzu, dass seine Kinder leider einige hundert Kilometer entfernt wohnen und ihm zudem der Kontakt von seiner Ex seit einiger Zeit verwehrt wurde. Nicht die besten Vorzeichen also. Dennoch kam es zu einem Telefonat. Ein Telefonat, das irgendwie alles veränderte. Wir waren beide total geflasht, haben gleich mehr als 2 Stunden miteinander gesprochen und konnten es nicht erwarten, uns wieder zu hören. So ging es dann bis auf ganz wenige Ausnahmen jeden Abend. Stundenlange Gespräche, zum Teil bis in die Morgenstunden. Einfach nur toll. Das erste Date fand nach 4 Wochen statt, wir haben uns in der Mitte getroffen. Was soll ich sagen: Für mich war es sofort klar, dass es passt und für ihn wohl auch.

Ich war nach dem ersten Date kaum eine halbe Stunde im Auto, war er schon wieder am Telefon. Wir haben dann sogar zweimal täglich telefoniert, morgens hat er mich kurz angerufen und abends ich ihn. Über Monate. Dazwischen Dates in der Mitte sowie es unsere Berufe und die familiäre Situation zuließ. Er hat übrigens auch extrem schnell sein Profil von der Plattform runter genommen, was mich wirklich gefreut hat. Es gab für mich nichts, aber auch wirklich gar nichts zu deuteln. Dann hat er einen neuen Job angetreten, der fast wie die Jungrau zum Kind zu ihm kam - er wäre ein Idiot gewesen, hätte er diese Chance nicht ergriffen.

Und dann brach der Dezember an. Wir wussten beide voneinander, dass wir zwischen Weihnachten und Neujahr beide 2 Wochen frei haben werden, aber irgendwie wurde das Thema eines Treffens nicht andiskutiert. Bei mir mangelt es manchmal ein wenig an selbstbewusstem Auftreten und ich habe das Thema von Telefonat zu Telefonat verschoben oder gehofft, dass er es dann schon ansprechen werde. Nichts. Dann hatte ich ihm zum "Halbjahrestag" unseres ersten Telefonats eine kleine, selbstgemachte Überraschung zukommen lassen - auf die er nullkommanichts reagierte. Und dann habe ich ihn per WA gefragt, ob mir das irgendetwas sagen müsse: Keine Reaktion auf die Überraschung (total untypisch für ihn) und keinerlei Treffen in der Zeit, in der wir beide ja frei hatten. Und dann kam der Schlag:

Er hat die Beziehung in 4 Sätzen per WhatsApp bendet. Per WhatsApp - ein gestandener Mann (wir gehören nicht mehr zu den Allerjüngsten)!!

Wow. Ich habe dann versucht, ihn anzurufen. Nicht abgenommen. Bis dahin aber wie gewohnt jeden Abend telefoniert und am Abend zuvor noch "Gute Nacht" per WA mit Küsschen und Herzen (wie jeden Abend). Zum Nikolaustag hat er mir per Post noch eine Überraschung geschickt. Und dann das! Vollkommen unerwartet. Mir hat es so richtig den Boden unter den Füßen weggezogen. UNGLAUBLICH!!!

Ich habe dann gnädigerweise noch eine zweite WA erhalten, in der er mir erklärte, dass er wieder Kontakt zu seinen Kindern habe (auch, dass er mich in so eine wichtige Entwicklung nicht einbezogen hat, hat mich echt enttäuscht) und er zudem wisse, dass jetzt häufigere Dienstreisen für ihn anstünden. Die Entfernung sei einfach zu groß. "Glaube mir, ich bin auch traurig." Ah ja.

Liebe Männer da draußen: Gibt es dafür irgendeine logische Erklärung? Dass er zu feige war, um persönlich Schluss zu machen ist mir soweit klar. Aber mittlerweile glaube ich, dass die Entfernung nur als Grund vorgeschoben war und die Gefühle bei ihm doch nicht ausreichten, um die Fernbeziehung aufrecht zu erhalten. Aber das zuzugeben hat er sich wohl gar nicht getraut.

Nun wandle ich, mal wieder, durch das Tal der Tränen. Es ist unglaublich - und ich dachte, ich hätte mit den Herren schon alles erlebt. Mitnichten. :(:(
Eine traurige, aber auch typische Geschichte.
Leider fehlen uns einige Informationen, um das gebührend zu analysieren.
Wie oft habt ihr euch überhaupt gesehen, hat einer von euch jemals die Wohnung des anderen gesehen? Mir kommt es sonderbar vor, dass man sich immer in der Mitte trifft. Wie ging das vonstatten? Hat man sich dann ein Hotelzimmer gemietet?
Was hattest du ihm zum Halbjahrestag geschenkt?
Mir kommt es so beim ersten Lesen eher wie eine Fantasybeziehung vor, in der viel zu viel telefoniert wurde und sich zuwenig getroffen wurde.
 
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  • #18
@Starlight75
vorab: es tut mir leid für dich! wirklich! und es hat eben nicht gepaßt. basta. aus. ende. das ist das, was du für dich mitnimmst.

allerdings wissen wir doch zu wenig, um wirklich zu urteilen. die art is sicher nich die schönste. wobei ein "erklären, warum..." kein anderes ergebnis brächte. es wäre trotzdem vorbei. ich denke auch, daß es selbstschutz war, das ganze via WA zu beenden.
und szenarien die ihn zur beendigung eurer beziehung veranlaßt haben könnten, fallen mir viele ein. aber das ist alles spekulation.

ich selber suche hier nur im 50 km - radius. ja, zu wenig werden die meisten sagen. und ehrlich, es sind nur eine handvoll frauen, die ich in der ödnis um meine heimat angezeigt bekomme. aber was bringt es in der ferne zu suchen? ich habe ein kleines kind bei seiner mutter. und ich würde den teufel tun, hier wegzuziehen. deswegen tue ich mich schwer auf größere entfernung zu suchen. ich würde quasi vorraussetzen (und das kann und sollte ich nicht), daß meine zukünftige partnerin in meine "ecke" zieht, denn ich bin auch ein "kuscheltyp". für mich gehört zu einer beziehung dazu, daß man sich abends aufm sofa auch zusammen unter die decke kuschelt. ich weiß, daß eine fernbeziehung einen zeitl. begrenzten reiz haben kann. aber dann sucht man sowas wohl auch lieber direkt.
und wenn jemand schreiben würde, er löst den nahen kontakt zum eigenen (klein-)kind für eine neue beziehung, wäre der aufschrei ähnlich groß.

du schreibst, er kann seine kinder wieder sehen und hat einen neuen job... stünde ich vor der wahl: eine fernbeziehung unter dauerstrom, um alle zu befriedigen (meine kinder, meine fernbeziehung, meinen neuen job - ständig im auto zwischen den 3 stationen) ... glaub mir, selbst wenn da eine ordentliche portion liebe im spiel wäre, ich würde schweren herzen den kopf entscheiden lassen, denn ich persönlich könnte das nicht stemmen.

ich weiß, daß meine sicht eine echt unromantische ist. sorry. und es ist nur eine mögliche erklärung und vermutung... aber vielleicht ist es genau die, die du sehen solltest. es ist vielleicht die chance ihn nicht im bösen zu verabschieden und keinen gram in deinen rucksack zu packen... es sollte einfach nicht sein. das leben ist hin und wieder ein arschloch und verhindert durch das gepäck des lebens manchmal eben auch, daß menschen die sich finden und lieben auch zusammensein können. die vorstellung, daß es ihm selber das herz brach und er nur keine reelle chance sah über die große entfernung auf dauer glücklich zu sein, hätte dann doch schon wieder was (tragisch) romantisches. es ist halt doch das leben und kein film.

ich wünsche dir fürs neue jahr aber ganz viel glück bei der partnersuche und gesundheit und spaß und .... mir wünsch ich das auch ;o)
 
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apfelstrudel

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  • #19
hm... das Wichtigste mal vorweg... das solltest du nie... niemals vergessen:
Du bist nicht schuld.
Wow. Ich habe dann versucht, ihn anzurufen. Nicht abgenommen.
... könnt sein, dass er einfach ein feiges Hinterteil ist?
ach... da ist ja schon die Bestätigung für meine These...
Liebe Männer da draußen: Gibt es dafür irgendeine logische Erklärung?
... wahrscheinlich keine, die dich weniger traurig, oder zufriedener macht. :(

Niemand hats leicht, wenn er sich öffnet und einen Menschen an sich heranläßt... mehr als sein Gegenüber. Ohne sich dessen bewußt zu sein. Ohne dass klar gesagt wird, wie es wirklich ist. Nur weil man seine Komfortzone nicht verlassen will und sich grad wohlfühlt. Irgendwie ist das respektlos. Findest du nicht auch?

hm... du hast verdient, dass du geliebt wirst UND respektiert. Achtung vor dem Anderen sollte doch irgendwie ein Grundpfeiler der Liebe sein...

Was tut dir denn weh in dem Moment? Dass du dir ein falsches Bild von jemanden gemacht hast, oder dass er es zugelassen hat, dass du dir das falsche Bild von ihm gemacht hast?

Ich wünsch dir, dass es dir bald besser geht. Und dass deine Enttäuschung nicht so groß war, dass du niemanden mehr an dich heranläßt... emotional. Dich wieder öffnen kannst, dem Richtigen. :)
 
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Anthara

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  • #20
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  • #22
Zunächst vielen lieben Dank an Euch alle, dass Ihr Euch meine Story durchgelesen und Euch Gedanken dazu gemacht habt. Ich habe ihm nun noch einen Abschiedsbrief geschrieben. Ich konnte einfach nicht anders, ich wollte, wenn auch einseitig von mir, etwas Würde in diese Verabschiedung bringen. In dem Abschiesbrief habe ich ihm einerseits schon auch mitgeteilt, wie enttäuscht ich über diese Art der Trennung (WhatsApp, null Wertschätzung, null Empathie) sehr enttäuscht bin, habe mich aber auch bedankt für die schöne Zeit und ihm alles Gute gewünscht. Er hat jetzt meine Nummer gelöscht und ich es ihm gleich getan.

Manchmal stelle ich mir vor: Ich bin 75 Jahre alt und schaue auf mein Leben zurück. Dann ist diese Story eine kleine Episode, an die man sich zurück erinnert, die längst verheilt ist. Das macht Hoffnung, denn der Schmerz sitzt gerade doch noch sehr tief. Aber ich habe beschlossen, nicht lange zu leiden und arbeite sehr aktiv daran, dass der Liebeskummer vergeht.

Was bleibt ist: Die Enttäuschung darüber, wie schnell man doch aussortiert und abgehakt ist. Und ich habe wieder etwas gelernt: Auch tägliche Telefonate, Küsschen und Herzen per WhatsApp sagen NICHTS über die emotionale Verbundenheit aus. Vielleicht hat er sich auch gar nicht richtig verliebt? Wobei: Würde dann ein Mann so intensiven Kontakt suchen? Und könnte sich ein Mann, der sich verliebt hat, wirklich so herzlos trennen wenn "nur" äußere Umstände gegen die Beziehung sprächen?

Ihr seht, ich denke immer noch viel zu viel darüber nach. :-(

Vorbei. Aus. Abhaken. Jetzt.
 
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  • #23
@Starlight75
vorab: es tut mir leid für dich! wirklich! und es hat eben nicht gepaßt. basta. aus. ende. das ist das, was du für dich mitnimmst.

allerdings wissen wir doch zu wenig, um wirklich zu urteilen. die art is sicher nich die schönste. wobei ein "erklären, warum..." kein anderes ergebnis brächte. es wäre trotzdem vorbei. ich denke auch, daß es selbstschutz war, das ganze via WA zu beenden.
und szenarien die ihn zur beendigung eurer beziehung veranlaßt haben könnten, fallen mir viele ein. aber das ist alles spekulation.

ich selber suche hier nur im 50 km - radius. ja, zu wenig werden die meisten sagen. und ehrlich, es sind nur eine handvoll frauen, die ich in der ödnis um meine heimat angezeigt bekomme. aber was bringt es in der ferne zu suchen? ich habe ein kleines kind bei seiner mutter. und ich würde den teufel tun, hier wegzuziehen. deswegen tue ich mich schwer auf größere entfernung zu suchen. ich würde quasi vorraussetzen (und das kann und sollte ich nicht), daß meine zukünftige partnerin in meine "ecke" zieht, denn ich bin auch ein "kuscheltyp". für mich gehört zu einer beziehung dazu, daß man sich abends aufm sofa auch zusammen unter die decke kuschelt. ich weiß, daß eine fernbeziehung einen zeitl. begrenzten reiz haben kann. aber dann sucht man sowas wohl auch lieber direkt.
und wenn jemand schreiben würde, er löst den nahen kontakt zum eigenen (klein-)kind für eine neue beziehung, wäre der aufschrei ähnlich groß.

du schreibst, er kann seine kinder wieder sehen und hat einen neuen job... stünde ich vor der wahl: eine fernbeziehung unter dauerstrom, um alle zu befriedigen (meine kinder, meine fernbeziehung, meinen neuen job - ständig im auto zwischen den 3 stationen) ... glaub mir, selbst wenn da eine ordentliche portion liebe im spiel wäre, ich würde schweren herzen den kopf entscheiden lassen, denn ich persönlich könnte das nicht stemmen.

ich weiß, daß meine sicht eine echt unromantische ist. sorry. und es ist nur eine mögliche erklärung und vermutung... aber vielleicht ist es genau die, die du sehen solltest. es ist vielleicht die chance ihn nicht im bösen zu verabschieden und keinen gram in deinen rucksack zu packen... es sollte einfach nicht sein. das leben ist hin und wieder ein arschloch und verhindert durch das gepäck des lebens manchmal eben auch, daß menschen die sich finden und lieben auch zusammensein können. die vorstellung, daß es ihm selber das herz brach und er nur keine reelle chance sah über die große entfernung auf dauer glücklich zu sein, hätte dann doch schon wieder was (tragisch) romantisches. es ist halt doch das leben und kein film.

ich wünsche dir fürs neue jahr aber ganz viel glück bei der partnersuche und gesundheit und spaß und .... mir wünsch ich das auch ;o)


Ganz lieben Dank!! Nein, Du bist nicht unromatisch, mit einer Vernunftentscheidung aufgrund dieser wirklich speziellen Siutation kann ich sehr gut umgehen. Was mir Mühe macht ist und bleibt die Art und Weise. Das hinterlässt den faden Beigeschmack, dass ich mich über Monate komplett in ihm getäuscht habe. Und dass ich so wertlos für ihn bin, dass er mich so schnell und herzlos per WhatsApp abservieren kann. DAS ist es, was mich so fertig macht. Und das ist es auch, was ich nicht verstehe und zu seinem ganzen "Getue" während immerhin eines halben Jahres so gar nicht passt.

Ich bin halt der Meinung, dass man sich IMMER so aus Lebenssituationen verabschieden sollte, dass man sich, wenn es der Zufall oder das Schicksal so will und man sich doch nochmal begenet, zumindest noch in die Augen schauen kann. Ich habe schon oft erlebt, dass man plötzlich, zum Teil nach Jahrzehnten!, wieder Kontakt zu Menschen aus der Vergangenheit hat. Crazy...

Grundsätzlich denke ich: Nichts passiert aus Zufall. Es hat einfach nicht sollen sein.
 
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Wildflower

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  • #25

Nun, ob man Liebe "verdient" hat oder nicht.........Da kann man unterschiedlicher Auffassung sein, aber beim Respekt kann man das nicht.
Das kann man in Artikel 1 unseres Grundgesetzes nachlesen.......und auch deshalb, weil der Wert eines Menschen generell nicht verhandelbar ist.
Wenn man natürlich nur in Aufwand / Nutzen-Kategorien denkt, dann kann man vermutlich zu Deiner Schlussfolgerung / Fragestellung kommen.
Menschen haben einen natürlichen Anspruch darauf, dass man mit ihnen achtsam und respektvoll umgeht, egal ob Putzfrau oder Präsident.
( Dies gilt für mich auch für Tiere, auch wenn die nicht im GG genannt sind.)
Es erstaunt mich sehr, dass das einer Erklärung bedarf.
 
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  • #26
Wenn man natürlich nur in Aufwand / Nutzen-Kategorien denkt, dann kann man vermutlich zu Deiner Schlussfolgerung / Fragestellung kommen.
o_O:rolleyes:

Es erstaunt mich sehr, dass das einer Erklärung bedarf.
o_O:rolleyes:

Nur weil eine Frage gestellt wird, heißt das nicht, dass eine Erklärung von Nöten ist. Im aktuellen Fall sollte zum Nachdenken angeregt werden: darüber wie sinnvoll und angebracht das Konzept des Verdienens in dem Zusammenhang ist.

Klar, Umgangssprache.... bla bla blubb.... aber Worte beflügeln Gedanken und Gedanken formen Worte.
 
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  • #27
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  • #28
Nun, ob man Liebe "verdient" hat oder nicht.........Da kann man unterschiedlicher Auffassung sein, aber beim Respekt kann man das nicht.
Das kann man in Artikel 1 unseres Grundgesetzes nachlesen.......und auch deshalb, weil der Wert eines Menschen generell nicht verhandelbar ist.
Wenn man natürlich nur in Aufwand / Nutzen-Kategorien denkt, dann kann man vermutlich zu Deiner Schlussfolgerung / Fragestellung kommen.
Menschen haben einen natürlichen Anspruch darauf, dass man mit ihnen achtsam und respektvoll umgeht, egal ob Putzfrau oder Präsident.
( Dies gilt für mich auch für Tiere, auch wenn die nicht im GG genannt sind.)
Es erstaunt mich sehr, dass das einer Erklärung bedarf.
Hallo Wildflower, ein glückliches neues Jahr wünsche ich euch!
Nun ja, so ganz unberechtigt ist die Frage von @Syni dennoch nicht.
Zum einen geht es ja hier um die romantische Liebe in einer Partnerschaft, und da bin ich nicht uneingeschränkt der Ansicht, dass jeder diese "verdient", wenngleich ich sie jedem gönne.
Zum anderen scheint mir die Ansicht, dass jeder Mensch Liebe verdient, ein eher abstraktes Konstrukt zu sein. Denn wenn man diese Ansicht hat, dann sollte man auch den Anspruch haben, jeden zu lieben. Die Realität nehme ich da deutlich anders wahr.
Und es gibt durchaus Menschen, bei denen ich gar nicht bereit bzw. fähig bin, diese zu lieben, selbst wenn ich es wollte. Aber das ist jetzt vielleicht ein spezielles Thema.
 

Wildflower

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  • #29
Hallo Wildflower, ein glückliches neues Jahr wünsche ich euch!
Nun ja, so ganz unberechtigt ist die Frage von @Syni dennoch nicht.
Zum einen geht es ja hier um die romantische Liebe in einer Partnerschaft, und da bin ich nicht uneingeschränkt der Ansicht, dass jeder diese "verdient", wenngleich ich sie jedem gönne.
Zum anderen scheint mir die Ansicht, dass jeder Mensch Liebe verdient, ein eher abstraktes Konstrukt zu sein. Denn wenn man diese Ansicht hat, dann sollte man auch den Anspruch haben, jeden zu lieben. Die Realität nehme ich da deutlich anders wahr.
Und es gibt durchaus Menschen, bei denen ich gar nicht bereit bzw. fähig bin, diese zu lieben, selbst wenn ich es wollte. Aber das ist jetzt vielleicht ein spezielles Thema.

Dir und Deinen Lieben wünsche ich auch alles erdenklich Gute für und in 2020.
Nun, ich gebe Dir insofern recht, dass "Liebe verdienen" ein abstraktes Konstrukt ist. Für mich im Sinne von: " Hat man eine Leistung xy erbracht, verdient man es auch, eine Leistung xy dafür zu bekommen."
Das mag in einer Leistungsgesellschaft zutreffend und auch legitim sein, aber im zwischenmenschlichen Bereich halte ich es für absolut absurd, zu hinterfragen, ob und weshalb ein Mensch glaubt Liebe verdient zu haben.
Natürlich hat JEDER Mensch Liebe verdient !!!
Im Umkehrschluß würde die Fragestellung bedeuten, "Nein, Mensch xy hat Liebe nicht verdient weil...(Begründung).
Wir Menschen unterscheiden uns von allen anderen Lebewesen dadurch, dass wir Sprache als Kommunikationsmöglichkeit entwickelt haben. Wir können also kommunizieren, dass wir lieben und uns wünschen, dass wir geliebt werden.
Dabei kommt es ausdrücklich NICHT darauf an, ob wir es "verdient" haben oder nicht. Um zu lieben oder geliebt zu werden bedarf es keiner Gegenleistung.
Und "JA, JEDER Mensch" hat es "verdient" geliebt zu werden ( und zu lieben).
Ein schnodderig dahingeworfenes, " Wodurch glaubst Du.....bla bla bla"
ist für Leute, die gerade mit sich und Ihren Selbstzweifeln zu kämpfen haben geradezu zynisch.
Das heißt auch nicht, dass DU JEDEN lieben musst.
Es ist schon grotesk genug, dass jeder in dieser Welt glaubt, zu wissen was für andere Menschen gut und richtig ist, was sie zu beanspruchen haben und was nicht.
Ich bin kein gläubiger Mensch, aber in diesem Fall sag ich mal, "Gott sei Dank gibt es NIEMANDEN, der mir vorschreiben kann wen oder ob ich überhaupt lieben darf. Und es gibt auch KEINEN der es sich anmassen darf, zu hinterfragen weshalb ich glaube Liebe verdient zu haben.
Aber ich glaube, Dir muss ich das nicht wirklich erklären, oder ?
 
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Gast
  • #30
Das mag in einer Leistungsgesellschaft zutreffend und auch legitim sein, aber im zwischenmenschlichen Bereich halte ich es für absolut absurd, zu hinterfragen, ob und weshalb ein Mensch glaubt Liebe verdient zu haben.
Nun ja, nach meiner Beobachtung gibt es ein sehr breites Spektrum zwischen denen, die immer total freundlich, hilfsbereit und nett zu anderen sind und daher mehr Liebe erfahren und denen, die immer total unfreundlich, egoistisch und böse zu anderen sind und daher kaum Liebe erfahren.
Von daher ist meine Realität die, dass man sich Liebe schon "verdienen" kann und muss.
Da geht es mir offen gestanden ähnlich wie mit der Binse, dass alle Menschen gleich wertvoll sind, das ist für mich auch abstrakt, und zwar ganz unabhängig vom Leistungsprinzip.
Das heißt auch nicht, dass DU JEDEN lieben musst.
Das meinte ich ja. Die Haltung wäre dann:
Jeder hat Liebe verdient, aber es wird schon irgendwer übernehmen.
Ein schnodderig dahingeworfenes, " Wodurch glaubst Du.....bla bla bla"
ist für Leute, die gerade mit sich und Ihren Selbstzweifeln zu kämpfen haben geradezu zynisch.
Ich habe die Frage, die ja auch nicht an die TE gerichtet war, anders aufgefasst.