AlexBerlin

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  • #1

Was tun gegen Einsamkeit?

Es gibt also Familienmenschen, die gerne auch Kinder, Schwiegerkinder und Enkel um sich haben und Menschen, denen ein Partner als Familie reicht. Verstehe ich.
Idealerweise hat ein Familienmensch eine ebensolche, mit der er sich gut versteht und ein Mensch, der nicht so viel Trubel mag, hat seinen Lebenspartner.
Was machen aber die, die gerne Familie / einen Partner hätten, aber keine / keinen haben?
Was hilft euch, wenn ihr seelisch durchhängt?
 
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nonamespls

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  • #2
Ich versuche dann immer, gar nicht erst darüber nachzudenken und mich zu beschäftigen. Ich schreibe Texte, singe, male Bilder, arbeite lange. :)
 
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lisalustig

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  • #3
Bei einem akuten seelischen Durchhänger kann man auch mal ein wenig weinen.... Danach wirds meist besser. Sich dann was Gutes tun, Eis essen gehen, im Kino einen schönen Film gucken, ein spannendes Buch lesen..... Bloß nicht in den PS-Postkasten gucken :eek:
 
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fafner

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  • #4
Was hilft euch, wenn ihr seelisch durchhängt?
Ich hab auf Grund der bisherigen Wortmeldungen zu dem Thema angenommen, daß der Zustand bei den Familienmenschen nahezu nicht vorkommen kann. Weil es - für mich gefühlt - immer hieß, "na wenigstens hab ich meine Kinder, Schwiegerkinder, Enkel usw." Hab ich da anscheinend was falsch beobachtet?
Sich dann was Gutes tun, Eis essen gehen, im Kino einen schönen Film gucken, ...
Das machst Du echt alleine? :eek:
PS-Forum ist auch keine gute Wahl... o_O
 
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ionchen

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  • #5
Sport :) am liebsten draußen.
 
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Monk

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  • #6
Ich gehöre (nach eigener Einschätzung) zur zweiten Fraktion, mir würde also ein Partner für den "Seelenfrieden" reichen. Größere Menschenansammlungen meide ich ohnehin, jede Tag Familie um mich zu haben wäre als keine Option.

Durchhänger habe ich anfänglich durch Mehrarbeit zu vermeiden versucht, angenehme Arbeitskollegen tun ihr Übriges dazu. Das führte bei meiner Arbeitssituation allerdings zu einem Berg an abzufeiernden Überstunden und Urlaubstagen, was das Problem mit dem nahenden Jahresende eher noch verschärft.

Sport hat sich als relativ effektiv erwiesen, um gegen kurze Durchhänger anzukämpfen. Der hat zudem den positiven Nebeneffekt, dass ich mein Spiegelbild als ansehnlicher einstufen würde als zum Beginn des Singledaseins.
Mittlerweile treibt mich mein Körper vor Eintreten des Durchhängers schon automatisch nach draußen, was zusätzlich hilft.

Für mich beste Option ist daher tatsächlich ebenfalls, sich für mehrere Stunden etwas Gutes zu tun. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass ich bis auf wenige Ausnahmen ein Mal pro Woche alleine ins Kino fahre um anschließend zu nächtlicher Stunde in einem Fast-Food-Restaurant zu dinieren.
Nachdem ich mich daran erstmal gewöhnt hatte freue ich mich nun schon fast jede Woche auf dieses Ritual.
 
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  • #7
Sich dem heulenden Elend hingeben und sich selbst bemitleiden tut manchmal gut - aber halt wirklich nur manchmal, nicht als Dauerzustand.
Dann raus, alleine ins Kino, auf den Berg, ins Cafe, Konzert, . . - was immer einem gut tut.
Und unbedingt Freunde aktivieren - sowohl für Freizeitaktivitäten, als Seelentröster und Berater
 
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lisalustig

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  • #8
Was soll ich sonst tun? Unmittelbar nach meiner Trennung bin ich 2 x pro Woche allein ausgegangen - am Wochenende immer was Kulturelles und danach noch Essen gegangen und in der Woche auch einmal Essen gegangen. Hat mir gut getan. Kennengelernt hab ich dabei allerdings nie jemanden. Ist natürlich auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten.
Tausendmal besser als der Postkasten ;)
 
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AlexBerlin

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  • #9
Ich hab auf Grund der bisherigen Wortmeldungen zu dem Thema angenommen, daß der Zustand bei den Familienmenschen nahezu nicht vorkommen kann. Weil es - für mich gefühlt - immer hieß, "na wenigstens hab ich meine Kinder, Schwiegerkinder, Enkel usw." Hab ich da anscheinend was falsch beobachtet?

Ich glaube, es gibt die geselligen Menschen, die gerne viele Menschen um sich haben - das sind oft Familienmenschen - und die, die es lieber ruhiger haben.
Uns maßlosen Familienmenschen fehlt ein Partner ebenso wie „euch“, die ihr es lieber ruhiger habt, glaube ich.
Man kann auch innerhalb einer Familie von glücklichen Paaren einsam sein, auch wenn alle lieb zu einem sind.
 
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ionchen

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  • #10
Ihr geht viel alleine weg, und lernt trotzdem niemanden kennen? Wie deprimierend. Bin eigentlich kaum alleine unterwegs. Dachte, es liegt vielleicht daran.
 
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Deleted member 7532

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  • #11
Ihr geht viel alleine weg, und lernt trotzdem niemanden kennen? Wie deprimierend. Bin eigentlich kaum alleine unterwegs. Dachte, es liegt vielleicht daran.

Kommt doch auch darauf an, wohin.
Ich gehe viel in klassische Konzerte, Kino, Cafés - das ist schwierig zum Kennenlernen. Eine Freundin war tanzen, da hat sie viele kennengelernt. Oder du stellst dich allein an eine Bar - angeblich lernt man dort aber nur Männer kennen, die eindeutig nicht in mein Beuteschema passen. Eigentlich klar, ist ja auch nicht mein bevorzugtes Freizeitrevier :D
 

ionchen

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  • #12
Apropo Revier. Wald, Feld und Wiese bisher auch negativ. Nur Getiers. :)
 
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tigersleep

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  • #13
Der weise Olli Schulz sang dazu einst: Du bist so lange einsam, bis du lernst allein zu sein. Ist wirklich was dran. Je mehr man sich darauf konzentriert wie sehr man sich jemanden an seiner Seite wünscht, desto mehr verstärkt sich dieser Wunsch, ist so mein Gefühl.

Ich finde es ist völlig OK sich in einer solchen Phase auch eine Weile mal hängen zu lassen, so lange bis man es satt hat. Danach hilft einfach ausprobieren, was einem gut tut. Bewegung und Musik hellen die Stimmung auf, und Leute kann man ja in den unterschiedlichsten Kontexten treffen, wenn man denn gewillt ist auch mal die Dating-Brille abzusetzen und einfach nur mal so Kontakt aufzunehmen. Beim Erste-Hilfe-Kurs, Tanzkurs, Sportverein oder Trainingsgruppe, Straßenfest, was weiß ich . Aus sozialen Kontakten (in Maßen, ich brauch nicht 24/7 Leute um mich) schöpfe ich Kraft und lass es mir einfach mal gut gehen - danach sieht die Welt schon gleich ganz anders aus :)
 
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HrMahlzahn

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  • #14
Ich habe es schon 4 Wochen allein ausgehalten ohne mich zu langweilen. Abgesehen von Einkäufen und Anrufen, die ich entgegennahm.. Wenn man genügend Ideen im Kopf hat und viele Interessen und Hobbies ist das kein Problem. Die Glotze brauche ich dabei nur für Nachrichten. Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, fahre ich mit dem Fahrrad , Fernglas und Fotoausrüstung in die Natur. Wichtig ist für mich viel gute Musik Schöne und interessante Bücher und eine rege Fantasie. Ich entstamme noch einer Zeit, in der Kinder nicht beständig bespaßt wurden. Wir besaßen kein Auto und ein Fernsehgerät bekamen wir, als ich 6 Jahre alt war.
 
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lisalustig

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  • #15
Ihr geht viel alleine weg, und lernt trotzdem niemanden kennen?
ich bin ja nicht der Party-Typ. Und war auch so in in Richtung @mone7 unterwegs - klassische Konzerte, Ballett, Oper, Theater, Essengehen in qualitativen Restaurants. Bei den kulturellen Veranstaltungen guckte ich in den Pausen schon, aber es gibt einfach wenig Männer, die da allein unterwegs sind. Und ehrlich, einer der mit Gammeljeans, ausgeleierter Kordhose und Karohemd / Sweatshirt in die Oper geht, den will ich nicht wirklich kennenlernen... Aber die halten sich eh nur an ihrem Pausenbier fest.... Oder glotzen aufs Smartphone (auch im Restaurant).

Ich denke, dass man in Bars und bei Tanzveranstaltungen eher die Abenteurer trifft, die, die sich für ONS interessieren.
 
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maxim

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  • #17
@lisalustig:
Echt, Du magst Oper und klassische Musik? Vielleicht sollten wir uns doch mal kennen lernen.
 

lisalustig

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  • #18
Und vergiss daneben nicht nicht Ballett! ;)
Ich glaub, dass es vielmehr Frauen als Männer gibt, die kulturell interessiert sind. Zumindest sehe ich bei den Kulturveranstaltungen viele Frauengruppen und Frauen die allein unterwegs sind.... Männer sind meist mit Frau/Freundin unterwegs, ganz selten mal allein.... Männergruppen hab ich noch nie gesehen....
 
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Ariadne_CH

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  • #19
Ich hab auf Grund der bisherigen Wortmeldungen zu dem Thema angenommen, daß der Zustand bei den Familienmenschen nahezu nicht vorkommen kann. Weil es - für mich gefühlt - immer hieß, "na wenigstens hab ich meine Kinder, Schwiegerkinder, Enkel usw." Hab ich da anscheinend was falsch beobachtet?

Ich weiss nicht, wie es anderen geht, aber ja, das ist ein grosser Irrtum. Gerade als mein Kind noch sehr klein war, habe ich mich sehr oft einsam gefühlt. Klar war mein Kind immer bei mir, aber ich kann ihm ja trotzdem nicht von meinen Problemen, Ängsten und allem, was mich beschäftigt, erzählen... Klar, mit einem kleinen Kind kannst du spielen, singen, knuddlen und Geschichten erzählen. Aber da fehlen dann halt auch einfach noch ganz viele Interaktionen auf der erwachsenen Ebene. Ich habe viele Abende alleine verbracht und mich einsam gefühlt. Anfangs hat es mir sogar Angst gemacht und ich habe mich damit extrem unwohl gefühlt. Dann habe ich angefangen mich mit dem Thema zu beschäftigen und habe bewusst auch mal einen Feiertag ganz alleine verbracht (obwohl ich Einladungen gehabt hätte). So habe ich mich dann irgendwann mit meiner Einsamkeit angefreundet.
Das war auch die Zeit als ich anfing alleine ins Kino, Café oder Restaurant zu gehen. Anfangs war es extrem komisch, aber dann hat es sich auf einmal ganz normal angefühlt.
 
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maxim

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  • #20
@lisalustig:
Wir können gerne auch ins Ballett gehen.:)
 
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maxim

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  • #21
Übrigens gehe ich auch alleine ins Kino oder Museum.
 

maxim

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  • #23
Jetzt müssen wir uns nur noch für den Ort entscheiden.:)
 

maxim

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  • #25
Stuttgart böte sich an bei Ballett, Berlin passt mir aber besser, wohne ich doch dort.
 

lisalustig

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  • #26
@maxim
Wieso warst Du nicht bei unserem Forumstreffen? Das war doch in Berlin - ich wohn ja auch da.
 
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maxim

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  • #27
Nein, ich war nicht dort.
 
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Deleted member 7532

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  • #28
Und vergiss daneben nicht nicht Ballett! ;)
Ich glaub, dass es vielmehr Frauen als Männer gibt, die kulturell interessiert sind. Zumindest sehe ich bei den Kulturveranstaltungen viele Frauengruppen und Frauen die allein unterwegs sind.... Männer sind meist mit Frau/Freundin unterwegs, ganz selten mal allein.... Männergruppen hab ich noch nie gesehen....

Kann ich nur bestätigen
 

maxim

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  • #30
Ich hatte das vor, aber dann irgendwie aus den Augen verloren.