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jolie_geloescht

  • #1

Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Hallo erstmal! Ich möchte erst einmal sagen, dass ich es toll finde, dass hier kostenlose Fachleute kostenlos ihre Hilfe anbieten. Das ist echt Klasse. Danke an dieser Stelle.
Jetzt zu meinem Problem.
Mir ist leider aufgefallen, dass ich eine unbewußte Art wohl an mir habe, die es einigen Menschen leicht macht mich zum "Opfer" zu machen.
Es liegt wohlmöglich an meiner Kindheit, ich weiß es nicht genau.
Aufgefallen ist es mir jetzt, nachdem ich (gestern Abend)erfahren habe, dass der Herr, der an mir interessiert ist und ich an dem gewesen bin,liiert sei. Ich lag diese Nacht wach und dachte nur nach. Der gemeinsame flüchtige "Bekanntenkreis" hat mich gemieden als sie bemerkt haben, wir verstehen uns gut. Ich habe es nicht verstanden und habe auch mit ihm darüber geredet. Wir suchten nach einem Grund und wir legten uns einen zusammen. Bis gestern ein Anruf kam und ich vom einem anderen Bekannten erfuhr, er ist liiert und ich "die Böse" jetzt. Das hat mich natürlich sehr verletzt und ich fühle mich ausgenutzt und ich hätte es ihm nie zugetraut, denn ich habe ihm meine Meining zu solchen Menschen mitgeteilt. Ich habe es ihm mal gesagt, weil mein Ex und der Vater der Kinder mir Fremdgegenagen ist. Deshalb veurteile ich Menschen, die sich auf vergebene einlassen. Es gibt ja so viele nette Sigles und da muss man nicht etwas mit einem liierten anfangen. Ich habe damals meinem Ex versucht aufgrund der Kinder zuverzeihen und es war ein Fehler. Er ging dann nicht nur Fremd, sondern war wurde aufeinmal sehr aggressiv. Es ging soweit, dass ich die Polizei holen musste und Angst um mein Leben hatte. Auch die Trennung ging nur mit Hilfe von der Polizei. Es folgten einige Anzeigen und ich behielt bleibende Erinnerungen und zwar nicht nur seelische, sondern auch Sichtbare.
Ich war danach bedient. Ich habe zwar ab und an geflirtet, aber eine Zeitlang keine Nähe zugelassen und tu mir da immer noch schwer mit. Soll heißen, wenn ich wirklich Interesse an einem Mann habe, dann verwundert es mich und ich versuche als Erstes seine Macken herauszufinden um mich zu schützen. Mir haben in den letzten Jahren auch nur 4 Männer sehr gefallen.Ich muss jedoch sagen, dass ich selten raus gehe.
Und trotzdem mache ich es falsch. Was kann ich ändern, wie kann ich mich schützen?
derzeit kann ich gut alleine sein, aber ab und an wäre ich schon gerne mit jemanden zusammen, der zwar nicht perfekt ist, aber für mich schon. Das was ich erlebt habe, möchte ich nie wieder erleben. Ich habe Angst davor und machnmal denke ich, es wäre besser einfach auf Männer zuverzichten (das ist quatsch, ich weiß). Habt iHr einen Rat oder andere Erfahrungen damit?
Danke!
 
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  • #2
AW: Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Liebe jolie,
vielen Dank für Ihre Mail. Das, was Sie jetzt ganz aktuell erlebt haben, ist bedauerlich und verletzend. Offenheit und Ehrlichkeit sind Grundvoraussetzungen für eine Beziehung – Ihre Bekanntschaft hat es damit offenbar nicht sehr ernst genommen. Gut verständlich, dass Sie sich hintergangen und ausgenutzt fühlen.
Weiter schreiben Sie von einer weiteren, sehr belastenden Beziehung in der Vergangenheit – wie lange ist das Ende dieser Verbindung her? Ihren Schilderungen ist zu entnehmen, dass Sie immer noch unter dem Geschehenen leiden und Angst haben, etwas Ähnliches könnte wieder passieren. Auf der einen Seite steht der Wunsch, sich auf einen Menschen ganz einlassen zu können, auf der anderen Seite wollen Sie sich – verständlicher Weise – vor erneuten Verletzungen schützen.
Ich denke, zunächst sollten Sie versuchen – evtl. auch mit professioneller Unterstützung – die Geschehnisse aus der Beziehung zum Vater Ihrer Kinder zu verarbeiten. Hierbei soll es darum gehen, die eigenen Anteile und die des Ex-Partners am Scheitern der Beziehung zu verstehen. Eventuell ist es wichtig, dass Sie Ihre Bedürfnisse in einer Beziehung deutlicher schildern, früher Grenzen ziehen und selbstbewusster zu sich selbst stehen. So kann es dann gelingen, mehr Klarheit über das eigene Verhalten und bestimmte Beziehungsmuster zu erhalten und in Folge nach und nach, in kleinen Schritten, wieder Vertrauen zu einem anderen Mann aufzubauen zu können.
Zu Ihrer aktuellen Situation: wenn das Gegenüber nicht mit offenen Karten spielt, ist das nicht Ihre Schuld. Letztlich können Sie aus dieser negativen Erfahrung nur lernen und zukünftig – auch bei aller Verliebtheit – die Augen und Sinne offen halten.
Herzliche Grüße,
Markus Ernst
 
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jolie_geloescht

  • #3
AW: Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Vielen Dank an Herrn Ernst für die Antwort.
Ich möchte nur kurz hinzufügen, dass ich den Herrn sogar nach einer Partnerin gefragt habe, so als ob ich es unbewußt gespürt hätte. Die Antwort war "Nein" und erhielt sämtliche Telefonnummern, Adresse, Mailadresse ect. Und das ist dass, was ich so ganz nicht nachvollziehen kann. Zumindestens habe ich wieder was dazu gelernt :-(
Naja, eine Therapie wäre vielleicht wirklich Sinnvoll. Heutzutage ist es ja auch gar nicht mehr so schlimm, denn viele machen eine.
 
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  • #4
AW: Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Hallo jolie,

es ist sicherlich übel, was Dir widerfahren ist und ja das Leben ist nicht immer fair. Deine Gefühle kann ich gut nachvollziehen, insbesondere auch weil der Mann Dich wohl sehr klar belogen hat.

Der Tipp mit der professionellen Hilfe ist auch meiner Ansicht nach sehr gut; einfach um den Teil der "Geschichte" zu klären, der in Deinem eigenen Wirkungs- und damit Verantwortungsbereich liegt. Letztlch kannst Du immer nur Dich verändern und die anderen so nehmen wie sie sind oder es auch bleiben lassen. Und nach meiner Erfahrung ziehst Du irgendwie das an, was Du ausstrahlst. Folglich ist Deine Überlegung an Dir zu arbeiten auch meiner Ansicht nach völlig richtig.

Ein guter Gesprächstherapeut bzw. -theraupeutin, wird spiegeln, hinterfragen und Dir letztlich somit helfen, selber zu erkennen und damit verändern zu können. Ich habe jahrelang Erfahrungen mit Supervision, Gesprächstherapie in Veränderungsphasen in meinem Leben bis zur Psychotherapie und klnischer Psychiatrie. Mit letzteren kam ich in Berührung, weil bei zwei meiner Lebenspartnerinnen klinisch auffällige Symptome vorlagen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg

LG Jorge
 
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  • #5
AW: Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Beileid, einfach Beileid. ist mir auch schon passiert. Das erschüttert einen bis in die Knochen. Ich habe den von Dir genannten Thread noch nicht gesucht, und habe vorher noch herumgestöbert und diesen, Deinen Beitrag gefunden. Und werde mir die Suche noch aufheben. Weiß nicht warum, ist vielleicht besser. Durch solche Sachen wird man vorsichtig, und das versaut einem das ganze Leben. Und das ist die ganze Gemeinheit und Brutalität.

.Vielleicht solltest Du in einer Buchhandlung suchen, ja in der Psycho-Ecke. Dort bin ich zuvor niemals stehen geblieben, weil das ja nur für die Komischen ist. Mir hat es geholfen, daß es offenbar auch vielen anderen Menschen ähnlich gegangen ist, also so verquer kann ich dann wohl nicht sein.

Eine Psychotherapie ist halt sehr teuer, und warum soll ich zum Teufel noch einmal mein Geld dorthin tragen statt mir ein neues Auto zu kaufen? Nur weil sich jemand anderer nicht zu benehmen gewußt hat?!!!!!.
 
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  • #6
AW: Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Zitat von blechfan:
Eine Psychotherapie ist halt sehr teuer, und warum soll ich zum Teufel noch einmal mein Geld dorthin tragen statt mir ein neues Auto zu kaufen? Nur weil sich jemand anderer nicht zu benehmen gewußt hat?!!!!!.

Liebe Jolie,
was ich da von anderen in deren Beiträgen lesen muss, trifft mich wie ein Schlag ins Gesicht.
Gewalttaten kann man doch nicht mit Benehmen vergleichen. Gewalttaten hinterlassen tiefe Spuren der Angst, der Hilflosigkeit und des Schamgefühls. Und wenn diese Taten innerhalb der Familie passieren, die eigentlich eine auch vom Gesetz her besonders geschützte Institution sein sollte, ist das um so schlimmer.
Den Beitrag von Markus Ernst solltest du dir zu Herzen nehmen. Suche einen guten Therapeuten, und keine Angst finanziell entstehen dir keine Kosten, diese Behandlung zahlt
die Krankenkasse. Auch der "Weiße Ring" kann dir in dieer Angelegenheit kostenlos helfen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und alles Liebe
Jusika123
 
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  • #7
AW: Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Du hast mich da grundlegend mißverstanden, obendrein wurde mein Beitrag gekürzt.
 
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  • #8
AW: Was tun, damit man nicht wieder ein "Opfer" wird?

Lieber "blechfan",
wir haben noch einmal nachgeschaut und können keine Kürzungen Ihres Beitrags in unserem System rekonstruieren.
Vielleicht können Sie ihn ja noch einmal ergänzen?
Viele Grüße,
Raphael vom PARSHIP-Forum